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GEBIET DER ERFINDUNG
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Diese Erfindung betrifft Pyridin-Derivate
oder 1,2,3,4-Tetrahydropyridin-Derivate, dargestellt durch die allgemeinen
Formeln (I) und (II) oder deren Salze, die auf das zentrale Nervensystem
wirken und als psychotrope Arzneimittel mit angstlösenden Wirkungen
und lernverbessernden Wirkungen nützlich sind.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Es ist bekannt, daß β-Carbolin-3-carbonsäure-Derivate,
die durch die folgende allgemeine Formel
gezeigt sind, als psychotische
Medikamente mit einer sedierenden Wirkung nützlich sind (US-Patent 4 371 536).
Ebenso ist bekannt, daß 1,2,3,4-Tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3c)pyridin-Derivate,
die durch die folgende allgemeine Formel

gezeigt sind, als ein sedierendes
und blutdrucksenkendes Arzneimittel nützlich sind (US-Patent 3 651
068). Darüber
hinaus sind Verfahren zur Synthese von 1,2,3,4-Tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]pyridin
und dessen Derivate, ebenso wie die biochemischen Aktivitäten dieser
Verbindungen beschrieben in Arch. der Pharm., 309, 279 (1976) und
Journal of Pharmacology and Experimental Therapeutics, 235(3), 696-708 (1985). Zusätzlich wird
auf die Patentschriften EP-A-0
030 254, GB-A-1 210 106, EP-A-O 094 271, EP-A-O 003 920 und JP-A-61.236779
Bezug genommen, die andere Benzoheterocyclopyridin-Derivate beschreiben.
Es bestand jedoch nach wie vor eine Notwendigkeit für weitere
Benzoheterocyclopyridin-Derivate, die weitere Möglichkeiten für eine Anwendung
im medizinischen und therapeutischen Bereich eröffnen. Jedoch waren Pyridin-Derivate oder
1,2,3,4-Tetrahydropyridin-Derivate der folgenden Erfindung, dargestellt
durch die allgemeinen Formeln (I) und (II), bis jetzt nicht bekannt
und ebenso waren deren medizinische Wirkungen nicht bekannt.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die vorliegenden Erfinder haben ausgiebig
die Pyridin-Derivate und 1,2,3,4-Tetrahydropyridin-Derivate mit
den allgemeinen Formeln (I) bzw. (II) erforscht. Dementsprechend
ist es eine Aufgabe dieser Erfindung, neue Pyridin-Derivate und
1,2,3,4-Tetrahydropyridin-Derivate zur Verfügung zu stellen, die als Medikamente mit
einer angstlösenden
Wirkung und einer lernverbessernden Wirkung nützlich sind, und durch die
folgenden allgemeinen Formeln (I) und (II) oder deren Salze dargestellt
werden:
wobei A ein Schwefel- oder
ein Sauerstoffatom ist,
R
1 eine
Methoxy-,
eine Ethoxy-, eine Propyloxy-, eine Hexyloxyoder eine Benzyloxygruppe
ist;
eine Aminogruppe ist, und ein Wasserstoffatom, das an
das Stickstoffatom dieser Gruppe gebunden ist, substituiert sein
kann, wobei der Substituent eine C
1-6-Alkylgruppe
ist, und ein Wasserstoffatom, das an ein Kohlenstoffatom hiervon
gebunden ist, mit einer Aminogruppe, einer Carboxylgruppe oder einer
Estergruppe substituiert sein kann;
eine Hydrazinogruppe;
oder
eine
6- oder 7-gliedrige heterocyclische Gruppe mit mindestens einem
Stickstoffatom, das mit einer C
1-6-Alkylgruppe,
einer Phenylgruppe oder einer 5- bis 7-gliedrigen heterocyclischen
Gruppe mit einem Stickstoffatom substituiert sein kann;
mit
der Maßgabe,
daß in
Formel (I) R
1 keine Alkoxygruppe ist;
R
2 und R
3 ein Halogenatom,
eine Alkylgruppe, eine Arylgruppe, eine Alkenylgruppe, eine Acylgruppe
oder eine Arylcarbonylgruppe, die 1 bis 20 Kohlenstoffatome besitzen,
und mit einem Halogenatom, einer Aminogruppe, einer Nitrogruppe,
einer Alkoxygruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder einer Phenylgruppe
substituiert sein können;
und m und n ganze Zahlen von 0 bis 4 sind, mit der Maßgabe, daß, falls
m gleich 2 oder größer ist, die
besagten Reste R
2 identisch oder verschieden
sein können,
und daß,
falls n gleich 2 oder größer ist,
die besagten Reste R
3 identisch oder verschieden
sein können.
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GENAUE BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Diese Erfindung betrifft Pyridin-Derivate
und 1,2,3,4-Tetrahydropyridin-Derivate, die durch die allgemeinen
Formeln (I) und (II) dargestellt sind, oder deren Salze:
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sIn den Formeln (I) und (II) ist
A ein Schwefelatom oder ein Sauerstoffatom.
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R1 ist eine
Methoxy-, eine Ethoxy-, eine Propyloxy-, eine Hexyloxy- oder eine
Benzyloxygruppe;
eine Aminogruppe, und ein Wasserstoffatom,
das an das Stickstoffatom dieser Gruppe gebunden ist, kann substituiert
sein, wobei der Substituent eine C1-6-Alkylgruppe
ist, und ein Wasserstoffatom, das an das Kohlenstoffatom hiervon
gebunden ist, kann durch eine Aminogruppe, eine Carboxylgruppe oder
eine Estergruppe substituiert sein;
eine Hydrazingruppe; oder
eine
6- oder 7-gliedrige heterocyclische Gruppe mit mindestens einem
Stickstoffatom, das durch eine C1_6-Alkylgruppe, eine Phenylgruppe oder eine
5- bis 7-gliedrige heterocyclische Gruppe mit einem Stickstoffatom substituiert
sein kann;
mit der Maßgabe,
daß in
Formel (I) R1 keine Alkoxygruppe ist;
R2 und R3 sind ein
Halogenatom, eine Alkylgruppe, eine Arylgruppe, eine Alkenylgruppe,
eine Acylgruppe oder eine Arylcarbonylgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen,
und können
mit einem Halogenatom, einer Aminogruppe, einer Nitrogruppe, einer
Alkoxygruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder einer Phenylgruppe
substituiert sein; und m und n sind ganze Zahlen von 0 bis 4, mit
der Maßgabe,
daß, falls
m gleich 2 oder größer ist, die
besagten Reste R2 identisch oder verschieden
sein können,
und daß,
falls n gleich 2 oder größer ist,
die besagten Reste R3 identisch oder verschieden
sein können.
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Beispiele für R1 sind
eine 2-Aminoethylaminogruppe, eine 3-Aminopropylaminogruppe, eine Methylaminogruppe,
eine Ethylaminogruppe, eine Propylaminogruppe, eine Hexylaminogruppe,
eine 4-Aminobuttersäuregruppe,
eine 4-Aminobuttersäureethylestergruppe,
eine Piperazinylgruppe, eine 2,6-Dimethylpiperidinylgruppe, eine
Piperazingruppe, eine 3-Methylpiperazingruppe, eine 4-Methylpiperazingruppe,
eine Hexahydro-1H-1,4-diazepingruppe, eine Hexahydro-lH-4-methyldiazepingruppe
und eine Morpholinylgruppe.
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R2 und R3 sind ein Halogenatom, eine Alkylgruppe,
eine Arylgruppe, eine Alkenylgruppe, eine Acylgruppe oder eine Arylcarbonylgruppe,
von denen jede der besagten Gruppen gegebenenfalls substituiert
ist. Die Gesamtzahl der Kohlenstoffatome dieser Gruppen beträgt 1 bis
20, und ein Wasserstoffatom, das an ein Kohlenstoffatom in einer
dieser Gruppen gebunden ist, kann durch eine andere Gruppe substituiert
sein, falls erwünscht.
Beispiele für
R2 und R3 sind ein
Chloratom, eine Methylgruppe, eine Phenylgruppe, eine Allylgruppe,
eine 2-Chlorbenzoylgruppe, eine 4-Methoxybenzylgruppe, eine Benzylgruppe,
eine 4-Nitrobenzylgruppe, eine Acetylgruppe und dergleichen.
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Beispiele für Pyridin-Derivate und 1,2,3,4-Tetrahydropyridin-Derivate
dieser Erfindung sind nachfolgend gegeben:
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- (1) 1,2,3,4-Tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester
- (2) 1,2,3,4-Tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-methylester
- (3) 1,2,3,4-Tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-propylester
- (4) 1,2,3,4-Tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-hexylester
- (5) 1,2,3,4-Tetrahydro-benzo[b]furano[2,3-c]-furano-3-carbonsäure-ethylester
- (6) 1,2,3,4-Tetrahydro-benzo[b]furano[2,3-c)-furano-3-carbonsäure-propylester
- (7) 2-(2-Chlorbenzoyl)-1,2,3,4-tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester
- (8) 2-Acetyl-1,2,3,4-tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonsäure-ethylester
- (9) 2-(4-Methoxybenzoyl)- 1,2,3,4-tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester
- (10) 2-(4-Aminobutyroyl)- 1,2,3,4-tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c)-pyridin-3-carbonsäure-ethylester
- (11) 2-(4-Methoxybenzyl)- 1,2,3,4-tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester
- (12) 2-Methyl-1,2,3,4-tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonsäure-ethylester
- (13) 2-Allyl-1,2,3,4-tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonsäure-ethylester
- (14) 2-Benzyl-1,2,3,4-tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonsäure-ethylester
- (15) 2-(4-Nitrobenzyl)-1,2,3,4-tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester
- (16) 1,2,3,4-Tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-benzylester
- (17) 1-Methyl-1,2,3,4-tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonsäure-ethylester
- (18) 4-Methyl-1,2,3,4-tetrahydro-benzo[b)thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonsäure-ethylester
- (19) 6-Chlor-1,2,3,4-tetrahydro-benzo[b)thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonsäure-ethylester
- (20) Hexahydro-1-(1,2,3,4-tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c)pyridin-3-carbonyl)-1H-1,4-diazepin
- (21) N-(2-Aminoethyl)-1,2,3,4-tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbamid
- (22) Hexahydro-1-(4-methyl-1,2,3,4-tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonyl)-1H-1,4-diazepin
- (23) Hexahydro-1-(1-phenyl-1,2,3,4-tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonyl)-1H-1,4-diazepin
- (24) Hexahydro-l-(6-chlor-1,2,3,4-tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonyl)-1H-1,4-diazepin
- (25) N-Methyl-1,2,3,4-tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid
- (26) N-Ethyl-1,2,3,4-tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid
- (27) 4-(1,2,3,4-Tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonyl)-morpholin
- (28) N-(4-Morpholino)-1,2,3,4-tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbamid
- (29) 1-(1,2,3,4-Tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonyl)-4-pyrimidinyl-piperazin
- (30) 4-(1,2,3,4-Tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carboamin)buttersäure-ethylester
- (31) 4-(1,2,3,4-Tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carboamino)buttersäure
- (32) 4-(2-Methyl-1,2,3,4-tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonyl)-morpholin
- (33) 1-(Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonyl)-piperidin
- (34) 1-(Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonyl)-2,6-dimethylpiperidin
- (35) 4-(Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonyl)-morpholin
- (36) Hexahydro-l-(benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonyl)-1H-1,4-diazepin
- (37) 1-(Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonyl)-piperazin
- (38) 1-(Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonyl)-3-methylpiperazin
- (39) 1-(Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonyl)-4-methylpiperazin
- (40) Hexahydro-1-(benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonyl)-1H-4-methyldiazepin
- (41) N-(2-Aminoethyl)-benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin--carbamid
- (42) N-(3-Aminopropyl)-benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid
- (43) N-(2-Aminoethyl)-4-methylbenzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid
- (44) N-(2-Aminoethyl)-6-chlorbenzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid
- (45) N-(2-Aminoethyl)-benzo[b]furano[2,3-c]pyridin-3-carbamid
- (46) N-(2-Aminoethyl)-1-phenyl-benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid
- (47) Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid
- (48) Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbohydrazid
- (49) N-(2-Dimethylaminoethyl)-benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid
- (50) N-Methyl-benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid
- (51) N-Ethyl-benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid
- (52) N-Propyl-benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid
- (53) N-Hexyl-benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid
- (54) 4-Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carboamino)buttersäure-ethylester
- (55) 4-Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carboamino)buttersäure.
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Die vorstehend beschriebenen Pyridinderivate
dieser Erfindung, dargestellt durch die allgemeine Formel (I) können durch
die folgenden Syntheseverfahren erhalten werden.
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1) Verfahren 1:
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In den obigen Formeln (III) bis (VIII)
besitzen A, R1, R2,
R3, m und n dieselbe Bedeutung wie vorstehend für die Formeln
(I) und (II) beschrieben; R4 und R'4 stellen
jeweils ein Wasserstoffatom oder eine Gruppe, dargestellt durch
den besagten Rest R2, dar; und X1 ist eine Gruppe, die zu einer Säure wird
durch Vereinigung mit einem Wasserstoffatom, beispielsweise ein
Halogenatom, eine Methansulfonylgruppe, eine 4,6-Dimethylpyridinylmercaptogruppe,
und dergleichen), oder eine Gruppe, die als Abgangsgruppe sehr gut
geeignet ist.
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Ein Verfahren zur Gewinnung der Verbindung
(IV) aus der Verbindung (III) ist beschrieben von H. R. Snyder und
Donal S. Matterson in Journal of American Chemical Society, 79,
2217 (1957).
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Ein geeignetes Lösungsmittel, das in dem Verfahren
zur Synthese der Verbindung (IV) aus der Verbindung (III) eingesetzt
wird, ist ein gemischtes Lösungsmittel
aus einem polaren Lösungsmittel,
wie zum Beispiel Essigsäure,
Dimethylformamid, und dergleichen, und einem nicht-polaren Lösungsmittel,
wie zum Beispiel Benzol, Toluol und dergleichen. In diesem Fall
ist es vorzuziehen, daß eine
Benzollösung
eines Alkylidenisopropylamins tropfenweise zu einer Lösung der
Verbindung (III), die in Essigsäure
gelöst
ist, hinzugegeben wird. Das Alkylidenisopropylamin wird in einer
Menge von 1 bis 3 Äquivalenten
eingesetzt, und vorzugsweise von 1,1 bis 1,5 Äquivalenten. Ebenso anstelle
des Alkylidenisopropylamins kann ein Alkyliden-tert.-Butylamin oder
dergleichen eingesetzt werden. Als ein Katalysator für die Reaktion
kann Salzsäure,
Schwefelsäure
und dergleichen zugegeben werden. Die Reaktion wird bei einer Temperatur
von –20°C bis 50°C ausgeführt, und vorzugsweise
von 0°C
bis 10°C.
Die Reaktion ist im allgemeinen nach 10 bis 70 Stunden vollständig abgelaufen.
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Ein Verfahren zur Gewinnung der Verbindung
(V) und der Verbindung (VI) aus der Verbindung (IV) ist beschrieben
von D. A. Little und D. I. Wesblat in Journal of American Chemical
Society, 69, 2118 (1947).
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Ein geeignetes Lösungsmittel, das in dem Verfahren
zur Synthese der Verbindung (V) aus der Verbindung (IV) eingesetzt
wird, ist Xylol, Toluol, und dergleichen, und ist vorzugs weise Xylol.
Die Reaktionstemperatur beträgt
50°C bis
150°C, und
vorzugsweise 90°C
bis 100°C.
Die Reaktion ist im allgemeinen nach 1 bis 12 Stunden vollständig abgelaufen.
Ein Alkyl-nitroacetat wird in einer Menge von 1 bis 3 Äquivalenten
eingesetzt.
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Ein geeignetes Lösungsmittel, das in dem Verfahren
zur Synthese der Verbindung (VI) aus Verbindung (V) eingesetzt wird,
ist vorzugsweise ein gemischtes Lösungsmittel aus einem polaren
Lösungsmittel,
wie zum Beispiel Methanol, Ethanol, und dergleichen, und Wasser.
Die Reaktionstemperatur beträgt
10°C bis
120°C, und
vorzugsweise 60°C
bis 80°C.
Die Reaktion ist im allgemeinen nach 10–120 Minuten voll-ständig abgelaufen.
Eisenpulver wird in einer Menge von 1 bis 10 Äquivalenten eingesetzt, und
Chlorwasserstoff wird in einer Menge von 1 bis 20 Äquivalenten
eingesetzt. Ebenso kann anstelle von Eisenpulver ein Metall, wie
zum Beispiel Zink oder dergleichen, eingesetzt werden, oder die
Reduktion durch Wasserstoff kann in Gegenwart eines Katalysators,
wie zum Beispiel Raney-Nickel, Palladium-Aktivkohle, und dergleichen,
ausgeführt
werden.
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Ein Verfahren zur Synthese der Verbindungen
(VII) und (VIII) aus Verbindung (VI) ist beschrieben von Gerhard
Wolf und Felix Zymalkowski in Arch. Pharm., 309, 279 (1976).
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Ein geeignetes Lösungsmittel, das in dem Verfahren
zur Synthese der Verbindung (VII) aus Verbindung (VI) eingesetzt
wird, ist ein organisches Lösungsmittel,
wie zum Beispiel Ethanol, Benzol und dergleichen. Die Reaktionstemperatur
beträgt
50°C bis
150°C, und
die Reaktion ist im allgemeinen nach 1 bis 12 Stunden vollständig abgelaufen.
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Ein geeignetes Lösungsmittel, das in dem Verfahren
zur Synthese der Verbindung (VIII) aus Verbindung (VII) eingesetzt
wird, ist Methanol, Ethanol, Wasser und dergleichen, und ist vorzugsweise
Wasser. Die Reaktionstemperatur beträgt 50°C bis 120°C, und die Reaktion ist im allgemeinen
nach 10 Minuten bis 2 Stunden vollständig abgelaufen. Als Reaktionskatalysator
wird eine Säure,
wie zum Beispiel Salzsäure,
Schwefelsäure,
p-Toluolsulfonsäure
und dergleichen in einer Menge von 10 bis 100 Äquivalenten eingesetzt.
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Ein geeignetes Verfahren zur Gewinnung
der Verbindung (I) aus Verbindung (VIII), (ohne jedoch die vorliegenden
neuen Verbindungen zu offenbaren), ist von Michael Cainet et al
in Journal of Medical Chemistry, 25, 1081 (1982) beschrieben.
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Ein geeignetes Lösungsmittel, das in dem Verfahren
zur Synthese der Verbindung (I) aus Verbindung (VIII) eingesetzt
wird, ist ein organisches Lösungsmittel,
wie zum Beispiel Benzol, Touol, Xylol, Dioxan, Tetrahydrofuran und
dergleichen. Elementarer Schwefel wird in einer Menge von 1 bis
30 Äquivalenten
eingesetzt, vorzugsweise von 15 bis 25 Äquivalenten. Die Reaktionstemperatur
beträgt
50°C bis
150°C, und
vorzugsweise 100°C
bis 120°C.
Die Reaktion ist im allgemeinen nach 1 bis 7 Tagen vollständig abgelaufen.
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Ebenso kann in anderen ähnlichen
Syntheseverfahren, Dichlordicyanobenzochinon, Chloranisol, Tetraessigsäuresalze,
Palladiumschwarz, oder Palladium-Aktivkohle eingesetzt werden.
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2) Verfahren 2:
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Das folgende Verfahren kann unter
Verwendung des Materials der vorstehend genannten Formel (IV) als
ein Ausgangsmaterial verwendet werden.
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In den vorstehenden Formeln (IX)
bis (XVI) besitzen A, R1 R2,
R3, R4 und R'4 dieselbe
Bedeutung wie vorstehend in den Formeln (I) bis (VIII) beschrieben.
Darüber
hinaus ist R5 eine Alkylgruppe mit 1 bis
6 Kohlenstoffatomen, wie zum Beispiel eine Methylgruppe, eine Ethylgruppe
und dergleichen. R11 und R12 sind
jeweils ein Wasserstoffatom, eine unsubstituierte oder substituierte
Alkylgruppe, eine unsubstituierte oder substituierte Aminogruppe,
oder eine unsubstituierte oder substituierte 5- bis 7-gliedrige
heterocyclische Gruppe, die ein Stickstoffatom enthält, oder
R11 und R12 können zusammen
eine 6- bis 7-gliedrige heterocyclische Gruppe mit einem benachbarten
Stickstoffatom bilden. Boc ist eine tertiäre Butyloxycarbonylgruppe und
X1, X2 und X3 stellen jeweils eine Gruppe dar, die zu
einer Säure
wird in Verbindung mit einem Wasserstoffatom (wie zum Beispiel ein
Halogenatom, eine Methansulfonatgruppe, eine 4,6-Dimethylpyrimidinylmercaptogruppe,
und dergleichen), oder eine Gruppe, die als Abgangsgruppe sehr gut
geeignet ist.
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Ein Verfahren zur Gewinnung der Verbindungen
(IX) und (X) aus der Verbindung (IV) wird beschrieben von D. A.
Little und D. I. Wesblat in Journal of Americal Chemical Society,
69, 2118 (1997).
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Ein geeignetes Lösungsmittel, das in dem Verfahren
zur Synthese der Verbindung (IX) aus der Verbindung (IV) eingesetzt
wird, ist Xylol, Touol und dergleichen, und vorzugs weise Xylol.
Die Reaktionstemperatur beträgt
50°C bis
150°C, und
vorzugsweise 90°C
bis 100°C.
Die Reaktion ist im allgemeinen nach 1 bis 12 Stunden vollständig abgelaufen.
Ein Alkyl-nitroacetat wird in einer Menge von 1 bis 3 Äquivalenten
eingesetzt.
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Ein geeignetes Lösungsmittel, das in dem Verfahren
zur Synthese der Verbindung (X) aus der Verbindung (IX) eingesetzt
wird, ist vorzugsweise ein gemischtes Lösungsmittel aus einem polaren
Lösungsmittel, wie
zum Beispiel Methanol, Ethanol und dergleichen, und Wasser. Die
Reaktionstemperatur beträgt
10°C bis 120°C, und vorzugsweise
60°C bis
80°C. Die
Reaktion ist im allgemeinen nach 10 bis 120 Minuten vollständig abgelaufen.
Eisenpulver wird in einer Menge von 1 bis 10 Äquivalenten eingesetzt, und
Chlorwasserstoff wird in einer Menge von 1 bis 20 Äquivalenten
eingesetzt. Ebenso kann anstelle von Eisenpulver ein Metall, wie zum
Beispiel Zink und dergleichen, eingesetzt werden, und die Reduktion
durch Wasserstoff kann in Gegenwart eines Katalysators, wie zum
Beispiel Raney-Nickel, Palladium-Aktivkohle und dergleichen, ausgeführt werden.
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Ein Verfahren zur Synthese der Verbindung
(XI) und (XII) aus Verbindung (X) wird beschrieben von Gerhard Wolf
und Felix Zymalkowski in Arch. Pharm., 309, 279 (1976).
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Ein geeignetes Lösungsmittel, das in dem Verfahren
zur Synthese der Verbindung (XI) aus der Verbindung (X) eingesetzt
wird, ist ein organisches Lösungsmittel,
wie zum Beispiel Ethanol, Benzol und dergleichen. Die Reaktionstemperatur
beträgt
50°C bis
150°C, und
die Reaktion ist im allgemeinen nach 1 bis 12 Stunden vollständig abgelaufen.
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Ein geeignetes Lösungsmittel, das in dem Verfahren
zur Synthese der Verbindung (XII) aus der Verbindung (XI) eingesetzt
wird, ist Methanol, Ethanol, Wasser und dergleichen, und ist vorzugsweise
Wasser. Die Reaktionstemperatur beträgt 50°C bis 120°C. Die Reaktion ist im allgemeinen
nach 10 Minuten bis 2 Stunden vollständig abgelaufen. Ebenso wird
als Reaktionskatalysator Salzsäure,
Schwefelsäure,
p-Toluolsulfonsäure und
dergleichen in einer Menge von 10 bis 100 Äquivalenten eingesetzt.
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Ein Verfahren zur Gewinnung der Verbindung
(XI) aus Verbindung (XII) wird beschrieben von T. Nakagawa, L. Kuroiwa,
K. Narita und Y. Isowa in Bulletin of the Chemical Society of Japan,
46, 1269 (1973).
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Ein geeignetes Lösungsmittel, das in dem Verfahren
zur Synthese der Verbindung (XIII) aus Verbindung (XII) eingesetzt
wird, ist ein organisches Lösungsmittel,
wie zum Beispiel Chloroform, Methylenchlorid, Tetrahydrofuran, Dimethylformamid
und dergleichen. Die Reaktionstemperatur beträgt 0°C bis 100°C, und die Reaktion ist im allgemeinen
nach 1 bis 48 Stunden vollständig
abgelaufen. Zur Neutralisation von HX1 der
Verbindung (XII) wird ein tertiäres
Amin, wie zum Beispiel Triethylamin, N-Methylmorpholin und dergleichen
verwendet. Ebenso kann als ein Verfahren zur Einführung einer
tertiär-Butoxycarbonylgruppe
(Boc-Gruppe) ein tertiärbutoxycarbonylierendes
Mittel, wie zum Beispiel Boc-Azid und dergleichen, verwendet werden.
In alternativer Weise können
anstelle einer Boc-Gruppe andere Amino-Schutzgruppen, wie zum Beispiel
Benzyloxycarbonyl und dergleichen, verwendet werden.
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Ein Verfahren zur Gewinnung der Verbindung
(XIV) aus der Verbindung (XIII) ist beschrieben von E. Brand, B.
F. Erlan ger, H. Sacks und J. Polathick in Journal of American Chemical
Society, 73, 3510 (1951).
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Ein geeignetes Lösungsmittel, das in dem Verfahren
zur Synthese der Verbindung (XIV) aus Verbindung (XIII) eingesetzt
wird, ist ein Alkohol, wie zum Beispiel Methanol, Ethanol und dergleichen,
oder Wasser. Die Reaktionstemperatur beträgt 0°C bis 80°C und die Reaktion ist im allgemeinen
nach 1 bis 48 Stunden vollständig
abgelaufen. Natriumhydroxid wird in einer Menge von 1 bis 3 Äquivalenten
eingesetzt, und Kaliumhydroxid kann statt dessen verwendet werden.
Als Säure
zur Neutralisation des Alkali wird Zitronensäure oder Essigsäure verwendet.
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Ein Verfahren zur Gewinnung der Verbindung
(XV) aus Verbindung (XIV) ist beschrieben von G. W. Anderson, E.
Zimmermann und F. Callahan in Journal of American Chemical Society,
85 3039 (1963).
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Ein geeignetes Lösungsmittel, das in dem Verfahren
zur Synthese der Verbindung (XV) aus Verbindung (XIV) eingesetzt
wird, ist ein organisches Lösungsmittel,
wie zum Beispiel Chloroform, Methylenchlorid, Dioxan, Tetrahydrofuran,
Dimethylformamid und dergleichen. Die Reaktionstemperatur beträgt –20 ° bis 100°C. Die Reaktion
ist im allgemeinen nach 10 Minuten bis 48 Stunden vollständig abgelaufen.
Als ein Verfahren für
die Bildungsreaktion einer Amidbindung wird ein Aktivester-Verfahren
mittels N-Hydroxysuccinimid verwendet. N-Hydroxysuccinimid wird
im allgemeinen in einer Menge von 1 bis 3 Äquivalenten eingesetzt. Natriumhydroxid
wird in einer Menge von 1 bis 3 Äquivalenten
eingesetzt. Ebenso umfassen andere geeignete Verfahren ein Säurechlorid-Verfahren,
ein Dicyclohexylcarbodiimid-Verfahren, ein Verfahren mit einem gemischten
Säureanhydrid,
und dergleichen.
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Ein Verfahren zur Gewinnung der Verbindung
(XVI) aus (XV) wird beschrieben von G. W. Anderson und A. C. McGregor
in Journal of American Chemical Society, 79, 6180 (1957).
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Ein geeignetes Lösungsmittel, das in dem Verfahren
zur Synthese der Verbindung (XVI) aus Verbindung (XV) eingesetzt
wird, ist Ethylacetat oder Dioxan. Die Reaktionstemperatur beträgt –20°C bis 100°C. Die Reaktion
ist im allgemeinen nach 10 Minuten bis 5 Stunden vollständig abgelaufen.
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Chlorwasserstoffsäure wird in einer Menge von
1 bis 20 Äquivalenten
eingesetzt. Ebenso kann anstelle von Chlorwasserstoffsäure Trifluoressigsäure, Bromwasserstoff,
Fluorwasserstoff, Methansulfonsäure
und dergleichen verwendet werden.
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Ein Verfahren zur Gewinnung der Verbindung
(I) aus Verbindung (XVI), (ohne jedoch die neuen Verbindungen der
Formel (I) zu offenbaren), nimmt Bezug auf Michael Cain et al in
Journal of Medical Chemistry, 25, 1081 (1982).
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Ein geeignetes Lösungsmittel, das in dem Verfahren
zur Synthese der Verbindung (I) aus Verbindung (XVI) eingesetzt
wird, ist ein organisches Lösungsmittel,
wie zum Beispiel Benzol, Touol, Xylol, Dioxan, Tetrahydrofuran und
dergleichen. Elementarer Schwefel wird in einer Menge von 1 bis
30 Äquivalenten,
und vorzugsweise von 15 bis 25 Äquivalenten
eingesetzt. Die Reaktionstemperatur beträgt 50 bis 150°C, vorzugsweise
100 bis 120°C.
Die Reaktion ist im allgemeinen nach 1 bis 7 Tagen vollständig abgelaufen.
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Ebenso können in anderen geeigneten
Verfahren Dichlordicyanobenzochinon, Chloranisol, Bleitetraacetat,
Palladiumschwarz oder Palladium-Aktivkohle verwendet werden.
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Als Verfahren zur Gewinnung der Verbindung
(I) kann die Synthese anhand der folgenden Route ausgeführt werden,
ausgehend von der Verbindung der vorstehend erwähnten Formel (X):
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3) Verfahren 3:
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Ebenso wird in einem anderen geeigneten
Amidierungsverfahren das Amid direkt aus dem Ester gebildet.
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4) Verfahren 4:
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In diesem Fall kann ein Katalysator,
wie zum Beispiel Phenyllithium und dergleichen verwendet werden.
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Die vorstehend beschriebenen 1,2,3,4-Tetrahydropyridin-Derivate,
dargestellt durch die Formel (II), können mittels der folgenden
Syntheseverfahren aus den Verbindungen, dargestellt durch die vorstehend
erwähnte
Formel (VIII) erhalten werden.
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5) Verahren 5:
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wobei A, R1,
R2, R3, R4, R'4, X, und X, dieselbe Bedeutung haben wie
in den obigen verschiedenen Formeln beschrieben, und R"4 dieselbe
Bedeutung wie R'4 hat.
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Ein geeignetes Verfahren zur Gewinnung
der Verbindung (II) aus Verbindung (VIII), (ohne jedoch die neuen
Verbindungen der Formel (II) zu offenbaren), wird beschrieben von
B. Bortnick et al in Journal of American Chemical Society, 78, 4039
(1956).
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Ein geeignetes Lösungsmittel, das in dem Verfahren
zur Synthese der Verbindung (II) aus Verbindung (VIII) eingesetzt
wird, ist ein organisches Lösungsmittel,
wie zum Beispiel Chloroform, Ethanol und dergleichen, und ist vorzugsweise
Chloroform. Die Reaktionstemperatur beträgt 0°C bis 100°C, vorzugsweise 30 bis 60°C. Die Reaktion
ist im allgemeinen nach 1 bis 12 Stunden vollständig abgelaufen. Zur Neutralisation
von HX1 der Verbindung (XIII) wird ein tertiäres Amin,
wie zum Beispiel Triethylamin, N-Methylmorpholin, 1,8-Diazabicyclo[5,4,0]-7-undecen,
und dergleichen, verwendet.
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Ebenso kann die Synthese mittels
des folgenden Verfahrens ausgeführt
werden unter Verwendung der Verbindung der vorstehend erwähnten Formel
(XVI) als Ausgangsmaterial.
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6) verfahren 6:
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Ein geeignetes Lösungsmittel, das in dem Verfahren
zur Synthese der Verbindung (II) aus Verbindung (XVI) eingesetzt
wird, ist ein organisches Lösungsmittel,
wie zum Beispiel Chloroform, Dioxan, Ethanol, und dergleichen, und
ist vorzugsweise Chloroform. Die Reaktionstemperatur beträgt 0°C bis 150°C, vorzugsweise 30°C bis 60°C. Die Reaktion
ist im allgemeinen nach 1 bis 24 Stunden vollständig abgelaufen. Die allgemeine Formel
R"4X4 stellt Methylbromid, Acetylchlorid und
dergleichen dar, und wird üblicherweise
in einer Menge von 1 bis 3 Äquivalenten
eingesetzt. Zur Neutralisation von HX3 und
dem als Nebenprodukt entstehenden HX4 wird ein
tertiäres
Amin, wie zum Beispiel Triethylamin, N-Methylmorpholin, 1,8-Diazabicyclo-[5,4,0]-7-undecen
verwendet.
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Als ein Verfahren zur Gewinnung der
Verbindung (II) kann die Synthese anhand der folgenden Route durchgeführt werden,
ausgehend von der Verbindung der vorstehend erwähnten Formel (X):
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7) Verfahren 7:
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8) Verfahren 8:
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Ebenso kann in einem ähnlichen
Amidierungsverfahren das Amid direkt aus dem Ester gebildet werden.
In diesem Fall kann ein Katalysator, wie zum Beispiel Phenyllithium
und dergleichen verwendet werden:
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Ebenso können die vorstehend beschriebenen
Verbindungen, dargestellt durch die allgemeinen Formeln (I) und
(II) in ihre pharmazeutisch verträglichen Säure- oder Base-Additionssalze überführt werden.
Geeignete, pharmazeutisch verträgliche
Säure-Additionssalze
umfassen beispielsweise das Säure-Additionssalz mit
einer anorganischen Säure,
wie zum Beispiel einer Chlorwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure und
dergleichen, oder einer organischen Säure, wie zum Beispiel Essigsäure, p-Toluolsulfonsäure, Maleinsäure und
dergleichen. Ebenso umfassen geeignete Basen-Additionssalze die
Basenadditionssalze mit einer anorganischen Base, wie zum Beispiel
Natriumhydroxid, Calciumhydroxid und dergleichen, oder einer organischen
Base, wie zum Beispiel Ammoniak, Triethylamin und dergleichen.
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Die folgende Erfindung wird nachfolgend
in Einzelheiten anhand der folgenden konkreten Beispiele weiter
erklärt,
jedoch ist die Erfindung nicht auf diese Beispiele beschränkt.
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Beispiel 1
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1,2,3,4-Tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester
wurde nach dem folgenden Verfahren erhalten.
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In 150 ml Eisessig wurden 33,6 g
Benzo[b]thiophen aufgelöst,
und 50 ml einer Benzol-Lösung
von 19,6 g Methyliden isopropylamin wurden tropfenweise zu der Lösung unter
Eiskühlung
gegeben. Man läßt die Temperatur
auf Raumtemperatur ansteigen und rührt die Mischung 2 Tage lang,
die Reaktionsmischung wurde in 500 ml Wasser gegossen, und zweimal
mit 100 ml Ether gewaschen. Die so erhaltene wäßrige Schicht wurde auf pH
10,0 mit einer wäßrigen,
5 N Natriumhydroxid-Lösung
eingestellt, und vier mal mit 100 ml Ethylacetat extrahiert. Die
Ethylacetat-Schichten wurden gesammelt, mit einer wäßrigen,
gesättigten
Natriumchlorid-Lösung
gewaschen, mit Natriumsulfat getrocknet, dann unter vermindertem
Druck getrocknet, und das Produkt wurde einer Säulenchromatographie an Silicagel
unterzogen, um 30,8 g (Ausbeute: 60%) an Benzo(b]thiophen-3-ylmethyl)isopropylamin
zu ergeben.
| IR
(νmax, cm–1): | 3300,
2960, 2870, 1550, 1440 760, 740. |
| NMR
(δ, CDCl3): | 1,10(d,
J = 6 Hz, 6H) , 2,50–2,90
(m, 1H), 3,80 (s, 2H) , 7,20-7,50,
(m, 3H) , 7,60–7,90
(m, 2H). |
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In 50 ml trockenem Xylol wurden 10,97
g vom Benzo(b]thiophen-3-ylmethyl)isopropylamin und 13,3 g Nitroessigsäure-ethylester
gelöst,
und die Temperatur der Lösung
wurde unter Rühren
auf 100°C
gesteigert unter einem Strom von Stickstoffgas. Nach 5 Stunden wurden
unlösliche
Bestandteile abfiltriert, das Lösungsmittel
wurde unter vermindertem Druck von dem Filtrat abdestilliert, und
der Rückstand
wurde in 500 ml Ethylacetat aufgenommen. Die Lösung wurde dreimal mit 100
ml einer wäßrigen,
5%-igen Zitronensäure-Lösung, dreimal
mit 100 ml einer wäßrigen,
5%igen Natriumhydrogencarbonat-Lösung
gewaschen, und anschließend zweimal
mit 100 ml einer gesättigten,
wäßrigen Natriumchlorid-Lösung und
nach dem Trocknen mit Natriumsulfat, wurde das Ethylacetat unter
vermindertem Druck von der Lösung
abdestilliert. Nach Entfernen überschüssigen Nitroessigsäure-ethylesters
mittels einer Vakuumpumpe wurde der Rückstand einer Säulenchromatographie
an Silicagel unterzogen, um 11,17 g (Ausbeute: 80 a) von 3-(Benzo[b]thiophen-3-yl)-2-nitropropionsäure-ethylester
zu ergeben.
| IR
(vmax, cm–1): | 2960,
2870, 1730, 1550, 1370, 1250, 760, 740. |
| NMR
(δ, CDCl3): | 1,
10 (t, J = 6 Hz, 3H), 3, 15 (dd, 2H), 3,50–3,80 (m, 1H), 4,00 (q, 2H),
7,10–7,50
(m, 3H), 7,50-7,90 (m, 2H). |
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Zu einer gemischten Lösung von
7,5 ml Wasser, 7,5 ml Ethanol und 10 ml einer 12 N Salzsäure wurden
3,5 g Eisenpulver und 2,79 g 3-(Benzo[b]thiophen-3-yl)-2-nitropropionsäureethylester
gegeben, und anschließend
wurde die Reaktion für
eine Stunde bei Raumtemperatur durchgeführt. Nach Abfiltrieren überschüssigen Eisenpulvers
wurde 200 ml Wasser zu dem Filtrat gegeben und nach Einstellen von
deren pH-Wert auf 9 bis 10 mit Natriumhydrogencarbonat, wurde die
Mischung dreimal mit 50 ml Chloroform extrahiert. Die Chloroformschicht
wurde zweimal mit 200 ml Wasser gewaschen, und anschließend zweimal
mit 100 ml einer gesättigten,
wäßrigen Natriumchlorid-Lösung, und
nach Trocknen mit Magnesiumsulfat, wurde das Chloroform unter vermindertem
Druck abdestilliert. Der Rückstand
wurde in Ethylacetat, 10 ml einer Lösung, bestehend aus 1 N Chlorwasserstoffsäure und
Ethylacetat, aufgenommen, und die so abgeschiedenen Kristalle wurden durch
Filtration gesammelt, um 1,14 g (Ausbeute: 40%) von 2-Amino-3-benzo[b]thiophen-3-yl)-2-propionsäureethylester
zu ergeben.
| IR
(νmax, cm–1) : | 3420,
3050, 2970, 1740,1570 1480, 1240, 760, 740. |
| NMR
(δ, CDCl3): | (freie
Verbindung): 1, 10 (t, J = 6 Hz,3H), 1, 50 (s, 2H) ,3,15 (dd, 2H),
3,50–3,80
(m,1H), 4,00(q, 2H), 7,10–7,50(m,
3H), 7,50–7,90
(m, 2H). |
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In einer gemischten Lösung von
200 ml Ethanol und 200 ml Wasser wurden 23,24 g 2-Amino-3-(benzo[b]thiophen-3-yl)propionsäureethylester·Hydrochlorid
und 10,2 ml Formalin gelöst,
und die Lösung
wurde unter Rühren
3 Stunden lang unter Rückfluß gekocht.
Die Reaktionsmischung wurde auf etwa die Hälfte ihres ursprünglichen
Volumens konzentriert, und nachdem deren pH-Wert mit Natriumhydrogencarbonat
auf 9 bis 10 eingestellt wurde, wurde die Mischung zweimal mit Chloroform
extrahiert. Die Chloroformschicht wurde dreimal mit 100 ml einer
gesättigten,
wäßrigen Natriumchlorid-Lösung gewaschen,
und nach dem Trocknen mit Magnesiumsulfat wurde das Chloroform unter
vermindertem Druck abdestilliert. Der Rückstand wurde aus einer Mischung
von Chloroform und Ether umkristallisiert, um 14,84 g (Ausbeute:
69 %) von 1,2,3,4-Tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester
zu ergeben.
| IR
(νmax, cm–1): | 2970,
2900, 1720, 1430, 1195, 760, 740. |
| NMR
(δ, CDCl3): | 1,
35(t, J = 5 Hz, 3H), 2, 25 (s, 2H), 3,10 (dd, 2H), 3,70–4,00 m,
1H), 4,30 (q, 2H), 7,30-8,00
(m, 4H). |
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Beispiel 2
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1,2,3,4-Tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-methylester
wurden nach dem folgenden Verfahren synthetisiert.
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Eine Mischung von 2,85 g 2-Amino-3-(benzo[b]thiophen-3-yl)propionsäure-ethylester·Hydrochlorid, wie
in Beispiel 1 hergestellt, und 400 ml Natriumhydroxid wurden in
20 ml 12 Stunden lang unter Rückflußkochen
gerührt.
Die wäßrige Schicht
wurde mit konzentrierter Chlorwasserstoffsäure auf pH 4,0 eingestellt. Nachdem
man die Mischung über
Nacht in einem Kühlschrank
stehenließ,
wurde 2-Amino-3-(benzo[b]thiophen-3-yl)-propionsäure durch
Filtrieren gesammelt, und unter vermindertem Druck getrocknet. 2,01
g (Ausbeute: 91%) wurden erhalten.
| IR
(vmax, cm–1): | 1590,
1420, 1020. |
| NMR
(δ, D20, (CH3Si) (CH2)-S03Na): | 3,00–4,00 (m,
3H), 7,20–8,00
(m, 5H). |
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Unter Bezugnahme auf die Beispiele
3.2, die auf Seite 66 von Peptide Gosei (Synthesis) von Gosei Kagaku
(Synthesis Chemistry) Series von Nobuo Isumiya, Tetsuo Kato, Motonori
Oono, und Toohiko Aoyagi, veröffentlicht
von Maruzen K. K., beschrieben sind, wurde die folgende Reaktion
ausgeführt.
-
Nach Kühlung von 640 ml getrocknetem
Methanol auf 0 °C
wurden 20,8 ml Thionylchlorid nach und nach hierzu zugegeben, und
die Mischung wurde 30 Minuten lang bei 0 °C geführt.
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Anschließend wurden 16,0 g 2-Amino-3-(benzo[b]thiophen-3-yl)-propionsäure zu der
Mischung bei 0 °C
gegeben, die erhaltene Mischung wurde 30 Minuten lang gerührt, und
nach weiterem Rühren
für 2 Tage
bei Raumtemperatur wurde das Methanol unter vermindertem Druck abdestilliert.
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Zum Rückstand wurden 300 ml Methylenchlorid
und 150 ml einer wäßrigen,
5%-igen Natriumhydrogencarbonatlösung
gegeben, gefolgt von der Extraktion. Die Methylenchloridschicht
wurde mit Magnesiumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel wurde unter vermindertem
Druck abdestilliert, um 15,8 g (Ausbeute: 93 %) 2-Amino-3-(benzo[b]-thiophen-3-yl)-propionsäure-methylester
zu ergeben.
| IR
(νmax, cm–1): | 2975,
1730, 1180. |
| NMR
(δ, CDCl3): | 3,0–3,37 (m,
3H) 4,07 (s, 3H), 7,17–8,00
(m, 5H). |
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Zu 50 ml Ethylacetat wurden 15,8
g 2-Amino-3-(benzo[b]thiophen-3-yl)-propionsäure-methylester gegeben und
nach weiterer Zugabe von 11,56 g p-Toluolsulfonsäure ließ man die Mischung über Nacht
bei Raumtemperatur stehen. Die so abgeschiedenen Kristalle wurden
durch Filtration gesammelt, um 24,90 g (Ausbeute: 91%) 2-Amino-3-(benzo[b]-thiophen-3-yl)-propionsäure-methylester
p-Toluolsulfonat zu ergeben.
| IR
(νmax, cm–1): | 3050,
2940, 1738, 1590, 1500. |
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Zu einer Mischung von 25 ml Wasser
und 25 ml Methanol wurden 4,074 g 2-Amino-3-(benzo[b]-thiophen-3-yl)-propionsäure-methylester
gegeben, und nach weiterer Zugabe von 1,3 ml einer 35%-igen Formalinlösung hierzu
wurde die Mischung unter Rühren
14 Stunden lang unter Rückfluß gekocht.
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Die Reaktionsmischung wurde auf die
Hälfte
ihres ursprünglichen
Volumens konzentriert, und anschließend ließ man sie über Nacht bei Raumtemperatur
stehen. Die so abgeschiedenen Kristalle wurden durch Filtration
gesammelt und getrocknet, um 3,934 g (Ausbeute: 93%) 1,2,3,4-Tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-methylester
zu ergeben. Darüber
hinaus wurden 30 ml Chloroform und 30 ml Wasser zu dem Produkt gegeben,
und nach Einstellen des pH-Wertes
der wäßrigen Schicht
auf 9,5 mit Natriumhydrogencarbonat wurde das darin befindliche
Produkt extrahiert. Die Chloroformschicht wird mit Natriumsulfat
getrocknet und das Lösungsmittel
unter vermindertem Druck abdestilliert, um 2,32 g 1,2,3,4-Tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-methylester
zu ergeben.
| IR
(νmax, cm–1): | 3300,
1730, 1460, 1435 |
| NMR
(δ, CDCl3): | 2,
18(bs,1H), 3,02 (m, 2H), 3, 85(m,4H), 4,23 (bs, 2H), 7,66 (m,4H). |
| Mass
(m/z): | 247(M+), 187, 160, 128, 115, 94 |
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Beispiel 3
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1,2,3,4-Tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-propylester
und 1,2,3,4-Tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-hexylester
wurden unter Verwendung von 2-Amino-3-(benzo[b]thiophen-3-yl)propionsäure synthetisiert,
indem derselben Vorschrift wie in Beispiel 2 gefolgt wurde, mit der
Ausnahme, daß 1000
ml getrocknetes Propanol oder 1000 ml getrocknetes Hexanol anstelle
von 640 ml getrocknetem Methanol eingesetzt wurden.
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Die Ergebnisse sind in Tabelle 1–1 und die
analytischen Ergebnisse sind in Tabelle 1-2 gezeigt.
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Beispiel 4
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1,2,3,4-Tetrahydro-benzo[b]furano[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester
und 1,2,3,4-Tetrahydro-benzo[b]furano[2;3-c]-pyridin-3-carbonsäure-propylester konnten synthetisiert
werden, indem denselben Vorschriften wie in Beispiel 1 bzw. Beispiel
2 gefolgt wurde, mit der Ausnahme, daß 29,5 g Benzo[b]furan anstelle
von 33,6 g Benzo[b]thiophen in den Ausgangsmaterialien eingesetzt
wurde.
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Die Ergebnisse sind in Tabelle 2-1
und die analytischen Ergebnisse in Tabelle 2-2 gezeigt.
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Beispiel 5
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2-(2-Chlorbenzoyl)-1,2,3,4-tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester
wurde nach dem folgenden Verfahren erhalten.
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Zu 30 ml Chloroform wurden 0,60 g
1,2,3,4-Tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester,
der in Beispiel synthetisiert wurde, 0,64 ml Triethylamin, und 523
mg 2-Chlorbenzoylchlorid gegeben, und die Mischung wurde eine Stunde
lang bei Raumtemperatur gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde mit 30 ml Wasser gewaschen, und anschließend mit
30 ml einer wäßrigen Natriumhydrogencarbonat-Lösung, die
einen pH von 9,0 besitzt, und ebenso mit 30 ml Wasser. Die Chloroformschicht
wurde mit Natriumsulfat getrocknet, und das Lösungsmittel wurde unter vermindertem
Druck abdestilliert, um 614 mg (Ausbeute: 67%) 2-(2-Chlorbenzoyl)-1,2,3,4-tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester
zu ergeben.
| IR
(νmax, cm–1): | 1712,1638,
1420, 1200, 1024 |
| NMR
(δ, CDCl3): | 1,
17(t,J = 6 Hz, 3H), 3, 52 (m, 2H), 4,11 (m, 3H), 4,50 (bs, 2H),
7,46(m, 8H). |
| Mass
(m/z): | 401,
399, 260, 196, 141, 139, 115, 111 |
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Beispiel 6
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2-Acetyl-1,2-3-4-tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester
und 2-(4-Methoxybenzoyl)-1,2,3,4-tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäureethylester
wurden synthetisiert unter Verwendung von 1,2,3,4-Tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester
als Ausgangsmaterial, indem derselben Vorschrift wie in Beispiel
5 gefolgt wurde, mit der Ausnahme, daß 324 mg Essigsäureanhydrid
bzw. 510 mg 4-Methoxybenzoylchlorid anstelle von 614 mg 2-Chlorbenzoylchlorid
in Beispiel 5 eingesetzt wurden.
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Die Ergebnisse sind in Tabelle 3-1
und die analytischen Ergebnisse sind in Tabelle 3-2 gezeigt.
-
-
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Beispiel 7
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2-(4-Aminobutyroyl)-1,2,3,4-tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester
wurden nach dem folgenden Verfahren erhalten.
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Zu 5 ml Dimethylformamid wurden 392
mg 1,2,3,9-Tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester
und 441 mg p-Methoxybenzyloxycarbonylamino-buttersäure gegeben,
und nach weiterer Zugabe von 269 mg Diethylcyanophosphat und 251 μl Triethylamin
hierzu wurde die Mischung 2 Stunden lang bei 50°C gerührt. Nach Beendigung der Reaktion
wurden 100 ml Ethylacetat zu der Reaktionsmischung gegeben und die
Mischung wurde dreimal mit 100 ml Wasser gewaschen. Die Ethylacetat-Schicht
wurde unter vermindertem Druck konzentriert und einer Säulenchromatographie
an Silicagel (Entwicklungs-Lösungsmittel: Chloroform
und Methanol 50 : 1) unterzogen, um 2-[4-(p-Methoxybenzoyl)oxycarbonyl-aminobutyroyl]- 1,2,3,4-tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester
zu ergeben. Anschließend
wurden 5 ml einer Mischung von 1 N Chlorwasserstoffsäure und
Ethylace tat zu dem Produkt gegeben, und die Mischung wurde für eine Stunde
bei 50 °C
gerührt,
und anschließend
gekühlt,
um 315 mg (Ausbeute: 54%) 2-(4-Aminobutyroyl)- 1,2,3,4-tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester·Hydrochlorid zu
ergeben.
| IR
(νmax, cm–1): | 1735,
1620, 1435, 1200, 1025 |
| NMR
(δ, CDCl3): | 1,
07(t, J = 6 Hz, 3H), 1,09 (m, 2H), 2,83(m, 4H), 3,37 (m, 1H), 4,03(m,
4H), 5,20 (m, 6H), 7,53(m, 6H) |
| Mass
(m/z): | 346,
329, 260, 188, 186, 160 |
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Beispiel 8
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2-(4-Methoxybenzyl)-1,2,3,4-tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester, 2-Methyl-1,2,3,4-tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester,
2-Allyl-1,2,3,4-tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester,
2-Benzyl-1,2,3,4-tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester
und 2-(4-Nitrobenzyl)-1,2,3,4-tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester
wurden synthetisiert unter Verwendung von 1,2,3,4-Tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester
als Ausgangsmaterial, indem derselben Vorschrift wie in Beispiel
5 gefolgt wurde, mit der Ausnahme, daß 468 mg 4-Methoxybenzylchlorid,
498 mg Methyliodid, 361 mg Allylbromid, 511 mg Benzylbromid und
646 mg 4-Nitrobenzylbromid jeweils anstelle von 614 2-Chlorbenzoylchlorid
in Beispiel 5 eingesetzt wurden.
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Die Ergebnisse sind in Tabelle 4-1
gezeigt und die analytischen Ergebnisse sind in Tabelle 4-2 gezeigt.
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Beispiel 9
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1,2,3,4-Tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-benzylester
konnte synthetisiert werden, indem derselben Vorschrift wie für die Synthese
von 1,2,3,4-tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester
in Beispiel 1 gefolgt wurde, mit der Ausnahme, daß 19,5 g
Nitroessigsäure-benzylester
anstelle von 13,3 g Nitroessigsäure-ethylester
eingesetzt wurden.
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Die Ergebnisse sind in Tabelle 5-1
gezeigt und die analytischen Ergebnisse sind in Tabelle 5-2 gezeigt.
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Beispiel 10
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1-Methyl-1,2,3,4-tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester
wurde synthetisiert, indem derselben Vorschrift wie für die Synthese
von 1,2,3,4-Tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester
in Beispiel 1 gefolgt wurde, mit der Ausnahme, daß 19,5 g
Acetaldehyd anstelle von 10,2 ml Formalin in Beispiel 1 eingesetzt
wurden.
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Die Ergebnisse sind in Tabelle 6-1
gezeigt und die analytischen Ergebnisse sind in Tabelle 6-2 gezeigt.
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Beispiel 11
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4-Methyl-1,2,3,4-tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester
wurde synthetisiert, indem derselben Vorschrift wie für die Synthese
von 1,2,3,4-Tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester
in Beispiel 1 gefolgt wurde, mit der Ausnahme, daß 23,7 g
Ethylidenisopropylamin anstelle von 19,6 g Methylidenisopropylamin
eingesetzt wurden.
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Die Ergebnisse sind in Tabelle 7-1
gezeigt, und die analytischen Ergebnisse sind in Tabelle 7-2 gezeigt.
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-
Beispiel 12
-
6-Chlor-1,2,3,4-tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester
wurde synthetisiert, indem derselben Vorschrift wie für die Synthese
von 1,2,3,4-Tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester
in Beispiel 1 gefolgt wurde, mit der Ausnahme, daß 42,3 g
5-Chlorbenzothiophen anstelle
von 33,6 g Benzothiophen in Beispiel 1 eingesetzt wurden.
-
Die Ergebnisse sind in Tabelle 8-1
gezeigt, und die analytischen Ergebnisse sind in Tabelle 8-2 gezeigt.
-
-
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Beispiel 13
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Hexahydro-l-(1,2,3,4-tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-carbonyl)-1H-1,4-diazepin-Hydrochlorid
wurde nach dem folgenden Verfahren erhalten.
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In 20 ml getrocknetem Chloroform
wurden 6 g 1,2,3,4-Tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-carbonsäure-ethylester,
der in Beispiel 1 synthetisiert wurde, und 6,63 g 2-(tert.-Butyloxycarbonylthio)-4,6-dimethylpyrimidin
gelöst,
und die Lösung
wurde 30 Minuten lang unter Rückfluß gekocht.
Nach Abdestillieren des Chloroforms unter vermindertem Druck wurde
der Rückstand
in 300 ml Ethylacetat aufgenommen, und die Lösung wurde dreimal mit 50 ml
einer wäßrigen,
5%-igen Natriumhydrogencarbonat-Lösung, zweimal mit einer wäßrigen,
5%-igen Zitronensäure-Lösung, und
dann zweimal mit einer gesättigten,
wäßrigen Natriumchlorid-Lösung gewaschen,
und dann mit Natriumsulfat getrocknet. Ethylacetat wurde unter vermindertem
Druck abdestilliert, und der Rückstand
wurde aus einer Mischung von Chloroform und Petrolether umkristallisiert,
um 6,18 g (Ausbeute: 76 %) 2-tert.-Butoxycarbonyl-1,2,3,4-tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure-ethylester
zu ergeben.
| IR
(νmax, cm–1): | 2970,1720,
1695, 1400,760, 740 |
| NMR
(δ, CDCl3): | 1,
10(t, J = 6Hz, 3H) , 1,50 (s, 9H), 3,40 (m, 2H) , 4, 05(q, J = 6Hz,
2H), 4,70 (d, J = 9 Hz, 2H), 5,10–5,50 (m, 1H), 7,10-7,70(m, 4H) |
-
In einem gemischten Lösungsmittel
von 30 ml Methanol und 20 ml Chloroform wurden 6 g 2-tert.-Butoxycarbonyl-1,2,3,4-tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäureethylester
gelöst,
und 4 ml einer wäßrigen Lösung von
5 N Natriumhydroxid wurden hierzu gegeben, und dann wurde die Lösung 5 Stunden lang
unter Rückfluß gekocht.
Die Lösungsmittel
wurden unter vermindertem Druck abdestilliert, und 300 ml einer
5%-igen Zitronensäure-Lösung und
300 ml Chloroform wurden zu dem Rückstand hinzugegeben. Die Chloroformschicht
wurde mit einer gesättigten,
wäßrigen Natriumchlorid-Lösung gewaschen
und anschließend
mit Natriumsulfat getrocknet. Nach Abdestillieren des Chloroforms
unter vermindertem Druck wurde der gebildete Rückstand aus einer Mischung
von Chloroform und Hexan umkristallisiert, um 4,15 g (Ausbeute: 75%)
2-tert.-Butoxycarbonyl-1,2,3,4-tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3-carbonsäure zu ergeben.
| IR
(νmax, cm–1): | 2970,
2860, 1700, 1695, 1400, 760, 740 |
| NMR
(δ, CDCl3): | 1,50
(s, 9H), 3,40 (s, 2H), 4,60 (d, J = 9 Hz, 2H), 5,10–5,50 (m,
1H), 7,10–7,70
(m, 4H). |
-
In 5 ml Dimethylformamid wurden 0,32
g 2-tert.-Butyloxycarbonyl-1,2,3,4-tetrahydro-benzo[b]thieno[2,3-c]-pyridin-3- carbonsäure und
0,2 g Hexahydro-lH-1,4-diazepin gelöst, und nach Zugabe von 3 ml
einer Dimethylformamid-Lösung
von 0,33 g Diphenylphosphorylazid hierzu wurde die Mischung über Nacht gerührt. Zur
Reaktionsmischung wurden 50 g Ethylacetat gegeben, und die Mischung
wurde zweimal mit einer wäßrigen,
5%-igen Natriumhydrogencarbonat-Lösung gewaschen, und dann zweimal
mit einer gesättigten
Natriumchlorid-Lösung,
und anschließend
mit Natriumsulfat getrocknet. Nach Abfiltrieren des Natriumsulfats
wurden 5 ml einer Mischung von 1 N Chlorwasserstoffsäure in Ethylacetat
zu dem Filtrat gegeben, und die Mischung wurde auf 50°C für eine Stunde
erhitzt. Nach Abdestillieren des Ethylacetats unter vermindertem
Druck wurde der gebildete Rückstand
in 30 ml Wasser aufgenommen, und die Lösung wurde dreimal mit 10 ml
Ethylether gewaschen. Die wäßrige Schicht
wurde mit einer wäßrigen Lösung von
5 N Natriumhydroxid auf pH 12 eingestellt, und nach Zugabe von 1
g Natriumchlorid hierzu wurde die Mischung dreimal mit Chloroform
extrahiert. Die Chloroformschicht wurde mit Magnesiumsulfat getrocknet
und dann der gebildete Rückstand
mittels Dünnschichtchromatographie
an Silicagel gereinigt (Lösungsmittel:
Ethylacetat und Methanol 10 : 1). Dann wurden 2 ml einer Mischung
1 N Chlorwasserstoffsäure
in Ethylacetat zu dem Produkt gegeben und die so abgeschiedenen
Kristalle wurden durch Filtration gesammelt, um 0,24 g (Ausbeute:
62%) Hexahydro-l-(1,2,3,4-tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonyl)-1H-1,4-diazepin Dihydrochlorid
zu ergeben (siehe Tabelle 9-1, Tabelle 10-1).
-
Indem man derselben Vorschrift wie
vorstehend folgt, wurden unter Verwendung von 0,32 g 2-tert.-Butylbutoxycarbonyl-1,2,3,4-tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonsäure und
Ethylendiamin als Ausgangsmaterialien 0,19 g (Ausbeute: 54 %) N-(2-Aminoethyl)-
1,2,3,4-tetrahydro benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid Dihydrochlorid
erhalten (siehe Tabelle 9-1, Tabelle 10-1).
-
Ebenso wurden, indem man derselben
Vorschrift wie oben folgt, unter Verwendung von Ethylidenisopropylamin
anstelle von Methylidenisopropylamin, 0,26 g (Ausbeute: 65%) Hexahydro-1-(4-methyl-1,2,3,4-tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonyl)-1H-1,4-diazepin
Dihydrochlorid erhalten (siehe Tabelle 9-1, Tabelle 10-1).
-
Ebenso wurden, indem man derselben
Vorschrift wie oben folgt, unter Verwendung von Benzaldehyd und
50 Äquivalenten
Chlorwasserstoff anstelle von Formalin, 0,33 g (Ausbeute: 71%) Hexahydro-1-(1-phenyl-1,2,3,4-tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonyl)-1H-1,4-diazepin
Dihydrochlorid erhalten (siehe Tabelle 9-1, Tabelle 10-1).
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Ebenso wurden, indem man derselben
Vorschrift wie oben folgt, unter Verwendung von 5-Chlorbenzo[b]thiophen
anstelle von Benzo[b]thiophen, 0,22 g (Ausbeute: 53%) Hexahydro-1-(6-chlor-1,2,3,4-tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonyl)-1H-1,4-diazepin
Dihydrochlorid erhalten (siehe Tabelle 9-1, Tabelle 10-1).
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Beispiel 14
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N-Methyl-1,2,3,4-tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid·Hydrochlorid
wurde nach dem folgenden Verfahren erhalten.
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In 5 ml Dimethylformamid wurden 0,32
g 2-tert.-Butoxycarbonyl-1,2,3,4-tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonsäure, 0,08
g Methylenamin·Hydrochlorid,
und 0,17 ml Triethylamin gelöst, und
nach tropfenweise Zugabe von 5 ml einer Dimethylformamidlösung von
0,33 g Diphenylphosphorylazid hierzu unter Eiskühlung sowie unter weiterer
tropfenweise Zugabe von 2 ml einer Dimethylformamid-Lösung von
0,17 ml von Triethylamin hierzu wurde die Mischung 2 Stunden lang
bei Raumtemperatur gerührt.
Zu dieser Reaktionsmischung wurden 50 ml Ethylacetat gegeben, und
die Mischung wurde dreimal mit 10 ml einer wäßrigen, 5%-igen Zitronensäure-Lösung gewaschen,
dreimal mit einer wäßrigen,
5%igen Natriumhydrogencarbonat-Lösung
und dann zweimal mit einer gesättigten
Natriumchlorid-Lösung,
und anschließend
mit Natriumsulfat getrocknet. Nach Abfiltrieren des Natriumsulfats
wurden 5 ml einer Mischung von 1 N Chlorwasserstoffsäure in Ethylacetat
zu dem Filtrat gegeben, und die Mischung wurde für eine Stunde auf 50 °C erhitzt. Anschließend ließ man die
Reaktionsmischung über
Nacht in einem Kühlschrank
stehen, und die so abgeschiedenen Kristalle wurden durch Filtration
gesammelt, um 0,23 g (Ausbeute: 65%) N-Methyl-1,2,3,4-tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c)pyridin-3-carbamid
zu ergeben. (Siehe Tabelle 11, Tabelle 12) .
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Indem man derselben Vorschrift wie
oben folgt, wurden unter Verwendung von 2-tert.-Butoxycarbonyl-1,2,3,4-tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonsäure als
Ausgangsma terial die folgenden Verbindungen erhalten: N-Ethyl-1,2,3,4-tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid·Hydrochlorid,
4-(1, 2, 3, 4-Tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonyl)morpholin·Hydrochlorid,
N-(4-Morpholin)-1,2,3,4-tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]pyridin--carbamid·Hydrochlorid,
1-(1,2,3,4-Tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonyl)-4-pyrimidinylpiperazin·Hydrochlorid
und 4-(1,2,3,4-Tetrahydrobenzo[b]thieno(2,3-c]pyridin-3-carbamin)buttersäure-ethylester·Hydrochlorid
(Siehe Tabelle 11, Tabelle 12).
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Beispiel 15
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4-(1,2,3,4-Tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid)buttersäure wurde
nach dem folgenden Verfahren erhalten.
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In 2 ml Ethanol wurden 400 mg 4-(1,2,3,4-Tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamin)buttersäure-ethylester
gelöst,
nach Zugabe von 1,5 ml einer wäßrigen,
1 N Natriumhydroxid-Lösung
hierzu wurde die Mischung 5 Stunden lang bei Raumtemperatur gerührt. Ethanol
wurde unter vermindertem Druck abdestilliert, 100 ml Wasser wurden
zum Rückstand
gegeben, und nach Einstellen des pH hiervon auf 5 mittels 1 N Chlorwasserstoffsäure wurde
die Mischung über
Nacht gerührt.
Die so abgeschiedenen Präzipitate
wurden durch Filtration gesammelt, um 305 mg (Ausbeute: 82 %) 4-(1,2,3,4-Tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamin)buttersäure zu erhalten.
| IR
(νmax, cm–1): | 3430,
3250, 3100, 2920, 1660, 1570, 1430 |
| NMR
(δ, CDCl3): | 1,50–2,00 (br,
3H), 2,00–2,60
(br, 2H), 4,00(s, 2H), 5,80-6,
50(br, 2H), 7,20–7,50
(m, 2H), 7,50–8,00 (m,
2H). |
-
Beispiel 16
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4-(2-Methyl-1,2,3,4-tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonyl)morpholin·Hydrochlorid
wurde anhand des folgenden Verfahrens synthetisiert.
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In 5 ml Chloroform wurden 0,34 g
4-(1,2,3,4-Tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonyl)morpholin·Hydrochlorid,
0,31 ml Triethylamin und 0,11 g Methylbromid gelöst, und die Lösung wurde
30 Minuten lang unter Rückfluß gekocht.
Chloroform wurde unter vermindertem Druck abdestilliert, 20 ml einer
wäßrigen, 5%-igen
Natriumhydrogencarbonat-Lösung
und 50 ml Ethylacetat wurden zu dem Rückstand gegeben, und die Ethylacetat-Schicht
wurde mit einer gesättigten
Natriumchlorid-Lösung
gewaschen, und mit Natriumsulfat getrocknet. Dann wurde das Ethylacetat
unter vermindertem Druck abdestilliert und der Rückstand wurde durch eine Dünnschicht-Chromatographie
an Silicagel gereinigt. Anschließend wurde 1 ml einer Mischung
von 1 N Chlorwasserstoffsäure
in Ethylacetat zu dem Rückstand
gegeben, und die abgeschiedenen Kristalle wurden durch Filtration
gesammelt, um 0,29 g (Ausbeute: 82%) 4-(2-Methyl-1,2,3,4-tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonyl)morpholin·Hydrochlorid
zu ergeben.
| IR
(νmax, cm–1): | 3400,
2970, 2900, 1655, 1420, 1100,760, 740 |
| NMR
(δ, CDCl3, freie Verbindung): | 2,
80 (d, J = 7 Hz, 2H) ,2, 90 (s, 8H) ,3, 60 (s, 8H),3,60 (s, 8H),3,70–3,90 (m,1H)
,4, 05 (s, 1H) , 7,10-7,70(m,4H). |
-
Beispiel 17
-
1-(Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonyl)-piperidin
wurde nach dem folgenden Verfahren synthetisiert. In einem gemischten
Lösungsmittel
von 900 ml Xylol und 100 ml Dioxan wurden 14,64 g 1,2,3,4-Tetrahydrobenzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonsäure-methylester,
der in Beispiel 2 synthetisiert wurde, gelöst, und nach Zugabe von 41
g Schwefelpulver hierzu wurde die Mischung 5 Tage lang unter Rückfluß gekocht.
Nachdem die Reaktion beendet war, wurden die Lösungsmittel unter vermindertem
Druck abdestilliert und der Rückstand
wurde mehrere Male mit Methanol auf einem Glasfilter gewaschen.
Methanol wurde unter vermindertem Druck abdestilliert, der Rückstand
wurde in Chloroform aufgenommen und die Lösung wurde mit einer wäßrigen,
5%-igen Zitronensäure-Lösung gewaschen,
einer wäßrigen,
5 %-igen Natriumhydrogencarbonat-Lösung und dann mit einer gesättigten
Natriumchlorid-Lösung.
Die Chloroformschicht wurde mit Natriumsulfat getrocknet, und Chloroform
wurde unter vermindertem Druck abdestilliert. Der gebildete Rückstand
wurde aus einer Mischung von Chloroform und Ether umkristallisiert,
um 12,4 g (Ausbeute: 86%) Benzothieno[2,3-c]pyridin-3-carbonsäure-methylester zu ergeben.
| IR
(νmax, cm–1): | 2950,
1720, 1600, 1520 |
| NMR
(δ, CDCl3): | 4,51
(s, 3H), 7,50–8,50
(m, 4H), 8,91 (s, 1H), 9,33 (s, 1H). |
| Masse
(m/z): | 243
(M+), 212, 184. |
-
In 200 ml Methanol wurden 12,16 g
Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonsäure-methylester
gelöst, und
nach Zugabe von 55 ml einer Methanol-Lösung von 1 N Natriumhydroxid
hierzu wurde die Mischung 30 Minuten lang unter Rückfluß gekocht.
Man ließ die
Temperatur auf Raumtemperatur abkühlen, und man ließ die Mischung über Nacht
in einem Kühlschrank
stehen, und die so abgeschiedenen Kristalle wurden durch Filtration
gesammelt. Die Kristalle wurden in Wasser suspendiert und nach Einstellen
von dessen pH auf 2 bis 3 mit 1 N Chlorwasserstoffsäure wurde
die Suspension für
einen ganzen Tag und eine Nacht bei Raumtemperatur gerührt.
-
Dabei gebildete Präzipitate
wurden durch Filtration gesammelt, um 10,2 g (Ausbeute: 88 a) Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonsäure zu ergeben.
| IR
(νmax, cm–1): | 1700,
1600, 1570, 1530 |
| NMR
(δ, d-DMSO): | 7,60–7,90 (m,
2H), 8,10–8,40
(m, 1H),8,60–8,80 (m,
1H), 9,07 (s,1H) 9,51 (s, 1H) |
| Masse
(m/z): | 229
(M+),185, 158, 140. |
-
In 5 ml Dimethylformamid wurden 458
mg Benzo(b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonsäure und
170 mg Piperidin gelöst,
und 660 mg DPPA (Diphenylphosphorylazid) wurden tropfenweise zu
der Lösung
unter Eiskühlung
gegeben. Anschließend
wurden 335 μl
Triethylamin zu der Mischung gegeben und die erhaltene Mischung
wurde über
Nacht bei Raumtemperatur gerührt.
-
Nachdem die Reaktion beendet war,
wurde die Reaktionsmischung mit Ethylacetat verdünnt und die Lösung wurde
mit einer wäßrigen,
5%-igen Zitronensäure-Lösung, einer
wäßrigen,
5%-igen Natriumhydrogencarbonat-Lösung, und dann mit einer gesättigten,
wäßrigen Natriumchlorid-Lösung gewaschen
und anschließend
mit Natriumsulfat getrocknet. Die Ethylacetat-Schicht wurde unter
vermindertem Druck konzentriert und der Rückstand wurde mittels Dünnschicht-Chromatographie
an Silicagel (Lösungsmittel:
Chloroform) gereinigt, und anschließend aus einer Mischung aus
Chloroform und Ether umkristallisiert, um 230 ml (Ausbeute: 85%)
1-Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonyl)piperidin
zu ergeben.
| IR
(νmax, cm–1): | 2950,
2830, 1630, 1600, 1480, 1440 |
| NMR
(δ, CDCl3): | 1,30–2,00 (br,
6H), 3,40–4,15
(br, 4H), 7,50–7,80(m,
2H), 7,90–8,10
(m, 1H), 8,15–8,40 (m,
1H), 8,42 (s, 1H), 9,14 (s, 1H). |
| Masse
(m/z): | 296
(M+), 212, 185, 113, 84. |
-
Indem man derselben Vorschrift wie
oben folgt, wurden unter Verwendung von Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonsäure als
Ausgangsmaterial die folgenden Verbindungen erhalten: 1-(Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonyl)-2,6-dimethylpiperidin
und 4-(Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonyl)morpholin. (Siehe
Tabelle 13-1, Tabelle 13-2, Tabelle 13-3).
-
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-
-
Beispiel 18
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Hexahydro-l-(benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonyl)-1H-1,4-diazepin wurde
nach dem folgenden Verfahren erhalten. In 5 ml Dimethylformamid
wurden 458 mg Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonsäure und 200
ml Hexahydro-lH-1,4-diazepin gelöst,
und nach tropfenweiser Zugabe von 660 mg Diphe nylphosphorylazid
(DPPA) zu dieser Lösung
unter Eiskühlung
und anschließender
Zugabe von 200 mg Hexahydro-lH-1,4-diazepin wurde die Mischung über Nacht
bei Raumtemperatur gerührt.
Nachdem die Reaktion beendet war, wurden Wasser und Natriumhydrogencarbonat
zu der Reaktionsmischung gegeben und nach Einstellen von deren pH-Wert
auf 10 wurde die Reaktionsmischung mit 50 ml Ethylacetat extrahiert.
Der Ethylacetat-Extrakt wurde mit einer gesättigten wäßrigen Natriumchlorid-Lösung gewaschen
und mit Natriumsulfat getrocknet. Ethylacetat wird unter vermindertem
Druck abdestilliert und der Rückstand
mittels Dünnschicht-Chromatographie
an Silicagel (Entwicklungslösung:
Chloroform: Methanol: wäßriges Ammoniak
90:10:2) gereinigt. Darüber
hinaus wird das Produkt in 20 ml Ethylacetat gelöst und nach Zugabe von 1,5
ml einer Mischung von 1,3 N Chlorwasserstoffsäure in Ethylacetat hierzu wurden
die dabei abgeschiedenen Kristalle durch Filtration gesammelt, um 520
mg (Ausbeute: 74%) des gewünschten
Produktes zu ergeben.
| IR
(νmax, cm–1): | 3300,
2900, 2730, 1620, 1580, 1420 |
| NMR
(δ, d-DMSO): | 1,90–2,20 (br,
2H), 3,10–3,40
(br, 8H), 7,60–7,90 (m,2H),
8,10–8,40
(m, 1H), 8,50–8,80
(m, 1H), 8,85 (s, 1H), 9,50 (s, 1H). |
-
Indem man denselben Vorschriften
wie oben folgt, wurden unter Verwendung von Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonsäure als
Ausgangsmaterial die folgenden Verbindungen erhalten: 1-(Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonyl)-piperazin,
1-(Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonyl)-3-methylpiperazin, 1-Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonyl)-4-methylpiperazin und
Hexahydro-l-(benzo[b]thieno[2,3- c]pyridin-3-carbonyl)-1H-4-methyldiazepin.
(Siehe Tabelle 14-1, Tabelle 14-2, Tabelle 14-3).
-
-
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-
Beispiel 19
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N-(2-Aminoethyl)-benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid·Hydrochlorid
wurde nach den folgenden Verfahren synthetisiert.
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In 10 ml Dimethylformamid (DMF) wurden
487 mg Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonsäure, die in Beispiel 17 synthetisiert
wurde, und 508 mg Benzyloxycarbonylethylendiamin·Hydrochlorid (Z-NHC
2H
4NH
2·HCl) suspendiert,
und nach Zugabe von 307 μl
Triethylamin hierzu wurde die Mischung auf 0°C gekühlt. Dann werden 660 mg Diphenylphosphorylazid
(DPPA) und 336 μl
Triethylamin hierzu zugegeben, und die Mischung wurde eine Stunde
lang unter Eiskühlung
gerührt,
und über
Nacht bei Raumtemperatur gerührt. Die
Reaktionsmischung wurde mit 200 ml Ethylacetat verdünnt, mit
einer wäßrigen,
5 %-igen Zitronensäure-Lösung, einer
wäßrigen,
5 %-igen Natriumhydrogencarbonat-Lösung und dann mit einer gesättigten,
wäßrigen Natriumchlorid-Lösung gewaschen,
und anschließend
mit Natriumsulfat getrocknet. Dann wird Ethylacetat unter vermindertem
Druck abdestilliert, der Rückstand
in 10 ml Essigsäure
aufgenommen, und nach Zugabe von 5 ml einer Essigsäurelösung von
25%-igem Bromwasserstoff hierzu wurde die Mischung 2 Stunden lang
bei 50 °C
gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde mit 200 ml Wasser ver dünnt und
dreimal mit Ether gewaschen. Nach Einstellung von deren pH auf 11
mit Natriumhydroxid wurde die Reaktionsmischung zweimal mit Chloroform
extrahiert, und der Extrakt wurde mit Natriumsulfat getrocknet.
Chloroform wurde unter vermindertem Druck abdestilliert und der
Rückstand
wurde mit 100 ml Ethylacetat verdünnt. Dann wurden 2 ml einer Mischung
von 1 N Chlorwasserstoffsäure
in Ethylacetat tropfenweise zum Rückstand gegeben, und die dabei abgeschiedenen
Kristalle wurden durch Filtration gesammelt, um 230 mg (Ausbeute:
37%) N-(2-Aminoethyl)-benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid·Hydrochlorid zu ergeben.
| IR
(νmax, cm–1): | 3320,
2950, 2900, 1650, 1520, 1240, 760, 740 |
| NMR
(δ, d6-DMSO): | 2,90–3,40 (m,
2H), 3,50–3,90
(m, 2H), 7,50-7,90 (m, 4H), 8,10–8,30 (m, 1H), 8,30–8,70 (m,
2H), 9,30 (s,1H), 9,50 (s, 1H) |
| Masse
(m/z): | 271
(M+), 252, 242, 229, 185, 140 |
-
Ebenso wurde, indem man derselben
Vorschrift wie oben folgt, unter Verwendung von Benzyloxycarbonyltrimethylendiamin
anstelle von Benzyloxycarbonylethylendiamin N-(3-Aminopropyl)-benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid
erhalten.
-
Ebenso wurde, indem man derselben
Vorschrift wie oben folgt, unter Verwendung von Ethylidenisopropylamin
anstelle von Methylidenisopropylamin N-(2-Aminoethyl)-4-methylbenzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid
erhalten.
-
Ebenso wurde, indem man derselben
Vorschrift wie oben folgt, unter Verwendung von 5-Chlorbenzo[b]thiophen
anstelle von Benzo[b]thiophen N-(2-Aminoethyl)-6-chlorbenzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid
erhalten.
-
Ebenso wurde, indem man derselben
Vorschrift wie oben folgt, unter Verwendung von Benzo[b]furan anstelle
von Benzo[b]thiophen N-(2-Aminoethyl)benzo[b]furano[2,3-c]pyridin-3-carbamid
erhalten.
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Ebenso wurde, indem man derselben
Vorschrift wie oben folgt, unter Verwendung von Benzaldehyd anstelle
von Formalin in der Cyclisierungsreaktion und Einstellen des pH
auf 2 mit Chlorwasserstoffsäure N-(2-Aminoethyl)-1-phenylbenzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid
erhalten.
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Die Mengen der Endprodukte und deren
Ausbeuten in den Endschritten sind in den Tabellen 15-1 gezeigt
und die analytischen Ergebnisse sind in den Tabellen 15-2 gezeigt:
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Beispiel 20
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Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid
wurde nach dem folgenden Verfahren erhalten.
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In 30 ml Ethanol wurden 487 mg Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonsäure-ethylester
gelöst,
und Ammoniakgas wurden langsam in die Lösung 15 Minuten lang unter
Eiskühlung
eingeleitet. Man ließ die
Lösung
3 Tage lang bei Raumtemperatur stehen, die dabei abgeschiedenen
Kristalle wurden durch Filtration gesammelt, um 410 mg (Ausbeute:
89%) Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid zu ergeben.
| IR
(νmax, cm–1): | 3400,
3280, 3160, 1685, 1600, 1530, 1420, 1360, 720 |
| NMR
(δ, d6-DMSO): | 7,50–7,90 (m,
2H), 8,00–8,30
(m, 1H) , 8,50–8,80 (m,1H)
, 8,95 (s, 1H), 9,30 (s,1H), |
| Masse
(m/z): | 227
(M+), 185, 158, 140 |
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Beispiel 21
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Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbohydrazid
wurde nach dem folgenden Verfahren erhalten.
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In 20 ml getrocknetem Methanol wurden
515 mg Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonsäure-ethylester gelöst und nach
Zugabe von 252 mg Hydrazin Dihydrochlorid hierzu und 700 μl Triethylamin
wurde die Mischung 2 Tage lang gerührt. Nach Rückflußkochen der Mischung für 2 Stunden
ließ man
dann die Temperatur auf Raumtemperatur abkühlen, und die dabei abgeschiedenen
Kristalle wurden durch Filtration gesammelt, um 190 mg (Ausbeute:
30%) Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbohydrazid zu ergeben.
| IR
(νmax, cm–1): | 3400,
1690, 1570, 1320, 740 |
| NMR
(δ, d6-DMSO): | (Hydrochlorid)
5,80–7,20
(br, 3H), 7,50–7,90
(m, 2H), 8,10–8,40
(m, 1H), 8,60–8,80
(m, 1H), 9,10 (s,1H), 9,50 (s, 1H) |
| Masse
(m/z): | 243,
212, 184, 140 |
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Beispiel 22
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N-(2-Dimethylaminoethyl)-benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid·Hydrochlorid
wurde nach dem folgenden Verfahren erhalten.
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In 10 ml Dimethylformamid wurden
487 mg Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbonsäure und
212 mg N,N-Dimethylethylendiamin gelöst, und nach Zugabe von 660
mg DPPA und 335 μl
Triethylamin hierzu wurde die Mischung über Nacht bei Raumtemperatur
gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde mit 100 ml Ethylacetat verdünnt, zweimal
mit einer wäßrigen 1
N Natriumhydroxid-Lösung
gewaschen, und mittels Natriumsulfat getrocknet. Nach Abdestillieren
des Ethylacetats unter vermindertem Druck wurde der Rückstand
mittels Säulenchromatographie
an Silicagel (Ethylacetat: Ethanol: wäßriges Ammoniak 10:3:1) gereinigt.
Darüber
hinaus wurde das Produkt mit 50 ml Ethylacetat verdünnt, und
nach Zugabe von 2 ml einer Mischung von 1 N Chlorwasserstoffsäure in Ethylacetat
wurden die dabei abgeschiedenen Kristalle durch Filtration gesammelt,
um 570 mg (Ausbeute: 85%) N-(2-Dimethylaminoethyl)-benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid·Hydrochlorid
zu ergeben.
| IR
(νmax, cm–1): | 3300,
2950, 1660, 1600, 1420, 1320, 1010, 760, 730 |
| NMR
(δ, d6-DMSO): | 2,90
(s, 6H), 3,00–3,40(m,
2H), 3,50–3,80
(m, 2H),7,60-7,90
(m, 2H), 8,20–8,40
(m, 1H), 8,60–8,80
(m, 1H), 9,10 (s,6H), 9,50 (s, 6H). |
| Masse
(m/z): | 299(M+), 229, 212, 184, 140 |
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Beispiel 23
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N-Methyl-benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid
wurde nach dem folgenden Verfahren synthetisiert.
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In 5 ml Dimethylformamid wurden 459
mg Methylbenzo[b]thieno(2,3-c]pyridin-3-carbonsäure und 162 mg Methylamin suspendiert,
und dann wurden 307 μl
Triethylamin zu der Lösung
zugegeben. Nachdem 660 mg DPPA und dann 335 μl Triethylamin tropfenweise
langsam unter Eiskühlung
zugegeben wurden, wurde die Mischung 3 Stunden lang gerührt. Die
Reaktionsmischung wurde mit 50 ml Ethylacetat verdünnt und
nach Abtrennung der Ethylacetat-Schicht durch ein gewöhnliches
Verfahren wurde das Produkt mittels Dünnschicht-Chromatographie an
Silicagel (Chloroform : Methanol 30 : 1) gereinigt und weiterhin
aus einer Mischung von Ethylacetat und Hexan umkristallisiert, um
434 mg (Ausbeute: 89%) N-Methyl-benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid
zu ergeben.
| IR
(νmax, cm–l): | 3400,
3300, 3050, 2950, 1660, 1520, 1320, 1230, 770, 730 |
| NMR
(δ, CDCl3): | 3,05
(d, J = 5 Hz, 3H), 7,50–7,80
(m, 2H), 7,80–8,00
(m,1H),8,00–8,20
(m, 2H) , 8,80 (s,1H), 8, 90(s,1H) |
| Masse
(m/z): | 242
(M+),213,185, 140 |
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Ebenso wurden, indem man der folgenden
Vorschrift folgt, unter Verwendung von Ethylamin·p-Toluolsulfonat, Propylamin·Hydrochlorid
oder 4-Aminobuttersäureethylester·Hydrochlorid
anstelle von Methylamin·Hydrochlorid
die folgenden Verbindungen erhalten: N-Ethylbenzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid, N-Propylbenzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid,
N-Hexylbenzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid oder 4-(benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamin)buttersäure-ethylester.
Die Reaktionsbedingungen, die Mengen der Produkte und deren Ausbeuten
sind in Tabelle 16-1 gezeigt, und die analytischen Daten sind in
Tabelle 16-2 gezeigt.
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Beispiel 24
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4-(Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid)buttersäure wurde
nach dem folgenden Verfahren erhalten.
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In 50 ml Ethanol wurden 3,42 g 4-Benzo[b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamin)buttersäureester
gelöst und
nach Zugabe von 2 ml einer wäßrigen 6
N Natriumhydroxid-Lösung
hierzu wurde die Mischung 30 Minuten unter Rückfluß gekocht. Methanol wurde unter
vermindertem Druck abdestilliert, und Wasser wurde zum Rückstand
gegeben, und nachdem der pH mit Zitronensäure auf 3 eingestellt wurde,
wurde das gebildete Produkt zweimal mit Chloroform extrahiert. Nach
Trocknen der Chloroformschicht mit Natriumsulfat wurde die Chloroformschicht
unter vermindertem Druck konzentriert und die dabei gebildeten Kristalle
wurden durch Filtration gesammelt und aus einer Mischung von Chloroform
und Ether umkristallisiert, um 2,55 g (Ausbeute: 81%) 4-Benzo(b]thieno[2,3-c]pyridin-3-carbamin)buttersäure zu ergeben.
| IR
(νmax, cm–1): | 3350,
3050, 2900, 2850, 1700, 1640, 1020, 790, 740 |
| NMR
(δ, d6-DMSO): | 1,70–2,10 (m,2H),
2,10–2,50
(m, 2H), 3,30–3,60 (m,
2H) , 7,50–7,90
(m,2H), 8,00–8,20
(m, 1H), 8,30–8,80
(m, 2H), 9,00 (s,1H), 9,30(s, 1H) |
| Masse
(m/z): | 314
(M+), 255, 241, 212, 185, 140 |
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Die neuen Verbindungen dieser Erfindung
sind als Medikamente nützlich,
und im Falle von Krankheiten des zentralen Nervensystems können die
Verbindungen oral oder durch intravenöse Injektion verabreicht werden.
Im allgemeinen können
10 bis 300 mg der Verbindung in einer Einzeldosis oder durch Aufteilen
in zwei oder drei Dosen pro Tag für einen Erwachsenen verabreicht
werden. Die Verabreichungsperiode besteht aus einer kontinuierlichen
Verabreichung von einigen Tagen bis zu 6 Monaten, und die Dosen
und die Verabreichungsperiode werden entsprechend dem Zustand des
Patienten verändert.
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Ebenso können die neuen Verbindungen
dieser Erfindung zusammen mit anderen Medikamenten entsprechend
dem Zustand des Patienten eingesetzt werden. Im Falle von Krankheiten
des Zentralnervensystems beispielsweise mit einem angstlösenden Arzneimittel,
einem antidepressiven Arzneimittel, einem Gehirnstoffwechsel-Aktivator,
einem Arzneimittel zur Verbesserung der Gehirndurchblutung und dergleichen.
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Die Verbindungen dieser Erfindung
zeigen die folgende spezifische angstlösende Wirkung und lernverbessernde
Wirkung.
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Die angstlösende Wirkung und die lernverbessernde
Wirkung der Verbindungen dieser Erfindung wurden unter Verwendung
männlicher
Wistar-Ratten (6 Wochen alt) bestimmt, und ebenso unter Verwendung
eines Wasserlecken-Konflikttestes unter Bezugnahme auf J. R. Vogel,
B. Beer und D. E. Clody, Psychopharmacologia, 21, 1–7 (1971).
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In dem Test wurden Ratten verwendet,
denen das Wasser vorenthalten wurde, und ein elektrischer Schlag
wurde auf die Ratten jedesmal dann ausgebracht, wenn die Ratten
Wasser tranken, um die Ratten in einen ängstlichen Zustand zu bringen.
Somit wurde die Wirkung der Medikamente auf Ratten bestimmt.
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(1) Angstlösende Wirkung:
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Ratten, denen das Wasser 24 Stunden
lang vor dem Test vorenthalten wurde, wurde der Zugang zu Wasser
erlaubt. Nach 4 bis 5 Stunden wurde ein Medikament verabreicht.
Nach 15 Minuten Behandlungszeit wurde der Test gestartet. Die Schockzahl
ist die Anzahl der elektrischen Schläge, die eine Ratte innerhalb
von 5 Minuten empfing, nachdem ihr anfänglich der Zugang zum Wasser
gestattet wurde, und zeigt, ob die Angst vor dem Empfang eines elektrischen
Schlages beim Trinken des Wassers unterdrückt ist. Das heißt, ein
Ansteigen der Schockzahl bedeutet, daß die angstlösende Wirkung
erhöht
ist. Die Werte hiervon sind in Tabelle 17 gezeigt, wobei die Schockzahl
einer Ratte, der kein Medikament verabreicht wurde, als 100 definiert
wurde. (n = 5) Tabelle
17
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(2) Lernverbessernde Wirkung:
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Dieser Test wurde gleichzeitig mit
der Messung der angstlösenden
Wirkung (1) durchgeführt
und stellt die Latenzzeit dar, die gemessen wurde, als den Ratten
das Wasser zum ersten Mal vorenthalten wurde, bis zu der Zeit, als
die Ratten Wasser tranken.
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Eine längere Latenzzeit bedeutet,
daß die
lernverbessernde Wirkung um so höher
ist. Die Werte der Latenzzeit sind in Tabelle 18 gezeigt (n = 15),
wobei der Durchschnittswert von Ratten, denen kein Medikament verabreicht
wurde, als 100 definiert wurde.
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Es wurde gezeigt, daß die Verbindungen
dieser Erfindung in wirksamer Weise die Latenzzeit verlängern, und
somit eine lernverbessernde Wirkung besitzen. Somit können die
Verbindungen dieser Erfindung als ein angstlösendes Arzneimittel und als
ein Arzneimittel gegen Demenz eingesetzt werden.
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(3) Verwendung der Erfindung:
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Vergleichstests für die angstlösende Wirkung
wurden mit β-Carbolin-3-ethylester
(β-CCE)
ausgeführt, das
eine typische Verbindung der US-Patentschrift 4,371,536 ist, 6-Chlor-1,2,3,4-tetrahydro-benzothieno[2,3-c]pyridin
(-1), das eine typische Verbindung aus der US-Patentschrift 3,651,068
ist, wobei beide Vergleichsverbindungen in herkömmlichen Technologien sind.
N-Ethyl-1,2,3,4-tetrahydrobenzothieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid·Hydrochlorid (A-1) und N-(2-Aminoethyl)-benzothieno[2,3-c]pyridin-3-carboamid
(A-2) wurden verwendet, wobei beide typische Verbindungen dieser
Erfindung sind. Darüber
hinaus wurde die angstlösende Wirkung
von Benzothieno[2,3-c]pyridin-3-carbonsäure-ethylester (A-3) als Referenzbeispiel
ebenso gemessen. Das Testverfahren war dasselbe wie im vorstehend
beschriebenen Verfahren zur Messung der angstlösenden Wirkung. Die Testergebnisse
sind in Tabelle 19 gezeigt.
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Tabelle
19
Angstlösende
Wirkung
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Die Testergebnisse bezüglich der
angstlösenden
Wirkung, die in Tabelle 19 gezeigt sind, haben ergeben, daß N-Ethyl-1,2,3,4-tetrahydro-benzothieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid·Hydrochlorid
(A-1) und N-(2-Aminoethyl)-benzothieno[2,3-c]pyridin-3-carbamid
(A-2) dieser Erfindung ausgezeichnet in der angstlösenden Wirkung
sind, verglichen mit bekannten Verbindungen, und klarerweise eine
ausreichende angstlösende
Wirkung und eine lernverbessernde Wirkung für die praktische Anwendung
besitzen.