DE396384C - Mehrstufige Dampf- oder Gasturbine - Google Patents
Mehrstufige Dampf- oder GasturbineInfo
- Publication number
- DE396384C DE396384C DER57862D DER0057862D DE396384C DE 396384 C DE396384 C DE 396384C DE R57862 D DER57862 D DE R57862D DE R0057862 D DER0057862 D DE R0057862D DE 396384 C DE396384 C DE 396384C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- steam
- turbine
- stages
- face
- pressure
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 claims description 4
- 238000000605 extraction Methods 0.000 claims description 3
- 238000005338 heat storage Methods 0.000 claims description 2
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 2
- 230000004308 accommodation Effects 0.000 description 1
- 239000000969 carrier Substances 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 239000003380 propellant Substances 0.000 description 1
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 1
- 238000011144 upstream manufacturing Methods 0.000 description 1
- 239000011800 void material Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
- F01D1/00—Non-positive-displacement machines or engines, e.g. steam turbines
- F01D1/02—Non-positive-displacement machines or engines, e.g. steam turbines with stationary working-fluid guiding means and bladed or like rotor, e.g. multi-bladed impulse steam turbines
- F01D1/026—Impact turbines with buckets, i.e. impulse turbines, e.g. Pelton turbines
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Control Of Turbines (AREA)
Description
Beim Übergang von der einfachen Drosselregelung zur sogenannten Düsenregelung hat
man im Dampfturbinenbau nach einem Versuch, die Leitradquerschnitte aller Stufen durch
Unterteilung einstellbar zu machen, sich darauf beschränkt, diese Einrichtung nur bei denjenigen
Leitradquerschnitten vorzusehen, welche vom Treibmittel zuerst durchströmt werden.
Für die gebräuchlichen Dampfturbinen, in
ίο denen die Entspannung auf den Enddruck ohne Unterteilung des Dampfstromes erfolgt,
kommt die Einstellbarkeit des Leitradquerschnittes und seine Beherrschung durch mehrere
Ventile nur für die erste Stufe zur Ver-Wendung. Die Unterbringung der Steuerungsteile
begegnet bei dieser Anordnung keinen größeren Schwierigkeiten, da der zu regelnde
Leitapparat an der vorderen Stirnseite der Turbine sitzt.
Bei Turbinen für Sonderzwecke besteht jedoch das Bedürfnis, außer der Hochdruckstufe
noch eine weitere Stufe durch eine Düsenregelung zu beherrschen. Dies gilt beispielsweise
für Turbinen mit Zwischendampfentnähme, bei welchen die in der Heizleitung
nicht benötigte Dampfmenge in der ersten Niederdruckstufe zur Verminderung der Drosselverluste
zweckmäßigerweise ebenfalls unter der Herrschaft einer — vom Heizdampfdruck beeinflußten
— Düsenregelung steht. Ähnlich liegen die Verhältnisse bei den sogenannten
Speicherturbinen. Auch bei den Zweidruckturbinen ist die Verwendung einer zweiten
Düsenregelung, nämlich für die von außen zuströmende Niederdruckdampfmenge, außer
der Düsenregelung für den hochgespannten Frischdampf aus wirtschaftlichen Gründen
empfehlenswert. Bei Schiffsturbinen, insbesondere für Kriegsschiffe, werden zur Erzielung
hoher Wirtschaftlichkeit bei verminderter Fahrtgeschwindigkeit den normalen Turbinenstufen
sogenannte Marschstufen, die eine geringere Dampfmenge aufzunehmen haben, vorgeschaltet.
Bei diesen Turbinen besteht das Bedürfnis, sowohl den Leitradquerschnitt der ersten
Marschstufe als auch denjenigen der ersten Stufe für volle Fahrt einstellbar einzurichten.
Die genannten Turbinenarten haben das Gemeinsame, daß bei gewissen Betriebszuständen
oder daß von einem Teil der verwendeten Dampfmenge nur ein Teil der im Gehäuse vorhandenen Turbinenstufen durchströmt
wird, während bei anderen Betriebszuständen oder von anderen Teilen der Dampfj
menge alle Stufen des Gehäuses hintereinander durchströmt werden. Sind die Stufen einer
derartigen Maschine in der üblichen Weise innerhalb eines Gehäuses achsial hintereinander
angeordnet, so bereitet die Forderung, außer der ersten Stufe auch noch eine weitere in
ihren Leitapparaten regelbar einzurichten, bauliche Schwierigkeiten.
Gemäß vorliegender Erfindung sind bei diesen Turbinen diejenigen Stufen, die mit einstellbaren
Leitradquerschnitten ausgeführt werden müssen, an die beiden Enden des die Stufen
aufnehmenden Gehäuses verlegt. Die beiden zu regelnden Stufen erscheinen also in der
achsialen Reihenfolge der Stufen des Gehäuses als erste und letzte. Zwischen ihnen sind die
übrigen Stufen untergebracht. Die sämtlichen Düsenventile sind an die beiden Gehäusestirnseiten
verlegt.
Es entstehen zwei Gruppen von Stufen, die hinsichtlich der achsialen Fortbewegung des
Dampfes in entgegengesetzter Richtung durchströmt werden. Nach Durchströmen der ersten
Gruppe (Hochdruckgruppe) wird der Dampf ganz oder teilweise durch Rohre oder eingegossene
Kanäle ans andere Gehäuseende geleitet, um die zweite Gruppe von Stufen (Niederdruckgruppe)
in entgegengesetzter achsialer Richtung zu durchströmen. Die für beide Gruppen gewählten Schaufelprofile weichen
derart voneinander ab, daß die Welle im gleichen Sinne gedreht wird, wenn der Dampf
in der einen Gruppe von links nach rechts, in der anderen Gruppe von rechts nach links
strömt. Ein besonders vorteilhafter Wellenaufbau ergibt sich, wenn die Mehrzahl der
Laufschaufelreihen auf Trommeln untergebracht ' wird, während die Laufschaufelträger
derjenigen Stufen, deren Leitradquerschnitte einstellbar sind, als Scheiben ohne Mittenbohrung
ausgebildet werden. Derartige Scheiben werden zur Erzielung großer Dampfdurch-
£06384
gangsquerschnitte bei hohen Umfangsgeschwindigkeiten, also zur günstigen Ausnutzung der
Luftleere, bei Verarbeitung großer Dampfmengen auch für die letzten Niederdruckstufen
verwendet.
Der in Abb. ι dargestellte Turbinenaufbau gilt für eine Turbine mit Zwischendampfentnahme.
Der aus den Kesseln zuströmende Hochdruckdampf durchströmt zuerst die Hochdruckstufe
a, dann die Mitteldruckstufe b. Hierauf gelangt er durch den Stutzen c zum Teil
in die Heizung, zum anderen Teil in die Niederdruckstufen d und e. Die beiden Stufen a
und c sind mit einstellbaren Leitradquerschnitten, d. h. sogenannter Düsenregelung,
ausgestattet.
Die in Abb. 2 dargestellte Zweidruckturbine unterscheidet sich von der Anzapfturbine nach
Abb. ι vor allem dadurch, daß der Niederao druckteil große Dampfmengen zu verarbeiten
hat. Die Bezeichnungen sind im allgemeinen dieselben wie in Abb. 1. Zur vorteilhaften
Ausnutzung der Luftleere werden hier die letzten Niederdruckstufen mit Scheiben f ausgestattet.
Der Frischdampf gelangt durch den Kanal g unmittelbar aus dem Schaufelteil 5 in
den Schaufelteil β. Die Anordnung kann auch so getroffen werden, daß die Stufe d ebenfalls
vom Frischdampf durchströmt wird. Für Turbinen, die mit Ruths'schem Wärmespeicher
zusammenarbeiten, kommen ähnliche Ausführungen zur Verwendung.
Für Schiffsturbinen mit Marschstufen bringt der Aufbau nach Abb. 3 ähnliche Vorteile wie
bei den vorher beschriebenen Sonderturbinen. Es handele sich um die Unterbringung lediglich
der Hochdruck- und der Marschstufen im gemeinsamen Gehäuse, während die Niederdruck-
und die Rückwärtsstufen in einem anderen Gehäuse untergebracht seien. Bei Vollfahrt
durchströmt der gesamte Dampf nur die Stufen α und b und gelangt von da aus zu
den Niederdruckstufen. Bei Marschfahrt (wirtschaftlicher Fahrt) werden zuerst die Stufen d
und e beaufschlagt, denen die Stufen α und b
nachgeschaltet sind. In beiden Fällen wird der eintretende Dampf durch Düsenregelung
beherrscht, nämlich in den Stufen α und d.
Bei allen diesen Ausführungsbeispielen sitzen die Dampfeinlaßorgane gemäß der Erfindung
in den Stirnseiten des Dampfzylinders.
Claims (5)
- Patent-Ansprüche:i. Mehrstufige Dampf- oder Gasturbine, im besonderen Achsialturbine, bei welcher ,' bei gewissen Betriebszuständen oder bei welcher von einem Teil der arbeitenden Dampfmenge nur ein Teil der im Gehäuse vorhandenen Turbinenstufen, bei anderen Betriebszuständen oder von einem anderen Teil der arbeitenden Dampfmenge auch die anderen Stufen des Gehäuses durchströmt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden mit einstellbaren Leitradquerschnitten ausgestatteten Stufen an die beiden Stirn-Seiten der Turbine verlegt sind.
- 2. Dampf- oder Gasturbine für Zwischendampfentnahme nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der aus den Kesseln zuströmende Hochdruckdampf in bekannter Weise auf der einen Stirnseite der Turbine, der für Heizzwecke nicht benötigte, in der Maschine weiter arbeitende Niederdruckdampf auf der anderen Stirnseite der Turbine durch einstellbare Leitradquerschnitte eintritt.
- 3. Dampf- oder Gasturbine, die mit Hochdruckkessel und Mitteldruckwärmespeicher zusammenarbeitet, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Frischdampf in bekannter Weise auf der einen Stirnseite, die aus dem Speicher zuströmende Dampfmenge auf der anderen Stirnseite der Turbine durch einstellbare Leitradquerschnitte eintritt.
- 4. Dampf- oder Gasturbine zur Ausnutzung von Frischdampf und Abdampf mit Niederdruckstufen, die vom Gesamtdampf durchströmt werden, nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Frischdampf in bekannter Weise auf der einen Stirnseite, die zuströmende Abdampfmenge auf der anderen Stirnseite der Turbine durch einstellbare Leitradquerschnitte eintritt.
- 5. Dampf- oder Gasturbine für Schiffsantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Marschstufe an der einen Stirnwand, die erste Stufe für volle Fahrt an der anderen Stirnwand der Türbine (Hochdruckturbine) — beide mit einstellbaren Leitradquerschnitten versehen — angeordnet ist, so daß der Frischdampf bei wirtschaftlicher oder Marschfahrt auf der einen Stirnseite der Turbine eintritt, die nachgeschalteten Stufen durchströmt und dann nach der anderen Stirnseite der Turbine zu denjenigen Stufen geleitet wird, zu denen er bei Vollfahrt unmittelbar gelangt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER57862D DE396384C (de) | Mehrstufige Dampf- oder Gasturbine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER57862D DE396384C (de) | Mehrstufige Dampf- oder Gasturbine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE396384C true DE396384C (de) | 1924-05-31 |
Family
ID=7410642
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER57862D Expired DE396384C (de) | Mehrstufige Dampf- oder Gasturbine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE396384C (de) |
-
0
- DE DER57862D patent/DE396384C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2360468C2 (de) | Turbinengehäuse | |
| DE69613307T2 (de) | Gekühlte Schaufeln für ein Turbinenleitgitter | |
| EP1173664A1 (de) | Kühlluftsystem | |
| EP0516995A1 (de) | Kombinierte Gas/Dampf-Kraftwerkanlage | |
| EP0563520B1 (de) | Gasturbinenanlage | |
| DE3804605A1 (de) | Verfahren und anlage zur abhitzedampferzeugung | |
| DE19701020A1 (de) | Dampfturbine | |
| DE102009003452A1 (de) | Verfahren und Vorrichtungen zum Kühlen von drehenden Komponenten in einer Dampfturbine | |
| DE1426697B2 (de) | Zwangdurchlaufdampferzeuger mit einer Anordnung für das Anfahren und den Teillastbetrieb | |
| EP0908602A1 (de) | Verfahren zum Betrieb einer Kombianlage | |
| EP2438352B1 (de) | Durchlaufverdampfer | |
| DE102009024587A1 (de) | Durchlaufverdampfer | |
| DE396384C (de) | Mehrstufige Dampf- oder Gasturbine | |
| EP3620620A1 (de) | Abgasrezirkulation in gas- und dampfturbinenanlagen | |
| DE2335036A1 (de) | Mit einem abgasturbolader ausgeruestete mehrzylinderbrennkraftmaschine | |
| DE1639538B1 (de) | Kernreaktor | |
| CH621186A5 (en) | Steam-generator installation heated by waste gas | |
| DE102012100265A1 (de) | Vorrichtung und Verfahren zur Steuerung von Sauerstoffemissionen aus einer Gasturbine | |
| CH242222A (de) | Dampf- oder Gasturbine für hohe Arbeitsmitteltemperaturen. | |
| DE19882242B4 (de) | Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk | |
| DE707736C (de) | Mehrgehaeusige Schiffsdampfturbinenanlage | |
| WO2010009708A1 (de) | Triebwerk bestehend aus kerntriebwerk und nachgeschaltetem vortriebserzeuger | |
| DE597882C (de) | Regelungsverfahren fuer Kreiselmaschinen, insbesondere Gas- und Dampfturbinen | |
| DE550497C (de) | Dampflokomotive mit Kondensation | |
| DE940899C (de) | Mit Zwischenueberhitzung arbeitende axiale Dampf- oder Gasturbine |