DE423603C - Vorrichtung zur Entnahme von Inhaltsteilen aus geschlossenen Vacuum- oder Druckgefaessen - Google Patents

Vorrichtung zur Entnahme von Inhaltsteilen aus geschlossenen Vacuum- oder Druckgefaessen

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DE423603C
DE423603C DEF56506D DEF0056506D DE423603C DE 423603 C DE423603 C DE 423603C DE F56506 D DEF56506 D DE F56506D DE F0056506 D DEF0056506 D DE F0056506D DE 423603 C DE423603 C DE 423603C
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DE
Germany
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vessel
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pressure vessels
pressure
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Expired
Application number
DEF56506D
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Georg Henninger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
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Publication date
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Publication of DE423603C publication Critical patent/DE423603C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J3/00Processes of utilising sub-atmospheric or super-atmospheric pressure to effect chemical or physical change of matter; Apparatus therefor
    • B01J3/02Feed or outlet devices therefor

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Sampling And Sample Adjustment (AREA)
  • Devices For Use In Laboratory Experiments (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Entnahme von lnhaltsteilen aus geschlossenen Vacuum-oder Druckgefäßen.
  • Bei chemischen Fabrikationen u. dgl. ist es von großer Bedeutung, d Einsetzen, den Verlauf und die Beendigung einer chemischen Reaktion oder eines Fabrikationsvorganges in gesch'ossenen Vacuumgefäßen, insbesondcre in Druckgefäßen und Autoklaven, auch während des Arbeits- und Druckzustandes fortlaufend sicher kontrollieren zu können. Seither geschah dies gewöhnlich unter Verwendung von Steigrohren, welche sich während der Fabrikation also in dem Gefäße befanden und durch welche unter Benutzung des Gefäßdruckes jeweils die erforderlichen Proben herausgelassen wurden. Die Steigrohre reichen innerhalb der Druckgefäße möglichst nahe an den Ge fäßboden und besitzen außerhalb des Gefäßes ein Abschlußorgan.
  • Der in dem während des Betriebes nach außen geschlossenen Steigrohr befindliche Tcil der Charge nimmt somit nicht oder nicht in dem richtigen Maße an der chemischen Umsetzung sowohl als an der mechanischen Rührung teil. Bei Entnahme einer Probe, zumal einer kleinen Menge, w-rd dieselbe also nicht dem Inhalte des Gefäßes entspr chen ; es müßte sonst stets erst ein erhebliches Quantum aus dem ganz oder teilweise vollstchen den Steigrohr herausgelassen werden. Des ist unerwünscht, genügt doch für eine Probeanalyse meist ein sehr kleines Quantum von einigen Kublkzentimetern. Außer dem Umstande, daß mit dem Steigrohr d : e Proben viel größer genommen werden müssen als überhaupt erforderlich, ist aber mit dieser Entnahme jedesmal ein bedeutender Druckverlust verbunden, der auf die Charge von Einfluß sein kann und der außerdem zur Wiedererlangung des Gefäßdruckes ersetzt werden muß, also auch einen Wärme-und Substanzverlust (z. B. Ammoniakgas) darstellt. Zu diesen Nachteilen eines Steigrohres kommt hinzu, daß sich, namentlich bei leicht erstarrenden Stoffen (Schmelz n), in demselben alte Krusten der Charge festsetzen, die, bei einer folgenden Probenahme mit heraus und so zur Analyse kommend, durchaus irreführend für die Beurteilung des Gefäßinhaltes werden können. Es machen sich ferner bei Steigrohren als Probenehmer betriebstechnische Schwierigkeiten dadurch geltend, daß z. B. bei Schmelzen und sonstigen leicht erstarrenden oder schwer flüssigen Stoffen das Auslaßorgan oft nach der ersten Probeentnahme durch Versetzen mit Substanzresten undicht wird, so daß der Druck im Gefäß nicht mehr gehalten werden kann. Es muß dann, zwecks Ersatz des Auslaßorgans, das Gefäß drucklos gemacht werden, womit nicht nur ein abermaliger, bedeutenderer Wärmeverlust, sondern auch Arbei saufwand und Zeitverlust verbunden ist. Häufig wird durch eine solche Unterbrechung die Charge verdorben oder das-Endprodukt oder die Ausbeute ungünstig beeinflußt. Durch diese Nachteile und Verlustmöglichkeiten beengt, werden daher vielfach nur selten Proben genommen, was ein unsicheres Arbeiten und bei vorkommendem zu langen Erhitzen abermals einen Wärmeverlust evtl. wieder einen Ausbeuteverlust bedeutet.
  • Die vorliegende Erfindung vermeidet mit Sicherheit diese vorbeschriebenen Verluste und Betriebsschwierigkeiten. Der zur Entnahme bestimmte Aufnehmer befindet sich normalerweise außerhalb des Gefäßes und tritt nur für einen kurzen Moment in die Charge, um sich sogleich wieder nach Entnahme außerhalb des Gefäßes zu begeben. Hierbei findet praktisch kein Druck- und Wärmeverlust statt.
  • Es können beliebig kleine Proben, und zwar sehr häufig genommen werden, da die Probesubstanz selbst kein Abschlußorgan des Gefäßes berührt bzw. verstopfen kann, von dessen Dichtheit die Konstanz des Gefäßdruckes abhängt. Es erfolgt vielmehr Probeentnahme unter konstantem Gefäßdruck. Der Aufnehmer wird jeweils in sicherer Weise entleert und gereinigt. so daß keine Probe Bestandteile einer früheren enthält, wodurch jede Täuschung vermieden bleibt. Es ist somit ein betriebssicheres, Arbeit, Wärme und Zeit sparcndes, zuverlässiges Probenehmen erreicht.
  • Es ist bekannt, daß, um Inhaltsproben aus Gefäßen mit Innendruck oder Vacuum zu entnehmen, ein Schöpfer, welcher einem Abschlußorgan luftdicht nach außen abgeschlossen vorgelagert ist, durch dasselbe eingeführt, herausgenommen und entleert wird.
  • Es erfolgt dabei die Entleerung in der Weise, daß der mit Stopfbüchse versehene Deckel des dem Absperrorgan vorgelagerten Hohlraumes zusammen mit dem Schöpfer abgeschraubt wird, so daß nun die Entleerung des letzteren in der Atmosphäre von Hand oder mit einem geeigneten Werkzeug erfolg n kann.
  • Die Handhabung sowohl wie die Arbeitsweise einer solchen Vorrichtung erfordert viel Umstand und Zeit, auch ist dieselbe bei vielen chemischen Fabrikationen unanwenbçr. Die aus dem betreffenden Gefäß en. nomm£ne Substanz kommt bei Entleerung des Schöpfers mit der Außenluft in Berührung und erhärtet oder verdickt sich bei allen durch Wärmever:ust ers arrendcn oder auskristall@s@erenden Stoffen, z. B. bei Schmelzen u. dgl. Die Entleerung und Wiederreinigung des Schöpfers wird hierdurch erschwert. Handelt es sich um giftige Stoffe oder solche, welche von gftigen Gasen begleitet werden, so kann vorbeschriebene Arbeitsweise gesundheitsschädlich, ja lebensgefährlich für den Ausführendcn werden. Bei Apparaten vorerwähnter Bauart kann weder ein wirksames Vorheizen oder Vorkühlen sowhol wie ein Unter-Druck- oder -Vacuum-Setzen des in das Betrieksgefä3 einzutührenden Schöpfers ermöglicht werden, was bei chemischen Fabrikatonen häufig erforderlich ist. Auch kann in vorerwähntem -Falle der, Schöpfer nicht unter Benutzung der Eiwenwärme der zu entleerenden Substanz und -inkontinuierlichem Strome in unter Druck oder Vacuum stehende Auffanggefäße, z. B.- Frohegefäße, entleert werden.
  • Bei dem nachfolgend beschriebsenen Apparat sind die vorerwähnten Nachteile vermieden. alle Forderungen aber erfüllt.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt. An einer geeigneten Ste le, z. B. dem Deckel ernls Autoklaven A (Abb. 1), sitzt ein Abschlußorgan, Hahn b, auf welchem der Stutzen X. mit den seitlichen Bohrungen k' und 1 abnehmbar oder aus dem Gehäuse von Organ b aus einem Stück gefertigt, aufgeschraubt ist. In demselben, nach der Außenluft durch eine Stopfbüchse abgedichtet, ist ein Hohlkörper, Aufnehmer h (s.auch Abb.4) angeordnet, desscn Bohrungen t und k mit den Bohrungen I' und k' des Stutzens X in Deckung gebracht werden können Außerdem besitzt der Aufnehmerh (Abb. 4) noch eine oder mehrere Öffnungen i und ein Ausblaserohr m, welches mit der Bohrung ' kommuniziert, wenn der Aufnehmer, wie in Abb. I gezeichnet, in seiner oberen Endstellung steht, sich also außerhalb des Betriebs-Gefäßes befindet. Der Hahn 3 ermöglicht die Zuführung von Dampf, Druckluft oder Gas durch Leitung U'. Bohrung 11. Röhrchen m in den Aufnchmer h. In der Zeichnung ist auch beispielsweise angegeben, wie durch eine mit Betricbsgefäß A selbst verbundene Leitung U' U bei geschlossenen Hähnen 2 und 3, aber offenem Hahne I der Gefäßdruck oder das Gcfäßvacuum in dem Aufnehmer h vom Betriebsgefäße A selbst aus eingestellt werden kann. Auch kann beispielsweise auf diesem Wege Anwärmung von Aufnehmer k erfolgen oder bei geöffnetem Hahne n der vorher aus Betriebsgefäß A entnommene Inhalt des Aufnehmers lt ausgeblasen werden.
  • Das an dem Apparat über dem Absperrorgan an Stutzen X angebrachte Manometer bzw.
  • Vacumeter ermöglicht eine Beobachtung des Druckzustandes im Aufnehmer h. Bei Hahn 2 ist auch eine Flüssigkeitsleitung über Leitung U', Bohrung 1. Röhrchen in in den Aufnehmer h angeschlossen, mittels deren Flüssigkeit nach h eingeführt wird und durch die Öffnung k k bei geöffnetem Ventile lt aus Aufnehmer h wieder austreten kann. Schraubt man das Auslaßorgan n in die Bohrung 1' und die Leitung U' bei Bohrung k' ein, vertauscht man also diese Anschlüsse, so wirkt Röhrchenm beim Ausb@as@n der Substanz als Steigrohr, was hier als Variation erwähnt sei.
  • Durch die hohle oder massive Stange e, welche ihrerseits in der Traverse T beweglich gehalten und an ihrem unteren Ende den Aufnehmer lt trägt, kann dieser nach Öffnung des Abschlußorgans b mit motorischer Kraft oder, vie in der Zeichnung beispielsweise dargestellt, durch Spindelantrieb in das Gefäß A ein- bzw. ausgeführt werden. Die Traverse T besitzt Muttergewinde; durch Kurbeln wird Spindel Sp angetrieben. Traverse T und die mit ihr verbundenen Teile e und h, welche durch Stangen Gi G2 geführt werden, sind auf und ab bewegbar. Abb. 4 zeigt eine andere Ausführungsmöglichkeit des Aufnehmers h, welcher hier mit einem Steigröhrchen m' versehen ist. In dem Betriebsgefäße A ist an der Innenseite des Deckels eine Abstreichvorrichtung, z. B. ein federnder Ring R, angebracht, an welchem Hohikörper h und Stange e sich beim Ausfahren abstreichen und so reinigen.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: I. Vorrichtung zur Entnahme von Inhaltsteilen aus geschlassenen Vacuum- oder Druckgefäßen, insbesondere Autoklaven, auch während der Arbeitsper@ode, dadurch gekennzeichnet, daß in einem am Betriebsgefäße (A) befind-ichen Abschlußorgan (b) ein Stutzen (X) mit zwei oder mehreren seitlichen Bohrungen (l k'), welche Abschlußorgane (3 und n) besitzen, vorgelagert ist, in welchem Stutzen (X), durch eine Stopfbüchse von der Außenluft abgeschlossen, ein mit einem Ausblaserohr (m) oder einen Steigrohr (m-) versehener, in zwei entgegengesetzten Ki htung n bewc gbarer Hohlkörper (h) angeordnet ist, dessen seitliche Öffnungen (i und k) mit den seitlichen Bohrungen (1 k') des ihn umkleidenden Stutzens (X) in Deckung gebracht werden können.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß an einer der beiden seitlichen Etutzenöffnungn ein Zuleitungsrohr (U'), für Dampf, Luft, Gas oder Flüssigkeit bestimmt, angebracht ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch I und dadurch gekennzeichnet, daß das Zuleitungsrohr (U' U) auch an den Gasraum des Betriebsgefäßes selbst angeschlossen ist.
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