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Die vorliegende Erfindung betrifft ein
elektrophotographisches Aufzeichnungsgerät, das auf einer Oberfläche
einer photoleitfähigen Trommel ein farbiges Bild erzeugt und
dann das farbige Bild auf Aufzeichnungspapier überträgt.
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Ein herkömmliches elektrophotographisches
Aufzeichnungsgerät weist eine photoleitfähige Trommel auf, um die
ein Korona-Lader, eine erste Belichtungseinheit, eine erste
Entwicklereinheit, eine zweite Belichtungseinheit, eine
zweite Entwicklereinheit und eine Übertragungseinheit
angeordnet sind, wie in U.S. Patent Nr. 4,572,651 beschrieben
wird. Im Betrieb wird die Oberfläche der photoleitfähigen
Trommel zuerst gleichförmig durch den Korona-Lader
aufgeladen und dann durch die erste Belichtungseinheit belichtet,
um ein erstes elektrostatisches, latentes Bild zu erzeugen.
Das erste elektrostatische, latente Bild wird durch die
erste Entwicklereinheit mit einem Toner einer ersten Farbe
entwickelt. So wird ein erstes sichtbares Bild der ersten
Farbe auf der Oberfläche der photoleitfähigen Trommel
erzeugt. Als nächstes wird die Oberfläche der photoleitfähigen
Trommel durch die zweite Belichtungseinheit belichtet, um
ein zweites elektrostatisches, latentes Bild zu erzeugen,
das dann durch die zweite Entwicklereinheit mit einem Toner
einer zweiten Farbe, die von der ersten Farbe verschieden
ist, entwickelt wird, um ein zweites sichtbares Bild zu
erzeugen. Folglich werden sowohl das erste als auch das zweite
sichtbare Bild der ersten und zweiten Farbe auf der
photoleitfähigen Trommeloberfläche erzeugt und gleichzeitig durch
die Übertragungseinheit auf eine Aufzeichnungspapierbahn
übertragen.
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Um zu verhindern, daß das erste sichtbare Bild von der
Oberfläche der photoleitfähigen Trommel durch die zweite
Entwicklereinheit abgekratzt wird, ermöglicht es die erste
Entwicklereinheit, daß der Toner der ersten Farbe eine
höhere elektrische Ladung hat als der Toner der zweiten Farbe
in der zweiten Entwicklereinheit, so daß das erste sichtbare
Bild stark an der Oberfläche der photoleitfähigen Trommel
haftet.
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Bei herkömmlichen Geräten neigt der Toner der zweiten
Farbe wegen der verbleibenden elektrostatischen Kraft des
ersten latenten Bildes jedoch dazu, auch an den Teil des
ersten elektrostatischen, latenten Bildes zu haften, an dem
nur mit dem Toner der ersten Farbe entwickelt werden sollte.
Entsprechend wird das erste sichtbare Bild der ersten Farbe
mit der zweiten Farbe gemischt und somit die Herstellung
eines klaren ersten sichtbaren Bildes beeinträchtigt.
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EP-A-0,224,926 beschreibt ein ähnliches
Aufzeichnungsgerät; das Dokument fällt unter Art. 54(3) EPC.
ZUAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Deshalb ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
ein elektrophotographisches Aufzeichnungsgerät
bereitzustellen, das in der Lage ist, ein klares farbiges Bild zu
erzeugen, bei dem ein erstes sichtbares Bild einer ersten Farbe
nicht mit einer zweiten Farbe gemischt und nicht von einer
photoleitfähigen Trommel abgekratzt wird, wenn das zweite
sichtbare Bild der zweiten Farbe auf der Trommel erzeugt
wird. Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen von
Patentanspruch 1 gelöst.
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Das elektrophotographische Aufzeichnungsgerät gemäß der
vorliegenden Erfindung wird zusätzlich zur herkömmlichen
Ladeeinheit gemäß US-A-4,572,651 mit einer zweiten Ladeeinheit
versehen, um eine Oberfläche der photoleitfähigen Trommel
aufzuladen, nachdem das erste sichtbare Bild auf ihr erzeugt
ist, so daß das Oberflächenpotential der photoleitfähigen
Trommel erhöht wird, um zu verhindern, daß das erste
sichtbare Bild mit einer zweiten Farbe gemischt und von der
Oberfläche der photoleitfähigen Trommel durch eine zweite
Entwicklereinheit abgekratzt wird.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Fig. 1 ist ein schematisches Schaubild eines
elektrophotographischen Aufzeichnungsgeräts gemäß einer
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
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Fign. 2A bis 2H zeigen ein Oberflächenpotential einer
Oberfläche einer photoleitfähigen Trommel, die bei dem in
Fig. 1 gezeigten elektrophotographischen Aufzeichnungsgerät
verwendet wird.
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Fig. 3 zeigt Beziehungen zwischen dem
Oberflächenpotential eines ersten belichteten Bereichs der photoleitfähigen
Trommel während einer zweiten Entwicklung, eine Anzahl von
Teilchen des zweiten Toners, die mit einem ersten Tonerbild
vermischt worden sind, und die Menge roten Toners, die von
der Oberfläche der photoleitfähigen Trommel durch eine
zweite, bei dem in Fig. 1 gezeigten elektrophotographischen
Aufzeichnungsgerät verwendete Entwicklereinheit abgekratzt
worden ist.
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Fign. 4 und 5 zeigen die Dunkelschwächung des
Oberflächenpotentials im ersten belichteten Bereich der
Oberfläche der photoleitfähigen Trommel, die bei dem in Fig.
gezeigten elektrophotographischen Aufzeichnungsgerät
verwendet wird.
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Ein elektrophotographisches Aufzeichnungsgerät gemäß
einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist
schematisch in Fig. 1 gezeigt, das ein Zweifarbenbild in Rot und
Schwarz erzeugt.
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Eine photoleitfähige Trommel 1 wird in Richtung des
Pfeils A mit einer Umfangsgeschwindigkeit von etwa 176
mm/sec gedreht. Zuerst wird die Oberfläche der
photoleitfähigen Trommel 1 durch einen ersten Korona-Lader 2
gleichförmig auf ein positives Potential aufgeladen. Eine erste
Belichtungseinheit 3 ist in Richtung der Drehbewegung der
photoleitfähigen Trommel 1 nach dem ersten Korona-Lader 2
angebracht. Die erste Belichtungseinheit 3 belichtet die
Oberfläche der photoleitfähigen Trommel 1 selektiv mit einem
ersten Laserstrahl 3a, so daß die Oberfläche der Trommel zum
Erzeugen eines ersten elektrostatischen, latenten Bildes
selektiv entladen wird. Dann wird das erste elektrostatische,
latente Bild durch eine Entwicklereinheit 4 mit einem roten
Toner 4a entwickelt. Die Entwicklereinheit 4 weist einen
Entwicklerflüssigkeitsbehälter 41 auf, der mit einer Zwei-
Komponenten-Entwicklerflüssigkeit 42, einem Rührzylinder 43
und einem Entwicklerzylinder 44 versehen ist. Der
Rührzylinder 43 rührt die Entwicklerflüssigkeit 42, um den roten
Toner 4a positiv und einen Träger 4b negativ aufzuladen. Der
Entwicklerzylinder 44 schafft um ihn herum eine magnetische
Bürste der Entwicklerflüssigkeit 42. Um den Toner 4a der
Oberfläche von Trommel 1 zu dem Teil zu liefern, bei dem das
erste latente Bild erzeugt wird, wird der Entwicklerzylinder
44 durch eine Gleichspannungsquelle 45 unter Vorspannung
gesetzt und in Richtung des Pfeils B gedreht.
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Ein zweiter Korona-Lader 5 ist der ersten
Entwicklereinheit 4 nachgeschaltet angeordnet, um die Oberfläche
der photoleitfähigen Trommel 1 weiter positiv aufzuladen.
Eine zweite Belichtungseinheit 6 belichtet dann die
Oberfläche
der Trommel 1 selektiv mit einem zweiten Laserstrahl
6a, um ein zweites elektrostatisches, latentes Bild zu
erzeugen. Das zweite latente Bild wird durch eine zweite
Entwicklereinheit 7 mit einem schwarzen Toner 7a entwickelt.
Die zweite Entwicklereinheit 7 weist, ähnlich wie die erste
Entwicklereinheit 4, einen Behälter 71, eine
Zwei-Komponenten-Entwicklerflüssigkeit 72, einen Rührzylinder 73, einen
Entwicklerzylinder 74 und eine Gleichspannungsquelle 75 auf.
Die Entwicklerflüssigkeit 72 besteht aus dem schwarzen Toner
7a und einem Träger 7b.
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Eine Vorübertragungs-Löschlampe 8 ist der zweiten
Entwicklereinheit 7 nachgeschaltet angeordnet, um die
Oberfläche der photoleitfähigen Trommel 1 zu entladen, so daß
lediglich das erste und zweite Tonerbild positive Ladung
haben. Dann werden das erste und zweite Tonerbild auf der
Trommel 1 durch eine Übertragungseinheit 10 auf eine
Papierbahn 9 übertragen, die die Papierbahn 9 mit negativer Ladung
versorgt. Die Papierbahn 9 wird synchron zur
Umfangsgeschwindigkeit der Trommel 1 in Richtung des Pfeils D zu
einer Fixiereinheit 11 geführt. Ein Reiniger 12 entfernt
Resttoner, der auf der Oberfläche der photoleitfähigen Trommel 1
verbleibt. Eine Hauptlöschlampe 13 löscht dann gleichförmig
die verbleibende Ladung auf der Oberfläche der Trommel 1,
und dann ist ein Aufzeichnungsprozeß vollendet.
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Bei der bevorzugten Ausführungsform besteht eine
photoleitfähige Schicht der Trommel 1 aus amorphem Silizium, das
mindestens ein Element aus einer Gruppe bestehend aus O, B,
N und P enthält, wie in U.S. Patent Nr. 4,532,196
beschrieben ist. Die photoleitfähige Schicht hat eine Dicke von etwa
26 bis 30 um, eine relative Dielektrizitätskonstante von
etwa 11 bis 12, eine Lichtempfindlichkeit bei einer
Wellenlänge von etwa 780 nm von etwa 0.5 uJ/cm² und eine
elektrostatische Kapazität von etwa 300 pF/cm².
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Auf die Fign. 2A bis 2H Bezug nehmend, wird das
Oberflächenpotential der photoleitfähigen Trommel 1 in jedem
Aufzeichnungsprozeß im folgenden beschrieben werden.
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Wie in Fig. 2A gezeigt ist, wird das
Oberflächenpotential der photoleitfähigen Trommel 1 gleichförmig auf einen
Wert V&sub2; von etwa 400 V erhöht, indem eine Korona-Spannung
von etwa 7 kV vom Korona-(Corotron)-Lader 2 verwendet wird.
Nach der Belichtung mit dem ersten Laserstrahl 3a, der eine
Wellenlänge von 780 nm und eine Belichtungsenergiedichte von
1.5 uJ/cm² hat, die von einem Halbleiter-Lasergerät erreicht
werden, wird das Oberflächenpotential der photoleitfähigen
Trommel 1 auf einen Wert V&sub1;&sub3; von etwa 5 V bei einem ersten
belichteten Bereich E1 verringert, auf dem der erste
Laserstrahl 3a belichtet, d. h. wo das erste elektrostatische,
latente Bild erzeugt wird, wie in Fig. 2B gezeigt ist. Es
sollte bemerkt werden, daß das Oberflächenpotential eines
unbelichteten Bereichs E0 auf einen Wert V&sub0;&sub3; von etwa 350 V
im Verhältnis zur Dunkelschwächungsgeschwindigkeit der
photoleitfähigen Trommel 1 abgeschwächt wird.
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Wie in Fig. 2C gezeigt ist, wird das
Oberflächenpotential V&sub1;&sub4; des ersten belichteten Bereichs EI im wesentlichen
nicht verändert, während das Potential V&sub0;&sub4; des unbelichteten
Bereichs E0 bei der ersten Entwicklereinheit 4 auf einen
Wert von etwa 280 V weiter abgeschwächt wird. Die
Vorspannung VB1 des Entwicklerzylinders 44 wird bevorzugt auf 150 V
gesetzt. Infolge der Potentialdifferenz zwischen der
Vorspannung VB1 des Entwicklerzylinders 44 und des
Oberflächenpotentials V&sub1;&sub4; des ersten belichteten Bereichs E1 wird der
rote Toner 4a angezogen und dann an den ersten belichteten
Bereich E1 durch elektrostatische Kraft angehaftet. Der rote
Toner 4a wird nicht an den unbelichteten Bereich E0
angehaftet, da dessen Oberflächenpotential V&sub0;&sub4; größer als die
Vorspannung VB1 ist. Bei der ersten
Zwei-Komponenten-Entwicklerflüssigkeit 42 haben die roten Tonerteilchen
durchschnittlich einen Durchmesser von 12 um und eine elektrische
Ladung von 11 bis 15 uC/g und bevorzugter von 13 uC/g. Ein
Durchmesser des Trägers 4b ist etwa 40 um.
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Gemäß Fig. 2D wird dann das Oberflächenpotential der
leitfähigen Trommel 1 als ganzes wieder erhöht, indem der
zweite Korona-Lader 5 mit einer Korona-Spannung von etwa 6
kV versorgt wird. Folglich wird das Oberflächenpotential V&sub0;&sub5;
des unbelichteten Bereichs E0 auf etwa 450 V und das
Oberflächenpotential V&sub1;&sub5; des ersten belichteten Bereichs E1
auf etwa 180 V erhöht. Ein Oberflächenpotential Vr5 des
ersten Tonerbildes wird wegen seiner kleinen elektrostatischen
Kapazität weiter auf etwa 530 V erhöht.
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Nach der zweiten Belichtung mit dem zweiten Laserstrahl
6a, daß eine Wellenlänge von 780 nm und eine
Belichtungsenergiedichte von 1.5 uJ/cm² hat, wird das
Oberflächenpotential V&sub2;&sub6; des zweiten belichteten Bereichs E2, wo das zweite
elektrostatische, latente Bild erzeugt wird, auf etwa 10 V
verringert, wie in Fig. 2E gezeigt ist. Das Potential V&sub0;&sub6;
des unbelichteten Bereichs E0 wird gemäß der
Dunkelschwächungsgeschwindigkeit auf etwa 420 V abgeschwächt. Das
Potential V&sub1;&sub6; des ersten belichteten Bereichs E1 ist gemäß
der Dunkelschwächungsgeschwindigkeit der photoleitfähigen
Trommel 1 auf etwa 160 V abgeschwächt. Das Potential Vr6 des
ersten Tonerbildes wird ebenfalls auf etwa 510 V
abgeschwächt.
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Wie in Fig. 2F gezeigt ist, wird an dem Teil, an dem
die zweite Entwicklereinheit 7 angeordnet ist, das
Oberflächenpotential V&sub0;&sub7; des unbelichteten Bereichs E0 etwa 400
V, das Potential V&sub1;&sub7; des ersten belichteten Bereichs E1 wird
etwa 150 V, das Potential Vr7 des ersten Tonerbildes wird
500 V und das Potential V&sub2;&sub7; des zweiten belichteten Bereichs
E2 ist etwa 10 V. Die Vorspannung VB2 des
Entwicklerzylinders 74 der zweiten Entwicklereinheit 7 wird auf 250 V
gesetzt. Infolge der Potentialdifferenz zwischen der
Vorspannung VB2 des zweiten Entwicklerzylinders 74 und dem
Oberflächenpotential V&sub2;&sub7; des zweiten belichteten Bereichs E2
wird der schwarze Toner 7a angezogen und dann an den zweiten
belichteten Teil E2, der auf der Oberfläche der Trommel 1
erzeugt wird, angehaftet. Bei der zweiten
Entwicklerflüssigkeit 72 haben die schwarzen Tonerteilchen vorzugsweise
durchschnittlich einen Durchmesser von 14 um und eine
elektrische Ladung von 9 bis 14 uC/g und bevorzugter von 11
uC/g. Ein Durchmesser des Trägers 7b ist etwa 40 um.
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Nach der zweiten Entwicklung ermöglicht die
Vorübertragungs-Löschlampe 8, die eine Belichtungsenergiedichte von 25
uJ/cm² hat, daß das Oberflächenpotential des unbelichteten
Bereichs E0 nahezu "0" werden kann, wie in Fig. 2G gezeigt
ist. Die positive Ladung der roten und schwarzen Bilder
verbleibt auf der Oberfläche der Trommel 1. Das Potential Vr8
des roten Bildes ist etwa 350 V und das Potential Vb8 des
schwarzen Bildes ist etwa 240 V. Die roten und schwarzen
Bilder werden durch die Übertragungseinheit 10 auf die
Papierbahn 9 übertragen. Die Übertragungseinheit 10 ist ein
Korona-Lader, der mit einer negativen Korona-Spannung von
etwa -6 kV versorgt wird.
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Die Oberfläche der photoleitfähigen Trommel 1 wird
durch den Reiniger 12 gereinigt und dann schließlich durch
die Hauptlöschlampe 13 entladen, deren Wellenlänge 400 bis
800 nm und deren Belichtungsenergiedichte 5 uJ/cm² beträgt.
Das Oberflächenpotential der photoleitfähigen Trommel 1 wird
gleichförmig 0 V, wie in Fig. 2H gezeigt ist.
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Das Oberflächenpotential V&sub1;&sub7; des ersten belichteten
Bereichs E1 während der zweiten Entwicklung (Fig. 2F)
beeinflußt stark die Qualität des ersten Tonerbildes, d. h. des
roten Tonerbildes, in bezug auf die Vorspannung VB2 des
zweiten Entwicklerzylinders 74. Im Fall, daß das
Oberflächenpotential V&sub1;&sub7; kleiner als 120 V ist, haftet der rote
Toner 4a stark am ersten belichteten Bereich E1 der
Oberfläche der photoleitfähigen Trommel 1, so daß der rote Toner
4a kaum durch die zweite magnetische Bürste, die vom zweiten
Entwicklerzylinder 74 der zweiten Entwicklereinheit 7
erzeugt wird, abgekratzt wird. In diesem Fall wird jedoch der
schwarze Toner 7a leicht am ersten belichteten Bereich E1
haften, so daß das rote Tonerbild mit dem schwarzen Toner 7a
gemischt wird, da die Potentialdifferenz zwischen der
zweiten Vorspannung VB2 und dem Oberflächenpotential V&sub1;&sub7; relativ
groß ist. Im Gegensatz dazu, wenn die Oberflächenspannung
V&sub1;&sub7; höher als etwa 190 V ist, haftet der schwarze Toner 7a
nicht am ersten belichteten Bereich E1, so daß er nicht mit
dem roten Tonerbild gemischt wird. Dagegen haftet der rote
Toner 4a schwach am ersten belichteten Bereich E1, mit dem
Ergebnis, daß der rote Toner leicht von der Oberfläche der
Trommel 1 durch die zweite magnetische Bürste der zweiten
Entwicklereinheit 7 abgekratzt wird und das rote Tonerbild
zerstört wird.
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Fig. 3 zeigt die Beziehungen zwischen dem
Oberflächenpotential V&sub1;&sub7; des ersten belichteten Bereichs E1, die Menge
des mit dem roten Tonerbild gemischten schwarzen Toners 7a
und die Menge des roten Toners, die durch die zweite
magnetische Bürste der zweiten Entwicklereinheit 7 abgekratzt
wird, wenn die Vorspannung VB2 250 V beträgt. In der
Zeichnung stellt eine durchgezogene Linie mehrere schwarze
Tonerteilchen 7a dar, die innerhalb eines Bereichs von 0.2 mm · 1
cm an das rote Tonerbild haften. Eine gestrichelte Linie
stellt die Verringerung einer Dicke einer roten
Tonerbildlinie dar, die durch die zweite magnetische Bürste der
zweiten Entwicklereinheit 7 abgekratzt wird; diese Linie wird
durch die erste Entwicklereinheit 4 auf eine Dicke von 200
um entwickelt. Wenn das Oberflächenpotential V&sub1;&sub7; höher als
120 V ist, ist die Menge schwarzen Toners 7a, die an das
rote Tonerbild haftet, weniger als 12 Stücke, was in der
Praxis zulässig ist. Wenn das Oberflächenpotential V&sub1;&sub7;
niedriger als 190 V ist, beträgt die Verringerung der roten
Tonerlinie weniger als 23 um, was in der Praxis zulässig ist.
Entsprechend liegt das Oberflächenpotential V&sub1;&sub7; bevorzugt im
Bereich von 120 V bis 190 V, und bevorzugter bei etwa 150 V,
wie bei der bevorzugten Ausführungsform beschrieben ist.
Somit wird der bevorzugte Bereich des Oberflächenpotential V&sub1;&sub7;
des ersten belichteten Bereichs E1 durch die Vorspannung VB2
dargestellt, die am zweiten Entwicklerzylinder 74 der
Entwicklereinheit 7 wie folgt angelegt wird:
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0,48 VB2 ≤ V&sub1;&sub7; ≤ 0,76 VB2
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Zusätzlich, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, kann der in der
Praxis verfügbare Wert des Oberflächenpotentials V&sub1;&sub7; im
Bereich von 0,4 VB2 ≤ V&sub1;&sub7; ≤ 0,8 VB2 liegen.
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Das Oberflächenpotential V&sub1;&sub7; ist bezüglich der Korona-
Spannung, die am zweiten Korona-Lader 5 angelegt wird, der
Entfernung des zweiten Laders 5 zur zweiten
Entwicklereinheit 7 und der Dunkelschwächungsgeschwindigkeit im ersten
belichteten Bereich E1 der photoleitfähigen
Trommeloberfläche einstellbar. Die Dunkelschwächungsgeschwindigkeit ist
zum Beispiel bezüglich der Wellenlänge und der
Belichtungsenergiedichte des ersten Laserstrahls 3a veränderbar. Bei
der bevorzugten Ausführungsform hat der erste Laserstrahl 3a
eine Wellenlänge von 780 nm und eine
Belichtungsenergiedichte von 1,5 uJ/cm² und die
Dunkelschwächungsgeschwindigkeit wird als exp. -t/τ&sub0; (τ&sub0; = 5.5 sec) dargestellt. Die
Korona-Spannung des zweiten Korona-Laders 5 beträgt 6 kV, so
daß das Oberflächenpotential V&sub1;&sub5; des ersten belichteten
Bereichs E1 nach dem zweiten Aufladen 180 V beträgt. Die
Entfernung des zweiten Laders 5 zur zweiten Entwicklereinheit 7
beträgt etwa 176 mm, so daß die Oberfläche der Trommel 1
durch die zweite Entwicklereinheit 7 entwickelt wird,
nachdem seit dem Aufladen mit dem zweiten Lader 5 eine Sekunde
vergangen ist (da die Umfangsgeschwindigkeit der Trommel l
176 mm/sec beträgt). Entsprechend beträgt das
Oberflächenpotential V&sub1;&sub7; bei der zweiten Entwicklereinheit 7 etwa 150 V.
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Wenn gewünscht wird, daß das Oberflächenpotential V&sub1;&sub7;
einen höheren Wert annimmt, kann die Korona-Spannung des
zweiten Korona-Laders 5 erhöht werden oder die
Dunkelschwächungsgeschwindigkeit im ersten belichteten Bereich E1
kann zum Beispiel durch Änderung der Wellenlänge und der
Belichtungsenergiedichte des ersten Laserstrahls 3a verringert
werden.
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Fig. 4 zeigt die Dunkelschwächungsgeschwindigkeit des
Oberflächenpotentials im ersten belichteten Bereich E1 nach
dem zweiten Aufladen. Linie I stellt die Schwächung dar,
wenn der erste belichtete Bereich E1 durch einen ersten
Laserstrahl, dessen Wellenlänge 780 nm ist, belichtet worden
ist, und Linie II stellt die Schwächung dar, wenn der
Bereich E1 durch einen-ersten Laserstrahl, dessen Wellenlänge
550 nm ist, belichtet worden ist. Deren
Belichtungsenergiedichten sind gleich groß, d. h. 1,5 uJ/cm². Wie aus der
Zeichnung ersichtlich ist, wird die Dunkelschwächung des
Potentials im Bereich E1 geringer, wenn die Wellenlänge des
ersten Laserstrahls kürzer wird. Entsprechend besteht ein
Weg zur Erhöhung, des Oberflächenpotentials V&sub1;&sub7; des ersten
belichteten Bereichs E1 während der zweiten Entwicklung
darin, die Wellenlänge des ersten Laserstrahls 3a zu
verkürzen.
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Fig. 5 zeigt ebenfalls die Dunkelschwächung des
Oberflächenpotentials im ersten belichteten Bereich E1 nach dem
zweiten Aufladen, wenn die Belichtungsenergiedichte des
ersten Laserstrahls verändert wird. Die Linien I, II und III
stellen die Schwächung des Oberflächenpotentials im Bereich
E1 dar, der durch einen ersten Laserstrahl belichtet worden
ist, dessen Belichtungsenergiedichte jeweils 5 uJ/cm², 1,5
uJ/cm² bzw. 0,5 J/cm2 eträgt. eren Wellenlängen sind
gleich groß, d. h. 780 nm. Die Dunkelschwächung des
Potentials im Bereich E1 wird geringer, wenn die
Belichtungsenergiedichte des ersten Laserstrahls kleiner wird. Entsprechend
kann das Oberflächenpotential V&sub1;&sub7; des ersten belichteten
Bereichs E1 während der zweiten Entwicklung auch durch die
Belichtungsstärke des ersten Laserstrahls eingestellt werden.
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Bei der bevorzugten Ausführungsform sind die Farben der
Toner in der ersten und zweiten Entwicklereinheit 4 und 7
rot und schwarz. Jedoch kann, wie beansprucht, irgendeine
andere Farbe bei der Vorrichtung der vorliegenden Erfindung
verwendet werden.