DE4136475C2 - Verfahren zur Beeinflussung der Regelungseigenschaften eines überlagerten Drehzahl- oder Drehmomentregelkreises eines Gleichstrommmotors mit Stromrichterspeisung in GO-Schaltung im Bereich kleiner Drehmomente und mit Drehmomentreversierung - Google Patents
Verfahren zur Beeinflussung der Regelungseigenschaften eines überlagerten Drehzahl- oder Drehmomentregelkreises eines Gleichstrommmotors mit Stromrichterspeisung in GO-Schaltung im Bereich kleiner Drehmomente und mit DrehmomentreversierungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Beeinflussung
der Regelungseigenschaften eines überlagerten Drehzahl- oder Drehmomentregelkreises
eines Gleichstrommotors mit einem Regelkreis für den magnetischen Fluß oder, im
Ablösebereich, für die elektromotorische Kraft (EMK), der über einen unterlagerten
Ankerstromregelkreis von Stromrichtern in kreisstromfreier Schaltung
(GO) gespeist und mit kleinen Drehmomenten beaufschlagt wird und dessen
Drehmomentrichtung umkehrbar ist.
In Drehzahl- oder Drehmomentregelkreisen mit Gleichstrommotoren werden
in der Regel Stromrichter mit kreisstromfreier GO-Schaltung eingesetzt.
Sie sind wesentlich kostengünstiger als kreisstrombehaftete
Stromrichter. Die kreisstromfreie GO-Schaltung besitzt zwei
Stromrichtergruppen, die zueinander antiparallel geschaltet sind. Jede
Stromrichtergruppe ist für eine Stromrichtung und im Zusammenhang damit
eine Drehmomentrichtung des Gleichstrommotors zuständig. Die Wahl der
jeweiligen Stromrichtergruppe geschieht durch eine Umschaltlogik, die
aus der Regelabweichung die Stromsollwertrichtung feststellt. Eine
Drehzahlregelschaltung für einen fremderregten Gleichstrommotor mit
kreisstromfreier GO-Schaltung ist z. B. aus dem Firmenprospekt
"Midisemi, Maxisemi" der AEG Aktiengesellschaft bekannt.
Die Ansprechschwelle der Umschaltlogik liegt z. B. bei etwa 5% des
Nennstroms des Stromrichters. Dies führt dazu, daß der Strom nicht
stoßfrei auf eine andere Stromrichtung umgeschaltet wird und innerhalb
des jeweiligen Regelkreises Totzeiten auftreten. Bei sehr kleinen
Stromsollwerten werden Totzeiten besonders groß und stören die
Stromregelung. Dies wirkt sich auf die überlagerten Regelungen ungünstig
aus.
Bekannt ist auch eine Schaltung zur Drehzahlregelung eines fremderregten
Gleichstromnebenschlußmotors mit einem in Abhängigkeit von der Drehzahl
oder einer der Drehzahl proportionalen Größe steuerbaren Verstärkers,
mit dem ein gleichmäßiges regeldynamisches Verhalten im gesamten
Feldschwächebereich erzielt wird (DD 234 777 A3).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei kleinen Drehmomenten und
beim Umschalten der Stromrichtung in den kreisstromfreien Stromrichtern
ungünstige Auswirkungen auf die Regelung der überlagerten Regelkreise
mit Gleichstrommotoren zu vermeiden, bzw. stark abzuschwächen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der magnetische
Fluß des Gleichstrommotors bei niedrigen Ankerströmen, die wenigstens
im Bereich bis zur Höhe einer für die Umschaltung der Ankerstromrichtung
notwendigen Ansprechschwelle liegen, reduziert wird, und daß trotz der
Reduzierung des Flusses die Kreisverstärkung im überlagerten Drehzahl- oder Drehmomentregelkreis
auf gleichem Wert gehalten wird. Das hat zur Folge, daß das Drehmoment
gegenüber dem Strom flußproportional abnimmt und bei der unverändert
fest eingestellten Stromumschaltschwelle von z. B. 5% entsprechend
kleinere Luftspaltmomente erzeugt und kommutiert werden, wobei die
überlagerte Regelung (Drehzahl- oder Drehmomentregelung) nur geringfügig
oder gar nicht gestört wird.
Die verursachte Reduzierung des magnetischen Flusses bewirkt
gleichzeitig in dem überlagerten Regelkreis (Drehzahl- oder
Drehmomentregelkreis) eine Absenkung der Regelkreisverstärkung.
Diese Reduzierung wird erfindungsgemäß kompensiert, indem der
magnetische Fluß ab einer einstellbaren Ansprechschwelle ankerstromabhängig
reduziert wird und die Kreisverstärkung umgekehrt proportional zum
magnetischen Fluß beeinflußt wird.
Bei einem Verfahren zur Beeinflussung der Regelungseigenschaften eines
Regelkreise für den magnetischen Fluß oder im
Ablösebereich für die elektromotorische Kraft (EMK) eines Gleichstrommotors mit einem
überlagerten Drehzahlregelkreis, der über einen unterlagerten
Ankerstromregelkreis von Stromrichtern in kreisstromfreier Schaltung
gespeist und mit kleinen Drehmomenten beaufschlagt wird und dessen
Drehmomentrichtung umkehrbar ist, wird die Aufgabe erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß der Sollwert des Regelkreises für den magnetischen
Fluß oder die elektromotorische Kraft (EMK) bei niedrigen Ankerströmen,
die wenigstens im Bereich bis zur Höhe einer für die Umschaltung der
Ankerstromrichtung notwendigen Ansprechschwelle liegen, auf einen
Bruchteil des Nennwertes zurücknehmbar ist, daß in dem Regelkreis
für den magnetischen Fluß oder die elektromotorische Kraft (EMK) zur
Kompensation des Abfalles der Regelkreisverstärkung durch den Betrag der
Drehzahl des Gleichstrommotors dividiert wird und daß diese Division
als Multiplikation in der Rückführung eines Regelverstärkers des Regelkreises für den
magnetischen Fluß oder die elektromotorische Kraft (EMK) durchgeführt
wird.
Im Ankerstellbereich wird der magnetische Fluß und im Feldstellbereich
die EMK des Gleichstrommotors geregelt (Ablöseregelung).
Aus dem magnetischen Fluß wird mit Hilfe eines Kennliniengliedes "Ie = f
(magn. Fluß)" der Erregerstrom des Gleichstrommotors gebildet.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in einer Prinzipskizze
dargestellten Ausführungsbeispiels näher beschrieben, aus dem sich
weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile ergeben.
Die Prinzipskizze zeigt ein Blockschaltbild eines Drehzahlregelkreises
mit einem Gleichstrommotor als Stellglied des Regelkreises. Ein
Drehzahlregelkreis 1 enthält den fremderregte Gleichstrommotor 12,
dessen Welle eine nicht dargestellte Last antreibt.
Bei der Last handelt es sich vorzugsweise um ein Maschinenteil, z. B.
ein Getriebe, oder um ein anderes Aggregat, das belastet werden soll,
indem Betriebszustände simuliert werden. Der Gleichstrommotor 12
weist eine Feldwicklung 11 auf, die Bestandteil eines Regelkreises 2 für
den magnetischen Fluß oder die elektromotorische Kraft, im folgenden
EMK genannt, des Gleichstrommotors 12 ist. Mit der Welle des
Gleichstrommotors 12 ist eine Tachomaschine 13 verbunden.
Mit einem Sollwerteinstellglied, insbesondere einem
Sollwertpotentiometer 21, wird der Drehzahlsollwert vorgegeben und einem
Sollwertintegrator 22 zugeführt, dem eine Summierstelle 23
nachgeschaltet ist, an die auch der Ausgang der Tachomaschine 13 und der
Ausgang eines Multiplizierers 25 gelegt sind. Die in der Summierstelle 23
gebildete Regelabweichung beaufschlagt einen Regelverstärker 24, der an
einen Anpaßverstärker 26 angeschlossen ist.
In der Rückführung des Regelverstärkers 24 liegt der Multiplizierer 25,
der das Rückführungssignal mit dem magnetischen Fluß multipliziert und
auf diese Weise die durch die Änderung des magnetischen Flusses
verursachte Änderung der Regelkreisverstärkung im äußeren Regelkreis
wieder ausgleicht.
Mit dem Ausgang des Anpaßverstärkers 26 ist ein unterlagerter
Stromregelkreis 3 für den Ankerstrom des Gleichstrommotors verbunden.
Der Ankerstromregelkreis 3 enthält eine Summierstelle 27 und eine Umschaltlogik
4, die vom Ausgangssignal des Anpaßverstärkers 26 beaufschlagt werden.
Der Summierstelle 27 wird das Stromistwertsignal und ein
Stromsollwertsignal zugeführt. Diese Größen können Beträge sein (nicht
dargestellt). Ferner ist ein kreisstromfreier Stromrichter 28 in GO-
Schaltung nachgeschaltet. Der Stromrichter 28 weist zwei
Stromrichtergruppen 28a, 28b auf. Jede Stromrichtergruppe ist für eine
andere Stromrichtung zuständig. Die Ansteuerung der einen oder anderen
Stromrichtergruppe 28a, 28b erfolgt in Abhängigkeit von der
Stromsollwertrichtung über die Umschaltlogik 4. Der Stromrichter 28 ist
eingangsseitig an das Drehstromnetz und ausgangsseitig über eine
Stromistwerterfassung 16 mit dem Anker des Gleichstrommotors 12
verbunden.
Der Regelkreis 2 für den magnetischen Fluß oder die EMK enthält einen
unterlagerten Feldstromregelkreis 5 mit einem Stromrichter 10, der
eingangsseitig vom Netz gespeist wird und ausgangsseitig über eine
Stromistwerterfassung 6 an die Feldwicklung 11 angeschlossen ist.
Stromistwert und Stromsollwert sind vorzugsweise als Beträge (nicht
dargestellt) ausgebildet.
Die Stromistwerterfassung 6 ist mit einer Summierstelle 7 verbunden,
die weiterhin von dem dem Kennlinienglied 9.1 entnommenen Erregerstrom
beaufschlagt ist. Ein Sollwertpotentiometer 40 für die Einstellung des
Nennwertes des magnetischen Flusses bzw. der EMK ist mit einer
Summierstelle 41 verbunden, der ein Summierverstärker 42 nachgeschaltet
ist. Der Summierverstärker 42 ist ausgangsseitig mit einer Summierstelle
43 verbunden, der ein Regelverstärker 9 nachgeschaltet ist.
Im Rückkoppelzweig des Regelverstärkers 9 ist ein Multiplizierer 8
angeordnet, der im Feldstellbereich des Gleichstrommotors 12 die von der
Drehzahl verursachte Verstärkungsänderung wieder aufhebt, indem er den
Rückführwert des Regelverstärkers 9 mit dem Drehzahlwert im
Feldstellbereich multipliziert. Der reale Drehzahlwert wird von dem
Betragsbildner 37 geliefert.
Aus dem Ankerspannungsistwert XUA und dem Stromistwert IA wird mit einer
Summierstelle 17 und einem nachgeschalteten Betragsbildner 44 der Betrag
des EMK-Istwerts XE gebildet und der Summierstelle 43 zugeführt.
Ein Sollwerteinsteller 14 für eine ankerstromabhängige EMK-Absenkung ist
an eine Summierstelle 15 gelegt, die mit einem Betragsbildner 18
verbunden ist, der an die Stromistwerterfassung 16 angeschlossen ist.
Der Summierstelle 15 ist ein Summier- und Begrenzungsverstärker 45
nachgeschaltet, der ausgangsseitig die Summierstelle 41 speist.
Die Figur zeigt einen Drehzahlregelkreis 1. An dessen Stelle könnte auch
ein Drehmomentregelkreis vorhanden sein, wobei der Istwert der
Regelgröße von einem Drehmomentsensor erzeugt werden müßte.
Wenn bei einer GO-Schaltung des Stromrichters 28 der Stromsollwert WIA
abklingt, durch Null geht und mit umgekehrter Polarität wieder ansteigt,
kann der Stromistwert dieser Signaländerung beim Nulldurchgang nicht
sofort folgen. Der Strom in der stromführenden Stromrichtergruppe, z. B.
28a, muß zuvor abklingen und diese Stromrichtergruppe muß gesperrt
werden. Dann wird von der Umschaltlogik 4 beim Überschreiten der
Stromschwelle von ca. 5% des Stromnennwertes in der neuen Stromrichtung
die zweite Stromrichtergruppe, z. B. 28b, freigegeben und sie kann den
Strom führen. Innerhalb der dazu erforderlichen Umschaltzeit (Totzeit)
kann eine Stromregelabweichung auftreten, die bei der Freigabe der
zweiten Stromrichtergruppe, z. B. 28b, zu einem Einschwingvorgang mit
Strom- und Drehmomentenstörungen führen kann. Bei kleinen
Stromsollwerten kann die Zeit (Totzeit) bis zum Erreichen des
Stromschwellwertes relativ groß werden und die Drehzahl- bzw.
Drehmomentregelung bei kleiner Last erheblich stören.
Normalerweise werden stromrichtergespeiste Gleichstrommotoren im unteren
Drehzahlbereich konstant mit Nennfluß erregt. Das innere Drehmoment des
Gleichstrommotors ist dann proportional IA.
1) Mi = IA × ΦN.
Im Ansprechpunkt der Umschaltlogik bei z. B. IA = 5% des Nennstroms ist
das innere Drehmoment dann ebenfalls 5% des Nennmoments.
Hierin sind mit Mi das innere Moment, mit IA der Ankerstrom, mit Φ der
magnetische Fluß und mit N der Nennwert bezeichnet.
Wird der magnetische Fluß im Feld des Gleichstrommotors bei kleinen
Ankerströmen im Bereich der Umschaltschwelle z. B. auf 0,2 × Φ
reduziert, geht auch das für die überlagerten Regelungen maßgebende
innere Drehmoment des Gleichstrommotors entsprechend stark zurück, so daß bei
der Strom-Umschaltschwelle von 5% nur ein inneres Drehmoment von z. B.
2) Mi = 0,05 × IAN × 0,2 × ΦN = 0,01 × MiN
ansteht.
Durch die Schwächung des magnetischen Flusses wird gleichzeitig die
Regelkreisverstärkung des äußeren Regelkreises entsprechend
zurückgenommen.
Wenn der Gleichstrommotor im oberen Drehzahlbereich mit konstanter Leistung
gefahren werden soll, wird eine Ankerspannungs- oder EMK-Regelung
vorgesehen. Dadurch wird dort ebenfalls eine Schwächung des magnetischen
Flusses vorgenommen, der die gleiche, schwächende Wirkung auf die
Regelkreisverstärkung des äußeren Regelkreises hat. Der Abfall der
Regelkreisverstärkung ist in beiden Fällen regelungstechnisch ungünstig
und wird mit der oben beschriebenen Schaltung kompensiert.
Beim Betrieb des Gleichstrommotors im Feldstellbereich (Bereich bei konstanter
Leistung) wird die EMK konstant gehalten. D. h. der magnetische Fluß
ist umgekehrt proportional der Drehzahl.
Die in der Zeichnung dargestellte Schaltungsanordnung erlaubt einen
einwandfreien Betrieb im Bereich kleiner Drehmomente und bei
Drehmomentreversierungen ohne große Drehmomentstöße unter Beibehaltung
einer gleichbleibend guten Regeldynamik im gesamten Arbeitsbereich des
Gleichstrommotors 12.
Die oben beschriebene Schaltungsanordnung arbeitet wie folgt:
Um störende Totzeiten und Drehmomentstöße im Bereich der Ansprechschwelle der Umschaltlogik 4 zu vermeiden, wird der EMK-Sollwert ankerstromabhängig auf folgende Weise zurückgenommen.
Um störende Totzeiten und Drehmomentstöße im Bereich der Ansprechschwelle der Umschaltlogik 4 zu vermeiden, wird der EMK-Sollwert ankerstromabhängig auf folgende Weise zurückgenommen.
Der EMK-Sollwert WE soll z. B. im Bereich von 10 bis 0% Ankernennstrom
linear von 100 auf 20% des Nennwertes zurückgenommen werden. Am
Sollwertpotentiometer 14 ist der Wert 10% IAN einzustellen. Beim
Ankernennstrom < 10% überwiegt der Betrag des Ankerstromes IA und der
Verstärker 45 wird an den Anschlag 0% gelegt. Wird IA < 10% überwiegt
der Wert vom Sollwertpotentiometer 14 und subtrahiert in der
Summierstelle 41 einen Wert vom Nennwert des magnetischen Flusses bzw.
der EMK. Die zu subtrahierende Größe wird so bewertet, daß sie bei IA
= 0, 80% beträgt. Am Sollwerteinsteller 40 ist der Nennwert WEN = 100%
eingestellt. Ist der Ankerstrom IA = Φ werden 80% subtrahiert, so
daß WE hinter dem Verstärker 42 20% beträgt.
Bei kleinen Drehzahlen, d. h. im Ankerstellbereich des
Gleichstrommotors 12 läuft der Regelverstärker 9 an seinen Anschlag und
begrenzt damit den magnetischen Fluß. Damit die ankerstromabhängige
Rücknahme des magnetischen Flusses auch im Ankerstellbereich des
Gleichstrommotors 12 funktionieren kann, wird die EMK-Grenze mit dem
Sollwert WE mitgeführt (Regelung des magnetischen Flusses).
Wirkungsweise der Kompensation der drehzahlabhängigen
Verstärkungsänderung im Regelkreis 2.
Die in Formel
3) EMK = k × Φ × n
erkennbare Beeinflussung durch die
Drehzahl n kann im Regelkreis 2 durch eine Division durch n
kompensiert werden. Das geschieht in der Prinzipskizze
durch eine Multiplikation mit n-Betrag in der Reglerrückführung des
Regelverstärkers 9.
Wirkungsweise der Kompensation der Φ-abhängigen Änderung des inneren
Drehmoments des Gleichstrommotors 12.
Es gilt die Beziehung
4) Mi = IA × Φ.
Die erkennbare Abhängigkeit des inneren Drehmomentes von Φ kann durch
eine Division mit Φ innerhalb des äußeren Regelkreises kompensiert
werden.
Im äußeren Regelkreis geschieht das durch eine Multiplikation mit Φ
mit dem Multiplizierer 25 in der Rückführung des Regelverstärkers 24.
Durch die oben beschriebene Anordnung wird die Regelung von z. B.
drehzahl- oder drehmomentgeregelten Gleichstrommotoren im Betrieb mit
kleinen Ankerströmen und beim Drehrichtungswechsel im Anker und
Feldstellbereich verbessert.
Claims (9)
1. Verfahren zur Beeinflussung der Regelungseigenschaften eines
überlagerter Drehzahl- oder Drehmomentregelkreises eines Gleichstrommotors mit einem
Regelkreis für den magnetischen Fluß oder, im Ablösebereich, für
die elektromotorische Kraft (EMK), der über einen unterlagerten
Ankerstromregelkreis von Stromrichtern in kreisstromfreier Schaltung
gespeist und mit kleinen Drehmomenten beaufschlagt wird und dessen
Drehmomentrichtung umkehrbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der magnetische Fluß des Gleichstrommotors (12)
bei niedrigen Ankerströmen, die wenigstens im Bereich bis zur Höhe
einer für die Umschaltung der Stromrichtung notwendigen
Ansprechschwelle liegen, reduziert wird und daß trotz der
Reduzierung des Flusses die Kreisverstärkung im überlagerten
Drehzahl- oder Drehmomentregelkreis auf gleichem Wert gehalten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der magnetische Fluß ab einer einstellbaren Ansprechschwelle
ankerstromabhängig reduziert wird und daß die Kreisverstärkung
umgekehrt proportional zum Fluß beeinflußt wird.
3. Verfahren zur Beeinflussung der Regelungseigenschaften eines
Regelkreises für den magnetischen Fluß oder, im
Ablösebereich, für die elektromotorische Kraft (EMK) eines
Gleichstrommotors mit einem überlagerten Drehzahlregelkreis, der
über einen unterlagerten Ankerstromregelkreis von Stromrichtern in kreisstromfreier
Schaltung gespeist und mit kleinen Drehmomenten beaufschlagt wird
und dessen Drehmomentrichtung umkehrbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Sollwert des Regelkreises (2) für den magnetischen Fluß
oder die elektromotorische Kraft (EMK) bei niedrigen Ankerströmen,
die wenigstens im Bereich bis zur Höhe einer für die Umschaltung der
Ankerstromrichtung notwendigen Ansprechschwelle liegen, auf einen
Bruchteil seines Nennwertes zurücknehmbar ist, daß in dem
Regelkreis (2) für den magnetischen Fluß oder die elektromotorische
Kraft (EMK) zur Kompensation des Abfalles der Regelkreisverstärkung
durch den Betrag der Drehzahl des Gleichstrommotors (12) dividiert wird
und daß diese Division als Multiplikation in der Rückführung eines
Regelverstärkers (9) des Regelkreises (2) für den magnetischen Fluß
oder die elektromotorische Kraft (EMK) durchgeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Regelkreis (2) für den magnetischen Fluß oder die
elektromotorische Kraft (EMK) des Gleichstrommotors (12) im
Feldstellbetrieb bei einer Drehzahländerung die Kreisverstärkung
umgekehrt proportional zur Drehzahländerung auf gleichbleibendem
oder ungefähr gleichbleibendem Wert gehalten wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine dem Ankerstrom entsprechende Größe über einen
Betragsbildner (18) einer Summierstelle (15) zugeführt wird, an der
ein die obere Grenze des Bereichs festlegender Wert subtrahiert
wird, und daß die Differenz einen nur negative Werte ausgebenden
Verstärker (45) beaufschlagt, dem eine vom Sollwert für die
elektromotorische Kraft (EMK) beaufschlagte Summierstelle (41)
nachgeschaltet ist, die über einen Summierverstärker (42) mit einer
Summierstelle (43), der ein Regelverstärker (9) nachgeschaltet ist,
verbunden ist.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine der Drehzahl des Gleichstrommotors (12) entsprechende
Größe einen Betragsbildner (37) beaufschlagt, der mit einem Eingang
eines Multiplizierers (8) verbunden ist, der im Rückkopplungszweig
des Regelverstärkers (9) im Regelkreis (2) für den magnetischen
Fluß oder die elektromotorische Kraft (EMK) angeordnet ist.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Regelkreis (1) für die Drehzahl des Gleichstrommotors
(12) einen Regelverstärker (24) für die Drehzahlregelabweichung mit
einem Multiplizierer (25) in seinem Rückkopplungszweig enthält,
dessen eine Eingangsgröße dem magnetischen Fluß des
Gleichstrommotors (12) proportional ist.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Multiplizierer (25) an einem Eingang mit dem Ausgang des
Regelverstärkers (9) im Regelkreis (2) für den magnetischen Fluß
oder die elektromotorische Kraft (EMK) verbunden ist.
9. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Erzeugung des erforderlichen magnetischen Flusses ein
Kennlinienglied (9.1) im Regelkreis (2) für den magnetischen Fluß
oder die elektromotorische Kraft (EMK) enthalten ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4136475A DE4136475C2 (de) | 1991-11-06 | 1991-11-06 | Verfahren zur Beeinflussung der Regelungseigenschaften eines überlagerten Drehzahl- oder Drehmomentregelkreises eines Gleichstrommmotors mit Stromrichterspeisung in GO-Schaltung im Bereich kleiner Drehmomente und mit Drehmomentreversierung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4136475A DE4136475C2 (de) | 1991-11-06 | 1991-11-06 | Verfahren zur Beeinflussung der Regelungseigenschaften eines überlagerten Drehzahl- oder Drehmomentregelkreises eines Gleichstrommmotors mit Stromrichterspeisung in GO-Schaltung im Bereich kleiner Drehmomente und mit Drehmomentreversierung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4136475A1 DE4136475A1 (de) | 1993-05-13 |
| DE4136475C2 true DE4136475C2 (de) | 1995-04-20 |
Family
ID=6444163
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4136475A Expired - Fee Related DE4136475C2 (de) | 1991-11-06 | 1991-11-06 | Verfahren zur Beeinflussung der Regelungseigenschaften eines überlagerten Drehzahl- oder Drehmomentregelkreises eines Gleichstrommmotors mit Stromrichterspeisung in GO-Schaltung im Bereich kleiner Drehmomente und mit Drehmomentreversierung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4136475C2 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19711463A1 (de) * | 1997-03-20 | 1998-09-24 | Alsthom Cge Alcatel | Anordnung zur Regelung einer Gleichstrommaschine |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DD234777A3 (de) * | 1984-06-29 | 1986-04-16 | Elektroprojekt Anlagenbau Veb | Schaltungsanordnung zur drehzahlregelung eines fremderregten gleichstromnebenschlussmotors |
-
1991
- 1991-11-06 DE DE4136475A patent/DE4136475C2/de not_active Expired - Fee Related
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4136475A1 (de) | 1993-05-13 |
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Owner name: CEGELEC AEG ANLAGEN- UND AUTOMATISIERUNGSTECHNIK G |
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