DE388741C - Verbrennungskraftmaschine mit Vorexplosionskammer - Google Patents
Verbrennungskraftmaschine mit VorexplosionskammerInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
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Description
Das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren ist für solche Verbrennungskraftmaschinen
bestimmt, bei welchen mit dem Verbrennungsraum des Arbeitszylinders ein Vorexplosionsraum
verbunden ist. Maschinen dieser Art sind bekannt, wie aus der Patent-,
schrift 325663 zu ersehen ist.
Gemäß der Erfindung besteht das Verfahren darin, daß der Brennstoff von den Vorexplosionsgasen
durch einen Kanal geblasen wird, der zweckmäßig eine solche lichte Weite besitzt,
daß auch die größte für eine Zündung erforderliche Brennstoffmenge seinen Querschnitt nur
zum kleineren Teile ausfüllen kann, und der durch eine in den Verbrennungsraum des
Zylinders hineinragende, von den entzündeten Gasen erhitzte Zunge hindurchgeführt ist, so
daß der Brennstoff vor seinem Eintritt in den Verbrennungsraum des Zylinders durch die
ao vereinigte Wirkung der heißen Vorexplosionsgase und der heißen Kanalwände in der Zunge
nicht nur verdampft, sondern auch noch praktisch vollständig vergast wird.
Zur besseren Verdeutlichung soll das Verfahren an Hand der Zeichnung beschrieben
werden, welche zwei Ausführungsformen der Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
darstellt.
Die Vorrichtung nach Abb. 1 besteht aus einem Gehäuse A, das mit einem Ansatz A1
an den nicht gezeichneten Arbeitszylinder der Maschine angesetzt ist. Das genannte Gehäuse
A umschließt den Vorexplosionsraum B, welcher durch die Bohrung C mit entzündbarem
Gemisch, z. B. einem Gemisch von Luft und Benzindampf, beschickt wird, das durch
eine bei D eingeschraubte Zündkerze in der Nähe des Kolbentotpunktes zur Entzündung
gebracht wird. Das Gehäuse A besitzt ferner einen Kühlmantel G, der vom Kühlwasser
durchströmt wird. Aus dem Vorexplosionsraum B heraus führt ein Kanal E, der sich
durch ein Einsatzstück F hindurch fortsetzt und mit dem Verbrennungsraum des Zylinders
in Verbindung steht. Dieser Kanal ist zweimal U-förmig gebogen, nämlich einmal bei H unterhalb
des Raumes B und dann in dem Einsatzstück F bei H1. Das konisch geformte Einsatzstück
F- ist achsial in dem Ansatz A1 angeordnet
und mit seiner Spitze in die Wandung des Gehäuses A eingeschraubt. Es besteht
aus einem gegen, hohe Temperaturen widerstandsfähigen Material und ist so bemessen,
daß es die Wandung des Ansatzes A1 nirgends berührt, und daß es noch in den Verbrennungsraum
des Zylinders hineinragt. Die für jeden Arbeitsvorgang im Zylinder erforderliche Menge
an flüssigem Brennstoff wird beispielsweise während des Kompressionshubes in die Krümmung
H des Kanals E durch eine von einem nicht gezeichneten Ventil beherrschte Öffnung L
eingeführt. Gegenüber dem Ausgang des Kanals E im Stück F ist noch der bekannte
Zerstäuber K im Verbrennungsraum des Zylinders angeordnet.
Zur Ingangsetzung der Maschine wird der Kanal E von der öffnung L aus für die
ersten Arbeitsvorgänge mit einem leicht verdampfbaren Brennstoff, z. B. Benzin, beschickt,
das dann jedesmal durch die heißen Gase der im Raum B stattfindenden Vorexplosionen
durch den Kanal E in den Arbeitsraum geschleudert und dabei infolge der Berührung
mit den heißen Gasen vollständig verdampft wird. Schon nach kurzer Zeit wird dann das
Einsatzstück F, das außerdem mit den hocherhitzten Verbrennungsgasen im Zylinder in
Berührung kommt, glühend. Man stellt dann die Benzinzufuhr zum Kanal E ab und beschickt
diesen von nun an mit dem eigentliehen Betriebsbrennstoff, d. h. einem schwer
verdampfbaren öl, z. B. Rohöl, Teeröl o. dgl. Der Kanal E ist hinsichtlich seiner lichten
Weite so bemessen, daß durch den eingeführten Betriebsbrennstoff sein Querschnitt im Teile H
nicht ganz ausgefüllt wird; am vorteilhaftesten ist es, wenn der flüssige Brennstoff sogar den
größten Teil des Kanalquerschnittes frei läßt. Wenn dann die nach jeder Vorexplosion aus
dem Raum B in den Kanal E übertretenden go glühenden Explosionsgase im Teile H plötzlich
aus ihrer Richtung abgelenkt werden, so reißen
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sie bei ihrer großen Geschwindigkeit den gesamten
in der Krümmung H enthaltenden Brennstoff mit sich, breiten ihn in dünner
Schicht an. den Kanalwänden aus und bestreichen ihn daher auf relativ großer Fläche,
so daß er in engste Berührung mit den heißen Gasen kommt. Infolgedessen wird schon vor
dem Eintritt in das Einsatzstück F ein großer Teil des Brennstoffs verdampft und zum Teil
ίο sogar in brennbare Gase umgewandelt. Auf
ihrem Wege durch das glühende Einsatzstück F werden dann die Vorexplosionsgase nochmals
bei H1 aus ihrer Richtung abgelenkt; dabei wird von ihnen mitgerissener, noch flüssiger
Brennstoff gegen die hocherhitzten Wände des Stückes F geschleudert und dabei nicht nur
vollständig verdampft, sondern auch infolge der allseitigen Erhitzung, der seine^ Teilchen
ausgesetzt sind — nämlich durch die heißen Flächen des Stückes F und durch die heißen
Vorexplosionsgase —, so gut wie vollständig in brennbare Gase übergeführt.
Das Ergebnis dieses Verfahrens ist also eine vollständige Vergasung jedes flüssigen Brenn-Stoffs,
welche erlaubt, alle Schweröle, wie z. B. Rohöl, Teeröl und sogar Masut, als Treibmittel
von Verbrennungskraftmaschinen zu verwenden, und zwar von solchen Maschinen, die mit
niedrigem Kompressionsdruck arbeiten. Die Bedingung für die vollständige Vergasung der
Brennstoffe ist die, daß sie über eine Fläche geblasen werden, welche über die Verdampfungstemperatur der flüssigen Brennstoffe hinaus
erhitzt ist.
Es ist klar, daß die Vorrichtung zur Durchr führung des Verfahrens nicht gerade die gezeichnete
Form zu besitzen braucht. Immerhin ist es aber vorteilhaft, wenn die hocherhitzte Fläche — beim gezeichneten Aus-
führungsbeispiel die Innenwand des Einsatzstückes F — sich noch im Überführungskanal
befindet, wo die Vorexplosionsgase noch heißer sind und mit dem Brennstoff in innigerem
Kontakt bleiben. Unter Umständen kann aber die genannte Fläche auch im Inneren des Arbeitszylinders in geeigneter Weise angebracht
sein.
So hat es sich als vorteilhaft erwiesen, den Brennstoff direkt gegen den Kolben im Arbeitszylinder
zu blasen. Die Vorrichtung dazu ist in Abb. 2 dargestellt.
Der Boden des Kolbens K1 ist mit einer
auswechselbaren metallenen Belagplatte P versehen und gegen diese durch eine Einlage M
aus Asbest o. dgl. isoliert. Das Einsatzstück F1 hat im wesentlichen die gleiche Form
wie in Abb. 1, nur der Kanal E ist so geführt,
daß ''seine Mündung der Platte P zugekehrt ! ist. Diese bietet den Vorexplosionsgasen und
ί dem von ihnen mitgerissenen Brennstoff eine ■ große Fläche dar, die durch die Verbrennungsund
die Vorexplosionsgase stark erhitzt ist und daher allfällig mitgerissene, noch flüssige
Brennstoffreste ausbreitet und vollständig verdampft und aufspaltet. Die Belagplatte
braucht nicht den gleichen Durchmesser zu haben wie der Kolbenboden, doch sollte sie
wenigstens den größeren Teil desselben bedecken.
Statt am Kolbenboden könnte die isolierte Belagplatte P auch an irgend einer geeigneten
Stelle der Innenseite des Zylinders angebracht sein. In jedem Fall schützt sie die betreffenden
Teile, die schon ohnehin durch die entzündeten Gase stark erhitzt werden, vor
weiterer Erhitzung durch die Vorexplosionsgase. Dies ist in erster Linie wichtig für den
Kolben, und zwar besonders dann, wenn er aus Aluminium hergestellt ist.
Die Belagplatte P könnte übrigens auch in
Wegfall kommen und nur eine isolierende Schicht M auf dem Kolbenboden oder im
Zylinder angebracht sein.
Für die Abmessungen des Kanals E sind gewisse Grenzen gegeben. Seine Weite muß
so bemessen sein, daß auch die größte auf einmal in den Kanal eingeführte Brennstoffmenge
an der ersten Krümmung nur eine Schicht von relativ geringer Dicke bildet; sie
darf aber auch nur so groß sein, daß die Vorexplosionsgase an den Kanalwänden noch einen
genügenden Reibungswiderstand finden, damit sie allen daran haftenden Brennstoff mitreißen
können. Auch die Länge des Kanals, namentlich des Teils, der sich zwischen den beiden
Krümmungen befindet, sowie diejenige des im Stück F verlaufenden Teils darf eine gewisse
untere Grenze nicht unterschreiten.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Einführung flüssigen Brennstoffs in Verbrennungskraftmaschinen mit Vorexplosionskammer, dadurch gekennzeichnet, daß der Brennstoff durch die Vorexplosionsgase durch einen Kanal geblasen wird, der zweckmäßig eine solche lichte Weite besitzt, daß auch die größte für eine Zündung erforderliche Brennstoffmenge seinen Querschnitt nur" zum kleineren Teile ausfüllen kann, und der durch eine in den Verbrennungsraum des Zylinders hineinragende, von den entzündeten Gasen erhitzte Zunge hindurchgeführt ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG55887D DE388741C (de) | Verbrennungskraftmaschine mit Vorexplosionskammer |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG55887D DE388741C (de) | Verbrennungskraftmaschine mit Vorexplosionskammer |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE388741C true DE388741C (de) | 1924-01-18 |
Family
ID=7131170
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG55887D Expired DE388741C (de) | Verbrennungskraftmaschine mit Vorexplosionskammer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE388741C (de) |
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- DE DEG55887D patent/DE388741C/de not_active Expired
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