DE3940366C2 - Drehschwingungstilger - Google Patents
DrehschwingungstilgerInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Drehschwingungs
tilger nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
Ein solcher Drehschwingungstilger ist in der
DE 36 30 308 C1 gezeigt. Er weist einen Nabenkörper auf,
der sich mit der zu dämpfenden Welle verschrauben läßt.
Zwischen dem Schwungring und dem Nabenkörper sind über
dem Umfang verteilt mehrere Federelemente aus Gummi
vorgesehen, in die als Hebel bezeichnete Bleche ein
gelegt sind. Dabei ragen die Bleche an einer Seite aus
den Gummifedern heraus. Bei hohen Drehzahlen legen sich
diese Enden, bedingt durch die Fliehkraft an die Innen
fläche des Schwungringes an. Sinn und Zweck dieser
Anordnung ist es, die Federkennung des Elastomers des
Drehschwingungstilgers bei unterschiedlichen Drehzahlen
zu verändern.
Die Kenn- oder Resonanzfrequenz eines Drehschwingungs
tilgers wird unter anderem von seiner radialen Steifig
keit beeinflußt. Die Federelemente, die wie beim Stand
der Technik üblicherweise als Gummielemente ausgelegt
sind, werden daher in ihren Eigenschaften genau einge
stellt. Allerdings verändert sich die Härte des Elasto
mers mit steigender Temperatur, er wird deutlich wei
cher. Dadurch verändern sich auch die Kenndaten des
Drehschwingungstilgers, was die Funktion beeinträchtigt.
Die Veränderungen der radialen Eigenschaften unter
Temperatur können sich sogar schädlich auf den Antriebs
strang auswirken. Im normalen Kraftfahrzeugbetrieb
können die Temperaturunterschiede am Drehschwingungs
tilger mehr als 50° Celsius betragen.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen gattunsgemäßen
Drehschwingungstilger so weiterzuentwickeln, daß er bei
steigender Temperatur seine Kenndaten (unter anderem
torsionale und radiale Kennfrequenz) nicht verändert.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit dem Kennzeichen des
Hauptanspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
ergeben sich aus dem Unteranspruch.
Nach der Erfindung wird demnach in die Federelemente ein
Blechstreifen eingelegt, der seine Form mit der Tempera
tur ändert und zwar in der Weise, daß er auf seine
ursprüngliche Form zurückkehrt, sobald der Temperatur
einfluß nachläßt. In einfacher Weise wird dies mit einem
sogenannten Memory-Metall erreicht. Diese Metalle
zeichnen sie dadurch aus, daß sie ein Formerinnerungs
vermögen aufweisen, das heißt, bei steigender Temperatur
verändern sie ihre Form in einer gezielten Richtung und
kehren in die ursprüngliche Form zurück, sobald die
Temperatur wieder fällt.
In einer zweckmäßigen Ausgestaltung werden als Blech
streifen Bimetallstreifen verwendet, die in etwa die
gleiche Erscheinung zeigen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend
anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 den Ausschnitt eines Schwingungstilger
mit eingelegtem Blechstreifen im kalten
Zustand und
Fig. 2 den gleichen Ausschnitt, jedoch bei
höherer Temperatur mit verformtem Blech
streifen.
Nach Fig. 1 ist wie bereits angedeutet bruchstückhaft
ein Teil eines Nabenrings 1 erkennbar, der normalerweise
als Topf ausgebildet ist und mit seinem Topfboden mit
der zu dämpfenden Welle verschraubt ist. In Fig. 1 ist
lediglich ein Abschnitt des Topfrandes zu sehen. Der
Drehschwingungstilger insgesamt kann dabei so aufgebaut
sein, wie er aus der zitierten DE 36 30 308 C1 hervor
geht.
Konzentrisch und mit Abstand zum Nabenring 1 ist ein
Schwungring 2 angeordnet. Den Nabenring 1 und den
Schwungring 2 verbindet ein Federelement 3, das aus
einem gummielastischen Werkstoff besteht. In das Feder
element 3 schließlich ist ein Blechstreifen 4 einge
bettet. Der Blechstreifen 4 unterteilt das Federelement
in einen Abschnitt, der dem Schwungring 2 zugeordnet
ist, und ein Abschnitt in Richtung des Nabenkörpers 1.
Das Federelement 3 besteht aus einem Memory-Metall.
Sobald der Schwingungstilger in Betrieb genommen wird,
das heißt, wenn er sich mit der Antriebswelle dreht und
dabei die dort auftretenden Drehschwingungen durch
Relativbewegungen des Schwungrings 2 gegenüber dem
Nabenring 3 dämpft, erwärmt sich das Federelement 3
durch seine Eigendämpfung. Außerdem wird der Schwin
gungsdämpfer durch die Abwärme des Motors und des
Getriebes zusätzlich aufgeheizt. Dieser Temperatur
anstieg bewirkt nun beim Blechstreifen 4 eine Aus
bildung, wie sie in Fig. 2 gezeigt ist. Durch die
Bogenform werden die radialen Steifigkeiten innerhalb
des Federelementes verändert und zwar in der Weise, daß
auch bei höherer Temperatur und weicherem Elastomer
annähernd die gleichen Kenndaten (unter anderem radiale
Steifigkeit) vorhanden ist wie in Fig. 1.
Fig. 2 zeigt die Ausbildung nur schematisch. Es liegt
aber auf der Hand, die richtige geometrische Form und
die Formänderung so festzulegen, daß der gewünschte
Effekt der gleichbleibenden radialen Steifigkeit er
reicht wird.
Fig. 1 und 2 zeigen wie bereits erwähnt lediglich einen
Ausschnitt des Schwingungstilgers. Beim gesamten Schwin
gungstilger sind mehrere derartige Federelemente mit
Blechstreifen am Umfang in regelmäßigen Abständen
verteilt vorgesehen. Bei der Lage der Blechstreifen ist
dabei darauf zu achten, daß durch die Ausbiegung im
erwärmten Zustand keine Unwucht des Schwingungsdämpfers
auftritt. Das bedeutet, die Blechstreifen müssen mit
ihrem Massenschwerpunkt auf dem gleichen Radius bzw.
Teilkreis liegen.
Claims (2)
1. Drehschwingungstilger, insbesondere für An
triebswellen von Kraftfahrzeugen mit einem auf der
Antriebswelle befestigbaren Nabenring, einem den
Nabenring konzentrisch und mit Abstand umgebenden
Schwungring und mit Federelementen zwischen Naben
ring und Schwungring, wobei in den Federelementen
Blechstreifen eingelegt sind, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Blechstreifen (4) bei Tempera
tureinfluß ihre Form reversibel verändern.
2. Drehschwingungstilger nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Blechstreifen (4) aus einem
Memory-Metall bestehen.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19893940366 DE3940366C2 (de) | 1989-12-06 | 1989-12-06 | Drehschwingungstilger |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19893940366 DE3940366C2 (de) | 1989-12-06 | 1989-12-06 | Drehschwingungstilger |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3940366A1 DE3940366A1 (de) | 1991-06-13 |
| DE3940366C2 true DE3940366C2 (de) | 1997-12-04 |
Family
ID=6394937
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19893940366 Expired - Fee Related DE3940366C2 (de) | 1989-12-06 | 1989-12-06 | Drehschwingungstilger |
Country Status (1)
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Families Citing this family (1)
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Family Cites Families (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE3630308C1 (de) * | 1986-09-05 | 1988-03-17 | Freudenberg Carl Fa | Drehschwingungsdaempfer |
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1989
- 1989-12-06 DE DE19893940366 patent/DE3940366C2/de not_active Expired - Fee Related
Also Published As
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| DE3940366A1 (de) | 1991-06-13 |
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