DE4019221A1 - Stossdaempfer mit variabler daempfungskraft - Google Patents
Stossdaempfer mit variabler daempfungskraftInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Stoßdämpfer bzw. Schwingungs
dämpfer mit variabler Dämpfungskraft, insbesondere für ein
Kraftfahrzeugaufhängungssystem. Insbesondere betrifft die
Erfindung einen Stoßdämpfer bzw. Schwingungsdämpfer mit
variabler Dämpfungskraft, bei dem die Dämpfungseigenschaften
für Aufprallbewegung und die Dämpfungseigenschaften für
Rückprallbewegung unabhängig voneinander einstellbar sind.
Ein typischer Aufbau eines Stoßdämpfers mit variabler Dämp
fungskraft ist in der ungeprüften japanischen Patenterst
veröffentlichung (Tokkai) Showa 58-77 943 beschrieben. Dieser
Stoßdämpfer mit variabler Dämpfungskraft besitzt einen
Einstellmechanismus für die Dämpfungseigenschaften, mit wel
chem die Dämpfungseigenschaften des Stoßdämpfers unabhängig
von der Stoßrichtung eingestellt werden. Ein derartiger
Stoßdämpfer mit einstellbarer Dämpfungskraft reicht jedoch
zur Erzielung eines ausreichenden Fahrkomforts und einer
ausreichenden Fahrstabilität des Kraftfahrzeugs nicht aus.
Insbesondere sind die optimalen Dämpfungseigenschaften für
die Aufprallbewegung und die Rückprallbewegung bei den
meisten Schwingungsarten unterschiedlich voneinander. Wenn
man daher beim Festlegen der Dämpfungseigenschaften gemein
same Dämpfungseigenschaften für die Aufprallbewegung und
die Rückprallbewegung einstellt, ist es schwierig, optimale
Dämpfungseigenschaften für die Aufprallbewegung und die
Rückprallbewegung zu finden, da die optimalen Dämpfungs
eigenschaften für eine der beiden Bewegungen, nämlich die
Aufprall- und Rückprallbewegung nicht die optimalen Dämp
fungsbewegungen für die andere Bewegungsrichtung sein
können. D.h. mit anderen Worten, daß immer dann, wenn gemein
same Dämpfungseigenschaften bzw. Dämpfungscharakteristiken
für die Aufprall- und Rückprallbewegung eingestellt werden,
die eingestellten Dämpfungseigenschaften weder für die Auf
prall- noch für die Rückprallbewegung optimal sein können.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, zur Vermeidung der oben
geschilderten Nachteile einen Stoßdämpfer mit variabler
Dämpfungskraft zu schaffen, bei dem die Möglichkeit der
unabhängigen Einstellung der Dämpfungseigenschaften für die
Aufprallbewegung und die Rückprallbewegung vorhanden ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des
Anspruchs 1 gelöst.
Die Unteransprüche enthalten Weiterbildungen der Erfindung.
Durch die Erfindung wird ein Stoßdämpfer mit variabler
Dämpfungskraft geschaffen, bei dem zwei getrennte Flüssig
keitsströmungswege, nämlich ein Aufprallströmungsweg und
ein Rückprallströmungsweg vorgesehen sind, wobei der Auf
prallflüssigkeitsströmungsweg aktiviert ist, um einen
Flüssigkeitsstrom beim Kolbenaufprallhub zu ermöglichen, und
der Rückprallflüssigkeitsströmungsweg aktiviert ist, um
einen Flüssigkeitsstrom beim Kolbenrückprallhub zu ermög
lichen. Eine erste Strömungsdrosseleinrichtung ist dem
Aufprallflüssigkeitsströmungsweg zugeordnet zur Einstellung
des Strömungsquerschnitts des Aufprallflüssigkeitsströmungs
wegs, wobei die erste Strömungsdrosseleinrichtung im Hin
blick auf die Stärke der Flüssigkeitsströmungsdrosselung
variabel ist zur Einstellung der Dämpfungseigenschaften für
den Kolbenaufprallhub. Eine zweite Strömungsdrosseleinrich
tung ist dem Rückprallflüssigkeitsströmungsweg zugeordnet,
wobei die Stärke der Strömungsdrosselung der Strömungsdros
seleinrichtung veränderbar ist zur Einstellung der Dämpfungs
eigenschaften für den Kolbenrückprallhub. Die erste und die
zweite Strömungsdrosseleinrichtung arbeiten unabhängig von
einander.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung enthält der Stoß
dämpfer mit variabler Dämpfungskraft
- - einen Hohlzylinder, der mit Arbeitsflüssigkeit angefüllt ist;
- - einen Kolben, der im Innenraum des Vorzylinders angeordnet ist und den Innenraum des Hohlzylinders in eine erste Flüssigkeitskammer und in eine zweite Flüssigkeitskammer trennt, wobei der Kolben mit einer Kolbenstange verbunden ist, zum Einleiten einer Bewegung in den Zylinderinnenraum in Abhängigkeit eingeleiteter Schwingungsenergie in Druck- und Zugstufen;
- - einen ersten Flüssigkeitskanal, der eine Flüssigkeitsströ mung von der ersten Flüssigkeitskammer in die zweite Flüs sigkeitskammer in Abhängigkeit von einem Druckhub ermög licht;
- - eine erste variable Durchlaßeinrichtung innerhalb des ersten Flüssigkeitskanals zur Drosselung des Flüssigkeits stroms durch den ersten Flüssigkeitskanal, wobei die vari able Durchlaßeinrichtung die Größe der Strömungsdrosselung verändert;
- - ein zweiter Flüssigkeitskanal, der in Abhängigkeit von einem Zughub des Kolbens einen Flüssigkeitsstrom von der zweiten Flüssigkeitskammer in die erste Flüssigkeitskammer ermöglicht;
- - eine zweite variable Durchlaßeinrichtung, die im zweiten Flüssigkeitskanal angeordnet ist zur Drosselung des Flüs sigkeitsstroms durch den zweiten Flüssigkeitskanal, wobei die variable Durchlaßeinrichtung die Größe der Strömungs drosselung ändert;
- - eine erste Steuereinrichtung, welche der ersten variablen Durchlaßeinrichtung zugeordnet ist zum Betätigen dieser Einrichtung bei der Einstellung der Strömungsdrosselgröße für den Flüssigkeitsstrom durch diese Einrichtung; und
- - eine zweite Steuereinrichtung, welche der zweiten variablen Durchlaßeinrichtung zugeordnet ist zur Betätigung dieser Einrichtung bei der Einstellung der Strömungsdrosselgröße für den Flüssigkeitsstrom durch diese Einrichtung, wobei die zweite Steuereinrichtung unabhängig von der ersten Steuereinrichtung ist, so daß die Durchflußdrosselgröße unabhängig von der der ersten Steuereinrichtung eingestellt ist.
Wenigstens eine der beiden variablen Durchlaßeinrichtungen
kann in kontinuierlicher Arbeitsweise die Dämpfungseigen
schaften ändern. Sowohl die erste als auch die zweite Steuer
einrichtung können durch die Kolbenstange hindurch vorgesehen
sein. Die erste und die zweite Steuereinrichtung können
Wellen aufweisen, die koaxial durch die Kolbenstange hindurch
angeordnet sind, wobei die Wellen durch extern einwirkende
Antriebskräfte in Drehung versetzt werden können und Wandler
einrichtungen mit den Wellen zusammen arbeiten können zur
Umwandlung einer Drehung der Welle in eine Vortriebskraft zur
Einstellung des Durchlaß- bzw. Strömungsquerschnitts der
ersten und zweiten einstellbaren Durchlaßeinrichtungen.
Anhand der Figuren, welche bevorzugt die Ausführungsbeispiele
der Erfindung darstellen, wird die Erfindung noch näher er
läutert. Es zeigt:
Fig. 1 einen Querschnitt durch ein erstes Ausführungs
beispiel eines Stoßdämpfers mit variabler
Dämpfungskraft gemäß der Erfindung;
Fig. 2 eine vergrößerte schnittbildliche Darstellung
für einen Hauptteil des in der Fig. 1 darge
stellten Stoßdämpfers mit variabler Dämpfungs
kraft;
Fig. 3 eine Übersicht zur Erläuterung von Dämpfungs
eigenschaften des ersten Ausführungsbeispiels
des Stoßdämpfers bei verschiedenen Betriebs
arten und Schwingungsarten;
Fig. 4 eine schnittbildliche Darstellung durch ein
zweites Ausführungsbeispiel eines Stoßdämpfers
mit variabler Dämpfungskraft gemäß der Erfin
dung;
Fig. 5 eine vergrößerte schnittbildliche Ansicht eines
Hauptteils des in Fig. 4 dargestellten Ausfüh
rungsbeispiels eines Stoßdämpfers mit variabler
Dämpfungskraft;
Fig. 6 eine Draufsicht auf einen im zweiten Ausfüh
rungsbeispiel der Fig. 4 eingebauten Kolben;
Fig. 7 eine vergrößerte schnittbildliche Darstellung
zur Erläuterung des genauen Aufbaus eines Aus
führungsbeispiels für eine Kolbenstange, die
beim zweiten Ausführungsbeispiel, welches in
Fig. 4 dargestellt ist, zur Anwendung kommt;
und
Fig. 8 eine Übersicht über die Dämpfungseigenschaften
des zweiten Ausführungsbeispiels bei verschie
denen Betriebsarten und Schwingungsarten.
Unter Bezugnahme insbesondere auf die Fig. 1 und 2 wird das
erste Ausführungsbeispiel des Stoßdämpfers mit variabler
Dämpfungskraft erläutert. Dieses Ausführungsbeispiel der
Erfindung besitzt einen Hohlzylinder 1 mit einem Innenraum,
der mit einer Arbeitsflüssigkeit gefüllt ist. Der Innenraum
des Hohlzylinders 1 ist in eine obere Flüssigkeitskammer A
und in eine untere Flüssigkeitskammer B durch eine Kolben
anordnung 2 getrennt. Ferner ist beim dargestellten Ausfüh
rungsbeispiel im Innenraum des Zylinders 1 ein freier Kolben
4 vorgesehen, so daß unterhalb der unteren Flüssigkeitskammer
B eine Gaskammer C gebildet wird. Die Gaskammer C ist mit
einem Druckgas gefüllt zur Änderung des Kammervolumens bei
entsprechenden Druckbedingungen in der unteren Flüssigkeits
kammer zur Erzielung eines Druckausgleichs und der Wirkung
eines Druckspeichers.
Das offene Ende des Zylinders 1 ist mit einer oberen Ver
schlußeinrichtung verschlossen. Diese enthält eine Öldich
tung 1a, eine Stangenführung 1b und einen Dichtungsabschluß
1c. Am Boden ist der Hohlzylinder 1 geschlossen und mit
einer Öse 1d versehen. Diese kann mit einer Radachse oder
einer Spindel und dergl. in Eingriff gebracht werden.
Die Kolbenanordnung 2 ist am unteren Ende einer Kolbenstan
ge 3 angeordnet. Die Kolbenanordnung 2 enthält eine Rück
prallsperre 5, eine Unterlagscheibe 6, ein erstes Scheiben
ventil 7 an der Aufprallseite, ein zweites Scheibenventil 8
an der Aufprallseite, einen Kolbenkörper 2A, ein zweites
Scheibenventil 9 an der Rückprallseite, ein erstes Scheiben
ventil 10 an der Rückprallseite, eine Unterlagscheibe 11,
einen ersten Lagerring 12 und einen zweiten Lagerring 13.
Die Bestandteile der Kolbenanordnung 2 sind in dieser Reihen
folge am unteren Ende der Kolbenstange 3 angeordnet und im
zusammengebauten Zustand durch eine Befestigungsmutter 14,
die auf ein Gewinde am unteren Ende der Kolbenstange aufge
setzt ist, befestigt.
Der Kolbenkörper 2A ist mit einer mittleren Öffnung 2a ausge
stattet, die sich axial erstreckt und die Kolbenstange 3 auf
nimmt. Der Kolbenkörper 2A besitzt auf der Seite der oberen
Flüssigkeitskammer A eine obere Oberfläche. Zwei Nuten 2b
und 2c sind in diese obere Oberfläche eingeformt. Die beiden
Nuten 2b und 2c sind ringförmig ausgebildet und verlaufen
koaxial zueinander. Entlang der Umfangsränder der ringförmi
gen Nuten 2b und 2c erstrecken sich ringförmige tragende
Flächen mit Ventilsitzflächen 2d und 2e, die mit dem zweiten
Scheibenventil 8 an der Aufprallseite zusammenwirken bzw.
an dieses Ventil angepaßt sind, so daß innere und äußere
veränderbare Durchlässe gebildet werden. Wie zu ersehen ist,
entspricht der Durchmesser der Ventilsitzfläche 2d dem Außen
durchmesser des ersten Scheibenventils 7 an der Rückprall
seite. Die innere ringförmige Nut 2b ist mit der unteren
Flüssigkeitskammer B über eine oder mehrere Aufprallflüssig
keitskanäle 2f, die an ihren unteren Enden direkt in die
untere Flüssigkeitskammer geöffnet sind, verbunden. Die inne
re ringförmige Nut 2b ist ferner über eine radiale Nut 2g
mit der mittleren Öffnung 2a und über eine radiale Nut 2h
mit der äußeren ringförmigen Nut 2b verbunden. Ein oder
mehrere Durchlässe 3a sind durch die Kolbenstange 3 geformt,
um eine Flüssigkeitsströmungsverbindung zwischen einem
durch die mittlere Öffnung definierten Außen- und Innenraum
zu bilden. Demnach steht die mittlere Öffnung 2a des Kolben
körpers 2A über diese Durchlässe 3a in Verbindung mit dem
Innenraum der Kolbenstange 3. Die Durchlässe 3a stehen in
Verbindung mit radialen Kanälen 18b, welche durch eine
äußere drehbare Betätigungsstange 18 hindurchgeformt sind,
und mit einer im wesentlichen ringförmigen Nut 18c zwischen
der Innenfläche der äußeren Betätigungsstange 18 und einer
inneren drehbaren Betätigungsstange 19.
Die radialen Kanäle 18b können aus mehreren Sätzen von
Kanälen mit voneinander unterschiedlichen Durchmessern be
stehen. Einer der mehreren Sätze der Kanäle kann ausgerichtet
sein mit dem radialen Kanal zur Einstellung der Strömungs
dämpfungsgröße.
Hieraus ergibt sich, daß die Arbeitsflüssigkeit in der unte
ren Flüssigkeitskammer B in die obere Flüssigkeitskammer A
über den jeweiligen Aufprallflüssigkeitskanal 2f, die innere
Nut 2b, die radiale Nut 2g, den radialen Durchlaß 3a, den
radialen Kanal 18b, die ringförmige Nut 18c, den radialen
Kanal 18b, den radialen Durchlaß 3a, die radiale Nut 2a
während des Kolbenaufprallhubs strömt.
In der gleichen Weise sind im wesentlichen ringförmige Nuten
2j und 2k an der unteren Oberfläche des Kolbenkörpers 2A
vorgesehen. Im wesentlichen ringförmige Auflagefläche bilden
Ventilsitzflächen 2m und 2n, die sich entlang den jeweiligen
Umfängen der inneren und äußeren ringförmigen Nuten 2j und
2k erstrecken. Die innere ringförmige Nut 2j steht in
Strömungsverbindung mit der oberen Flüssigkeitskammer A über
einen oder mehrere Rückprallflüssigkeitskanäle 2p, welche
direkt in die obere Flüssigkeitskammer geöffnet sind.
Die Ventilsitzflächen 2m und 2n wirken mit dem zweiten
Scheibenventil 9 an der Rückprallseite zusammen und sind
an dieses Ventil angepaßt. In der gleichen Weise wie die
Ventilsitzfläche 2d besitzt die Ventilsitzfläche 2m einen
Durchmesser, der mit dem Außendurchmesser des ersten Schei
benventils 10 an der Rückprallseite übereinstimmt. Ferner
ist ein Federsitzelement 15 beweglich um den äußeren Umfang
des ersten Lagerrings 12 angeordnet. Das Federsitzelement
besitzt einen Außendurchmesser, der mit dem Durchmesser der
Ventilsitzfläche 2m übereinstimmt. Das Federsitzelement
liegt gegen das erste Scheibenventil 10 an der Rückprallseite
an und überträgt die Federkraft einer Sprialfeder 16. Das
untere Ende der Spiralfeder 16 ist an einem Federsitzelement
17 abgestützt. Das Federsitzelement 17 besitzt eine Gewinde
bohrung, die auf ein Gewinde am Außenumfang des zweiten
Lagerrings 13 aufgesetzt ist. Wenn das Federsitzelement 17
durch einen Antrieb in Drehung versetzt wird, verlagert es
sich in axialer Richtung zum Federsitzelement 15 hin oder
von diesem weg. Auf diese Weise wird die Federkraft, die
auf das erste Scheibenventil 10 einwirkt, geändert.
Das Federsitzelement 17 besitzt einen Ausschnitt bzw. eine
Ausnehmung 17a. Die innere drehbare Betätigungsstange 19
besitzt ein Ansatzstück 19a, das sich vom unteren Ende der
Kolbenstange 3 erstreckt und umgebogen ist, so daß es an
seinem Ende mit der Ausnehmung 17a in Eingriff steht.
Wenn bei dem dargestellten Aufbau der Kolben in Rückprall
richtung eine Hubbewegung ausführt, erfolgt eine Kompression
der oberen Flüssigkeitskammer A, und die unter Druck gebracht
Flüssigkeit in der oberen Flüssigkeitskammer fließt über die
Rückprallflüssigkeitskanäle 2p in die innere Ringnut 2j.
Der Flüssigkeitsdruck wirkt auf das zweite Scheibenventil 9
an der Rückprallseite und bewirkt eine Verformung der Schei
benventile 9 und 10. Die Druckflüssigkeit in der inneren
Ringnut 2j fließt daher in die äußere Ringnut 2k über einen
Spalt, der zwischen der Ventilsitzfläche 2m und der anliegen
den Oberfläche des zweiten Scheibenventils 9 gebildet wird.
Ferner ermöglicht die Verformung des zweiten Scheibenventils
9 an der Rückprallseite eine Flüssigkeitsströmung aus der
äußeren Ringnut 2k in die untere Flüssigkeitskammer B.
Während dieser Flüssigkeitsströmung ist die Änderung der
Dämpfungskraft, welche durch eine zwischen der Ventilsitz
fläche 2m und dem zugeordneten Teil am zweiten Scheiben
ventil 9 an der Rückprallseite gebildeten inneren variablen
Durchlaß erzeugt wird, proportional 2/3 der Leistung der
Kolbenhubgeschwindigkeit. In gleicher Weise ist die Änderung
der Dämpfungskraft, welche durch einen zwischen der Ventil
sitzfläche 2n und dem zugeordneten Teil des zweiten Schei
benventils 9 an der Rückprallseite gebildeten äußeren
variablen Durchlaß erzeugt wird, proportional 2/3 der Lei
stung der Kolbenhubgeschwindigkeit. Da die Federkraft, welche
an der Stelle des zweiten Scheibenventils 9, die der Ventil
sitzfläche 2m zugeordnet ist, größer ist als die Federkraft,
welche an dem Scheibenventilteil einwirkt, das der Ventil
sitzfläche 2n zugeordnet ist, kann durch den inneren variab
len Durchlaß eine größere Dämpfungskraft erzeugt werden. D.h.
der innere variable Durchlaß kann härtere Dämpfungseigen
schaften vorsehen als der äußere variable Durchlaß. Da beim
dargestellten Ausführungsbeispiel der innere variable Durch
laß mit den härteren Dämpfungseigenschaften und der äußere
variable Durchlaß mit den weicheren Dämpfungseigenschaften
in Reihe angeordnet sind, läßt sich eine Verringerung
der Änderungsgeschwindigkeit der Dämpfungskraft im mittleren
und hohen Kolbengeschwindigkeitsbereich kompensieren, so daß
im wesentlichen lineare Dämpfungseigenschaften, wie es in
Fig. 3 dargestellt ist, sich erreichen lassen.
Die Dämpfungseigenschaften in Abhängigkeit von der Kolben
rückprallbewegung können durch einen Drehantrieb der inneren
Betätigungsstange 19 eingestelt werden. Für die Drehung der
inneren Betätigungsstange 19 kann eine Einstellscheibe oder
ein Eingriffstück am oberen Ende der Betätigungsstange vor
gesehen sein. Bei der Drehung der Betätigungsstange 19 er
folgt eine Drehung des Federsitzelements 17, wodurch die
Federkraft eingestellt wird, die auf das Scheibenventil 10
an der Rückprallseite einwirkt. Wenn das Federsitzelement 17
in der untersten Position angeordnet ist, erhält man einen
vorbestimmten größten Abstand vom Federsitzelement 15. In
diesem Fall hat die auf das erste Scheibenventil 10 einwir
kende Federkraft ein Minimum. Es erfolgt dann eine Deforma
tion der ersten und zweiten Scheibenventile 9 und 10 bei
geringerer Druckdifferenz zwischen den inneren und äußeren
Ringnuten 2j und 2k und der unteren Flüssigkeitskammer B.
Wenn andererseits die Kolbenhübe in Aufprallrichtung eine
Kompression der unteren Flüssigkeitskammer B bewirken, fließt
die unter Druck gesetzte Flüssigkeit in der unteren Flüssig
keitskammer in die innere Ringnut 2b über die Aufprallflüs
sigkeitskanäle 2f. Es wird dann ein Flüssigkeitsdruck auf
das erste Scheibenventil an der Rückprallseite ausgeübt, der
eine Verformung der Scheibenventile 7 und 8 bewirkt. Die
Druckflüssigkeit in der inneren Ringnut 2b fließt in die
äußere Ringnut 2c über einen variablen Durchlaß, der durch
den radialen Kanal 18b gebildet wird. Anschließend fließt
die Druckflüssigkeit durch einen Spalt, der zwischen der
Ventilsitzfläche 2e und der gegenüberliegenden Fläche am
zweiten Scheibenventil 8 an der Aufprallseite gebildet wird.
Somit ermöglicht die Verformung des zweiten Scheibenventils 8
einen Flüssigkeitsstrom aus der äußeren Ringnut 2c in die
obere Flüssigkeitskammer A. Wenn andererseits die Flüssig
keitsdruckdifferenz zwischen den Ringnuten und der oberen
Flüssigkeitskammer groß genug wird, um die Vorspannkraft der
Scheibenventile 7 und 8 zu überwinden, werden die Scheiben
ventile verformt, so daß Spalte zwischen den Ventilsitz
flächen 2d und 2e und den gegenüberliegenden Flächen an den
Scheibenventilen gebildet werden, die die Flüssigkeitsströ
mung ermöglichen.
Während dieser Flüssigkeitsströmung wirken die radialen
Kanäle 18b als feste Durchlässe mit Änderungseigenschaften
der Dämpfungskraft, die proportional dem Quadrat der Kolben
hubgeschwindigkeit ist. Andererseits ist die Änderung der
Dämpfungskraft, welche durch einen zwischen den Sitzflächen
2d und 2e sowie den zugeordneten Teilen des zweiten Schei
benventils an der Rückprallseite definierten inneren variab
len Durchlaß erzeugt wird, proportional zu 2/3 der Leistung
der Kolbenhubgeschwindigkeit. Durch die Kombination der
Dämpfungseigenschaften des festen Durchlasses und der Dämp
fungseigenschaften des variablen Durchlasses erhält man im
wesentlichen lineare Dämpfungscharakteristiken, wie sie in
Fig. 3 dargestellt sind.
Die Dämpfungseigenschaften in Abhängigkeit von der Kolben
aufprallbewegung lassen sich durch den Drehantrieb der
äußeren Betätigungsstange 18 einstellen. Für die Drehung
der äußeren Betätigungsstange 18 ist eine Einstellscheibe
oder ein Griffstück 18a am oberen Ende der Betätigungsstange
vorgesehen. Die Drehung der Betätigungsstange 18 bewirkt eine
Verschiebung bzw. Verlagerung der radialen Kanäle 18b, so daß
unterschiedliche Kanalquerschnitte der radialen Kanäle 18b
mit dem Durchlaß 3a ausgerichtet werden.
Wie anhand des oben erläuterten Ausführungsbeispiels gezeigt
wurde, ermöglicht der Stoßdämpfer mit variabler Dämpfungs
kraft gemäß der Erfindung eine unabhängige Einstellung der
Dämpfungseigenschaften beim Kolbenaufprallhub und beim Kol
benrückprallhub.
In den Fig. 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für den
erfindungsgemäßen Stoßdämpfer mit variabler Dämpfungskraft
dargestellt. In der gleichen Weise wie das vorher beschrie
bene Ausführungsbeispiel besitzt dieses Ausführungsbeispiel
einen Hohlzylinder 101 mit einem Innenraum, der mit Arbeits
flüssigkeit gefüllt ist. Der Innenraum des Zylinders 101
ist in eine obere Flüssigkeitskammer A und eine untere
Flüssigkeitskammer B durch eine Kolbenanordnung 102 getrennt.
Ferner besitzt das dargestellte Ausführungsbeispiel einen
freien Kolben 120 im Innenraum des Zylinders 101. Dieser
Kolben begrenzt eine Gaskammer C, die unterhalb der unteren
Flüssigkeitskammer B vorgesehen ist. Die Gaskammer C ist
mit einem Druckgas zur Änderung des Volumens je nach den
Druckverhältnissen in der unteren Flüssigkeitskammer gefüllt,
so daß ein Kraftausgleich erreicht wird, und ferner dient die
Druckkammer als Druckspeicher. Das offene Ende des Hohlzylin
ders 101 ist durch eine obere Verschlußanordnung verschlos
sen. Diese enthält eine Öldichtung 101a, eine Stangenfüh
rung 101b und einen Dichtungsabschluß 101c. Der Boden des
Zylinders 101 ist geschlossen und mit einer Öse 101d ver
sehen. Diese Öse kann mit einer Radachse oder mit einer
Spindel oder dergl. in Eingriff gebracht werden.
Die Kolbenanordnung 102 ist an einem Abschnitt 105a mit ge
ringerem Durchmesser eines Anschlagbolzens 105 befestigt.
Dieser Anschlagbolzen ist am unteren Ende einer Kolben
stange 103 befestigt. Die Kolbenanordnung 102 enthält eine
Unterlagscheibe 106, ein Scheibenventil 108 an der Rückprall
seite, einen Kolbenkörper 102a, ein Scheibenventil 109, eine
Unterlagscheibe 111 und einen Lagerring 112. Die Bestandteile
der Kolbenanordnung 102 sind in dieser Ordnung am unteren
Ende der Kolbenstange 103 vorgesehen. Im zusammengebauten
Zustand werden die Bestandteile der Kolbenanordnung durch
eine Befestigungsmutter 113, die auf ein Gewinde am unteren
Ende der Kolbenstange aufgesetzt ist, zusammengehalten und
befestigt.
Der Kolbenkörper 102A besitzt eine mittlere Öffnung 102a,
die sich axial erstreckt und den Abschnitt 105a mit gerin
gerem Durchmesser des Anschlagbolzens 105 aufnimmt. Der
Kolbenkörper 102A besitzt eine obere Oberfläche, die in die
obere Flüssigkeitskammer A gerichtet ist. Zwei Nuten 102b
und 102c sind in die obere Oberfläche des Kolbenkörpers ein
geformt. Die beiden Nuten 102b und 102c sind im wesentlichen
ringförmig ausgebildet und koaxial zueinander angeordnet.
An den Umfangsrändern der Ringnuten 102b und 102c befinden
sich Begrenzungskanten mit Ventilsitzflächen 102d und 102e.
Diese Ventilsitzflächen sind an das Scheibenventil 108 an
der Aufprallseite angepaßt, so daß innere und äußere variab
le Durchlässe geschaffen werden. Die innere Ringnut 102b
steht in Strömungsverbindung mit der unteren Flüssigkeits
kammer B über einen oder mehrere Aufprallflüssigkeitskanäle
102f. Die unteren Enden dieser Kanäle sind direkt in die
untere Flüssigkeitskammer B geöffnet. Die innere Ringnut 102b
steht ferner in Strömungsverbindung mit der mittleren Öff
nung 102a über eine radiale Nut 102g und mit der äußeren
Ringnut 102b über eine radiale Nut 102h. Ein Durchlaß oder
mehrere Durchlässe 105c sind in den Aschnitt 105a mit dem
geringeren Durchmesser des Anschlagbolzens 105 eingeformt.
Die axiale Anordnung dieser Durchlässe ist so, daß sie im
wesentlichen der axialen Anordnung der radialen Nut 102g
entsprechen. Auf diese Weise wird eine Strömungsverbindung
zwischen den durch die axiale Öffnung definierten äußeren
und inneren Raum gebildet. Die mittlere Öffnung 102a des
Kolbenkörpers 102A steht in Strömungsverbindung mit dem
Innenraum des Abschnittes 105a des Anschlagbolzens 105 über
diese Durchlässe 105c. Die Durchlässe 105c stehen in
Strömungsverbindung mit radialen Kanälen 114a zwischen einem
Ventilschieber 114 an der Rückschlagseite und einem Ventil
schieber 115 an der Aufprallseite. Die untere Endschulter des
Ventilschiebers 114 an der Rückschlagseite arbeitet mit der
oberen Endschulter der Durchlässe 105c zusammen und bildet
eine variable Querschnittsfläche für eine Drosselöffnung,
deren Strömungsquerschnitt variabel ist in Abhängigkeit von
der axialen Position des Ventilschiebers 114 an der Rück
prallseite. Mit der dargestellten Konstruktion wird ein
Strömungskanal By1 gebildet.
Wie schon erläutert, ist die Querschnittsfläche der Drossel
öffnung mit variablem Strömungsquerschnitt definiert durch
den bzw. die Durchlässe 105c und die untere Endschulter des
Ventilschiebers 114 an der Rückprallseite. Der Strömungs
querschnitt der Drosselöffnung läßt sich kontinuierlich und
wenigstens nicht schrittweise verändern.
Die Arbeitsflüssigkeit in der unteren Flüssigkeitskammer B
kann daher in die obere Flüssigkeitskammer A über die Auf
prallflüssigkeitskanäle 102f, die innere Ringnut 102b, die
radiale Nut 102g, den radialen Durchlaß 105c, den radialen
Kanal 114a, den radialen Durchlaß 105c und die radiale
Nut 102h während des Kolbenaufprallhubs fließen.
In der gleichen Weise sind im wesentlichen ringförmige
Nuten 102j und 102k an der unteren Oberfläche des Kolben
körpers 102A gebildet. Im wesentlichen ringförmige Begren
zungskanten besitzen Ventilsitzflächen 102m und 102n. Diese
erstrecken sich entlang der Umfänge der inneren und äußeren
Ringnuten 102j und 102k. Die innere Ringnut 102j steht in
Strömungsverbindung mit der oberen Flüssigkeitskammer A.
Diese Strömungsverbindung wird von einem oder mehreren
Rückprallflüssigkeitskanälen 102p gebildet. Diese Flüssig
keitskanäle sind direkt in die obere Flüssigkeitskammer
geöffnet.
Die innere Ringnut 102j steht über eine radiale Nut 102r mit
der äußeren Ringnut 102k in Strömungsverbindung. Ferner steht
die innere Ringnut 102j in Strömungsverbindung mit radialen
Kanälen 102q. Die radialen Kanäle 102q sind in Strömungsver
bindung mit radialen Durchlässen 105d. Die radialen Durch
lässe 105d können in Strömungsverbindung mit einer Ringnut
115a stehen, die am Außenumfang des Ventilschiebers 115 an
der Aufprallseite definiert ist. Auf diese Weise wird ein
Flüssigkeitsströmungskanal By2 gebildet. Dieser ermöglicht
eine Flüssigkeitsströmung zwischen der oberen Flüssigkeits
kammer A und der unteren Flüssigkeitskammer B. In der glei
chen Weise wie beim Ventilschieber an der Rückschlagseite
bildet der untere Rand der Ringnut 115a im Ventilschieber 115
an der Aufprallseite mit dem oberen Rand des radialen Kanals
105d einen Drosselkanal mit variablem Strömungsquerschnitt
(in Fig. 5 ist die Drosselöffnung in einer Position gezeigt,
bei der die Strömungsverbindung vollständig blockiert ist).
Der Strömungsquerschnitt der Drosselöffnung, welche zwischen
der Ringnut 115a und dem radialen Durchlaß 105d veränderbar
definiert ist, hängt ab von der axialen Position des Ventil
schiebers 115.
Der Ventilschieber 114 an der Rückprallseite ist durch die
axiale Positionierung einer Steuerstange 116 bestimmt, die
koaxial in einer Axialbohrung 103a der Kolbenstange 103
angeordnet ist. Die Steuerstange 116 erstreckt sich bis zum
oberen Ende der Kolbenstange, wie es in Fig. 7 gezeigt ist.
Das untere Ende der Steuerstange 116 ist mit einem Verbin
dungsstück 117 an der Rückprallseite verbunden. Das Verbin
dungsstück 117 besitzt ein unteres Ende, das einem oberen
Ende des Ventilschiebers 114 an der Rückprallseite zuge
ordnet ist und mit diesem in Eingriff steht. Auf diese
Weise läßt sich der Ventilschieber 114 in axialer Richtung
verschieben. Ferner überträgt das Verbindungsstück 117 ein
auf die Steuerstange 116 einwirkendes Drehmoment auf den
Ventilschieber 114. Der Ventilschieber 114 besitzt an seinem
Umfang ein Außengewinde, das mit einem Innengewinde in einer
Bohrung 105e im Anschlagbolzen 105 in Eingriff steht. Wenn
daher durch den Antrieb der Steuerstange 116 der Ventil
schieber 114 eine Drehung ausführt, bewirkt dies eine
axiale Verschiebung des Ventilschiebers 114, wodurch der
Strömungsquerschnitt in der Drosselöffnung zwischen dem
Ventilschieber 114 und dem radialen Durchlaß 105c geändert
wird.
Andererseits kann die axiale Positionierung des Ventilschie
bers 115 an der Aufprallseite mit Hilfe der Steuerstange 118
an der Aufprallseite gesteuert werden. Diese Steuerstange
ist koaxial im Innenraum der Steuerstange 116 angeordnet.
Die Steuerstange 118 an der Aufprallseite erstreckt sich
ferner bis zum oberen Ende der Kolbenstange 103, so daß
sie von außen her mit einer äußeren Antriebsquelle, bei
spielsweise einem Schrittmotor, verbunden werden kann. Das
untere Ende der Steuerstange 118 für den Ventilschieber an
der Aufprallseite ist mit einem Verbindungsstück 119 ver
bunden. Das Verbindungsstück 119 an der Aufprallseite ist
zylindrisch geformt und ist an seinem oberen Ende mit einem
oberen Stangenteil 118a der Steuerstange 118 und mit seinem
unteren Ende mit einem unteren Stangenteil 118b der Steuer
stange 118 verbunden. Der untere Stangenteil 118b ist mit
der Innenseite des Verbindungsstückes 119 kerbverzahnt, so
daß eine axiale Bewegung gegenüber dem oberen Stangenteil
möglich ist, wobei jedoch eine Drehantriebsverbindung mit
dem oberen Stangenteil 118a vorhanden ist. Da der untere
Stangenteil 118b fest mit dem Ventilschieber 115 verbunden
ist, wird ein Drehmoment, das auf den oberen Stangenteil 118a
wirkt, auf den Ventilschieber 115 an der Aufprallseite über
tragen. Der Ventilschieber 115 besitzt ein Außengewinde, das
mit einem Innengewinde im Abschnitt 105a des Anschlagbolzens
105 vorgesehen ist. Bei Drehung des Ventilschiebers 115 mit
Hilfe der Steuerstange 118 läßt sich daher die axiale Po
sitionierung des Ventilschiebers 115 gegenüber dem radialen
Durchlaß 105d einstellen. Auf diese Weise gewinnt man eine
Einstellmöglichkeit für die Drosselungsrate an der Drossel
öffnung zwischen der Ringnut 115a und dem radialen Durchlaß
105d.
Mit dem gezeigten Aufbau, der im Vorstehenden erläutert wurde
lassen sich die Dämpfungseigenschaften äquivalent zu denen
beim vorher beschriebenen Ausführungsbeispiel einstellen,
wie das deutlich aus Fig. 8 zu ersehen ist. Die Fig. 8 zeigt
die Dämpfungseigenschaften bei minimaler und maximaler
Drosselungsrate bei Veränderung des Strömungsquerschnitts in
den Drosselöffnungen. Da beim dargestellten Ausführungsbei
spiel eine kontinuierliche bzw. nicht schrittweise Änderung
der Drosselrate vorgesehen werden kann, können bei ent
sprechenden Aufprall- und Rückprallzuständen der Schwingung
optimale Dämpfungseigenschaften erhalten werden.
Durch die Erfindung werden daher alle angestrebten Aufgaben
gelöst und Vorteile erzielt.
Claims (5)
1. Stoßdämpfer mit variabler Dämpfungskraft mit
- - einem Hohlzylinder, der mit Arbeitsflüssigkeit angefüllt ist;
- - einem Kolben, der im Innern des Hohlzylinders angeordnet ist, zur Trennung des Zylinderinnenraums in eine erste Flüssigkeitskammer und eine zweite Flüssigkeitskammer, wobei der Kolben mit einer Kolbenstange verbunden ist, zum Einleiten einer Bewegung im Innenraum des Zylinders in Abhängigkeit einer eingeleiteten Energie in Zug- und Druckstufen;
- - einem ersten Strömungskanal für eine Flüssigkeits strömung von der ersten Flüssigkeitskammer zur zweiten Flüssigkeitskammer in Abhängigkeit von einem Kompressions hub des Kolbens; und
- - einem zweiten Strömungskanal für eine Flüssigkeits strömung aus der zweiten Flüssigkeitskammer in die erste Flüssigkeitskammer in Abhängigkeit von einem Expansions hub des Kolbens,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - eine erste variable Durchlaßeinrichtung (3a, 18b; 105c, 114a) im ersten Strömungsweg (By1) zur Verringerung der Flüssigkeitsströmung durch den ersten Strömungskanal vorgesehen ist, wobei die variable Durchlaßeinrichtung die Größe der Strömungsverringerung ändert;
- - eine zweite variable Durchlaßeinrichtung (9, 10, 2m, 2n; 105d, 115a) im zweiten Strömungskanal zur Verringerung der Flüssigkeitsströmung durch den zweiten Flüssigkeits kanal vorgesehen ist, wobei diese variable Durchlaß einrichtung die Größe der Strömungsbegrenzung ändert,
- - eine erste Steuereinrichtung (18; 116), welche der ersten variablen Durchlaßeinrichtung zugeordnet ist, zur Ein stellung der Größe der Strömungsbegrenzung für die Flüssigkeitsströmung durch diese erste variable Durchlaß einrichtung; und
- - eine zweite Steuereinrichtung (19; 118), welche der zweiten variablen Durchlaßeinrichtung zugeordnet ist, zur Einstellung der Größe der Strömungsbegrenzung der Flüssigkeitsströmung durch die zweite variable Durchlaß einrichtung, wobei die zweite Steuereinrichtung unabhängig von der ersten Steuereinrichtung bei der Einstellung der Größe der Strömungsbegrenzung arbeitet.
2. Stoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens eine der beiden variablen Durchlaßeinrichtungen
die Dämpfungseigenschaften in kontinuierlicher Arbeitsweise
ändert.
3. Stoßdämpfer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die beiden Steuereinrichtungen (18, 19; 116, 118)
durchgehend durch die Kolbenstange (3; 103) vorgesehen sind.
4. Stoßdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die ersten und zweiten Steuereinrichtun
gen drehbare Wellen aufweisen, die koaxial durch die Kolben
stange (3; 103) sich erstrecken, wobei die drehbaren Wellen
von außen her durch Antriebskräfte angetrieben sind und ein
Wandlermittel mit den drehbaren Wellen zusammenarbeitet
zur Umwandlung der Drehung der drehbaren Wellen in Vorschub
kräfte zur Einstellung des jeweiligen Strömungsquerschnitts
der ersten variablen Durchlaßeinrichtung und der zweiten
variablen Durchlaßeinrichtung.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: F16F 9/46 |
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