DE4129018C2 - Pumpe, insbesondere Druckpumpe für ein gasförmiges oder flüssiges Strömungsmedium, insbes. für Luft - Google Patents
Pumpe, insbesondere Druckpumpe für ein gasförmiges oder flüssiges Strömungsmedium, insbes. für LuftInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Pumpe gemäß Oberbegriff
Patentanspruch 1.
In vielen Anwendungen sind kleine handliche, elektrisch
betriebene Pumpen für gasförmige oder flüssige Medien,
insbes. auch für Luft erforderlich.
Ein Anwendungsbereich für kleine elektrisch betriebene
Luft-Kompressoren bildet beispielsweise der Fahrzeugbereich
und dort speziell die pneumatische Verstellung von Fahrer
sitzen.
Bekannt ist eine Pumpe mit den Merkmalen des Oberbegriffs des
Patentanspruches 1 (DE-PS 9 72 198), bei der an einem Spulen
körper eine Stange befestigt ist, die beidendig jeweils einen
in einem Arbeitszylinder verschiebbaren Kolben trägt. Die
bekannte Konstruktion ist relativ aufwendig. Weiterhin ist es
mit dieser bekannten Konstruktion nicht möglich, eine hohe
Pumpenleistung mit hohen Wirkungsgrad und geringem Stromver
brauch mit einer Vielzahl von Pumpenhüben je Zeiteinheit zu
realisieren, da im bekannten Fall realtiv große Massen hin-
und herbewegt werden müssen.
Bekannt ist weiterhin eine Pumpe (US 4 632 665), bei der
der elektrische Antrieb wiederum einen Spulenkörper aufweist.
Zusätzlich zu diesem ist ein Hohl-Kolben vorgesehen, der
einen gegenüber den Durchmesser der Spule wesentlich redu
zierten Querschnitt aufweist. Auch diese bekannte Konstruk
tion ist aufwendig. Bekannt ist schließlich eine Flüssig
keitsheliumpumpe (DE 29 15 199 B1) die wiederum von dem
gleichen Konstruktionsprinzip wie der übrige Stand der
Technik Gebrauch macht, nämlich davon, daß zusätzlich zum
Antrieb bzw. zu der Teil des Antriebs bildenden Magnetspule
noch ein ein gesondertes Konstruktionselement bildender
Kolben vorgesehen ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Druckpumpe aufzuzeigen,
die sich durch eine besonders einfache und kompakte Bauart
auszeichnet.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Druckpumpe entsprechend
dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 ausgebildet.
Bei der erfindungsgemäßen Pumpe dient als elektrischer
Antrieb die in einem magnetischen Ringspalt einer Permanent
magnetanordnung angeordnete Spule, die mit einem sich in
seiner Amplitude bzw. Richtung periodisch ändernden Wechsel
strom, d. h. mit einem sinus- oder impulsförmigen Wechselstrom
beaufschlagt wird. Unter Vermeidung von Rückstellelementen
lassen sich hierbei bei geringer Stromaufnahme hohe Kräfte
für das Hin- und Herbewegen des wenigstens einen Kolbens und
damit auch hohe Drücke erreichen. Bei einer bevorzugten
Ausführungsform ist die wenigstens eine Spule der Spulen
anordnung auf einem hülsenartigen Element, z. B. Spulenkörper
aus einem nichtmagnetischen Material, bevorzugt aus einem
verschleißfesten und hochbelastbaren Kunststoff (z. B. Teflon)
vorgesehen, wobei der Spulenkörper mit einer geschlossenen
Seite den Kolben bzw. die Kolbenfläche bildet.
Die erfindungsgemäße Pumpe zeichnet sich durch einen ein
fachen und kompakten Aufbau, durch kleine bewegte Massen
sowie durch einen hohen Wirkungsgrad und geringe Strom
aufnahme aus. Insbesondere werden bei der erfindungsgemäßen
Pumpe auch Getriebeanordnungen zum Umwandeln beispielsweise
einer Drehbewegung eines Elektromotors in die hin- und
hergehende Kolbenbewegung vermieden.
Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unter
ansprüche.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figur, die in
vereinfachter Darstellung und im Längsschnitt eine Ausfüh
rungsform der erfindungsgemäßen Pumpe wiedergibt, näher
erläutert.
Die in der Figur dargestellte elektrisch betätigbare Pumpe
eignet sich als Luftpumpe bzw. Luftkompressor und zeichnet
sich durch eine besonders kleine, kompakte Bauart aus, so daß
diese Pumpe insbes. auch für eine Verwendung in Kraftfahr
zeugen, beispielsweise für eine pneumatische Verstellung
eines Kraftfahrzeugsitzes geeignet ist.
Die Pumpe besteht aus einem Gehäuse, welches sich bei der
dargestellten Ausführungsform aus drei ringförmigen Gehäuse
teilen 1, 2 und 3 zusammensetzt, die jeweils achsgleich mit
einer Längsachse L der Pumpe angeordnet sind und in Richtung
dieser Längsachse aneinander anschließen. Die Gehäuseteile
1-3 sind an ihren Außen- und Innenflächen jeweils kreis
zylinderförmig ausgebildet. Weiterhin weisen die Gehäuseteile
1-3 jeweils den gleichen Außendurchmesser auf. Die beiden
äußeren Gehäuseteile 1 und 2 sind identisch ausgebildet und
besitzen auch den gleichen Innendurchmesser. Das zwischen den
Gehäuseteilen 1 und 2 angeordnete mittlere Gehäuseteil 3
besitzt einen im Vergleich zu den Gehäuseteilen 1 und 2 etwa
größeren Innendurchmesser.
Die Gehäuseteile 1 und 2 bilden im Inneren jeweils einen
Zylinderraum 4 mit veränderbarem Volumen, der an dem im
Gehäuseteil 3 abgewandten Ende des Gehäuseteiles 1 bzw. 2
jeweils durch einen Zylinderdeckel 5 verschlossen ist und an
der diesem Zylinderdeckel gegenüberliegenden Seite durch die
Kolbenfläche 6 eines in Richtung der Längsachse L über einen
vorgegebenen Hub hin- und herverschiebbaren Kolbens 7
begrenzt ist. Bei der dargestellten Ausführungsform ist der
Kolben 7 als Doppelkolben mit zwei Kolbenflächen 6 für die
beiden Zylinderräume 4 ausgebildet. Der maximale Hub des
Kolbens 7 ist kleiner als die axiale Länge eines der beiden
Gehäuseteile 1 bzw. 2.
Durch mehrere sich parallel zur Längsachse L erstreckende
Spannbolzen 8 sind die beiden Zylinderdeckel 5 und die
zwischen diesen angeordneten Gehäuseteile 1-3 miteinander
verbunden bzw. verspannt, und zwar unter Verwendung jeweils
einer Ringdichtung 8′ zwischen dem Gehäuseteil 1 bzw. 2 und
dem benachbarten Zylinderdeckel 5. In jedem Zylinderdeckel 5
ist zum Ansaugen von Umgebungsluft ein Luftansaugkanal 9 mit
auswechselbarem Luftfilter 10 sowie für die Abgabe der
komprimierten Luft ein Auslaßkanal 11 mit einem Innengewinde
zum Anschluß einer Druckluftleitung vorgesehen. Im Luft
ansaugkanal 9 befindet sich ein Einlaßventil 12 und im
Auslaßkanal 11 ein Auslaßventil 13.
Der Kolben 7 besteht im wesentlichen aus einer Hülse 14 aus
Kunststoff (beispielsweise Teflon), die mit ihrer Achse
achsgleich mit der Längsachse L angeordnet ist und an beiden
Enden durch einen kreisscheibenförmigen, die jeweilige
Kolbenfläche 6 bildenden Wandabschnitt 15 verschlossen ist,
der senkrecht zur Längsachse L angeordnet und ebenfalls aus
Kunststoff gefertigt ist. Bevorzug sind die Wandabschnitte 15
einstückig mit der Hülse 14 hergestellt.
Die Hülse 14 umschließt einen an seiner Außenfläche im
wesentlichen kreiszylinderförmig ausgebildeten Kern 16, der
mit seiner Achse achsgleich mit der Längsachse L angeordnet
ist. Die Länge des Kernes 16 ist gleich oder in etwa gleich
dem Abstand, den die einander zugewandten Innenfläche der
Wandabschnitte 15 voneinander aufweisen, und zwar abzüglich
des maximalen Hubes des Kolbens 7. An den beiden Enden bildet
der Kern 16 jeweils einen Abschnitt 17 mit einem gegenüber
dem sonstigen Außendurchmesser des Kernes 16 etwas ver
größerten Außendurchmesser. Weiterhin ist die Länge des
Kernes so gewählt, daß dieser im Bereich seiner beiden Enden
und insbes. auch im Bereich der dortigen Abschnitte 17 von
einer Teillänge des jeweiligen Gehäuseteiles 1 bzw. 2
konzentrisch umschlossen wird, so daß sich insbes. zwischen
der Außenfläche des Abschnittes 17 und der Innenfläche des
ringförmigen Gehäuseteiles 1 bzw. 2 ein Ringspalt 18 gerin
gerer Breite ergibt, der in einen im wesentlichen zwischen
der Innenfläche des Gehäuseteils 3 und der Außenfläche des
Kernes 16 gebildeten Ringspalt 19 größerer Breite übergeht.
In seiner Mitte ist der Kern 16 durch einen Gewindebolzen 20
gehalten, der sich radial zur Längsachse L durch das
Gehäuseteil 3 sowie durch den Kern 16 hindurch erstreckt und mit
seinem Gewinde in einem Gewinde des Gehäuseteiles 3 gehalten
ist.
Die beiden Gehäuseteile 1 und 2 sind jeweils ringförmige
Permanentmagneten, von denen jeder die beiden unterschied
lichen Magnetpole an den Stirnseiten des Ringes aufweist. Das
Gehäuseteil 3 besteht aus einem ferromagnetischen Material.
Die Gehäuseteile 1 und 2 sind so angeordnet, daß sie jeweils
mit dem Pol eines Typs, beispielsweise mit dem N-Pol auf
einen der beiden Zylinderdeckel, beispielsweise auf den in
der Figur linken Zylinderdeckel 5 weisen. Der Kern 16 ist ein
stabförmiger Permanentmagnet, der an seinen Enden, d. h. an
den dortigen Bereichen 17 die beiden unterschiedlichen Pole
bildet und in bezug auf diese Pole in der gleichen Richtung
orientiert ist, wie dies von den Gehäuseteilen 1 und 2
gebildeten Permanentmagneten, d. h. bei der für die Gehäuse
teile 1 und 2 angenommenen Polung weist der N-Pol des Kernes
16 ebenfalls zu dem in der Figur linken Zylinderdeckel 5. Im
Bereich der beiden Enden ist die Hülse 14 jeweils mit einer
Ringspule 21 versehen, die die Längsachse L konzentrisch
umschließt und in Richtung dieser Längsachse mehrere Win
dungen nebeneinander aufweist sowie mehrlagig ausgebildet
ist. Die axiale Länge jeder Ringspule 21 in Richtung der
Längsachse L ist etwas größer als der maximale Hub des
Kolbens 7 und zwar derart, daß in jeder der beiden End
stellungen des Kolbens 7 die beiden Ringspulen 21 mit jeweils
einem Teilbereich in dem zwischen der Außenfläche des
Abschnittes 17 und der Innenfläche des Gehäuseteils 2
gebildeten Ringspalt 18 liegen.
Über hochflexible Leitungen sind die beiden Spulen 21 mit
einer Quelle für einen in seiner Richtung sich periodisch
ändernden Strom (sinus- oder impulsförmige Wechselspannung)
anschließbar, so daß bei angeschlossenen Spulen 21 diese und
damit auch der Kolben 7 insgesamt in Richtung der Längsachse
L hin- und herbewegt wird. Für den Anschluß der Ringspulen 21
können auch Schleifkontakte vorgesehen sein.
Die beschriebene Pumpe zeichnet sich durch eine relativ
einfache und kompakte Bauart aus und weist bei einer geringen
Stromaufnahme und bei ausreichend hohem Druckauslaßkanal 11
einen hohen Wirkungsgrad auf. Insbes. vermeidet die Vor
richtung auch Getriebe zur Umwandlung einer drehenden
Antriebsbewegung in eine hin- und hergehende Bewegung für den
Kolben 7.
Claims (10)
1. Pumpe, insbesondere Druckpumpe, für ein gasförmiges oder
flüssiges Strömungsmedium, insbesondere für Luft, mit
wenigstens einem, einen Arbeits- bzw. Zylinderraum (4)
bildenden Zylinder, mit einem in dem Zylinder in einer
Zylinderachse (L) um einen vorgegebenen Hub hin- und
herbewegbaren Kolben (7), der eine den Arbeits- bzw.
Zylinderraum (4) begrenzende Kolbenfläche (6) bildet,
sowie mit einer einen elektrischen Antrieb für den Kolben
(7) bildenden Magnetspulenanordnung, die ein hülsen
artiges Element (14), welches an einem Ende mit einem
Wandabschnitt (15) verschlossen ist, sowie wenigstens
eine die Zylinderachse (L) konzentrisch umschließende
Magnetspule (21) aufweist und die in einem die Zylinder
achse (L) ebenfalls konzentrisch umschließenden Magnet
spalt (18, 19) einer Permanentmagnetanordnung für eine
hin- und hergehende Bewegung in Richtung der Zylinder
achse (L) angeordnet ist, wobei die wenigstens eine
Magnetspule (21) mit einem sich periodisch ändernden
Strom beaufschlagbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das
hülsenartige Element (14) den Kolben und der Wandab
schnitt (15) des hülsenartigen Elementes die Kolbenfläche
(6) bilden.
2. Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie
als doppelseitig wirkende Pumpe bezüglich Arbeitszylinder
und Kolben jeweils symmetrisch zu einer die Zylinderachse
(L) schneidenden Ebene ausgebildet ist.
3. Pumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Magnetspalt (18, 19) zwischen wenigstens einem
äußeren ringförmigen Gehäuse (1-3) und einem inneren
zylinderförmigen Kern (16) gebildet ist, und daß
wenigstens ein äußeres ringförmiges Gehäuseteil (1, 2)
und/oder der innere Kern (16) von einem Permanentmagneten
gebildet sind.
4. Pumpe nach Anspruch 3 in Rückbeziehung auf Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kern (16) durch einen
Gewindebolzen (20) in dem hülsenartigen Element (14)
gehalten ist.
5. Pumpe nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Magnetspule (21) mit einem sich in
seiner Richtung periodisch ändernden Strom, vorzugsweise
mit einem sinusförmigen Wechselstrom oder mit einem
impulsförmigen Strom beaufschlagbar ist.
6. Pumpe nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Magnetspule (21) wendelartig mit
mehreren in Richtung der Zylinderachse (L) nebeneinander
angeordneten Windungen ausgebildet ist.
7. Pumpe nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Magnetspule (21) radial zur Zylinder
achse (L) mehrlagig ausgebildet ist.
8. Pumpe nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Magnetspule (21) oder die Magnetspulen
anordnung in Richtung der Zylinderachse (L) eine axiale
Breite aufweisen, die wenigstens gleich dem maximalen Hub
des Kolbens (7) ist.
9. Pumpe nach einem der Ansprüche 3-8, dadurch gekenn
zeichnet, daß wenigstens ein äußeres ringförmiges
Gehäuseteil (1, 2) mit seiner inneren Ringfläche
wenigstens ein Teil der den Zylinderraum (4) radial
begrenzenden Innenfläche des Arbeitszylinders bildet.
10. Pumpe nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Magnetspule (21) unmittelbar an
schließend an dem die Kolbenfläche (6) bildenden Wand
abschnitt (15) des Kolbens (7) vorgesehen ist.
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