DE4139940C2 - Schnellmontageanschluß für ein Kolben-Zylinder-Aggregat - Google Patents
Schnellmontageanschluß für ein Kolben-Zylinder-AggregatInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Kolben-Zylinder-Aggregat gemäß dem Oberbegriff von
Anspruch 1.
Bei jeder Anwendung eines Kolben-Zylinder-Aggregates besteht das Problem der
Befestigung eines solchen innerhalb eines häufig sehr begrenzten Bauraumes.
Häufig gibt es nur eine Montagerichtung, z. B. bei einer Gasfeder innerhalb einer
Stuhlsäule. Entsprechend sind Verschraubungen zwischen der Gasfeder und dem
Anwendungsgerät zu vermeiden. Speziell bei den Schraubverbindungen besteht
noch zusätzlich das Problem der Verschraubungssicherung. Kontermuttern kön
nen bei einer Sicherung in Längsrichtung des Kolben-Zylinder-Aggregates nicht verwendet
werden.
Das deutsche GM 81 27 163 zeigt einen Schnellmontageanschluß für eine Gas
feder. Dieser Montageanschluß eignet sich zwar für die Verbindung mit einer
Fahrzeugklappe oder einem sonstigen Anwendungsfall, bei dem die Montagerich
tung quer zur Gasfederlängsachse verläuft, aber nicht innerhalb eines techni
schen Geräts, bei dem die Montagerichtung mit der Gasfederlängsachse überein
stimmen muß. Desweiteren eignen sich solche Montageanschlüsse auch dann
nicht, wenn der Kugelzapfen in Gasfederlängsachse verliefe. Bei einer mögliche
Demontage besteht die Gefahr, daß die Federelemente beschädigt werden.
Ein weiterer bekannter Schnellmontageanschluß wird in der DE-OS 32 28 674
vorgestellt. Ein Sicherungsbügel fixiert einen Übertragungsbolzen, der der
Kraftübertragung zwischen der Gasfeder und dem technischen Gerät dient. Die
ser Sicherungsbügel erfüllt nur bei den Kräften seine Aufgabe, bei denen die Be
lastung in Richtung des Übertragungsbolzens verläuft.
Eine ähnliche Ausführung wird in der FR 1 333 037 beschrieben. Der Übertra
gungsbolzen überträgt Längs - und Querkräfte. Vor dem Hintergrund einer immer
weiterreichende Automatisierung der Fertigung sind Sicherungsklammern wie bei
dieser Ausführung wenig geeignet. Ein Fertigungsautomat läßt sich immer dann
sicher anwenden, wenn sich die Montagebewegung exakt vorgeben läßt. Bei den
Sicherungsklammern kann man diese Forderung vielleicht noch erfüllen, bei der
Verschraubung zwischen dem Anschlußkopf und der Kolbenstange jedoch nicht
mehr.
Die US 2 278 308 zeigt eine Verbindungseinheit, bei der zwei zu verbindende
Teile mittels einer unter Federkraft stehende Überwurfhülse gesichert wird. Bei
der Montage müssen beide Teile sehr genau zueinander positioniert sein, damit
der Übertragungsbolzen eingeführt werden kann. Eine andere Montagemöglich
keit besteht darin, die Überwurfhülse gegen die Federkraft zu verschieben und die
beiden Teile in einer 90° Position zueinander einzuklinken, in die gestreckte
Stellung zubringen, und anschließend die Überwurfhülse eingreifen zu lassen.
Dieser Montageablauf ist in einer Stuhlsäule oder einem bauraumähnlichen An
wendungsfall unmöglich.
Die DE 29 46 259 A1 beschreibt eine Schwenkhalterung eines Befestigungskop
fes mit einer Lageröffnung an einem diese Öffnung durchsetzenden Lagerbolzen.
Die Lageröffnung ist als ein zum freien Ende des Befestigungskopfes offenes, im
wesentlichen u-förmiges Aufschiebemodul ausgebildet. Am Befestigungskopf ist
ein Schwenkriegel mit einer quer zur Maulöffnungsrichtung ausgerichteter
Schwenkachse gehalten. Der Schwenkriegel weist einen die Maulöffnung wahl
weise freigebenden, dabei den Lagerbolzen sichernd hintergreifenden Schließbü
gel auf.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Schnellmontageanschluß für ein
Kolben-Zylinder-Aggregat zu schaffen, bei dem die gesamte Montage aus einer
Arbeitsrichtung erfolgen kann. Ferner soll der Schnellmontageanschluß unbe
schränkt häufig beschädigungsfrei wiederverschließbar sein, und eine Montage
ermöglichen, die den Einsatz von Fertigungsautomaten zuläßt.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch den Patentanspruch 1 gelöst.
Das Kolben-Zylinder-Aggregat läßt sich somit in einem Rohrkörper montieren, bei
dem nur eine Montagerichtung möglich ist und nur ein äußerst beschränkter Be
wegungsraum für ein Werkzeug zur Verfügung steht.
Durch eine definierte Schließbewegung kann sehr einfach ein Fertigungsautomat
eingesetzt werden, da sich jede definierte Drehbewegung mit einfachen Mittel
mathematisch beschreiben läßt.
Der Übertragungsbolzen wird bei der Montage durch die Führungsbahnen immer
in die richtige Position gebracht wird. Die Führungsbahnen ergeben eine Zwangs
bewegung für den Übertragungsbolzen, so daß man auf eine Sichtkontrolle wäh
rend der Montage verzichten kann, oder andererseits eine verdeckte Montage in
einem geschlossenen Rohr, z. B. einer Stuhlsäule, vornehmen kann.
Durch einfaches Umbördeln der Mantelfläche können die Führungsflächen ge
schaffen werden. Beidseitiges Anbringen der Führungsflächen bietet den Vorteil,
daß die beiden Halteteile außerhalb des Anwendungsgerätes vormontiert werden
können. Darüber hinaus kann das zweite Halteteil in gleicher Ausführung an der
Kolbenstange wie auch am Druckzylinder verwendet werden.
In weiterer Ausgestaltung ist das zweite Halteteil als ein zylindrischer Körper
ausgeführt ist, wobei die Mantelfläche zwei bezüglich der Rotationsachse sym
metrisch angeordnete von einem Rand der Mantelfläche ausgehende Schlitze be
sitzt, deren Breite mindestens dem Durchmesser des Übertragungsbolzens ent
spricht. Das zweite Halteteil trägt mit seinen Schlitzen ebenfalls wesentlich zur
exakten Zuführbewegung des Übertragungsbolzens bei.
Gemäß einem vorteilhaften Unteranspruch sind in der geöffneten Stellung des
Schnellmontageanschlusses die Zugänge des ersten Halteteiles und die Schlitze
des zweiten Halteteiles zur Überdeckung gebracht. Daraus ergibt sich vorteilhaf
terweise nur eine einzige Öffnungsstellung des Schnellmontageanschlusses, die
sehr leicht einstellbar und kontrollierbar ist. Umgekehrt betrachtet ist nach einer
geringen Schließbewegung schon eine sehr große Übertragungssicherheit gege
ben.
Als ein wesentlicher Vorteil dieser Erfindung ist anzusehen, daß die Mittelachse
der Führungsfläche deckungsgleich ist mit der Gasfederlängsachse. Somit fallen
die Rotationsachse des Schnellmontageanschlusses und die Längsachse des Kol
ben-Zylinder-Aggregates zusammen. Man kann folglich die Gasfeder trotz der
begrenzten Räumlichkeiten in einem Rohr montieren. Spezialwerkzeug ist nicht
nötig.
Damit der Übertragungsbolzen während des Betriebes der Gasfeder nicht seine
Montageendstellung verlassen kann, besitzt ein Halteteil vorteilhafterweise eine
Sicherung für den Übertragungsbolzen.
Auf sehr einfache Art und Weise läßt sich eine Sicherung für den Übertragungs
bolzen dadurch realisieren, indem im Bereich der Halteflächen des ersten Haltetei
les Sicherungsrasten vorgesehen sind.
Zur Minimierung des Verschleißes innerhalb des Schnellmontageanschlusses be
sitzt der Übertragungsbolzen einen zylindrischen Querschnitt.
Zur Berücksichtigung des Herstellaufwandes sind die beiden Halteteile mit einem
spanlosen Bearbeitungsverfahren hergestellt. Beide Teile können problemlos aus
einem Blech gestanzt und anschließend verbördelt werden. Eine Kunststoffaus
führung wäre ebenso denkbar.
Eine Alternativausführung der Erfindung wird durch den Patentanspruch 9 be
schrieben. Diese Ausführung des ersten Halteteiles zeichnet sich durch ihre Ein
fachheit hinsichtlich der Herstellung und durch den geringen Raumbedarf aus.
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist die Aufnahme exzen
trisch zum zylindrischen Grundkörper angeordnet. Diese Maßnahme erlaubt es,
den Außendurchmesser vom zweiten Halteteil im Verhältnis zum Durchmesser
des Übertragungsbolzen klein zu halten und dabei möglichst eine große Wand
stärke im Bereich der Führungsfläche zu erzielen.
Gemäß einem vorteilhaften Unteranspruch enthält der Grundkörper mindestens
eine Werkzeugfläche. Mit Hilfe dieser Werkzeugfläche kann die zur Schließbewe
gung nötige Kraft auf den Schnellmontageanschluß übertragen werden.
Zur Aufnahme der bei Schiefstand des Übertragungsbolzens auftretenden Kräfte
in Richtung der Rotationsachse der Halteteile besitzt der Grundkörper vorteilhaf
terweise mindestens eine axiale Führungsfläche.
Zur Erreichung einer entsprechenden Betriebssicherheit des Schnell
montageanschlusses ist zwischen dem ersten Halteteil und dem zweiten Halteteil
eine Verdrehsicherung angeordnet. Diese Verdrehsicherung besteht aus einem
Anschlag, der Bestandteil eines Halteteiles ist.
Eine weitere Verdrehsicherung kann aus einer Klammer bestehen, die einerseits
formschlüssig mit dem ersten Halteteil verrastet und andererseits kraftübertra
gende Kontaktflächen mit dem zweiten Halteelement besitzt.
Bei einer Verdrehsicherung in Form einer Klammer sind die Werkzeugflächen des
zweiten Halteelementes in den den Kontaktflächen abgewandten Flächen der
Verdrehsicherung enthalten. Die Gestalt des zweiten Halteteiles vereinfacht sich.
Als weiterer Vorteil ist noch zu bemerken, daß das Montagewerkzeug nicht un
mittelbar mit dem zweiten Halteteil in Kontakt kommt und sich somit die Bela
stung für das zweite Halteteil bei der Montage verringert, da die Werkzeugflächen
an der Klammer größer ausgeführt sein können.
Patentanspruch 18 beschreibt eine weitere Alternativausführung.
Die Rastverbindung kann beliebig oft geöffnet und geschlossen werden. Für die
sen Montagevorgang werden keine Werkzeuge benötigt. Beide Komponenten
können ohne rotatorische Lageorientierung zueinander montiert werden. Die Mon
tagekräfte liegen auf einem äußerst niedrigen Niveau. Treten bei der Funktion
zwischen dem Kolben-Zylinder-Aggregat und dem Schnellmontageanschluß rota
torische Relativbewegungen auf, so können diese vom Querriegel kompensiert
werden.
Gemäß einem Unteranspruch weist der Querriegel eine Anlaufschräge auf, die
während des Schließvorganges des Schnellmontageanschlusses mit Montage
schräge zur Anlage kommt, so daß sich während der weiteren Schließbewegung
der Querriegel relativ zum Formbolzen bewegt. Bei der Montage des Kolben-
Zylinder-Aggregat ergibt sich somit vorteilhafterweise eine Zwangsschließbewe
gung, die eine Kontrolle der Schließstellung erübrigt. Bei den Anwendungen in
nerhalb einer Säule kann man häufig die Schließstellung des Schnellmontagean
schlusses gar nicht optisch kontrollieren, so daß dieser Vorteil zu einer höheren
Fertigungsqualität führt.
Des weiteren besitzt der Formbolzen eine Rastnut, in die, in der geschlossen
Steckverbindung zwischen der Einheit und dem Formbolzen eine Klinke, innerhalb
des Querriegels eingreift. Diese einfache formschlüssige Verbindung garantiert
eine hohe Funktionssicherheit in Verbindung mit einer einfachen Herstellung des
Formbolzens sowie der Rastverbindung.
Sehr häufig werden die Kolben-Zylinder-Aggregate in der Ausführung einer Gas
feder in Stuhl- oder Tischsäulen eingesetzt, bei der die Gasfeder über einen Aus
lösestift blockierbar ist. Vorteilhafterweise besitzt der Schnellmontageanschluß
eine Aufnahme für eine Auslösevorrichtung zur Betätigung des Auslösestiftes.
Anhand der folgenden Figurenbeschreibung sollen der Aufbau und die
Funktionsweise näher erläutert werden.
Es zeigt:
Fig. 1 Gesamtansicht einer Gasfeder mit
Bajonettverbindungseinheit
Fig. 2a-d Montageablauf der ersten Verbindungseinheit
Fig. 3 Seitenansicht der ersten Verbindungseinheit
Fig. 4 Ausschnitt aus der ersten Verbindungseinheit
Fig. 5 Gesamtansicht einer Gasfeder mit
Exzenterverbindungseinheit
Fig. 6 Ansicht des ersten Halteteiles
Fig. 7 Ansicht des zweiten Halteteiles
Fig. 8a-d Montageablauf der ersten Verbindungseinheit
Fig. 9 Verdrehsicherung
Fig. 10 Verdrehsicherung mit Klammer
Fig. 11 Klammer als Einzelteil
Fig. 12a-b Gesamtdarstellung des zweiten Halteteiles
Fig. 13/14 Gesamtdarstellung der zweiten Verbindungseinheit
Fig. 15 Schnitt durch die zweite Verbindungseinheit mit einer
Variante eines Formbolzens
Fig. 16a-d Variantendarstellungen der zweiten Verbindungseinheit
Die Fig. 1 zeigt eine an sich bekannte blockierbare Gasfeder 1 mit
jeweils einem Schnellmontageanschluß 2 an der Kolbenstange 3 und am
Druckzylinder 4. Der Schnellmontageanschluß 2 besteht aus zwei Ver
bindungseinheiten 5, 6, einer ersten 5 zwischen der Gasfeder 1 und
dem Übertragungsbolzen 7 und einer zweiten 6, in dieser Figur nicht
detailliert dargestellten Verbindungseinheit zwischen der Gasfeder 1
und dem Schnellmontageanschluß 2. Ferner besitzt der Schnellmontage
anschluß 2 eine Aufnahme 8 zur Betätigung eines verstellbaren
Ventils innerhalb der Gasfeder 1.
Die ersten Verbindungseinheit 5 besteht aus einem ersten 10 und
einem zweiten Halteteil 11. Das erste Halteteil 10 ist ein Formkör
per, der zwei Führungsbahnen 12 besitzt, an deren Ende Halteflä
chen 15 für den Übertragungsbolzen 7 angebracht sind. Das zweite
Halteteil 11 besteht aus einem zylindrischen Körper, der sich mit
seinen Führungsflächen 14 an dem ersten Halteteil 10 abstützt. Die
Führungsflächen 14 mit ihrem Kreisringquerschnitt ergeben sich bei
der Montage der beiden Halteteile 10, 11, wobei die beiden Ränder
der Mantelfläche des zweiten Halteteiles 11 an dem ersten Halteteil 10
umgebördelt werden.
Beide Halteteile 10, 11 besitzen dieselbe Mittelachse, so daß sich
die beiden Halteteile 10, 11 gegeneinander verdrehen lassen. Die
Halteteile 10, 11 weisen jeweils einen Schlitz 12 bzw. Zugang 13
auf, die sich in der geöffneten Stellung der Verbindungseinheit 5
überdecken.
Die Fig. 2a-d verdeutlichen den Montageablauf der ersten Ver
bindungseinheit 5. Der Übertragungsbolzen 7 wird in Achsrichtung
der Gasfeder 1 in die Verbindungseinheit 5 eingeführt, bis der Über
tragungsbolzen 7 mit den Führungsbahnen 12 des ersten Halte
teiles 10 zur Anlage kommt. Anschließend wird das zweite Halte
teil 11 zusammen mit dem Übertragungsbolzen 7 relativ zum ersten
Halteteil 10 um einen definierten Winkel verdreht. Der Winkel kann
je nach Platzverhältnissen individuell ausgelegt sein. Bei dieser
Schließbewegung bewegt sich der Übertragungsbolzen 7 entlang der
Führungsbahnen 12 bis an die Halteflächen 15. In dieser Position
wird der Übertragungsbolzen 7 von beiden Halteteilen 10, 11 gehal
ten, wobei zweckmäßigerweise Sicherungseinrichtungen zur Dauer
positionierung eingesetzt werden.
Fig. 3 zeigt eine geschlossene erste Verbindungseinheit 5, deren
zweites Halteteil 11 geschnitten dargestellt ist. Das erste Halte
teil 10 umfaßt den Übertragungsbolzen 7 in einem Umfangsbereich von
ca. 270°. In dem Ausschnitt einer Abwicklung der Fig. 4 des ersten
Halteteiles 10 kann man den Zugang 13 zu der Führungsbahn 12 mit
seinen Halteflächen 15 erkennen. Als Sicherung ist in dieser Aus
führung eine Rastnoppe 16 im Bereich der Führungsbahn 12
vorgesehen.
In Fig. 5 ist eine blockierbare Gasfeder 1 dargestellt, bei der
ebenfalls die zweite Verbindungseinheit 6 des Schnellmontagean
schlusses 2 nicht detailliert gezeigt wird.
Dieses Ausführungsbeispiel einer ersten Verbindungseinheit 5 besteht
aus einem ersten Halteteil 10, das eine Bohrung 17 mit dem Durch
messer D zur Aufnahme eines zweiten Halteteiles 11 besitzt. Die
Bohrung 17 weist einen Schlitz 18 auf, dessen Breite mindestens so
groß ist, wie der Durchmesser des Übertragungsbolzens 7.
In Fig. 6 wird die Vorderansicht des Schnellmontageanschlusses 2
ohne Übertragungsbolzen 7 und zweitem Halteteil 11 gezeigt. Die
sehr schmale Bauweise erlaubt eine Anwendung des Schnellmontagean
schlusses 2 selbst bei kleinsten Bauräumen.
Fig. 7 beschreibt das zweite Halteteil 11, das im wesentlichen aus
einem zylindrischen Grundkörper 19 besteht, der eine geschlitzte
Aufnahme 20 mit dem Durchmesser d für den Übertragungsbolzen 7 be
sitzt. Die Aufnahme 20 für den Übertragungsbolzen 7 ist exzentrisch
zum zylindrischen Grundkörper 19 angeordnet. Man erreicht bei
gleichen Durchmesserverhältnissen eine größere Wandstärke im Bereich
der Führungsfläche 21 für den Übertragungsbolzen 7. In diesem Aus
führungsbeispiel besitzt der zylindrische Grundkörper 19 Werkzeug
flächen 22, die Bestandteil von einer axialen Führungsfläche 23
sind, die insbesondere bei Schiefstand des Übertragungsbolzens 7
die Funktionssicherheit der Verbindungseinheit 5 gewährleisten.
Die Fig. 8a-d verdeutlichen die Montage der ersten Verbindungs
einheit 5. Das zweite Halteteil 11 wird in Richtung der Gasfeder
längsachse montiert. Mittels einer Drehbewegung wird das zweite
Halteteil 11 durch den Schlitz 18 in die Bohrung 17 eingeführt. Der
Außendurchmesser D des zweiten Halteteiles 11 stellt die Führungs
flächen 24 in Wirkverbindung mit der Bohrung 17 des ersten Halte
teiles 10. Nach einer Drehbewegung sind die beiden Schlitze der
Halteteile 10, 11 zur Deckung gebracht und der Übertragungsbolzen 7
kann in Richtung der Gasfederlängsachse montiert werden (Fig. 8c).
Danach wird durch eine Drehbewegung um 180° die erste Verbindungs
einheit 5 geschlossen. Die ersten 180° der Schließbewegung können
bei einer Anwendung der Gasfeder 1 innerhalb einer Stuhlsäule außer
halb dieser durchgeführt werden. In der geschlossenen Stellung über
nimmt ein Umfangsbereich der Bohrung 17 Führungsfunktion gegenüber
dem zweiten Halteteil 11 und ein anderer Haltefunktion gegenüber
dem Übertragungsbolzen 7.
Wie schon bei der ersten Ausführungsvariante, ist auch bei dieser
Verbindungseinheit 5 eine Sicherung vorgesehen. Fig. 9 zeigt eine
Möglichkeit, bei der das erste Halteteil 10 im vorderen Abschnitt
einen Schlitz 25 aufweist, so daß eine Lasche 26 entsteht, die mit
dem zweiten Halteteil 11 eine formschlüssige Verbindung bildet.
Alternativ wäre eine Sicherung in Form einer Klammer 27 möglich,
die Warzen 28 besitzt, die wiederum mit Mulden 29 des ersten Halte
teiles 10 zusammenwirken. Fig. 10 zeigt eine entsprechende Ausfüh
rung.
In Fig. 11 ist die Klammer 27 als Einzelteil dargestellt. An den
parallelen Innenseiten sind Kontaktflächen 30a für das zweite Halte
teil 11 angebracht. An den Rückseite sind die Werkzeugflächen 22
angebracht.
Die Fig. 12a und 12b verdeutlichen die spezielle Ausbildung des
zweiten Halteteiles 11 bei Verwendung einer Klammer 27. Am Außen
durchmesser des zylindrischen Grundkörpers 19 ist eine Nut 31 einge
arbeitet, die zwei parallele Kontaktflächen 30b für die Klammer 27
besitzt. Die Klammer 27 wird in die Nut 31 vormontiert und führt
die gesamte Schließbewegung mit aus.
Beide Ausführungen zeichnen sich durch ihre einfachen Aufbau aus,
wobei die Montagerichtung des gesamten Schnellmontageanschlusses 2
immer mit der Längsachse des Aggregats übereinstimmt.
Die Fig. 13 umfaßt ausschließlich die zweite Verbindungseinheit 6
zwischen dem Schnellmontageanschluß 2 und einem nicht dargestellten
Kolben-Zylinder-Aggregat. Für die erste Verbindungseinheit 5 kommen
die beiden beschriebenen Ausführungsformen in Frage, aber auch an
dere bekannte Lösungen können mit dieser Verbindungseinheit 6 kom
biniert werden.
Die zweite Verbindungseinheit 6 besteht im wesentlichen aus einem
Formbolzen 32 und einer Rastvorrichtung 33, die zusammen eine wie
derverschließbare Steckverbindung bilden. Die Rastvorrichtung 33
besitzt einen quer zur Längsachse des Schnellmontageanschlusses 2
beweglichen Querriegel 34, der innerhalb des Schnellmontageanschlus
ses 2 eingebördelt ist. Eine Druckfeder 35, die sich am Gehäuse
des Schnellmontageanschlusses 2 abstützt, verspannt den Quer
riegel 34. Der Querriegels 34 besitzt eine Innenkontur, die aus
einer Anlaufschräge 36 und einer Klinke 37 besteht.
Der Formbolzen 32 wiederum enthält eine Montageschräge 38, vorzugs
weise zu einem Konus ausgebildet, die der Anlaufschräge 36 im Quer
riegel 34 angepaßt ist. In axialer Richtung schließt sich der Mon
tageschräge 38 eine Rastnut 39 an, die der Klinke 37 in
Länge und Breite des Querriegels 34 entspricht.
Bei der Montage der Steckverbindung zwischen dem Formbolzen 32 und
dem Querriegel 34 kommen in der ersten Phase die beiden Schräg
flächen 36, 38 zur Anlage. Mit zunehmender Einschublänge des Form
bolzens 32 wird der Querriegel 34 gegen die Federkraft der Druck
feder 35 verschoben, bis die Klinke 37 des Querriegels 34 in die
Rastnut 39 des Formbolzens 32 einrasten kann. In umgekehrter Weise
kann durch Niederdrücken des Querriegels 34 die Steckverbindung
ohne Werkzeug gelöst werden.
In dieser Ausführungsform weisen der Querriegel 34 sowie der Form
bolzen 32 eine Bohrung 40a/b für einen Auslösestößel 41 zur Kraft
übertragung auf ein schaltbares Ventil innerhalb des Kolben-Zylin
der-Aggregates 1.
Die Fig. 14 zeigt noch Ansichten des Schnellmontageanschlusses 2
mit einem einfachen Auge als erste Verbindungseinheit 5.
Fig. 15 zeigt eine Ausführung einer zweiten Verbindungseinheit 6,
bei der der Formbolzen 32 Bestandteil einer ersten Verbindungsein
heit 5 ist.
Die Fig. 16a-d verdeutlichen die vielfältigen Kombinationsmög
lichkeiten, die sich mit der Steckverbindung innerhalb eines Schnell
montageanschlusses 2 ergeben.
Claims (21)
1. Kolben-Zylinder-Aggregat, insbesondere eine Gasfeder, umfassend einen
Druckzylinder, in dem eine Kolbenstange axial verschiebbar angeordnet ist,
Schnellmontageanschlüsse an der Kolbenstange und dem Druckzylinder,
wobei die Schnellmontageanschlüsse Halteflächen für einen quer zur Gas
federlängsachse verlaufenden Übertragungsbolzen besitzt und der
Schnellmontageanschluß aus zwei Verbindungseinheiten besteht, wobei
eine erste Verbindungseinheit zwischen einem Anwendungsgerät und dem
Schnellmontageanschluß und eine zweite zwischen dem Kolbenzylinder-
Aggregat und dem Schnellmontageanschluß angeordnet ist, wobei beide
Verbindungseinheiten wiederverschließbare Verbindungseinheiten darstel
len, die eine gemeinsame Montagerichtung besitzen, dad. gek., daß die
erste Verbindungseinheit (5) aus einem ersten und einem zweiten Halte
teil (10, 11) besteht, die über Führungsflächen (14) miteinander verbunden
sind, die jeweils aus einer Kreisringfläche bestehen, die die Mantelfläche
des zweiten Halteteiles (11) begrenzen, wobei beide Halteteile (10, 11)
jeweils mindestens eine Haltefläche (15) für den Übertragungsbolzen (7)
besitzen, wobei der Übertragungsbolzen (7) bei geöffneten Schnellmonta
geanschluß (2) in Richtung der Gasfeder (1) montiert wird, wobei der
Schnellmontageanschluß (2) durch eine definierte Drehbewegung bezüglich
der Mittelachsen der Führungsflächen (14) in eine Schließposition überge
führt wird, wobei das erste Halteteil (10) zwei Führungsbahnen (12) be
sitzt, die einen Zugang (13) für den Übertragungsbolzen (7) besitzen und
deren Ende die Halteflächen (15) für den Übertragungsbolzen (7) darstel
len.
2. Kolben-Zylinder-Aggregat nach den Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite
Halteteil (11) als ein zylindrischer Körper ausgeführt ist, wobei die Mantel
fläche zwei bezüglich der Rotationsachse symmetrisch angeordnete von
einem Rand der Mantelfläche ausgehende Schlitze (13) besitzt, deren Brei
te mindestens dem Durchmesser des Übertragungsbolzens (7) entspre
chen.
3. Kolben-Zylinder-Aggregat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der geöffne
ten Stellung des Schnellmontageanschlusses (2) die Zugänge (13a) des er
sten Halteteiles (10) und die Schlitze (13) des zweiten Halteteiles (11) zur
Überdeckung gebracht sind.
4. Kolben-Zylinder-Aggregat nach den Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitte
lachse der Führungsflächen (14) deckungsgleich ist mit der Gasfederlängs
achse.
5. Kolben-Zylinder-Aggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Halteteil (10, 11) eine Sicherung für den Übertragungsbolzen (7)
besitzt.
6. Kolben-Zylinder-Aggregat nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der
Halteflächen (15) des ersten Halteteiles (10) Sicherungsrasten (16) vorge
sehen sind.
7. Kolben-Zylinder-Aggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Übertra
gungsbolzen (7) einen zylindrischen Querschnitt besitzt.
8. Kolben-Zylinder-Aggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Halteteile (10, 11) mit einem spanlosen Bearbeitungsver
fahren hergestellt sind.
9. Kolben-Zylinder-Aggregat nach dem Oberbegriff von Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das erste Halteteil (10) eine Bohrung (17) zur Aufnahme
des zweiten Halteteiles (11) besitzt mit einem Durchmesser D, der größer
ist, als der Durchmesser d des Übertragungsbolzens (7), wobei die Boh
rung (17) einen Schlitz (18) aufweist, dessen Breite größer/gleich dem
Durchmesser d des Übertragungsbolzens (7) ist, wobei das zweite Halte
teil (11), das im wesentlichen aus einem zylindrischen Grundkörper (19)
und für den Übertragungsbolzen (7) aus einer Aufnahme (20) besteht, die
eine seitliche Öffnung besitzt, deren Breite mindestens so groß ist, wie der
Durchmesser d des Übertragungsbolzens (7), dessen Außendurchmesser D
nahezu identisch ist mit der Bohrung (17) des ersten Halteteils (10), wobei
die Mantelfläche der Bohrung (17) des ersten Halteteils (10) und der Au
ßendurchmesser D des Grundkörpers (19) des zweiten Halteteiles (11) die
zur Betätigungsbewegung nötigen Führungsflächen darstellen und die Ro
tationsachse des zweiten Halteelementes (11) winkelig zur Dämpferlängs
achse angeordnet ist.
10. Kolben-Zylinder-Aggregat nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnah
me (20) exzentrisch zum zylindrischen Grundkörper (19) angeordnet ist.
11. Kolben-Zylinder-Aggregat nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufnahme (20) eine seitliche Öffnung besitzt, deren Breite minde
stens so groß ist, wie der Durchmesser d des Übertragungsbolzens (7).
12. Kolben-Zylinder-Aggregat nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß der Grundkörper (19) mindestens eine Werkzeugfläche (22) enthält.
13. Kolben-Zylinder-Aggregat nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß der Grundkörper (19) mindestens eine axiale Führungsfläche (23) be
sitzt.
14. Kolben-Zylinder-Aggregat nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem
ersten Halteteil (10) und dem zweiten Halteteil (11) eine Verdrehsicherung
angeordnet ist.
15. Kolben-Zylinder-Aggregat nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdrehsi
cherung aus eines Anschlages (26) besteht, der Bestandteil eines Haltetei
les (10) ist.
16. Kolben-Zylinder-Aggregat nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdrehsi
cherung aus einer Klammer (27) besteht, die einerseits formschlüssig mit
dem ersten Halteteil (10) verrastet und andererseits kraftübertragende
Kontaktflächen (30a) mit dem zweiten Halteelement (11) besitzt.
17. Kolben-Zylinder-Aggregat nach den Ansprüchen 9, 14 und 16, dadurch gekennzeichnet,
daß die Werkzeugflächen (22) des zweiten Halteelementes (11) in den den
Kontaktflächen (30a) abgewandten Flächen der Verdrehsicherung enthal
ten sind.
18. Kolben-Zylinder-Aggregat, insbesondere eine Gasfeder, umfassend einen
Druckzylinder, in dem eine Kolbenstange axial verschiebbar angeordnet ist,
Schnellmontageanschlüsse an der Kolbenstange und dem Druckzylinder,
wobei die Schnellmontageanschlüsse Halteflächen für einen quer zur Gas
federlängsachse verlaufenden Übertragungsbolzen besitzt und der
Schnellmontageanschluß aus zwei Verbindungseinheiten besteht, wobei
eine erste Verbindungseinheit zwischen einem Anwendungsgerät und dem
Schnellmontageanschluß und eine zweite zwischen dem Kolbenzylinder-
Aggregat und dem Schnellmontageanschluß angeordnet ist, wobei beide
Verbindungseinheiten wiederverschließbare Verbindungseinheiten darstel
len, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Verbindungseinheit (6) einerseits aus einem
Formbolzen (32) und andererseits aus einer Rastvorrichtung (33) besteht,
wobei die zweite Verbindungseinheit (6) eine wiederverschließbare Steck
verbindung bildet und die Rastvorrichtung (33) einen federbelasteten Quer
riegel (34) besitzt.
19. Kolben-Zylinder-Aggregat nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Querrie
gel (34) eine Anlaufschräge (36) aufweist, die während des Schließvor
ganges des Schnellmontageanschlusses (2) mit einer Montageschräge (38)
des Formbolzens (32) zur Anlage kommt, so daß sich während der weite
ren Schließbewegung der Querriegel (34) relativ zum Formbolzen (32) be
wegt.
20. Kolben-Zylinder-Aggregat nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Formbol
zen (32) eine Rastnut (39) besitzt, in die in der geschlossen Steckverbin
dung zwischen der Einheit und dem Formbolzen eine Klinke (37) innerhalb
des Querriegels eingreift.
21. Kolben-Zylinder-Aggregat nach den Ansprüchen 1, 9 oder 18, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schnellmontageanschluß (2) eine Aufnahme für eine Auslö
sevorrichtung zur Betätigung des Auslösestößels (41) besitzt, über den ein
Strömungsventil innerhalb es Druckzylinders verstellbar ist.
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| DE19914139940 DE4139940C2 (de) | 1991-12-04 | 1991-12-04 | Schnellmontageanschluß für ein Kolben-Zylinder-Aggregat |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE10304613A1 (de) * | 2003-02-05 | 2004-08-19 | Continental Aktiengesellschaft | Rollbalg-Luftfeder mit Gelenk |
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- 1991-12-04 DE DE19914139940 patent/DE4139940C2/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4139940A1 (de) | 1993-06-09 |
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