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Spule für elektrische Kabel. Die Erfindung betrifft Spulen für Kabel,
insbesondere für Unterseekabel. Die Erfindung bezweckt einmal, die Windungen der
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Spule gegen mechanische Beschädigungen zu schützen und anderseits einen
möglichst Z,
,günstigen Kraftlinienfluß herzustellen. Erfindungsgemäß wird
dies dadurch erreicht, daß man die "vVindungen in den Kern einbettet und diesen
Kern aus Eisenpulvermasse preßt.
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Die Erfindung ist nachstehend an einem Ausführungsbeispiel beschrieben.
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Das in Abb. i dargestellte Unterseekabel besitzt eine Armierung io
üblicher Art. In dieser befinden sich die vier Signalleitungen i i, 12 und
13 und ein vierter, in Abb. i nicht dargestellter, jedoch in Abb.
3 ersichtlicher Leiter 14. -Diese vier Signalleitungen sind nach dem Pupinsystem
vermittels der zwei gemäß der Erfindung ausgebildeten Induktanzanordnungen 16 und
17 belastet. Die Induktanzanordnung 16 besteht aus drei zylindrischen Blöcken 18,
ig und 2o, die in geeigneter Weise zusammengehalten werden, z. B. durch die Bügel22
und durch die Spannschrauben 23. In den beiden ge-eneinanderliegenden Flächen
der Blöcke 18 und ig be-
finden sich ringförmigeVertiefungen, in welchen
eine Drahtspule 25 untergebracht wird. Eine gleiche Spule 26 liegt
in den entsprechenden Vertiefungen der anliegenden Flächen der Blöcke ig und zo.
Die Induktanzanordnung 17 ist ebenso wie die Anordnung 16 ausgebildet und
besteht aus drei zylindrischen Blöcken, aus magnetischem Material 28, 29
und 3o, in welche die zwei Drahtspulen 31 und 32 eingebettet sind.
Die zwei Induktanzanordnungen 16 und 17 sind voneinander getrennt durch einen
Block 33 aus isolierendem Material, z. B. aus Holz.
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Aus dem Schaltungsschema (Abb. 3) ist ersichtlich-, daß eine
Spule 31 in Serie mit Leitung i i der Unterseekabelspule 32 liegt,
und zwar über Leitung 14. Die Spule 26 liegt in Serie mit Leitung 12 und
die Spule 2 5 in Serie mit Leitung 13. Aus Abb. i ist zu ersehen,
daß die vier Leiter durch zentral angeordnete öffnungen in den Blöcken hindurchgehen.
Eine Anordnun- dieser Art hat bei Unterseekabeln den Vorteil, daß die Signalleiter
hierbei von ihrem natürlichen Lauf nur in den kurzen Verbindungsstücken abweichen,
und zwar vom Mittelpunkt der Belastun(Yseinheiten nach den Drahtspulen,
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Wie aus Abb. i hervorgeht, ist jeder Signalleiter des Kabels
in Serie mit einer der Drahtspulen durch eine Einführleitung und eine Austrittsleitung
verbunden, die in schmalen öffnungen untergebracht sind, welche von dem Hauptkanal
radial zu den ringförmigen Vertiefungen verlaufen.
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Die zwei Induktanzanordnungen 16 und i,-können auch zur Belastung
eines Doppelsprechkreises dienen bzw. der zwei Stammkreise, welche von den vier
Leitungen i i - 14 gebildet werden.
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Nach Abb. 3 können Signalvorrichtungen 36 und
37 verwendet werden zwecks Signalgebung über den Stammkreis, bestehend aus
den Leitern 12 und 13, während die Signalvorrichtungen 38 und 39 der
Signalgebung über die Leiter i i und 14 dienen. Die Vorrichtungen 40 und 41 können
dann in bekannter Schaltung zur Signalgabe über den Doppelsprechkreis Verwendung
finden, der von den vier Signalleitungen des Kabels ge-
bildet wird.
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Um jede der Induktanzanordnungen 16 und i,- für eine gewünschte Induktanz
so kompakt als möglich zu machen, muß das manetische Material eine möglichst hohe
Permeabilität bei möglichst geringen magnetisehen Verlusten haben.
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Abb. 2 zeigt einen Querschnitt durch die Anordnung 16, und
zwar nach der durch Pfeile bezeichneten punktierten Linie der Abb. i.
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In Abb. 4 ist eine Ausführungsform dar-"estellt, wie sie beispielsweise
zur Belastung von Überland-Duplextelephonleitungen Verwendun g finden soll.
Die Induktanzanordnung 45 der Abb. 4 bestellt aus drei Blöcken von magnetischem
Material 46, 47 und 48, welche in gleicher Weise wie die Blöcke der Abb.
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mit Vertiefungen versehen sind, zwecks Einbettung der zwei Induktanzspulen
49 und 5o. Nach Einbringung der Spulen in die drei Blöcke können diese durch einen
achsial angeordneten Bolzen 5 1 zusammengehalten werden. Die zwei Telephonleiter
53 und 54 des einen Stammkreises werden mit den Induktanzspulen 49 und 5o
durch Einführungsdrähte verbunden -, welche durch schmale Kanäle 55 und
56 in den Blöcken verlaufen. Die Ausführungsdrähte gehen durch entsprechende
Kanäle 57# auf der anderen Seite des Blockes. Die zwei Leiter 6o und 6 1
des zweiten Stammkreises werden in gleicher , 63 be-Weise durch eine Induktanzanordnun,0'
lastet, welche aus den Spulen 64 und 65
bestellt, die in die drei Blöcke
66, 67 und 68
eingebettet sind.
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Da die Raumfrage in diametraler Richtung b,#i Belastung einer Überlandtelephonleitunnicht
von so großer Bedeutung ist wie bei einem Unterseekabel, haben die Induktanzanordnungen
45 und 63 eine viel größere Abmessung in Richtung senkrecht zur Spulenachse
als in paralleler Richtung zu dieser Achse. Hieraus ergibt sich der Vorteil, eine
große Anzahl von Spulen in einem Gehäuse unterbringen zu können. Bei Unterseekabeln
ist dagegen die Anordnung nach Abb. i mit geringerem Spulendurchmesser vorteilhafter,
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da durch eine derartige Form der Durchmesser des Unterseekabels an den Belastungspunkten
verringert und dadurch das Auslegen des Kabels erleichtert wird.
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Häufig ist vorteilhaft, die Erfindung nicht nur bei Belastungsspulen,
sondern auch für andere Zwecke anzuwenden, z. B. bei Drosselspulen, Transformatoren
usw.
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Abb. 5 zeigt z. B. eine Drosselspule für einen elektrischen
Stromkreis mit den Leitungen 75 und 76. Die Induktanzanordnung bestellt
hier nur aus zwei Blöcken 77 und 78.
jeder Block besitzt eine Vertiefung
zur Aufnahme einer der zwei Spulen 79 und 8o. Wenn die zwei Blöcke miteinander
zusammengebracht werden, so liegen die zwei Spulen 79
und 8o so, daß ein Maximum
von Kraftlinienverkettung stattfindet. Die Induktanzanordnun- der Abb.6 ist ähnlich
derjenigen der Abb. 5 mit der Abweichung, daß eine der Spulen, z. B.
83, eine größere Anzahl von Windungen besitzt, als dies bei der Spule
82 der Fall ist. Eine Anordnung dieser Art kann als Aufwärtstransformator
benutzt werden, wobei die Leiter 84 und 85 mit der Primärwicklung und die
Leiter 86 und 87 mit der sekundären Wicklung 83 verbunden werden.
Da die zwei Spulen 82 und 83 nebeneinander in den Vertiefungen der
Blöcke liegen, so ergibt sich ein Maximum von Kraftlinienverkettung der primären
und sekundären Willdungen. Diese Transformatortype besitzt ferner einen Vorteil
gegenüber der Type, bei welcher der Kern von den Spulen um-"eben ist insofern, alsderTransflormator
nach Abb. 6 praktisch keine Streulinien aufweist, welche zu Störungen, z.
B. Übersprechen, Veranlassung geben könnten.