DE4131737C2 - Autofokus-Anordnung für ein Stereomikroskop - Google Patents
Autofokus-Anordnung für ein StereomikroskopInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Autofokus-Anordnung für ein
Stereo-Mikroskop nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Aus der DE 32 28 609 C2 ist eine Einrichtung zum Feststellen
der Scharfeinstellung eines Stereo-Mikroskopes bekannt. Dort
wird über einen der beiden Beobachtungsstrahlengänge das Bild
einer beleuchteten Marke auf ein Objekt projiziert. Im zwei
ten Beobachtungsstrahlengang wird der vom Objekt reflektierte
Strahl über einen entsprechenden Teilerspiegel ausgekoppelt
und auf ein photoelektrisches Wandlerelement umgelenkt. Die
ses photoelektrische Wandlerelement erzeugt in Abhängigkeit
vom Ort des registrierten Reflexionsstrahles ein Steuersignal
für die motorische Fokussierung. Nachteilig bei einerderar
tigen Anordnung ist die Abbildung einer Markierung über die
Beobachtungsoptik. Beim Abbilden einer Blende beliebiger Form
auf das Objekt, wobei die Lateralabmessungen der abgebildeten
Markierung größer sind als das Auflösungsvermögen des Objek
tives, ergeben sich Fokussierungsprobleme, wenn die Oberfläche des be
trachteten Objektes Bereiche stark unterschiedlicher Reflek
tivität aufweist. Dies ist beispielsweise bei Operationsmi
kroskopen oft der Fall. Dort weist dann auch die auf das pho
toelektrische Wandlerelement projizierte bzw. reflektierte
Markierung unter Umständen eine derartige Reflexstruktur auf.
Es resultieren infolgedessen Schwierigkeiten bei der zuver
lässigen Auswertung der Position der reflektierten Markierung
auf dem photoelektrischen Wandlerelement.
Die Verwendung eines Lasers als
Abbildungslichtquelle hat zur Folge, daß bei einer aus
gedehnten Leuchtmarkierung auf dem Objekt sogenannte Speck
les, d. h. unkorrelierte Interferenzerscheinungen, auf dem
photoelektrischen Wandlerelement ebenso die Auswertung er
schweren wie die vorher beschriebenen Reflexerscheinungen.
Die US 4,447,717 zeigt eine Autofokusanordnung für ein
Stereomikroskop, bei dem für die beiden
Beobachtungsstrahlengänge ein gemeinsames Objektiv vorgesehen
ist. Bei dieser Autofokusanordnung wird eine kreisförmige
Feldblende über einen Projektionsstrahlengang auf das Objekt
abgebildet, wobei das vom Objekt reflektierte Licht des
Projektionsstrahlenganges außerhalb der beiden
Beobachtungsstrahlengänge geführt ist.
Die aus der DE 24 23 136 C3 bekannte Autofokusanordnung bildet
eine kreisförmige Blende über einen Projektionsstrahlengang auf
das zu beobachtende Objekt ab und koppelt das von dem Objekt
reflektierte Licht des Projektionsstrahlenganges aus jedem der
Beobachtungsstrahlengänge aus und lenkt es auf jeweils eine
Photodiode. Eine Defokusierung wird durch eine Differenz
zwischen den von den Photodioden gemessenen Intensitäten
erfaßt.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
bei Objekten mit stark variierender Reflektivität die Zuverlässigkeit
einer Autofokus-Anordnung für Stereo-Mikroskope zu erhöhen.
Die Aufgabe wird gelöst durch eine Autofokus-Anordnung mit
den Kennzeichen des Anspruches 1. Vorteilhafte Ausführungsformen
sind Gegenstand der Unteransprüche 2 bis 7.
Wesentliches Merkmal der Erfindung ist die Abbildung einer
dünnen, linienförmigen Leuchtmarkierung auf die beobachtete Objekt
oberfläche, wobei der Projektionsstrahlengang nicht mit einem
der beiden Beobachtungsstrahlengänge zusammenfällt.
Durch die Erfindung kann die Breite der strich- bzw.
linienförmigen Leuchtmarkierung auf dem Objekt bei
gleichzeitiger ausreichender Helligkeit der Leuchtmarkierung so
gering sein, daß sie dem durch Beugungseffekte begrenzten
Auflösungsvermögen der Projektionsoptik entspricht.
Hierzu wird ein Strahlenbündel, vorzugsweise von einer Laserdiode,
über eine Kollimatorlinse und eine Zylinderoptik als dünne, linien
förmige Markierung bzw. Leuchtmarkierung abgebildet und diese über eine
weitere Linse und eine Umlenkeinrichtung durch das Objektiv
auf das Objekt projiziert. Dabei wird nicht der Beobachtungs
strahlengang zur Projektion verwendet, sondern je nach
speziellem Einsatzzweck eines derartigen Stereomikroskopes
eine andere Durchtrittspupille für den Projektionsstrahlen
gang durch das Objektiv gewählt.
Die Abbildung des Lichtbündels durch eine Zylinderlinse in
eine dünne strichförmige Markierung gewährleistet, daß die
dünne strichförmige Markierung mit maximaler Intensität auf
das beleuchtete Objekt projiziert wird, d. h. es resultiert
keine Intensitätsreduzierung wie bei der Maskenabbildung, wo
nur ein geringer Prozentsatz der von der Lichtquelle gelie
ferten Intensität auf die Objektoberfläche gelangt. Dement
sprechend leichter, bzw. günstiger ist die Registrierung der
reflektierten strichförmigen Markierung bei einem
hell-erleuchteten Mikroskop-Sehfeld auf dem ortsauflösenden Posi
tionsdetektor möglich.
Die Detektion der auf das Objekt projizierten strichförmigen
Markierung erfolgt über einen der beiden Stereo-Beobachtungs
strahlengänge, wo der reflektierte Strahl hinter dem Objektiv
ausgekoppelt und auf einen ortsauflösenden Positionsdetek
tor abgebildet wird. Hier erzeugt eine Defokussierung eine
laterale Verschiebung auf dem ortsauflösenden Positionsde
tektor, die registriert und zur Nachfokussierung mit Hilfe
des Fokusmotors verwendet wird.
In einer ersten zweckmäßigen Ausführungsform erfolgt die
Projektion des Lichtbündels durch die Mitte des verwendeten
Objektives, was insbesondere dann vorteilhaft ist, wenn beim
Defokussieren kein Auswandern der projizierten strichförmigen
Markierung erfolgen soll.
Bei einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Auto
fokus-Anordnung wird das Lichtbündel durch einen Bereich am
Rand des Objektives projiziert, wobei dieser Randbereich
im Verhältnis zum Beobachtungsstrahlengang, der zur Detektion
des reflektierten Strahles dient, so liegt, daß die Verbin
dung zwischen den Zentren der beiden Durchtrittspupillen eine
maximal mögliche Basislänge aufweist. Je größer diese Basis
länge gewählt wird, desto exakter arbeitet die Autofokus-An
ordnung. Für manche Anwendungen ist diese Anordnung von
Projektions- und Detektionsstrahlengang günstig, da der Raum
unterhalb der Objektivmitte dann für diverse zusätzliche
Hilfmittel zur Verfügung steht. Dies kann beispielsweise der
Fall sein, wenn die erfindungsgemäße Vorrichtung in einem
Operationsmikroskop verwendet wird und an diesem derartige
Hilfsmittel montiert sind.
Weitere Vorteile und Kennzeichen der erfindungsgemäßen Auto
fokus-Anordnung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
zweier Ausführungsbeispiele anhand der beigefügten Zeichnun
gen.
Dabei zeigt
Fig. 1a die schematische Darstellung eines ersten Ausfüh
rungsbeispieles der erfindungsgemäßen
Autofokus-Anordnung in einem Stereo-Mikroskop;
Fig. 1b das verwendete Objektiv und die entsprechenden
Strahlengänge des ersten Ausführungsbeispieles in
Draufsicht;
Fig. 2a die schematische Darstellung eines zweiten Ausfüh
rungsbeispieles der erfindungsgemäßen
Autofokus-Anordnung in einem Stereo-Mikroskop;
Fig. 2b das verwendete Objektiv und die entsprechenden
Strahlengänge des zweiten Ausführungsbeispieles in
Draufsicht.
Fig. 3 den ortsauflösenden Positionsdetektor, ausgeführt
als zweidimensionales CCD-Array;
Fig. 4 den ortsauflösenden Positionsdetektor, ausgeführt
als CCD-Zeile.
Fig. 1a zeigt ein Ausführungsbeispiel für den Aufbau der
erfindungsgemäßen Autofokus-Anordnung. Dargestellt ist die
Vorderansicht eines Stereomikroskops (1), das mit der erfin
dungsgemäßen Autofokus-Anordnung ausgestattet ist.
Die wesentlichen Komponenten des Stereomikroskopes (1), wie
Okularlinsen (2a, 2b), Tubuslinsen (3a, 3b), pankratisches
Vergrößerungssystem (5), sowie das verwendete Objektiv (4a,
4b) für beide Beobachtungsstrahlengänge sind lediglich sche
matisch dargestellt, da diese Komponenten nicht erfindungs
wesentlich sind. So ist auch die Verwendung eines komplexer
aufgebauten Objektives jederzeit möglich. Ebenfalls darge
stellt sind die optischen Achsen (29a, 29b) der beiden ste
reoskopischen Beobachtungsstrahlengänge. Die erfindungsgemäße
Autofokus-Anordnung umfaßt in diesem Ausführungsbeispiel
sendeseitig eine Laserdiode (6) sowie eine Kollimatorlinse
(12). Die optische Achse des Projektionsstrahlenganges wird
im dargestellten Ausführungsbeispiel mit den Bezugszeichen
(30) bezeichnet. Diese Anordnung liefert ein paralleles
Strahlenbündel und ist als komplettes Bauteil in integrierter
Form erhältlich. Verwendet werden kann hierzu beispielsweise
die Laserdiode HL 7806 von HITACHI inclusive der entsprechen
den Strahlaufbereitungsoptik. Das parallele Strahlbündel
passiert einen nachfolgend angeordneten Abschwächer (13), der
unter Umständen erforderlich sein kann, falls lichtempfind
liche Objekte untersucht werden, die durch die hohe Intensi
tät der auftreffenden Laserstrahlung Schaden nehmen könnten.
Alternativ kann die Intensitätsregelung auch ohne diesen
Abschwächer (13) erfolgen, wenn die Intensität der Laser
strahlung direkt über den Strom an der Laserdiode (6) gere
gelt wird. Durch eine nachfolgende Zylinderlinse (8) wird das
parallele Strahlbündel in die Fokalebene (14) der Zylinder
linse (8) als dünne strichförmige Markierung abgebildet. Die
Abbildung dieser dünnen strichförmigen Markierung auf die
interessierende Objektoberfläche (11) wird über eine weitere
Linse (9) sowie ein Umlenkelement (10) durch das Objektiv
(4a, 4b) erreicht. Als Umlenkelement (10) kann beispielsweise
ein geeigneter Spiegel oder aber ein entsprechendes Prisma
verwendet werden.
In einem der beiden Stereo-Beobachtungsstrahlengänge wird der
von der Objektoberfläche (11) reflektierte Laserstrahl nach
Passieren des Objektives (4a, 4b) empfangsseitig durch ein
Auskoppelelement (15) aus dem Beobachtungsstrahlengang ausge
koppelt und über eine weitere Projektionslinse (16) und einen
wellenlängenabhängigen Filter (17) auf einen ortsauflösenden
Positionsdetektor (18) abgebildet. Als ortsauflösende Posi
tionsdetektoren (18) kommen beispielsweise handelsübliche
zweidimensionale CCD-Arrays oder CCD-Zeilen aus mehreren
Einzelelementen in Frage. Bei einer Defokussierung resultiert
eine laterale Verschiebung des Bildes der strichförmigen
Markierung auf dem Positionsdetektor (18), die über eine
nicht dargestellte Auswerteeinheit registriert und als Regel
signal zur Nachfokussierung für einen ebenfalls nicht darge
stellten Fokusmotor verwendet wird. Dabei kann die Fokussie
rung durch eine motorische Schnittweitenvariation des verwen
deten Objektives erfolgen. Oder aber das komplette Stereomi
kroskop (1) wird motorisch entlang der optischen Achse ver
fahren.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt die Projektion
der strichförmigen Markierung durch das Zentrum des verwende
ten Objektives (4a, 4b). Dies wird in Fig. 1b verdeutlicht,
wo in Draufsicht auf das Objektiv (4a, 4b) die beiden Durch
trittspupillen (19a, 19b) der beiden Stereo-Beobachtungs
strahlengänge, sowie die Durchtrittspupille des Projektions
strahlenganges (20) dargestellt werden. Ebenfalls dargestellt
sind die optischen Achsen der beiden stereoskopischen Beob
achtungsstrahlengänge (29a, 29b), sowie die optische Achse
des Projektionsstrahlenganges (30).
Neben den bereits beschriebenen Vorteilen durch die Projek
tion der strichförmigen Markierung über die Zylinderlinse
(8) weist die zentrale Projektion durch die Objektiv-Mitte
in diesem Ausführungsbeispiel gewisse Vorteile auf. So ist
z. B. beim Defokussieren keine Auswanderung der projizierten
strichförmigen Markierung auf der Objektoberfläche (11) zu
erwarten. Dies wird durch die senkrechte Projektion gewähr
leistet.
In einem zweiten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Autofokus-Anordnung, dargestellt in Fig. 2a, weist das ver
wendete Stereomikroskop (101) den prinzipiell gleichen Aufbau
auf, wie im ersten beschriebenen Ausführungsbeispiel der
Fig. 1a. Vorhanden sind ebenfalls Binokulartuben mit
Okular- (102a, 102b) und Tubuslinsen (103a, 103b), ein pankratisches
Vergrößerungssystem (105) und ein zweiteiliges Objektiv (104a,
104b) für beide Beobachtungsstrahlengänge. Deren optische
Achsen sind mit den Bezugszeichen (129a, 129b) gekennzeich
net. Auch in diesem Ausführungsbeispiel ist der dargestellte
explizite Aufbau des Stereomikroskopes (101) nicht erfin
dungswesentlich, d. h. insbesondere könnte ein anderes aufge
bautes Objektiv Verwendung finden. Die Lichtquelle der Auto
fokus-Anordnung besteht auch hier aus einer Laserdiode (106),
der eine Kollimatoroptik (112) sowie ein entsprechender Fil
ter bzw. Abschwächer (113) nachgeordnet wird. Alternativ kann
die Intensitätsregelung wieder direkt über den Strom an der
Laserdiode (106) erfolgen. Die Abbildung des parallelen La
serstrahlbündels erfolgt ebenfalls mit Hilfe einer Zylinder
linse (108), die eine dünne strichförmige Markierung in die
Fokalebene (114) der Zylinderlinse (108) abbildet. Dabei wird
die optische Achse des Projektionsstrahlenganges mit dem
Bezugszeichen (130) versehen dargestellt. Über eine weitere
Linse (109) und ein Umlenkelement (110) wird die dünne
strichförmige Markierung durch das Objektiv (104a, 104b) auf
die Objektoberfläche (111) abgebildet. Die Auskopplung des
reflektierten Strahles nach Durchtritt durch das Objektiv
(104a, 104b) und Projektion auf den ortsauflösenden Posi
tionsdetektor (118) über ein Auskoppelelement (115), eine
Projektionslinse (116) und einen wellenlängenabhängigen Fil
ter (117) erfolgt ebenso wie im ersten Ausführungsbeispiel
der Fig. 1a.
Der entscheidende Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel
liegt hier in der Verwendung einer anderen Durchtrittspupille
für den Projektionsstrahlengang durch das verwendete Objektiv
(104a, 104b). Der Projektionsstrahlengang tritt in diesem
Ausführungsbeispiel nicht zentral durch das Objektiv (104a,
104b), sondern am Rand. Dabei schneidet der Projektionsstrah
lengang keinen der beiden Beobachtungsstrahlengänge.
Dies wird in Fig. 2b ersichtlich, wo eine Draufsicht auf das
verwendete Objektiv (104a, 104b), sowie die entsprechenden
Durchtrittspupillen für die beiden stereoskopischen Beobach
tungsstrahlengänge (119a, 119b), sowie für den Projektions
strahlengang (120) dargestellt sind. Ebenso dargestellt sind
wieder die optischen Achsen der stereoskopischen Beobach
tungsstrahlengänge (129a, 129b), sowie die optische Achse des
Projektionsstrahlenganges (130). Der reflektierte Strahl wird
wieder aus einem der beiden Beobachtungsstrahlengänge (119a,
119b) ausgekoppelt. Durch diese Wahl von Projektions- und
Reflexionsstrahlengang-Durchtrittspupille wird eine möglichst
große Basislänge für die Triangulation gewährleistet, d. h.
ein großer Winkel zwischen den optischen Achsen von Projek
tions- und Reflexionsstrahlengang. Daraus resultiert bei der
Triangulation und der entsprechenden Fokussierung eine höhere
Genauigkeit. Zudem steht der Bereich unterhalb der Objektiv-Mitte
für diverse Hilfsmittel, beispielsweise bei Operations
mikroskopen, zur Verfügung.
In den beiden beschriebenen Ausführungsbeispielen wird als
Lichtquelle jeweils eine Laserdiode verwendet, die im infra
roten Spektralbereich arbeitet. Die zuverlässige Detektion
des reflektierten Strahlenbündels wird gewährleistet, indem
ein wellenlängen-selektives Auskoppelelement in einem der
beiden Beobachtungsstrahlengänge angeordnet wird und ein
Filter mit entsprechender Transmissions-Charakteristik vor
dem Positionsdetektor. Dieser Filter sorgt dafür, daß nur
Informationen des reflektierten Strahles auf den Positions
detektor gelangen.
Alternativ ist jedoch auch die Verwendung einer Strahlquelle
möglich, die im sichtbaren Spektralbereich emittiert.
In Fig. 3 wird ein ortsauflösender Positionsdetektor darge
stellt, ausgeführt als zweidimensionales CCD-Array (24). Ein
Auswerteverfahren für diese erfindungsgemäße Autofokus-Anord
nung mit Hilfe des dargestellten CCD-Arrays (24) besteht
darin, zur exakten Positionsbestimmung des auf das CCD-Array
(24) abgebildeten Bildes (21) der strichförmigen Markierung
zunächst die Einzelelemente (22a, 22b, . . .) zeilenweise aus
zuwerten, d. h. die jeweils einfallende Strahlungsintensität
zu ermitteln. Anschließend wird über die Strahlungsintensitä
ten der Einzelelemente (22a, 22b, . . .) spaltenweise gemit
telt. Dadurch werden störende Einflüsse, wie etwa noch vor
handene Interferenzerscheinungen im Bild (21) der strichför
migen Markierung auf dem CCD-Array (24) egalisiert.
Die Darstellung des Bildes (21) der strichförmigen Markierung auf dem
CCD-Array (24) in Fig. 3 ist hierbei idealisiert, d. h. in Reali
tät besitzt dieses Bild (21) ein gaußförmiges Intensitäts
profil entlang seiner Querdimension.
Ein weiteres Auswerteverfahren zur Egalisierung von Störein
flüssen bei der Positionsbestimmung des Bildes (21) der
strichförmigen Markierung sieht vor, als ortsauflösenden
Positionsdetektor eine CCD-Zeile (25) zu verwenden darge
stellt in Fig. 4, deren Einzelelemente (23a, . . .) jeweils recht
eckige Flächen aufweisen. Das Bild (21) der strichförmigen
Markierung wandert bei einer Defokussierung in der Längsrich
tung der CCD-Zeile (25) aus.
Claims (8)
1. Autofokus-Anordnung für ein Stereomikroskop,
- - mit einem Projektionsstrahlengang (30; 130), der eine linienförmige Leuchtmarkierung auf dem beobachteten Objekt (11; 111) erzeugt
- - und mit einem Auskoppelelement (15; 115) in einem der beiden Beobachtungsstrahlengänge (29a, 29b; 129a, 129b), welches das von dem Objekt (11; 111) reflektierte Licht des Projektionsstrahlenganges (30; 130) aus dem Beobachtungsstrahlengang (29a, 29b; 129a, 129b) auskoppelt und einem lichtempfindlichen, ortsauflösenden und aus mehreren sensitiven Einzelelementen (22a, 22b, 22c, 22d, . . .; 23a, . . .) bestehenden Positionsdetektor (18; 118) zuführt
- - sowie mit einer Auswerteeinheit, welche die Signale dieser Einzelelemente (22a, 22b, 22c, 22d, . . .; 23a, . . .) in ein Fokussignal für den Fokusmotor des Stereomikroskops (1; 101) umsetzt,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß für die beiden Beobachtungsstrahlengänge (29a, 29b; 129a, 129b) ein gemeinsames Objektiv (4a, 4b; 104a, 104b) vorgesehen ist,
- - daß die dem Projektionsstrahlengang (30; 130) zugeordnete Projektionsoptik (12, 8, 9, 10, 4a, 4b; 112, 108, 109, 110, 104a, 104b) eine Zylinderlinse (8; 108) umfaßt, welche die linienförmige Leuchtmarkierung erzeugt,
- - und daß der Projektionsstrahlengang (30; 130) bis zum Objekt (11; 111) vollständig außerhalb der Beobachtungsstrahlengänge (29a, 29b; 129a, 129b) verläuft und damit vom Projektionsstrahlengang (30; 130) verursachte Störreflexe am Objektiv (4a, 4b; 104a, 104b) in die Beobachtungsstrahlengänge (29a, 29b; 129a, 129b) hinein weitgehend ausgeschlossen sind.
2. Autofokus-Anordnung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß als Lichtquelle für den Projek
tionsstrahlengang (30; 130) eine im Infraroten
emittierende Laserdiode (6; 106) oder eine im Sichtbaren
emittierende, räumlich kohärente Lichtquelle dient.
3. Autofokus-Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Projektionsstrahlengang (30; 130)
auf der objektabgewandten Seite des Objektivs (4a, 4b;
104a, 104b) parallel zu dessen optischer Achse
ausgerichtet ist und alternativ entweder durch das
Zentrum des Objektivs (4a, 4b; 104a, 104b) verläuft oder
zusammen mit dem reflektierten Strahlengang jeweils durch
den äußeren Rand des Objektivs (4a, 4b; 104a, 104b)
verläuft.
4. Autofokus-Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß als ortsauflösender
Positionsdetektor (18; 118) ein zweidimensionales, aus
Einzelelementen (22a, 22b, 22c, 22d, . . .) bestehendes
CCD-Array (24) vorgesehen ist, wobei die Leuchtmarkierung
(30; 130) mehrere Einzelelemente (22a, 22b, 22c, 22d) des
ortsauflösenden Positionsdetektors (18; 118) beauf
schlagt.
5. Autofokus-Anordnung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Auswerteeinheit eine zeilen- oder
spaltenweise Mittelung über die registrierten
Intensitäten der Einzelelemente (22a, 22b, 22c, 22d, . . .)
durchführt.
6. Autofokus-Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß als ortsauflösender
Positionsdetektor (18; 118) eine CCD-Zeile (25) mit
voneinander getrennten Einzelelementen (23a) vorgesehen
ist.
7. Autofokus-Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Fokussierung entweder
über eine Verlagerung des Objektivs (4a, 4b; 104a, 104b)
oder über eine Verlagerung des kompletten
Stereomikroskops (1; 101) entlang der optischen Achse
erfolgt.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4131737A DE4131737C2 (de) | 1991-09-24 | 1991-09-24 | Autofokus-Anordnung für ein Stereomikroskop |
| CH2618/92A CH685652A5 (de) | 1991-09-24 | 1992-08-25 | Autofokus-Anordnung für ein Stereomikroskop. |
| US07/950,460 US5288987A (en) | 1991-09-24 | 1992-09-24 | Autofocusing arrangement for a stereomicroscope which permits automatic focusing on objects on which reflections occur |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4131737A DE4131737C2 (de) | 1991-09-24 | 1991-09-24 | Autofokus-Anordnung für ein Stereomikroskop |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4131737A1 DE4131737A1 (de) | 1993-03-25 |
| DE4131737C2 true DE4131737C2 (de) | 1997-05-07 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE4131737A Expired - Lifetime DE4131737C2 (de) | 1991-09-24 | 1991-09-24 | Autofokus-Anordnung für ein Stereomikroskop |
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| CH (1) | CH685652A5 (de) |
| DE (1) | DE4131737C2 (de) |
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