DE4305877C2 - Verbindungsverfahren und -struktur supraleitender Drähte - Google Patents
Verbindungsverfahren und -struktur supraleitender DrähteInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein
Verbindungsverfahren und eine Verbindungsstruktur supraleitender Drähte,
welche für eine Spule eines supraleitenden Magneten usw.
benutzt werden.
Aus der US 4 894 906 ist ein Verbindungsverfahren
supraleitender Drähte bekannt, bei dem auf freigelegte
Filamente und einen Abschnitt der Stabilisatormatrix eine Hülse
aus Bimetall gepreßt wird. Die innere Oberfläche der Hülse
besteht aus supraleitendem Material und ist metallisch mit der
Außenoberfläche der Hülse verbunden, welche aus normalleitendem
Material besteht. Dann wird Lot aufgetragen auf die Hülse und
den angrenzenden Bereich der Stabilisatormatrix.
Aus der DE 31 41 660 A1 sind eine supraleitende
Verbindungsstelle sowie ein entsprechendes Verbindungsverfahren
zum Verbinden von Supraleitern bekannt. Dabei werden die zu
verbindenden Filamente mit einem Draht umwickelt, wobei
zwischen den Wicklungen ein vorgegebener Abstand eingehalten
wird. Weiterhin wird auf den Filamenten eine leitende Schicht
aus Kupfer abgeschieden und abschließend die Verbindungsstelle
mit einer Hülle umgeben, welche sowohl die Wicklung als auch
die Oberfläche der Drähte als Ganzheit ausbildet.
Jedes der folgenden Verfahren ist weitläufig bekannt als
allgemeines Verbindungsverfahren supraleitender Drähte.
- (1) Ein Verfahren zum Überlappen und Verbinden supraleitender Drähte miteinander durch Löten oder Schweißen.
- (2) Ein Verfahren zum Entfernen von Stabilisatoren von supraleitenden Drähten, um supraleitende Filamente freizulegen und Überlappen oder Verdrillen der supraleitenden Filamente. Andererseits ein Verfahren zum Löten, Schweißen oder Schmelzspritzen eines freigelegten Abschnitts der supraleitenden Filamente.
- (3) Ein Verfahren zum Pressen supraleitender Filamente unter Benutzung einer Hülse anstatt des Lötens, Schweißens oder Schmelzspritzens bei der obigen Nummer (2).
Das erste Verfahren (1) ist das einfachste Verfahren. Da
jedoch die supraleitenden Filamente in indirekten Kontakt
miteinander geraten, ist der elektrische Widerstand eines
Verbindungsabschnitts der supraleitenden Filamente groß,
so daß dieses Verfahren nicht sehr geeignet für eine
Spule eines supraleitenden Magneten usw. ist, welcher
einen Dauerstrommodus erfordert.
Beim zweiten Verfahren (2) sind die supraleitenden
Filamente direkt miteinander verbunden, so daß der
elektrische Widerstand eines Verbindungsabschnitts der
supraleitenden Filamente stark reduziert ist. Deshalb
wird dieses zweite Verfahren in vielen herkömmlichen
Beispielen benutzt. Jedoch ist die Festigkeit des
Verbindungsabschnitts niedrig, so daß es notwendig ist,
das zweite Verfahren weiterhin zu verbessern, um einen
höheren Wert des kritischen Stroms zu erreichen.
Beim dritten Verfahren (3) werden die supraleitenden
Filamente gepreßt unter Verwendung der Hülse, so daß die
supraleitenden Filamente in engeren Kontakt miteinander
kommen und ein höherer kritischer Stromwert erhalten
werden kann. Weiterhin ist es möglich, höhere Festigkeit
zu erwarten vom gesamten Verbindungsabschnitt der
supraleitenden Filamente. Dafür wird dieses dritte
Verfahren im allgemeinen benutzt als jüngstes
Verbindungsverfahren supraleitender Drähte.
Fig. 5 ist eine perspektivische Ansicht zum Erklären
des Aufbaus eines supraleitenden Drahts. In Fig. 5
bezeichnen die Bezugszeichen 1 und 2 jeweils einen
supraleitenden Draht und ein supraleitendes Filament.
Zum Beispiel ist das supraleitende Filament aufgebaut aus
einem Drahtmaterial aus NbTi mit einem Durchmesser von
etwa 20 bis 50 Mikrometer. Ein Stabilisator 3 wird
benutzt, um das supraleitende Filament 2 elektrisch und
thermisch zu stabilisieren durch Umgeben des
supraleitenden Filaments 2 mit dem Stabilisator 3. Ein
Kupfermaterial wird oft als Stabilisator 3 benutzt.
Fig. 6 ist eine Querschnittsansicht zum Zeigen des
obigen herkömmlichen Verbindungsverfahrens (3) als
Verfahren zum Pressen der supraleitenden Filamente unter
Benutzung der Hülse und gezeigt beispielsweise in der
japanischen Patentoffenlegungsschrift No. 59-16207. In
Fig. 6 bezeichnen die Bezugszeichen 1a und 1b jeweils
einen supraleitenden Draht und einen anderen
supraleitenden Draht, welche zu verbinden sind. Die
Bezugszeichen 2a und 2b bezeichnen jeweils ein
supraleitendes Filament und ein weiteres supraleitendes
Filament für den supraleitenden Draht 1b. Die
Bezugszeichen 3a und 3b bezeichnen jeweils Stabilisatoren
für die supraleitenden Drähte 1a und 1b. Die
Bezugszeichen 4a und 4b bezeichnen jeweils Abziehflächen
oder Abschälenden der supraleitenden Drähte 1a und 1b,
von denen die obigen Stabilisatoren 3a und 3b entfernt
werden durch eine korrodierende Lösung, wie zum Beispiel
Salpetersäure. Zum Beispiel besteht die zylindrische
Hülse 5 aus Kupfer und die obigen supraleitenden
Filamente 2a und 2b werden in geeigneter Weise gebündelt
und eingesetzt in diese zylindrische Hülse 5. Die obige
Hülse 5 wird in der Richtung einer Preßkraft
zusammengedrückt, wie gezeigt durch einen Pfeil 6. Das
Bezugszeichen 7 bezeichnet den Abstand der
supraleitenden Filamente, verursacht in der Nähe der
Abziehflächen 4a und 4b, da keine supraleitenden
Filamente 2a und 2b in engen Kontakt miteinander kommen,
wenn die supraleitenden Filamente 2a und 2b gepreßt
werden.
Fig. 7 ist eine Querschnittsansicht zum Zeigen eines
herkömmlichen Verbindungsverfahrens, bei dem eine Gestalt
der Hülse 5, wie gezeigt in Fig. 6, teilweise geändert
ist.
Nach Fig. 7 sind Konstruktionsabschnitte 1a bis 4a, 1b
bis 4b und 5 bis 7 ähnlich denen, die in Fig. 6 gezeigt
sind. Deshalb wird eine Erklärung über diese
Konstruktionsabschnitte bei der folgenden Beschreibung
ausgelassen. Eine Gegenbohrung 5a ist an einem Abschnitt
am inneren Durchmesser der Hülse 5 an einem Ende davon
vorgesehen und überlappt die Stabilisatoren 3a und 3b mit
einer Länge l1. Ein Pfeil 6a bezeichnet die Richtung der
Preßkraft, die angewendet wird auf die Hülse 5 in einem
Preßbereich der obigen Länge l1.
Fig. 8 ist eine Querschnittsansicht zum Zeigen eines
weiteren herkömmlichen Verbindungsverfahrens, gezeigt in
beispielsweise der japanischen Patentoffenlegungsschrift
No. 1-260776.
Nach Fig. 8 sind Konstruktionsabschnitte 1a bis 4a, 1b
bis 4b und 5 bis 7 ähnlich denen, die in Fig. 6 gezeigt
sind. Deshalb wird eine Erklärung dieser
Konstruktionsabschnitte bei der folgenden Beschreibung
ausgelassen. Verjüngungsabschnitte 8a und 8b werden
ausgebildet und geneigt unter einem vorbestimmten Winkel
bezüglich der Abziehflächen 4a und 4b, von denen die
Stabilisatoren 3a und 3b entfernt werden.
Die Prozeduren der Verbindungsverfahren werden als
nächstes beschrieben werden.
Bezüglich Fig. 6 werden die folgenden Schritte
ausgeführt.
- 1) Die Stabilisatoren 3a und 3b werden jeweils entfernt von den supraleitenden Drähten 1a und 1b, um die supraleitenden Filamente 2a und 2b freizulegen.
- 2) Die freigelegten supraleitenden Filamente 2a und 2b werden in geeigneter Weise gebündelt.
- 3) Diese supraleitenden Filamente 2a und 2b werden jeweils eingesetzt in die Hülse 5, bis die Enden der supraleitenden Filamente 2a und 2b an den Abziehflächen 4a und 4b der obigen Stabilisatoren 3a und 3b liegen.
- 4) Als nächstes wird die Hülse 5 gepreßt unter Benutzung eines Werkzeuges, wie zum Beispiel eines nicht gezeigten Stempels, in Richtung des Pfeils 6 mit einer vorbestimmten Preßkraft, wie zum Beispiel einigen zehn Tonnen.
- In Fig. 7 werden die obigen Schritte (1) bis (4) ähnlich wie bei der Fig. 6 ausgeführt. Die supraleitenden Filamente 2a und 2b werden nämlich jeweils gestoßen und eingesetzt in die Hülse 5 bis zu einer Tiefenposition der Gegenbohrung 5a, so daß die Position der Abziehflächen 4a und 4b der Stabilisatoren 3a und 3b an dieser Tiefenposition liegen.
- 5) Darauf wird die Hülse 5 gepreßt im Preßbereich der Länge l1 unter Benutzung eines Werkzeuges, wie zum Beispiel eines nicht gezeigten Stempels, in Richtung des Pfeils 6a mit einer vorbestimmten Preßkraft. Somit wird die Hülse 5 fixiert an den supraleitenden Drähten 1a und 1b.
In Fig. 8 können die Hülse und die supraleitenden Drähte
miteinander verbunden werden in Schritten ähnlich den
obigen Schritten (1) bis (5) bezüglich Fig. 7. In diesem
Fall wird die gepreßte Hülse 5 geformt entlang den
Verjüngungsabschnitten 8a und 8b auf den Abziehflächen 4a
und 4b, von denen die Stabilisatoren 3a und 3b entfernt
sind.
Fig. 9a und 9b sind Querschnittsansichten zum Zeigen
eines Zustands einer Abziehfläche 4, von der der
Stabilisator 3 entfernt ist durch eine korrodierende
Lösung, wie zum Beispiel Salpetersäure.
Fig. 9a entspricht den Fig. 6 und 7 und Fig. 9b
entspricht der Fig. 8. Im allgemeinen wird die
Abziehfläche 4 beim Entfernen des Stabilisators davon wie
oben erwähnt chemisch behandelt. Dementsprechend ist die
Schwierigkeit eine ebene Abziehfläche einheitlich einer
geraden Linie wie gezeigt in jeder der Fig. 6 bis 8 zu
erhalten. Normalerweise wird eine unregelmäßige
Abziehfläche 4 erhalten, wie gezeigt in den Fig. 9a
und 9b.
Dementsprechend hat das herkömmliche Verbindungsverfahren
der supraleitenden Drähte 1, welche jeweils solch eine
unregelmäßige Abziehoberfläche 4 haben, die folgenden
Probleme.
Zunächst ist es beim Pressen der supraleitenden Filamente
unter Benutzung der Hülse 5
schwierig, die supraleitenden
Filamente nahe aneinander zu bringen durch
Unregelmäßigkeiten der unregelmäßigen
Abziehfläche 4. Deshalb werden viele Zwischenräume 7
gebildet und die Supraleitungscharakteristik verschlechtert
durch diese Zwischenräume 7.
Die supraleitenden Filamente 2 werden leicht in Vibration
versetzt unter Einflüssen eines angelegten magnetischen
Feldes und eine Vibration davon in einem supraleitenden
Zustand, so daß die Zwischenräume 7 Erwärmung
der supraleitenden Filamente verursachen. Daraus
resultierend wird ein gravierender Nachteil des Übergangs
(quenching genannt) vom supraleitenden Zustand in einen
normal leitenden Zustand verursacht.
Zweitens neigt der Abschnitt der supraleitenden Filamente
2 in der Nähe der Abziehfläche 4 dazu, unterbrochen zu
werden und übermäßig verzerrt zu werden durch eine
Deformation der Hülse 5 zur Zeit des Pressens.
Dementsprechend ist der kritische Strom in einem
Verbindungsabschnitt reduziert im Vergleich mit einem
kritischen Strom (i.e. einem elektrischen Strom, der
durch die supraleitenden Filamente im supraleitenden
Zustand fließen kann) im Bereich der supraleitenden
Filamente, der mit dem Stabilisator 3 bedeckt ist,
wodurch eine Änderung in der Supraleitungscharakteristik
verursacht wird. Weiterhin ist der kritische Strom
unstabil, so daß eine übermäßige Streuung des
kritischen Stroms verursacht wird.
Drittens ist es, wenn die supraleitenden Filamente 2 in
die Hülse 5 beim Preßbetrieb gesetzt werden, nicht
leicht, die Hülse 5 durch die Unregelmäßigkeiten der
Abziehfläche 4 zu positionieren.
Dementsprechend sind Abschnitte der
Abziehfläche 4 und der Hülse 5 nicht fest verbunden nach dem
Preßbetrieb, wodurch ein unstabiler Verbindungsabschnitt
gebildet wird. Deshalb ist es unmöglich, eine
hinreichende Festigkeit für den Verbindungsabschnitt zu
schaffen, so daß die supraleitenden Filamente 2 zum
Abreißen und Verzerren tendieren. Weiterhin ist wie im
oben erwähnten Fall der kritische Strom reduziert und
eine Streuung des kritischen Stroms wird verursacht.
Um diese Probleme zu lösen und eine vorzuziehende
Festigkeit des Verbindungsabschnittes zu erhalten, ist
ein Verfahren vorgeschlagen worden, bei dem die Hülse 5
die Stabilisatoren 3, wie gezeigt in den Fig. 7 und 8,
überlappt, um zwei separate Preßbereiche zu bilden und
die Hülse in diese Positionen zu pressen. Jedoch sind die
Probleme bezüglich Abreißen und Verzerren der
supraleitenden Filamente 2 in der Nähe der Abziehfläche 4
nicht hinreichend gelöst.
Es ist notwendig den Verbindungsabschnitt einer Spule
eines supraleitenden Magneten usw. in einer Position mit
einer niedrigen magnetischen Flußdichte in Anbetracht der
obigen Reduktion und der Streuung des kritischen Stroms
anzuordnen. Solch eine Anordnung begrenzt die
Entwurfsmöglichkeiten und Herstellung einer
Verbindungsstruktur.
Wenn weiterhin die Spule entworfen wird, wird die mögliche
elektrische Stromdichte reduziert in Anbetracht der
Reduktion und der Streuung des kritischen Stroms, so daß
Kosten der Spule dementsprechend erhöht sind.
Um die obigen Probleme zu lösen, ist es Aufgabe der
vorliegenden Erfindung, eine Verbindungsstruktur
supraleitender Drähte zu schaffen, bei der
die supraleitenden
Filamente im Verbindungsabschnitt in engen Kontakt miteinander geraten, es
keine Entkopplung und übermäßige Verzerrung der
supraleitenden Filamente und eine ausreichende Festigkeit
des Verbindungsabschnitts gibt, so daß der kritische
Strom stabil erhalten werden kann.
Erfindungsgemäß wird die obige Aufgabe gelöst
durch ein Verfahren zum Verbinden mindestens zweier
supraleitender Drähte nach Anspruch 1.
Die vorliegende Erfindung besteht nach Anspruch 8 ebenfalls
in einer Verbindungsstruktur mindestens zweier supraleitender Drähte.
Vorteilhafte Weiterbildungen finden sich in den jeweiligen
Unteransprüchen.
Nach der vorliegenden Erfindung sind
ein folien- oder drahtartiges Material (Zugverbindungsmaterial)
und das Fixiermaterial nämlich im
freigelegten Abschnitt der supraleitenden Filamente,
gebildet zwischen dem Endabschnitt des Stabilisators und
dem Ende der Hülse und dem peripherischen Bereich nahe
diesem ausgesetzten Abschnitt angeordnet. Das
Zugverbindungsmaterial und das Fixiermaterial steigern
die Festigkeit des Verbindungsabschnitts ohne Abreißen
und übermäßiges Verzerren der supraleitenden Filamente
durch Pressen der Hülse. Weiterhin reduziert das
Zugverbindungsmaterial und das Fixiermaterial den
Zwischenraum zwischen den supraleitenden Filamenten, der
aller Wahrscheinlichkeit nach in der Nähe einer
Abziehfläche des Stabilisators verursacht wird.
Weiterhin verbessert der auf die supraleitenden Filamente
angebrachte leitende Film nach der vorliegenden Erfindung
die Benetzbarkeit des Fixiermaterials und bringt die
supraleitenden Filamente näher aneinander.
Die obigen und anderen Aufgaben, Merkmale und Vorteile
der Erfindung werden klarer aus der folgenden
detaillierten Beschreibung im Zusammenhang mit der
begleitenden Zeichnung.
Die Figuren zeigen im einzelnen:
Fig. 1 eine Querschnittsansicht zum Zeigen
einer ersten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 eine Querschnittsansicht aufgenommen
entlang einer Linie A-A von jeder der
Fig. 1 und 4 nach der vorliegenden
Erfindung;
Fig. 3 eine charakteristische Darstellung zum
Zeigen gemessener Daten einer
elektrischen Charakteristik in einem
Drahtverbindungsabschnitt nach der
ersten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung;
Fig. 4 eine Querschnittsansicht zum Zeigen
einer zweiten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung;
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht zum
Erklären der Konstruktion eines bekannten
supraleitenden Drahtes;
Fig. 6 eine Querschnittsansicht zum Zeigen
eines Beispiels herkömmlicher
Verbindungsverfahren;
Fig. 7 eine Querschnittsansicht zum Zeigen
eines weiteren Beispiels herkömmlicher
Verbindungsverfahren;
Fig. 8 eine Querschnittsansicht zum Zeigen
eines weiteren Beispiels der
herkömmlichen Verbindungsverfahren;
und
Fig. 9a und 9b Querschnittsansichten zum Zeigen eines
Zustands einer Abziehfläche, von der
ein Stabilisator entfernt ist, nach dem
Stand der Technik.
Die bevorzugten Ausführungsformen des
Verbindungsverfahrens und der Struktur der supraleitenden
Drähte nach der vorliegenden Erfindung werden als
nächstes detailliert beschrieben werden mit Bezug auf die
begleitende Zeichnung.
Fig. 1 ist eine Querschnittsansicht zum Zeigen einer
ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. In
Fig. 1 sind Konstruktionsabschnitte 1a bis 4a, 1b bis 4b
und 5 bis 7 ähnlich denen bei der herkömmlichen
Verbindungsstruktur in Fig. 6-8.
Deshalb wird eine Beschreibung über diese
Konstruktionsabschnitte ausgelassen bei der folgenden
Beschreibung.
Ein abgeschrägter Abschnitt 5b ist angeordnet an einem
inneren Umfangsabschnitt einer Hülse 5 an einem Ende
davon. Ein freigelegter Abschnitt 9 supraleitender
Filamente 2a und 2b ist angeordnet zwischen dem einen
Ende der Hülse 5 und Abziehflächen 4a, 4b, von denen
Stabilisatoren 3a und 3b jeweils entfernt sind. Dieser
freigelegte Abschnitt 9 hat eine vorbestimmte Länge l2,
wie gezeigt in Fig. 1. Ein Zugverbindungsmaterial 10
wird um den obigen freigelegten Abschnitt 9 gewunden und
ein peripherischer Abschnitt nahe diesem ausgesetzten
Abschnitt 9 ist in engen Kontakt mit den Stabilisatoren
3a, 3b und den supraleitenden Filamenten 2a, 2b.
Beispielsweise ist das Zugverbindungsmaterial 10
aufgebaut aus einer Kupferfolie. Ein Fixiermaterial 11
ist angeordnet in dem obigen freigelegten Abschnitt 9 und
dem peripherischen Abschnitt nahe diesem freigelegten
Abschnitt 9. Zum Beispiel ist dieses Fixiermaterial 11
Lot. Ein Zwischenraum 10a wird im voraus
gebildet in einer Wicklungsrichtung des obigen
Zugverbindungsmaterials 10, wenn dieses
Zugverbindungsmaterial 10 gewickelt wird.
Fig. 2 ist eine Querschnittsansicht entlang
einer Linie A-A von Fig. 1. In Fig. 2 sind
Konstruktionsabschnitte 2a, 2b, 10 und 11 schon erklärt
in bezug auf Fig. 1. Deshalb wird eine Erklärung dieser
Konstruktionsabschnitte bei der folgenden Beschreibung
ausgelassen. Ein leitender Film 12 ist angebracht an den
supraleitenden Filamenten 2a und 2b. Zum Beispiel ist
dieser leitende Film 12 aufgebaut aus einem Kupferfilm,
gebildet durch Kupferabscheiden.
Verfahrensschritte des Verbindungsverfahrens beim wie
oben konstruierten Verbindungsabschnitt werden als
nächstes erklärt werden.
- 1) Die Stabilisatoren 3a und 3b werden jeweils entfernt von den supraleitenden Drähten 1a und 1b durch eine korrodierende Lösung wie zum Beispiel Salpetersäure, um die supraleitenden Filamente 2a und 2b freizulegen.
- 2) Die freigelegten supraleitenden Filamente 2a und 2b werden in geeigneter Weise gebündelt oder verdrillt.
- 3) Die gebündelten supraleitenden Drähte 2a und 2b werden eingesetzt in die Hülse 5 auf der Seite des abgeschrägten Abschnitts 5b.
- 4) Eine vorbestimmte Länge l2 zwischen einem Ende der Hülse 5 und den Abziehflächen 4a, 4b der Stabilisatoren 3a, 3b wird aufrechterhalten, um einen freigelegten Abschnitt 9 der supraleitenden Filamente 2a, 2b zu bilden.
- 5) Die Hülse 5 wird gepreßt unter Benutzung eines Werkzeugs, wie zum Beispiel eines nicht illustrierten Stempels mit einer vorbestimmten Preßkraft in Richtung des Pfeils 6.
- 6) Der freigelegte Abschnitt 9 der supraleitenden Filamente 2a, 2b zwischen dem einen Ende der Hülse 5 und den Abziehflächen 4a, 4b, von denen die Stabilisatoren 3a, 3b entfernt sind, und ein peripherischer Abschnitt nahe diesem freigelegten Abschnitt werden mit Kupfer beschichtet, so daß ein leitender Film 12 an diesen Abschnitten angebracht wird.
- 7) Das Zugverbindungsmaterial 10, wie zum Beispiel eine Kupferfolie, wird um den obigen freigelegten Abschnitt 9 und den obigen peripherischen Abschnitt gewunden in einer Wicklungsrichtung mit einem vorbestimmten Abstand 10a.
- 8) Der obige freigelegte Abschnitt 9 und der obige peripherische Abschnitt werden einstückig ausgebildet durch ein Fixiermaterial 11, z. B. durch Löten. Dabei fließt das Fixiermaterial 11 als Lot von dem Zwischenraum 10a und fixiert die supraleitenden Elemente 2a und 2b miteinander.
Das Verbindungsverfahren bei der ersten Ausführungsform
hat die folgenden Effekte in Übereinstimmung mit der oben
erwähnten Verarbeitung.
Die Hülse 5 wird nämlich in eine Position gepreßt, die
beabstandet ist von den Abziehflächen 4 der Stabilisatoren
3, so daß keine übermäßige Preßkraft zum Pressen der
Hülse 5 direkt auf die supraleitenden Filamente 2 nahe
den Abziehflächen 4 anzulegen ist. Dementsprechend werden
keine supraleitenden Filamente 2 nahe den Abziehflächen 4
abgerissen oder übermäßig verzerrt, so daß es möglich
ist, einen Verbindungsabschnitt der supraleitenden Drähte
zu erhalten, bei dem der kritische Strom nicht reduziert
ist und die Streuung des kritischen Stroms reduziert ist.
Weiterhin wird das Zugverbindungsmaterial 10 um den
freigelegten Abschnitt 9 der supraleitenden Filamente und
des peripherischen Abschnitts nahe diesem freigelegten
Abschnitt gewunden. Konstruktionsabschnitte nahe dem
Zugverbindungsmaterial 10 werden durch das Lot 11 einstückig gemacht.
Dementsprechend wird
kein Zwischenraum 7 zwischen den supraleitenden
Filamenten 2 verursacht, so daß es möglich ist, einen
Drahtverbindungsabschnitt mit einer geeigneten Festigkeit
zu erhalten.
Weiterhin wird der leitende Film 12, gebildet durch
Kupferabscheiden, angebracht auf den supraleitenden
Filamenten 2 nahe der Abziehflächen 4, so daß die
Benetzbarkeit durch das Lot 11 verbessert ist. Dementsprechend
fließt das Lot 11 leicht bis in einen inneren Bereich des
freigelegten Abschnitts 9 der supraleitenden Filamente 2
durch den Zwischenraum 10a des Zugverbindungsmaterials 10.
Deshalb kommen die supraleitenden Filamente 2 in engeren
Kontakt miteinander und es ist möglich zu verhindern, daß
ein Zwischenraum 7 entsteht.
Da weiterhin die Kupferfolie, die das
Zugverbindungsmaterial 10 darstellt, gewunden wird, kann
Hitze übertragen werden an die Stabilisatoren 3 durch das
Zugverbindungsmaterial 10, wenn die supraleitenden
Filamente 2 erhitzt werden. Dementsprechend ist es
möglich, zu verhindern, daß die supraleitenden Filamente
beschädigt werden, wenn der supraleitende Zustand
übergeleitet (oder gequencht) wird in einen normal
leitenden Zustand.
Da weiterhin der kritische Strom nicht reduziert ist und
eine Streuung des kritischen Stroms reduziert ist, können
Verbindungsabschnitte einer Spule miteinander verbunden
werden in einer beliebigen Position, so daß die
Freiheitsgrade bezüglich des Entwurfs und der Herstellung
erhöht werden.
Falls weiterhin ein Verbindungsfehler der supraleitenden
Drähte zufällig verursacht wird an einer beliebigen
Position beim Herstellen, können die supraleitenden
Drähte miteinander verbunden werden in dieser Position,
in der der Verbindungsfehler verursacht ist, wodurch
schnell eine Wiederherstelloperation durchgeführt werden
kann.
Fig. 3 zeigt Meßdaten elektrischer Charakteristiken im
Verbindungsabschnitt bei der ersten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung. In Fig. 3 zeigt die Abszisse
eine magnetische Flußdichte (T bedeutet Tesla) eines
Magnetfeldes und die Ordinate zeigt den kritischen
Strom (A bedeutet Ampere). Eine Kurve 13 zeigt einen
kritischen Strom eines Drahtelements in einem
Abdeckbereich der Stabilisatoren 3. Der kritische Strom
wird gemessen an zwanzig Meßpunkten 14 unter Benutzung
von Proben des Verbindungsabschnitts bei dieser
Ausführungsform mit der magnetischen Flußdichte als
Referenz.
Wie klar aus Fig. 3 ersichtlich, ist die Kurve 13 sehr
nahe den Meßpunkten 14 des Verbindungsabschnitts bei
dieser Ausführungsform. Weiterhin ist die Streuung des
kritischen Stroms bei derselben magnetischen Flußdichte stark
reduziert, und eine stabile elektrische Charakteristik
kann erhalten werden.
Bei der obigen Ausführungsform werden die
supraleitenden Drähte 1a und 1b miteinander verbunden, so
daß die supraleitenden Drähte parallel miteinander
überlappen. Wie jedoch in Fig. 4 illustriert ist zum
Zeigen einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung, kann die vorliegende Erfindung ebenfalls
angewendet werden auf ein Verfahren zum Verbinden der
supraleitenden Drähte 1a und 1b in Reihe miteinander. In
diesem Fall wird eine vorbestimmte Länge l2 zwischen
beiden Ende einer Hülse und Abziehflächen 4a, 4b
gewährleistet, um freigelegte Abschnitte 9 der
supraleitenden Filamente 2a, 2b anzuordnen.
Bei den obigen Ausführungsformen werden zwei
supraleitende Drähte miteinander verbunden. Jedoch kann
die vorliegende Erfindung in ähnlicher Weise angewendet
werden auf eine Verbindungsstruktur, bei der drei oder
mehr supraleitende Drähte miteinander verbunden werden.
Weiterhin wird bei den obigen Ausführungsformen eine
Kupferfolie benutzt als das Zugverbindungsmaterial 10 und
Lot wird benutzt als das Fixiermaterial 11. Jedoch kann
ein metallischer Draht, wie zum Beispiel ein Kupferdraht,
anstatt der Kupferfolie benutzt werden und ein leitender
Haftstoff kann ebenso benutzt werden anstatt des Lots.
Falls weiterhin ein anderes leitendes Verstärkungselement
zu dem gesamten Verbindungsabschnitt hinzugefügt wird und
dieses Verstärkungselement und der Verbindungsabschnitt
gespannt und gewickelt werden durch einen
Verbindungsdraht usw. und gelötet werden, ist es möglich,
einen Verbindungsabschnitt mit noch höherer Festigkeit zu
erhalten.
Wie oben erwähnt werden in Übereinstimmung mit der obigen
Erfindung Stabilisatoren entfernt von jeweiligen
supraleitenden Drähten, und ein freigelegter Abschnitt der
supraleitenden Filamente wird angeordnet zwischen einem
Endabschnitt der Stabilisatoren und einem Ende einer
Hülse. Die supraleitenden Filamente und die Hülse werden
gepreßt und ein Zugverbindungsmaterial wird um
den freigelegten Abschnitt und einen peripherischen
Abschnitt nahe diesem freigelegten Abschnitt gewunden. Somit
werden der freigelegte Abschnitt und der peripherische
Abschnitt miteinander einstückig gemacht bzw. vereinheitlicht durch ein
Fixiermaterial. Dementsprechend ist es möglich, einen
Drahtverbindungsabschnitt mit einer geeigneten Festigkeit
zu erhalten. Weiterhin ist es möglich, zu verhindern, daß
ein kritischer Strom reduziert wird und eine Streuung des
kritischen Stroms auftritt. Dementsprechend ist es
möglich, eine Spule eines supraleitenden Magneten usw.
mit einer stabilen Qualität und billigen
Herstellungskosten zu schaffen.
Weiterhin kann ähnlich dem obigen Fall ein
Verbindungsabschnitt mit stabilen supraleitenden
Charakteristiken erhalten werden, solange keine Hülse
benutzt wird, sondern supraleitende Filamente nahe
einander liegen durch geeignetes Bündeln oder Verdrillen
dieser Filamente, sogar wenn ein leitender Film dann auf
die supraleitenden Filamente angebracht wird.
Claims (9)
1. Verfahren zum Verbinden mindestens zweier supraleitender
Drähte (1, 1a, 1b) mit jeweils einem um supraleitende
Filamente (2, 2a, 2b) angebrachten Stabilisator (3, 3a,
3b), welches die Schritte umfaßt:
- a) Freilegen der supraleitenden Filamente (2a, 2b) an den Enden (4a, 4b) der zu verbindenden supraleitenden Drähte (1a, 1b);
- b) Bündeln oder Verdrillen der freigelegten supraleitenden Filamente (2a, 2b);
- c) Einsetzen der jeweiligen gebündelten oder verdrillten freigelegten supraleitenden Filamente (2a, 2b) in eine Hülse (5) unter Freilassen eines Abschnittes (9) vorbestimmter Länge (l2) zwischen dem jeweiligen Ende (4a, 4b) der Hülse (5) und dem jeweiligen Ende des Stabilisators (3a, 3b);
- d) Pressen der Hülse (5);
- e) Umwickeln des jeweils freigelassenen Abschnittes (9) und eines entsprechenden Randbereichs des Stabilisators (3a, 3b) mit einem folien- oder drahtartigen Metall (10) unter Belassen eines Zwischenraums (10a) zwischen den Wicklungen des folien- oder drahtartigen Metalls (10);
- f) Aufbringen eines fließfähigen Fixiermaterials (11) auf den umwickelten Bereich und daran angrenzende Randbereiche des Stabilisators (3a, 3b) und der Hülse (5).
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch den
folgenden Schritt:
Abscheiden eines leitenden Films (12) um die supraleitenden Filamente (2a, 2b) in den jeweiligen freigelassenen Abschnitten (9) und auf den daran angrenzenden Randbereichen des Stabilisators (3a, 3b) und der Hülse (5) vor dem Umwickeln.
Abscheiden eines leitenden Films (12) um die supraleitenden Filamente (2a, 2b) in den jeweiligen freigelassenen Abschnitten (9) und auf den daran angrenzenden Randbereichen des Stabilisators (3a, 3b) und der Hülse (5) vor dem Umwickeln.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
leitende Film (12) aus Kupfer ist.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Fixiermaterial (11) ein
leitfähiges Haftmittel ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Fixiermaterial (11) Lot ist.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die freigelegten supraleitenden
Filamente (2a, 2b) parallel von derselben Seite in die
Hülse (5) eingesetzt werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die freigelegten supraleitenden
Filamente (2a, 2b) antiparallel von verschiedenen Seiten
in die Hülse eingesetzt werden.
8. Verbindungsstruktur mindestens zweier supraleitender
Drähte (1, 1a, 1b) mit jeweils einem um supraleitende
Filamente (2, 2a, 2b) angebrachten Stabilisator (3, 3a,
3b), welche umfaßt:
- a) einen Bereich (6) in welchem die vom Stabilisator (3a, 3b) befreiten supraleitenden Filamente (2a, 2b) von einer gepreßten Hülse (5) umgeben sind; und
- b) einen Abschnitt (9) der vom Stabilisator befreiten supraleitenden Filamente (2a, 2b) mit vorbestimmter Länge (l2) zwischen der Hülse (5) und dem jeweiligen Endabschnitt (4a, 4b), des Stabilisators (3a, 3b) wobei
- c) dieser Abschnitt (9) und der Randbereich des Stabilisators (3a, 3b) mit einem folien- oder drahtartigen Metall (10) derart umwickelt sind, daß zwischen den einzelnen Wicklungen ein Zwischenraum vorhanden ist, und
- d) dieser Wicklungsbereich und daran angrenzende Randbereiche des Stabilisators (3a, 3b) und der Hülse (5) durch ein den Wicklungsbereich und den Rand des Stabilisators (3a, 3b) und der Hülse (5) bedeckendes Fixiermaterial (11) aufgefüllt sind.
9. Verbindungsstruktur nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch
einen leitfähigen Film (12), der um die Filamente (2a, 2b)
in dem jeweiligen freigelassenen Abschnitt (9) und auf den
daran angrenzenden Randbereichen des Stabilisators (3a,
3b) und der Hülse (5) angebracht ist.
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