DE4100415C2 - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE4100415C2 DE4100415C2 DE19914100415 DE4100415A DE4100415C2 DE 4100415 C2 DE4100415 C2 DE 4100415C2 DE 19914100415 DE19914100415 DE 19914100415 DE 4100415 A DE4100415 A DE 4100415A DE 4100415 C2 DE4100415 C2 DE 4100415C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- profiles
- scraper plate
- separation
- flue gas
- ash
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
- 238000000926 separation method Methods 0.000 claims description 35
- 239000003546 flue gas Substances 0.000 claims description 33
- UGFAIRIUMAVXCW-UHFFFAOYSA-N Carbon monoxide Chemical compound [O+]#[C-] UGFAIRIUMAVXCW-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 29
- 239000002245 particle Substances 0.000 claims description 22
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 claims description 11
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 8
- 238000004056 waste incineration Methods 0.000 claims description 8
- 230000001133 acceleration Effects 0.000 claims description 6
- 238000011144 upstream manufacturing Methods 0.000 claims description 4
- 238000002485 combustion reaction Methods 0.000 claims description 2
- 230000008021 deposition Effects 0.000 description 14
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 5
- 239000000779 smoke Substances 0.000 description 4
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 3
- 230000000630 rising effect Effects 0.000 description 3
- 238000007790 scraping Methods 0.000 description 3
- 238000006748 scratching Methods 0.000 description 3
- 230000002393 scratching effect Effects 0.000 description 3
- 238000005422 blasting Methods 0.000 description 2
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 2
- 238000010304 firing Methods 0.000 description 2
- 239000000446 fuel Substances 0.000 description 2
- 239000002893 slag Substances 0.000 description 2
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 230000009286 beneficial effect Effects 0.000 description 1
- 239000002817 coal dust Substances 0.000 description 1
- 239000002826 coolant Substances 0.000 description 1
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 239000012717 electrostatic precipitator Substances 0.000 description 1
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 1
- JEIPFZHSYJVQDO-UHFFFAOYSA-N iron(III) oxide Inorganic materials O=[Fe]O[Fe]=O JEIPFZHSYJVQDO-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000010248 power generation Methods 0.000 description 1
- 239000002699 waste material Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23J—REMOVAL OR TREATMENT OF COMBUSTION PRODUCTS OR COMBUSTION RESIDUES; FLUES
- F23J15/00—Arrangements of devices for treating smoke or fumes
- F23J15/02—Arrangements of devices for treating smoke or fumes of purifiers, e.g. for removing noxious material
- F23J15/022—Arrangements of devices for treating smoke or fumes of purifiers, e.g. for removing noxious material for removing solid particulate material from the gasflow
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Chimneys And Flues (AREA)
- Gasification And Melting Of Waste (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Abscheidung von
Ascheteilchen aus dem Rauchgasstrom einer Feuerung,
insbesondere Müllverbrennungsanlage, bei dem Ascheteilchen
mit mindestens einer Lage von sich im wesentlichen quer zur
Rauchgasströmung erstreckenden Ascheabscheideprofilen aus
dem Rauchgasstrom entnommen werden.
Aus der GB 20 46 886 A bzw. der EP 1 03 613 B1 ist der
Einbau von lagenweise angeordneten Abscheideprofilen in
einem dem Feuerraum nachgeschalteten Rauchgaszug bekannt.
Aus der DE 36 40 377 C2 ist die Anordnung von
Ascheabscheideprofilen am oberen Ende eines
Wirbelschichtreaktors bekannt. In beiden Fällen sind die
Fangrinnenabscheider in einen Temperaturbereich deutlich
unterhalb des Ascheerweichungspunktes angeordnet, damit sie
nur die trockenen Ascheteilchen erfassen und gleichzeitig
ableiten können.
Gerade bei der Verbrennung von Müll fallen Ascheteilchen
mit einem sehr niedrigen Erweichungspunkt an, so daß auch
bei Rauchgastemperaturen in einem niedrigen
Temperaturbereich, von z. B. 700 bis 800°C, noch klebrige
Ascheteilchen vorhanden sind, die zu Anbackungen an den
nachgeschalteten Heizflächen und anderen nachgeschalteten
Aggregaten führen können. Es wäre daher von Vorteil, wenn
derartig weiche Ascherückstände abgeschieden werden
könnten, bevor der Rauchgasstrom die Nachschaltheizflächen
erreicht.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein
Verfahren und eine Vorrichtung der gattungsgemäßen Art anzugeben, mit dem ein
Abscheiden weicher Ascheteilchen möglich wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß weiche Ascheteilchen
in den Abscheideprofilen agglomeriert und die an den
Abscheideprofilen anhaftenden nicht erstarrten Ascheschichten mechanisch in
vorgegebenen Zeitabständen von den Abscheideprofilen
zumindest teilweise abgekratzt werden.
Durch die Abscheidung der weichen Ascheteilchen vor den
üblicherweise vorhandenen Nachschaltheizflächen verringert
sich die korrosive Belastung der Nachschaltheizflächen.
Durch die geringere Aschebeladung und die damit verbundene
geringere Ablagerung auf den Heizflächen kann ein besserer
Wärmeübergang an den Heizflächen erreicht werden.
Es ist somit auch nicht erforderlich, daß die Rauchgase in
dem Strahlraum der Feuerung so weit abgekühlt werden
müssen, um eine unterhalb des Ascheerweichungspunktes
liegende Temperatur aufzuweisen. Der Strahlraum vor den
Berührungsheizflächen könnte somit kleiner gebaut werden.
Da mit den weichen Ascheteilchen auch ein wesentlicher Teil
der trockenen Ascheteilchen agglomeriert und abgeschieden
wird, kann unter Umständen auch eine Entlastung der den
Nachschaltheizflächen eventuell nachgeschalteten DeNox-
Reaktoren, Elektrofilter, Luftvorwärmer oder dergleichen
erreicht werden.
Die Aschesammelprofile werden durch den kontinuierlichen
Rauchgasstrom hauptsächlich an ihrer Anströmseite mit einer
Ascheschicht überzogen. Je nach Aschegehalt des
Brennstoffes bzw. des Mülls, der Länge des
Abreinigungsintervalles und der wirksamen
Abscheideprofilfläche wird sich eine agglomerierte
Ascheschicht bestimmter Dicke aufbauen.
Hierbei ist es von Vorteil, wenn auf der Oberfläche der
Abscheideprofile eine gewisse Restschicht an agglomerierter
Asche verbleibt. Es ist nämlich zu erwarten, daß durch das
Rauchgas herangetragene Ascheteilchen auf oder an einer
bereits klebrigen Ascheschicht sehr gut anhaften.
Die von der Oberfläche des Abscheideprofiles abgeschälte
Ascheschicht fällt durch ihr großes Eigengewicht in einen
unter den Profilen vorgesehenen Aschetrichter und wird von
dort ausgetragen, z. B. in einen Naßentascher.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann nicht nur bei Rost-
oder Drehofenfeuerungen für Müllverbrennungsanlagen
eingesetzt werden, sondern auch bei mit anderen
Brennstoffen gefeuerten Feuerungsanlagen für die
Energieerzeugung. Bei den dort eingesetzten Brennstoffen
kann die Erweichungstemperatur allerdings höher liegen,
z. B. im Bereich von 1200 bis 1300°C, so daß unter Umständen
die Abscheideprofile gekühlt werden müßten. Zu einem
bevorzugten Einsatzgebiet könnte auch die
Heißgasentstaubung für Druckkohlenstaubfeuerungen in einem
GUD-Kraftwerk sein.
Die Erfindung richtet sich auch auf eine Vorrichtung zur
Abscheidung von Ascheteilchen aus den Rauchgasen einer
Feuerung, insbesondere Müllverbrennungsanlage, mit einem
Feuerraum, mindestens einer Lage von nebeneinander
angeordneten Ascheabscheideprofilen und nachgeschalteten
Heizflächen zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1.
Erfindungsgemäß ist bei einer solchen Vorrichtung
vorgesehen, daß die Abscheideprofillage im
Rauchgastemperaturbereich der Ascheerweichung angeordnet
ist und den Abscheideprofilen mindestens eine relativ zum
Profil längs verschiebbare Kratzplatte zugeordnet ist.
Es ist möglich, daß jedem Abscheideprofil eine gesonderte
Kratzplatte zugeordnet ist. Eine vereinfachte Bauart wird
jedoch erreicht, wenn mindestens zwei Abscheideprofilen
eine gemeinsame Kratzplatte zugeordnet ist. Vorzugsweise
ist allen Abscheideprofilen der Vorrichtung eine gemeinsame
Kratzplatte zugeordnet. Auch bei einer einzigen Kratzplatte
können mehrere Lagen gegeneinander versetzter Profile
sicher durch eine Kratzplatte hindurchgeführt und von
dieser abgereinigt werden.
Es wird bevorzugt, daß die Abscheideprofile sich entgegen
der Rauchgasströmung öffnende Fangrinnen von im
wesentlichen U-förmigem Querschnitt sind, es können auch
ebene Bleche zum Einsatz kommen.
Da es für die mechanische Kratzreinigung nur darauf
ankommt, eine Relativbewegung zwischen den
Abscheideprofilen und der oder den Kratzplatten zu
erzeugen, sind zwei grundsätzlich verschiedene Anordnungen
möglich. Zum einen können die Abscheideprofile in
Längsrichtung verschiebbar angeordnet sein, während die
mindestens eine Kratzplatte außerhalb des Rauchgasstromes
stationär angeordnet ist, zum anderen können die
Abscheideprofile stationär angeordnet sein, während die
mindestens eine Kratzplatte längs der Abscheideprofile
verschiebbar ist. Bei der letzteren Anordnungsvariante ist
es von Vorteil, wenn die mindestens eine Kratzplatte in
Ruhestellung in einem Strömungstotraum angeordnet ist, so
daß sie in Ruhestellung nicht fortlaufend mit weichen
Ascheteilchen beaufschlagt wird.
Um die bereits angesprochene dünne Schicht während des
Betriebes auf dem Abscheideprofil aufrechtzuerhalten, ist
es von Vorteil, wenn das Abscheideprofil eine entsprechend
gestaltete Öffnung in der Kratzplatte mit vorgegebenem
Spiel durchsetzt.
Wenn man davon ausgeht, daß die klebrigen weichen
Ascheteilchen wegen ihrer Massenkräfte durch die
Rauchgasströmung in das Aschesammelprofil
hineingeschleudert werden, während die Rauchgase selbst die
Profile umströmen, kann es von Vorteil sein, zur Beschleunigung
der Rauchgasströmung vor der mindestens einen Lage von
Abscheideprofilen stromauf derselben eine Lage von
Strömungsbeschleunigungsprofilen versetzt anzuordnen, um
den auf das Innere der Aschesammelprofile gerichteten
Impuls zu vergrößern.
Bei stationären Abscheideprofilen ist es zweckmäßig, daß
die Kratzplatte oder die Kratzplatten mittels länglicher
Antriebselemente, die mindestens eine der den Rauchgasstrom
begrenzenden Wandungen durchsetzen, verschiebbar sind. Als
Antriebselemente können z. B. verschiebbare Zug- und
Schubstangen oder Drehspindeln verwendet werden.
Um den Abkratzvorgang zu erleichtern, kann es zweckmäßig
sein, der jeweiligen Öffnung in der Kratzplatte
eine Zusatzschneide zuzuordnen.
Schließlich ist es möglich, gekühlte Abscheideprofile und
Kratzplatten zu verwenden. Die Kühlung darf aber nicht zu
einer Erstarrung der agglomerierten Schicht führen.
Konstruktiv bieten sich hier Rohr-Steg-Rohr-Konstruktionen,
Hohlprofile, Schweißkonstruktionen an, die in einen
Kühlmittelkreislauf, insbesondere den Dampf-Wasser-
Kreislauf der Müllverbrennungsanlage, eingebunden sind.
Die Erfindung soll nun anhand der beigefügten Figuren näher
erläutert werden. Es zeigen
Fig. 1 einen schematischen Teilschnitt durch eine
Müllverbrennungsanlage mit einer ersten
Ausführungsform der Abscheidevorrichtung,
Fig. 2 einen vergrößerten Teilschnitt auf eine von fangrinnenartige
Abscheideprofile durchsetzte Kratzplatte längs der Linie
II-II in Fig. 1,
Fig. 3 eine als Teilschnitt dargestellte Aufsicht in
Blickrichtung der Pfeile IIIa-IIIa und bzw. IIIb-
IIIb in der Fig. 2,
Fig. 4 einen Vertikalschnitt durch ein Abscheideprofil mit
agglomerierter Ascheschicht,
Fig. 5 einen Teillängsschnitt durch ein Abscheideprofil und
eine Kratzplatte zur Erläuterung des
Abschälvorganges,
Fig. 6 einen Teilschnitt längs der Linie VI-VI in der Fig.
5 zur Erläuterung des Spiels zwischen Abscheideprofil und
Kratzplatte,
Fig. 7 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung,
bei der stationären Abscheideprofilen zwei
bewegliche Katzplatten zugeordnet sind,
Fig. 8 eine Anordnung, bei der zwei stationären
Kratzplatten bewegliche Abscheideprofile zugeordnet
sind
und
Fig. 9 eine Seitenansicht vergleichbar Fig. 2, wobei einer
Lage von Ascheabscheideprofilen eine Lage von
Strömungsbeschleunigungsprofilen vorgeschaltet ist.
In den Fig. 1 bis 6 ist eine Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 in einer
Müllverbrennungsanlage MVA mit Rostfeuerung dargestellt.
Die mit Asche beladenen Rauchgase steigen im ersten Zug 2
auf, werden in einen zweiten Zug 3 umgelenkt und aus diesem
in einen dritten Zug 4 mit Nachschaltheizflächen 5
eingelenkt. Am unteren Ende des Zuges 4 und vor den
Nachschaltheizflächen 5 erstreckt sich zwischen der
Rückwand 3a des zweiten Zuges 3 und der Rückwand 4a des
dritten Zuges ein Fangrinnenabscheider 6 im
Temperaturbereich von 700-800°C. Der Fangrinnenabscheider 6
besteht gemäß Fig. 2 aus in zwei Lagen 7 und 8 versetzt
angeordneten fangrinnenartigen Abscheideprofilen 9, die einen im wesentlichen U-
förmigen Querschnitt aufweisen. Die Abscheideprofil öffnen sich
entgegen der vertikal aufwärts gerichteten Rauchgasströmung
RG nach unten. Teigige Ascheteilchen, die mit der
aufwärtsgerichteten Rauchgasströmung RG gegen die in Lagen
7 und 8 versetzt angeordneten Abscheideprofil 9 geführt werden,
werden in die nach unten offene Seite der Abscheideprofil 9
geschleudert, während die Rauchgase selbst die Abscheideprofil
umströmen. Die Teilchen lagern sich in einer Schicht A, wie
dies in den Fig. 4 und 5 dargestellt ist, im wesentlichen
auf der Innenfläche der einzelnen Abscheideprofil ab, d. h. sie
werden an dem Abscheideprofil agglomeriert. Um die agglomerierte
Schicht A von Zeit zu Zeit zu entfernen, ist eine
Kratzplatte 10 vorgesehen, die von allen Abscheideprofilen 9
durchsetzt ist. Zu den Abscheideprofilen 9 gehören auch Halbprofile
9′, die in der Lage 8 randständig angeordnet sind, wie
dieses aus der Fig. 2 ersichtlich ist. In der Kratzplatte
10 sind (vgl. Fig. 6) entsprechend der Geometrie der Abscheideprofile
Öffnungen 11 ausgebildet. Das Spiel 11′ zwischen
der Kratzplatte 10 und den Abscheideprofilen 9, 9′ ist so gewählt,
daß ein ausreichender Abkratzeffekt erzielt wird, jedoch
eine agglomerierte Schicht geringer Schichtdicke verbleibt.
Durch das Spiel 11′ sind auch Wärmebewegungen möglich.
Die Abscheideprofile 9, 9′ sind in Tragplatten 12 und 13
gelagert, die über örtliche Auflager 14 bzw. 15 und
Haltehaken 16 bzw. 17 wärmebeweglich an der Rückwand 3a
bzw. der Rückwand 4a gehalten sind.
Für die Verschiebung der Kratzplatte 10 längs der Abscheideprofile
9 bzw. 9′ erstrecken sich zwei Vorschubspindeln 18 und 19
von außen durch die Rückwand 4a in den Kessel hinein, wobei
sie die Tragplatten 12 und 13 durchsetzen. An der
Kratzerplatte 10 sind Gewindeschlösser 20 und 21
vorgesehen, in die die Spindeln eingreifen. An den freien
Enden der Gewindespindel 18 bzw. 19 sind Kegelräder 22 bzw.
23 angeordnet, die mit entsprechenden auf einer gemeinsamen
Welle 26 angeordneten Kegelrädern 24 bzw. 25 kämmen. Die
Welle 26 wird über eine Untersetzung 27 von einem
unsteuerbaren Antriebsmotor 28 angetrieben. Wie aus der
Fig. 3 ersichlich ist, sind den beiden Endlagen der
Kratzplatte 10 über Brücken 29 betätigbare Endschalter
bzw. Umkehrschalter 30 zugeordnet, die auf eine
Steuereinheit 31 einwirken.
Wenn ein Kratzen des Abscheiders erforderlich
ist, wird die Steuereinheit 31 aktiviert und die
Kratzplatte aus der in den Fig. 1 und 3 gezeigten
seitlichen Ruhestellung in die andere Stellung verfahren
und von dort wieder in die Ruhestellung.
Die Kratzplatte 10 ist an ihren Längskanten mit
Abwinkelungen 10a bzw. 10b versehen, die einstückig mit dem
Plattenblech ausgebildet sein können oder mit dem
Plattenblech verschweißt sind. Wie aus der Fig. 1
ersichtlich ist, dienen die Abwinkelungen dazu, in der
Ruhestellung der Agglomeriervorrichtung ein Hinterströmen
der Kratzplatte durch das aufsteigende Rauchgas zu
vermeiden.
Um die Wärmedehnung der Abscheideprofile 9, 9′ zulassen zu
können, ist es von Vorteil, wenn die Abscheideprofile 9, 9′
entsprechend geformte Öffnungen in den Tragplatten 12 und
13 frei durchsetzen. Es ist jedoch durchaus möglich, daß
die Abscheideprofile an einer der Tragplatten angeheftet sind.
Die von der Kratzplatte von den Abscheideprofilen entfernte
Schlacke A fällt infolge ihres Eigengewichtes entgegen der
aufsteigenden Strömung des Rauchgases RG im Zug 4 nach unten und
kann über einen Trichterauslaß 32 abgezogen werden.
In der Fig. 2 ist durch die gestrichelte Linie dargestellt,
daß die Kratzplatte 10 auch durch zwei voneinander
getrennte Kratzplatten 10′ bzw. 10′′ ersetzt werden kann,
falls dieses erforderlich ist. Es ist auch möglich, jedem
Abscheideprofil eine gesonderte Kratzplatte zuzuordnen. In diesem
Falle verkompliziert sich jedoch der Antrieb.
Weiterhin ist durch die strichpunktierte Linie in Fig. 5
dargestellt, daß gegebenenfalls an der Kratzplatte 10 für
jede Abscheideprofil eine Zusatzschneide 33 vorgesehen sein kann,
um das Abschälen der Schlackeschicht A durch die
auftretende Pflugwirkung zu verbessern.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 7 erstrecken sich
zwischen zwei die aufsteigende Strömung des Rauchgases RG
begrenzenden Wänden 34 und 35 Abscheideprofile 36. Auf den
Abscheideprofilen sind zwei Kratzplatten 37 und 38 angeordnet,
die von ihren seitlichen Ruhestellungen im wesentlichen
über die Hälfte der Profillänge der Abscheideprofile 36 nach innen
verschiebbar sind. Hierfür sind durch Antriebe 39
verschiebbare Vorschubgestänge 40 vorgesehen. Zunächst wird
die Kratzplatte 37 bis in ihre Endstellung 37′ vorgeschoben
und dann zurückgezogen. Danach fährt die Kratzplatte 38 bis
zu ihrer Vorschubstellung 38′ vor. Auf diese Weise ist
sichergestellt, daß die Abscheideprofile insgesamt
abgereinigt werden. Die herunterfallende Asche wird durch
einen Trichter abgeführt.
Bei der in der Fig. 8 gezeigten Ausführungsform sind durch
die die Strömung des Rauchgases RG begrenzenden Wände 41 und 42
Abscheideprofile 43 derart durchgeführt, daß sie in der
Fig. 8 nach links bzw. rechts durch außerhalb der Wände 41
und 42 feststehend angeordnete Kratzbleche 44 und 45
geschoben werden können. Der hierfür erforderliche Antrieb
ist der Einfachheit halber nicht dargestellt. Die
Kratzbleche 44; 45 dienen gleichzeitig zur Lagerung der
Abscheideprofile 43. Die bei Verschiebung der Abscheideprofile 43 nach
links bzw. nach rechts abgekratzte Asche fällt in hierfür
vorgesehene Entaschungseinrichtungen 46 bzw. 47. Hierbei
kann über in Fig. 8 bei 46a bzw. 47a schematisch
dargestellte Düsen Wasser auf den Abkratzbereich gesprüht
werden, um den Abschälvorgang durch Versprödung der Asche
zu unterstützen. Die Anordnung gemäß Fig. 8 ist
insbesondere für den Einsatz bei höheren
Rauchgastemperaturen geeignet.
Die Abscheideprofile können in mehreren Lagen angeordnet
sein, wie dies z. B. in der Fig. 2 dargestellt ist. In der
Fig. 9 wird einer Lage von Abscheideprofilen 9 eine Lage von
Beschleunigungsprofilen 48 in Rauchgasströmung gesehen
versetzt vorgeschaltet, um die Rauchgasströmung zu
beschleunigen, damit die Ascheteilchen mit höherem Impuls
auf die Abscheideprofile fliegen. Es ist zu erwarten, daß
hierdurch der Ascheteilchenstrom konzentriert wird, so daß
eine Lage von Abscheideprofilen 9 ausreichen könnte. Es ist
vorgesehen, daß das zugeordnete Kratzblech 10 auch von
den Beschleunigungsprofilen 48 durchsetzt wird, um deren
Abreinigung zu gewährleisten.
Claims (12)
1. Verfahren zur Abscheidung von Ascheteilchen aus dem
Rauchgasstrom einer Feuerung, insbesondere
Müllverbrennungsanlage, bei dem Ascheteilchen mit
mindestens einer Lage von sich im wesentlichen quer zur
Rauchgasströmung erstreckenden Ascheabscheideprofilen
aus dem Rauchgasstrom entnommen werden,
dadurch gekennzeichnet, daß
weiche Ascheteilchen in den Abscheideprofilen
agglomeriert und die an den Abscheideprofilen
anhaftenden nicht erstarrten Ascheschichten mechanisch
in vorgegebenen Zeitabständen von den Abscheideprofilen
zumindest teilweise abgekratzt werden.
2. Vorrichtung zur Abscheidung von Ascheteilchen aus den
Rauchgasen einer Feuerung, insbesondere
Müllverbrennungsanlage, mit einem Feuerraum, mindestens
einer Lage von nebeneinander angeordneten
Ascheabscheideprofilen und nachgeschalteten
Heizflächen zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die
Abscheideprofillage (7; 8) im Rauchgastemperaturbereich
der Ascheerweichung angeordnet ist und den
Abscheideprofilen (9; 36; 43) mindestens eine relativ
zum Profil längs verschiebbare Kratzplatte (10; 37, 38;
44, 45) zugeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abscheideprofile
(7; 8) sich entgegen der Rauchgasströmung öffnende
Fangrinnen von im wesentlichen U-förmigem Querschnitt
sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß jedem
Abscheideprofil eine gesonderte Kratzplatte zugeordnet
ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens zwei
Abscheideprofilen (9) eine gemeinsame Kratzplatte (10)
zugeordnet ist.
6. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 2-5,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Abscheideprofile (43) in Längsrichtung verschiebbar
angeordnet sind, während die mindestens eine
Kratzplatte (44; 45) außerhalb des Rauchgasstromes
stationär angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 2-5,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Abscheideprofile (9; 36) stationär angeordnet sind,
während die mindestens eine Kratzplatte (10; 37; 38)
längs der Abscheideprofile verschiebbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die mindestens eine
Kratzplatte (10) in Ruhestellung in einem
Strömungstotraum angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 2-8,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Abscheideprofil (9) eine entsprechend gestaltete
Öffnung (11) in der Kratzplatte (10) mit vorgegebenem
Spiel (11′) durchsetzt.
10. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 2-9,
dadurch gekennzeichnet, daß zur
Beschleunigung der Rauchgasströmung vor der mindestens einen
Lage von Abscheideprofilen (9) stromauf derselben eine
Lage von Strömungsbeschleunigungsprofilen (48) versetzt
angeordnet ist.
11. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 2-10,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Kratzplatte oder die Kratzplatten mittels länglicher
Antriebselemente (18; 19), die mindestens eine der den
Rauchgasstrom begrenzenden Wandungen (4a) durchsetzten,
verschiebbar sind.
12. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 2-11,
dadurch gekennzeichnet, daß der
jeweiligen Öffnung (11) in der Kratzplatte
eine Zusatzschneide (33) zugeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914100415 DE4100415A1 (de) | 1991-01-09 | 1991-01-09 | Verfahren zur abscheidung von ascheteilchen aus dem rauchgasstrom einer feuerung, insbesondere muellverbrennungsanlage, und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914100415 DE4100415A1 (de) | 1991-01-09 | 1991-01-09 | Verfahren zur abscheidung von ascheteilchen aus dem rauchgasstrom einer feuerung, insbesondere muellverbrennungsanlage, und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4100415A1 DE4100415A1 (de) | 1992-07-16 |
| DE4100415C2 true DE4100415C2 (de) | 1993-06-17 |
Family
ID=6422722
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914100415 Granted DE4100415A1 (de) | 1991-01-09 | 1991-01-09 | Verfahren zur abscheidung von ascheteilchen aus dem rauchgasstrom einer feuerung, insbesondere muellverbrennungsanlage, und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4100415A1 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19521321A1 (de) * | 1995-06-12 | 1996-12-19 | Abb Management Ag | Verfahren und Vorrichtung zur Reduktion des Staubgehaltes der Abgase eines Dampferzeugers |
Family Cites Families (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE484087C (de) * | 1929-10-10 | I A Maffei A G | Aus mehreren Teilen zusammengesetzter, in senkrechter Richtung verstellbarer Arbeitsbalken fuer Betonstrassenfertiger | |
| US4253425A (en) * | 1979-01-31 | 1981-03-03 | Foster Wheeler Energy Corporation | Internal dust recirculation system for a fluidized bed heat exchanger |
| CA1225292A (en) * | 1982-03-15 | 1987-08-11 | Lars A. Stromberg | Fast fluidized bed boiler and a method of controlling such a boiler |
| DE3640377A1 (de) * | 1986-11-26 | 1988-06-09 | Steinmueller Gmbh L & C | Verfahren zur verbrennung von kohlenstoffhaltigen materialien in einem wirbelschichtreaktor und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens |
| DD284273A5 (de) * | 1989-05-24 | 1990-11-07 | Veb Kraftwerke Luebbenau-Vetschau,Dd | Vorrichtung zum aushalten von asche aus einem asche-rauchgas-strom |
-
1991
- 1991-01-09 DE DE19914100415 patent/DE4100415A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4100415A1 (de) | 1992-07-16 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0461695B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung staub- und schadstoffhaltiger Abgase | |
| EP3194849B1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum aufbereiten von in einem feuerraum einer müllverbrennungsanlage anfallender schlacke | |
| DE3636479C2 (de) | ||
| DE3038875C2 (de) | Müllverbrennungsanlage | |
| EP0143395A1 (de) | Verfahren und Anlage zum Brennen von feinkörnigem Gut zur Herstellung von Zementklinker | |
| DE102009044117B4 (de) | Abscheidersystem zur Abscheidung von Tropfen aus einer Rauchgasströmung | |
| DE3939344C2 (de) | Verfahren zum behandeln von rueckstaenden einer abfallverbrennungsanlage und abfallverbrennungsanlage zur durchfuehrung des verfahrens | |
| EP0903536A1 (de) | Dampferzeuger mit integriertem Staubabscheider | |
| DE19521321A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Reduktion des Staubgehaltes der Abgase eines Dampferzeugers | |
| DE2518128A1 (de) | Verbrennungsanlage, insbesondere zum verbrennen von muell | |
| DE69225230T2 (de) | Verfahren zum entfernen von niederschlägen an den wänden der einlassrohrleitung eines gaskühlers sowie einlassrohrleitung für gaskühler mit gekühlter elastischer metallstruktur | |
| EP0972988B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Entziehen von Wasser aus mechanisch aus einem Nassentschlacker ausgetragenen Verbrennungsrückständen | |
| DE4100415C2 (de) | ||
| DE1943855A1 (de) | Verfahren zur Muellverbrennung und Muellverbrennungsanlage zur Durchfuehrung dieses Verfahrens | |
| DE2904479C2 (de) | Schrottausbrennanlage | |
| DE3722193C1 (de) | Verfahren zum Entfernen des Staubes von Niederschlagselektroden | |
| DE102011055015B4 (de) | Heizkessel für feste Brennstoffe | |
| DE2839536C3 (de) | Roststab für Walzenroste einer Verbrennungsanlage | |
| DE3712380C2 (de) | ||
| EP0321914A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Abscheiden von Staub aus Heissgasen | |
| EP1407190A1 (de) | Vorrichtung zur staubabscheidung aus rauchgasen von verbrennungsanlagen, vorzugsweise festbrennstoffverbrennungsanlagen | |
| DE10305968B3 (de) | Verfahren zur Verbrennung von Asche und Schlacke bildenden Brennstoffen und Rückständen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE3332547C1 (de) | Vorrichtung zur Reinigung von durch Verbrennungsgase beaufschlagten, in einem Rauchgasschacht angeordneten Wärmeübertragungsflächen | |
| DE102006004222A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung von Heizflächen in thermischen Anlagen | |
| DE2933019A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum abreinigen der rauchgase einer aufbereitungsanlage fuer bituminoeses mischgut |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: JOSUPEIT, JENS, 51647 GUMMERSBACH, DE |
|
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |