DE3843223A1 - Antriebseinrichtung - Google Patents
AntriebseinrichtungInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61C—LOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
- B61C11/00—Locomotives or motor railcars characterised by the type of means applying the tractive effort; Arrangement or disposition of running gear other than normal driving wheel
- B61C11/04—Locomotives or motor railcars characterised by the type of means applying the tractive effort; Arrangement or disposition of running gear other than normal driving wheel tractive effort applied to racks
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61C—LOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
- B61C9/00—Locomotives or motor railcars characterised by the type of transmission system used; Transmission systems specially adapted for locomotives or motor railcars
- B61C9/38—Transmission systems in or for locomotives or motor railcars with electric motor propulsion
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Description
Bei der Erfindung wird ausgegangen von einer Antriebseinrichtung
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Mit dem Oberbegriff nimmt die Erfindung auf einen Stand der
Technik Bezug, wie er aus der Schweizer Firmenzeitschrift
Brown Boveri Mitteilungen 10 (1970), S. 429-438, bekannt ist.
Dort werden 2 oder bei Doppeltriebwagen 2 · 2 parallel wirkende
Fahrmotoren, die von einem Drehstrom-Fahrleitungssystem
gespeist werden, zum Antrieb von Zahnradbahnen eingesetzt. Als
Fahrmotoren werden Schleifring-Asynchronmotoren verwendet,
welche mit verhältnismäßig geringem Schaltmaterial-Aufwand
die Anfahrt aus dem Stillstand ermöglichen. Durch Ausnützen
des negativen Schlupfes bei der Talfahrt kann ohne
Umschaltungen und ohne zusätzliches Schaltmaterial Energie in
das Fahrleitungsnetz gespeist bzw. rekuperiert werden.
Nachteilig ist, daß diese Motoren nur eine wirtschaftliche
Drehzahl, das heißt nur eine wirtschaftliche Fahrzeug-
Geschwindigkeit von ca. 15 km/h zulassen.
Durch die enorme Zunahme des Touristenverkehrs und die veränderten
Marktverhältnisse (Skipendler) sind die Bergbahngesellschaften
gezwungen, wollen sie die Beförderungskapazität anheben,
schneller zu fahren.
Nachdem die Talfahrgeschwindigkeit durch das Bremsvermögen der
verschiedenen mechanischen Bremsen und auf Grund strenger
gesetzlicher Vorschriften nicht erhöht werden kann, bleibt nur
die Möglichkeit, die Bergfahrt zu beschleunigen, wenn die
Fahrzeit verkürzt werden soll.
Zwei Geschwindigkeiten können durch ein umschaltbares Getriebe
erreicht werden, doch müssen diese Getriebe in einem Zugverband
im Stillstand seriell umgeschaltet werden, damit zumindest
immer eine kraftschlüssige Verbindung zwischen Antriebszahnrad
und Motor bzw. mechanischer Bremse vorhanden
ist. Eine Umschaltung während der Berg- oder Talfahrt ist
wirtschaftlich nicht realisierbar.
Polumschaltbare Asynchronmotoren kommen für die Variation der
Geschwindigkeit praktisch nicht in Betracht, da
Rotorwicklungen wirtschaftlich kaum polumschaltbar ausgeführt
werden können.
Die Erfindung, wie sie im Patentanspruch 1 definiert ist, löst
die Aufgabe, eine Antriebseinrichtung der eingangs genannten
Art derart weiterzubilden, daß es möglich ist, mit 2 wirtschaftlichen
Geschwindigkeiten bergwärts zu fahren, wobei die
Geschwindigkeiten, ohne anzuhalten, beliebig gewechselt werden
können und eine dieser Geschwindigkeiten höher als die höchstzulässige
Geschwindigkeit für die Talfahrt ist.
Ein Vorteil der Erfindung besteht darin, daß ein
Rekuperationsbetrieb praktisch stetig bis zum Stillstand ausführbar
ist und weniger Schaltmaterial als bisher erfordert.
Die sekundärseitige Schaltapparatur des Fahrmotors (Schütze
und Widerstand) sind nur einmal notwendig, da die Motoren seriell
aufgeschaltet werden.
Durch die Einschaltung eines Differentialgetriebes zwischen
das Antriebszahnrad und zwei Antriebsmotoren ist es möglich:
- - einerseits bei der Bergfahrt durch Betrieb nur eines Motors und Festbremsen des zweiten Motors die untere wirtschaftliche Fahrgeschwindigkeit und durch Betrieb beider Motoren die obere wirtschaftliche Geschwindigkeit zu fahren,
- - andererseits bei der Talfahrt durch Betrieb nur eines Motors und Festbremsen des zweiten Motors die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Rekuperationsbetrieb und durch Zuschalten des zweiten Motors in Gegenrichtung den Rekuperationsbetrieb bis praktisch zum Stillstand auszunutzen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen
erläutert. Es zeigen
Fig. 1 und 2 Prinzipdarstellungen einer Antriebseinrichtung
für Fahrrichtung bergwärts bzw. talwärts,
Fig. 3 und 4 Antriebseinrichtungen mit 2 Antriebsmaschinen
und einem Differentialgetriebe in einem Vertikalschnitt
bzw. in Draufsicht, wobei die Antriebsmaschinen
quer zur Fahrrichtung angeordnet sind,
Fig. 5 eine Antriebseinrichtung, bei der die Antriebsmaschinen
längs der Fahrrichtung angeordnet sind,
Fig. 6 und 7 Einbauvarianten mit 2 Triebachsen bzw. 1
Triebachse je Drehgestell, wobei die
Antriebsmaschinen am Fahrzeug befestigt sind, und
Fig. 8 und 9 Einbauvarianten mit 2 Triebachsen bzw. 1
Triebachse je Drehgestell, wobei die
Antriebsmaschinen im Drehgestell befestigt sind.
In den im wesentlichen übereinstimmenden Fig. 1 und 2 sind mit
1 und 2 Motoren bzw. Drehstrom-Asynchronmaschinen mit
Schleifringen bezeichnet, welche als Antriebsmaschinen über
Antriebswellen W 1 bzw. W 2 mit einem Differentialgetriebe 5
mechanisch gekoppelt sind. Eine Antriebswelle W 3 des Differentialgetriebes
5 wirkt über ein Antriebsrad bzw. Antriebszahnrad
3 auf eine Zahnstange 7, die ortsfest zwischen nicht dargestellten
Schienen einer Zahnradbahnstrecke gelagert ist. Die
Antriebsmaschinen 1 und 2 stehen ferner über ihre
Antriebsachse bzw. die Antriebswellen W 1 und W 2 mit schematisch
dargestellten mechanischen Bremsen B 1 und B 2 in Wirkverbindung,
die Antriebswelle W 2 zusätzlich mit einer Rücklaufbremse
B 3.
n 1 und n 2 bezeichnen Antriebsdrehzahlen der Antriebsmaschinen 1
bzw. 2, n 3 eine Antriebsdrehzahl der Antriebswelle W 3. Die jeweilige
Drehrichtung ist durch Pfeile angedeutet. Bei Bergfahrt
gemäß Fig. 1 weisen die beiden Antriebswellen W 1 und W 2
gleiche Drehrichtung wie die Abtriebswelle W 3 auf. Bei Talfahrt
gemäß Fig. 2 ist die Drehrichtung der Abtriebswelle W 3
entgegengesetzt wie bei der Bergfahrt, während die
Drehrichtungen der Antriebswellen W 1 bzw. W 2 entgegengesetzt
sind.
Über das Differentialgetriebe 5 werden die 2 Antriebsmaschinen
1 und 2 mit dem Antriebszahnrad 3 kraftschlüssig verbunden, so
daß sowohl bergwärts wie talwärts ohne Umschaltung durch
Variation der Drehrichtung und Drehzahl diverse Geschwindigkeitsstufen
eingestellt werden können. Die Anordnung hat den
Vorteil, daß - speziell bergwärts - mit der doppelten Geschwindigkeit
wie bisher gefahren werden kann, während talwärts
von der höchstzulässigen Fahrzeuggeschwindigkeit von
z. B. 15,5 km/h bis nahezu zum Stillstand die elektrische Rekuperationsbremse
wirksam ist.
Für die Drehzahlen gilt:
n 1 r + n 2 r = k · n 3 r für Bergfahrt und
n 1 l + n 2 r = k · n 3 l für Talfahrt.
n 1 l + n 2 r = k · n 3 l für Talfahrt.
Dabei bedeuten: k einen Faktor, der Index r rechtsdrehend und
der Index l linksdrehend.
Bei Bergfahrt wird für eine Fahrzeuggeschwindigkeit von 0 km/h
. . . 14,5 km/h die Antriebsmaschine 1 mit einer Antriebsdrehzahl
n 1 r = 0 U/min . . . 1450 U/min betrieben, bei loser
Bremse B 1, während die Bremse B 2 der Antriebsmaschine 2 fest
ist, entsprechend n 2 = 0. Für eine Fahrzeuggeschwindigkeit von
14,5 km/h . . . 29 km/h wird die Antriebsmaschine 1 mit einer
Antriebsdrehzahl n 1 r = 1450 U/min und die Antriebsmaschine 2
mit einer Antriebsdrehzahl n 2 r = 0 U/min . . . 1450 U/min
betrieben, wobei beide Bremsen B 1 und B 2 lose sind.
Bei Talfahrt mit 15,5 km/h wird die Antriebsmaschine 1 mit
einer Antriebsdrehzahl n 1 l = 1550 U/min bei loser Bremse B 1
und die Antriebsmaschine 2 mit einer Antriebsdrehzahl n 2 0 bei
fester Bremse B 2 betrieben. Für eine Fahrzeuggeschwindigkeit
von 15,5 km/h . . . 0 km/h wird die Antriebsmaschine 1 mit einer
Antriebsdrehzahl n 1 l = 1550 U/min bei loser Bremse B 1 und die
Antriebsmaschine 2 mit einer Antriebsdrehzahl n 2 r = 0 U/min
. . . 1450 U/min bei loser Bremse B 2 betrieben.
Bei den in den Fig. 3 bis 5 dargestellten
Antriebseinrichtungen sind unterschiedliche Anordnungen der
Antriebsmaschinen 1 und 2 in Verbindung mit
Übersetzungszahnrädern 6, dem Differentialgetriebe 5 und
Laufrädern 4 (Fig. 4 und 5) eines nicht dargestellten
Fahrzeuges gezeigt. Bei der Antriebseinrichtung gemäß Fig. 5
wirkt die Antriebswelle W 3 gleichzeitig über 2
Antriebszahnräder 3 auf 2 Triebachsen 9.
Die Fig. 6-9 zeigen Fahrzeugböden 10 mit Drehgestellen 8,
welche je 1 Triebachse 9 (Fig. 7 und 8) bzw. je 2 Triebachsen
9 (Fig. 6 und 9) aufweisen. Bei den Antriebseinrichtungen der
Fig. 6 und 7 sind die Antriebsmaschinen 1 und 2 am Fahrzeugboden
10 befestigt, bei den Antriebseinrichtungen der Fig. 8 und
9 jeweils am Drehgestell 8.
Vorzugsweise werden Antriebsmaschinen 1, 2, Wellen W 1-W 3,
Differentialgetriebe 5 und Anfahr-/Bremswiderstände (nicht
dargestellt) unterhalb des Fahrzeugbodens angebracht, damit,
insbesondere bei einem Panoramafahrzeug, auch die Sicht durch
die Fahrzeugdecke bzw. das Fahrzeugdach weitgehend freigegeben
werden kann.
Es versteht sich, daß die Asynchronmaschinen 1 und 2 auch
über einen Stromrichter gesteuert sein können.
Bezeichnungsliste
1, 2 Asynchronmaschinen, Motoren, Antriebsmaschinen
3 Antriebszahnrad, Antriebsrad
4 Laufräder
5 Differentialgetriebe
6 Übersetzungszahnräder
7 Zahnstange
8 Drehgestell
9 Triebachse
10 Fahrzeugboden
B 1, B 2 Bremsen
B 3 Rücklaufbremse
n 1, n 2 Antriebsdrehzahlen
n 3 Abtriebsdrehzahl
W 1, W 2 Antriebswellen von 1 bzw. 2
W 3 Abtriebswelle von 5
3 Antriebszahnrad, Antriebsrad
4 Laufräder
5 Differentialgetriebe
6 Übersetzungszahnräder
7 Zahnstange
8 Drehgestell
9 Triebachse
10 Fahrzeugboden
B 1, B 2 Bremsen
B 3 Rücklaufbremse
n 1, n 2 Antriebsdrehzahlen
n 3 Abtriebsdrehzahl
W 1, W 2 Antriebswellen von 1 bzw. 2
W 3 Abtriebswelle von 5
Claims (5)
1. Antriebseinrichtung
- a) mit mindestens 2 Antriebsmaschinen (1, 2),
- b) welche mit mindestens einem Antriebsrad (3) kraftschlüssig in Wirkverbindung stehen und
- c) mit 1. bzw. 2. Antriebsdrehzahlen (n 1, n 2) betreibbar sind,
- dadurch gekennzeichnet,
- d) daß die mindestens 2 Antriebsmaschinen (1, 2) über mindestens 1 Differentialgetriebe (5) mit dem mindestens einen Antriebsrad (3) in Wirkverbindung stehen.
2. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Antriebsmaschinen
Drehstrommaschinen (1, 2) sind, von denen wenigstens eine
über Anfahr- und Bremswiderstände in ihrer
Antriebsdrehzahl (n 1, n 2) einstellbar ist.
3. Antriebseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Asynchronmaschinen (1, 2)
stromrichtergesteuert sind.
4. Antriebseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß mit einer Antriebsmaschine
(2) eine Rücklaufbremse (10) in Wirkverbindung steht.
5. Antriebseinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4 für
ein Panoramafahrzeug mit weitgehend freier Sicht nach
oben sowie in seitlicher Richtung, insbesondere für Zahnradbahnen,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Antriebsmaschinen (1, 2) das Differentialgetriebe (5)
sowie die Anfahr- und Bremswiderstände unterhalb des
Fahrzeugbodens angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883843223 DE3843223A1 (de) | 1988-12-22 | 1988-12-22 | Antriebseinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883843223 DE3843223A1 (de) | 1988-12-22 | 1988-12-22 | Antriebseinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3843223A1 true DE3843223A1 (de) | 1989-05-03 |
Family
ID=6369840
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19883843223 Withdrawn DE3843223A1 (de) | 1988-12-22 | 1988-12-22 | Antriebseinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3843223A1 (de) |
Cited By (2)
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