DE4312928A1 - Verfahren zum optimalen Ausnutzen der Speicherkapazität eines Eeprom - Google Patents
Verfahren zum optimalen Ausnutzen der Speicherkapazität eines EepromInfo
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- G11C16/00—Erasable programmable read-only memories
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Landscapes
- Techniques For Improving Reliability Of Storages (AREA)
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Description
Ein EEPROM, auch E2PROM genannt, ist ein Speicher-IC, in dem auch
bei Netzausfall die eingeschriebenen Daten erhalten bleiben. Im
Gegensatz zum Standard-EPROM läßt sich ein EEPROM durch einen
elektrischen Impuls wieder löschen, so daß die Information über
schrieben werden kann. Beim Beschreiben wird intern eine relativ
hohe Spannung erzeugt, die die Speicherzellen mit einem
Schreibimpuls belastet. Daher wird von den Herstellern die zuläs
sige Anzahl der Schreibzyklen limitiert. Üblich sind 10.000 oder
100.000 Schreibzyklen. Soll eine Information häufig abgespeichert
werden, reichen diese zulässigen Zyklen nicht aus. Soll bei
spielsweise eine Zeitinformation mit einem Speicherintervall von
10 Minuten über eine Gerätelebensdauer von 10 Jahren zur Verfü
gung stehen, ergibt sich bei einer Umlaufzeit von 24 Stunden eine
Schreibzyklenzahl von
6× 24× 365× 10 = 525.600.
Folglich kann selbst die grobe Auflösung von 10 Minuten mit einem
EEPROM direkt nicht realisiert werden.
Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zur besseren Ausnutzung der Speicherkapazität eines EEPROM
anzugeben.
Die Lösung der Aufgabe besteht darin, daß die Speicherkapazität
in einen Verwaltungsblock und mindestens zwei Informationsblocks
eingeteilt wird, wobei der Verwaltungsblock einen den
Informationsblocks zugeordneten Adressenzähler und die Informa
tionsblocks jeweils einen Schreibzyklenzähler aufweisen. Die Vor
aussetzung, daß die Kapazität des EEPROMs ein mehrfaches des In
formationsumfanges beträgt, kann im allgemeinen als gegeben be
trachtet werden. Erfindungsgemäß wird die Information so oft in
einem Informationsblock abgespeichert, bis dessen zulässige
Schreibzyklenzahl erreicht ist. Danach wird der nächste Block be
schrieben, bis dieser ebenfalls die zulässige Schreibzyklenzahl
erreicht hat und so weiter. Dies bietet die Möglichkeit, billig
ste Speichertypen mit geringer zulässiger Schreibzyklenanzahl
einzusetzen. Mittels eines Verwaltungsblocks wird die Adresse des
augenblicklich aktivierten Informationsblocks angewählt. Diese
Adresse wird beim Wechsel auf den nächsten Informationsblock ent
sprechend aktualisiert. Außerdem können in dem Verwaltungsblock
diejenigen Daten abgelegt werden, die nur selten verändert wer
den, so daß die zulässige Schreibzyklenanzahl während der Geräte
lebensdauer nicht überschritten wird. Jeder Informationsblock
enthält einen Bereich für einen Schreibzyklenzähler, der die An
zahl der Schreibzyklen in diesem Block zählt und bei jedem
Schreibvorgang inkrementiert wird. Ist das Ergebnis eines an
schließenden Tests, daß die maximal zulässige Schreibzyklenanzahl
erreicht ist, wird der nächste Block aktiviert und der Adressen
zähler des Verwaltungsblocks aktualisiert. Der Informationsblock
wird mit diesem Verfahren durch den gesamten Speicherbereich des
EEPROMs geschoben.
Die zu speichernde Information kann zum Beispiel eine
Zeitinformation sein, welche in konstanten Zeitintervallen durch
Überschreiben aktualisiert wird. Solche Zeitinformationen werden
insbesondere bei zeitdominierten Regelvorrichtungen benötigt.
Eine weitere vorteilhafte Anwendung besteht in der Betriebsstun
denzählung bei Maschinen, Anlagen und dergleichen.
Vorzugsweise wird ein EEPROM einer Speicherkapazität von 256 Byte
in einen 16-Byte-langen Verwaltungsblock und 30 Informations
blocks mit je 8-Byte-Länge eingeteilt, wodurch bei einem Schreib
zyklenlimit von 10.000 30×10.000 = 300.000 Informationen nach
einander abspeicherbar sind. Wird die Zeitinformation über einen
Zeitraum von 10 Jahren aktualisiert, ergibt sich eine Auflösung
von ca. 17,5 Minuten. Wird hingegen ein EEPROM der gleichen Spei
cherkapazität und Blockeinteilung mit einem Schreibzyklenlimit
von 100.000 verwendet und die Zeitinformation über einen Zeitraum
von 15 Jahren aktualisiert, ergibt sich eine Auflösung von ca.
2,6 Minuten. Bei der bevorzugten Anwendung des Verfahrens zur Re
gelung einer Heizungsanlage bedeutet das, daß jeweils im Abstand
von 2,6 Minuten eine neue Zeitinformation zur Verfügung steht.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteran
sprüchen gekennzeichnet beziehungsweise werden nachstehend anhand
der einzigen Figur näher dargestellt.
Die Figur zeigt ein Schema der Speicherbelegung eines EEPROM.
Der EEPROM ist in einen Verwaltungsblock 1 und n-Informations
blocks 2 unterteilt. Der Verwaltungsblock 1 enthält seinerseits
Speicherkapazität für einen Adressenzähler 3, durch den der Zu
griff zu dem jeweils aktuellen Informationsblock 2 ermöglicht
wird. Jeder einzelne Informationsblock 2 besteht aus einem
Schreibzyklenzähler 4 und einem überschreibbaren
Informationsspeicher 5.
Die Anzahl n der Informationsblocks 2 läßt sich nach folgender
Formel berechnen:
n = (Speicherkapazität - Verwaltungsblock)/Informationsblock.
n = (Speicherkapazität - Verwaltungsblock)/Informationsblock.
Bei einer Gesamtspeicherkapazität des EEPROMs von 256 Byte, wobei
16 Byte für den Verwaltungsblock 1 reserviert sind und ein Bedarf
von 8 Byte für den Informationsblock 2 besteht, ergibt sich für
die Anzahl n der Informationsblocks 2:
n = (256-16)/8 = 30.
n = (256-16)/8 = 30.
Bei Verwendung eines EEPROMs mit einem Schreibzyklenlimit von
10.000 sind folglich 30×10.000 = 300.000 Schreibzyklen möglich.
Bei zehnjähriger Nutzung eines derartigen Speichers beträgt die
Auflösung:
60/(300.000/10/365/24) = 17,52 (ca. 17,5 Minuten).
Für einen Speicher mit einem Schreibzyklenlimit von 100.000 und
einer Betriebsdauer von 15 Jahren ergibt sich:
Anzahl der Schreibzyklen: (256-16)/8× 100.000 = 3.000.000.
Anzahl der Schreibzyklen: (256-16)/8× 100.000 = 3.000.000.
Auflösung: 60/(3.000.000/15/365/24) = 2,63 (ca. 2,6 Minuten).
Verfahrensgemäß werden die Informationsblocks 2 mit Hilfe des
Verwaltungsblocks 1 nacheinander bis zu ihrem Schreibzyklenlimit
optimal genutzt. Die zu erreichende Schreibzyklen-Gesamtanzahl
ist somit ein Vielfaches der für den Speicher zulässigen Schreib
zyklenanzahl.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf das vorstehend angegebene
Ausführungsbeispiel. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denk
bar, die auch bei grundsätzlich anders gearteter Ausführung Ge
brauch von den Merkmalen der Erfindung machen.
Claims (8)
1. Verfahren zum optimalen Ausnutzen der
Speicherkapazität eines EEPROM beim zyklischen
Überschreiben von Informationen, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Speicherkapazität in einen
Verwaltungsblock (1) und mindestens zwei Infor
mationsblocks (2) eingeteilt wird, wobei der
Verwaltungsblock (1) einen den Informations
blocks (2) zugeordneten Adressenzähler (3) und
die Informationsblocks (2) jeweils einen
Schreibzyklenzähler (4) aufweisen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Information eine Zeitinformation
ist, welche in konstanten Zeitintervallen durch
Überschreiben aktualisiert wird.
3. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß ein EEPROM ei
ner Speicherkapazität von 256 Byte in einen 16
Byte langen Verwaltungsblock (1) und 30
Informationsblocks (2) mit je 8 Byte Länge ein
geteilt wird, wodurch bei einem Speicherzyklen
limit von 10.000 30×10.000 = 300.000 Informa
tionen nacheinander abspeicherbar sind.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zeitinformation über
einen Zeitraum von 10 Jahren aktualisiert wird,
wodurch sich eine Auflösung von ca. 17,5 Minuten
ergibt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß ein EEPROM einer Spei
cherkapazität von 256 Byte in einen 16 Byte lan
gen Verwaltungsblock (1) und 30 Informations
blocks (2) mit je 8 Byte Länge eingeteilt wird,
wodurch bei einem Speicherzyklenlimit von
100.000 30×100.000 = 3.000.000 Informationen
nacheinander abspeicherbar sind.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 2 und 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zeitinformation über
einen Zeitraum vom 15 Jahren aktualisiert wird,
wodurch sich eine Auflösung von ca. 2,6 Minuten
ergibt.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprü
che, gekennzeichnet durch die Anwendung bei der
Regelung einer Heizungsanlage.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprü
che, gekennzeichnet durch die Anwendung zur Be
triebsstundenzählung bei Maschinen, Anlagen und
dergleichen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT80592A ATA80592A (de) | 1992-04-21 | 1992-04-21 | Verfahren zum optimalen ausnutzen der speicherkapazität eines eeprom |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4312928A1 true DE4312928A1 (de) | 1993-10-28 |
Family
ID=3500118
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934312928 Withdrawn DE4312928A1 (de) | 1992-04-21 | 1993-04-15 | Verfahren zum optimalen Ausnutzen der Speicherkapazität eines Eeprom |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | ATA80592A (de) |
| DE (1) | DE4312928A1 (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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- 1992-04-21 AT AT80592A patent/ATA80592A/de not_active Application Discontinuation
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ATA80592A (de) | 1995-06-15 |
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Legal Events
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