DE427401C - Mit einer Fluessigkeit mittlerer Dichte arbeitende Vorrichtung zum Scheiden koernigen Gutes nach dem spezifischen Gewicht - Google Patents
Mit einer Fluessigkeit mittlerer Dichte arbeitende Vorrichtung zum Scheiden koernigen Gutes nach dem spezifischen GewichtInfo
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Classifications
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-
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- B03B—SEPARATING SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS
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- B03B2011/004—Lifting wheel dischargers
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- Separation Of Solids By Using Liquids Or Pneumatic Power (AREA)
Description
- mit einer Flüssigkeit mittlerer Dichte arbeitende Vorrichtung zum Scheiden körnigen Gutes nach dem spezifischen Gewicht. Zur Aufbereitung von Gemischen fester Körper, insbesondere von Feuerungsrückständen, benutzt man vielfach Flüssigkeiten mittlerer Dichte, die eine Trennung derart bewirken, daß das schwerere Gut untersinkt, das leichtere aber schwimmt.
- Eine Vorrichtung, die nach diesem Verfahren arbeite, ist nachsehend beschriebener Erfindungsgegenstand.
- Bisher wurde die Austragung der getrennten Stoffe hauptsächlich durch Verwendung von Schnecken, Schraubengängen, Becherwerken, Schöpfrädern u. dgl. bewirkt, die aber den Nachteil haben, daß die Stoffe dabei eine erzwungene Relativbewegung zu den Hub- bzw. den Transportmitteln und den Wandungen der Scheidebehälter machen und dadurch, besonders bei Schlacken, Koks u. dgl., starken Verschleiß, erhöhten Kraftaufwand, verstärkte schwerere Ausführung der Vorrichtung und erhöhten Verbrauch an Betriebsmitteln verursachen. Vorliegende Erfindung beseitigt diese Übelstände. Sie ist in Abb. i von vorn, in Abb. z von der Seite und in Abb. 3 von oben gesehen dargestellt.
- Sie besteht aus einer liegenden Trommel a, die an ihrem inneren Umfange Hubflächen b trägt, wie sie von der Verwendung bei Sandwäschen bereits bekannt ist. Die Trommel kann eine zylindrische oder kegelstumpfförmige oder eine teils zylindrische, teils kegelsturnpfförmige Gestalt haben. Trommelmantel und Hubflächen sind siebartig gelocht und letztere mit der Trommelachsenrichtung einen Winkel bildend angeordnet. Die Stirnseiten der Trommel sind durch kreisringförmige Bleche c derart abgedeckt, daß sie mit dem Trommelmantel durch die Hubflächen unterteilte Kammern bilden. Die Trommel hängt in zwei durch Kettenräder in Bewegung gehaltenen endlosen Ketten a, die sich glatt um den Trommelmantel legen und die Trommel dadurch in Umdrehung versetzen, und taucht mit dem unteren Teil in den mit einer Flüssigkeit mittlerer Dichte gefüllten, mit einer Schurre f zum Einlauf des Gemenges versehenen Behälter e, der im Innern der Trommel, da, wo sie aus dem Flüssigkeitsbade auftaucht, durch eine in der Trommelachsenrichtung liegende Querwand g unterteilt ist. In diesem abgegrenzten Teil im Innern der Trommel bewegt sich unabhängig von dieser ein auf einer Welle befestigtes, mit Greifschaufeln versehernes Armsystem lt so, daß die Greifschaufeln auf dem unteren Teil ihres Weges in die Flüssigkeit hinein.tauchen. Auf jeder Stirnseite ragt von außen eine schräge Schurre i und h so in die Trommel hinein, daß auf die eine die von den Hubflächen der Trommel gehobenen, auf die andere die von den Greifschaufeln gehobenen Stoffe fallen und nach außen rutschen können.
- Die Wirkungsweise ist folgende: Das Stoffgemenge rutscht über die Schurre f in den Scheider; der schwerere Teil sinkt unter, in die Kammern der Trommel, wird von den Hubflächen b gehoben, oben auf die Schurre i abgeworfen und nach außen befördert. Der leichtere Teil schwimmt, wird von den eine Strömung erzeugenden Greifschaufeln h erfaßt, gehoben und auf die Schurre k abgeworfen, auf der er auch nach außen rutscht. Ein Hineintreiben des schwimmenden Teils in die Kammern der Trommel wird durch die Querwand g verhindert.
- Durch diese Vorrichtung wird bewirkt, daß alles Gut laufend, restlos, ohne Bedienung zu erfordern, ausgetragen wird. Hemmungen werden vermieden, da das Gut keinerlei erzwungene Relativbewegung zu seiner Umgebung macht; dadurch werden Reibung, Kraftbedarf und Verschleiß auf ein 1lindestmaß reduziert; die Maschinenteile können, da kaum Beanspruchungen unterworfen, schwach und leicht, also billig gehalten werden. Die Lagerung in zwei Ketten bedeutet ebenfalls Verbilligung durch Gewichtserleichterung, Vermeidung des Präzisionsarbeit erfordernden Zahnradantriebes und Wegfall der sonst üblichen, bei Flüssigkeiten mittlerer Dichte besonders der Verschmutzung und Hemmungen ausgesetzten Rollenlagern nebst Wellen mit ihrer schweren Wartung. Selbst das Kettenrad zum Antrieb der Trommel wird gespart, da die Reibung der Ketten bei dem hier vorgesehenen großen Umschlingungswinkel genügt. Die Schrägstellung der Hubflächen verursacht eine zweite, senkrecht zu der von der Trommelbewegung herrührenden Wasserbewegung und bewirkt so eine gute Durchrührung und gleichmäßige Dichte der Flüssigkeit in der Arbeitszone. Die Lochung der Trommel ermöglicht eine bequeme Fluktuation zwischen Behälter und Trommelinnerem. Das Hineintauchen der Trommel in den Behälter hat gegenüber der Ausbildung des Behälters selbst als Trommel den großen Vorzug, daß die Flüssigkeitsoberfläche erheblich größer sein kann, so daß die Flüssigkeit ohne häufigeres Nachfüllen auf einer gleichmäßigeren Höhe gehalten werden kann, was für ein sauberes Arbeiten unbedingt erforderlich ist, da beim Sinken des Wasserspiegels das schwimmende Gut in den Bereich der Hubflächen für das untergesunkene gelangt und da ausgetragen wird. Ferner kann bei großen Leistungen der Trommel an den Behälter ein zweiter angeschlossen werden, der, nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren arbeitend, für Konstanthaltung des Flüssigkeitsniveaus sorgt. Dies ist bei dem Trommelbehälter nicht möglich. Ein .weiterer Vorzug gegenüber diesem besteht darin, daß sich die unwirksamen, das Gut nur verschmutzenden, den Verschleiß erhöhenden Teilchen der Trübe, wie Sandteilchen usw., ablagern können, und daß die Flüssigkeitsmasse nicht die Trommel und ihre Trage- und Antriebselemente belastet, so daß diese leichter gebaut werden können und geringere Anforderungen an Kraft und Schmiermittel stellen. Die Unabhängigkeit der Greifschaufeln von der Trommel ermöglicht eine abweichende größere Umdrehungsgeschwindigkeit, was schon im Hinblick auf ihr geringeres Fassungsvermögen infolge des kleineren Durchmessers nötig ist.
- Zusammengefaßt besteht der Vorteil dieser Vorrichtung gegenüber den bekannten in der größeren Wirtschaftlichkeit, bedingt durch geringere Anlagekosten infolge geringeren Gewichtes und einfacherer Maschinenteile und durch geringere Betriebskosten infolge kleinerer bewegten Massen, geringerer Reibung, geringeren Wasserwiderstandes, weniger nutzlos gehobenes Wasser infolge gelochter Hubflächen, gleichbedeutend mit geringerem Energie-, Schmiermittel- und Flüssigkeitsverbrauch und geringerem Verschleiß, und erhöhte Betriebssicherheit infolge Wegfall von Hemmungen jeder Art.
- Als bekannt wurden vorausgesetzt Scheider, bei denen die getrennte Austragung des Sinkgutes und des Schwimmgutes durch zwei Becherschöpfräder mit verschieden langen Schöpfarmen erfolgt, welche durch eine zwischen den langen Armen einerseits und den kurzem andererseits hindurchgehende, den Bereich der oben schöpfenden Becher abgrenzende und die Einwurfstelle für das Scheidegut einschließende Scheidewand voneinander getrennt sind.
- Bei dieser bekannten Einrichtung setzen sich die Sinkstoffe am Boden des festen Behälters ab und werden durch die SchÖpfhecher von dort aufgenommen und bei der Schöpfbewegung mindestens in gewissem Umfange darauf entlang geschoben, wie dies bereits erörtert ist.
Claims (1)
- PATI:NT-ANSPRileHE: i. Mit einer Flüssigkeit mittlerer Dichte arbeitende Vorrichtung zum Scheiden körnigen Gutes nach dem spezifischen Gewicht, dadurch gekennzeichnet, daß eine am inneren Umfange in bekannter Weise mit Hubflächen versehene, durch zwei endlose Ketten gehaltene, rotierende Trommel in einen mit einer Flüssigkeit mittlerer Dichte gefüllten Behälter mit dem unteren Teil so hineinragt, daß die untersinkenden Teile (das Sinkgut) sich in der Trommel absetzen, infolge Umdrehung derselben durch die Mitnehmer gehoben und über eine Schurre nach außen abgeworfen werden, während die leichteren, schwimmenden Bestandteile in .einem durch eine in Trommelachsenrichtung angeordnete Querwand abgegrenzten Bereich durch ein unabhängig von der Trommel arbeitendes Greifschaufelrad ausgetragen werden. Ausführungsform nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Trommel eine zylindrische oder kegelstumpfförmige oder teils zylindrische, teils kegelstumpfförmige Gestalt hat.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW66419D DE427401C (de) | Mit einer Fluessigkeit mittlerer Dichte arbeitende Vorrichtung zum Scheiden koernigen Gutes nach dem spezifischen Gewicht |
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| DE427401C true DE427401C (de) | 1926-07-27 |
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| DEW66419D Expired DE427401C (de) | Mit einer Fluessigkeit mittlerer Dichte arbeitende Vorrichtung zum Scheiden koernigen Gutes nach dem spezifischen Gewicht |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE427401C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE910402C (de) * | 1952-01-30 | 1954-05-03 | Friedrich Wilhelm Mayer Dr Ing | Schwerfluessigkeitsscheider |
| DE1003152B (de) * | 1953-08-17 | 1957-02-28 | Metallgesellschaft Ag | Vorrichtung zur Scheidung von Gut verschiedener Wichte mit einer Schwerfluessigkeit |
| WO2024165092A1 (de) * | 2023-02-08 | 2024-08-15 | Grannex Gmbh & Co. Kg | Anordnung zum autarken regulieren von flüssigkeitspegeln in einem kunststoffrecyclingverfahren |
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- DE DEW66419D patent/DE427401C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE910402C (de) * | 1952-01-30 | 1954-05-03 | Friedrich Wilhelm Mayer Dr Ing | Schwerfluessigkeitsscheider |
| DE1003152B (de) * | 1953-08-17 | 1957-02-28 | Metallgesellschaft Ag | Vorrichtung zur Scheidung von Gut verschiedener Wichte mit einer Schwerfluessigkeit |
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