DE42230C - Einrichtung an einir mit der Glasbläserpfeife verbundenen Luftpumpe, um den Druck nach beendetem Blasen aufzuheben - Google Patents
Einrichtung an einir mit der Glasbläserpfeife verbundenen Luftpumpe, um den Druck nach beendetem Blasen aufzuhebenInfo
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- DE42230C DE42230C DENDAT42230D DE42230DA DE42230C DE 42230 C DE42230 C DE 42230C DE NDAT42230 D DENDAT42230 D DE NDAT42230D DE 42230D A DE42230D A DE 42230DA DE 42230 C DE42230 C DE 42230C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B9/00—Blowing glass; Production of hollow glass articles
- C03B9/02—Blowing glass; Production of hollow glass articles with the mouth; Auxiliary means therefor
- C03B9/03—Blow pipes
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- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)
Description
KAISEKLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 32: Glas.
beendetem Blasen aufzuheben.
PäfeWfirt iih ßeU'tsciien Reiche vom i6i Juif 1887 ab.
Den Gegenstand der vorliegeödeni Erfindung
bildet ein Glasbksapparat, Welcher aus einer
gewöhnlichen1 Glasmacherpfeife und einer bebesonderen, mit der Pfeife fest verbundenen
Handluftpumpe in- der Weise zusammengesetzt ist, dafs nach dem Abwärtsbewegen des Kolbens
der Luftpumpe bezw. nach dem Hineindrückeri der in dem· Ptompencylinder und der
Pfeife enthaltenen Luft in den aufgefangenen Glaskhftnpen selbstth'ätig Verbindung, des-Inneren
des gebildeten Glasgefäfses mit der umgebenden Luft hergestellt wird, zu dem Zwecke,
einen Druckausgleich herbeizuführen und im Bedarfsfalle die zum Fertigblasen eines noch
nicht vollendeten Gegenstandes erforderliche weitere Luftmenge zu gewinnen.
Auf der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht Fig. ι eine Seitenansicht des neuen Apparates
und Fig. 2 einen Längsschnitt durch denselben.
Der Apparat besteht aus der Kammer a, dem in derselben auf- und abbeweglichen Kolben
e mit Kolbenstange d und dem mit der Kammer α verbundenen, die eigentliche Pfeife
bildenden Rohr b.
Die Kolbenstange d ist hohl und der Kolben e ist in der Mitte durchbohrt, um nach
Bedarf den Eintritt von Luft in die Kammer oder den Austritt von Luft aus der Kammer
durch die Kolbenstange zuzulassen. Auf das äufsere Ende der Kolbenstange ist eine Hülse f,
Fig. 3, aufgesteckt, deren obere Oeffnung durch einen hölzernen Knopf g verschlossen ist, welcher
durch einen: Stift gx an der Hülse festgehalten
wird. An dem Knopf g ist unten eine Scheibe g2 aus; Gummi,, Leder oder anderem
geeigneten Material angebracht.
Die aus der Hülse/ und dem Knopf g gebildete Kappe läfst sich auf der Kolbenstange d
leicht auf- und abschieben; ihre Bewegung wird begrenzt durch den an. der Kolbenstange d
befestigten Stift ft·1, welcher in einen Schlitz h
der Hülse/ hineinragt. Rund um- den oberen Theil der Kappe sind unterhalb des Knopfes g
in die Hülse / mehrere Löcher gebohrt, um
der Luft freien Durchgang, zu gewähren.
Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende:
Der Arbeiter fängt, nachdem er den Kolben e in der Kammer α nach oben gezogen hat,
die erforderliche Menge geschmolzenen Glases auf dem Ende der Pfeife b, drückt hierauf die
Kappe f g nach unten und schliefst auf diese Weise die in dem Apparat enthaltene Luft ein.
Sodann bewegt der Arbeiter, dessen eine Hand auf der Kappe ruht und diese niedergedrückt
hält, die Kolbenstange d mit dem Kolben e abwärts und treibt hierdurch die eingeschlossene
Luft in den am Ende der Pfeife sitzenden Glasklumpen hinein.
In dem Augenblick, wo das Glasgefäfs fertig geformt ist, entfernt der Arbeiter seine Hand
von dem Knopf g, worauf die verdichtete Luft, deren Spannung durch die Hitze des geschmolzenen
Materials vermehrt wurde, die Kappe f g hebt und durch die Löcher in der Hülse f
unterhalb des Knopfes g entweicht. Auf dieselbe Art gelangt, wenn das Gefä'fs erkaltet,
Luft in das Innere desselben, so dafs das Eintreten einer theilweisen Luftleere verhütet wird.
Sollte der Arbeiter beim Blasen einer Glasflasche oder eines anderen Gegenstandes zur
Vollendung der Operation einer ■ gröfseren Menge Luft bedürfen, als durch einen Abwärtsgang
des Kolbens geliefert wird, so füllt er den Apparat durch Heben der Kappe und der Kolbenstange nebst Kolben von neuem
mit Luft und verfährt wieder, wie vorher erläutert wurde. In dem oberen Theil der Kammer
α ist eine Oeffnung i vorgesehen, damit gemäfs der Bewegung des Kolbens Luft in den
Raum oberhalb des Kolbens eintreten bezw. aus diesem Raum entweichen kann.
Eine andere Vorrichtung, durch welche der Austritt und die Zufuhr von Luft im Augenblicke der Vollendung der Glasflasche oder
eines anderen Gegenstandes ebenfalls bewirkt wird, ist in Fig. 4 dargestellt.
Rund um den unteren Theil der Kammer a herum ist in der Muffe k eine ringförmige Vertiefung
kl gebildet, welche mit dem Innern
der Kammer α durch zwei über einander liegende Reihen von Löchern z1 z2 in Verbindung
steht. Diese Lochreihen sind von einander etwas weiter entfernt als die Dicke der
Kolbenliderung beträgt, so dafs, wenn der Abwärtsgang des Kolbens nahezu vollendet und
hinreichender Druck zum Formen des Glases ausgeübt ist, der Kolben die erste Reihe von
Löchern passirt (wie in der Zeichnung dargestellt ist), und dadurch der verdichteten Luft
gestattet, von der Vorderseite nach der Hinterseite des Kolbens zu entweichen. Auf demselben
Wege tritt Luft in umgekehrter Richtung ein, wenn das Glasgefäfs erkaltet und die
Luft in demselben sich zusammenzieht. Bei dieser Construction ist die Kolbenstange dl
massiv, da die Oeffnung i allein den Eintritt und Austritt der Luft vermittelt.
Durch die beschriebenen beiden Einrichtungen wird also das Entweichen der verdichteten
oder verdünnten Luft im Augenblicke der Vollendung des in Arbeit befindlichen Glases ermöglicht und Druckausgleich
auf der Innenseite und der Aufsenseite der Glasflasche, wenn diese sich nach ihrer Herausnahme
aus der Form abkühlt, hergestellt.
Die erwähnten Apparate können in ihren Einzelheiten verändert werden, ohne von dem
Grundgedanken der Erfindung abzuweichen.
Claims (2)
1. Ein Apparat zum Blasen von Glas, bei welchem die nach dem Hochziehen des
Kolbens e in der Kammer α und der Pfeife b vorhandene atmosphärische Luft
einerseits durch »den auf dem unteren Ende von b gefangenen Glasklumpen und andererseits
durch Niederdrücken der Kappe f g der hohlen Kolbenstange d in a, b und d
eingeschlossen und hierauf durch Abwärtsbewegen des Kolbens verdichtet und in die weiche Glasmasse hineingeprefst wird,
wobei nach Vollendung des betreffenden Gegenstandes durch Loslassen der Kappe/g·
diese sich selbstthätig hebt, so dafs Druckausgleich zwischen der Innen- und Aufsenseite
des gefertigten Gegenstandes hergestellt wird.
2. Ein Apparat der in Anspruch 1. gekennzeichneten Art, sofern bei demselben die
Verbindung des Innern des angefertigten Gefäfses mit der äufseren Luft durch den
Kolben e bewirkt wird, indem dieser nahe dem Ende seines Abwärtsganges eine Lochreihe
z2 der Kammer α passirt, welche durch die Vertiefung k1 der Muffe k und
eine zweite Lochreihe z'1 der Kammer a mit der Pfeife b in Verbindung steht.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE42230C true DE42230C (de) |
Family
ID=317648
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT42230D Expired - Lifetime DE42230C (de) | Einrichtung an einir mit der Glasbläserpfeife verbundenen Luftpumpe, um den Druck nach beendetem Blasen aufzuheben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE42230C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4521936A (en) * | 1983-09-30 | 1985-06-11 | Electrolux Corporation | Self-cleaning joint |
-
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- DE DENDAT42230D patent/DE42230C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4521936A (en) * | 1983-09-30 | 1985-06-11 | Electrolux Corporation | Self-cleaning joint |
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