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Kugelapparat für die Auslosung zu kontrollierender Personen in gewerblichen
Betrieben. Die Erfindung bezieht s'ich'auf solche Apparate, die zwecks Verhinderung
von Diebstählen am Ausgange von gewerblichen Betrieben aufgestellt werden und bei
deren Benutzung in nicht vorherzusehender Folge weiße und schwarze Kugeln vor einem
Schauglas sichtbar werden, so daß die Auslosung der zu kontrollierenden Personen
unter Ausschaltung des Kontrollpersonals bewirkt wird.
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Auf der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht,
und zwar zeigt Abb. i den zusammengebauten Apparat im senkrechten Schnitt, Abb.
a den Schnitt nach der Linie 2-z von oben gesehen, Abb. 3 und q. Einzelteile
in perspektivischer Darstellung.
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Der Apparat besteht im wesentlichen aus einem zylindrischen GehäuseteilA,
der mit Ösen a1 an einer Wand aufgehängt und mit dem Kugelschauglas a. versehen
ist, ferner aus einem im Gehäuse mittels einer Achse C und einer Kurbel G drehbaren,
in Abb. ¢ für sich allein dargestellten Drehteil B C D und einem in Abb.3
wiedergegebenen feststehenden Deckelteil E F. Der Drehteil B C D besteht
aus einer mit der Achse C fest verbundenen kreisförmigen Scheibe B, welche durch
einen als Anschlagleiste dienenden Steg b1 mit einem beim Drehen als Führung dienenden
Ring b2 starr verbunden ist. Die Achse C trägt an ihrem oberen Ende einen gewölbten
Boden D, welcher am Rande mit einer Öffnung d und einer Kugeltasche dl versehen
ist. Über diesen drehbaren Boden D greift bei zusammengebautem Apparat der feststehende
zylindrische Fortsatz F des in Abb. 3 für -sich dargestellten Deckelteiles
E F, so daß ein Kugelgefäß H entsteht. An der Außenseite des feststehenden zylindrischen
Teiles F ist eine schraubenförmig ansteigende Kugellaufbahn f1 angeordnet, deren
Enden teilweise um zwei Kugellöcher f2 und f3 herumgebogen sind. An der Innenseite
des zylindrischen Fortsatzes F ist unmittelbar über dem Kugelloch f. ein ringsektorförmiges
Blechstück f4 vorgesehen, das bei der in Abb. i dargestellten Lage der Teile, abei
welcher die Tasche dl dem Kugelloch f., gegenübersteht, in entsprechende Schlitze
d. der Tasche dl eingreift. Das Ringsektorstück f4 ist in solcher Höhe angebracht,
daß unter ihm in der Tasche dl gerade eine Kugel Platz hat. Im Deckel ist
ein
Kugelfülloch vorgesehen, das durch den Schraubenstöpsel K verschlossen werden kann.
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Die Wirkungsweise des beschriebenen Apparates gestaltet sich nun wie
folgt Der im Innern des zylindrischen Teiles F befindliche und von diesem, dem Deckel
F_ und dem drehbaren Boden D begrenzte Kugelraum H sei mit einer Anzahl Kugeln gleicher
Größe gefüllt, von denen das Mischungsverhältnis zwischen schwarzen und weißen Kugeln
den jeweiligen Verhältnissen und der zu kontrolllierenden Personenzahl anzupassen
ist. Dreht man nun die Kurbel G und damit den BodenD des Raumes H einmal um 36o
herum, so wird auf diesem Wege mit Sicherheit eine Kugel in die Tasche dl fallen.
Ist die Drehung beendet, so ist die Tasche mit der in ihr befindlichen Kugel vor
das Kugelloch f. gelangt (Stellung nach Abb. i). Gleichzeitig hat sich aber der
feststehende Ringsektor f,, zwischen die in der Tasche befindliche und die darüber
lagernden Kugeln geschoben. Die dadurch abgetrennte Kugel fällt durch das Loch f.
aus der Tasche d,
heraus auf das als Kugelfangschale dienende untere Ende
der schraubenförmigen Kugelbahn f1 und gelangt damit vor das Schauglas a_, so daß
sie von außen sichtbar wird. Das Nachfallen einer zweiten Kugel wird durch den Ringsektor
f,, verhindert. Erst nachdem bei der Benutzung des Apparates durch die nächste Person,
welche die Kurbel wiederum um 36o ` zu drehen hat, die Tasche dl den Ringsektor
f, verlassen hat, kann die nächste Kugel in die Tasche dl gelangen und somit nach
Drehen um 36o @ vor das Loch f", und das Schauglas a. usw.
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Bei dieser Drehung der Kurbel durch die nächste Person wird auch die
Anschlagleiste b, um 360 ` gedreht. Sie nimmt dabei die vor dem Schauglas
liegende Kugel mit (Abb. 2) und drängt sie vor sich her an der feststehenden Schraubenkugelbahn
f, hoch, bis sie vor das obere Kugelloch f;, gelangt. An dieser Stelle ist die Kugelbahn
nach innen geneigt (Abb. i), so daß in demselben Augenblick, in dem unten eine zweite
Kugel durch das Loch f 2 vor das Schauglas tritt, oben die vorhergehende Kugel selbsttätig
durch das Kugelloch f;, in den Kugelbehälter H zurückfällt.
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Um zu verhindern, daß eine Person die Kurbel mehr als 36o @ dreht,
wird zweckmäßig eine Federsperrung vorzusehen sein, z. B. eine in eine Rast der
Scheibe B einspringende federnde Klinke L (Abb. i und 2), die gegebenenfalls ein
Glockensignal auslösen kann.
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Es sei noch darauf hingewiesen, daß dem gleichen Zwecke dienende Kugelkontrollapparate
bereits bekannt sind. Bei der- einen Art dieser Apparate sind die Kugeln in ein
langes Spiralrohr eingefüllt, aus dem sie beim Antrieb eines Hebels einzeln herausgeschleust
werden. Diese Einrichtung hat den Nachteil, daß die Reihenfolge der Kugeln vorher
festliegt und bestimmten Personen bekannt ist. Bei einem anderen bekannten Kugelkontrollapparat
liegen die Kugeln in einem viereckigen Behälter, in dessen Boden sich ein Loch von
Kugelgröße in einer Ecke befindet, durch das die Kugeln den Behälter verlassen müssen.
U m das Austreten der Kugeln aus dem Behälter, welches durch ihr Bestreben, Gewölbe
zu bilden, sehr in Frage gestellt ist, zu erleichtern, ist in diesem Falle der Boden
nach dem Kugelloch zu geneigt und außerdem beweglich, so daß die auf ihm liegenden
Kugeln bei jeder Benutzung des Apparates geschüttelt werden. Aber auch diese Einrichtung
vermag das Bestreben der Kugeln, über dem Austrittsloch Brücken und Gewölbe zu bauen,
nicht mit Sicherheit zu verhindern. Es treten hin und wieder hartnäckige Versager
auf, die den Zweck des ganzen Apparates vereiteln.
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Bei dem hier beschriebenen Apparate können solche Brücken und Gewölbebildungen
das Funktionieren nicht beeinträchtigen, weil die Tasche d1 unter den Kugelhaufen
gleitet, so daß die unter Druck stehenden Stützkugeln einer Brücke oder eines Gewölbes
in sie hineinfallen müssen. Es ist also geradezu die Eigenschaft der Kugeln, Gewölbe
zu bilden, der Konstruktion des Apparates zugrunde gelegt.