DE4317155C2 - Vorrichtung zur Separierung von Folien - Google Patents

Vorrichtung zur Separierung von Folien

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Noell Abfall- und Energietechnik 38642 Goslar De GmbH
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    • B03BSEPARATING SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS
    • B03B4/00Separating by pneumatic tables or by pneumatic jigs
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B07SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
    • B07BSEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS BY SIEVING, SCREENING, SIFTING OR BY USING GAS CURRENTS; SEPARATING BY OTHER DRY METHODS APPLICABLE TO BULK MATERIAL, e.g. LOOSE ARTICLES FIT TO BE HANDLED LIKE BULK MATERIAL
    • B07B11/00Arrangement of accessories in apparatus for separating solids from solids using gas currents
    • B07B11/06Feeding or discharging arrangements
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    • B07B4/00Separating solids from solids by subjecting their mixture to gas currents
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Description

Die Erfindung betrifft gemäß des Oberbegriffs des Anspruchs 1 eine Vorrichtung zur Separierung von Folien aus einem Materialgemisch, insbesondere aus Hausmüll.
Bei der Aufbereitung von Hausmüll aber auch Gewerbemüll sowie von Bauschuttabfällen und Abfällen z. B. von Schnellrestaurantketten sollen erfindungsgemäß die Folien vor der Abtrennung weiterer Leichtstoffe (Kunststoffe, Papier, sonstige Leichtverpackungen) separiert werden.
Soweit bekannt, werden die erfindungsgemäß zu separierenden Folien bisher aus Materialgemischen dadurch abgetrennt, daß die Materialgemische nach einer gegebenenfalls notwendigen Auflockerung einem Luftstrom ausgesetzt werden. Mit diesem Luftstrom werden die leichten Bestandteile des Materialgemisches üblicherweise in einen Sammelraum mit relativ geringer Luftbewegung (Sammelbehälter) geführt, wo die separierten Leichtstoffe sedimentieren (Staubsaugerprinzip).
Bei diesem Verfahren muß, um Verstopfungen der Luftfördereinrichtungen oder zugeordneten Luftschächten zu vermeiden, der Förderquerschnitt so groß gehalten werden, daß er auch von den größten abgesaugten Bestandteilen nicht verstopft werden kann. Wenn Folien zu separieren sind, ist letztlich die erforderliche Strömungsquerschnittsfläche nicht vorauszusehen, da, wenn von einer aufwendigen Zerkleinerung des Materialgemisches abgesehen wird, die in diesem enthaltene Foliengröße nicht vorauszusehen ist. Um einen störungsfreien Betrieb der Absaugeinrichtung zu gewährleisten, muß in aller Regel diese Einrichtung so überdimensioniert werden, daß die Verstopfungsgefahr minimiert wird. Dies ist mit erheblichem Aufwand verbunden, da mit der Querschnittsfläche der zu fördernde Luftvolumenstrom überproportional ansteigt.
Aus EP 02 71 608 B1 ist eine Absaugung für Holzspäne bekannt, bei der ein perforiertes Förderband um eine Luftförderung geführt wird und über die Materialtransporteinrichtung (Sieb) hinausragt. Hierdurch wird eine aufwendige Führung des perforierten Transportbandes erforderlich. Außerdem wird in dem Bereich, der über die Materialförderung herausragt, eine große Falschluftmenge angesaugt. Hierdurch stellen sich im Bereich der Materialförderung keine gleichmäßigen Ansaugbedingungen ein.
Aus DE 37 26 808 A1 ist eine Müllsortiervorrichtung bekannt, bei der der Saugkasten im Zwischenraum des Förderbandes angeordnet ist. Hierdurch stellen sich ebenfalls keine für die Absaugung von Folien geeigneten Ansaugbedingungen ein.
Demgegenüber kommt es erfindungsgemäß darauf an, die mit einem Luftstrom zu beaufschlagende Fläche möglichst zu minimieren, insbesondere unabhängig von der Größe einzelner Stücke der zu separierenden Leichtstoffe zu gestalten.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Kennzeichens des Anspruchs 1 gelöst. Die Ansprüche 2 bis 7 geben weitere erfindungsgemäße Gestaltungen an.
Erfindungsgemäß wird die mit einem Luftstrom zu beaufschlagende Fläche etwa durch geeignete Luftschächte an einer Luftfördereinrichtung auf einen relativ engen Raum in der freien Umgebung des Materialgemisches begrenzt. Zwischen dem Materialgemisch und der Luftfördereinrichtung ist eine luftdurchlässige Transporteinrichtung angeordnet. Der von der Luftfördereinrichtung erzeugte Luftstrom ist auf die Oberfläche der luftdurchlässigen Transporteinrichtung gerichtet, die dem Materialgemisch zugewandt ist. Dadurch werden Leichtstoffe, insbesondere Folien gegen diese Oberfläche bewegt und an ihr festgehalten. Die Luftfördereinrichtung ist über dem Oberband angeordnet und der Luftstrom ist seitlich aus dem Zwischenraum des Transportbandes herausgeführt. Hierdurch wird die Falschluftmenge reduziert und es werden die Luftgeschwindigkeiten im Bereich der Oberfläche des luftdurchlässigen Transportbandes erhöht, die Strömung wird außerdem vergleichmäßigt. Es ergibt sich eine gezielte Luftführung. Die luftdurchlässige Transporteinrichtung führt eine vom Ort der Luftansaugfläche weggerichtete Bewegung aus. Damit wird der Leichtstoff aus der Ansaugzone wegbewegt und kann dann durch geeignete Einrichtungen gesammelt und abtransportiert werden. Das Materialgemisch ist zweckmäßigerweise so ausgebreitet oder durch geeignete Einrichtungen aufgelockert, daß die von der Transporteinrichtung in Verbindung mit dem Luftstrom ausgeübte Zugkraft ausreicht, die Folien aus dem Materialgemisch zu entfernen. Insbesondere kann das Materialgemisch selbst relativ zu einer feststehenden Ansaugzone etwa auf einem Förderband bewegt werden, wobei vor der Ansaugzone, z. B. stangen- oder kettenförmige Abstreifer zur Ausbreitung des Materials vorgesehen sein können. Darüberhinaus kann vorteilhafterweise das Materialgemisch selbst in eine zusätzliche Bewegung etwa durch Schwingeinrichtungen oder Fluidisierungseinrichtungen gebracht werden. Hierfür kommen zweckmäßigerweise sogenannte Vibrorinnen oder auch Aeroherde (Luftherd) in Frage.
Besonders vorteilhaft ist das Oberband des an der Luftfördereinrichtung angeordneten Transportbandes gegen eine Luftbeaufschlagung abgedeckt. Hierdurch wird der Luftstrom auf das Unterband beschränkt, wodurch die zu fördernde Luftmenge begrenzt wird.
Insbesondere in Verbindung mit schnellaufenden Förderbändern für das Materialgemisch kann die Transporteinrichtung die angesaugten Folien auch etwa parallel zur Bewegungsrichtung des Materialgemisches abtransportieren. Zweckmäßigerweise ist dabei die Bewegungsrichtung der angesaugten Folien der Bewegungsrichtung des Materialgemisches gleichgerichtet (Gleichstromprinzip). Hierdurch wird vermieden, daß z. B. bei längeren Folienstücken, von denen bereits ein Teil an der Transportvorrichtung angesaugt ist, ein anderer Teil sich noch im Materialgemisch befindet, der Transport des Materialgemisches behindert wird. Vorteilhafterweise kann die erfindungsgemäße Vorrichtung in Verbindung mit einer Abwurftrennung hinter dem ansteigenden Förderband des Materialgemisches angeordnet sein. Die Transporteinrichtung und die Ansaugzone sind dann so angeordnet, daß die Ansaugung im Bereich der Abwurfbahnen der zu separierenden Leichtstoffe wirksam wird. Dies ist besonders vorteilhaft, weil bei dieser Anordnung die im freien Fall befindlichen Leichtstoffe von den übrigen Bestandteilen des Materialgemisches relativ wenig gehindert sind, dem erzeugten Luftstrom zu folgen.
Insbesondere kann vorgesehen sein, gesonderte Abwurfeinrichtungen etwa Abstreifer oder druckbeaufschlagte Düsen für strömende Medien mit geeigneter Strömungsrichtung anzuordnen. Hierdurch werden gleichzeitig die in der luftdurchlässigen Transporteinrichtung vorgesehenen Lochungen oder Siebmaschen (bei einer Ausführung als Siebband) von etwa vorhandenen Verstopfungen befreit.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann zweckmäßigerweise auch für ruhende Materialgemische verwendet werden.
Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung richtet sich der erforderliche Luftvolumenstrom bei gegebener Ansaugquerschnittsfläche lediglich nach den bei einer bestimmten Luftgeschwindigkeit abzutrennenden Leichtstoffen. Eine überdimensionierte Auslegung zur Vermeidung von Verstopfungen ist nicht erforderlich. Insbesondere reicht bei einer freien Querschnittsfläche von einem Quadratmeter für die Separierung von Leichtverpackungsfolien ein Volumenstrom von 2500 bis 15 000 m3h aus.
Zwischen dem Endlosband der Transporteinrichtung und der Luftfördereinrichtung können zweckmäßigerweise Filter zur Abscheidung von Feinststoffen aus dem Luftstrom angeordnet sein.
Besonders vorteilhaft wird der Luftstrom der Luftfördereinrichtung so im Kreislauf geführt, daß durch geeignete Abtrennungen etwa flexible Gummivorhänge der angesaugte Luftstrom auf einen beschränkt Raum um das zu behandelnde Materialgemisch begrenzt bleibt. Hierdurch wird in Verbindung mit geeigneten Einrichtungen zur Dekontamination der im Kreislauf geführten Luft von Keimen oder bakteriellen Verunreinigungen eine Verschmutzung der Umgebungsluft aber auch der nachgeschalteten Aggregate weitgehend vermieden beziehungsweise verringert.
Q
Anhand eines Ausführungsbeispieles wird die erfindungsgemäße Vorrichtung erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt der Transportvorrichtung;
Fig. 2 einen vergrößerten Ausschnitt der Luftführung aus dem Zwischenraum des Transportbandes.
In Fig. 1 ist eine Luftfördereinrichtung 1 mit einer Rohrleitung 2 und einer Luftansaughaube 3 dargestellt. An der Ansaughaube 3 sind Luftschächte 4 angeordnet, mit denen der Luftstrom seitlich aus dem Zwischenraum des Transportbandes 5 herausgeführt wird. Unterhalb des Unterbandes 6 des Transportbandes 5 ist eine Materialtransporteinrichtung 7 angeordnet, mit der das Material in Richtung 8 gefördert wird.
In Fig. 2 sind die Luftschächte 4 vergrößert dargestellt. Im Bereich des Unterbandes weist der Luftschacht 4 eine Ausnehmung 10 auf. Im Bereich des Oberbandes 9 ist eine Abdeckung 11 vorgesehen. Die Luft wird etwa in Richtung des Pfeiles 12 gefördert.
Durch die erfindungsgemäße Gestaltung ergibt sich ein bedeutend vereinfachter Aufbau. Es können übliche perforierte Transportbänder verwendet werden und eine Führung des Bandes um die Luftansaugeinrichtung entfällt. Hieraus folgt eine größere Flexibilität bei der Gestaltung der Luftansaugung, insbesondere auch bei der Anbringung von Filtern. In Verbindung mit einem perforierten Materialförderer 7 kann das Einblasen von Unterluft 13 (Fig. 1) vorgesehen werden.

Claims (7)

1. Vorrichtung zur Separierung von Folien aus ausgebreiteten Materialgemischen mit einem über dem Materialgemisch angeordneten luftdurchlässigen Transportband und einer Luftfördereinrichtung zur Erzeugung eines Luftstromes, der auf die Oberfläche des Transportbandes gerichtet ist, die dem Materialgemisch zugewandt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftfördereinrichtung (1, 2, 3) über dem Oberband (9) angeordnet ist und der Luftstrom (12) seitlich aus dem Zwischenraum des Transportbandes (5) herausgeführt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Oberband (9) gegen eine Luftbeaufschlagung abgedeckt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftansaugfläche am Unterband (6) etwa quadratisch ist und sich im wesentlichen über die gesamte Breite des Materialgemisches erstreckt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungsrichtung des Transportbandes (5) im wesentlichen parallel zu dem etwa in einer Richtung (8) bewegtem Materialgemisch angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß am Transportband (5) hinter der Luftfördereinrichtung (1, 2, 3) Abwurfeinrichtungen zur Trennung der separierten Leichtstoffe vom Transportband (5) angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Transportband (5) und Luftfördereinrichtung (1, 2, 3) Filter zur Abscheidung von Feinststoffe vorgesehen sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftstrom (12) im wesentlichen als Luftkreislauf durch die Luftfördereinrichtung (1, 2, 3) und die Ansaugzone im Bereich des Materialgemisches geführt wird und das in diesem Kreislauf Einrichtungen zur Dekontamination von insbesondere bakteriellen Verunreinigungen angeordnet sind.
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