DE3836620C2 - Blitzschutzanlage an Gebäuden - Google Patents
Blitzschutzanlage an GebäudenInfo
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Landscapes
- Buildings Adapted To Withstand Abnormal External Influences (AREA)
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Description
Die Erfindung betrifft eine Blitzschutzanlage gemäß dem
Oberbegriff des Anspruches 1. Bei Gebäuden mit leicht brenn
barem Dach, z. B. Schilfrohr-Dach, und/oder mit leicht brenn
barem Inhalt, z. B. Heu oder Stroh, muß mit Sicherheit dafür
gesorgt sein, daß im Fall eines Blitzeinschlages nicht Über
schläge von der Blitzschutzfangleitung zum Gebäude oder zu
innerhalb des Gebäudes befindlichen metallischen Teilen
entstehen. Sowohl ein Schilfrohr-Dach als auch unterhalb des
Daches eines landwirtschaftlichen Gebäudes gelagertes Heu
oder Stroh würden durch den kleinsten Funken in Brand gesetzt
werden. Bei der leichten Brennbarkeit solcher Materialien
würde ein solches Gebäude in kürzester Zeit in Flammen ste
hen. Die vorstehend genannten metallischen Bauelemente im
Innern des Gebäudes können z. B. bei landwirtschaftlichen
Gebäuden eine Heuaufzugsschiene, Rohrleitungen, eine Elektro
installation und dergleichen mehr sein. Solche Einbauten oder
Installationen könnten im übrigen auch nachträglich in ein
Gebäude eingebracht werden. Bei den eingangs erläuterten
Häusern mit Schilfrohr-Dach hat man bereits versucht, dem
dadurch abzuhelfen, daß man die Blitzschutzfangleitung, d. h.
entsprechend verlegte und gespannte Blitzableiterdrähte in
einem größeren Abstand von dem Schilfrohr angeordnet hat. Als
Abstandshalter sind hierzu Stützer aus Holz verwendet worden,
die aber aus mehreren Gründen nachteilig sind und damit den
zu stellenden Anforderungen nicht genügen. Die Isolierwir
kung, d. h. die elektrische Festigkeit solcher Holzstützer ist
gering, insbesondere wenn sie durch Witterung feucht werden,
sowie mit fortschreitender Alterung Längsrisse bekommen oder
sogar morsch werden. Solche Längsrisse und morsche Holzbe
standteile führen zu einer Herabsetzung der elektrischen
Isolationseigenschaften. Somit können bei einem Blitzein
schlag auch entlang dieser Holzstützer Überschläge auftreten,
womit die erläuterte Brandgefahr gegeben ist. Aber auch im
trockenen Zustand ist an solchen Holzstützen der Gleitweg der
elektrischen Entladung zu kurz, um bei dem o. g. Abstand
zwischen der Blitzschutzfangleitung und dem Dach einwandfrei
dafür zu sorgen, daß entlang der Stützer kein Überschlag
eintritt. Ein wirklich überschlagssicherer Schutz ist damit
nicht erreicht. Eine entsprechende Blitzableiteranordnung ist der
DE-PS 17 740 zu entnehmen. An einem Porzellan-Isolator ist ein
isolierter Leitungshalter befestigt, der die Blitzschutzfang
leitung trägt.
Bei landwirtschaftlichen Gebäuden, wie Scheune, Stallungen
und dergleichen, die mit einem nicht oder nur schwer brenn
baren Dachmaterial (Ziegel, Schiefer, Asbest-Faserplatten und
dergleichen) belegt sind, werden die Blitzschutzfangleitungen
in üblicher Weise direkt auf der Dachfläche verlegt. Ein etwa
vorhandener Abstand zum Dach ist sehr gering. Damit besteht
die bereits angesprochene Gefahr von Überschlägen zu Metall
elementen oder Metallkonstruktionen unterhalb des Daches, die
zum Zünden leicht brennbarer Materialien führen können. Diese
Gefahr besteht nicht nur bei den erwähnten landwirtschaftlich
genutzten Gebäuden, wie Scheunen usw., sondern generell bei
allen Gebäuden, in denen ein solcher Überschlag von der
Blitzfangleitung zu im Inneren des Gebäudes befindlichen
Metallteilen usw. möglich ist und ferner in der Nähe dieser
möglichen Überschlagsstellen leicht brennbare Güter gelagert
sind. Beispielsweise sei an die Lagerung von Lacken, leicht
entflammbaren Chemikalien oder flüssigen Brennstoffen ge
dacht.
Beispielsweise aus DE 14 90 529 B2, DE-PS 10 93 844 und aus der
Veröffentlichung Manfred Beyer u. a. "Hochspannungstechnik"
(theoretische und praktische Grundlagen) im Springer-Verlag
1986, insbesondere Seite 11, sind elektrische
Hochspannungs-Isolatoren (auch Stütz-Isolatoren) bekannt, die
aus einer Mehrzahl übereinander angeordneter schirmförmiger
Isolierteile bestehen. Ein Einsatz für Blitzschutzzwecke,
insbesondere ein Einsatz im Sinne der vorliegenden Erfindung,
ist diesen Literaturstellen nicht zu entnehmen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht demgegenüber darin, einer
seits für einen sicheren Schutz des Dachmateriales und/oder
Inhaltes eines Gebäudes vor Entzündung durch Überschläge zu
sorgen, andererseits aber den Abstand zwischen der Blitz
schutzfangleitung und dem Dach nicht zu groß werden zu las
sen, da dies architektonisch unschön aussieht und außerdem
entsprechend lang dimensionierte Stützer verlangen würde. Je
länger die Stützer sind und je weiter sich die Blitzschutz
fangleitung vom Dach befinden, desto stärker müßten daher die
Befestigungen der Stützer am Dach sein. Dies würde weitere
zusätzliche Aufwendungen verlangen.
Die Lösung der Aufgabe wird zunächst, ausgehend vom Oberbe
griff des Anspruches 1, in den Merkmalen des Kennzeichens des
Anspruches 1 gesehen. Damit wird die für die sichere Verhin
derung von Übarschlägen notwendige Länge der Stützer erheb
lich reduziert, da durch die erfindungsgemäße Ausbildung der
Stützer der Kriech- oder Gleitweg für die elektrischen Entla
dungen entlang seiner Oberfläche entsprechend vergrößert ist.
Somit kann man die Stützerlänge und damit den Abstand der
Blitzschutzfangleitungen vom Dach entsprechend oder angenä
hert der einschlägigen Vorschrift DIN/VDE 0185 bzw. IEC-Nor
men wählen. Hiernach sind in der Regel Abstände (Luftabstand)
im Bereich von ca. 0,5 m einzuhalten. Diese Betrachtung gilt
für den Abstand Fangleitung zu Dachfläche in der Luft, d. h.
bei frei gespannter Leitung. Sobald jedoch Feststoffe, wie
z. B. Stützer, zur Halterung verwendet werden, ist zu beach
ten, daß der Stützer aufgrund der im Vergleich zu Luft
schlechteren elektrischen Isolationseigenschaften in der Höhe
etwa auf das Doppelte des Luftabstandes gebracht werden muß.
Durch Vergrößerung des Gleitweges am Stützer selbst und
Beibehaltung seiner Höhe kann der Stützer doch demgegenüber
in seiner Höhe verkürzt werden. Die Stützer nach der Erfin
dung sind mit ihrer Oberfläche so ausgebildet, daß bei dem
erforderlichen Abstand der Blitzschutzfangleitungen vom Dach
ein Überschlag entlang der Stützeroberfläche vermieden ist.
Man ist also nicht genötigt, die Länge der Stützer größer als
den erforderlichen Abstand zwischen Blitzschutzfangleitungen
und Dach zu wählen und damit den letztgenannten Abstand
unnötig groß werden zu lassen (siehe hierzu auch Anspruch 2).
Die vorstehend angesprochenen Überspannungen entstehen da
durch, daß der Blitzstrom während des Fließens entlang der
Blitzschutzfangleitungen an diesen einen Spannungsabfall
erzeugt, der kurzfristig das Potential der Blitzschutzfang
leitungen auf Größenordnungen von 50 bis 100 kV oder sogar
noch höher hebt, während die unter dem Gebäudedach befind
lichen Metallelemente Erdpotential aufweisen. Da der genannte
Spannungsabfall in Richtung zum Erdboden hin kleiner wird,
wird durch die am Schluß des Anspruches 1 genannten Merkmale,
nämlich daß der Abstand der Blitzschutzfangleitung zum
Gebäude bzw. Gebäudedach von der höchsten Stelle des Gebäudes
her in Richtung zum Erdboden abnimmt, erreicht, daß man die
Länge der Stützer vom höchsten Punkt des Gebäudes her
betrachtet, immer kürzer machen kann, je näher der
betreffende Stützer sich zur untersten Stelle des
Gebäudedaches befindet. Durch das Zusammenwirken der Merkmale
des Anspruches 1 tritt also ein synergistischer Effekt
dahingehend ein, daß diese Blitzschutzanordnung optimal den
elektrischen Verhältnissen im Falle eines Blitzeinschlages
angepaßt ist.
Eine bevorzugte Ausführungsform des Stützers nach der Erfin
dung ist Gegenstand des Anspruches 4. Ein solcher Stützer ist
mechanisch hoch belastbar. Der Innenraum wird durch den
Polyurethanschaum hermetisch ausgefüllt, wobei der Schaum
eine sehr gute und innige Haftung an der Rohrinnenwand hat.
Dies gilt besonders für eine Ausbildung des Rohres gemäß
Anspruch 5. Hierdurch wird mit Sicherheit vermieden, daß sich
im Stützerinnern Wasser, z. B. Kondensat, festsetzt, da
keinerlei Risse oder Haarrisse für das Eindringen von Feuch
tigkeit bestehen. Dies ist auch noch nach längerem Einsatz im
Freien der Fall. Anstelle eines hermetisch ausgeschäumten
Rohres könnte auch ein Vollstab aus elektrisch hochwertigem
Kunststoff verwendet werden.
Die Erfindung betrifft weitere Ausbildungen und Anordnungen
der Stützer. Hierzu wird auf die übrigen Unteransprüche
verwiesen. Die Erfindung wird nachstehend mit Bezug auf die zugehörigen Zeichnungen anhand
der erläuterten Ausführungsmög
lichkeiten beschrieben. In der
Zeichnung zeigt:
Fig. 1 schematisch ein Gebäude mit einer
Blitzschutzanlage nach der Erfindung,
Fig. 2 im vergrößerten Maßstab eine Seiten
ansicht eines zugehörigen Stützers.
Fig. 3 einen Längsschnitt durch einen
Teilbereich des Stützers gemäß
Fig. 2,
Fig. 4 bis 7 verschiedene Einsatzmöglich
keiten und Ausbildungen von
Stützern nach der Erfindung.
Fig. 1 zeigt schematisch das Gebäude 1 mit Dach 2, Dach
rinne 3 und einer im Querschnitt gezeigten Laufschiene 4
eines Heuaufzuges. Statt der Schiene 4 könnte natürlich
auch ein anderes metallisches Element dort vorgesehen
sein, wie ein Heugebläse, Metallrohrsysteme, elektrische
Versorgungsleitungen und dergleichen mehr.
Die Blitzschutzfangleitungen 5 sind durch ihre isolieren
de Stützer 9 bis 13 in einem Abstand a vom Dach 2 distan
ziert gehalten, wobei dieser Abstand a von der Spitze, d. h.
der First-Blitzschutzfangleitung 6 bis zur Anbringung 7
der Blitzschutzableitung am Gebäude kontinuierlich abneh
men kann. Die Blitzschutzableitung ist dann gemäß Ziff. 5'
mit der Erdungsanlage 8 verbunden. Die Fang- und Ableitun
gen bestehen aus üblichem Blitzableiterdraht.
Der Aufbau eines bevorzugten Ausführungsbeispieles eines
Stützers ist näher den Fig. 2 und 3 zu entnehmen. In die
sem Fall ist die Verlängerung des Entladungs- oder Gleit
weges 14 durch Isolierteller 15 erreicht. Stattdessen könn
ten auch andere Bauteile vorgesehen sein, die diesen Weg 14
gegenüber einer geradlinigen Verbindung von Kopf 16 zum
Fuß 17 des Stützers entsprechend vergrößern. Fig. 3 zeigt
die Ausbildung des Stützers aus einem zylindrischen Rohr 34,
z. B. aus glasfaserverstärktem Kunststoff, dessen Innen
raum hermetisch mit einem Polyurethanschaum 18 ausge
schäumt ist. Diese Ausschäumung ergibt den weiteren Vor
teil eines geringen Gewichtes des Stützers. Das Rohr 34
ist außenseitig mit einem Mantel 18' aus Silikonelasto
mer umgespritzt. Hierdurch wird, insbesondere bei Luft
feuchtigkeit oder Niederschlägen, die Spannungsfestig
keit erhöht. Die Isolierteller 15 bestehen in diesem Aus
führungsbeispiel ebenfalls aus einem Silikonelastomer und
sind auf den Mantel 18' aufvulkanisiert. Damit ist ver
mieden, daß an den Übergangsflächen 19 vom Mantel 18' zu
den Isoliertellern 15 Fugen oder Haarrisse entstehen,
welche den Durchtritt von Feuchtigkeit gestatten.
Der überschlagssichere Gleitweg 14 ist etwa doppelt so
lang wie die vorgenannte Länge L. Dies bedeutet, daß die
Länge L (Fig. 2) dieses Stützers nur etwa halb so groß
sein muß wie bei einem Stützer, der keine Vergrößerung
des Entladungs- oder Kriechweges 14 aufweisen würde.
Hieraus ergibt sich ein der Länge L angenäherter und da
bei überschlagssicherer Abstand a gemäß Fig. 1.
Die Stützerköpfe 16 tragen Mittel, wie Schraubverklemmun
gen 20, zum Halt des Blitzableiterdrahtes 5. An den Stüt
zerfüßen 17 sind Mittel, wie z. B. eine Metallhülse 21,
vorgesehen, die einerseits fest mit dem Fuß 17 verbunden
sind und andererseits in der Zeichnung nicht dargestellte
Mittel zum Befestigen am Dach 2 aufweisen. Die aus Metall
bestehenden Teile 16, 17 und 21 sind mit den aus isolieren
dem Werkstoff bestehenden Teilen des Stützers verbunden.
Dabei sind die Isolierteile der Stützer durch eine Schraf
fur gekennzeichnet.
In den Fig. 4 bis 7 sind einige Ausgestaltungen der
Stützer und ihrer Anbringung, sowie der Halterung der
Blitzschutzfangleitungen (Blitzableiterdraht) darge
stellt.
Fig. 4 zeigt einen Stützer 9, an dessen Kopf eine me
tallene Fangstange 22 angebracht ist. Hiermit kann ein
aus dem Dach herausragendes Bauteil 23 (wie z. B. eine
Entlüftungshaube) durch den Schutzraumwinkel von 45°,
gekennzeichnet durch die Markierung 5", blitzschutztech
nisch geschützt werden.
Fig. 5 stellt in einem Schnitt durch den oberen Bereich
das Gebäude 1 mit seinem First 24 und einer Seitenwand
25 dar. Die First-Blitzschutzfangleitung 6 erstreckt
sich entlang des Firstes und wird von einem oder mehre
ren der Stützer 9 gehalten. Derart lange Fangleitungen
müssen am Firstende abgespannt werden. Hierzu dient ein
weiterer Stützer in Form eines Spannstützers 11, der an
seinem Kopf 26 mit einer nicht im Detail dargestellten
Spannvorrichtung versehen ist, welche das Ende 27 der
Firstfangleitung 6 erfaßt und in Pfeilrichtung 28 zieht.
Hierzu muß die Blitzschutzfangleitung 6 im Kopf 29 des
Stützers 9 verschiebbar geführt sein. Der Spannstützer
11 ist in der Seitenwand 25 befestigt und ragt von dieser
schräg nach oben/außen, bildet also mit der Horizontalen
einen spitzen Winkel.
Fig. 6 zeigt mittels eines Stützers 10 die Distanzierung
der Blitzschutzfangleitung 5 von der Oberfläche 2' des
Daches 2.
Da auch die Dachrinne im Schutzbereich des isoliert ge
tragenen Fangeinrichtung liegen muß ist hierzu eine ent
sprechende Anordnung Vorzusehen. Ein Ausführungsbeispiel
einer solchen Anordnung zeigt Fig. 7. Eine Befestigungs
stange oder -strebe 30 ist am Dach befestigt und ragt in
der Fallrichtung 31 des Daches unterhalb der Dachrinne 3
vor. Sie trägt an ihrem Ende zwei Stützer. Hiervon ver
läuft der eine Stützer 12 in Richtung der Strebe 30 und
der andere Stützer 13 ragt im Winkel, hier einem rechten
Winkel, von der Strebe 30 schräg nach oben/außen. Damit
bilden die Köpfe 32, 33 dieser beiden Stützer 12, 13
Halterungen und Führungen für die Blitzschutzfangleitung
5 in einem hinreichenden Abstand oberhalb, seitlich und
unterhalb der Dachrinne 3. Um dies zu erreichen sind ledig
lich die Längen der Stützer 12, 13, ihre Winkellagen und
auch die Längs der unter der Dachrinne vorragenden Strebe
30 entsprechend den örtlichen Gegebenheiten zu dimensionieren.
Claims (13)
1. Blitzschschutzanlage an Gebäuden, insbesondere an Gebäuden
mit leicht brennbarem Dach und/oder Inhalt, wobei die
Blitzschutzfangleitungen durch Stützer in einem Abstand
vom Gebäude, insbesondere Gebäudedach, gehalten werden,
dadurch gekennzeichnet, daß als Abstandshalter Stützer (9
bis 13) aus Isoliermaterial mit an ihrer Außenseite ver
größertem Gleitentladungs- oder Kriechweg (14) vorgesehen
sind, daß der Abstand (a) der Blitzschutzfangleitungen (5,
6) vom Gebäude, insbesondere Gebäudedach (2), sowie die
Länge des Kriech- oder Gleitentladungsweges (14) entlang
der Außenseite der Stützer auf die zulässigen Näherungsab
stände abgestimmt sind und daß der Abstand (a) der Blitz
schutzfangleitung zum Gebäude bzw. Gebäudedach von der
höchsten Stelle des Gebäudes her in Richtung zum Erdboden
abnimmt.
2. Blitzschutzanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Baulänge (L) des Stützers (9 bis 13) etwa der
Größe des Abstandes (a) von der Blitzschutzfangleitung zum
Gebäude, insbesondere Gebäudedach, entspricht und daß die
Länge des Kriechweges (14) etwa doppelt so groß ist wie
die Baulänge (L) des Stützers.
3. Blitzschutzanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Stützer (9 bis 13) außenseitig mit
Isoliertellern (15) versehen sind.
4. Blitzschutzanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß der Stützer (9 bis 13) ein
zylindrisches Rohr aufweist (34), das außenseitig bevor
zugt mit einem Mantel (18') versehen ist und in seinem
Innern mit einem Kunststoffschaum, bevorzugt einem Poly
urethanschaum (18), vollständig und wasserdicht ausge
schäumt ist.
5. Blitzschutzanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Rohr (34) aus glasfaserverstärktem Kunststoff
besteht.
6. Blitzschutzanlage nach einem der Ansprüche 4 oder 5, da
durch gekennzeichnet, daß der das Rohr (34) umgebende
Mantel (18') aus einem Silikonelastomer besteht und daß
die ebenfalls aus Silikonelastomer bestehenden Isoliertel
ler (15) auf den Mantel (18') aufvulkanisiert sind.
7. Blitzschutzanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß auf den Kopf eines Stützers (9)
eine stangenartige Verlängerung (22), z. B. eine Metall
spitze, aufgesetzt ist und mit ihrer Spitze einen Schutz
raum (5") für aus dem Dach herausragende Aufbauten bildet.
8. Blitzschutzanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß der Stützerfuß (17) mit einer
metallischen Verlängerung, z. B. einer Hülse (21) versehen
ist, die Mittel zu ihrer Befestigung und damit der Be
festigung des Stützers (9 bis 13) am Gebäude aufweist.
9. Blitzschutzanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß die Köpfe (16) der Stützer (9
bis 13) mit Mitteln (20) zur lösbaren Anbringung der
Blitzschutzfangleitung (5, 6) versehen sind.
10. Blitzschutzanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß das Ende (27) einer sich über
den First erstreckenden Blitzschutzfangleitung (6) von
einer Spannvorrichtung am Kopf (26) eines Spannstützers
(11) gehalten und gespannt ist.
11. Blitzschutzanlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeich
net, daß am Ende eines Dachfirstes (24) ein den Abstand
(a) der First-Blitzschutzleitung (6) vom First (24)
sichernder Stützer (9) angebracht ist, während an der
benachbarten Seiten- oder Giebelwand (25) des Gebäudes
der Spannstützer (11) angebracht ist, wobei der Spann
stützer von der Seiten- oder Giebelwand her im spitzen
Winkel zur Horizontalen und dabei schräg nach oben/außen
verläuft.
12. Blitzschutzanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Führung der Blitzschutz
fangleitungen um eine am Gebäudedach (2) vorgesehene
Dachrinne herum eine Stützeranordnung mit zwei im Winkel
zueinander stehenden Stützern (12, 13) vorgesehen ist,
deren Köpfe (32, 33) so gelegen sind, daß sie die Blitz
schutzfangleitung oberhalb, seitlich und unterhalb der
Dachrinne (3) im erforderlichen Abstand (a) halten.
13. Blitzschutzanlage nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch
eine Befestigungsstange oder dergleichen (30), die unter
halb der Dachrinne (3) am Dach (2) befestigt ist und etwa
in Verlängerung der Dachfallinie (31) über die Dachrinne
vorragt und daß an der Befestigungsstange die beiden
Stützer (12, 13) angebracht sind, wobei der eine Stützer
(12) etwa in der Verlängerung der Befestigungsstange (30)
und der andere Stützer (13) im Winkel zur Befestigungs
stange (30) schräg nach oben/außen verläuft.
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- 1988-10-27 DE DE19883836620 patent/DE3836620C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3836620A1 (de) | 1990-05-03 |
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| DE212514C (de) |
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