DE41494C - Polzelle - Google Patents
PolzelleInfo
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- DE41494C DE41494C DENDAT41494D DE41494DA DE41494C DE 41494 C DE41494 C DE 41494C DE NDAT41494 D DENDAT41494 D DE NDAT41494D DE 41494D A DE41494D A DE 41494DA DE 41494 C DE41494 C DE 41494C
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- bell
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25C—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
- C25C3/00—Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25C—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
- C25C7/00—Constructional parts, or assemblies thereof, of cells; Servicing or operating of cells
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- Electrolytic Production Of Metals (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 40: Hüttenwesen.
LUDWIG GRABAU in HANNOVER. P ο I ζ e 11 e.
Patentirt im Deutschen Reiche vom lo. Februar 1886 ab.
Bei der elektrolytischen Gewinnung von Leichtmetallen begegnet man stets vielfachen
Uebelständen, welche in der Verunreinigung des elektrolytisch abgeschiedenen Metalls gipfeln,
das einestheils der Oxydation leicht ausgesetzt ist, anderentheils aber im geschmolzenen Zustande
Silicium aufnimmt, welches aus dem für die Zellen, Diaphragmen oder Schmelzgefäfse
verwendeten Material herstammt. Auch ist eine Vereinigung der in der Schmelze oder Lösung
abgeschiedenen Metalltheilchen schwierig, da das Metall in der Flüssigkeit in die Höhe
steigen mufs, hieran aber infolge der geringen Differenz der specifischen Gewichte meistens
gehindert wird.
Sämmtliche Uebelstände werden nach vorliegender Erfindung durch Benutzung entlüfteter,
glockenförmiger Zellen vermieden, welche unten offen, oben geschlossen sind, in das Bad eingetaucht
werden und an deren höchster Stelle der inneren Oberfläche der negative Pol mündet,
derart, dafs eine Abscheidung des Metalls nur in der Glocke, und zwar am höchsten Punkt
derselben stattfindet, die Glocke sich also nach und nach mit Metall füllt, dessen unteres, mit
dem Elektrolyt in Berührung befindliches Niveau sich mehr und mehr je nach der Abscheidung
des Metalls senkt, bis die Glocke ganz gefüllt ist, worauf man dieselbe gefüllt
aus dem Bade nehmen kann, ohne dafs der Procefs unterbrochen zu werden braucht. Die
Zelle selbst ist aus siliciumfreiem, feuerfestem, die Elektricität nichtleitendem Material angefertigt.
Die Einrichtung einer solchen Polzelle ist auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht. Die
glockenförmige Zelle α ist mittelst eines Stieles b
an der Traverse d aufgehängt und mit dem Pol f versehen, der am höchsten Punkte der
inneren Glockenoberfläche mündet. Die Zelle a ist oben geschlossen und unten offen, taucht
mit dem unteren Ende nach Art einer Taucherglocke ganz in das Bad ein und wird entweder
mittelst einer Luftschraube z, Fig. 2, oder eines heberförmigen Rohres g, Fig. 3,
entlüftet. Bedingung für den richtigen Verlauf des Processes ist, dafs beim Beginn desselben
sämmtliche Luft aus dem Innern der Zelle entfernt und dieselbe ganz mit der Schmelze oder
Lösung angefüllt ist. Das Metall scheidet sich dann bei der Elektrolyse am Pol f innerhalb
der Zelle ab und sammelt sich daselbst, ohne dafs es nöthig hat, in der Flüssigkeit selbst in
die Höhe zu steigen. Das am Pol sich sammelnde flüssige Metall bildet alsdann einen
flüssigen Pol, so dafs die nur an der Grenzfläche zwischen flüssigem Metall und Schmelze
oder Lösung sich abscheidenden Metalltheilchen sofort von der gröfseren Metallmasse aufgenommen
werden und Verluste durch Zerstreuung oder NichtVereinigung kleiner Metalltheilchen
ganz vermieden werden.
Diese Vortheile eines flüssigen Metallpoles lassen es sogar zuweilen als räthlich erscheinen,
schon vor Beginn der Elektrolyse durch Einführung einer genügenden Menge des darzustellenden
oder eines anderen bei der Badetemperatur schmelzenden Metalls in die Zelle von vornherein einen flüssigen Pol zu bilden.
Dieses Verfahren ist besonders dann vortheilhaft, wenn bei der Elektrolyse sich am Metall
:abscheidenden Pol feste, den Strom schwächende
oder aufhebende Abscheidungen bilden, die sich bei einem flüssigen Pole auch während
des Betriebes durch Abstreifen entfernen lassen.
Bei Benutzung derartiger Zellen kann das abgeschiedene Metall nicht mit Luft in Berührung
kommen, es ist somit vor dem Verbrennen geschützt. Das Metall scheidet sich ferner stets an der Oberfläche des Bades ab
und bleibt im Zusammenhange.
Die Beschaffenheit des Schmelzgefäfses und dessen Material hat auf das abgeschiedene
Metall gar keinen Einflufs. Man hat daher nur für die Zelle ein geeignetes Material zu
wählen, das bei der Herstellung von Leichtmetallen ζ. B. aus Magnesia bestehen kann.
Die Zellen können entweder ganz aus solchem Material angefertigt oder nur an ihrer
inneren Oberfläche mit demselben ausgefüttert werden. Die mit elektrolytisch abgeschiedenem
Metall in beschriebener Weise angefüllten Zellen werden mittelst eines mit Stiel versehenen
Deckels h, Fig. 4, unten geschlossen und dann nach Lösung der den Pol mit der Leitung
verbindenden Klemme aus dem Bade genommen.
Die Zellen können dann behufs Herausnahme des Metallinhalts abkühlen; oder man entfernt
das Metall in flüssigem Zustande aus der Zelle unter Beobachtung der dem betreffenden Metall
zukommenden Oxydation schützenden Behandlung.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Polzelle zur elektrolytischen Gewinnung von Leichtmetallen von glockenförmiger Gestalt, welche oben gasdicht geschlossen ist und aus siliciumfreier, feuerfester, die Elektricität nichtleitender, beispielsweise aus Magnesia oder Thonerde (Y3 bis 2/3 Theile) und einem bis zum Schmelzen oder Sintern erhitzten Gemisch von Kalk und Thonerde oder dergleichen (2/3 bis '/3 Theile) zusammengesetzter und gebrannter Masse hergestellten bezw. mit solcher Masse ausgefütterten Masse besteht, und welche nach Art einer Taucherglocke ganz in das Bad getaucht und entlüftet wird, und an deren höchster Stelle der inneren Oberfläche der das Metall abscheidende Pol mündet, derart, dafs ■ sich das Metall in der Zelle abscheidet und sammelt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE41494C true DE41494C (de) |
Family
ID=316972
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT41494D Expired - Lifetime DE41494C (de) | Polzelle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE41494C (de) |
-
0
- DE DENDAT41494D patent/DE41494C/de not_active Expired - Lifetime
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