DE4041868A1 - Zentrifuge - Google Patents

Zentrifuge

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Zentrifuge, insbeson­ dere Vollmantel-Schneckenzentrifuge mit axialem Schlamm­ zuführungsrohr, das in eine mit Schlammdurchtrittsöffnun­ gen und Verschleißeinsatz versehene Einlaufkammer der Zentrifuge mündet.
Die Zuführung des zu trennenden Feststoff-Flüssigkeitsge­ misches bzw. Schlammes in die Zentrifuge erfolgt im all­ gemeinen durch ein in der Zentrifuge axial verlaufendes Rohr, das in eine mit Schlammdurchtrittsöffnungen und Verschleißeinsatz versehene Einlaufkammer mündet. Bei Vollmantel-Schneckenzentrifugen ist sowohl das Schlammzu­ führungsrohr als auch die Einlaufkammer für die Zuführung des zu trennenden Feststoff-Flüssigkeitsgemisches in die Zentrifugentrommel in der Schneckenhohlwelle angeordnet. Sowohl die Einlaufkammer als auch die Schlammdurchtritts­ öffnungen in der Einlaufkammer hat man bisher innen mit verschleißfesten Materialien ausgekleidet, um dadurch die Standzeit dieser Bauteile, die im Betrieb der Zentrifuge einem erhöhten Verschleiß ausgesetzt sind, wesentlich zu erhöhen. Die Schlammdurchtrittsöffnungen der Einlaufkam­ mer wurden hierbei mit Ausflußbuchsen versehen, die von außen in die Schlammdurchtrittsöffnungen der Einlaufkam­ mer eingesetzt und mit Hilfe von Schrauben fest mit der Einlaufkammer verbunden wurden, wobei aber eine Abdich­ tung zwischen den Ausflußbuchsen und dem Verschleißein­ satz der Einlaufkammer schwierig zu bewerkstelligen war. Nicht nur die Montage und Demontage dieser Ausflußbuchsen an der Einlaufkammer ist mit einem erhöhten Arbeits-, Zeit- und Kostenaufwand verbunden, sondern es besteht hierbei auch die Gefahr, daß es durch Lösen von Schrauben oder durch einseitige Feststoffablagerungen im Bereich der Schlammdurchtrittsöffnungen zu Unwuchtbildungen kommt, die nicht nur den Betrieb der Zentrifuge beein­ trächtigen, sondern die auch zu unnötigen Betriebsunter­ brechungen führen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, diese Nachteile zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Schlammdurch­ trittsöffnungen der Einlaufkammer mit verschleißfesten Ausflußbuchsen versehen sind, die von innen in die Schlammdurchtrittsöffnungen der Einlaufkammer fest, aber auswechselbar eingesetzt sind. Durch diese Maßnahmen kön­ nen sehr vorteilhaft besondere Befestigungsmittel wie Schrauben oder dergleichen fortfallen, und das Einsetzen der Ausflußbuchsen in die Schlammdurchtrittsöffnungen der Einlaufkammer von innen kann so vorgenommen werden, daß der Schlamm aus der Einlaufkammer über die Schlammdurch­ trittsöffnungen völlig störungsfrei austreten kann und dadurch jegliche Feststoffablagerungen in der Einlaufkam­ mer mit Sicherheit vermieden werden. Auch der Einbau der Ausflußbuchsen in die Schlammdurchtrittsöffnungen der Einlaufkammer sowie das Auswechseln von verschlissenen Ausflußbuchsen wird dadurch, daß die Ausflußbuchsen von innen in die Schlammdurchtrittsöffnungen der Einlaufkam­ mer eingesetzt sind, ganz erheblich vereinfacht und er­ leichert, da die Ausflußbuchsen bei der Montage lediglich von innen in die Schlammdurchtrittsöffnungen hineinge­ schoben und beim Ausbau aus den Schlammdurchtrittsöffnun­ gen nach innen herausgezogen werden. Da durch die erfin­ dungsgemäß angeordneten Ausflußbuchsen in den Schlamm­ durchtrittsöffnungen der Einlaufkammer jegliche Fest­ stoffansätze in der Einlaufkammer vermieden und besondere Befestigungsmittel für die Ausflußbuchsen entfallen, kommt es auch zu keiner Unwuchtbildung im Betrieb der Zentrifuge.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Er­ findung ist die Einlaufkammer mit einem Verschleißeinsatz ausgestattet, deren Innenwand im Querschnitt einen wel­ lenförmigen Verlauf mit Erhöhungen und Vertiefungen auf­ weist, wobei in den Vertiefungen - in Übereinstimmung mit den Schlammdurchtrittsöffnungen der Einlaufkammer - die Ausflußbuchsen angeordnet sind und alle Innenflächen in der Einlaufkammer mit Gefälle zu den Austrittsöffnungen hin ausgebildet sind. Auf diese Weise wird einerseits die Einlaufkammer vor Verschleiß bewahrt und andererseits eine von innen der Einlaufkammer zu den Schlammdurch­ trittsöffnungen nach außen gerichtete, allseitig gleich­ mäßig verteilte Strömung des Schlammes bewirkt, wodurch Ansatzbildungen in der Einlaufkammer mit Sicherheit ver­ mieden werden.
Zur besseren Verteilung des axial in die Einlaufkammer einströmenden Schlammes in der Einlaufkammer weist in weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung der Verschleißeinsatz einen Kegelmantelstumpf auf, der in der Stirnwand im zentralen Bereich mit einer nach innen ge­ richteten domartigen Erhöhung versehen ist.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden anhand von in Zeichnungsfiguren schematisch darge­ stellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Vollmantel-Schneckenzentrifuge mit Einlaufkammer und Ausflußbuchsen in den Schlammdurchtrittsöffnungen gemäß der Er­ findung im Teillängsschnitt;
Fig. 2 die axiale Hineinsicht in die Einlaufkam­ mer mit Verschleißeinsatz im vergrößerten Maßstab gemäß Fig. 1,
Fig. 3 eine aus einem Verbundwerkstoff bestehende Ausflußbuchse gemäß der Erfindung im Längsschnitt.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Vollmantel-Schneckenzen­ trifuge ist der innerhalb des Trommelmantels (1) angeord­ nete Tragkörper der Förderschnecke (2) als Hohlwelle (3) ausgebildet. In der Hohlwelle (3) ist ein Schlammzufüh­ rungsrohr (4) koaxial angeordnet, das in eine Einlaufkam­ mer (5) mündet. Diese Einlaufkammer (5) ist innen mit einem Verschleißeinsatz (6) ausgestattet, der einen Ke­ gelmantelstumpf aufweist, und der in der Stirnwand (7) im zentralen Bereich mit einer nach innen gerichteten, dom­ artigen Erhöhung (8) versehen ist. Die Innenwandkontur des Verschleißeinsatzes (6) weist - wie insbesondere die Fig. 2 zeigt - im Querschnitt einen wellenförmigen Ver­ lauf mit Erhöhungen (9) und Vertiefungen (10) auf.
Im peripheren zylindrischen Bereich der Einlaufkammer (5) sind gleichmäßig über den Umfang verteilt Schlammdurch­ trittsöffnungen (11) angeordnet, in die von innen über entsprechende Ausnehmungen (12) im Verschleißeinsatz (6) gemäß der Erfindung verschleißfeste Ausflußbuchsen (13) fest, aber auswechselbar eingesetzt sind. Diese Ausfluß­ buchsen (13), die sehr vorteilhaft in den Vertiefungen (10) des Verschleißeinsatzes (6), und zwar in Überein­ stimmung mit den Schlammdurchtrittsöffnungen (11) ange­ ordnet sind, weisen sehr vorteilhaft einen Flansch (14) auf, der in eine entsprechende Ausnehmung im Verschleiß­ einsatz (6) eingreift. Auf diese Weise erhält die ver­ schleißfeste Ausflußbuchse (13) durch Festsitz eine aus­ reichend feste Verankerung im Verschleißeinsatz (6), so daß sie einerseits in jedem Betriebszustand der Zentri­ fuge ihre Lage beibehält, jedoch andererseits, wenn sie verschlissen ist, wiederum sehr leicht nach innen heraus­ gezogen und durch eine neue Ausflußbuchse ersetzt werden kann. Sowohl die Montage als auch die Demontage dieser erfindungsgemäß ausgebildeten verschleißfesten Ausfluß­ buchsen (13) wird daher nicht nur erheblich vereinfacht, sondern das Auswechseln dieser Ausflußbuchsen (13) kann auch, da keine besonderen Befestigungselemente erforder­ lich sind, mit verhältnismäßig geringem Arbeits-, Zeit- und Kostenaufwand durchgeführt werden.
Ferner kann - wie Fig. 3 zeigt - die verschleißfeste Aus­ flußbuchse (15) gegebenenfalls auch sehr vorteilhaft aus einem Verbundwerkstoff, insbesondere aus Kunststoff und/ oder Gummi mit Metallkern (16) bestehen. Der Metallkern (16) dient hierbei sehr vorteilhaft zur Stabilisierung der Ausflußbuchse (15), während der als Verschleißschutz dienende Kunststoff und/oder Gummi, der den Metallkern (16) umgibt, auch sehr vorteilhaft eine spaltfreie lückenlose Abdichtung gegenüber dem Verschleißeinsatz (6) ermöglicht. Im übrigen wird dadurch, daß die Einlaufkam­ mer (5) innen mit einem Verschleißeinsatz ausgestattet ist, der im Querschnitt einen wellenförmigen Verlauf mit Erhöhungen (9) und Vertiefungen (10) aufweist, wobei an der tiefsten Stelle der Vertiefungen die Ausflußbuchsen angeordnet sind, mit Sicherheit vermieden, daß es in der Einlaufkammer zu Feststoffansätzen und den damit verbun­ denen Unwuchtbildungen kommt, da durch diese erfindungs­ gemäße Ausbildung des Verschleißeinsatzes (6) der über das Schlammzuführungsrohr (4) in Pfeilrichtung (17) in die Einlaufkammer einfließende Schlamm darin allseitig gleichmäßig verteilt und über ein zu den Ausflußbuchsen führendes Gefälle von wenigstens 15° durch die Öffnungen der Ausflußbuchsen (13) nach außen in die Zentrifugen­ trommel störungsfrei ausgetragen wird.

Claims (4)

1. Zentrifuge, insbesondere Vollmantel-Schneckenzentri­ fuge mit axialem Schlammzuführungsrohr, das in eine mit Schlammdurchtrittsöffnungen und Verschleißein­ satz versehene Einlaufkammer der Zentrifuge mündet, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlammdurchtritts- Öffnungen (11) der Einlaufkammer (5) mit verschleiß­ festen Ausflußbuchsen (13, 15) versehen sind, die von innen in die Schlammdurchtrittsöffnungen (11) der Einlaufkammer (5) fest, aber auswechselbar ein­ gesetzt sind.
2. Zentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlaufkammer (5) innen mit einem Ver­ schleißeinsatz (6) ausgestattet ist, deren Innenwan­ dung im Querschnitt einen wellenförmigen Verlauf mit Erhöhungen (9) und Vertiefungen (10) aufweist, wobei in den Vertiefungen (10) - in Übereinstimmung mit den Schlammdurchtrittsöffnungen (11) der Einlaufkam­ mer (5) - die Ausflußbuchsen (13, 15) angeordnet sind.
3. Zentrifuge nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschleißeinsatz (6) einen Kegelmantel­ stumpf aufweist, der in der Stirnwand (7) im zentra­ len Bereich mit einer nach innen gerichteten, domar­ tigen Erhöhung (8) versehen ist.
4. Zentrifuge nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die verschleißfesten Ausflußbuch­ sen (15) aus einem Verbundwerkstoff, insbesondere aus Kunststoff und/oder Gummi mit Metallkern (16) bestehen.
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