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Zündsteinanordnung für Pyrophor-Taschenfeuerzeuge. Gegenstand der
Erfindung ist eine Zündsteinanordnung für Pyrophor-Taschenfeue;-zeuge mit schaufelförmigem
Stahl. Die bisher zur Anwendung gelangenden Zereisensteinbesitzen entweder einen
rechteckigen oder einen trapezförmigen Querschnitt. Im ersteren Falle wird der Stein
meist in .einer Nut de Benzinwattebehälters durch die über =e'ne Längskanten gebogenen
Nutenwandungen gehalten, während .er im letzteren Falle in einer schwalbenschwanzförmigen
Fassung derart angebracht ist, daß er seine Schmalseite nach außen kehrt. In beiden
Fällen wird der Zereisenstein dadurch, daß der schaufelförmige Stahl eine Rinne
in den Stein einarbeitet, nur mangelhaft ausgenutzt, und zwar verbleiben zu beiden
Seiten der Rinne verhältnismäßigroße Teile des Steinquerschnitts als unbenutzbare
Rückstände.
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Durch die den Erfindungsgegenstand bildende neue Gestaltung und Anordnung
des Zereisensteins soll dieser Mangel beseitigt werden. Gemäß der Erfindung wird
entweder ein Zereisenstein von dem bekannten trap,-zförmigen Querschnitt derart
angebracht, daß er seine Breitseite nach außen kehrt, oder es gelangt ein Zereisenstein
von kreisabschnittförmigem Querschnitt zur Anwendung, dessen größte ebene Mantelfläche
als Arbeitsfläche dient. Dadurch wird eine erheblich bessere Ausnutzung des Zereisensteins
erreicht, indem zu beiden Seiten der durch den schaufelförmigen Stahl in den Stein
eingearbeiteten Rille nur noch verschwindend kleine Teile des Steinquerschnitts
als Rückstände ver-131eiben.
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Die neue Anordnung bzw. Gestaltung des Zereisensteins ermöglicht zugleich
eine wcsentlich vorteilhaftere Anordnung der Steinfassung bei Feuerzeugen mit an
der abnehmbaren Verschlußhaube angeordnetem Zereisenstein. Dadurch, daß nunmehr
Stein und Fassung am Rücken schmaler sind als an der Vorderseite, kann der Stein
mitsamt dei Fassung in einer rillen- oder nutenförmigen Vertiefung der Haube oder
der an der Haube angeordneten Längswulst untergebracht werden, so daß Fassung und
Stein nicht mehr über den Haubenquerschnitt herausragen, wodurch beim Tragen des
Feuerzeugs in der Tasche letztere geschont wird.
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Die Zeichnung veranschaulicht mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung,
und zwar zeigen Abb. i einen Längsschnitt durch die Verschlußhaube eines Taschenfeuerzeugs
mit im Querschnitt trapezförmigem Stein, Abb. d eine Seitenansicht des dazugehörigen
Benzinwattebehälters, Abb.3 einen Querschnitt durch Haube, Stein und Fassung, Abb.
;1 eine gegenüber der Abb. i um 9o° verdrehte Seitenansicht der Haube bei entfernter
Steinfassung, Abb.5 eine Ansicht der Steinfassung von vorn, Abb.6 eine Ansicht der
Steinfassung von der Rückseite, Abb. ; einen Querschnitt durch Fassung und Stein,
Abb.8 einen Querschnitt durch eine Verschlußhaube mit daran befestigtem Zereisenstein
von kreisabschnittförmigem Querschnitt, Abb.9 einen Längsschnitt durch eine Verschlußhaube
mit vollständig versenkt angeordnetem Stein, Abb. io eine Seitenansicht des dazugehörigen
Benzinwattebehälters, Abb. i i einen Querschnitt durch die Haube, Abb. i z eine
Draufsicht auf den Benzinwattebehälter, Abb. 13 und 14 je einen vergrößerten Querschnitt
durch
einen Zereisenstein mit Fassung gemäß der Erfindung und einen in bekannter Weise
angeordneten Zereisenstein von trapezförmigem Querschnitt.
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Im Beispiel nach den Abb. i bis ; bezeichnet a einen bekannten Benzinwattebehälter
von kreisrundem Querschnitt, an dessen Decke das Dochtrohr b mit dem darin befestigten
schaufelförmigen Stahl c angeordnet ist, und d die, wie bekannt, doppelwandige Verschlußhaube,
deren Außenwandung eine vorspringende Längswulst f besitzt. In diese Längswulst
ist eine Rille oder Nut g von trapezförmigem Querschnitt e:ngepreßt, in welcher
der ebenfalls einen trapezförmigen Querschnitt besitzende Zereisenstein h derart
angeordnet ist, daß er seine Breitseite nach außen kehrt. Der Zereisenstein befindet
sich in einer Fassung i, die aus einem Blechstreifen besteht, der so um den Stein
herumgebogen ist, daß die beiden Längsränder des Streifens auf der Rückseite des
Steins h liegen. Die auf der Vorderseite des Steins befindliche Wandung der Fassung
i enthält dabei :einen fensterartigen Ausschnitt k, der die Auß.enfläch@e des Steins
bis auf zwei ganz schmale Ränder freilegt. Um den Stein dabei gegen Herausschi.eben
nach oben zu sichern, ist die Oberkante in des Fenster. artigen Ausschnitts
h nach innen umgebogen, so daß sie einen Anschlag für den Zereisenstein bildet.
Die Fassung i ist an den Wandungen der Nut g mit Hilfe von aus den Längsrändern
des Blechstreifens herausgestanzten Zungen n befestigt, die, wie üblich, in Bajonettschlitze
o der Nutenwandungen eingreifen. Am oberen Ende der Fassung befindet sich eine weitere
Zunge p, die nach dem Einbringen der Fassung in die Nut g in ein Loch der Nutenwandun
g hereingebogen wird, um die Fassung gegen Verschiebung und damit gegen Lösung aus
den Bajonettschlitzen o zu sichern.
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Gemäß der abgeänderten Ausführungsform nach Abb. ä ist in die Längswulst
f der Ver-@chlußhaube d eine etwa halbzylindrische Rille oder Nut g zur Aufnahme
eines ebenfalls halbzylindrischen Zereisensteins A eingepreßt. Der Stein wird dabei
wieder in einer Fassung i gehalten, die aus einem mit einem l ensterartigen Ausschnitt
k versehenen Blech--treifen besteht und ihrerseits in der obern beschriebenen Weise
befestigt ist.
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Wie aus Abb. 13 ersichtlich, wird durch die neue Querschnittsgestaltung
bzw. Anordnung des Zereisensteins eine fast restlose Ausnutzeng des Steins ermöglicht,
indem zu beiden Seiten der durch den schaufelförmigen Stahl in den Zereisenstein
eingearbeiteten Rille nur die durch doppelte Schraffur angedeuteten, ganz versch«indend
kleinen Querschnittsteile des Steins als Rückstände verbleiben, wohingegen beispielsweise
bei der bekannten Anordnung eines trapezförmigen Zereisensteins (s. Abb. 14) die
zu beiden Seiten der vom Stahl eingearbeiteten Rille verbleibenden Rückstände ganz
erheblich sind. Daneben bietet die neue Anordnung noch den Vorteil, daß Stein und
Fassung nicht aus dem Querschnitt der Längswulst f der Haube d heraustreten, so
daß eine Beschädigung der Tasche durch die scharfen Kanten der Steinfassung vermieden
ist.
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Beim Ausführungsbeispiel nach Abb.9 bis 12 ist auch die vorstehende
Längswulst der Haube d vermieden, und Stein lt und Fassung i sind vollständig
versenkt angeordnet. Zu diesem Zweck ist die zylindrische Haubenwandung unmittelbar
mit einer zur Aufnahme des beispielsweise halbzylindrischen Zereisensteins dienenden,
ebenfalls halbzylindrischen Nut g i versehen, in welcher der wieder in einer Fassung
i der bereits beschriebenen Art gehaltene Stein h mit Hilfe von an der Fassung vorgesehenen
Zungen n und in der Nutenwandung angebrachten Bajünettschlitzen o befestigt ist.
Natürlich muß dabei der obere Teil des Benzinwattebehälters a eine übereinstimmende
Nut r enthalten, um die Haube d auf den Behälter a
aufstecken zu können.
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Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Beispiele beschränkt,
vielmehr sind auch noch andere Ausführungsformen möglich. Insbesondere ist die Erfindung
auch bei sogenannten Fackelstiftfeuerzeugen anwendbar, in welchem Falle der Stein
mit seiner Fassung m einer Nut des Benzinwattebehälters befestigt wird. Ferner könnte
der Zereisenstein auch ohne Zuhilfenahme einer besonderen Fassung unmittelbar in
einer entsprechend gestalteten Nut oder Rille der Haube oder des Benzinwattebehälters
gehalten sein.