DE430534C - Gesellschaftsspiel - Google Patents

Gesellschaftsspiel

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DE430534C
DE430534C DEST39679D DEST039679D DE430534C DE 430534 C DE430534 C DE 430534C DE ST39679 D DEST39679 D DE ST39679D DE ST039679 D DEST039679 D DE ST039679D DE 430534 C DE430534 C DE 430534C
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KURT STEPPAN
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KURT STEPPAN
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Description

Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Gesellschaftsspiel, das außer seiner Eigenschaft als Spiel auch sonst noch im Kinderzimmer verwendbar ist, nämlich als Schreibzeug und als Dauerkalender. Das Gesellschaftsspiel soll Anregung für das Interesse am geographischen Unterricht geben und" ist geeignet, beim Spiel Belehrung zu übermitteln, außerdem können die Spielregeln durch xo Wechselbeziehungen zu den Angaben des Kalenders vielseitiger gestaltet werden, so daß das Spiel sich unter den verschiedensten Spielregeln spielen läßt, deren Aufstellung dem Hersteller oder Herausgeber des Spieles liberlassen bleibt.
Das Spiel ist auf der Zeichnung in einer Ausführungsform in schemätischer Weise dargestellt, und zwar in geöffnetem, gegebrauchsfähigem Zustande. ao Abb. ι ist eine Vorderansicht, Abb. 2 eine Draufsicht und Abb. 3 ein Querschnitt nach der Linie A-B in Abb. 2.
Das Spiel ist als Kasten ausgebaut, dessen Deckel und Vorder- wie Hinterwand abklappbar sind. Diese Teile sind, wo erforderlich, mit Scharnieren und Befestigungshäkchen o. dgl. versehen. In dem Kasten befindet sich eine senkrechte Zwischenwand i, die aber nicht ganz bis zum Boden, sondern nur bis auf eine Art Podest 2 geführt ist, der somit eine Stufe bildet, in der z. B. eine Schublade 3 untergebracht ist. In den beiden seitlichen Räumen, die von dem Podest 2 gebildet werden, sind Ausschnitte 4, 4 vorgesehen, in die Tintenfässer gestellt werden sollen. Hinter der Zwischenwand 1 ist eine senkrechte Achse 5 angeordnet, die unten am Boden eine Lagerung 6 findet und oben in einem Boden 7 gelagert ist, der sich unterhalb des eigentlichen, nicht mitgezeichneten Deckels befindet und der von der Hinterseite des Kastens bis an die Zwischenwand 1 reicht. Über diesem Boden 7 trägt die Achse 5 einen Zeiger und einen Griff 8, mit dem sie in Umdrehung versetzt werden kann. Unterhalb des Podestes 2 trägt die Achse eine größere Scheibe 9, die eine Schwungscheibe darstellt und die an einem Punkte figürliche Darstellungen 10 trägt, z. B. einige Eisenbahnwagen mit Lokomotive, Automobile, Postwagen o. dgl. Für den Durchgang dieser Darstellungen hat der Podest 2 einen entsprechenden kreisringförmigen Ausschnitt, und die Zwischenwand 1 hat zwei öffnungen 11, 11, die z. B. als Tunneleingänge gedacht und dergestalt dargestellt sind. Sonst kann sich nun die z. B. gedachte Eisenbahn (10, 10) mitsamt der Scheibe 9 mehr oder weniger schnell herumdrehen, wenn die Achse 5 mit Hilfe des Griffes 8 einen Anstoß erhält. Dann erscheint die Eisenbahn (10,10) zeitweise vor der Zwischenwand 1, aus einem der Tunnel 11 kommend und in den anderen hineinfahrend. Das Bild der Zwischenwand ι kann dabei z. B. einen Bahnhof, der transparente Fenster haben kann, und im übrigen eine Landschaft darstellen. Die beiden hier vorstehenden Seitenwände zeigen auch Landschaften, während der Podest 2 den Boden zeigt. Auf dem inneren, durch den Ausschnitt abgeschnittenen Podestteil sind Zahlen angegeben, die dann zu gelten haben, wenn das Spiel als sogenanntes Lotteriespiel ausgeführt wird.
Unterhalb· des Griffes 8 der Achse 5 ist ferner eine Zahlenscheibe gedacht, die als Routettescheibe dienen soll. Der obere Boden 7 hat außerdem noch an einer Stelle einen Ausschnitt 12, der verschiedene Breiten haben kann, damit nur gewisse Teile von den unter dem Ausschnitt angeordneten drehbaren Kreisringen 13 sichtbar werden.
Diese Kreisringe 13 sind entweder konzentrisch zueinander angeordnet oder es sind Scheiben mit verschieden großen Durchmcssern, die eine gleiche Achse haben und deren Ränder übereinander hervortreten und an diesen Stellen entsprechende Aufschriften
tragen. Die Aufschriften betreffen die Wochentage, die Monatsnamen und die Monatstagezahlen. Jeder Ring oder jede Scheibe 13 läßt sich allein, z. B. mit Hilfe einer Nadel 5 oder mit der Spitze eines Messers, verschieben, also drehen, und somit kann nun jeder beliebige Tag des Jahres eingestellt werden. Diese Einrichtung bildet also einen sogenannten Dauerkalender. Aber dieser Kalender oder die kalenderartige Anordnung kann auch den Spielzwecken dienstbar gemacht werden. So kann z. B. jeder Mitspielende seinen Geburtstag während seines Spieles einstellen und dieses Datum, d. h. die Tageszahl, als Glückszahl betrachten. Oder wenn bei einer Geburtstagsfeier gespielt wird, darf das Geburtstagskind seinen Geburtstag einstellen und genießt dann die Vorteile, die gegebenenfalls durch das Stehenbleiben des Rouletteanzeigers auf dieser Zahl erreicht werden können.
Diese Umstände können natürlich in die Spielregeln aufgenommen werden.
Der obere Boden 7 kann außer dem Zahlenfeld für den Roulettezeiger und der Kalenderanordnung ein Mittelbild und als Hauptsache eine Landkarte mit Reisewegen usw. enthalten, dann aber außerdem noch verschieden geschlungene Zahlenbänder, die nach den Spielregeln die Orte angeben, wohin die Mitspielenden nach Maßgabe der Einstellung ihrer durch das Roulette angegebenen Zahl gelangen können. Diese Orte müssen auf der Landkarte schnell aufgesucht werden (wer seinen Ort nicht schnell genug finden kann, zahlt eine Strafe), und die Mitspielenden können an diesen Orten Fähnchen aufstecken oder Figürchen aufstellen, die dem Spiel beigegeben sind.
Die abklappbare Rückwand 14 des Kastens kann einen kleinen Leuchter 15 tragen, damit die Fenster des Bahnhofs auf der Zwischenwand erleuchtet werden können. Die Hinterwand kann die Spielregeln tragen und die abklappbare Yorderwand ein Löschblatt oder eine Schreibunterlage. Die Außenfläche des Kastens und die Innenseite des abnehmbaren Deckels köhnen natürlich beliebig ausgestattet sein. Auf der Innenseite des Deckels wird man zweckmäßig eine Landkarte anbringen, während die Außenflächen vielleicht Städteansichten u. dgl. enthalten. Das Spiel kann zur Abwechslung auch mit Würfeln betrieben werden, und die Ausstattung kann sowohl einfach wie luxuriös gewählt werden.
Es sei noch bemerkt, daß die bildmäßige Ausschmückung des Spieles mit Landschaften, Ansichten, Landkarten, Bildern für die Yerzierir.-gen.usw. selbstverständlich beliebig wählbar ist und ebenfalls Sache des Herausgebers des Spieles bleiben soll.

Claims (6)

Pate NT-Ansprüche:
1. Gesellschaftsspiel, dadurch gekennzeichnet, daß eine Rouletteeinrichtung
ί mit einer drehbaren Scheibe, die z. B. eine Eisenbahnnachbildung trägt, in einem Kasten untergebracht ist, der als Schreibzeug und Kalender ausgebildet ist und abnehmbare und abklappbare Wandungen hat.
2. Gesellschaftsspiel nach Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Rouletteachse am Boden des Kastens und
' in einem unter dem eigentlichen Deckel des Kastens befindlichen Boden (7) gelagert ist, an welchem mehrere Scheiben (oder konzentrische Ringe) mit bezüglichen Aufschriften angeordnet sind, die einzeln unter einem Ausschnitt des oberen Bodens erscheinen können, zum Zwecke, einen Dauerkalender darzustellen.
3. Gesellschaftsspiel nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kasten eine Zwischenwand (1) und einen Podest (2) hat, die Ausschnitte (11) für den Durchgang der auf der Roulettescheibe befindlichen figürlichen Darstel- ■ ' ■ hingen (Eisenbahn u. dgl.) besitzen.
4. Gesellschaftsspiel nach Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenwand des Kastens mit den Tunnelausschnitten transparent zugerichtete Öffnungen (z. B. Fenster eines Bahnhofsgebäudes) hat, hinter denen die Rückwand des Kastens aufklappbar ist und einen Leuchter für eine Kerze zum Zwecke der Beleuchtung dieser Transparente besitzt.
5. Gesellschaftsspiel nach Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (7) unter dem Kastendeckel Landkartenbilder oder Zahlenreihen (in Bandform) und außerdem unter dem Griff (8) der Rouletteachse eine Zahlenscheibe hat, um ein rouletteartiges Reisespiel zu bilden.
6. Gesellschaftsspiel nach Patentan-Spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Podest (2) . des Kastens Ausschnitte für Tintenfässer (4) und eine Schublade (3) hat, während die niederklappbare Vorderwand eine Schreibunterlage bildet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEST39679D Gesellschaftsspiel Expired DE430534C (de)

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DE430534C true DE430534C (de) 1926-06-19

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DEST39679D Expired DE430534C (de) Gesellschaftsspiel

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DE (1) DE430534C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US20050253433A1 (en) * 2004-05-03 2005-11-17 Ford Global Technologies, Llc Seat configuration system for an automotive interior

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US20050253433A1 (en) * 2004-05-03 2005-11-17 Ford Global Technologies, Llc Seat configuration system for an automotive interior

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