DE3703536C2 - - Google Patents
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- DE3703536C2 DE3703536C2 DE19873703536 DE3703536A DE3703536C2 DE 3703536 C2 DE3703536 C2 DE 3703536C2 DE 19873703536 DE19873703536 DE 19873703536 DE 3703536 A DE3703536 A DE 3703536A DE 3703536 C2 DE3703536 C2 DE 3703536C2
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- B60—VEHICLES IN GENERAL
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Description
Die Erfindung geht aus von einem pneumatisch rückstellbaren
und von Hand in drei Stellungen überführbaren Umschaltventil
mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen.
Das Umschaltventil, welches auch als Handbremsventil
bezeichnet werden kann, weil es u. a. von Hand betätigbar
ist, wird ausschließlich in Verbindung mit einer
Zweileitungs-Anhängerbremsanlage eingesetzt, also auf dem
Anhänger.
Ein derartiges Umschaltventil ist aus der DE-OS 21 35 924
bekannt. Es ist als Vier-/Dreiwegeventil
ausgebildet und weist zusätzlich noch einen indirekten
Anschluß für die vom Kupplungskopf herangeführte
Vorratsleitung auf, um die Rückstellung aus einer
Rangierstellung in die Betriebsstellung zu bewirken,
wenn die Druckluftvorratsbehälter des Anhängers nach
dem Kuppeln aufgefüllt werden. Das Umschaltventil
nimmt dann die Betriebsstellung ein, in welcher die
vom Kupplungskopf herangeführte Vorratsleitung direkt
mit den Federspeicherbremszylindern verbunden ist,
während der Anschluß der von dem Druckluftvorratsbe
hälter herangeführten Vorratsleitung in der
Betriebsstellung abgeschlossen ist. Bei einem Abriß
des Anhängers oder einem Defekt in der vom
Kupplungskopf herangeführten Vorratsleitung verbleibt
dieses Umschaltventil ohne Schaltvorgang in der
Betriebsstellung und entlüftet die
Federspeicherbremszylinder infolge der direkten
Verbindung über das Leck in der Vorratsleitung. Die
Federspeicherbremse wird als Feststellbremse dann auch
eingelegt, wenn der Anhänger abgekuppelt wird. Zu
Rangierzwecken für den Anhänger ist es möglich, das
Umschaltventil von Hand in eine zweite Stellung zu
überführen, in der die vom Kupplungskopf herangeführte
Vorratsleitung abgeschlossen wird und die von dem
Druckluftbehälter herangeführte Vorratsleitung mit der
zu den Federspeicherbremszylindern führenden Leitung
verbunden wird, so daß die Federspeicherbremszylinder
belüftet und die Federspeicherbremse gelöst wird. Das
Umschaltventil kann in eine dritte Stellung von Hand
überführt werden, in der die beiden Vorratsleitungen
abgeschlossen sind und die zu den Federspeicherbrems
zylindern führende Leitung entlüftet wird. Auch damit
ist das Einlegen der Federspeicherbremse möglich.
Dieses Umschaltventil ist nur symbolhaft dargestellt, so
daß seine konstruktive Ausbildung im einzelnen nicht
ersichtlich ist. Es hat aber bereits den Vorteil, daß
das üblicherweise bei Zweileitungs-Anhängerbremsanlagen
erforderliche Anhängerbremsventil in Wegfall kommen
kann bzw. zur Erfüllung von Teilfunktionen einfache
Relaisventile benutzt werden können. Das bekannte
Umschaltventil hat jedoch auch Nachteile:
Bei einem großen Luftverbrauch auf dem Motorwagen
ergeben sich Druckschwankungen in der zum Anhänger
führenden Vorratsleitung, die zu einem teilweisen
Ansprechen der Federspeicherbremse führen können. Da
dieser Luftverbrauch insbesondere während der Bremsung
des Lastzugs stattfindet, z. B. verstärkt auch dann,
wenn der Motorwagen mit einer Antiblockierregel
einrichtung ausgestattet ist, kann es auf dem Anhänger
zu einer Addition der Bremskräfte der Betriebsbremse
und der Federspeicherbremse kommen. Nach Beendigung
des Bremsvorgangs kann die Betriebsbremse vergleichsweise
schnell gelöst werden, da sie üblicherweise mit einer
Relaisfunktion arbeitet, der Druckabfall in der
Vorratsleitung muß jedoch erst durch die
Druckluftbeschaffungseinrichtung ausgeglichen werden,
so daß die Gefahr besteht, daß unmittelbar nach der
Beendigung einer Bremsung die Federspeicherbremse
nicht zugleich mitgelöst wird, sondern noch für eine
Zeit ungewollt weiterbremst.
Die US-PS 38 44 626 zeigt ein von Hand in drei Stellungen
überführbares Umschaltventil für eine Motorwagenbremsanlage,
die neben einer Betriebsbremse auch eine
Federspeicherbremszylinder aufweisende Federspeicherbremse
umfaßt. Das Umschaltventil weist einen Steuerschieber auf,
der u. a. mit einem zusätzlich vorgesehenen Ventilkörper
zusammenarbeitet. Auf dem Steuerschieber ist ein Steuerkolben
dichtend geführt und begrenzt beweglich gelagert, der auf
seiner einen Seite vom Druck der Druckluft im Vorratsbehälter
der Betriebsbremse beaufschlagt ist. Dieser Steuerkolben
weist auf beiden Seiten gleichgroße Wirkflächen auf. Die
rückseitige Wirkfläche ist an die Atmosphäre angeschlossen.
Der Steuerkolben wird auf dieser Rückseite zusätzlich von der
Kraft einer vorgespannten Feder belastet. Bei Ausfall der
Druckluft in der Betriebsbremse wird der Steuerkolben durch
die Kraft der Feder den Steuerschieber über einen an ihm
vorgesehenen Anschlag in eine solche Stellung verschieben,
daß die Federspeicher entlüftet und damit die
Federspeicherbremse angezogen wird. Bei dieser
Bremsanlage ist Vorsorge getroffen, daß Druckschwankungen in
der Betriebsbremse nicht zu einem ungewollten Ansprechen der
Federspeicherbremse führen können. Hierzu ist der
Federspeicherlösedruck erheblich höher gelegt als der Druck,
der erforderlich ist, um die den Steuerkolben belastende
Feder zusammenzudrücken bzw. zusammengedrückt zu halten. Der
Steuerkolben wird also erst dann eine Schaltfunktion
ausführen, wenn die beachtlicher Druckabfall des
Vorratsdrucks der Betriebsbremse stattfindet, wie es
üblicherweise bei normalen Druckschwankungen infolge
Betriebsbremsungen nicht auftritt. Um diesen Effekt, daß sich
zwischen den beiden Grenzen abspielende Druckschwankungen in
der Betriebsbremsanlage nicht auf die Federspeicherbremse
auswirken können, zu erreichen, ist in der Bremsanlage ein
Relaisventil mit Druckübersetzung vorgesehen, um den hohen
Federspeicherlösedruck zu erreichen. Der vorgesehene
Steuerkolben führt zwar in einem bestimmten Notfall eine
Steuerbewegung durch, läßt sich jedoch nicht mit einem für
eine Anhängerbremsanlage typischen Notbremskolben
vergleichen, für den andere Schaltungskriterien maßgeblich
sind, insbesondere der Anschluß an die Vorratsleitung des
Anhängers.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Umschaltventil
der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, bei dem
Druckschwankungen in der vom Kupplungskopf herangeführten
Vorratsleitung nicht zu einem ungewollten Ansprechen der
Federspeicherbremse auf dem Anhänger führen können.
Erfindungsgemäß wird dies bei dem eingangs beschriebenen
Umschaltventil in Verbindung mit den Merkmalen des
kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 erreicht.
Unter diesem "Absenken des Drucks" wird das Abkuppeln der
Anhängervorratsleitung, der Abriß des Anhängers
während der Fahrt oder das Auftreten eines entsprechend
großen Lecks in dieser Vorratsleitung verstanden,
nicht jedoch die Druckschwankungen in der
Vorratsleitung, die beispielsweise bei großem
Luftverbrauch auf dem Motorwagen entstehen. Diese
Druckschwankungen führen zu keiner definitiven
Schaltbewegung, bei der die zu den
Federspeicherbremszylindern führende Leitung an die
Entlüftungsöffnung angeschlossen wäre, sondern durch die
Beaufschlagung des Notbremskolbens und der wirksamen Fläche
des Steuerschiebers mit dem Druck in der Vorratsleitung auf
einer insgesamt größeren Fläche als es der Gegenfläche des
Notbremskolbens entspricht, wird die Einheit aus
Notbremskolben und Steuerschieber bei kleinen
Druckschwankungen des Drucks in der Vorratsleitung an einem
gehäuseseitigen Anschlag gehalten. Bei größeren
Druckschwankungen in der Vorratsleitung können der
Steuerschieber und der Notbremskolben zusammen geringfügige
Bewegungen ausführen, die jedoch keine Schaltfunktion nach
sich ziehen, so daß auch bei solchen
Druckschwankungen die Federspeicherbremse durch den im
Druckluftvorratsbehälter des Anhängers befindlichen
Druck gelöst bleibt. Damit ist es möglich, durch die
Wahl der geometrischen Verhältnisse den Druckwert
festzulegen bzw. eine Druckschwankungsbreite in der
vom Kupplungskopf herangeführten Vorratsleitung zu
bestimmen, innerhalb der das Umschaltventil zwar
Bewegungen ausführt, jedoch keine Schaltfunktion. Auch
die Einschaltung einer Feder ist ein sinnvolles Mittel,
diese zulässige Druckschwankungsbreite festzulegen
bzw. mitzubestimmen. Im Gegensatz zu dem im Stand der
Technik bekannten Umschaltventil führt jedoch das neue
Umschaltventil beim Absenken des Drucks, also z. B.
beim Abkuppeln der Vorratsleitung, eine Schaltbewegung
aus, wodurch eine Notbremsfunktion erreicht wird,
ähnlich, wie dies bei Anhängerbremsventilen, die mit
einer Notbremseinrichtung versehen sind, bekannt ist.
Dann wird die zu den Federspeicherbremszylindern
führende Leitung direkt an eine Entlüftungsöffnung
des Umschaltventils angeschlossen, so daß die
Entlüftung der Federspeicherbremszylinder nicht mehr
über den Kupplungskopf der Vorratsleitung erfolgt,
sondern gleichsam mit Relaiswirkung durch das
Umschaltventil. Das neue Umschaltventil weist ebenso
wie das bekannte Umschaltventil den Vorteil auf, daß
die Verwendung von bekannten Anhängerbremsventilen
in der Bremsanlage des Anhängers entbehrlich wird.
Zum Auffüllen des Druckluftvorratsbehälters kann der
Notbremskolben auf seinem äußeren oder inneren Umfang
eine Überströmmanschette aufweisen oder von einem
Rückschlagventil durchsetzt sein. Das Rückschlagventil
kann entweder im Material des Notbremskolbens
untergebracht sein oder auch im Bereich des
Steuerschiebers, den der Notbremskolben umgibt. Auf
diese Weise erhält der Notbremskolben zusätzlich die
Funktion eines Rückschlagventils, so daß sich die
Leitungsführung im Vergleich zu der bekannten Anlage
vereinfacht. Es wird aus dem bisher indirekten Anschluß
der vom Kupplungskopf herangeführten Vorratsleitung
zugleich eine Füllstrecke für das Auffüllen des
Druckluftvorratsbehälters geschaffen. Es ist natürlich
auch möglich, den Notbremskolben ohne
Überströmmanschetten und mit Ringdichtungen
abzudichten, wobei dann die weitere Möglichkeit
bleibt, die Befüllung des Druckluftvorratsbehälters
außerhalb des Umschaltventils über eine gesonderte
Leitung und ein in dieser Leitung dann vorgesehenes
Rückschlagventil zu bewirken. Vorteilhaft ist jedoch
die andere aufgezeigte Möglichkeit, bei der die vom
Umschaltventil zu dem Druckluftvorratsbehälter
führende Vorratsleitung nicht nur zur Heranführung
des Vorrats an das Umschaltventil, sondern zugleich
auch als Fülleitung benutzt wird.
Der Steuerschieber kann einen mit dem Notbremskolben
zusammenwirkenden Anschlag aufweisen und das Gehäuse
kann einen weiteren Anschlag zur Begrenzung des Hubes
des Notbremskolbens besitzen, damit einerseits bei
einer Schaltbewegung des Notbremskolbens infolge
Auftretens von Differenzdruck in den beiden
Vorratsleitungsstücken die Umschaltbewegung auf den
Steuerschieber übertragen wird. Andererseits ist es
erforderlich, den Hub des Notbremskolbens und damit
des Steuerschiebers für ein solches Umschalten zu
begrenzen. Für die Realisierung dieser Anschläge
bieten sich verschiedene Möglichkeiten an,
beispielsweise die Verwendung von Sicherungsringen,
die Bildung von abgesetzten Schultern u. dgl.
Der Steuerschieber kann drei verdickte und gleichen
Durchmesser aufweisende Zylinderbereiche aufweisen,
die durch zwei Einschnürungen voneinander getrennt sind.
Die verdickten Bereiche bilden mit entsprechenden
Dichtungen gleichsam Schließventile, während die
Einschnürungen, die ringförmig umlaufend als axiale
Nuten oder auch als Bohrungsverbindungen in dem
Material des Steuerschiebers ausgebildet sein können,
die entsprechenden Leitungen aneinander anschließen,
also die Öffnungsfunktion der Schiebersteuerung
realisieren. Durch die Wahl der verschiedenen
geometrischen Verhältnisse und die Anordnung der
Zylinderbereiche und der Einschnürungen wird die
gewünschte Funktion sichergestellt. Das Gehäuse des
Umschaltventils kann gestuft ausgebildet sein.
Im Gehäuse kann ein kreisförmiger Einsatz ortsfest
und dichtend gelagert sein, der zwischen je zwei auf
seinem inneren und äußeren Umfang angeordneten Dichtungen
radial durchbrochen ist; dabei ist der Anschluß für
die zu den Federspeicherbremszylindern führende
Leitung gehäuseseitig an diese Durchbrechungen
angeschlossen. Die Verwendung dieses Einsatzes
gestattet eine vergleichsweise vereinfachte Fertigung.
Da der Einsatz ortsfest angeordnet ist, könnte er
auch aus dem Material des Gehäuses des Umschaltventils
bestehen bzw. hergestellt sein. Hierdurch wird jedoch
die Herstellung komplizierter.
Die vom Kupplungskopf herangeführte Vorratsleitung
kann seitlich am Gehäuse so angeschlossen sein, daß
der Steuerschieber ausschließlich radial beaufschlagt
ist; die vom Kupplungskopf herangeführte Bremsleitung
kann dann an eine Steuerkammer in dem Gehäuse des
Umschaltventils angeschlossen sein, wobei der
Steuerschieber zur Begrenzung der Steuerkammer mit
einer weiteren Dichtung in einem Gehäuseabsatz geführt
ist. Auf diese Weise kann die Bremsleitung anstelle
der Vorratsleitung als indirekte Leitung an das
Umschaltventil angeschlossen werden, was den Vorteil
erbringt, daß beim Kuppeln der Vorratsleitung kein
automatisches Lösen der Federspeicherbremse erfolgt.
Eine einmalige Betätigung der Betriebsbremse führt
jedoch dann zum Lösen der Federspeicherbremse, so daß
der Lastzug losfahren kann. Dabei kann der
Steuerschieber über den den Notbremskolben tragenden
Bereich hinaus verlängert ausgebildet sein und auf dem
so gebildeten Fortsatz die Dichtung angeordnet sein,
die letztendlich die Steuerkammer begrenzt.
Es ist möglich, den Steuerschieber mit einer manuell
betätigbaren Verriegelungseinrichtung auszustatten,
die zum Blockieren der eingelegten Federspeicherbremse
dient. Die Verriegelungseinrichtung kann nur in einer
der drei Stellungen betätigt, d. h. wirksam eingelegt
werden, nämlich in der Mittelstellung des
Steuerschiebers, wie sie beispielsweise beim Absenken
des Drucks infolge eines Abkuppelvorgangs des
Anhängers eingenommen wird.
Die Verriegelungseinrichtung kann als Kugelgesperre
ausgebildet sein, welches ausschließlich von Hand
einrückbar und lösbar ist. Dies kann auch in Verbindung
mit der von der Bremsleitung beaufschlagten
Steuerkammer realisiert bzw. kombiniert werden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den
Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden
beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine erste Ausführungsform des
Umschaltventils in einer Zweileitungs-
Anhängerbremsanlage in der Fahrtstellung,
Fig. 2 das Umschaltventil gemäß Fig. 1 in der
Stellung bei abgekuppelter Vorratsleitung,
also in der Notbrems- bzw. Feststellbrems
stellung,
Fig. 3 das Umschaltventil gemäß Fig. 1 in der
Rangierstellung, also bei abgekuppeltem
Anhänger und gelöster Federspeicherbremse,
Fig. 4 eine weitere Ausführung des
Umschaltventils in einer Stellung, in der
der Anhänger gekuppelt ist, jedoch die
Feststellbremse im Anhänger durch eine
Verriegelungseinrichtung blockiert ist,
Fig. 5 eine Detaildarstellung eines Teils des
Steuerschiebers mit einem Rückschlagventil
zur Befüllung der Druckluftvorratsbehälter
und
Fig. 6 eine weitere Ausführungsform des
Umschaltventils in angepaßter
Schaltungsanordnung innerhalb der Anlage.
Die in Fig. 1 dargestellte Zweileitungs-Bremsanlage
weist eine Reihe bekannter Elemente auf. Von einem
Kupplungskopf 1 führt eine Vorratsleitung 2 einerseits
zu einem Anschluß 3 an dem Umschaltventil 4 und
andererseits über ein Rückschlagventil 5 zu einem
Relaisventil 6, welches als ALB-Relais oder
beispielsweise auch als ABS-Relaisventil ausgebildet
sein kann. Von einem Kupplungskopf 7 führt eine
Bremsleitung 8 ebenfalls zu dem Relaisventil 6.
Leitungen 9 stellen die Verbindung zwischen dem
Relaisventil 6 und Betriebsbremszylindern 10 der
Vorderachse her. Über eine Leitung 11 wird der
Betriebsbremsteil von kombinierten Federspeicherbrems
zylindern 12 der Hinterachse im Sinne einer
Betriebsbremsaussteuerung erreichbar. Es sind zwei
Druckluftvorratsbehälter 13 und 14 vorgesehen, wobei
der Druckluftvorratsbehälter 13 zur Versorgung der
Betriebsbremse und der Druckluftvorratsbehälter 14
zur Versorgung der Federspeicherbremse dient. Von dem
Druckluftvorratsbehälter 13 wird Vorratsluft über eine
Leitung 15 dem Relaisventil 6 zugeleitet; die beiden
Druckluftvorratsbehälter 13 und 14 sind über eine
Leitung 16 miteinander verbunden, in der ein
Überströmventil 17 angeordnet ist, welches der
Drucksicherung dient. Auch das Relaisventil 6 ist
mit einer Drucksicherung 18 versehen. Der
Druckluftvorratsbehälter 14 steht über eine
Vorratsleitung 19 mit einem Anschluß 20 am
Umschaltventil 4 in Verbindung. Von einem Anschluß 21
führt eine Leitung 22 zu dem Federspeicherteil der
Federspeicherbremszylinder 12, also in die
Speicherkammern.
Das Umschaltventil 4 besitzt ein Gehäuse 23, an welchem
neben den Anschlüssen 3, 20 und 21 noch eine
Entlüftungsöffnung 24 vorgesehen und in der
dargestellten Weise angeordnet ist. Das Gehäuse 23
bildet im Innern zwei abgesetzte zylindrische
Bohrungen 25 und 26, zwischen denen eine als Anschlag
wirkende Schulter 27 gebildet ist. Die Bohrung 26
schließlich schließt an den Anschluß 3 an und bildet
ein Einströmkammer 28 für Vorratsluft. In dem Gehäuse
23 ist ein mit einem Handgriff bzw. Knopf 29
versehener Steuerschieber 30 vorgesehen, dessen aus
dem Gehäuse 23 herausgeführter Teil über einen
Schutzbalg 31 abgedeckt ist. Der Steuerschieber 30
besitzt in der dargestellten Weise drei Verdickungen
32, 33, 34, die als zylindrische Abschnitte mit
gleichem Durchmesser ausgebildet sind. Zwischen den
Verdickungen 32 und 33 ist eine Einschnürung 35 und
zwischen den Verdickungen 33 und 34 eine Einschnürung
36 vorgesehen, wobei diese Einschnürungen 35, 36 als
umlaufende Nuten ausgebildet sind. Auch axiale
Einkerbungen, Bohrungen o. dgl. können zur Realisierung
dieser Einschnürungen 35, 36 angeordnet sein. In
seinem in das Gehäuse 23 hineinreichenden freien
Endbereich trägt der Steuerschieber 30 einen als
Anschlag wirkenden Sicherungsring 37. Mit diesem
Sicherungsring 37 arbeitet ein Notbremskolben 38
zusammen, der als wesentlichstes Element dieses
Umschaltventils 4 gerade kreisringförmig ausgebildet
ist, also den Steuerschieber 30 umgibt und auf diesem
bzw. relativ zu diesem begrenzt axial verschiebbar
gelagert ist. Der Notbremskolben weist an seinem
inneren Umfang eine Dichtung 39 auf, die mit der
Verdickung 32 des Steuerschiebers 30 zusammenarbeitet,
so daß an dieser Stelle in allen Betriebszuständen
eine Dichtwirkung erreicht wird. Auf seinem äußeren
Umfang ist eine Überströmmanschette 40 in der
dargestellten Weise vorgesehen, mit deren Hilfe die
Einströmkammer 28 von einer Vorratskammer 41, die über
den Anschluß 20 und die Vorratsleitung 19 in dauernder
Verbindung mit dem Druckluftbehälter 14 steht, abgeteilt
wird. Es ist jedoch bereits jetzt erkennbar, daß die
Befüllung des Druckluftvorratsbehälters 14 wie auch
des Druckluftvorratsbehälters 13 über den
Kupplungskopf 1, die Vorratsleitung 2, den Anschluß 3,
die Einströmkammer 28, über die Überströmmanschette 40
in die Vorratskammer 41 und von dort über den Anschluß
20 und die Vorratsleitung 19 erfolgen. Der
Notbremskolben 38 besitzt Fortsätze 42, die
durchbrochen ausgebildet sind, so daß die gesamte
Vorratskammer 41 jeweils an den Anschluß 20
angeschlossen ist.
In dem Gehäuse 23 bzw. in der Bohrung 25 ist ein
Einsatz 43 als kreisringförmiger Körper ortsfest
gelagert, der auch Bestandteil des Gehäuses 23 sein
könnte. Der Einsatz 43 wird mit Hilfe von
Sicherungsringen 44 und 45 axial unverschieblich
gehalten und besitzt an seinem inneren Umfang
Dichtungen 46 und 47 sowie an seinem äußeren Umfang
Dichtungen 48 und 49. Zwischen den Dichtungen 46 und
48 einerseits und den Dichtungen 47 und 49 andererseits
ist der Einsatz 43 radial durchbrochen und besitzt hier
z. B. Bohrungen 50 und umlaufende Nuten 51 und 52, so
daß ein dauernder Anschluß dieser radialen
Durchbrechung an den Anschluß 21 und die zu den
Federspeicherbremszylindern führende Leitung 22
gewährleistet ist. Die Dichtungen 46 und 47 auf dem
Einsatz 43 bilden mit den Verdickungen 33 und 34 bzw.
den Einschnürungen 35 und 36 des Steuerschiebers 30
Ventile nach Steuerschieberart, um entweder eine
betreffende Leitungsverbindung abzusperren oder
herzustellen. Diese verschiedenen Ventilfunktionen
werden bei zusammengefaßter Betrachtung der Fig. 1
bis 3 in den verschiedenen Stellungen am leichtesten
überschaubar.
Fig. 1 zeigt das Umschaltventil 4 in der Betriebs-
bzw. Fahrtstellung, also mit angekuppeltem Anhänger,
ordnungsgemäß befüllten Druckluftvorratsbehältern 13
und 14 und gelöster Federspeicherbremse. Es ist
erkennbar, wie die Einschnürung 35 die Dichtung 46
überbrückt, so daß letztendlich die Vorratskammer 41
an die Nut 51 und damit die radiale Durchbrechung
im Einsatzkörper 43 angeschlossen ist. Auf diese Weise
steht der Druck im Druckluftvorratsbehälter
14 über die Vorratsleitung 19 und den Anschluß 20 sowie
letztendlich die Leitung 22 in den Speicherkammern der
Federspeicherbremszylinder 12 an, so daß die
Speicherfedern zusammengedrückt und die Feststellbremse
gelöst ist. Andererseits ist erkennbar, daß in der
Fahrtstellung gemäß Fig. 1 die Verdickung 33 mit der
Dichtung 47 eine Schließstellung erfüllt, so daß
beispielsweise aus der Nut 51 keine Druckluft in einen
Raum 53 und von dort über die Entlüftungsöffnung 24
abströmen kann.
Bei Druckschwankungen in der Vorratsleitung 2 infolge
großen Luftverbrauchs auf dem Motorfahrzeug wird sich
zwar der Notbremskolben 38 und über den
Sicherungsring 37 auch der Steuerschieber 30
geringfügig bewegen. Dies führt jedoch nicht zu einer
Schaltfunktion und zu einer grundsätzlich anderen
Schaltstellung, sondern die Federspeicherbremse wird
auch in solchen Fällen nach wie vor von dem
Vorratsdruck des Druckluftvorratsbehälters 14 über die
Vorratsleitung 19 gelöst gehalten. Durch die
konstruktive und geometrische Gestaltung kann auf diese
Druckschwankungsbreite, die zulässig ist, ohne daß die
Federspeicherbremse einfällt, Einfluß genommen werden.
Es kann auch zusätzlich eine Feder 54, wie sie in
Fig. 6 dargestellt ist, zwischen dem Notbremskolben
38 und der Schulter 27 oder dem Gehäuse 23 vorgesehen
sein.
Fig. 2 zeigt eine umgeschaltete Stellung des
Umschaltventils 4 und die Relativlage der Teile, die
dann eintritt, wenn der Kupplungskopf 1 der
Vorratsleitung 2 abgekuppelt oder abgerissen ist. An
dem Notbremskolben 38 führt eine wirkende Druck
differenz der beiden Vorratsdrücke dazu, daß der
Notbremskolben 38 aus der Stellung gemäß Fig. 1
heraus in Richtung auf und bis zur Anlage an der
Schulter 27 verschoben wird, wobei er über den
Sicherungsring 37 den Steuerschieber 30 mitnimmt. Dies
bedeutet, daß die Federspeicherbremse eingerückt wird.
Die Verdickung 33 gelangt in den Bereich der Dichtung
46, so daß die Vorratskammer 41 von der Nut 51 bzw. der
Leitung 22 abgesperrt wird. Andererseits gelangt die
Einschnürung 36 in den Bereich der Dichtung 47, so daß
das entsprechende Ventil geöffnet wird und somit letztlich
die Federspeicherbremszylinder über die Leitung 22, den
Anschluß 21, die Nuten 51 und 52 sowie die Bohrungen 50
und den Raum 53 an die Entlüftungsöffnung 24
angeschlossen sind. Die Federspeicherbremszylinder
werden also entlüftet und die Speicherfedern ziehen
die Federspeicherbremse an. Auf diese Weise wird
einerseits die Notbremse betätigt, andererseits aber
auch gewollt die Feststellbremse. Wichtig ist es zu
beachten, daß zum Einlegen der Notbremse und/oder
Feststellbremse eine Schaltfunktion ausgeführt wird.
Aus der abgekuppelten und festgebremsten Stellung
heraus ergibt sich die Notwendigkeit, den Anhänger
zu rangieren. Zu einem solchen Rangiervorgang wird
der Steuerschieber 30 von Hand durch Drücken des
Knopfes 29 in die in Fig. 3 dargestellte Relativlage
verschoben, wobei der Notbremskolben 38 in seiner
Stellung verbleibt, die er bereits gemäß Fig. 2
eingenommen hatte. Dabei bleibt die Dichtungsfunktion
zwischen der Einströmkammer 28 und der Vorratskammer
41 nach wie vor erhalten, jedoch gelangt die
Einschnürung 36 in den Bereich der Dichtung 46 und die
Verdickung 34 in den Bereich der Dichtung 47, so daß
die Verbindung zur Entlüftungsöffnung 24 abgesperrt
und nachfolgend - durch entsprechende geometrische
Gestaltung - die Verbindung zwischen der Vorratskammer
41 und der radialen Durchbrechung im Einsatz 43
hergestellt wird. Auf diesem Wege gelangt gemäß Fig. 3
Druckluft aus dem Druckluftvorratsbehälter 14 zu den
Federspeicherbremszylindern und die Federspeicherbremse
wird damit gelöst. Der Anhänger kann rangiert werden.
Nach Beendigung des Rangiervorgangs wird der
Steuerschieber 30 zweckmäßig in die in Fig. 2
dargestellte Stellung zurückgeschoben, damit die
Feststellbremse des Anhängers wiederum angezogen wird.
Unbedingt erforderlich ist dieser Zwischenschritt
jedoch nicht. Wenn der Anhänger gekuppelt wird, also
die Vorratsleitung 2 über den Kupplungskopf 1
angeschlossen wird, wirkt der diesbezügliche
Vorratsdruck in der Einströmkammer 28 auf jeden Fall
auf die Stirnfläche des Steuerschiebers 30 ein und
sorgt somit dafür, daß der Steuerschieber aus der
Stellung gemäß Fig. 3 oder auch aus der Stellung
gemäß Fig. 2 in die Fahrt- bzw. Betriebsstellung
gemäß Fig. 1 zurückgeführt wird. Dies führt auf jeden
Fall dazu, daß die Federspeicherbremse durch den
Vorratsdruck aus dem Druckluftvorratsbehälter 14
gelöst ist.
Die Ausführungsform des Umschaltventils 4 gemäß Fig.
4 ist an sich ähnlich wie die bisher beschriebene
Ausführungsform. Lediglich die Überströmmanschette 40
auf dem Notbremskolben 38 ist hier durch eine Dichtung
55 ersetzt, so daß die Befüllung des
Druckluftvorratsbehälters 14 hier unter Umgehung des
Umschaltventils 4 über eine Fülleitung 56, in der ein
Rückschlagventil 57 angeordnet ist, erfolgt. Es
versteht sich, daß diese Leitung 56 mit der
Vorratsleitung 2 in Verbindung steht.
Außerdem ist das Umschaltventil 4 gemäß Fig. 4 mit
einer Verriegelungseinrichtung 58 ausgestattet, die
als Kugelgesperre ausgebildet sein kann und mit einem
Absatz 59, einer Vertiefung o. dgl. an dem
Steuerschieber 30 zusammenarbeitet. Die
Verriegelungseinrichtung 58 ist also so ausgebildet
und angeordnet, daß sie nur von Hand ein- und ausgerückt
werden kann. Der Absatz 59 ist so angeordnet, daß er
nur die eine der drei Stellungen des Steuerschiebers
verriegeln kann, nämlich diejenige, in welcher die
Feststellbremse eingefallen ist. Diese Stellung, also
infolge abgekuppelten Anhängers bzw. abgekuppelten
Kupplungskopfes 1, ist in Fig. 4 dargestellt. Sinn
und Zweck dieser Verriegelungseinrichtung 58 ist es,
daß ein Ankuppelvorgang des Kupplungskopfes 1 nicht
zwangsläufig zum Lösen der angezogenen
Federspeicherbremse führt. Es ist vielmehr erforderlich,
zuerst die Verriegelungseinrichtung 58 zu lösen, damit
erst dann der Lastzug losfahren kann.
Fig. 5 verdeutlicht eine konstruktive Möglichkeit,
wie die Befüllung der Druckluftvorratsbehälter 13, 14
auch dann über das Umschaltventil 4 unter Einsparung
einer gesonderten Fülleitung 56 erfolgen kann, wenn am
Notbremskolben 38 keine Überströmmanschette 40
angeordnet ist. Fig. 5 zeigt die Einschaltung eines
Rückschlagventils 60 im vorderen Bereich des
Steuerschiebers 30, zwecks Umgehung des
Notbremskolbens 38, der hier zwei Ringdichtungen 39 und
55 trägt. Es versteht sich, daß das Rückschlagventil
60 auch in dem kreisringförmigen Notbremskolben 38
in der ersichtlichen Richtung zwischen der
Einströmkammer 28 und der Vorratskammer 41 vorgesehen
sein könnte.
Fig. 6 zeigt eine weitere Ausführungsmöglichkeit des
Umschaltventils 4, auch in einer anderen
Schaltungsanordnung. Der Steuerschieber 30 besitzt
hier noch einen Fortsatz 61, dessen Durchmesser auf
den Durchmesser der Bohrung 26 abgestimmt ist. Eine
Dichtung 62 teilt im Gehäuse 23 bzw. der Bohrung 26
eine Steuerkammer 63 ab bzw. überführt die
Einströmkammer 28 in der entsprechenden Stellung in
die Funktion einer Steuerkammer 63. Der Anschluß 3
der Vorratsleitung 2 ist hier seitlich am Gehäuse 23
verwirklicht, aber jedenfalls so, daß der
Steuerschieber von dem jetzt in der Einströmkammer 28
einströmenden Vorratsdruck nicht axial beaufschlagt
wird. Die Steuerkammer 63 weist einen Anschluß 64
auf, an dem eine Leitung 65 angeschlossen ist, die
mit der Bremsleitung 8 in Verbindung steht. Es ist also
die Bremsleitung 8 an die Steuerkammer 63 angeschlossen.
Die übrigen Einzelteile und die in der Schaltungs
anordnung vorgesehenen Geräte sind ohne weiteres
verständlich. Bei dieser Ausbildung wird der
besondere Vorteil erreicht, daß ein Ankuppeln des
Kupplungskopfes 1 und ein Einströmen von Druckluft
in die Einströmkammer 28 nicht zu einem Lösen der
eingefallenen Feststellbremse führt. Für ein Lösen
der Feststellbremse ist es vielmehr erforderlich,
daß der Fahrer des Lastzugs die Betriebsbremse einmalig
betätigt, um die Steuerkammer 63 zu beaufschlagen und
den Steuerschieber in die in Fig. 6 dargestellte
Fahrtstellung zu überführen, damit auf diese Art und
Weise die Verbindung zwischen dem Druckluftvorrats
behälter 14 und dem Federspeicherbremszylinder 12
hergestellt wird und somit die Federspeicherbremse
gelöst wird. Der Lastzug ist dann abfahrbereit. Neben
diesem Steuerimpuls durch die Betriebsbremse ist es
natürlich nach wie vor auch möglich, die Lösestellung
der Federspeicherbremse durch Ziehen an dem Knopf 29
des Steuerschiebers 30 herbeizuführen.
Claims (10)
1. Pneumatisch rückstellbares und von Hand in drei Stellungen
überführbares Umschaltventil für eine Zweileitungs-
Anhängerbremsanlage, die neben einer Betriebsbremse auch eine
Federspeicherbremszylinder aufweisende Federspeicherbremse
umfaßt, wobei das Gehäuse des Umschaltventils einen Anschluß
für die vom Kupplungskopf herangeführte Vorratsleitung, einen
Anschluß für die zu einem Druckluftvorratsbehälter führende
Vorratsleitung, einen Anschluß für eine zu den
Federspeicherbremszylindern führende Leitung und eine
Entlüftungsöffnung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das
Umschaltventil (4) einen Steuerschieber (30) aufweist und
daß auf dem Steuerschieber (30) ein Notbremskolben (38)
vorgesehen ist, der auf dem Steuerschieber (30) dichtend
geführt und in Umschaltrichtung begrenzt beweglich gelagert
ist und auf seiner einen Seite vom Druck in der vom
Kupplungskopf (1) herangeführten Vorratsleitung (2) und auf
seiner anderen Seite vom Druck im Druckluftvorratsbehälter
(14) beaufschlagt ist, wobei der Notbremskolben (38) während
des normalen Betriebszustands auf seiner Seite, die von der
vom Kupplungskopf (1) herangeführten Druckluft beaufschlagt
ist, mit einer größeren Kraft als auf seiner anderen Seite
belastet ist, so daß der Notbremskolben (38) erst beim
Absenken des Drucks in der vom Kupplungskopf (1)
herangeführten Vorratsleitung (2) unterhalb eines
vorbestimmten Werts den Steuerschieber (30) in eine solche
Stellung umschaltet, in der die zu dem
Druckluftvorratsbehälter (14) führende Vorratsleitung (19) abgesperrt
und die zu den Federspeicherbremszylindern führende Leitung
(22) an die Entlüftungsöffnung (24) angeschlossen ist.
2. Umschaltventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Auffüllen des Druckluftvorratsbehälters (14) der
Notbremskolben (38) auf seinem äußeren oder inneren Umfang
eine Überströmmanschette (40) aufweist oder von einem
Rückschlagventil (60) durchsetzt ist.
3. Umschaltventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Steuerschieber (30) einen mit dem
Notbremskolben (38) zusammenwirkenden Anschlag (37) aufweist
und daß das Gehäuse (23) einen weiteren Anschlag (27) zur
Begrenzung des Hubes des Notbremskolbens (38) besitzt.
4. Umschaltventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Steuerschieber (30) drei verdickte
und gleichen Durchmesser aufweisende Zylinderbereiche (32,
33, 34) aufweist, die durch zwei Einschnürungen (35, 36)
voneinander getrennt sind.
5. Umschaltventil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Gehäuse (23) des Umschaltventils (4)
gestuft (25, 26, 27) ausgebildet ist.
6. Umschaltventil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß im Gehäuse (23) ein kreisförmiger Einsatz
(43) ortsfest und dichtend gelagert ist, der zwischen je zwei
auf seinem inneren und äußeren Umfang angeordneten Dichtungen
(46, 48; 47, 49) radial durchbrochen ist, und daß der
Anschluß (21) für die zu den Federspeicherbremszylindern (12)
führende Leitung (22) gehäuseseitig an diese Durchbrechungen
(50, 51, 52) angeschlossen ist.
7. Umschaltventil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die von dem Kupplungskopf (1)
herangeführte Vorratsleitung (2) seitlich am Gehäuse (23) so
angeschlossen ist, daß der Steuerschieber (30) ausschließlich
radial beaufschlagt ist, und daß die von dem Kupplungskopf
(7) herangeführte Bremsleitung (8) an eine Steuerkammer (63)
in dem Gehäuse (23) des Umschaltventils (4) angeschlossen ist
und der Steuerschieber (30) zur Begrenzung der Steuerkammer
(63) mit einer weiteren Dichtung (62) in einem Gehäuseabsatz
geführt ist.
8. Umschaltventil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuerschieber (30) über den den Notbremskolben (38)
tragenden Bereich hinaus verlängert ausgebildet ist und daß
auf dem so gebildeten Fortsatz (61) die Dichtung (62)
angeordnet ist.
9. Umschaltventil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der Steuerschieber (30) mit einer manuell
betätigbaren Verriegelungseinrichtung (58) ausgestattet ist.
10. Umschaltventil nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verriegelungseinrichtung (58) als Kugelgesperre
ausgebildet ist, welches ausschließlich von Hand einrückbar
und lösbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873703536 DE3703536A1 (de) | 1987-02-06 | 1987-02-06 | Pneumatisch rueckstellbares umschaltventil |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873703536 DE3703536A1 (de) | 1987-02-06 | 1987-02-06 | Pneumatisch rueckstellbares umschaltventil |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3703536A1 DE3703536A1 (de) | 1988-08-18 |
| DE3703536C2 true DE3703536C2 (de) | 1990-11-22 |
Family
ID=6320326
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873703536 Granted DE3703536A1 (de) | 1987-02-06 | 1987-02-06 | Pneumatisch rueckstellbares umschaltventil |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3703536A1 (de) |
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| EP1188634B1 (de) * | 2000-09-14 | 2008-02-06 | WABCO GmbH | Anhängerbremsventil für Anhängefahrzeuge mit elektronischer Bremsregelung und erweiterter Sicherheit des geparkten Anhängers |
| EP1132275B2 (de) † | 2000-02-22 | 2012-06-13 | KNORR-BREMSE Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH | Sperreinrichtung für handbetätigbare Ventile, insbesondere für Ventile von Feststellbremsen in Nutzfahrzeugen |
| EP1495934B2 (de) † | 2003-06-30 | 2014-09-10 | KNORR-BREMSE Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH | Lufttrockner |
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|---|---|
| DE3703536A1 (de) | 1988-08-18 |
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