DE3715183A1 - Abstandselement zur fuehrung von stroemungsmedien - Google Patents

Abstandselement zur fuehrung von stroemungsmedien

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Description

Die Erfindung betrifft ein Abstandselement zur Führung von Strömungsmedien, insbesondere bei Vorrichtungen zum Filtern und Trennen der Strömungsmedien durch Umkehrosmo­ se und Ultrafiltration, wobei jeweils zwischen zwei im wesentlichen scheibenförmig ausgebildeten, mit einem zentralen Loch versehenen Abstandselementen, die vom Strömungsmedium umflossen werden, ein Filterelement eingeschlossen ist.
Abstandselemente dieser Art sind beispielsweise aus einer Vorrichtung zum Trennen und Filtern von Strömungsmedien bekannt (DE-OS 33 27 431.2), wobei dort jede einzelne Filtereinheit eines in beliebiger Anzahl zusammengestell­ ten Filterelementenstapels aus einer Trägerplatte, einer Leitplatte und einer zwischen diesen beiden Platten eingeschlossenen Membran besteht. Die Membran ist an ihrem Umfang bei dieser bekannten Vorrichtung vorzugsweise mit dem Umfang der Trägerplatte innerhalb der axialen Durchtrittsöffnung verklebt.
Man spricht bei einem derartigen bekannten kompakten Aufbau der Filtereinheiten zu einem Filterelementenstapel von einem sogenannten Scheibenmodul, wobei aufgrund des Aufbaus der einzelnen Filtereinheiten die Scheiben eine verhältnismäßig große Eigenstabilität aufweisen und verhältnismäßig druckstabil sind.
Sollen hingegen in einer derartigen Vorrichtung sogenann­ te Membrankissen verwendet werden, die aus zwei äußeren Membranfolien bestehen, die hermetisch an ihrer Außenkan­ te strömungsmitteldicht abgeschlossen sind und bei denen das Permeat beispielsweise zu einem im Membrankissen mittig angeordneten Loch fließt und von dort geeignet gesammelt zu einem Permeatabfluß gegeben werden soll, sind die bisherigen bekannten scheibenförmigen Abstands­ elemente im Zusammenwirken mit derartigen Membrankissen nicht geeignet, da bei diesen ein beidseitiges Umströmen des eigentlichen Filterelements (Membrankissen) mit Strömungsmedium nicht in ausreichendem Maße möglich ist. Aufgrund der Konstruktion der bekannten Abstandselemente tritt zwischen Einlaß und Auslaß des Strömungsmediums in der Vorrichtung ein erhebliches Partialdruckgefälle auf, was insbesondere bei großen Filterelementenstapeln nachteilig ist und den Wirkungsgrad der Vorrichtung begrenzt. Das hat seinen Grund im wesentlichen darin, daß die eigentliche Membran unmittelbar auf der Trägerplatte und auf der Leitplatte aufliegt, so daß das Strömungsme­ dium, beispielsweise Rohwasser, beim Durchfließen des Filterelementenstapels in zunehmendem Maß gehemmt wird. Die Folge ist, wie schon erwähnt, ein hohes Partialdruck­ gefälle zwischen dem Zulauf und Ablauf des Strömungsmedi­ ums.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Abstands­ element zu schaffen, das ein gutes Umströmen des Ab­ standselementes selbst und des auf dem Abstandselement liegenden Filterelements, beispielsweise in Form eines Membrankissens, gestattet, so daß sich auch bei großen Filterelementenstapeln die Partialdruckdifferenzen des Strömungsmediums zwischen Zulauf und Ablauf in ver­ tretbaren Grenzen halten und der Fluß des Strömungsme­ diums optimiert und das Filterelement differenzdrucksta­ bil aufgenommen wird.
Gelöst wird die Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch, daß das Abstandselement um das zentrale Loch herum mit einer Mehrzahl von zueinander beabstandeten Öffnungen versehen ist, durch die das Strömungsmedium hindurchtritt.
Der Vorteil einer derartigen Konstruktion liegt im wesentlichen darin, daß der Fluß des Strömungsmediums weitgehend ungehindert erfolgen kann, d. h. gegenüber dem bekannten Abstandselement optimiert ist.
Die Öffnungen, die beide Oberflächen des Abstandselements im Bereich des zentralen Loches miteinander verbinden, wirken faktisch als Siele an einer Stelle des Abstands­ elements, an dem das Strömungsmedium den gesamten Flä­ chenbereich einer Oberfläche überstrichen bzw. umflossen hat.
Vorteilhafterweise sind die Öffnungen schlitzförmig ausgebildet, wobei die Längsseiten der Schlitze, die länger als deren Querseiten sind, sich im wesentlichen radial vom Lochzentrum wegerstrecken. Dadurch wird bei optimaler Stabilität des Abstandselements im Bereich der Öffnungen eine optimierte Öffnung zum Durchtritt des Strömungsmediums geschaffen, wobei vorteilhafterweise die Öffnungen dabei eine trapezförmige Querschnittsform aufweisen.
Um im Bereich des Eintritts des Strömungsmediums in die Öffnungen Wirbel im Strömungsmedium, die zwangsläufig eine Vergrößerung der Partialdruckdifferenzen in diesem Bereich zur Folge haben würden, zu vermindern, weist das Abstandselement gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung eine im in radialer Richtung unmittelbar an die Öffnung angrenzenden Bereich in Richtung auf das Loch sich verjüngende Dicke auf. Das Strömungsmedium kann somit rampenartig in die Öffnung hinein und aus dieser auf der anderen Oberfläche heraus rampenartig wieder hoch flies­ sen.
Um sicher zu stellen, daß beim Abstandselement unmit­ telbar im Bereich der Öffnungen durch das Filterelement (Membrankissen) die Öffnungen sich nicht ventilartig durch den sich auch im Filterelement selbst aufbauenden Innendrucks aufgrund des darin abfließenden Permeats zusetzen, sind vorteilhafterweise jeweils zwischen zwei voneinander beabstandeten Öffnungen von den beiden Abstandselementsoberflächen jeweils hervorstehende Stege angeordnet. Dadurch wird das Filterelement gerade in diesem kritischen Bereich von den Öffnungen freigehalten.
Damit das aus den in der Regel mittig angeordneten Permeataustrittslöchern zwischen den Membranfolien stirnartig heraustretende Permeat ungehindert gesammelt und einem Permeataustritt zugeführt werden kann, ist das Loch des Abstandselements vorteilhafterweise in seinem Randbereich mit einer Mehrzahl von Permeatabflußlöchern, die schlitzartig ausgebildet sein können, versehen, die in eine um das Lochzentrum in einem vorbestimmten Abstand herum angeordnete Permeatabflußrinne für das aus dem Filterelement stirnseitig heraustretende Permeat hineinragen. Vorzugsweise ist dabei die Permeatabfluß­ rinne durch einen an der Oberfläche des Abstandselements ausgebildeten und von ihr wegstehenden Ansatz begrenzt.
Grundsätzlich kann die Dichtung zwischen dem Abstands­ element und dem Filterelement im Bereich des stirnsei­ tigen Permeataustritts des Filterelements auf beliebige Art gestaltet sein. Es ist jedoch besonders vorteilhaft, daß um das zentrale Loch des Abstandselements herum an beiden Oberflächen eine umlaufende nutartige Vertiefung zur Aufnahme von Dichtungsringen ausgebildet ist, wobei der radiale Abstand der Vertiefungen zum Lochzentrum größer als der radiale Abstand zwischen dem Zentrum und dem Innenrand eines zentralen Loches des Filterelementes ist. In die nutartigen Vertiefungen lassen sich bei­ spielsweise als Dichtelemente O-Ringe einsetzen, wobei die Vertiefungen so ausgebildet sind, daß die O-Ringe in ihnen im Haftsitz sitzen.
Um auch auf den beiderseitigen scheibenförmigen Oberflä­ chen des Abstandselements für einen möglichst ungehinder­ ten Strömungsmediumfluß zu sorgen, d. h. das unmittelbare Aufliegen des Filterelements auf diesen Oberflächen weitgehend zu verhindern, ist gemäß einer anderen vor­ teilhaften Ausgestaltung des Abstandselements auf wenig­ stens einer seiner Oberflächen eine Mehrzahl von erhaben von der Oberfläche wegstehenden Vorsprüngen vorgesehen. Diese Vorsprünge sind in beliebiger geeigneter Zahl und in beliebigem geeigneten Abstand, beispielsweise auf gedachten Teilringen bei kreisförmigen Abstandselementen vorgesehen.
Vorteilhafterweise ist auch auf der im wesentlichen parallel zu den Oberflächen ausgebildeten Oberfläche der Stege jeweils wenigstens ein erhaben von dieser wegste­ hender Vorsprung vorgesehen.
Die Vorsprünge selbst können zu einer Ebene parallel zur Oberfläche einen im wesentlichen kugel- oder kreisförmi­ gen Querschnitt oder auch einen im wesentlichen tropfen­ förmigen Querschnitt aufweisen, wobei der tropfenförmige Querschnitt weitgehend eine Wirbelbildung beim an ihm entlang strömenden Strömungsmedium verhindert und einen Druckverlust reduziert.
Aus jeweils einem Abstandselement und einem Filterelement wird eine Filtereinheit gebildet, wobei eine beliebige Menge von Filtereinheiten einen Filterelementenstapel bildet. Um derartige Filtereinheiten zu einem Filterele­ mentenstapel beliebiger Größe präzise und ohne weitere konstruktive Maßnahmen zusammenstellen zu können, weist das Abstandselement gemäß einer anderen vorteilhaften Ausführungsform in einem Bereich unmittelbar um das zentrale Loch herum auf der einen Oberfläche eine Mehr­ zahl erhaben von dieser wegstehender stiftartiger Vor­ sprünge und auf der anderen Oberfläche eine Mehrzahl von Vertiefungen auf, wobei jeweils ein Vorsprung und eine Vertiefung in bezug auf eine durch sie hindurchgehende gedachte gemeinsame zentrale Achse einen gleichen Abstand zum Lochzentrum haben.
Der stiftartige Vorsprung eines Abstandselements kann somit in die Vertiefung eines benachbarten Abstands­ elements usw. hineingesteckt werden, so daß ein absolut gleichmäßig ausgerichteter Filterelementenstapel ohne jede Mühe zusammengestellt werden kann, wobei vorzugswei­ se dabei die Vorsprünge und die Vertiefungen eine gleiche Querschnittsform aufweisen.
Das Abstandselement selbst weist im Bereich seines äußeren Umfangs einen äußeren umlaufenden Rand an beiden Oberflächen auf, wobei einer der Ränder wenigstens um die Dicke eines Filterelements in bezug auf die Flächennormale der Oberfläche höher ist als der andere, so daß in diese durch den etwas höheren Rand gebildete Vertiefung ein Filterelement (Membrankissen) eingelegt werden kann. Das Filterelement liegt dabei mit seinen äußeren Membranfolien vorzugsweise auf den Vorsprüngen auf, kommt also nicht in unmittelbaren Kontakt mit den Oberflächen.
Das Abstandselement selbst kann beispielsweise aus jedem beliebigen geeigneten Werkstoff bestehen, der dem Ab­ standselement bei geringem Gewicht eine hohe Festigkeit gibt.
Vorteilhafterweise besteht das Abstandselement aus Kunststoff, vorzugsweise ABS, wobei ABS in einem Bereich, wo eine hohe Qualität des Permeats, beispielsweise Trinkwasserqualität oder auch Reinstwasserqualität gefordert wird, besonders geeignet ist.
Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die nachfol­ genden schematischen Zeichnungen anhand eines Ausfüh­ rungsbeispieles beschrieben. Darin zeigen:
Fig. 1 im Schnitt eine Vorrichtung zum Filtern und Trennen eines Strömungsmediums, in der eine Mehrzahl von Abstandselementen und Filterelementen einen Filterelemen­ tenstapel bilden,
Fig. 2 einen Schnitt des Abstandselements entlang der Linie A-B von Fig. 6,
Fig. 3 einen Ausschnitt aus der Darstellung von Fig. 2 im Schnitt im vergrößerten Maßstab,
Fig. 4 einen Ausschnitt des Randbereichs des Abstandselements im Bereich seines zentralen Loches in nochmals vergrößer­ tem Maßstab in der Draufsicht,
Fig. 5 einen Schnitt durch einen Steg in der Darstellung der Fig. 4,
Fig. 6 eine Ansicht auf das Abstandselement von oben - Seite B -,
Fig. 7 eine Ansicht auf das in Fig. 6 darge­ stellte Abstandselement von unten - Seite A -,
Fig. 8a und 8b eine Ausführungsform eines Vorsprungs im Schnitt und in der Draufsicht und
Fig. 9a und 9b einen Schnitt durch eine andere Ausfüh­ rungsform des Vorsprungs und eine Draufsicht auf ihn.
Eine Vorrichtung zum Filtern und Trennen von Strö­ mungsmedien durch Umkehrosmose und Ultrafiltration ist beispielsweise in Fig. 1 dargestellt, wobei in dieser Vorrichtung 10 eine Mehrzahl von Filterelementen 13 und Abstandselementen 11 zusammengestapelt einen Filterelementenstapel vorbestimmter Länge bilden.
Die Vorrichtung 10 wird zum besseren Verständnis des Aufbaus des Abstandselements 11 im Zusammenwirken mit einem Filterelement 13 in Form eines Membrankissen kurz erläutert. Die Vorrichtung 10 weist im wesentli­ chen ein rohrförmiges Gehäuse 102 auf. In das Gehäuse 102 sind abwechselnd Abstandselemente 11 und Filter­ elemente 13 eingesetzt, d. h. zwischen jedem Abstands­ element 11 liegt ein Filterelement 13. Lediglich an beiden Enden des so gebildeten Filterelementenstapels weist das Abstandselement 11 kein Filterelement 13 auf. Am anschlußseitigen Ende des Filterelementensta­ pels ist eine Anschlußscheibe 105 vorgesehen, am entgegengesetzten Ende des Filterelementenstapels eine Endscheibe 106. Auf die Anschlußscheibe 105 ist ein äußerer Anschlußendflansch 107 aufgesetzt, während auf der Endscheibe 106 ein äußerer Endflansch 108 aufge­ setzt ist. Der Filterelementenstapel und die übrigen vorgenannten Elemente werden durch einen zentralen Spannbolzen 103 zusammengehalten, der durch entspre­ chende zentrale Löcher dieser Elemente hindurchgeht, wobei beiderseits Muttern 104 und 111 auf entsprechen­ den beidseitigen Gewindeansätzen des zentralen Spann­ bolzens 103 die Einheit im Inneren des Gehäuses 102 zusammenhalten. Durch den Anschlußendflansch 107 und die Endscheibe gehen ein Zulauf 109 für die Zufuhr von Strömungsmedium 15 und ein Ablauf für das austretende Strömungsmedium 15 hindurch.
Ein durch den Zulauf 109 eintretendes Strömungsmedium 15 tritt in den Innenraum des Gehäuses 112 ein und zwar in den Spalt zwischen dem Filterelementenstapel und der Innenwandung des Gehäuses 102. Das Strömungs­ medium gelangt in diesem Spalt in den Raum, der zwischen der Endscheibe 106 und dem daran angrenzenden Abstandselement gebildet wird. Das Strömungsmedium tritt durch die Öffnungen 14 im Abstandselement ein und fließt längs der inneren Oberfläche 119 des Abstandselements 11, wird von dort im Bereich des Randes 34 um ein zwischen dem Abstandselement und dem benachbarten Abstandselement eingelegtes Filterelement 13 umgelenkt und läuft wieder zurück in Richtung des Zentrums, um erneut durch die Öffnung 14 des zweiten Abstandselements 11 hindurchzufließen. Von dort an wiederholt sich die Umlenkung des Strömungsmittelflus­ ses in gleicher Weise bei den angrenzenden Abstands­ elementen 11 des gesamten Filterelementenstapels. Aus den zum zentralen Permeatabflußloch bzw. zur Permeat­ abflußrinne gerichteten Stirnseiten des Filterelemen­ tes (Membrankissen) tritt das Permeat aus und gelangt längs geeigneter Fließkanäle, was im einzelnen noch weiter unten beschrieben wird, längs dem zentralen Spannbolzen 103 fließend, aus dem Permeatablauf zur weiteren Verarbeitung nach draußen. Das konzentrierte Strömungsmedium 15 gelangt, nachdem es den gesamten Filterelementenstapel quasi mäanderförmig durchlaufen hat, in einen ringförmigen Sammelbereich, der im der Anschlußscheibe 105 ausgebildet ist und von dort über den Ablauf 110 nach draußen. Der gesamte Filterele­ mentenstapel wird über geeignete Dichtungen 113 im inneren des Gehäuses 102 gehalten.
In Fig. 2 ist ein Abstandselement 11 im Schnitt dargestellt, wie es im vorbeschriebenen Filterelemen­ tenstapel verwendet wird. Das Abstandselement 11 weist bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel einen kreisförmigen Querschnitt auf und ist von zwei schei­ benförmigen Oberflächen 118, 119 begrenzt. Eine Achse, die hier durch das Lochzentrum 16 symbolisiert wird, ist die Achse eines zentralen Loches 12. Um das zentrale Loch 12 herum weist das Abstandselement 11 eine Mehrzahl von zueinander beabstandeten Öffnungen 14 auf, durch die das Strömungsmedium 15 hindurch­ tritt, vgl. Fig. 3 und 4, was im einzelnen noch weiter unten beschrieben wird. Bei der hier beschriebenen Ausführungsform sind die Öffnungen 14 auf einem bestimmten gedachten Kreis liegend im wesentlichen in gleichem Abstand zum Lochzentrum 16 um dieses herum angeordnet, vgl. Fig. 6 und 7.
Die Öffnungen 14 sind schlitzförmig ausgebildet, und sind im Querschnitt trapezförmig ausgebildet. Die Längsseiten 120, 121 der schlitzförmigen Öffnungen sind länger als die Querseiten 122, 123. In einem in radialer Richtung unmittelbar an die Öffnung 14 angrenzenden Bereich und vom Loch 12 wegweisend, verjüngt sich die Dicke des Abstandselements in Richtung auf das zentrale Loch zu, was durch die Bezugsziffer 17 symbolisiert wird. Die unmittelbare Spitze der Verjüngung kann im Querschnitt eine halb­ kreisförmige Form aufweisen.
Zwischen den voneinander beabstandeten Öffnungen 14 befindet sich jeweils ein Steg, der im wesentlichen von den Oberflächen 118, 119 orthogonal hervorsteht.
Wie aus Fig. 6 hervorgeht, ist das zentrale Loch 12 in seinem Randbereich mit einer Mehrzahl von Abflußlö­ chern versehen. Diese Permeatabflußlöcher 19 ragen in eine um das Lochzentrum 16 in einem vorbestimmten Abstand herum angeordnete Permeatabflußrinne 20 hinein, vgl. Fig. 3 und 6. Die Permeatabflußrinne 20 wird dabei durch einen Ansatz 21 begrenzt, der Teil des Abstandselements 11 selbst ist. Der Ansatz 21 ist an der einen Oberfläche 118 wegstehend von dieser ausgebildet.
Um das zentrale Loch 12 herum ist an beiden Oberflä­ chen 118, 119 eine umlaufende nutartige Vertiefung 22, 23 angeordnet. Diese dient zur Aufnahme von Dichtungs­ ringen 24, 25, die beispielsweise O-Ringe sein können. Diese Dichtungen 24, 25 sind in Fig. 3 im Haftsitz in den nutartigen Vertiefungen 22, 23 eingesetzt dargestellt. Der radiale Abstand 26 der Vertiefungen 22, 23 vom Lochzentrum 16 ist größer als der radiale Abstand zwischen dem Zentrum und dem Innenrand eines zentralen Permeatabflußloches 28 des in Form eines Membrankissens ausgebildeten Filterelements 13.
Das Filterelement 13 in Form eines Membrankissens, das in bezug auf seine äußere Form hier im einzelnen nicht gesondert dargestellt ist, weist eine beliebige kreisförmige oder vieleckige äußere Randbegrenzung auf. Das Filterelement 13 ist auf alle Fälle eine Scheibe und hat eine solche äußere Kontur, daß es auf die eine Oberfläche 118 des Abstandselements 11 gelegt werden kann, ohne den Bereich zu einem Rand, der das Abstandselement 11 außen begrenzt, dichtend abzu­ schließen. Dadurch kann, wie schon erwähnt, das Strömungsmedium 15 nach dem Längsströmen an dem Filterelement 13 umgelenkt werden und unter dem Filterelement 13 an der Oberfläche 118 längsströmend in die Öffnungen 14 zum Durchtritt durch das Abstands­ element 11 zu gelangen.
Symbolisch ist ein Filterelement 13 in Fig. 6 durch die strichpunktiert dargestellte Linie gezeigt.
Das Filterelement 13 liegt mit seinem zentralen Loch axial zum Lochzentrum 16 des Abstandselements 11, vgl. Fig. 7 und 3.
Auf beiden Oberflächen 118, 119 sind eine Mehrzahl erhaben von diesen wegstehenden Vorsprüngen 29 ange­ ordnet, was aus den Fig. 6 und 7 zumindest in einem Quadranten durch die auf den Kreislinien liegenden Punkte symbolisch dargestellt ist. Die Vorsprünge 29 können unterschiedlich ausgebildet sein, vgl. Fig. 8 und 9. Bei der Darstellung gemäß den Fig. 8a, 8b weisen diese in einer Ebene parallel zu den Oberflä­ chen 118, 119 einen im wesentlichen tropfenförmigen Querschnitt auf, der gemäß Fig. 8a auch in seinem Querschnitt orthogonal zu den Oberflächen, Fig. 8a, einen Absatz aufweisen kann. Der Vorsprung gemäß den Fig. 9a, 9b weist einen in der Ebene parallel zu den Oberflächen 118, 119 im wesentlichen kugel- oder auch kreisförmigen Querschnitt auf. Es ist denkbar, daß entweder die eine oder die andere Form der Vorsprünge 29 auf einem Abstandselement 11 Verwendung findet, es ist aber auch denkbar, daß sowohl die eine als auch die andere Form der Vorsprünge 29 auf einem Abstands­ element 11 vorgesehen werden kann.
Gemäß den Darstellungen von Fig. 6 und 7 sind die Vorsprünge 29 auf konzentrischen Kreisen um das Lochzentrum 16 herum angeordnet. Es ist aber auch denkbar, diese in beliebiger anderer geeigneter Weise auf den Oberflächen 118, 119 anzuordnen.
Auch auf den im wesentlichen parallel zu den Oberflä­ chen 118, 119 ausgebildeten Oberflächen der Stege 30 können erhaben von dieser Oberfläche wegstehende Vorsprünge 29, vgl. insbesondere Fig. 3, vorgesehen sein. Die Vorsprünge auf den Oberflächen der Stege sind jedoch nur so hoch, daß sie bezogen auf die Oberflächen 118, 119 des Abstandselements 11 genauso hoch sind wie die Vorsprünge 29 auf den Oberflächen 118, 119. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß das Filterelement 13 auf den Vorsprüngen 29 abgestützt im wesentlichen plan zu den Oberflächen 118, 119 des Abstandselements aufliegt und somit auch die Dich­ tungsringe 24, 25 bei genügend großer Vorspannung des Systems dichtend unter geringfügiger Verformung des Querschnitts der Dichtungen 24, 25, vgl. Fig. 3 berührt.
Um den Bereich um das zentrale Loch 12 herum ist auf einer der Außenflächen 118 eine Mehrzahl erhaben von dieser wegstehender stiftartiger Vorsprünge 31 vorge­ sehen. Auf der anderen Oberfläche 119 ist ebenfalls eine Mehrzahl von Vertiefungen 32 vorgesehen, wobei jeweils die Vorsprünge 31 eines Abstandselements und eine Vertiefung 32 in bezug auf eine durch sie hin­ durchgehende gedachte gemeinsame zentrale Achse 33 einen gleichen Abstand vom Lochzentrum 16 haben. Die Vorsprünge 31 und die Vertiefungen 32 des Abstandsele­ ments weisen in der Regel eine gleiche Querschnitts­ form auf, wobei bei dem hier dargestellten Ausfüh­ rungsbeispiel der Querschnitt kreisförmig ist. Durch die stiftartigen Vorsprünge 31 und die Vertiefungen 32 jeweils auf einer Oberfläche bzw. Seite des Abstands­ elements 11 können beliebig große Filterelementensta­ pel zusammengestellt werden, die hochgenau zueinander ausgerichtet sind.
Jedes Abstandselement 11 weist einen äußeren umlaufen­ den Rand 34, 35 zu beiden Oberflächen 118, 119 auf, wobei einer der Ränder 34 wenigstens um die Dicke eines Filterelements in bezug auf die Flächennormale der Oberfläche 118 höher ist, was sich deutlich aus den Fig. 2 und 3 ergibt. In diesen so gebildeten scheibenförmigen Hohlraum wird, wie zuvor schon erwähnt, das Filterelement 13 eingelegt, wobei die eine Oberfläche 130 des Filterelements, die gemäß Fig. 3 die äußere ist, im wesentlichen plan mit dem Ansatz 21 zu liegen kommt. Mehrere Abstandselemente 11, wenn sie gemäß der Darstellung von Fig. 1 zu einem Filter­ elementenstapel zusammengefügt sind, schließen jeweils zwischen sich ein Filterelement 13 ein, wobei die eine Oberfläche 131 des Filterelements auf den Vorsprüngen 29 der einen Oberfläche 118 des Abstandselements 11 aufliegt, während es mit seiner anderen Oberfläche 130 auf den Vorsprüngen 29 der anderen Oberfläche des benachbarten Abstandselements 11 aufliegt, usw.
Wie Anfangs schon dargestellt, fließt das Strömungsme­ dium 15 mäanderförmig einmal auf der Oberfläche 118 in Richtung auf die Öffnungen 14 zu, vgl. Fig. 6, wird dort umgelenkt und fließt auf der Oberfläche 119, vgl. Fig. 7 von den Öffnungen 14 weg - Seite A -, um im Bereich der äußeren geschlossenen Begrenzungskanten des Filterelements (Membrankissen) durch die zwischen dem Rand 34 des einen Abstandselements und dem Rand 35 des anderen Abstandselements umgelenkt zu werden und zurück zu fließen in Richtung der Öffnungen 14 - Seite B - des benachbarten Abstandselements 11.
Durch die Membranfolien des Filterelements 13 wird das Strömungsmedium 15 gefiltert oder permeiert und es entsteht im Raum zwischen den beiden Oberflächen 130, 131 das Permeat, das entsprechend dem Pfeil, vgl. Fig. 3, stirnseitig aus dem Filterelement 28 in die Per­ meatabflußrinne 20 austritt und von dort über die Permeatabflußlöcher 19, längs dem Spannbolzen 103 von Fig. 1 fließend, auf geeignete Weise gesammelt aus dem Permeatablauf 112, 111 austritt.
Aufgrund der hohen Innendrücke im Bereich zwischen den Oberflächen des Filterelements und den Oberflächen des Abstandselements wird eine gute Dichtung der Dichtrin­ ge 24, 25 zwischen dem Filterelement 13 und dem zwischen dem Abstandselement und dem Filterelement jeweils gebildeten Innenraum geschaffen, so daß eine in allen Betriebszuständen sichere Trennung zwischen dem Strömungsmediumkreislauf und dem Permeatkreislauf sichergestellt wird.
Die Abstandselemente der hier beschriebenen Art lassen sich vorzugsweise kostengünstig und betriebssicher aus Kunststoff herstellen, wobei sich insbesondere Poly­ styrol als Kunststoff eignet. Es hat sich gezeigt, daß sich insbesondere Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copo­ lymere (ABS), Styrol-Acrylnitrit-Copolymere (SAN), sowie Luran® aufgrund seiner Zulässigkeit im Trinkwas­ serbereich besonders gut zur Bildung der Abstandsele­ mente eignet. Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, daß das Abstandselement aus metallischen Werkstoffen hergestellt wird oder aus Verbundwerkstoffen, bei­ spielsweise aus einer Kombination von Metall und Kunststoff.
  • Bezugszeichenliste
    10  Vorrichtung
    102 rohrförmiges Gehäuse
    103 zentraler Spannbolzen
    104 Mutter
    105 Anschlußflansch
    106 Endscheibe
    107 Anschlußendflansch
    108 Endflansch
    109 Zulauf
    110 Ablauf
    111 Mutter
    112 Permeatablauf
    113 Dichtung
    118 Oberfläche
    119 Oberfläche
    12  Loch
    120 Längsseite
    121 Längsseite
    122 Querseite
    123 Querseite
    13  Filterelement
    130 Oberfläche
    131 Oberfläche
    14  Öffnung
    15  Strömungsmedium
    16  Lochzentrum
    17  Verjüngung
    18  Steg
    19  Permeatabflußloch
    20  Permeatabflußrinne
    21  Ansatz
    22  Vertiefung
    23  Vertiefung
    24  Dichtungsring
    25  Dichtungsring
    26  Abstand
    27  Abstand
    28  Loch
    29  Vorsprung
    30  Stegoberfläche
    31  Vorsprung
    32  Vertiefung
    33  Achse
    34  Rand
    35  Rand

Claims (21)

1. Abstandselement zur Führung von Strömungsmedien, insbesondere bei Vorrichtungen zum Filtern und Trennen der Strömungsmedien durch Umkehrosmose und Ultrafiltration, wobei jeweils zwischen zwei im wesentlichen scheibenförmig ausgebildeten, mit einem zentralen Loch versehenen Abstandselementen, die vom Strömungsmedium umflossen werden, ein Filterelement eingeschlossen ist, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Abstandselement (11) um das zentrale Loch (12) herum mit einer Mehrzahl von zueinander beabstandeten Öffnungen versehen ist, durch die das Strömungsmedium (15) hindurchtritt.
2. Abstandselement nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Öffnungen (14) schlitzförmig ausgebildet sind und die Längsseiten (120, 121) der Schlitze, die länger als deren Querseiten (122, 123) sind, sich im wesentlichen radial vom Lochzen­ trum (16) weg erstrecken.
3. Abstandselement nach Anspruch 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Öffnungen (14) eine trapezförmige Querschnittsform haben.
4. Abstandselement nach einem oder beiden der Ansprü­ che 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß es eine im in radialer Richtung unmittelbar an die Öffnung (14) angrenzenden, vom Loch (12) wegweisenden Bereich in Richtung auf das Loch (12) sich verjün­ gende (17) Dicke aufweist.
5. Abstandselement nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwischen zwei voneinander beabstandeten Öffnungen (14) ein von den beiden Abstandsele­ mentoberflächen (118, 119) jeweils hervorstehender Steg (18) angeordnet ist.
6. Abstandselement nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Loch (12) in seinem Randbereich mit einer Mehrzahl von Permeatabflußlöchern (19) versehen ist, die in eine um das Lochzentrum (16) in einem vorbestimmten Abstand herum angeordnete Permeatabflußrinne (20) für das aus dem Filterelement (13) stirnseitig heraustretende Permeat hineinragen.
7. Abstandselement nach Anspruch 6, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Permeatabflußrinne (20) durch einen an der Oberfläche (118) des Abstandselements (10) ausgebildeten und von ihr wegstehenden Ansatz (21) begrenzt wird.
8. Abstandselement nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß um das zentrale Loch (12) herum an beiden Oberflächen (118, 119) eine umlaufende nutartige Vertiefung (22, 23) zur Aufnahme von Dichtungsringen (24, 25) ausgebildet ist, wobei der radiale Abstand (26) der Vertiefungen (22, 23) zum Lochzentrum (16) größer als der radiale Abstand (27) zwischen dem Zentrum und dem Innenrand eines zentralen Loches (28) des Filterelements (13) ist.
9. Abstandselement nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß auf wenigstens einer seiner Oberflächen (118, 119) eine Mehrzahl von erhaben von der Oberfläche (118, 119) wegstehenden Vorsprüngen (29) vorgesehen ist.
10. Abstandselement nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß auf der im wesentlichen parallel zu den Oberflächen (118, 119) ausgebildeten Oberfläche des Steges (30) jeweils wenigstens ein erhaben von dieser wegste­ hender Vorsprung (29) vorgesehen ist.
11. Abstandselement nach einem oder beiden der Ansprü­ che 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (29) in einer Ebene parallel zu den Oberflächen (118, 119) einen im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt aufweisen.
12. Abstandselement nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (29) in einer Ebene parallel zu den Oberflächen (118, 119) einen im wesentlichen tropfenförmigen Querschnitt aufweisen.
13. Abstandselement nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (29) in einer Ebene parallel zu den Oberflächen (118, 119) einen im wesentlichen kugelförmigen Querschnitt aufweisen.
14. Abstandselement nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Bereich unmittelbar um das zentrale Loch (12) herum auf der einen Oberfläche (118) eine Mehrzahl erhaben von dieser wegstehender stiftartiger Vorsprünge (31) und auf der anderen Oberfläche (119) eine Mehrzahl von Vertiefungen (32) vorgese­ hen ist, wobei jeweils ein Vorsprung (31) und eine Vertiefung (32) in bezug auf eine durch sie hin­ durchgehende gedachte gemeinsame zentrale Achse (33) einen gleichen Abstand vom Lochzentrum (16) haben.
15. Abstandselement nach Anspruch 14, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Vorsprünge (31) und die Vertie­ fungen (32) eine gleiche Querschnittsform aufwei­ sen.
16. Abstandselement nach einem oder mehreren der Ansprüche l bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß dieses einen äußeren umlaufenden Rand (34, 35) an seinen beiden Oberflächen (118, 119) aufweist, wobei einer der Ränder (34) wenigstens um die Dicke eines Filterelements (13) in bezug auf die Flächen­ normale der Oberfläche (118) höher ist.
17. Abstandselement nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß es aus Kunststoff besteht.
18. Abstandselement nach Anspruch 17, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Kunststoff Polystyrol ist.
19. Abstandselement nach Anspruch 17, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Kunststoff Acrylnitril-Buta­ dien-Styrol-Copolymere (ABS) ist.
20. Abstandselement nach Anspruch 17, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Kunststoff Styrol-Acrylnitrit- Copolymere (SAN) ist.
21. Abstandselement nach Anspruch 17, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Kunststoff Luran ® ist.
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