DE4222611C2 - Vorrichtung zum Vermessen von Rohren, insbesondere zur Durchmesser- oder Wanddickenmessung von extrudierten Kunststoffrohren - Google Patents
Vorrichtung zum Vermessen von Rohren, insbesondere zur Durchmesser- oder Wanddickenmessung von extrudierten KunststoffrohrenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Vermessen von
Rohren, insbesondere zur Durchmesser- und Wanddicken
messung von extrudierten Kunststoffrohren, mit mindestens
einem Sensor, insbesondere einem Ultraschallsensor, der in einem Gehäuse an
einem drehbar gelagerten, das zu vermessende Rohr
umgebenden Haltering befestigt ist, der mit einer gehäusefesten
Lagerung drehbar gelagert ist.
Solche Vorrichtungen sind aus der Praxis bekannt. Von
diesen bekannten Vorrichtungen haben sich für die
Untersuchung von extrudierten Kunststoffrohren besonders
solche bewährt, bei denen der Haltering, an dem ein oder
mehrere Sensoren zur Messung des Wanddicken- oder
Durchmesserverlaufes des Rohres befestigt sind, in vier
Rollen gelagert ist, die in regelmäßigen Abständen
zueinander an seinem Umfang verteilt sind.
Der Vorzug dieser Vier-Rollen-Lagerung beispielsweise
gegenüber einer Drei-Rollen-Lagerung besteht darin, daß
der Haltering mit einer höheren Stabilität seitlich
geführt ist. Auf diese Weise ist seine konzentrische
Ausrichtung bezüglich der Längsachse des zu vermessenden
Rohres sichergestellt. Im praktischen Betrieb des so
gelagerten Halterings zeigt sich jedoch, daß es zu einem
unterschiedlichen Rollenverschleiß kommt. Dieser
unterschiedliche Verschleiß kann schließlich dazu führen,
daß eine der Rollen stehen bleibt und den Rundlauf des
Halterings stört. Daher sind aufwendige Justierarbeiten
bei der Einrichtung der bekannten Vorrichtung
erforderlich, um einen möglichst gleichmäßigen Lauf der
Rollen sicherzustellen.
Ferner ist eine Vorrichtung zum Vermessen von Rohren,
und zwar der Länge, des Durchmessers, der Wandstärke
und der Ovalität bekannt, die aus einem in Richtung des
Rohres verfahrbaren Wagen und einem auf einer Säule des
Wagens höhenverstellbaren, mit mehreren Sensoren
bestückbaren Arm besteht, der um eine parallel zur
Rohrachse liegende Achse drehbar ist. Mit einer solchen
Meßvorrichtung kann die Ovalität, der Durchmesser und
die Wandstärke nur am Ende des Rohres gemessen werden,
weil die Meßvorrichtung keinen Durchgang für das Rohr
bietet (DE 38 16 130 A1).
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, auf einfache
Weise eine Lagerung für einen Haltering in einer
Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die
bei einfacher Montage über eine lange Einsatzdauer einen
störungsfreien Betrieb der Vorrichtung gewährleistet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß die gehäusefeste Lagerung als ein in der Ebene
des Halterings angeordneter und an einer Wand des
Gehäuses befestigter Lagerring ausgebildet ist, wobei
der Lagerring und der Haltering einander zugekehrte
innere und äußere Ringflächen als Lagerflächen
aufweisen.
Gemäß der Erfindung bilden Lagerring und Haltering ein
großes zentrales Lager. Das Innenteil dieses Lagers, der
Lagerring, ist fest an einer Wand des
Vorrichtungsgehäuses befestigt, während das Außenteil
des Lagers, der Haltering, frei drehbar auf diesem
gelagert ist. Da der Lagerring die Konzentrizität der
Bewegungsbahn des Sensors und des zu untersuchenden
Kunststoffrohres sicherstellt, kann der Haltering bei der
Montage der Vorrichtung ohne
weitere Justierarbeiten auf den Lagerring aufgeschoben
werden. Zudem gewährleistet der Lagerring eine
gleichmäßige Führung des Halterings, so daß der
Verschleiß beider Ringe auf ein Minimum reduziert ist.
Die Befestigung der Sensoren an dem Haltering kann
dadurch vereinfacht werden, daß der Lagerring eine
geringere Dicke als der Haltering aufweist. Da bei einer
solchen Ausgestaltung der Haltering über den Lagerring
hinausragt, ist sichergestellt, daß das Prüfsignal des
Sensors störungsfrei auf das zu untersuchende Rohr
trifft.
Die Montage der Vorrichtung kann zudem dadurch verein
facht werden, daß der Lagerring an seiner inneren Ringfläche
an dem Rohr anliegende Dichtelemente trägt. In diesem
Fall können der Lagerring und die Dichtelemente als
vormontierte Einheit in das Gehäuse der Vorrichtung
eingebaut werden.
Der zwischen Lagerring und Haltering gebildete Lagerspalt
kann dadurch gegen Verschmutzung geschützt werden, daß
der Haltering einen rechtwinkligen Querschnitt aufweist
und eine der Ringflächen des Halterings den Spalt
zwischen Lagerring und Haltering abdeckt. Dabei kann die
Verschleißsicherheit der Lagerung dadurch noch verbessert
werden, daß der Spalt zwischen dem Haltering und dem
Lagerring gegenüber der Umgebung durch Dichtmittel
abgedichtet ist.
Eine besonders einfache Ausgestaltung der Erfindung
ergibt sich, wenn zwischen Haltering und Lagerring
Gleitreibung besteht. Alternativ dazu kann zwischen den
Ringen Rollreibung bestehen. Eine solche Lagerung des
Halterings hat sich in der Praxis als besonders robust
und störungsunanfällig erwiesen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer, ein
Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 Ausschnittsweise einen radialen Schnitt einer
Vorrichtung zur Messung des Durchmessers und der
Wanddicke eines extrudierten Kunststoffrohres,
Fig. 2 die Vorrichtung nach Fig. 1 in einem axialen
Schnitt.
Die in den Figuren gezeigte Vorrichtung zur Durchmesser-
und Wanddickenmessung ist beispielsweise hinter einer
Extrudieranlage angeordnet, in der Kunststoffrohre 1
hergestellt werden. Sie weist ein Gehäuse 2 auf, in
dessen vordere und hintere Gehäuserückwand 3, 4 jeweils
eine Öffnung 5a, b ausgeformt ist. Durch die Öffnungen
5a, b ist das Kunststoffrohr 1 durch das Gehäuse
hindurchgeführt.
An der Innenseite 4a der hinteren Gehäusewand 4 ist ein
Lagerring 6 konzentrisch zu der Öffnung 5b befestigt. Der
Lagerring 6 trägt an seiner inneren Ringfläche 6a einen
ersten Dichtring 7, dessen Dichtlippen 7a an der
Außenseite des Kunststoffrohres 1 anliegen. Die Öffnung
5a der vorderen Gehäusewand 3 ist durch einen in die
Gehäusewand 3 eingelassenen zweiten Dichtring 8 gegenüber
dem Kunststoffrohr 1 abgedichtet. Die Dichtringe 7, 8
stellen sicher, daß Wasser, mit dem das Gehäuse 2 gefüllt
ist, nicht aus dem Gehäuse austritt.
Auf der äußeren Ringfläche des Lagerrings 6 laufen Rollen
9, die mit dem Lagerring 6 ein zentrales Rollenlager
bilden, durch das ein Haltering 10 konzentrisch zu der
Öffnung 5b der Gehäusewand 4 und dem Kunststoffrohr 1
drehbar gelagert ist. Der Haltering 10 weist einen
rechtwinkligen Querschnitt auf. Seine Dicke ist größer
als die Dicke d des Lagerrings 6, so daß eine radial zum
Kunststoffrohr 1 sich erstreckende, stirnseitige
Ringfläche 10a des Halterings 10 die Rollen 9 und den
Lagerring 6 abdeckt. Auf der Ringfläche 10a ist in einem
Halter 11 ein Ultraschall-Sensor 12 befestigt, der über
nicht gezeigte Signalleitungen mit einer
Meßauswerteinrichtung verbunden ist. Zusätzlich ist der
Halter 11 mit einer an einen Druckwasseranschluß
angeschlossenen Sprühdüse 12a versehen, über die
Spülwasser auf den Ultraschall-Sensor gedüst wird.
Der Spalt 13 zwischen dem Lagerring 6 und dem Haltering
10, in dem die Rollen 9 angeordnet sind, ist durch
Simmerringe 14a, b gegenüber dem übrigen Gehäuseinneren
der Vorrichtung abgedichtet. Der erste Simmerring 14a
liegt in einer auf der rückwärtigen Stirnseite des
Halterings 10 eingeformten Ringnut ein und an der
Gehäusewand 4 an, wogegen der zweite Simmerring 14b in
einer auf der vorderen Stirnseite des Lagerrings 6
eingelassenen Ringnut eingelegt ist und an der Rückseite
der vorderen Ringfläche 10a des Halterings 10 anliegt.
Auf diese Weise ist sichergestellt, daß kein Wasser in
den Spalt 13 eindringt, so daß eine dauerhafte,
störungsfreie Schmierung der Rollen 9 in dem Spalt 13
gewährleistet ist.
Zur Untersuchung der Wanddicke oder des
Durchmesserverlaufs wird der Haltering 10 mit dem
Ultraschall-Sensor 12 nach Art eines Scanners
reversierend oder kontinuierlich rotierend auf dem
feststehenden Lagerring 6 verdreht. Dabei stellt die
Wasserfüllung des Gehäuses 2 der Vorrichtung eine gute
Übertragung des Prüfsignals des Ultraschall-Sensors 12
sicher. Der Antrieb des Halterings 10 kann in bekannter
Weise beispielsweise durch einen um den Haltering 10
gelegten Riemen oder ein Reibrad erfolgen. Das Ergebnis
der Abtastung des Kunststoffrohres 1 wird in der
Meßauswerteinrichtung ausgewertet, die ggf. Steuersignale
zur Änderung des Betriebsverhaltens des Extruders abgeben
kann.
Bezugszeichenliste
1 Kunststoffrohr
2 Gehäuse
3 vordere Gehäusewand
4 hintere Gehäusewand
5a, b Öffnungen
6 Lagerring
6a innere Ringfläche des Lagerringes 6
6b äußere Ringfläche des Lagerringes 6
7 Dichtring
7a Dichtlippen
8 Dichtring
9 Rollen
10 Haltering
10a stirnseitige Ringfläche des Halterings 10
11 Halter
12 Ultraschallsensor
13 Spalt
14a, b Simmerringe
2 Gehäuse
3 vordere Gehäusewand
4 hintere Gehäusewand
5a, b Öffnungen
6 Lagerring
6a innere Ringfläche des Lagerringes 6
6b äußere Ringfläche des Lagerringes 6
7 Dichtring
7a Dichtlippen
8 Dichtring
9 Rollen
10 Haltering
10a stirnseitige Ringfläche des Halterings 10
11 Halter
12 Ultraschallsensor
13 Spalt
14a, b Simmerringe
Claims (6)
- Vorrichtung zum Vermessen von Rohren, insbesondere zur Durchmesser- und Wanddickenmessung von extrudierten Kunststoffrohren, mit mindestens einem Sensor (12), insbesondere einem Ultraschallsensor, der in einem Gehäuse (2) an einem das zu vermessende Rohr (1) umgebenden Haltering (10) befestigt ist, der mit einer gehäusefesten Lagerung (6) drehbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß die gehäusefeste Lagerung (6) als ein in der Ebene des Halteringes (10) angeordneter und an einer Wand (4) des Gehäuses (2) befestigter Lagerring (6) ausgebildet ist, wobei der Lagerring (6) und der Haltering (10) einander zugekehrte innere und äußere Ringflächen (6b, 10a) als Lagerflächen aufweisen.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerring (6) eine geringere Dicke (d) als der Haltering (10) aufweist.
- 3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerring (6) an seiner inneren Ringfläche (6a) an dem Rohr (1) anliegende Dichtelemente (7) trägt.
- 4. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltering (10) einen rechtwinkligen Querschnitt aufweist und eine der Ringflächen (10a) des Halterings (10) den Spalt (13) zwischen Lagerring (6) und Haltering (10) abdeckt.
- 5. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Spalt (13) zwischen dem Haltering (10) und dem Lagerring (6) gegenüber der Umgebung durch Dichtmittel (14a, b) abgedichtet ist.
- 6. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Lagerring (6) und dem Haltering (10) Roll- oder Gleitreibung besteht.
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1992
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