DE4127569C2 - Schaltung zum Erkennen einer Gleichstromleitungsunterbrechung - Google Patents
Schaltung zum Erkennen einer GleichstromleitungsunterbrechungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltung zum Erkennen
einer Gleichstromleitungsunterbrechung. Eine derartige
Schaltung wird in nachrichtentechnischen Geräten häufig
benötigt, um Stromschleifenunterbrechungen unverzüglich zu
erkennen. Ein wichtiges Anwendungsgebiet stellen Fernsprech
leitungen dar, wobei die auftretenden, zugelassenen Schleifen
stromstärken sehr unterschiedlich sein können und beispiels
weise im Bereich der Deutschen Bundespost zwischen 19 mA und 60
mA variieren. Je nach Endgerät, d. h. Fernsprechapparat, rufen
die dort vorhandenen kapazitiven Bauelemente für die Anrufvor
richtungen und eventuelle elektronische Beschaltungen ein sehr
unterschiedliches Abklingverhalten des Stroms bei einer Lei
tungsunterbrechung hervor.
Es ist bekannt, Leitungsunterbrechungen durch eine fest einge
stellte Stromerkennungsschwelle zu detektieren. Hierzu kann
beispielsweise ein spannungsschwellwertsensitives Bauelement
parallel zu einem in die Leitung eingeschleiften ohmschen
Widerstand geschaltet sein. Damit eine solche Anordnung mit
festem Schwellwert für unterschiedliche, nominale Schleifen
stromstärken verwendbar ist, muß sie zwangsläufig auf einen
Stromwert unterhalb der geringsten auftretenden Nominalstrom
stärke eingestellt sein. Dies führt dazu, daß bei hohen
Nominalstromstärken eine Unterbrechung erst viel später erkannt
wird. Diese Zeitverzögerung kann beispielsweise für Fernsprech
leitungen bis zu mehreren Millisekunden betragen, was für viele
Anwendungsfälle zu einer unvorteilhaft späten Erkennung führt.
Aus der DE-AS 12 31 762 ist eine Schaltung zum Erkennen einer
Gleichstromleitungsunterbrechung bekannt, die bei erkannter Unterbrechung
die Stromschleife vor der Unterbrechungsstelle über
einen ansteuerbaren Schalttransistor wieder schließt. Die Ansteuerung
erfolgt über einen weiteren Schalttransistor, zu dessen
Ansteuerung ein Spannungswert dient, der sich aus dem Spannungsabfall
über zwei hintereinander in Durchlaßrichtung in einem
zur Stromschleife parallelen Stromzweig und dem Spannungsabfall
an einem in die zu überwachende Stromschleife eingeschleiften
Widerstand ergibt. Auch bei dieser Anordnung ist
folglich zur Erkennung einer Stromschleifenunterbrechung ein
fester Spannungsschwellwert durch den Diodenspannungsabfall
vorgegeben, so daß bei hoher Schleifenstromstärke die Unterbrechung
wiederum erst viel später erkannt wird als bei geringer
Stromstärke.
Aus der DE 39 15 880 A1 ist eine Vorrichtung zum Überwachen eines
vieladrigen Kabels bekannt, durch die in einem separaten
Meßbetrieb mittels einer Brückenschaltungsanordnung der Widerstand
einer Stromschleife erfaßbar ist. Dabei vergleicht ein
Komparator die Schleifenspannung mit dem Spannungsabfall an
einem durch eine Steuereinheit über einen Schalter aufladbaren
Ladekondensator und erzeugt ein Erkennungssignal, sobald die
Kondensatorspannung die Stromschleifenspannung erreicht hat.
Dieser nur auf jeweilige Meßbetrieb-Anforderung hin erfolgende
Widerstandsmeßprozeß vermag daher im normalen Funktionsbetrieb
einer Stromschleife eine Unterbrechung derselben nicht automatisch
und ohne Zeitverzögerung zu erkennen.
Der Erfindung liegt daher die Schaffung einer Schaltung zu
grunde, welche eine aufgetretene Unterbrechung in einer
elektrischen Gleichstromleitung weitgehend unabhängig von der
zuvor vorliegenden Leitungsstromstärke zuverlässig und ohne
Zeitverzögerung erkennt.
Diese Aufgabe wird durch eine Schaltung mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 gelöst. Das von der Detektoreinheit ausgangs
seitig erzeugte Spannungsdifferenzsignal ist im Normalbetrieb
der Leitungsstromstärke in etwa proportional, wobei sich die
Schaltschwelle der Spannungsänderung variabel an eine verän
derte nominale Leitungsstromstärke anpaßt. Aufgrund des bei
schnell abfallender Leitungsstromstärke, insbesondere wegen
einer Leitungsunterbrechung, sein Vorzeichen innerhalb einer
von der anfänglichen Stromstärke unabhängigen Zeitdauer
wechselnden Spannungsdifferenzsignals läßt sich mit der Detek
toreinheit stets zeitrichtig und zuverlässig eine solche
Stromschleifenunterbrechung erkennen.
In Ausgestaltung der Erfindung ist nach Anspruch 2 ein
Spannungskomparator vorgesehen, der den Vorzeichenwechsel des
Spannungsdifferenzsignals der Detektoreinheit auswertet und an
zeigt.
Eine Weiterbildung der Erfindung nach Anspruch 3 hat den
Vorteil, daß die für die Detektoreinheit vorgesehene Strom-/
Spannungswandlereinheit ggf. zugleich zur Energieversorgung für
ein Endgerät, zum Beispiel einen Fernsprechapparat, dienen
kann.
In einer Weiterbildung der Erfindung nach Anspruch 4 ist die
Detektoreinheit in einfacher Weise aus wenigen, passiven Bau
elementen aufgebaut.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Zeich
nungen dargestellt und werden nachfolgend beschrieben. Es
zeigen:
Fig. 1 eine Fernsprechleitung mit Endgerät und einer Zusatz
schaltung zum Erkennen einer Leitungsunterbrechung,
Fig. 2 eine Fernsprechleitung wie Fig. 1, jedoch mit einer
andersartigen Detektoreinheit innerhalb der eine
Leitungsunterbrechung erkennenden Zusatzschaltung,
und
Fig. 3 ein Detailschaltbild einer in Fig. 1 verwendeten
Strom-/Spannungswandlereinheit.
In Fig. 1 ist eine zu Leitungsaderanschlüssen (La und Lb)
geführte Fernsprechleitung (9) dargestellt, an die wiederum
über Anschlußkontakte (a, b) ein Endgerät in Form eines Fern
sprechapparates (1) angeschlossen ist. In Serie zum Fernsprech
apparat (1) ist ein ohmscher Widerstand (R1) sowie eine Strom-/
Spannungswandlereinheit (8) mit ihren Primärwicklungsanschlüs
sen (8b, 8c) in die Leitung (9) eingeschleift. Widerstand (R1)
und Wandlereinheit (8) bilden zusammen eine durch den ge
strichelten Rahmen symbolisierte Detektoreinheit (3a), die mit
Anschlüssen (4, 5) in die Fernsprechleitung (9) eingeschleift
ist. Die Detektoreinheit (3a) besitzt außerdem zwei Ausgänge
(6, 7), an die ein Spannungskomparator (2) angeschlossen ist.
Das Ausgangssignal (A) des Komparators (2) signalisiert einen
Vorzeichenwechsel der Differenz der an seinen Eingängen an
liegenden Spannungen (Ua, Uk′). Mittels eines internen Abzweigs
innerhalb der Detektoreinheit (3a) liegt der eine Ausgang (7)
auf demselben Potential wie der mit dem Anschlußkontakt (a) für
das Endgerät (1) verbundene Anschluß (5) der Detektoreinheit
(3a). Dies bewirkt, daß der eine Spannungskomparatoreingang auf
dem Potential (Ua) dieses Anschlußkontakts (a) liegt. Am
anderen Ausgang (6) der Detektoreinheit (3a) liegt die von
einer Sekundärwicklung an einem Ausgang (8a) der Wandlereinheit
(8) erzeugte Spannung (Uk′) an, die den anderen Komparator
eingang beaufschlagt.
Die Wandlereinheit (8) ist in den Fernsprechapparat (1)
integriert und kann noch weitere Funktionen erfüllen, zum
Beispiel die Energieversorgung des Fernsprechapparates (1), und
besitzt intern einen zweckentsprechenden Aufbau, wie er in Fig.
3 dargestellt ist. Die dort gezeigte, als Sperrwandler
aufgebaute Wandlereinheit (8) enthält einen Übertrager (16),
dessen Primärwicklung über die Anschlüsse 8b und 8c in die
Fernsprechleitung (9) eingeschleift ist. In Reihe zur Pri
märwicklung des Übertragers (16) ist ein Schalttransistor (15)
eingeschleift, der über eine Steuerleitung (17) erregt wird,
wobei die hierfür erforderliche Taktversorgung mit einem nicht
gezeigten Taktgeber im Endgerät (1) erfolgt. Alternativ kann
auch eine Selbsterregung vorgesehen werden. Parallel zum
Schalttransistor (15) und der Übertragerprimärwicklung ist ein
Kondensator (10) geschaltet. Der galvanisch vom Primärkreis
entkoppelte Sekundärkreis enthält eine Diode (14) zur
Gleichrichtung und einen Kondensator (11) zur Glättung der
entstehenden Spannung an der Sekundärwicklung des Übertragers
(16). Die entstehende Ausgangsspannung an den Ausgängen 18 der
Wandlereinheit (8) dient einerseits zur internen
Stromversorgung von Zusatzgeräten im Endgerät (1), worauf hier
nicht näher eingegangen wird. Über einen Spannungsteiler,
bestehend aus zwei ohmschen Widerständen (12, 13), die parallel
zum Kondensator (11) liegen, steht eine Spannung gewünschter
Größe an dem Ausgang 8a der Wandlereinheit (8) an. Weil sich
dieses Sperrwandlersystem annähernd linear verhält, steigt die
an den Ausgängen 18 und damit auch die am Ausgang 8a anliegende
Spannung in etwa linear mit dem Schleifenstrom an, der über die
Anschlüsse 8b und 8c durch die Übertragerprimärwicklung fließt.
Da die im Kondensator (11) zur Verfügung gestellte Energie
jeweils größer als die verbrauchte Energie ist, ergibt sich
eine gegenüber der Entladezeit kürzere Ladezeit.
Nachfolgend wird die Funktionsweise der in Fig. 1 gezeigten
Schaltung erläutert.
Wie oben beschrieben, ist durch die interne, hochfrequente
Taktung der Wandlereinheit (8) bei einem zeitlich konstanten
Gleichstrom in der Leitung (9) die am Wandlerausgang (8a)
anstehende Spannung (Uk′) annähernd proportional zur
Gleichstromstärke in der Fernsprechleitung (9). Die interne
Verschaltung der Strom-/Spannungswandlereinheit (8) ist so
gewählt, daß bei einer Änderung der Stromstärke in der Leitung
(9) die Ausgangsspannung (Uk′) einer solchen Änderung bei
steigender Stromstärke mit einer kürzeren Zeitkonstanten und
bei abfallender Stromstärke mit einer längeren Zeitkonstante
folgt.
Bei einer Leitungsunterbrechung im Fernsprechapparat (1),
beispielsweise mittels eines Gabelumschalters oder einer
Wählvorrichtung, kommt es zu einem etwa exponentiellen Strom
abfall in der Leitung (9) aufgrund parallel überbrückender
kapazitiver Elemente im Fernsprechapparat (1). Die interne
Verschaltung in der Wandlereinheit (8) und der Wert des ohm
schen Widerstands (R1) sind so gewählt, daß vor einer Strom
unterbrechung in der Leitung (9) die beiden zur Leitungsstrom
stärke etwa proportionalen Ausgangsspannungen (Ua und Uk′) der
Detektoreinheit (3a) dasselbe Vorzeichen haben und die Spannung
Uk′ zwischen Ua und dem Potential am Leitungsaderanschluß La,
das je nach Polung einen positiven oder negativen Wert hat,
liegt. Bei erfolgter Stromunterbrechung folgt nun die Spannung
Ua mit einer sehr kurzen, durch die Kapazitäten im Fernsprech
apparat (1) bestimmten Zeitkonstanten dem Stromabfall nach, bis
sie schließlich dem Potential am Zufuhranschluß La der Fern
sprechleitung (9) entspricht. Demgegenüber ist die Änderungs
geschwindigkeit der Spannung Uk′ aufgrund des integrierenden
Verhaltens der Wandlereinheit (8) deutlich geringer. Die
Spannung Uk′ fällt daher mit einer deutlich größeren Zeit
konstante ab. Da sich die Spannung Ua vergleichsweise schnell
zum Potential des Zufuhranschlusses La hin und die Spannung Uk′
von einem ursprünglich zwischen Ua und dem Potential an La
liegenden Wert vergleichsweise langsam nach Null hin verändert,
kommt es während der Spannungsänderungen im Anschluß an eine
Leitungsunterbrechung zwangsläufig zu einem Überkreuzen der
beiden Spannungswerte, bei dem die vom Spannungskomparator (2)
anzeigbare Spannungsdifferenz UD= Ua-Uk′ ihr Vorzeichen
wechselt. Der Spannungskomparator (2) erzeugt in diesem Moment
ein entsprechendes Ausgangssignal (A), wodurch die Leitungs
unterbrechung erkannt ist.
Da die beiden Spannungen (Ua und Uk′) jeweils annähernd pro
portional zur Stromstärke des Gleichstroms in der Fernsprech
leitung (9) sind, bewirkt diese Anpassung der Schaltschwelle,
daß die Stromschleifenunterbrechung stets innerhalb einer
Zeitdauer erkannt wird, die im wesentlichen unabhängig vom
anfänglichen Wert der Gleichstromstärke in der Leitung (9) ist.
Der bei Verwendung einer festen Schaltschwelle ansonsten
auftretende Zeitverzug bei Unterbrechungen eines zuvor ver
gleichsweise hohen Schleifenstroms tritt bei dieser Schaltung
nicht auf. Entsprechend wird auch ein erneuter Stromschleifen
schluß wiederum gemeldet, wobei die Wandlerausgangsspannung
Uk′ dem ansteigenden Leitungsstrom schneller nachzufolgen
vermag als dem zuvor erfolgten Stromabfall. Die Spannung Ua
folgt dem Stromanstieg, der durch einen entsprechenden Schal
terschluß im Endgerät (1) bedingt ist, sehr rasch und höchstens
um geringfügige induktive Effekte aufgrund der Primärspule der
Wandlereinheit (8) und Induktivitäten im Endgerät (1) verzö
gert.
Eine ähnliche Anordnung wie in Fig. 1 ist in Fig. 2 darge
stellt, wobei funktionell gleiche Teile mit gleichen Bezugs
zeichen versehen sind. Unterschiedlich gegenüber der in Fig. 1
gezeigten Anordnung ist lediglich der Aufbau der wiederum
symbolisch mit einem gestrichelten Rahmen versehenen Detektor
einheit (3b). Sie besteht hier aus drei ohmschen Widerständen
(R2, R3, R4) und einem Kondensator (C). Die Widerstände R3 und
R4 sind seriell zwischen den Anschlüssen (4 und 5) der Detektor
einheit (3b) eingeschleift. Parallel zum Widerstand R3 ist ein
Leitungszweig geschaltet, in dem der Kondensator (C) und der
Widerstand R2 in Reihe geschaltet sind. Der Ausgang 6 der
Detektoreinheit (3b) ist mit einem Abzweig zwischen dem Konden
sator (C) und dem Widerstand R2 auf der dem Widerstand R3
abgewandten Seite verknüpft. Das dort anstehende Potential (Uk)
ist dem einen Komparatoreingang zugeführt, während der andere
Komparatoreingang wieder mit der Spannung (Ua) des Anschluß
kontakts (a) des Fernsprechapparates (1) - über den Ausgang 7
und eine interne Verknüpfung in der Detektoreinheit (3b) mit
dem Anschlußkontakt (a) - beaufschlagt ist.
Nachfolgend wird die Funktionsweise dieser aus wenigen passiven
Bauelementen aufgebauten Detektoreinheit (3b) beschrieben.
Sobald nach einem durch einen Stromschleifenschluß hervorge
rufenen Einschwingvorgang eine konstante Stromstärke I0 durch
die Fernsprechleitung (9) fließt, fällt am Widerstand R3 eine
Spannung U3 = I0R3 und am Widerstand R4 eine Spannung U4 = I0R4
ab. Da der Schleifenstrom ein reiner Gleichstrom ist, fließt
nach dem Einschwingvorgang kein Strom über den Parallelkreis
von Kondensator (C) und Widerstand R2. Die Spannung Uk ent
spricht damit dem Potential am Verknüpfungspunkt (V) zwischen
den Widerständen R2, R3 und R4. Die vom Komparator (2) erfaßte
Spannungsdifferenz ergibt sich daher zu UD = Ua-Uk = I0R4.
Ersichtlich ist diese Spannungsdifferenz proportional zur
Stromstärke (I0) des Leitungsgleichstroms.
Bei einer Stromschleifenunterbrechung im Endgerät (1) erfolgt
wiederum aufgrund der dort vorhandenen Kapazitäten ein im
wesentlichen exponentieller Abfall der Stromstärke mit einer
durch die Kapazitäten im Endgerät (1) bestimmten Zeitkonstan
ten. Der Stromabfall hat zum einen zur Folge, daß sich der
entsprechende Spannungsabfall U4 am Widerstand R4 zeitgleich
mit dem Stromabfall verringert. Zum anderen verringert sich
auch der Spannungsabfall U3 am Widerstand R3. Zu Beginn des
Stromabfalls liegt jedoch am Kondensator (C) eine Spannung
UC an, die der am Widerstand R3 vor dem Spannungsabfall an
liegenden entspricht, d. h. UC = I0R3. Aufgrund der durch die
Stromschleifenunterbrechung rasch geringer werdenden Spannungs
abfälle über den Widerständen R3 und R4 kommt es nun zu einer
Entladung des Kondensators (C) über die Widerstände R2 und R3.
Die Kapazität des Kondensators (C) und die Widerstandswerte
sind so gewählt, daß diese Entladung mit einer längeren Zeit
konstante erfolgt als das Absinken des Leitungsstroms. Der
Kondensatorentladestrom IC bedingt einen Spannungsabfall U2 am
Widerstand R2, der demjenigen am Widerstand R4 entgegengesetzt
ist. Für die Spannungsdifferenz (UD) während des Stromabfalls
ergibt sich somit UD = Ua-Uk = I0R4-ICR2. Bei Beginn der
Schleifenstromunterbrechung hat der Schleifenstrom den Wert I0,
der Entladestrom IC ist noch 0, d. h. UD = I0R4. Nach der Strom
schleifenunterbrechung steigt der Entladestrom (IC) zunächst
schnell an und fällt dann vergleichsweise langsam wieder bis
auf 0 ab. Entsprechendes gilt für den zugehörigen Spannungsab
fall U2 am Widerstand R2. Gleichzeitig fällt mit der Strom
stärke in der Leitung (9) der zugehörige Spannungsabfall U4 am
Widerstand R4 vom Wert I0·R4 vergleichsweise schnell auf 0 ab.
Die am Spannungskomparator (2) anliegende Spannungsdifferenz
(UD = Ua-Uk = U4-U2) wechselt deshalb während des Strom
abfalls zu einem bestimmten Zeitpunkt nach Einsetzen der
Leitungsunterbrechung ihr Vorzeichen, wenn nämlich die beiden
Spannungen U2 und U4 betragsmäßig gleich groß werden.
Es ergibt sich bei genauerer Betrachtung, daß diese Zeitdauer
bis zum Erreichen des Vorzeichenwechsels der Spannungsdifferenz
nur von den vorhandenen, die jeweiligen Zeitkonstanten für die
exponentiellen Stromstärkeänderungen bestimmenden, Kapazitäten
und Widerstandswerten, jedoch nicht vom Wert der anfänglichen
Leitungstromstärke (I0) selbst abhängt. Eine Stromschleifen
unterbrechung wird deshalb unabhängig von der ursprünglichen
Gleichstromstärke (I0) in der Fernsprechleitung (9) zum selben
Zeitpunkt nach Auslösung der Leitungsunterbrechung erkannt und
mit Hilfe des angeschlossenen Komparators (2) angezeigt. Bei
einem erneuten Schleifenschluß steigt die Spannung U4 rascher
an als die Spannung U2 aufgrund des einsetzenden Kondensator
ladestroms, wobei letzterer nach einiger Zeit wieder auf 0
abfällt. Die Spannungsdifferenz (UD) am Komparator (2) folgt
daher ausgehend vom Wert 0 - lediglich temporär um die Spannung
U2 vermindert - dem Spannungsabfall U4 am Widerstand R4 nach.
Eine neuerliche Stromschleifenunterbrechung kann von der
Detektoreinheit (3b) auch bereits erkannt werden, wenn der
Ladevorgang des Kondensators (C) aufgrund eines zuvor wieder
einsetzenden Schleifenstroms noch nicht vollständig abge
schlossen ist, da während des Ladevorgangs kein Vorzeichen
wechsel der Spannungsdifferenz am Komparator auftritt.
Claims (4)
1. Schaltung zum Erkennen einer Gleichstromleitungs
unterbrechung, insbesondere in einer Fernsprechleitung, gekenn
zeichnet durch eine über zwei Anschlüsse (4, 5) in die Leitung
(9) eingeschleifte Detektoreinheit (3a; 3b), die an einem
ersten Ausgang (7) eine erste mit der Leitungsstromstärke
veränderliche Spannung (Ua) und an einem zweiten Ausgang (6)
eine zweite mit der Leitungsstromstärke veränderliche Spannung
(Uk) erzeugt, wobei die Änderung der Spannungen (Ua, Uk) mit
jeweils unterschiedlicher Geschwindigkeit erfolgt, und wobei
das Spannungsdifferenzsignal (UD = Ua-Uk) im Normalbetrieb
einen zur Leitungsstromstärke (I0) im wesentlichen proportionalen
Wert besitzt und bei rasch abfallender Leitungstromstärke
innerhalb einer von der anfänglichen Stromstärke (I0) unabhängigen
Zeitdauer sein Vorzeichen wechselt.
2. Schaltung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen
an die Ausgänge (6, 7) der Detektoreinheit (3a; 3b) ange
schlossenen Spannungskomparator (2).
3. Schaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Detektoreinheit (3a) aus einer Strom-/
Spannungswandlereinheit (8) und einem ohmschen Widerstand (R1)
besteht, daß die Primärwicklung der Wandlereinheit und der
Widerstand in Serie in die Gleichstromleitung (9) eingeschleift
sind und daß der erste Ausgang (7) der Detektoreinheit mit dem
von der Wandlereinheit (8) abgewandten Widerstandsanschluß und
der zweite Ausgang (6) der Detektoreinheit mit einem Sekundär
wicklungsanschluß (8a) der Wandlereinheit leitend verbunden
ist.
4. Schaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Detektoreinheit (3b) aus einem ersten (R3)
und einem zweiten ohmschen Widerstand (R4), welche in Serie in
die Gleichstromleitung (9) eingeschleift sind, sowie einem
zum ersten Widerstand (R3) parallel geschalteten, aus einem
Kondensator (C) und einem dazu in Serie geschalteten dritten
ohmschen Widerstand (R2) bestehenden, Stromkreis aufgebaut ist,
wobei der erste Ausgang (7) der Detektoreinheit mit dem vom
ersten Widerstand (R3) abgewandten Anschluß des zweiten Wider
stands (R4) und der zweite Ausgang (6) der Detektoreinheit mit
der zum dritten Widerstand (R2) geführten Kondensatorelektrode
verbunden ist.
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Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| DE1231762B (de) * | 1964-12-09 | 1967-01-05 | Siemens Ag | UEberwachungsschaltung fuer Stromversorgungsschleifen mit in Reihe geschalteten Verbraucherwiderstaenden |
| DE3915880A1 (de) * | 1989-05-16 | 1990-11-22 | Quante Ag | Vorrichtung zum ueberwachen eines vieladrigen kabels, insbesondere eines fernmeldekabels |
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1991
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Also Published As
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| DE4127569A1 (de) | 1993-02-25 |
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