DE3926787C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Einbringen und Verankern eines Zugpfahls - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Einbringen und Verankern eines ZugpfahlsInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einbrin
gen und Verankern eines Zugpfahls in Erdreich, wobei zunächst ein
Rohr in das Erdreich abgeteuft und das dabei vom Volumen des Roh
res ersetzte Material entfernt wird, daran anschließend oder
gleichzeitig mit dem Abteufen der Zugpfahl in das Rohr eingeführt
wird, und nach dem Erreichen der Endteufe das Rohr unter Bildung
eines Ankerkörpers am Fuß des Zugpfahles gezogen wird. Des weite
ren betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung die
ses Verfahrens.
Zugpfähle dienen dazu, Kräfte aus Bauwerken in den Untergrund
abzutragen. Beispielsweise werden Zugpfähle zur landseitigen Ver
ankerung von Kaimauern und Spundwänden, zur Sicherung von im
Grundwasser liegenden Baukörpern gegen Auftrieb und zur Abstüt
zung von Baugruben verwendet, um nur einige Anwendungsbeispiele
zu nennen.
In der Vergangenheit wurden solche aus Stahl- oder Betonpro
filen bestehenden Zugpfähle in der Regel durch Rammen in den Un
tergrund eingebracht. In zunehmendem Maß werden solche Rammarbei
ten von den Behörden jedoch wegen des Lärms und der dabei hervor
gerufenen Erschütterungen untersagt.
Das Einbringen von Zugpfählen unter Verwendung einer Bohrvor
richtung ist nicht immer möglich, weil die Größe der abtragbaren
Kräfte begrenzt ist. Ein derartiges Verfahren zum Herstellen ein
es Zugankers im Erdboden ist in der DE-OS 21 33 593 beschrieben.
Hier wird ein Vortreibrohr mit Bohrspitze mittels schubweisen
Vortreibens, Schlagbohrens usw. in das Erdreich eingebracht. Nach
dem Erreichen der erforderlichen Tiefe wird in das Vortreibrohr
ein Hüllrohr und in dieses wiederum der Zugpfahl eingeführt. Das
Hüllrohr ist vorgesehen, um ein eventuelles späteres Ziehen des
Zugpfahls zu ermöglichen. Beim Ziehen des Vortreibrohres wird im
Fußbereich des Hüllrohres ein Ankerkörper aus erhärtendem Bau
stoff ausgebildet. Der Baustoff wird dabei axial durch ein zwi
schen dem Hüllrohr und dem Vortriebsrohr gebildeten Ringraum und/oder
durch den Innenraum des im Erdreich verbleibenden Hüllroh
res, welches dazu in seinem Fußbereich radiale Bohrungen besitzt,
gepreßt.
Ein Nachteil dieses Verfahrens, den auch alle anderen bekann
ten Verfahren zur Ausbildung eines Zugpfahls aufweisen, ist, daß
hierbei lediglich ein Verfüllen eines Hohlraumes erfolgt, der
entweder beim Ziehen des Vortreibrohres entsteht, oder aber
künstlich geschaffen wird, indem durch eine oder mehrere Radial
bohrungen in der Bohrspitze mittels einer Lanze ein Spülmittel
ausgespritzt wird, um im Erdreich eine Hinterschneidung für den
anschließend auszubildenden Ankerkörper zu schaffen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum
Einbringen und Verankern eines Zugpfahls zu schaffen, das ohne
Rammung auf sehr kurzer Länge die Einleitung hoher Kräfte in den
Boden ermöglicht, so daß die Gesamtlänge des Zugpfahls gering ge
halten werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Verfahren der
eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß das Rohr unter stän
diger Drehung gezogen wird und zur Bildung des Ankerkörpers ein
Injektionsmittel unter hohem Druck in axialer und radialer Rich
tung am Fuße des Rohres in das anstehende Erdreich gepreßt wird,
derart, daß durch Vermörtelung des anstehenden Bodens mit dem
Injektionsmittel ein integraler Ankerkörper am Fuß des Zugpfahls
gebildet wird.
Durch Wahl des Druckes, mit dem das Injektionsmaterial beauf
schlagt wird und durch die Ziehgeschwindigkeit des Rohres kann
der Durchmesser des Ankerkörpers bestimmt werden, so daß damit
eine Anpassung an die vorhandenen Bodenverhältnisse möglich ist.
Das Einbringen des Pfahls mit Hochdruckspülung ist umweltscho
nend, weil Lärm und Erschütterungen entfallen.
In Ausgestaltung der Erfindung werden für das in axialer
Richtung austretende Injektionsmittel und für das in radialer
Richtung austretende Injektionsmittel getrennte Zuführungskanäle
verwendet, wodurch es möglich ist, den beiden Kanälen sowohl In
jektionsmittel mit unterschiedlichem Druck als auch mit unter
schiedlicher Zusammensetzung zuzuführen.
Vorzugsweise wird der Druck für das in axialer Richtung aus
tretende Injektionsmittel und ggf. das Injektionsmittel so ge
wählt, daß um den Zugpfahl herum ein Kern hoher Festigkeit ent
steht, und der Druck für das in radialer Richtung austretende In
jektionsmittel wird so groß bemessen, daß durch Vermörtelung des
anstehenden Bodens mit dem Injektionsmittel gemeinsam mit dem
Kern ein integraler Ankerkörper am Fuß des Zugpfahls gebildet
wird.
Das Einbringen des Rohrs kann mit Druckflüssigkeit und/oder
durch Meißelhilfe erfolgen, wobei für das Einbringen des Rohres
ein Drehbohrgerät verwendet wird, das zugleich zur Führung des
Rohres dient.
Eine zweckmäßige Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
besteht darin, daß diese aus einem Abteuf- und Injektionselement
in Form eines doppelwandigen Hohlrohres besteht, durch dessen In
nenraum der Zugpfahl eingeführt ist, und in dessen Ringraum die
Kanäle für die Injektionsmittel angeordnet sind.
Dabei ist vorzugsweise am geschlossenen unteren Stirnende des
Ringraums des Rohres mindestens eine in axialer Richtung wirkende
Düse und am Mantel des Ringraums wenigstens eine in radialer
Richtung wirkende Düse angeordnet.
Am Fuß des Rohres können zusätzliche Meißelwerkzeuge angeord
net sein, um Hindernisse aus dem Weg zu räumen.
Der Zugpfahl kann aus einem massiven Stahlprofil bestehen,
wobei in dem Bereich, in dem der Ankerkörper gebildet werden
soll, mehrere Knaggen o. dgl. angebracht sein können. Der Zug
pfahl kann aber auch aus mehreren Gliedern bestehen und bei
spielsweise aus mehreren Gewindestahlabschnitten zusammengeführt
sein.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeich
nung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In der
Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Zugpfahl in eingebau
tem Zustand;
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel in Form eines doppel
wandigen Hohlrohres zum Einbringen eines Zug
pfahls;
Fig. 3 den Fuß des Hohlrohres von Fig. 2 beim Ziehen
des Hohlrohres;
Fig. 4 den Kopf des Hohlrohres;
Fig. 5 einen Schnitt entlang der Linie A-A in Fig. 4;
Fig. 6 einen Schnitt entlang der Linie B-B in Fig. 4;
Fig. 7 einen Schnitt entlang der Linie C-C in Fig. 4;
Fig. 8 den Fuß des Hohlrohres;
Fig. 9 den Fuß des Hohlrohres und des Zugpfahls bei
gemeinsamem Abteufen;
Fig. 10 eine Darstellung wie in Fig. 9, jedoch mit
einem zusätzlichen Schneidenräumer am Hohl
rohr;
Fig. 11 eine Draufsicht entlang der Ebene A-A
in Fig. 10;
Fig. 12 das Hohlrohr beim Abteufen ohne Zugpfahl;
Fig. 13 das Hohlrohr mit einem inneren Meißel zum
Räumen von Hindernissen;
Fig. 14 den Fuß des Hohlrohres mit innenliegendem
Schneidenmeißel;
Fig. 15 den Fuß des Hohlrohres mit außenliegendem
Schneidenmeißel;
Fig. 16 den Fuß des Hohlrohres mit nach dem Abteufen
eingebrachtem Zugpfahl;
Fig. 17 einen Längsschnitt durch das Hohlrohr mit
einem Zugpfahl aus Gewindestahlelementen und
Fig. 18 einen Schnitt entlang der Linie A-A
in Fig. 17.
Fig. 1 zeigt einen in das Erdreich 1 schräg eingebrach
ten Zugpfahl 2, der am unteren Ende in weiter unten näher erläu
terter Weise mit einem Ankerkörper 3 versehen worden ist. Um den
Verbund zwischen dem Zugpfahl 2 und dem Ankerkörper zu verbes
sern, sind am Zugpfahl mehrere Knaggen 4 angebracht. Nahe dem
unteren Ende des Zugpfahls ist ein Anschlagelement 5 befestigt,
dessen Zweck ebenfalls später noch erläutert wird. Im Austritts
bereich des Zugpfahles 2 befindet sich im Erdreich 1 eine Auf
fanggrube 6, die zur Aufnahme des beim Einbringen des Zugpfahles
verwendeten Spülgutes und des anfallenden Bodens dient.
Fig. 2 zeigt ein Abteuf- und Injektionselement in Form
eines doppelwandigen Hohlrohres 7, dessen Ringraum 8 zwei vonein
ander getrennte Kanäle 9 und 10 enthält, in die ein Injektions
mittel unter hohem Druck eingeführt werden kann. Der Kanal 10 ist
mit einer oder mehreren Düsen 11 verbunden, die am geschlossenen
unteren Stirnende des Ringraums des Rohres 7 so angeordnet sind,
daß aus ihnen das Injektionsmittel etwa in Achsrichtung austritt.
Der Kanal 9 ist mit einer oder mehreren Düsen 12 verbunden, die
am Mantel des Ringraums nahe dem unteren Ende des Rohres so ange
ordnet sind, daß aus ihnen das Injektionsmittel etwa in radialer
Richtung austritt.
Zunächst wird das Hohlrohr 7 in den Boden eingebracht.
Dies kann mit Druckflüssigkeit und/oder unter Zuhilfenahme von
Meißelwerkzeugen erfolgen. Das Spülgut kann innen durch das Rohr
oder außen am Rohr nach oben in die Auffanggrube 6 gefördert wer
den. Bei Bedarf kann die Förderung z. B. durch Luft unterstützt
werden, jedoch kann die Förderung auch hydraulisch oder mecha
nisch z. B. mittels einer Schnecke erfolgen. Durch ein nicht dar
gestelltes Drehbohrgerät kann das Rohr beim Einbringen geführt
und eingetrieben werden. Der Zugpfahl kann - wie dargestellt -
vor dem Abteufen in das Rohr eingesetzt werden, wobei er von dem
Rohr über das Anschlagelement 5 mitgenommen wird. Beim Abteufen
des Rohres 7 werden vorzugsweise nur die Düsen 11 mit dem Spülgut
beaufschlagt, wobei als Spülgut Wasser, eine Bentonit-Suspension
oder dergl. verwendet wird.
Fig. 3 zeigt den Fuß des Rohres 7 beim Ziehen. Hierbei
wird für die Herstellung des Ankerkörpers 3 sowohl durch die
stirnseitigen Düsen 11 als auch durch die mantelseitige Düse 12
ein Injektionsmittel unter hohem Druck eingepreßt. Die stirnsei
tigen Düsen sorgen für einen Kern 3' hoher Festigkeit, und über
die Manteldüse 12 wird der Durchmesser des Ankerkörpers 3 gesteu
ert. Die den Stirndüsen 11 und der Manteldüse 12 zugeführten
Injektionsmittel können unterschiedliche Zusammensetzungen auf
weisen. Die Wahl des Injektionsmittels richtet sich nach der Be
schaffenheit des Baugrundes und/oder des Bauwerks und nach der
gestellten Aufgabe. Durch Vermischung des über die Manteldüse un
ter hohem Druck eingebrachten Injektionsmittels mit dem anstehen
den Boden entsteht ein verfestigter, homogener Ankerkörper, des
sen Durchmesser im wesentlichen vom Injektionsdruck und von der
Ziehgeschwindigkeit des Rohres 7 abhängt. Aus Umweltschutzgründen
wird z. B. Ultrafeinzement als Bindemittel verwendet.
Die Zugkräfte aus dem Zugpfahl werden über Haftung zwi
schen der Mantelfläche des Zugpfahles und dem Ankerkörper und vom
Ankerkörper über Mantelreibung in den Boden abgetragen. Die außen
am Zugpfahl angebrachten Knaggen dienen zur Erhöhung der Haftung
zwischen dem Zugpfahl und dem Ankerkörper. Der Zugpfahl hat den
Vorteil, daß er auf sehr kurzer Länge hohe Kräfte in den Boden
einleiten kann und damit die Gesamtlänge des Zugpfahls gering ge
halten werden kann. Da das Einbringen des Pfahls in das Erdreich
umweltschonend mit Hochdruckspülung erfolgt, entfallen damit Ram
mungen und die damit verbundenen Geräusche und Erschütterungen.
Der Zugpfahl kann kleine bis sehr hohe Zugkräfte auf
nehmen, er läßt sich jedoch auch als Druck- oder Wechselpfahl
verwenden, also bei Bauten, die Zug- und Druckkräfte auf den
Pfahl übertragen, z. B. bei Schleusen im vollen und entleerten
Zustand. Der Zugpfahl wird für die abzutragende Kraft bemessen,
und der Ankerkörper wird entsprechend lang und mit entsprechendem
Durchmesser ausgeführt. Dadurch kann der Zugpfahl gut den Boden-
und Lastverhältnissen angepaßt werden.
Fig. 4 bis 8 zeigt ein Ausführungsbeispiel für die ge
trennte Zuführung des Injektionsmittels zu den stirnseitigen
Düsen 11 und der mantelseitigen Düse 12. Gemäß Fig. 4 ist am Kopf
des Rohres 7 ein fester Aufsatz 13 angebracht, und im oberen Be
reich des Kopfes ist der Ringraum durch eine Trennwand 14 unter
teilt, so daß zwei konzentrische Ringräume gebildet werden, die
getrennt mit dem gleichen oder mit unterschiedlichen Injektions
mitteln gespeist werden. Dies ist im Schnitt A-A erkennbar. Zwi
schen dem Aufsatz 13 und dem Rohr 7 ist ein Drehgelenk 15 ange
ordnet, so daß das Rohr beim Ziehen um seine Achse gedreht werden
kann. Der Schnitt B-B in Fig. 6 zeigt, daß jeweils eine Hälfte
der beiden koaxialen Ringräume nach unten offen ist und damit bei
Drehung des Rohres, wie der Schnitt C-C in Fig. 7 zeigt, die eine
Hälfte mit dem einen Injektionsmittel und die andere Hälfte mit
dem anderen Injektionsmittel beschickt wird. Die Hälften werden
dabei durch eine Trennwand 16 gebildet, die, wie aus Fig. 8 er
sichtlich ist, zwischen der mantelseitigen Düse 12 und den stirn
seitigen Düsen 11 einen radialen Verlauf nimmt, damit die Düsen
11 und 12 unabhängig voneinander beaufschlagt werden können.
Fig. 9 zeigt das Abteufen des Rohres 7 zusammen mit dem
Zugpfahl 2, wobei das Spülgut außen am Rohr hochgefördert wird.
Fig. 10 zeigt eine ähnliche Anordnung wie Fig. 9, je
doch mit einem zusätzlichen Schneidenräumer 17 am Fuß des Rohres.
Fig. 11 zeigt das untere Ende des Rohres 7 beim Abteu
fen ohne den Zugpfahl, wobei ein Verschlußelement 18 den Innen
raum des Hohlrohres nach außen verschließt.
Fig. 13 zeigt das untere Ende des Rohres beim Abteufen
unter zuhilfenahme eines Meißels, um Hindernisse zu räumen. Der
Meißel verläuft hierbei durch das Innere des Rohres.
Fig. 14 und 15 zeigen weitere Ausführungsbeispiele, bei
denen am Guß unterhalb des Ringraums ein Schneidenmeißel 19
innenliegend wie in Fig. 14 oder außenliegend wie in Fig. 15
angeordnet ist.
Fig. 16 deutet den Einbau des Zugpfahls nach Abteufen
des Rohres 7 an.
Das Rohr kann aus gekoppelten Einzellängen oder aus
einer Länge bestehen. Der Zugpfahl kann aus einer massiven Stahl
stange oder einem anderen Stahlprofil bestehen, er kann aber auch
gegliedert sein wie in Fig. 17 und 18 dargestellt und beispiels
weise mehrere Gewindestähle 20 enthalten, die durch hierfür spe
zielle Kupplungen 21 aus Abschnitten zusammengefügt werden.
Das Abteuf- und Injektionselement braucht nicht aus
einem doppelwandigen Hohlrohr zu bestehen, es könnte auch ein
einfaches Rohr verwendet werden, das an seinem unteren Ende mit
einem Schneidenräumer vergrößerten Durchmessers versehen ist, wo
bei die Kanäle für das Injektionsmittel aus am Mantel des Rohres
befestigten kleineren Rohren bestehen.
Claims (11)
1. Verfahren zum Einbringen und Verankern eines Zugpfahls in
Erdreich, wobei zunächst ein Rohr in das Erdreich abgeteuft und
das dabei vom Volumen des Rohres ersetzte Material entfernt wird,
daran anschließend oder gleichzeitig mit dem Abteufen der Zug
pfahl in das Rohr eingeführt wird, und nach dem Erreichen der
Endteufe das Rohr unter Bildung eines Ankerkörpers am Fuß des
Zugpfahles gezogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (7)
unter ständiger Drehung gezogen wird und zur Bildung des Anker
körpers (3) ein Injektionsmittel unter hohem Druck in axialer und
radialer Richtung am Fuße des Rohres (7) in das anstehende Erd
reich (1) gepreßt wird, derart, daß durch Vermörtelung des an
stehenden Bodens mit dem Injektionsmittel ein integraler Anker
körper am Fuß des Zugpfahls gebildet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für
das in axialer Richtung austretende Injektionsmittel und für das
in radialer Richtung austretende Injektionsmittel getrennte Zu
führungskanäle (9, 10) verwendet werden, und daß das Injektions
mittel den beiden Kanälen mit unterschiedlichem Druck zugeführt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß den
beiden Kanälen (9, 10) unterschiedliche Injektionsmittel zuge
führt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Druck für das in axialer Richtung austretende
Injektionsmittel und ggf. das Injektionsmittel so gewählt wird,
daß um den Zugpfahl herum ein Kern (3') hoher Festigkeit ent
steht, und daß der Druck für das in radialer Richtung austretende
Injektionsmittel so groß bemessen wird, daß durch die Vermörte
lung des anstehenden Bodens mit dem Injektionsmittel gemeinsam
mit dem Kern der integrale Ankerkörper (3) am Fuß des Zugpfahls
(2) gebildet wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Rohr (7) mit Hilfe von Druckflüssigkeit
und/oder Meißelhilfe in das Erdreich eingebracht wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Rohr (7) durch ein Drehbohrgerät einge
bracht und geführt wird.
7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der
Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß diese aus einem
Abteuf- oder Injektionselement in Form eines doppelwandigen Hohl-
(7) besteht, durch dessen Innenraum der Zugpfahl (2) ein
führbar ist, und in dessen Ringraum die Kanäle für die Injek
tionsmittel angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß am
geschlossenen unteren Stirnende des Ringraumes des Rohres min
destens eine in axialer Richtung wirkende Düse (10) und am Mantel
des Ringraumes wenigstens eine in radialer Richtung wirkende Düse
(11) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß am
Fuß des Hohlrohres (7) zusätzlich Meißelwerkzeuge (19) angeordnet
sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Zugpfahl aus einem massiven Stahlprofil besteht
und in dem Bereich, in dem der Ankerkörper (3) gebildet werden
soll, mehrere Knaggen (4) o. dgl. angebracht sein können.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Zugpfahl aus mehreren Gliedern (18), vor
zugsweise aus mehreren Gewindestahlabschnitten zusammengefügt
ist.
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2133593A1 (de) * | 1971-07-06 | 1973-07-26 | Moll Kg Leonhard | Verfahren zum herstellen eines zugankers im erdboden |
| US4253781A (en) * | 1979-03-08 | 1981-03-03 | Philipp Holzmann Aktiengesellschaft | Method and an apparatus for providing a grouted anchorage against hydrostatic pressure |
-
1989
- 1989-08-11 DE DE19893926787 patent/DE3926787C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2133593A1 (de) * | 1971-07-06 | 1973-07-26 | Moll Kg Leonhard | Verfahren zum herstellen eines zugankers im erdboden |
| US4253781A (en) * | 1979-03-08 | 1981-03-03 | Philipp Holzmann Aktiengesellschaft | Method and an apparatus for providing a grouted anchorage against hydrostatic pressure |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3926787A1 (de) | 1991-02-14 |
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