DE3915280C2 - Vorrichtung zur mikrowellen-transmissions- oder absorptionsmessung - Google Patents
Vorrichtung zur mikrowellen-transmissions- oder absorptionsmessungInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
Ein gattungsgemäßes Strahlungssystem ist in der DE 34 15 610 A1 (Fig.
5) dargestellt. Es handelt sich hierbei um eine Anlage zur Feuchtigkeitsbestimmung
eines bahnförmigen Gegenstandes, der zwischen dem aus
Sende- und Empfangshornantenne bestehenden Strahlungssystem
durchgeführt wird. Die Absorption der Mikrowellenstrahlung ist
hierbei ein Maß für den Feuchtigkeitsgehalt der durchgeführten Bahn.
Es ist allgemein bekannt, daß es verschiedene Möglichkeiten gibt, das
technische Problem der Absorption von Schwingungen zu beherrschen,
die auf grundsätzlich verschiedenen physikalischen Wirkungsweisen
beruhen (Haddenhorst, H.-G.: Durchgang von elektromagnetischen Wellen
durch inhomogene Schichten (Teil II: Absorption von elektromagnetischen
Wellen). In: Zeitschrift für angewandte Physik, VIII. Band,
Heft 6, 1956, S. 264 bis 267).
Eine Möglichkeit (entsprechend der gattungsgemäßen Vorrichtung) ist
die Verwendung eines geeigneten Absorptionsmaterials, das durch
Umsetzung der eintreffenden Wellenenergie in Wärme oder ähnliche
Mechanismen eine zwar relativ breitbandige Dämpfungswirkung erzielt,
jedoch nicht besonders wirksam ist (dies mag auch der Grund sein,
weshalb bei der Ausführung gemäß Fig. 5 der gattungsgemäßen
Anordnung außer dem Absorptionsbelag 18 noch die dort gezeigte
Neigung dargestellt ist; offensichtlich ist erkannt, daß der
Absorptionsbelag 18 nicht ausreicht, um Störstrahlungen in
befriedigender Wesie zu eliminieren, so daß ein "Hinausreflektieren"
der unerwünschten Strahlungskomponenten durch die geneigten
Außenflächen erreicht wird, wie dies durch die gestrichelten Pfeile
erkennbar wird).
Eine grundsätzliche andere Möglichkeit der Absorption von Strahlung
besteht in der Schaffung eines auf den spezifischen Charakter der
Strahlung abgestimmten Resonators bzw. Resonanzkreises; das
physikalische Prinzip der Resonanzabsorption führt aber zu einer
Schmalbandigkeit, die nur bei der Dämpfung entsprechend schmalbandig
definierter Strahlung einen sinnvollen Einsatz erlaubt. Im anderen
Falle kann man zwar versuchen, durch geeignete Kopplungen mehrerer
Resonanzabsorber mit benachbarten Resonanzfrequenzen die
Frequenzcharakteristik breitbandiger zu gestalten, dies führt jedoch
zwangsläufig zu wesentlich höherem konstruktivem Aufwand.
Bei der obengenannten Veröffentlichung sind in den Abb. 2a
bis 2e keilrippenförmige bzw. pyramidenförmige Ausschnitte aus
Hohlleiterwänden erkennbar mit einer spezifisch gewählten Materialzusammensetzung
einer rippenförmigen Absorberschicht. Eine derartige
Konstruktion hat bei der dort vermittelten technischen Lehre jedoch
den Sinn eines Mittelungseffektes, da die räumliche Lage des E-
Vektors der einfallenden Welle als unbekannt angenommen wird. Die
Strahlen treffen daher offenbar in statistischer Verteilung ihrer
Richtung auf die dort vorgeschlagenen rippenförmigen oder pyramidenförmigen
Strukturen auf.
Eine ähnliche Lösung zeigt die DE-AS 23 19 731; hierbei ist eine
Antennenhaube mit einem "die elektromagnetischen Wellen
absorbierenden Material" belegt, wobei ebenfalls zwischen der
Unterlage und dem absorbierenden Material eine reflektierende
metallische Schicht vorgesehen ist. Auch hier wird die aus der oben
genannten Druckschrift bekannte technische Lehre benutzt, durch eine
Vielzahl von kegel- oder pyramidenförmigen Körpern eine insgesamt
optimale Absorption zu erzielen, wobei auch hier Graphit als
Füllstoff eingesetzt werden soll. Zweck dieser Vorrichtung ist das
Einfangen von Nutzstrahlung, das dort gezeigte Prinzip stellt also
eine Anwendung oder Variante der grundsätzlichen Überlegungen in der
obengenannten Veröffentlichung dar.
Bei der US-PS 4 381 510 steht ein anderes physikalisches Prinzip im
Vordergrund, es soll nämlich ein Absorber geschaffen werden, mit dem
die unter einem beliebigen Einfallswinkel einfallende Strahlungsenergie
eingekoppelt und absorbiert wird und dabei diese Energie
innerhalb der dort gebildeten hohlleiterähnlichen Gebilde gefangen
wird, wodurch eine Reflexion wirksam verhindert werden soll. Auch
hier wird von statistisch verteilten Einfallswinkeln der Strahlung
ausgegangen, so daß die Formgestaltung der dort gezeigten Gebilde
unter dem Kriterium einer optimalen mittleren Absorption erfolgen
muß.
Schließlich zeigt die US-PS 36 68 196 ein Absorberelement, bei dem es
um eine geschickte Wahl des Absorbermaterials geht; Zahl und Größe
der dort angedeuteten konischen Abschnitte sind hierbei jedoch ohne
Bedeutung, da diese lediglich zur Vergrößerung der Oberfläche des
verwendeten energieabsorbierenden Belags dienen sollen. Es handelt
sich hierbei also um einen Absorptionsbelag, dessen physikalische
Wirkungsweise vergleichbar mit dem eingangs erwähnten Prinzip der
Schwingungsdämpfung ist.
Im Gegensatz hierzu sind die äußeren Randbedingungen bei gattungsgemäßen
Vorrichtungen insofern anders, als Sende- und Empfangsantenne
relativ zum Absorberelement eine definierte Ausrichtung haben.
Bei Messungen mit einer gattungsgemäßen Anlage, die beispielsweise
bei einem Förderband verwendet werden kann, das Schüttgut
transportiert, treten naturgemäß auch gestreute und/oder an
Umgebungsgegenständen reflektierte Mikrowellenkomponenten auf, die
die Empfangs-Hornantenne erreichen und zu einer Verfälschung des
Meßergebnisses führen. Bei der gattungsgemäßen Vorrichtung sind daher
die Gehäuse für die Anlage bzw. die für derartige unerwünschte
Reflexion und Streustrahlung verantwortlichen Flächen gemäß einem der
oben behandelten Prinzipien mit Absorptionsmaterial abgedeckt, die
eine entsprechende Dämpfung der Mikrowellen-Streustrahlung bewirken
sollen.
Aufgabe der Erfindung ist es, bei einer gattungsgemäßen Vorrichtung
die Absorberelemente so auszugestalten, daß sie eine verbesserte
Dämpfungswirkung aufweisen und in Anpassung an die bei der jeweiligen
Meßanordnung gegebenen räumlichen und konstruktiven Gegebenheiten
vielseitig einsetzbar sind.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer gattungsgemäßen Vorrichtung gemäß dem kennzeichnenden Teil des
Patentanspruchs 1 gelöst.
Der Grundgedanke der Erfindung besteht somit im wesentlichen darin,
die einzelnen Absorberelemente hinsichtlich ihrer räumlichen
Gestaltung an der erwarteten Streustrahlung zu orientieren; außer
einer Erhöhung der Absorbtionswirkung hat die beanspruchte Ausgestaltung
den Vorteil, daß sich bei vertikaler Anordnung praktisch
keine Ablagerungen oder Schmutz auf den Seitenflächen des Absorbers
bilden bzw. halten können.
Es vesteht sich von selbst, daß Materialwahl und Wahl des von den
Absorber-Seitenflächen eingeschlossenen Winkels (α) in gewissen
Grenzen derart ausgewählt werden muß, daß eine optimale Anpassung an
die Strahlungscharakteristik des abzuschirmenden Strahlungssystems
erreicht wird.
Solche Absorberelemente lassen sich einzeln oder in Kombination im
von Streustrahlung besonders "gefährdeten" Umfeld der Hornantennen
individuell mit geringem Aufwand plazieren und sind konstruktiv sehr
einfach zu handhaben.
Da die Absorberelemente beispielsweise bei der oben erläuterten
Transmissionsmessung zur Feuchtigkeitsbestimmung eine definierte
Orientierung zu dem zu messenden Objekt (beispielsweise Förderband
mit Schüttgut) haben, derart, daß ein großer Teil der Streustrahlung
im wesentlichen parallel zur Mittelachse der Absorberelemente
eintrifft, läßt sich die Einstrahlwinkel-Bedingung durch eine
entsprechend "spitze" Gestaltung der Absorberelemente relativ leicht
erfüllen, insbesondere dann, wenn bei der Verwendung von linear
polarisierten Antennen, wie z. B. Rechteck-Hornantennen, die
Absorberelemente entsprechend der Polarisationsebene des Strahlungssystems
ausgerichtet werden. In diesem günstigsten Falle kann dann
die auftreffende, polarisierte Strahlung praktisch vollständig vom
Absorberelement aufgenommen werden.
Bei nicht oder in mehreren Polarisationsebenen abgestrahlter
Strahlung kann eine gute Absorption beispielsweise dadurch erreicht
werden, daß die Stirnseiten der Absorberelemente ebenfalls schräg
nach außen verlaufende Stirnflächen aufweisen.
Dadurch, daß die dachförmig aufgebauten Absorberelemente derart
ausgestaltet sind, daß die Dicke ihrer Seitenplatten mit dem Abstand
von der Spitze zunimmt, so daß sie einen im wesentlichen keilförmigen
Querschnitt aufweisen, trifft der durch das Absorberelement transmittierte
Strahlungsanteil unter einem größeren Einfallswinkel auf
die zweite, hintere Grenzfläche des Absorbers auf und wird dort
stärker reflektiert.
Der zur vorderen Grenzschicht zurückreflektierte Anteil trifft
ebenfalls unter steilerem Einfallswinkel und somit stärkerer
Reflexion auf die vordere Grenzschicht auf.
Wird gemäß einer weiteren Ausgestaltung diese Variante der Keilwinkel,
d. h. der zwischen äußerer und innerer Grenzfläche eingeschlossene
Winkel (γ) so gewählt, daß an der inneren Grenzfläche
Totalreflexion auftritt, wenn der Einstrahlwinkel an der äußeren
Grenzfläche dem Brewsterwinkel entspricht, so bewirkt diese, daß der
mehrfach reflektierte Strahlungsanteil erst an der unteren
Stirnfläche der keilförmigen Seitenflächen des Absorberelements das
Absorberelementen verlassen kann, und folglich erheblich stärker
bedämpft ist als nach nur einmaliger Durchstrahlung des Absorbers.
Eine wesentliche Verringerung des Keilwinkels kann erreicht werden,
wenn an der inneren Grenzfläche, d. h. an der Innenseite der Seitenplatten,
eine metallische Auflage aufgebracht ist und der Keilwinkel
dann so gewählt ist, daß die von dieser metallischen Auflage
gebildeten inneren Grenzfläche reflektierte Strahlung an der äußeren
Grenzfläche totalreflektiert wird, wenn der Einstrahlwinkel an der
äußeren Grenzfläche wiederum dem Brewsterwinkel entspricht.
In diesem Fall muß an der hinteren Grenzfläche die Bedingung für
Totalreflexion (noch) nicht erfüllt sein, erst für den Anteil der
Strahlung, der die vordere Grenzschicht (wieder) erreicht, muß der
Einfallswinkel größer sein als der Grenzwinkel für Totalreflexion.
Bei diesen beschriebenen Ausführungsformen wirken die keilförmigen
Seitenflächen der Absorberelemente sozusagen als "Strahlungsleiter",
die die zu dämpfende Strahlung zur unteren Stirnseite der Seitenflächen
"ableitet".
Bei einer weiteren Ausbildung ist folglich vorgesehen, diesen
"Öffnungsquerschnitt" der Seitenplatten dadurch weiter zu bedämpfen,
daß dort eine stark absorbierende, elektkrisch angepaßte Materialschicht
angeordnet ist, die gegebenenfalls wiederum an ihrer
Unterseite mit einer weiteren Metallplatte abgeschlossen sein kann.
Dadurch wird erreicht, daß für die Seitenplatten des Absorberelements
auch verlustloses oder nur mit geringem Verlust behaftetes Material
verwendet werden kann, was zu einer erheblichen Reduktion der
Herstellungskosten führt. Im letzteren Fall, wenn ein zusätzlicher
"Metallabschluß" vorgesehen wird, wird der dort anlangende Strahlungsanteil
wieder in die Seitenflächen des Absorberelements zurückreflektiert,
wo ein weiterer Teil der Strahlungsenergie absorbiert
werden kann.
Die erfindungsgemäße Konzeption läßt sich sehr flexibel auf Vorrichtungen
auslegen und anpassen,
wie dies in weiteren Unteransprüchen angegeben ist.
Mehrere Ausführungsbeispiele werden nun anhand von Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen
Fig. 1-3 drei Ausführungsbeispiele eines Absorberelementes und
Fig. 4 und 5 zwei Anwendungsbeispiele mehrerer Absorberelemente
bei einer Vorrichtung zur Transmissionsmessung.
Die in Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiele sind lediglich
als Schnittdarstellung gezeigt, es handelt sich jedoch um
rippenförmige Absorberelemente mit dachförmigem Querschnitt (wie
beispielsweise in Fig. 4 gezeigt), wobei die äußeren Seitenflächen
M einen Winkel α miteinander einschließen. Die symbolisch mit "R"
dargestellte Streustrahlung trifft unter einem Einstrahlwinkel R auf
die Seitenflächen M auf und wird dort in Abhängigkeit von ihrer
Polarisationsebene und dem Wert des Einstrahlwinkels R mehr oder
weniger stark absorbiert, wie dies oben erläutert ist. Das Material
der Seitenteile sollte hierbei möglichst stark dämpfend sein.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel sind keilförmige
Seitenplatten 11A, 11B vorgesehen, d. h., ihre innere Grenzfläche L und
die äußere Seitenfläche M bilden einen Keilwinkel γ.
Bei einer entsprechenden Wahl des Einstrahlwinkels R und des Keilwinkels
γ läßt sich wie in Fig. 1 dargestellt erreichen, daß eine
parallel zur Achse X-X einfallende Strahlungskomponente R in der
Seitenplatte "gefangen" wird, dadurch, daß jeweils die Reflexionsbedingungen
erfüllt werden. Solche Strahlungskomponenten können
demnach die Seitenplatte erst durch deren untere Stirnseite verlassen,
was in unterbrochener Linie dargestellt ist. Demzufolge sind
dort Absorberflächen 13A, 13B angeordnet, die dem ohnehin schon bei
seinem Durchgang durch die Seitenplatten stark bedämpften Strahlungsanteil
weitere Strahlungsenergie entziehen. Bei genügend starker
Absorptionswirkung der Abschlußelemente 13A, 13B kann hierbei bei
geeigneten Anwendungsfällen als Material für die Seitenplatten
11A, 11B weniger stark absorbierendes Material eingesetzt werden.
Letztlich führt der lange Strahlungsweg einerseits in Verbindung mit
entsprechend gewähltem Eiinstrahlwinkel R und Keilwinkel γ zu
einer sehr starken Bedämpfung.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist das unter
Fig. 1 erläuterte Prinzip noch dahingehend erweitert worden, daß die
innere Grenzfläche L durch eine metallische Auflage 22C, 22D gebildet
wird, so daß an dieser inneren Grenzfläche, unabhängig vom Einstrahlwinkel
R immer Totalreflexion auftritt.
Als weitere Variante ist das untere Absorberelement 23A, 23B nach
unten mit einer weiteren Metallauflage 52A, 52B abgeschlossen, so daß
der bereits bedämpfte Strahl das Absorberelement 12 an dieser Stelle
ebenfalls nicht verlassen kann und wieder in die Seitenplatten
12A, 12B zurückreflektiert wird, wo eine weitere Bedämpfung stattfinden
kann.
Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine
Variante dargestellt, die sich durch besonders konstruktive
Einfachheit auszeichnet, hier sind die beiden Seitenplatten sozusagen
zusammengeführt zu einer einzigen keilförmigen Platte, die nach unten
mit einer Absorberschicht 33A abgeschlossen ist, so daß auch hier der
mehrfach reflektierte Anteil der Streustrahlung dort letztlich
abschließend bedämpft wird, bevor er das Absorberelement 13 verlassen
kann.
Es versteht sich von selbst, daß die geschilderten Ausführungsbeispiele
nur exemplarischer Natur sind, es lassen sich insbesondere je
nach Anwendungsfall auch Mischformen oder geeignete Kommbinationen
dieser Varianten bilden, um das Absorptionsvermögen in Anpassung an
die jeweils auftretende Streustrahlung und deren Polarisationseigenschaften
zu optimieren.
In den Fig. 4 und 5 sind zwei Ausführungsbeispiele zur Anwendung
solcher Absorberelementee dargestellt; hierbei wird von einer
Anordnung zur Transmissionsmessung ausgegangen, wie sie im Prinzip
aus der vorgenannten DE-OS 34 15 610 bekannt sind, so daß auf eine
detaillierte Erläuterung einer solchen Anlage hier verzichtet werden
kann.
Bei dem in Fig. 4 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel werden
Absorberelemente 13 entsprechend Fig. 3 in zwei Ebenen beidseitig
der Hornantenne 60 übereinander angeordnet, derart, daß die Projektion
der Absorberelemente 13 auf die Ebene senkrecht zur Hauptstrahlrichtung
diese vollständig überdecken. Hierdurch wird erreicht, daß
einerseits eine optimale Absorptionswirkung gegeben ist, daß aber
andererseits eventuell von der durchgeführten Materialbahn 61 herabfallendes
Meßgut, wie beispielsweise Schüttgut 61A, durch die Anordnung
der Absorberelemente 13 hindurchfallen kann und somit nicht zu
einer Verschmutzung und Beeinträchtigung der Absorberwirkung führt.
Die Hornantenne 60 ist so ausgerichtet, daß die E-Komponente ihrer
elektromagnetischen Strahlung senkrecht zur Längsachse der Absorberelemente
13 verläuft, was durch den Vektor E des elektrischen Feldes
in Fig. 4 angedeutet ist.
Die Anordnung der Absorberelemente 13 läßt sich leicht modular aufbauen
und an geeigneten Gestellen oder Halterungen neben der Hornantenne
plazieren.
Bei dem in Fig. 5 dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel wird ein
Absorberelement 12 eingesetzt, das im wesentlichen dem in Fig. 1 oder
2 dargestellten Ausführungsbeispiel entspricht. Die keilförmige Gestaltung
ist im Bereich der Hornantenne 60 derart modifiziert, daß
eine Aussparung 12A verbleibt, in deren Bereich die Hornantenne 60
plaziert wird.
Bei beiden Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 4 und Fig. 5 ist die Zuführrichtung
der Materialbahn 61 mit dem auszumessenden Gut 61A nur
beispielhaft dargestellt; auf die Orientierung dieser Bahn relativ zu
den Absorberelementen kommt es nicht an.
Claims (7)
1. Vorrichtung zur Mikrowellen-Transmissions- oder Absorptionsmessung
mit einem aus Sende- und Empfangshornantenne bestehenden Sende- und
Empfangssystem, bei der Sendeantenne und Empfangsantenne einander
gegenüber und das auszumessende Medium, beispielsweise eine
Materialschicht, zwischen diesen angeordnet ist, und mit Absorberelementen
zur Reduzierung elektromagnetischer Streustrahlung, deren
Oberfläche zumindest teilweise nichtorthogonal zur Hauptstrahlrichtung
des Strahlungssystems angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Absorberelemente (11, 12, 13) im
wesentlichen rippenförmig mit keilförmig angeordneten äußeren
Seitenflächen (M) ausgebildet sind, wobei der von den äußeren
Seitenflächen (M) eingeschlossene Winkel (α) unterhalb von 90°
liegt und derart gewählt ist, daß der Einstrahlwinkel (R) etwa
dem Brewsterwinkel entspricht, so daß die entsprechende
Polarisationskomponente der Streustrahlung (R) vollständig
absorbiert wird, daß die äußeren Seitenflächen aus der Außenseite
zweier Seitenplatten (11A, 11B/12A, 12B) aus verlustarmem Material
gebildet sind, wobei die Dicke dieser Seitenplatten mit dem Abstand
von der Spitze (S) zunimmt,
so daß die
Seitenplatten einen im wesentlichen keilförmigen Querschnitt mit
einem eingeschlossenen Keilwinkel (γ) aufweisen, und daß die
Seitenplatten an ihrer unteren Stirnseite eine stark absorbierende,
elektrisch angepaßte Materialschicht (13A, 13B/23A, 23B/33A)
aufweisen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Keilwinkel
(γ) so gewählt ist, daß an der inneren Grenzfläche (L)
Totalreflexion auftritt, wenn der Einstrahlwinkel (R) an der
äußeren Seitenfläche (M) dem Brewsterwinkel entspricht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Seitenplatten (12A, 12B) an ihrer Innenseite eine metallische
Auflage (22C, 22D) aufweisen und daß der Keilwinkel (γ) so gewählt
ist, daß die von dieser durch die metallische Auflage (22C, 22D) gebildeten
inneren Grenzfläche (L) reflektierte Strahlung an der äußeren
Seitenfläche (M) totalreflektiert wird.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die untere Stirnseite der Seitenplatten (22A,
22B) mit einer Metallplatte (52) abgeschlossen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere,
im wesentlichen parallel zur Materialschicht (61) und parallel
zueinander ausgerichtete Absorberelemente (13) hinter der
Öffnungsebene der Hornantenne (60) angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere
Absorberelemente (13) in mindestens zwei Ebenen derart höhenversetzt
zueinander angeordnet sind, daß sie in ihrer Projektion auf
die Ebene orthogonal zur Hauptstrahlrichtung diese vollständig
überdecken.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eines der
Absorberelemente (11, 12, 13) sich beidseitig einer der
Hornantennen (60) parallel zur Materialbahn (61) erstreckt und eine
Aussparung (12A) im Bereich oberhalb der Öffnung der Hornantenne
(60) aufweist.
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Also Published As
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