DE397256C - Anordnung zum Synchronisieren von Pendeluhren unter Verwendung bestehender Fernsprechleitungen mit Lokalbatterie - Google Patents

Anordnung zum Synchronisieren von Pendeluhren unter Verwendung bestehender Fernsprechleitungen mit Lokalbatterie

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DE397256C
DE397256C DES61969D DES0061969D DE397256C DE 397256 C DE397256 C DE 397256C DE S61969 D DES61969 D DE S61969D DE S0061969 D DES0061969 D DE S0061969D DE 397256 C DE397256 C DE 397256C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M11/00Telephonic communication systems specially adapted for combination with other electrical systems

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Devices For Supply Of Signal Current (AREA)

Description

(S 61969
Bestehende Fernsprechleitungen zur Einwirkung auf Pendeluhren zu benutzen, ist bereits für manche Zwecke bekannt geworden. So ζ. B. zum Antrieb einzelner Pendel, zum Regeln verschiedener Nebenuhren, wobei während der Regelung der Uhren der Fernsprechbetrieb riuhen mußte, zum Aufziehen von Uhren unter Benutzung der Erde, was den Fernsprechbetrieb störte.
ίο Die im folgenden beschriebene Neuerung gestattet unter Benutzung bestehender Fernsprechleitungen mit Lokalbatterie und einer Hauptpendeluhr mehrere Nebenpendel zu synchronisieren, ohne daß der Fernsprechbetrieb gestört wird. Zur Lösung dieser Aufgabe wind in dem Anfang der Fernsprechleitung Wechselstrom von einer der Frequenz der zu synchronisierenden Nebenpendel entsprechenden Frequenz gesandt, welcher von
ao einer vom Pendel der Hauptuhr angetriebenen Wechselstrommaschine erzeugt wird, wobei von der Fernsprechleitung zu jedem Nebenpendel eine Leitung zu einer Spule geführt ist, welche auf den Magneten des Nebenpendeis regelnd einwirkt.
Der zum Synchronisieren dienende Wechselstrom ist von solcher Frequenz, daß keine hörbaren Frequenzharimonien vorhanden sind, so daß er dauernd in der Fernsprechleitung fließen kann, ohne in den Fernsprechapparaten hörbar zu sein. Die zum Synchronisieren dienenden Stromstöße erfolgen daher alle Sekunden ader alle halben Sekunden. Der in die Fernsprechleitung zu sendende Wechselstrom ist von einer niedrigen Schwingungszahl, die unterhalb 3oominutlich .liegt, und hat eine nahezu sinusförmig verlaufende Kurve.
Ein Ausführungsbeispiel der Anordnung ist in der Abbildung dargestellt, welche sehematisch eine Fernsprechleitung mit Einrichtung zium Synchronisieren des Pendels einer Turmuhr darstellt.
Es sei angenommen, daß die Pendeluhren in bekannter Weise durch eine ortsfeste Spule synchronisiert wenden, welche auf einen am Pendel befestigten Magneten wirken. Die Synchronisierung durch Magnet und Spule bietet den Vorteil eines sehr geringen Stromverbrauches. Der Synchronisierungsstrom ist sehr schwach und kann durch die Fernsprechapparate fließen, ohne in ihnen schädlich zu wirken.
Die in der Abbildung dargestellte Anordnung besteht amis einer Fernsprechleitung A, die an jedem Ende entweder auis einer normal auf einen Anzeiger b geschlossenen Klinke B oder aus einem Umschalter C für Fernsprechapparate besteht, die normal auf ein Läutewerk c geschlossen sind.
Der Synchronisierungsstrom fließt dauernd durch die Leitung, erzeugt durch eine Spule D1 weiche eine wechselnde elektromotorische Kraft erzeugt. Diese Spule D bildet z. B. den Anker eines kleinen Wechselstromerzeugers. Ein Kondensator d an den Klemmen der Spule D läßt die Wechselströme des Anrafmagneten und die Fernsprechströme durch.
ίο Die Synchroni sierungsspule E des zu regelnden Pendels ist ebenfalls in die Leitung A geschaltet, und der Kondensator e wirkt in gleicher Weise wie der Kondensator d.
Der Synchronisierungsstrom fließt normalerweise durch b, A, c und E, ohne den Anzeiger B oder das Läutewerk c tax betätigen, da er hierzu viel zu schwach ist. Während der Oesprache schließt sich der Synchroniao sierangsstromlaeis durch die Fernsprechapparate. Dieser Synchronisierungsstrom macht sich in den Hörern nicht bemerkbar, wenn man verhältnismäßig langsam wechselt. Umgekehrt wird die Fernsprechverbindung durch die Synchronisierungsapparate nicht beeinflußt. Die Stromgebungen des Anrufmagneten, welche eine Frequenz von durchschnittlich 20 bis 25 in der Sekunde haben, gehen zum großen Teil durch die Kondensatoren d und e, und der Strom von dieser hohen Frequenz, welcher durch die Synchronisierungsspule E fließt, hat infolge dieser hohen Frequenz fast keine Wirkung auf das Pendel. Das gleiche gilt für die Fernsprechströme, die zum größten Teile durch die Kondensatoren fließen. Die Kondensatoren d und e können übrigens fortfallen, wenn der Widerstand der Spulen D und E genügend schwach ist.
Man kann mit derselben Leitung mehrere Pendeluhren synchronisieren. . Es genügt hierzu in jeder Pendeluhr die Fernsprechleitung A zu unterbrechen und an der UnterbrechungssteJte eine Synchronisierungsspuleli und einen Kondensator e einzuschalten. Man muß dann die in der Spule D induzierte elektromotorische Kraft der Zahl der synchronisierten Pendeluhren E und dem. Gesamtwiderstand der Leitung anpassen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Anordnung zum Synchronisieren von Pendeluhren unter Verwendung der beiden Drähte bestehender Fernsprechleitungen mit Lokalbatterie, dadurch gekennzeichnet, daß in die Leitung Wechselstrom niederer Schwingungszahl unter 3oomdnutlich mit nahezu sinusförmig verlaufender Kurve gesandt wird, so daß eine Störung des Fernsprechbetriebes nicht bemerkbar wird.
    Ht '
DES61969D 1922-06-14 1923-01-27 Anordnung zum Synchronisieren von Pendeluhren unter Verwendung bestehender Fernsprechleitungen mit Lokalbatterie Expired DE397256C (de)

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