DE404687C - Verfahren zur Synthese des Ammoniaks mittels Hyperdrucks - Google Patents

Verfahren zur Synthese des Ammoniaks mittels Hyperdrucks

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DE404687C
DE404687C DES56019D DES0056019D DE404687C DE 404687 C DE404687 C DE 404687C DE S56019 D DES56019 D DE S56019D DE S0056019 D DES0056019 D DE S0056019D DE 404687 C DE404687 C DE 404687C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/02Preparation, purification or separation of ammonia
    • C01C1/04Preparation of ammonia by synthesis
    • C01C1/0405Preparation of ammonia by synthesis from N2 and H2 in presence of a catalyst
    • C01C1/0417Preparation of ammonia by synthesis from N2 and H2 in presence of a catalyst characterised by the synthesis reactor, e.g. arrangement of catalyst beds and heat exchangers in the reactor
    • C01C1/0435Horizontal reactors
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
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Description

  • Verfahren zur Synthese des Ammoniaks mittels Hyperdrucks. Bekanntlich entwickelt bei der synthetischer Darstellung von Ammoniak unter sehr hohen Drucken, genannt »Hyperdrucken;, die Reaktion eine große Wärmemenge in einem sehr kleinen Raum, und es ist notwendig, den Gasen im Laufe der Reaktion Wärme zu entziehen, um eine bedeutende Temperatursteigerung zu verrneiaen, die in jeder Hinsicht schädlich wäre. Es ist gleichfalls bekannt, daß die Wandungen der Reaktionskammer trotz der ziemlich hohen Temperatur, der sie ausgesetzt sind, mechanische Eigenschaften behalten müssen, durch die sie den sehr hohen Drucken, denen sie von innen her ausgesetzt sind, widerstehen können.
  • Ein bekanntes Verfahren, das diese Forderung erfüllt, besteht darin, daß diese Wandung oder wenigstens ihre Außenfläche vor zu hohen Temperaturen geschützt wird, indem die Außenfläche auf Temperaturen gehalten wird, die niedriger sind als die Reaktionstemperatur. Es wird so ein Temperaturgefälle zwischen der Innen- und Außenseite der Wand geschaffen, das gleichzeitig gestattet, an der Außenseite Wärme abzuführen, die von der Kühlflüssigkeit, die die Außenfläche der Wandung umspült, aufgenommen wird. Dieses Verfahren zur Wärrneabführutig hat gleichzeitig den Vorzug, daß es zur Erhaltung der Festigkeit der Wandung mitwirkt.
  • Wenn nun auch in der Praxis. mit diesem ,'erfahren beachtliche Ergebnisse erzielt sind, besonders mit ziemlich kleinen Apparaten mit verhältnismäßig dünnen Wandungen, bei denen nur verhältnismäßig geringe Wärmemengen abzuführen sind, so hat sich doch in manchen Fällen, und besonders bei größeren und dickwandigen Apparaten, gezeigt, daß Brüche von Reaktionsrohren auftraten, obgleich diese Rohre ihrer Beschaffenheit nach geeignet schienen, sowohl dem inneren Druck und der hohen Temperatur, der sie unterworfen waren, als auch der Einwirkung der Gase zu widerstehen.
  • -Nun ist festgestellt, daß diese Rohrbrüche durch innere Spannungen verursacht werden, die infolge der Ausdehnung der inneren Schichten der Wandungen unter dem Einfluß des Temperaturunterschiedes zwischen Innen-und Außenfläche auftreten. Derartige Spannungen wirken auf die Widerstandsfähigkeit der Wandungen in dem gleichen Sinne wie (ier innere Überdruck.
  • LTtn dieser Gefahr zu begegnen, wird gemäß .der Erfindung auf diese bekannte Art 7ler Wärmeabführung verzichtet; die Wärme, «-elche bisher durch die Wandung der Reaktionskammer hindurch abgeführt ward, wird durch andere, an sich bekannte Mittel abgeführt, z. B. durch Abgabe an die für die Reaktion bestimmten Gase, die in mittelbare Berührung mit der Katalysatormasse kominen, unr1 es werden gleichzeitig ebenfalls an sich bekannte Vorkehrungen getroffen, durch die jeder nennenswerte Wärmestrom durch die Wandung hindurch von innen nach außen vermieden wird, beispielsweise dadurch, daß diese Wandung außen mit einem Wärmeschutzinantel umgeben wird, mit denn Ergebnis, daß auf dein ganzen Querschnitt des Rohres eine gleichförmige Temperatur aufrechterhalten wird.
  • Ein anderes Mittel als dieser Wärmeschutz, um die gefährliche Wärmeströmung von innen nach außen zu verhindern, besteht rlarin, daß die Außenfläche der Wandung auf eine Temperatur erhitzt wird, die ein wenig höher ist als die an der Innenfläche, was z. B. durch den zur Inbetriebsetzung des Verfahrens dienenden, außenliegenden elektrischen Heizdraht geschehen kann. Auf diese Weise entsteht ein schwacher Wärmestrom durch die Wand von außen nach innen, der .gegebenenfalls entgegenkommenden Wärmeströmen entgegenwirkt. In diesem Falle muß im Tunern der Kammer durch bekannte Hilfsmittel auch die geringe Wärmemenge abgeführt werden, die auf diese Weise durch die Heizung der Außenwand eingeführt worden ist: Es müssen allerdings unter Anwendung bekannter :Mittel plötzliche beträchtliche Änderungen der Betriebszustände vermieden werden, die dann ebenso plötzlich die Temperatur der Innenseite der Wand heraufsetzen und infolge dieses augenblicklich geschaffenen Temperaturunterschiedes Wirkungen hervorufen können, die ähnlich den oben beschriebenen sind.
  • Die Zeichnung zeigt einen Längsschnitt durch eine beispielsweise Ausführung einer Vorrichtung für das Verfahren nach der Erfindung.
  • H ist ein :dickes Metallrohr, das aus einer Speziallegierung von folgender Zusammensetzung besteht:
    Nickel ....... (3o bis 7o Prozent,
    Chrom ....... i o - 1
    Wolfram ..... 2 - 5 -
    :Mangan ... i - z -
    Kohlenstoff ... 0,3- 0,6 -
    Eisen ........ Rest.
    Dieses Rohr ist .an seinen Enden durch aufgeschraubte Deckel verschlossen und bildet zusammen mit diesen Deckeln die Wandung der Hyperdruckkammer. F ist -der äußere Wärmeschutzmantel dieser Wandung. S ist ein elektrischer Heizwiderstand, der in dein Wärmeschutzmantel eingebettet ist und auf der Außenfläche der Wand liegt. T ist ein dünnes Innenrohr, das .mit der Katalys.ätormasse C angefüllt und von einem Wärmeschntzinantel F umgeben ist. .d i.st der Eintritt für .die kalten Reaktionsgase. R ist der Austritt für die Reaktionsprodukte.
  • Die Reaktionsgase treten unter eirein Druck von ungefähr i ooo Atm. in :rlen Reaktionsapparat bei A ein und «-eulen, bevor sie zu der Katalysatormasse C gelangen, auf die Reaktionstemperatur gebracht, indem sie das Rohr T, das diese Substanz enthält, umströmen; der Wärmeschutzmantel F_ reguliert die Wärmeabgabe bei diesem Vorgang.
  • Der Wärmeschutzmantel F des Rohres I1 verhindert die Wärmeabgabe nach außen und hält die Außenfläche der Kammer auf einer Temperatur, die praktisch gleich der Temperatur an der Innenfläche ist.
  • Die Außenfläche des Rohres wird mit Hilfe der Heizspirale S leicht erhitzt, wenn diese Fläche auf einer etwas höheren Temperatur gehalten werden soll als die der Innenfläche, um das Auftreten von gefährlichen Spannungen zu vermeiden.

Claims (2)

  1. PATENT-ANsPRÜcuE_ i. Verfahren zur Synthese des Ammoniaks mittels Hyperdrucks, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Reaktion entstehende Wärme durch bekannte Mittel, z. B. durch die für die Reaktion bestimmten Gase, so abgeleitet wird, daß sie weder ganz noch teilweise die drucktragende Behälterwandung durchströmt, vielmehr eine nennenswerte Wärmeströmung durch die Wandung von innen nach außen durch besondere Schutzmittel, insbesondere Anbringung eines Wärmeschutzes an der Außenseite der Wandung, verhindert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenseite der Behälterwandung auf eine Temperatur erhitzt wird, clie ein wenig höher ist als die auf deren Innenseite herrschende Temperatur.
DES56019D 1920-04-07 1921-04-01 Verfahren zur Synthese des Ammoniaks mittels Hyperdrucks Expired DE404687C (de)

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