DE4100388C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Entlüftungsleitung für
einen von einer Wandung umschlossenen Tank für eine
Flüssigkeit, umfassend eine die Wandung von außen
durchdringende Leitung, die eine oberhalb der Flüssigkeit
endende Mündung aufweist sowie einen im
Bereich der Mündung der Leitung vorgesehenen
Schwimmkörper.
Eine solche Entlüftungsleitung ist aus der
DE OS 40 12 368 bekannt. Sie dient
der Ent- und Belüftung des oberhalb des Flüssigkeits
spiegels befindlichen Raumes eines Kraftstofftanks.
Die Leitung ist dabei durch ein mit einem Schwimmkörper
versehenen Ventil und ein damit in Reihe geschal
tetes, federbelastetes Magnetventil verschließbar.
Hierdurch soll der Austritt von Kraftstoffbestand
teilen verhindert werden, wenn sich eine Schräg- oder
Überkopflage des Kraftstofftanks ergibt. Die
Entlüftungsleitung ist aufwendig in der Herstellung
und die damit erreichte
Betriebssicherheit ist wenig
befriedigend.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ent
lüftungsleitung zu zeigen, die sich bei einem ver
einfachten Aufbau durch eine wesentlich höhere Be
triebssicherheit auszeichnet und bei einer Schräg-
oder Überkopflage des Tanks einen Austritt von
Flüssigkeitsbestandteilen zuverlässig verhindert.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den kenn
zeichnenden Merkmalen von Anspruch 1 gelöst. Auf
vorteilhafte Ausgestaltungen nehmen die Unteran
sprüche Bezug.
Bei der erfindungsgemäßen Leitung ist es vorgesehen,
daß die Leitung mit einer in den Tank hineinragenden
und relativ zu diesem beweglichen Verlängerung
versehen ist und daß die Verlängerung eine Mündung auf
weist, die durch einen Schwimmkörper auf der Flüssig
keit abgestützt ist. Die Mündung der Verlängerung
befindet sich hierdurch unabhängig vom Füllungsgrad
des Tanks und von dessen relativer Lage stets ober
halb des Flüssigkeitsspiegels. Der Austritt von
Flüssigkeitsbestandteilen ist dadurch unabhängig vom
Füllungsgrad des Tanks und von dessen relativer Lage
völlig ausgeschlossen. Insbesondere für mobile
Tanks, in denen umweltunverträgliche Flüssigkeiten
enthalten sind, ist das von großem Vorteil.
Die Flüssigkeit kann auch in einer sackartigen,
flexiblen Wandung eingeschlossen sein, welche ein in
Abhängigkeit vom jeweiligen Füllungsgrad variables
Volumen aufweist. Die Oberfläche läßt sich hierdurch
hinsichtlich ihrer Ausdehnung minimieren, was die
Verdampfungsrate verringert.
Die Verlängerung kann zumindest anteilig aus einem
flexiblen Schlauch bestehen. Der sich insgesamt
ergebende Herstellungsaufwand ist bei einer solchen
Ausführung ganz besonders gering.
Der Durchtrittsquerschnitt der Entlüftungsleitung
wird maßgeblich durch den Bedarf des an den Tank
angeschlossenen Verbrauchers bestimmt, beispielsweise
durch den Verbrauch einer Verbrennungskraftmaschine.
Bei großen Durchtrittsquerschnitten kann das zu dazu
führen, daß sich eine unerwünschte Beeinträchtigung
der Biegsamkeit ergibt, wenn nur ein einziger
Schlauch zur Anwendung gelangt. Um den diesbezügli
chen Nachteil zu vermeiden, hat es sich als vorteil
haft bewährt, den insgesamt erforderlichen Durch
trittsquerschnitt auf mehrere dünne Einzelschläuche
zu verteilen, die zwischen ihren Enden lose gebündelt
sind. Das bewegliche Ende eines derartigens Bündels
von Schläuchen vermag den Relativbewegungen des
Schwimmkörpers leicht zu folgen, was die Erzielung
einer guten Betriebssicherheit begünstigt. Die
einzelnen Schläuche können auch miteinander zu einem
Zopf verflochten oder nach Art eines Kreuzschlagsei
les untereinander verbunden sein. Die Montage ist
hierdurch vereinfacht.
Als besonders vorteilhaft hat es sich bewährt, wenn
der Schlauch als Wellschlauch ausgebildet ist. Ein
solcher Wellschlauch ist an sich bekannt. Er wird
üblicherweise aus thermoplastischem Kunststoff er
zeugt, beispielsweise aus Polyethylen, Polypropylen
oder PTFE, und zeichnet sich in Abhängigkeit vom
Werkstoff durch eine gute chemische und mechanische
Widerstandsfähigkeit aus. Die gute Biegsamkeit in
Längsrichtung bei Gewährleistung eines nahezu unver
änderlichen Querschnittes begünstigt seine Verwendung
auf dem vorliegenden Gebiet.
Falls für die Herstellung der Verlängerung ein
Schlauch zur Anwendung gelangt, besteht die Möglich
keit, diesen zumindest anteilig durch ein formsta
biles Rohr zu ersetzen. Hieraus resultiert eine
gewisse Führung des Schwimmkörpers. Dadurch läßt
sich bespielsweise sicherstellen, daß der Schwimmkör
per niemals unter die Einfüllöffnung gelangen kann
oder in eine Position, in der ein Verklemmen zwischen
einander gegenüberliegenden Wandungen des Tanks zu
befürchten ist. Eine Zuordnung zu einer Position,
die der Einfüllöffnung unmittelbar benachbart ist,
ist gleichwohl möglich. Sie gestattet es freiwerden
de Kraftstoffdämpfe während der Betankung durch
Absaugung an einem Entweichen zu hindern und in
einem Aktivkohlefilter umweltschonend zu entsorgen.
Die Mündung der Verlängerung kann in einem Abstand
durch einen dachartig ausgebildeten Spritzschutz
oberseitig überdeckt sein. Der Spritzschutz kann
dabei eine Labyrinthdichtung mit Flüssigkeitsrück
führung enthalten. Die Sicherheit der Entlüftungs
leitung gegen das Eindringen von Flüssigkeitsbestand
teilen, beipielsweise während des Befüllens des
Tanks, wird hierdurch weiter erhöht. Die alternative
Verwendung von Ventilen ist ebenfalls möglich.
Der Schwimmkörper kann durch einen Hohlkörper gebil
det sein. Als besonders vorteilhaft hat es sich be
währt, zu seiner Herstellung einen geschlossenzelli
gen Schaumstoff zu verwenden, beispielsweise Poly
urethanschaum. Die Herstellung und Verbindung mit
der Verlängerung gestaltet sich in einem solchen Fall
besonders einfach.
Um zu gewährleisten, daß sich die durch den Schwimm
körper geführte Mündung der Verlängerung stets ober
halb der Flüssigkeit befindet hat es sich als vor
teilhaft bewährt, wenn der Schwimmkörper am unteren
Ende mit einem Gewicht beschwert ist, wobei das Ge
wicht eine Dichte aufweisen muß, die größer ist, als
diejenige der Flüssigkeit. Hierdurch läßt sich aus
schließen, daß der Schwimmkörper bezogen auf den
Flüssigkeitsspiegel in eine verkantete oder Überkopf
lage gelangt. Zweckmäßigerweise ist ein solches Ge
wicht ringförmig gestaltet und im Bereich der Außen
seite mit dem Schwimmkörper verbunden. Seine Funkti
on läßt sich gegebenenfalls ersetzen oder ergänzen
durch eine nicht schwimmfähige Ausbildung der Verlän
gerung. Hierzu kann die Verlängerung mit weiteren
Gewichten beschwert und/oder Abschnittsweise durch
ein metallisches Rohr gebildet sein. Der Schwimm
körper ist zweckmäßig kreisförmig begrenzt. Die
Gefahr eines Verklemmens zwischen einander in engen
Abständen gegenüberliegenden Wandungen des Tanks wird
hierdurch weiter vermindert.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in der An
lage beigefügten Zeichnung weiter verdeutlicht. Es
zeigt
Fig. 1-3 verschiedene Ausführungen von Tankent
lüftungen.
Fig. 4 einen Wellschlauch in quergeschnittener
Darstellung.
Fig. 5 und 6 zwei weitere Ausführungen von
Schwimmkörpern.
Die in den Fig. 1-3 gezeigten Entlüftungsleitungen
sind für einen von einer Wandung 1 umschlossenen Tank
2 für eine Flüssigkeit 3 bestimmt, wobei die Entlüf
tungsleitung eine die Wandung 1 von außen nach innen
durchdringende Leitung 4 umfaßt. Die Leitung 4 ist
innerhalb des Tanks mit einer relativ zu diesem be
weglichen Verlängerung 5 versehen, wobei die Verlän
gerung 5 eine Mündung 10 aufweist, die durch einen
Schwimmkörper 7 auf der Flüssigkeit 3 abgestützt ist.
Der Schwimmkörper ist plattenartig gestaltet und
kreisförmig begrenzt. Seine Oberseite erstreckt sich
hierdurch stets parallel zur Oberfläche der Flüssig
keit, was einerseits ein Eindringen von Flüssigkeit
in die Mündung 10 verhindert und andererseits eine
gute Relativbeweglichkeit in bezug auf die Flüssig
keit und die Wand des Tanks gewährleistet. Der
Schwimmkörper vermag sich hierdurch leicht um seine
Achse zu drehen und hierdurch leicht der relativen
Verdrehung des beweglichen Endes der Verlängerung zu
folgen, die sich bei einem seitlichen Umstürzen oder
einer Rollbewegung des Tanks ergibt. Auch in einer
solchen Situation sind somit Verkantungen des
Schwimmkörpers und das Eindringen von Flüssigkeitsbe
standteilen in die Mündung so gut wie ausgeschlossen.
Die Entlüftungsleitung eignet sich dadurch besonders
gut für Anwendungsfälle, in denen mit entsprechenden
Verlagerungen des Tanks ständig zu rechnen ist. Das
ist bei einigen Motorgeräten der Fall, beispielsweise
bei Kettensägen oder Flugzeugen.
Bei der Ausführung nach Fig. 1 besteht die Verlän
gerung 5 aus einem flexiblen Schlauch aus Gummi, der
an einem einstückig mit dem Schwimmkörper 7 ausgebil
deten Rohr befestigt ist, wobei das Rohr den Schwimm
körper 7 senkrecht durchdringt und eine Mündung 10
aufweist, die durch den Schwimmkörper 7 geführt ist
und sich stets oberhalb des Flüssigkeitsspiegels
befindet. Die Mündung 10 ist in einem Abstand durch
einen dachartig ausgebildeten Spritzschutz 6 über
deckt. Hierdurch wird das Eindringen von Flüssig
keitstropfen während der Befüllung des Tanks verhin
dert. Der Spritzschutz 6 ist topfartig gestaltet und
mit einem nach unten vorsprigenden Rand versehen, der
horizontale Ebene der Mündung 10 nach unten über
greift. Sich an dem Spritzschutz 6 niederschlagende
Tropfen werden dadurch zuverlässig an einem Eindrin
gen in die Mündung gehindert.
Fig. 2 entspricht weitgehend der vorstehenden Aus
führung. Die Verlängerung 5 wird jedoch im Zwischen
raum zwischen dem Schwimmkörper 7 und der Leitung 4
durch eine Vielzahl von einander unabhängiger Schläu
che gebildet, die lose gebündelt sind. Die Schläuche
können von kapillarartiger Enge und dementsprechend
dünn sein. Auch bei Verwendung eines thermoplasti
schen Werkstoffes zu ihrer Herstellung weist der
Schwimmkörper 7 hierdurch eine ausgezeichnete Rela
tivbeweglichkeit aus, wodurch auch unter ungünstigen
Betriebsbedingungen eine gleichmäßige Zuordnung zur
Oberfläche der Flüssigkeit 3 gewährleistet ist. Zu
sätzlich ergibt sich eine Art Ventilwirkung insofern,
als in einer Extremsituation eindringende Flüssigkeit
sich zwar schnell in einem solchen Schlauch verteilt,
sie vermag diesen aus Gründen der Oberflächenspannung
aber nicht kontinuierlich zu passieren und verharrt
anschließend in Ruhe. Wird anschließend die Flüssig
keitsentnahme auf normale Weise fortgesetzt, bei
spielsweise über die Verbraucherleitung 11, dann
bedingt der sich im Tank ergebende Unterdruck eine
selbstätige Entleerung der Schläuche in den Tank.
Diese sind somit anschließend wiederum von Luft
durchströmbar.
Der Schwimmkörper 7 besteht aus geschlossenzelligem
Schaumstoff. Er ist am unteren Ende außenseitig mit
einem ringförmigen Gewicht aus Metall beschwert. Ei
ne verkantete Zuordnung zum Flüssigkeitsspiegel oder
eine Überkopflage des Schwimmkörpers 7 wird hierdurch
zuverlässig verhindert. Die in Fig. 3 gezeigte Aus
führung entspricht weitgehend der vorstehend be
schriebenen. Sie besteht im mittleren Bereich aus
einem in sich steifen, metallischen Rohr, welches
unter Verwendung von Wellschläuchen 9 einerseits an
dem Schwimmkörper 7 und andererseits an der Leitung 4
befestigt ist. Das metallische Rohr hat eine so
große Wandstärke, daß es nicht schwimmfähig ist und
den Schwimmkörper 7 zusätzlich belastet. Die Verwen
dung eines Zusatzgewichtes an dessen Unterseite ist
dadurch entbehrlich.
Durch die Verwendung eines steifen Rohres im Bereich
eines Teilabschnittes der Verlängerung ergibt sich
eine gute Führung des Schwimmkörpers 7. Dieser ver
mag dadurch nicht in den Bereich der Einfüllöffnung
des Tanks zu gelangen oder in eine Position, in der
ein Verklemmen zwischen einander gegenüberliegenden
Wandungen des Tanks zu befürchten ist. Für die
Gewährleistung einer hohen Betriebssicherheit ist das
von großem Vorteil.
Ein beispielhafter Ausschnitt aus einem Wellschlauch
9 ist in Fig. 4 gezeigt. Es ist zu ersehen, daß die
in allen Teilbereichen gleichdicke Wandung überwie
gend aus sich quer zur Längsrichtung des Wellschlau
ches 9 erstreckenden Wandungsabschnitten besteht.
Der Wellschlauch zeichnet sich hierdurch neben ei
ner guten Biegsamkeit durch eine ausgezeichnete Form
beständigkeit des Querschnittes aus. Die angestrebte
Entlüftungswirkung ist dadurch unabhängig von der
sich betriebsbedingt ergebenden Belastungssituation
stets gewährleistet.
Die Fig. 5 und 6 zeigen alternative Ausführungen von
Schwimmkörpern 7, die als Hohlkörper ausgebildet
sind. Bei der Ausführung nach Fig. 5 ist die Mündung
10 der Leitung trichterartig nach oben in ihrem
Querschnitt erweitert, wodurch sich eine besonders
niedrige Strömungsgeschwindigkeit im Inneren während
des Entlüftungsvorganges ergibt. Ein Mitreißen von
Flüssigkeitspartikeln während des Entlüftungsvorgan
ges ist dadurch weitestgehend ausgeschlossen. Die
Mündung ist oberseitig durch einen Spritzschutz mit
die Mündung nach unten übergreifendem Rand überdeckt,
wodurch auch ein direktes Eindringen von Kraftstoff
ausgeschlossen ist. Im Inneren der Mündung ist dem
Spritzschutz eine Labyrinthdichtung mit einem
Flüssigkeitsabscheider vorgeschaltet. Durch Extrem
situationen in die Mündung gelangte Flüssigkeitspar
tikel werden hierdurch zuverlässig abgetrennt und in
den Tank zurückgeführt. Bei der in Fig. 6 gezeigten
Ausführung ist in der Mündung ein doppelt wirkendes
Ventil angeordnet, welches bei geringem Differenz
druck anspricht. Das Ventil ist normalerweise
geschlossen. Diffuse Kraftstoffbestandteile können
dadurch nicht ohne weiteres entweichen und die Umwelt
belasten.
Claims (8)
1. Entlüftungsleitung für einen von einer Wandung
umschlossenen Tank für eine Flüssigkeit, umfassend
eine die Wandung von außen durchdringende Leitung,
die eine oberhalb der Flüssigkeit endende Mündung
aufweist sowie einen im Bereich der Mündung der
Leitung vorgesehenen Schwimmkörper, dadurch gekennzeichnet,
daß die Leitung (4) mit einer in den Tank
hineinragenden und relativ zu diesem beweglichen Verlängerung
(5) vorgesehen ist und daß die Mündung (6)
an der Verlängerung (5) vorgesehen und durch den
Schwimmkörper (7) auf der Flüssigkeit (3) abgestützt
ist.
2. Entlüftungsleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verlängerung (5) zumindest anteilig
aus zumindest einem flexiblen Schlauch besteht.
3. Entlüftungsleitung nach Anspruch 1-2, dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Schläuche vorgesehen sind
und daß die einzelnen Schläuche lose gebündelt sind.
4. Entlüftungsleitung nach Anspruch 2-3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlauch als Wellschlauch
gestaltet ist.
5. Entlüftungsleitung nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mündung (6) in einem Abstand
durch einen dachartigen Spritzschutz (7) überdeckt
ist.
6. Entlüftungsleitung nach Anspruch 1-5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schwimmkörper (7) aus einem
geschlossenzelligem Schaumstoff besteht.
7. Entlüftungsleitung nach Anspruch 1-6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schwimmkörper (7) am unteren
Ende mit einem Gewicht (8) beschwert ist und daß das
Gewicht eine Dichte aufweist, die größer ist als diejenige
der Flüssigkeit (3).
8. Entlüftungsleitung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gewicht (8) ringförmig gestaltet
und im Bereich der Außenseite mit dem Schwimmkörper
(3) verbunden ist.
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