DE3713402C2 - Zweireihiges Dehnungslager - Google Patents
Zweireihiges DehnungslagerInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein zweireihiges Dehnungsla
ger nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein Lager, das dem im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 an
gegebenen Lager ähnelt, ist bereits aus der DE 33 37 932 A1
bekannt. Dabei handelt es sich um ein Lager für Radachsen,
das nicht als Dehnungslager eingesetzt werden kann. In die
sem bekannten Lager, welches ein zweireihiges Zylin
derrollenlager ist, sind radial und/oder axial nachgiebige
Teile, sogenannte Kraftspeicher eingebaut, um auf das Lager
einwirkende radiale Kräfte und Stöße aufzufangen. Wenn sich
das bekannte Lager erwärmt, beispielsweise bei höheren Be
triebstemperaturen, so dehnen sich auch die zylindrischen
Rollen aus, welche in zwei äußeren Laufbahnen angeordnet
sind. Durch das Ausdehnen der Rollen kommt es aber zwangs
läufig dazu, daß deren Stirnflächen an angrenzende Anlauf
borde der äußeren Laufbahnen anstoßen und sich verklemmen,
wodurch das gesamte Lager nur mit erhöhtem Kraftaufwand
drehbar ist oder sogar blockiert.
Ein weiteres zweireihiges Rollenlager ist aus der US-PS 43 86 810
bekannt. Ein äußerer Laufring dieses Lagers hat zwei
unvertiefte äußere Laufbahnen, die in der Mitte, d. h. zwi
schen den beiden Reihen von Rollen durch ein Schulterpaar
voneinander getrennt sind. Dieses bekannte Lager kann zwar
axiale Ausdehnungen des Teils zulassen, das in dem Lager
gelagert ist, jedoch ist es in seiner Herstellung wegen des
äußeren Schulterpaares und der daran angrenzenden äußeren
Laufbahnen relativ teuer. Fehlausrichtungen des gelagerten
Teils bezüglich des Lagers führen zudem zum Verklemmen die
ses bekannten Lagers.
Die US-PS 3 807 819, 3 845 999 und 3 850 485 beschreiben
verschiedene Strukturen, die eine relative axiale Bewegung
zwischen dem äußeren Laufring des Lagers und
dem in dem Lager gelagerten Teil gestatten. Die
beschriebenen Strukturen sind selbstausrichtend, um
eine gewisse Fehlausrichtung des Teils relativ zu dem Lager
zuzulassen.
Die US-PS 2 324 676 bezieht sich auf ein Rollenlager,
dessen innerer Laufring einen
Teil mit einem kleineren Durchmesser hat, dessen Länge nicht
angegeben ist. In dieser US-Patentschrift
ist angegeben, Materialien für eine Büchse
und einen Becher so zu wählen, daß vorhandene Spalten unter
veränderlichen Temperaturbedingungen kontrolliert werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Dehnungslager nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 auf konstruktiv einfache Weise
so auszubilden, daß es eine begrenzte axiale Ausdehnung des
Teils, das in dem Rollenlager gelagert ist, zuläßt und
selbstausrichtend ist, d. h. eine gewisse- Fehlausrichtung
des gelagerten Teils bezüglich des Rollenlagers zuläßt.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des An
spruchs 1 gelöst.
Das Dehnungslager
nach der Erfindung weist einen spanabhebend bearbeiteten
äußeren Laufring, einen spanabhebend bearbeiteten inneren
Laufring und zwei Reihen von zylindrischen Rollen zwischen
denselben auf, wobei die Rollen jeder Reihe durch einen
Halter in gegenseitigem Abstand gehalten werden,
der im allgemeinen aus Nylon od. dgl. besteht. Ein Gehäuse
des Lagers besteht im allgemeinen aus Metallguß und hat
eine spanabhebend bearbeitete, insgesamt sphärische
innere Oberfläche, die der Form einer äußeren Oberfläche
des äußere Laufringes angepaßt ist, oder umgekehrt. Der
äußere Laufring ist im wesentlichen zylindrisch und hat
innen eine zylindrische äußere Laufbahn, wobei die äußere
Laufbahn eine axiale Länge hat, die gleich
oder etwas größer als die Summe aus der axialen Länge der zwei
Reihen zylindrischer Rollen und
einem axialen Abstand zwischen den Rollen ist, so daß zwischen den Rollen und den
Laufbahnen kein Verklemmen erfolgen kann. Der innere
Laufring ist ebenfalls zylindrisch und dient zum Aufnehmen
eines Teils einer Welle, mit dem er verbunden wird. Der innere
Laufring ist mit einer inneren Laufbahn versehen, deren
axiale Länge größer ist als die axiale Länge der äußeren
Laufbahn und der Rollen, um eine begrenzte relative
Axialbewegung zwischen dem äußeren Laufring und den
Rollen einerseits und dem inneren Laufring und dem Teil,
mit dem der innere Laufring verbunden ist, andererseits
zu gestatten.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung bilden die Gegenstände der
Unteransprüche.
Der innere Laufring wid mit dem Teil mittels
Feststellschrauben verbunden, die durch Öffnungen in dem
inneren Laufring hindurchgeführt und in ringförmige Verriegelungseinrichtungen
eingeschraubt werden, welche den inneren Laufring umgeben.
Die Verbindungen zwischen dem inneren Laufring und dem
Teil können an einem Ende oder an beiden Enden des inneren
Laufrings vorgesehen werden. Eine weitere
Verbindungseinrichtung kann benutzt werden, beispielsweise
die sogenannte SKWEZLOC-Verbindungseinrichtung, die in
den US-PS 3 276 828 und 4 537 519 beschrieben ist.
Das Dehnungslager nach der Erfindung ist mit
Dichteinrichtungen zwischen den Laufringen und außerdem
mit Schmiereinrichtungen zum Einleiten von Schmiermittel
zwischen die Laufringe
und die Rollen versehen. Diese Schmiereinrichtungen weisen außerdem eine
Arretiereinrichtung auf, die die Relativbewegung zwischen dem
äußeren Laufring und dem Gehäuse begrenzt,
aber einen gewissen Grad an Selbstausrichtung gestattet,
d. h. ein begrenztes Ausmaß an Fehlausrichtung zwischen dem üblicherweise als
Welle ausgebildeten Teil und einem Träger des Lagers zuläßt.
Der innere und der äußere Laufring
sowie die Rollen werden üblicherweise als ein Baustein
ausgebildet, so daß sie leicht ausgetauscht werden können,
ohne daß das vollständige Auseinanderbauen von Teilen des
Bausteins zur Reparatur erforderlich ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden
unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben. Es
zeigt
Fig. 1 eine Endansicht eines Dehnungsladers nach der
Erfindung,
Fig. 2 eine Längsschnittansicht nach der Linie 2-2
in Fig. 1,
Fig. 3 eine Teilschnittansicht eines Typs einer
Lagerdichtung, und
Fig. 4 eine Teilschnittansicht eines weiteren Typs einer
Lagerdichtung.
Fig. 1 der Zeichnung zeigt ein Dehnungslager 10, das
ein Gehäuse 12 aufweist, welches wie dargestellt
aus zwei Teilen 12A und 12B besteht, die durch Schrauben
14 miteinander verbunden sind, einem äußeren Laufring 16,
einem inneren Laufring 18 und einer
Verriegelungseinrichtung 20, durch die das Lager 10 mit
einer Welle 22 verbunden ist. Das Gehäuse 12 ist mit
Schraubenlöchern 24 zum Aufnehmen von nicht dargestellten
Schrauben zur Befestigung des Lagers 10 an einem
ebenfalls nicht dargestellten Träger des Lagers 10 versehen. Die
Einzelheiten des Lagers 10 werden unter Bezugnahme auf
die übrigen Figuren der Zeichnung unter Verwendung
derselben Bezugszahlen für entsprechende Teile beschrieben.
Gemäß Fig. 2 ist das Gehäuse 12 mit einer inneren
sphärischen Oberfläche 26 versehen, die eine komplementär
geformte Oberfläche 28 an dem äußeren Laufring 16 erfaßt.
Der äußere Laufring 16 ist mit einer zylindrischen
äußeren Laufbahn 30 versehen, welche der axialen
Ausdehnung von zwei gegenseitigen Abstand aufweisenden
Reihen von Rollen 36 entspricht, wobei letztere durch
einen Halter 38 radial und axial auf Abstand gehalten
sind.
Der innere Laufring 18 ist mit einer zylindrischen Bohrung 32 zur
Aufnahme der Welle 22 und mit einer zylindrischen inneren
Laufbahn 40, deren axiale Länge größer als die axiale Länge
der äußeren Laufbahn 30 ist, versehen. Der äußere Laufring
16 besteht aus zwei Teilen 16A, 16B, die beim Zusammenbauen
des Lagers 10 miteinander verbunden werden, beispielsweise
durch Schweißen. Der innere Laufring 18 ist mit einer und
üblicherweise mit mehreren gegenseitigen radialen Abstand
aufweisenden Öffnungen 46 an jedem Ende versehen. Zum
verriegeln des Lagers 10 auf der Welle 22 wird eine
Verriegelungseinrichtung 48 in Form von Ringen benutzt, die jeweils
Feststellschrauben 50 zum Hindurchführen durch die
Öffnungen 46 und zum Ausüben von Druck auf die Welle 22
aufweisen. Die Feststellschrauben 50 werden in Öffnungen
51 eingeschraubt.
An jedem Ende des Lagers 10 ist eine Dichteinrichtung 52
vorgesehen, deren Einzelheiten in den Fig. 3 und 4 gezeigt
und im folgenden beschrieben sind. Die Dichteinrichungen 52
verhindern das Entweichen von Schmiermittel aus einem
Hohlraum 54 zwischen dem äußeren und dem
inneren laufring 16, 18, in welchem die Rollen 36 angeordnet
sind. Die Dichteinrichtungen 52 verhindern außerdem im wesentlichen
das Eindringen von Schmutz und Teilchen in den Hohlraum
54 und können so aufgebaut sein, daß sie ein
kontrolliertes Entweichen des Schmiermittels aus dem
Hohlraum 54 gestatten.
Zum Einleiten des Schmiermittels, üblicherweise
Schmierfett, in den Hohlraum 54 sind Schmiereinrichtungen 56, 58 in Form von Schmiermittelkanälen
in dem Gehäuse 12 bzw. dem äußeren Laufring 16
vorgesehen. Ein Schmiernippel 60 ist in die kanalförmige Schmiereinichtung 56
eingeschraubt, und eine vergrößerte Aussparung 62 ist in
der äußeren Oberfläche 28 des äußeren Laufrings 16
vorgesehen. Eine Arretiereinrichtung 64 ist in der Schmiereinrichtung 56
aufgenommen und erstreckt sich in die Aussparung 62. Die
Arretiereinrichtung 64 gestattet, daß Schmiermittel an ihr
vorbei in den Hohlraum 54 gelangt, verhindert aber im
wesentlichen eine Relativdrehung zwischen dem Gehäuse
12 und dem äußeren Laufring 16, wobei sie aber dem Lager
10 gestattet, eine begrenzte Fehlausrichtung der Welle
22 relativ zu dem Träger des Lagers 10 zuzulassen.
Die Dichteinrichtungen 52 können wenigstens eine der
Ausgestaltungen haben, die in den Fig. 3 und 4 dargestellt
sind. Fig. 3 zeigt eine Filzdichtung aus zwei
Schleuderringen 66 und 68 mit einem dazwischen angeordneten
Filzring 70, wobei es sich dabei um eine bekannte Konstruktion
handelt. Fig. 4 zeigt eine Lippenkontaktdichtung, die ein
gehaltertes elastisches Lippenteil 72 aufweist, das den
drehbaren inneren Laufring 18 berührt. Falls zu großer
Schmiermitteldruck ausgeübt wird, wird das Schmiermittel
an dem Lippenteil vorbei axial nach außen gedrückt
und so der Hohlraum 54 gereinigt oder entleert.
Das Dehnungslager 10 ist besonders zum Einbau
geeignet, wenn (a) der Träger des Lagers 10 nicht starr ist; (b)
beträchtliche Temperaturdifferenzen zwischen der Welle 22
und dem Träger zu erwarten sind; und
(c) die Welle ungewöhnlich lang ist.
Claims (3)
1. Zweireihiges Dehnungslager mit einem Ge
häuse (12), mit einem äußeren Laufring (16), der eine
insgesamt zylindrische äußere Laufbahn (30) mit einer er
sten axialen Länge hat, wobei die äußere Laufbahn (30) ver
tieft ausgebildet ist, mit einem inneren Laufring (18), der
eine insgesamt zylindrische innere Laufbahn (40) mit einer
zweiten axialen Länge hat, wobei der innere Laufring (18)
eine zylindrische Bohrung (32) hat, beide Reihen zylindri
scher Rollen (36) in Rollberührung mit der inneren Laufbahn
(40) sind und die axiale Länge der inneren Laufbahn (40)
größer als die axiale Gesamtlänge der beiden Reihen zylin
drischer Rollen (36) und größer als die axiale Länge der
äußeren Laufbahn (30) ist, und mit einer Arretiereinrich
tung (64) zwischen dem äußeren Laufring (16) und dem Ge
häuse (12), die eine Relativdrehung derselben verhindert
und eine kontrollierte Selbstausrichtung derselben relativ
zu der Welle (22) gestattet, wobei die beiden Reihen von
zylindrischen Rollen (36) in gegenseitigem axialen Abstand
gehalten sind,
dadurch gekennzeichnet,
- a) daß die Bohrung (32) zur Aufnahme einer Welle (22) be stimmt ist, mit der der innere Laufring (18) zur ge meinsamen Drehung verbindbar ist,
- b) daß die innere Laufbahn (40) vertieft ausgebildet ist,
- c) daß eine gemeinsame äußere Laufbahn (30) für beide Rei hen zylindrischer Rollen vorgesehen ist,
- d) daß zum Halten der beiden Reihen von zylindrischen Rol len (36) in gegenseitigem axialen Abstand ein Halter (38) vorgesehen ist, der zusätzlich die zylindrischen Rollen (36) in jeder Reihe in gegenseitigem Umfangsab stand hält, und
- e) daß die Summe aus der axialen Länge der beiden Reihen zylindrischer Rollen (36) und dem axialen Abstand im wesentlichen gleich der axialen Länge der vertieften äußeren Laufbahn (30) ist.
2. Dehnungslager nach Anspruch 1, gekennzeichnet, durch eine
Verriegelungseinrichtung (48, 50, 51) zum Verriegeln des
inneren Laufrings (18) auf der Welle (22).
3. Dehnungslager nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch
eine Schmiereinrichtung (56, 58) zum Einleiten von Schmier
mittel zwischen die Laufringe (16, 18) und die Rollen (36).
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