DE3701271C2 - Vorrichtung zum fahrgeschwindigkeitsabhängigen Verändern der Unterstützungswirkung einer Servolenkung - Google Patents
Vorrichtung zum fahrgeschwindigkeitsabhängigen Verändern der Unterstützungswirkung einer ServolenkungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum fahrgeschwindig
keitsabhängigen Verändern der Unterstützungswirkung einer
Servolenkung in Drehschieber-Bauart, mit mehr als einer Steu
ernut mit jeweils zwei Steuerkanten für die Links- und
Rechtseinrichtung der Stromverteilung zu einem Arbeitszylin
der mit mindestens zwei Zylinderanschlüssen und jeweils dazu
gehörigen Rücklaufsteuerkanten.
In der DE 33 35 077 A1 ist eine Vorrichtung dieser Art be
schrieben, bei der ein variabler Förderstrom durch eine Be
einflussung des Tankdruckes erzeugt wird. Auf diese Weise
wird der Ladedruck der Pumpe und damit deren Füllungsgrad ge
ändert. Zwar wird auf diese Weise eine fahrgeschwindigkeits
abhängige Veränderung der Unterstützungswirkung erreicht,
aber der Verstärkungseffekt ist entweder nicht besonders
hoch oder es muß eine Pumpe mit hoher Leistung verwendet wer
den.
Aus der DE 34 18 563 A1 ist ebenfalls eine Servolenkanlage
mit veränderbarer Unterstützungswirkung bekannt. Hierzu wer
den sogenannte Reaktions- oder Gegenwirkkolben verwendet,
die fahrgeschwindigkeitsabhängig mit Druck beaufschlagt wer
den. Diese Kolben bewirken eine Veränderung des Betätigungs
momentes. Nachteilig ist jedoch, daß diese Servoanlage rela
tiv umständlich und aufwendig aufgebaut ist.
Aus diesem Grunde wurden insbesondere Drehschieber-Lenkventi
le mit sogenannter stromabhängiger Rückwirkung bisher nur in
begrenztem Umfange oder gar nicht als geschwindigkeitsabhän
gig dargestellt. Eine Öl-Stromveränderung über der Fahrge
schwindigkeit ist zwar relativ leicht zu erreichen, die da
mit erreichbare Veränderung des Verhältnisses Lenkdruck zu
Betätigungsmoment und deren Variation ist jedoch bekanntlich
relativ gering, insbesondere wenn mit vertretbarem, d. h. mit
wirtschaftlichem Aufwand gearbeitet werden muß.
Um einen entsprechenden Lenkkomfort zu erreichen, möchte man
jedoch eine hohe Verstärkung (geringes Betätigungsmoment bei
hohem Druck) beim Parkieren und eine niedrigere Verstärkung
(hohes Betätigungsmoment bei niedrigem Druck) während der
Fahrt, insbesondere bei der Autobahnfahrt, erreichen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Vorrichtung der eingangs erwähnten Art zu schaffen, bei der
ohne nennenswerte Pumpenvergrößerung eine hohe Verstärkung
bezüglich Druck zum Betätigungsmoment, sowie eine große Band
breite der Verstärkungsmöglichkeiten bei relativ kleinem För
derstrom erreicht werden kann.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im kennzeichnen
den Teil von Anspruch 1 genannten Merkmale gelöst.
Durch die erfindungsgemäße Maßnahme wird nun bei Fahrge
schwindigkeit Null und im Parkierbereich (durch Verschließen
der zusätzlichen Rücklaufkanäle des Lenkventiles) der gesam
te Pumpenstrom über eine verringerte Anzahl von Steuernuten
geleitet. Das wirkt gleichermaßen wie eine zusätzliche Erhö
hung des Pumpenstromes und das zur Erzeugung eines Lenkdruc
kes erforderliche Betätigungsmoment wird dadurch reduziert.
Wenn hingegen bei schneller Fahrt der von der Pumpe kommende
Strom auf alle vorhandenen Steuernuten verteilt wird, wirkt
dies wie eine Stromreduzierung und das zur Erzeugung eines
Lenkdruckes erforderliche Betätigungsmoment wird sich erhö
hen.
Bei der Erfindung geht man von folgender Erkenntnis aus. Um
überhaupt einen spürbaren Effekt zu erzielen, ist z. B. eine
Stromveränderung von mindestens 1 : 2 erforderlich, bessere Er
gebnisse werden mit 1 : 3 erreicht. Ab einem Verhältnis von
1 : 2 muß jedoch nach dem Überstromprinzip geregelt werden, um
nicht Funktionseinbußen durch eine Schwergängigkeit infolge
eines Strommangels zu provozieren. Bei der Überstromregelung
wird der maximale Förderstrom, im allgemeinen Öl, um den
nach unten hin nicht wegregelbaren Ölstrom erhöht, weil ein
Minimalstrom zur Regelung notwendig ist. Beträgt z. B. die
bisherige, für alle Fahrzustände ausreichende Nenngröße des
Stromes 3 l/min und der Mindeststrom bei Höchstgeschwindig
keit 2 l/min, dann müßte der Nennstrom auf 6 l/min verdop
pelt werden, um überhaupt eine nennenswerte Verstärkung des
Druckes gegenüber dem Betätigungsmoment zu erreichen. Meß
technisch wurde nun nachgewiesen, daß trotz dieser Verdoppe
lung des Nennstromes bei einer sauggeregelten Pumpe noch ei
ne Energieersparnis vorhanden ist gegenüber einem konstanten
halb so großen Nennstrom einer nicht sauggeregelten Pumpe.
Diese Energieeinsparungsmöglichkeit wird nun erfindungsgemäß
genutzt. Dies wird dabei dadurch erreicht, daß z. B. bei ei
nem üblichen Drehschieberlenkventil mit drei Steuerkantenpaa
ren der Zulaufstrom nunmehr so gesteuert wird, daß er im ei
nen Extremfall (maximaler Zulauf) über nur eine Drucksteuer
nut geführt und dadurch verstärkt wird und im anderen Extrem
fall (minimaler Zulauf) über alle drei Drucksteuernuten ge
führt und damit seine Wirksamkeit geschwächt wird. Liegt der
Zulauf (minimal zu maximal) im Verhältnis 1 : 2 an, so wird da
durch bei drei Drucksteuernuten eine Stromverstärkung von be
reits 1 : 6 erreicht.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung wird dabei erreicht, wenn
die Steuernut, über welche der maximale Strom geführt wird,
so ausgebildet ist, daß sie einen kürzeren Schließwinkel auf
weist, als die anderen Steuernuten. Auf diese Weise wird bei
besonders kurzem Steuerweg der maximale Druck erreicht und
die hydraulische Unterstützung im Parkierbereich ist maximal.
Durch den hohen mechanischen Anteil im Fahrzustand wird je
doch eine deutliche Energieeinsparung trotz hohem Komfort im
Parkierbereich möglich.
In vorteilhafter Weise wird die Steuerung der Stromvertei
lung dann möglich, wenn die Drucksteuernut für den maximalen
Zulaufstrom einen gegenüber den restlichen Drucksteuernuten
getrennten Tankanschluß aufweist und die Zylinderanschlüsse
der Hauptstromnut für den Arbeitszylinder nicht mit den Zy
linderanschlüssen der restlichen Drucksteuernuten verbunden
sind; d. h., daß die Zylinderanschlüsse der zweiten und drit
ten Drucksteuernuten blind sind und nur dem internen Druck
ausgleich dienen. Sie weisen lediglich einen Ablauf zum
Tank auf. Wird der Tankanschluß der zweiten und der dritten
Drucksteuernut geschlossen, so wird ein Abstrom über die
zweite und dritte Nut entsprechend der Druckdifferenz zwi
schen den Steuernuten und dem Staudruck an ihrem Tankan
schluß entstehen.
Wird jedoch der Staudruck so groß wie der Steuerdruck, so
fließt der gesamte Strom über die Hauptsteuernut. Wird der
Staudruck hingegen zu einem Minimum, so verteilt sich der Zu
laufstrom auf alle drei Drucksteuernuten.
Dabei ist es vorteilhaft für die Ausbildung des sogenannten
Übergangsverhaltens bei Geschwindigkeitswechsel, wenn der
Staudruck am Tankanschluß der zusätzlichen Steuernuten mit
einer Einrichtung gesteuert wird, die den Abstrom unabhängig
vom Betriebsdruck konstant hält oder gar mit steigendem Be
triebsdruck verringert.
In einer Ausgestaltungsmöglichkeit der Erfindung kann vorge
sehen sein, daß der Staudruck durch einen Differenzdruckkol
ben erzeugt wird, der durch die Druckdifferenz an einer Blen
de im Gesamtzulauf gesteuert wird.
Bei leistungsgeregelten Verdrängerpumpen, z. B. bei Radialkol
benpumpen, kann dann der Gesamtzulauf z. B. durch ein von der
Tachowelle des Fahrzeuges gesteuertes Saugregelventil im
Tankanschluß gesteuert werden.
Statt getrennter Tankanschlüsse für die verschiedenen Druck
steuernuten kann alternativ auch vorgesehen sein, daß die Zu
laufanschlüsse getrennt voneinander geführt werden und je
nach Betriebszustand versorgt werden.
Wenn der Förderstrom der Pumpe nicht geregelt werden kann,
so kann vorgesehen sein, daß der erfindungsgemäße Staudruck
durch ein von der Fahrtgeschwindigkeit gesteuertes Regelventil
direkt geschwindigkeitsabhängig regelbar ist.
Im Unterschied zu einer Erzeugung des Staudruckes bei lei
stungsregelbaren Verdrängerpumpen ist im Zulauf hinter der
Pumpe keine Blende angeordnet. Vielmehr wird nunmehr der Be
triebsdruck durch eine Konstantblende in einem Regelventil
beeinflußt, wobei noch zusätzlich eine Verstellblende vorge
sehen ist, die fahrgeschwindigkeitsabhängig eingestellt
wird.
Nachfolgend sind Ausführungsbeispiele aus denen
weitere, vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung hervorge
hen, anhand der Zeichnung prinzipmäßig beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1-4 jeweils einen Querschnitt durch das erfindungsge
mäße Drehschieber-Lenkventil mit einer leistungs
regelbaren Verdrängerpumpe in verschiedenen Be
triebszuständen
Fig. 5 einen Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes
Drehschieber-Lenkventil mit einem konstanten För
derstrom von einer Konstantpumpe
Fig. 6 ein Drehschieber-Lenkventil entsprechend dem nach
der Fig. 5 mit einem anderen Steuerventil
Fig. 7 ein Drehschieber-Lenkventil entsprechend dem nach
den Fig. 1-4 mit einem anderen Steuerventil.
Das erfindungsgemäße Drehschieber-Lenkventil ist grundsätz
lich von bekannter Bauart, weshalb nachfolgend im Prinzip
nur die für die Erfindung wesentlichen Teile beschrieben wer
den.
In der Fig. 1 ist das Drehschieber-Lenkventil in Neutral
stellung bei maximalem Zulaufstrom dargestellt. Es weist ei
ne Ventilbüchse 1, einen Drehschieber 2 und einen Drehstab 3
auf. Der Zulaufstrom wird von einer Radialkolbenpumpe 4 mit
gesteuerter Saugregelung erzeugt. Zur Saugregelung dient be
kannterweise eine Kolbeneinheit 5. Der Kolben der Saugrege
lung ist mit einer Stellstange 50 versehen, die mit einem
nicht näher dargestellten Magnetventil 6 zusammenarbeitet.
Das Magnetventil 6 wird über eine Tachowelle 7 mit einem
Steuergerät 70 geregelt. Eine derartige Förderstromregelung
der Pumpe 4 ist allgemein bekannt, weshalb das Steuergerät
70, das Magnetventil 6 und die Saugregelung 5 hier nicht nä
her beschrieben werden.
Mit der Kolbeneinheit 5 wird die Ansaugung der Pumpe 4 aus
einem Tank 14 geregelt.
Ein Differenzdruckkolben 8, als Verstärkungskolben, wird auf
einer Kolbenseite durch den Druck in einer Druckleitung 9A
gesteuert, welche von der Druckleitung 9 vor einer Blende 11
abzweigt. Durch einen erhöhten Zulaufstrom wird der Druck in
der Druckleitung 9A vor der Blende 11 so groß, daß der Ven
tilkolben des Differenzdruckkolbens 8 gegen den Druck in ei
ner Leitung 10 und einer Feder 12 verschoben wird. Auf diese
Weise wird eine Rückleitung 25 zum Tank 14 verschlossen. Die
Leitung 10 zweigt von der Druckleitung 9 hinter der Blende
11 ab. Die Druckleitung 9 führt zu Drehschieberdrucknuten
15, 16 und 17. Über Zylindersteuernuten 26 und 27 sind die
Kolbenräume eines Arbeitszylinders 13 mit der Druckleitung 9
verbindbar. Die Drehschieberdrucknut 16 hat über eine Druck
ausgleichsnut 18 der Ventilbüchse 1 und eine Drehschiebernut
19 Verbindung zu einer Rücklaufleitung 25. Ebenso hat die
Drehschieberdrucknut 16 über eine Druckausgleichsnut 20 in
der Ventilbüchse 1 mit einer Drehschiebernut 21 und damit
mit der Rücklaufleitung 25 Verbindung.
Da auch die Drehschieberdrucknut 17 über Druckausgleichsnu
ten 22 und 23 und die Drehschiebernuten 24 und 21 mit der
Rücklaufleitung 25 verbunden sind, muß der gesamte Ölstrom
aus der Druckleitung 9 über die Drehschieberdrucknut 15 des
Drehschiebers 2 und die Zylindersteuernuten 26 und 27, sowie
über die Drehschiebernuten 28 und 29 über einen freien Innen
raum 30 des Drehschiebers und eine Rückleitung 31 in den
Tank 14 abströmen. Der Grund für diese Stromführung liegt da
rin, daß in der Fig. 1 die Rücklaufleitung 25 fest ver
schlossen ist.
Die Zylinder-Steuernuten 26 und 27, die bei geschlossener
Rücklaufleitung 25 alleine zum Parkieren eingesetzt werden,
weisen einen kürzeren Schließwinkel auf, als die übrigen Zy
linder-Steuernuten. Wie weiterhin ersichtlich ist, besitzen
die bei den Zylinder-Steuernuten 26 und 27 einen getrennten
Rücklauf 31 in den Tank. Der Rücklauf der Drehschieberdruck
nuten 16 und 17 über die Drehschiebernuten 19, 21 und 24 er
folgt getrennt davon über die Rücklaufleitung 25.
Fällt nun der Zulaufstrom von der Pumpe 4, so wird sich der
Differenzdruck an der Blende 11 reduzieren und die Feder 12
wird den Verstärkungskolben des Differenzdruckkolbens 8 so
weit aufschieben, bis die Rücklaufleitung 25 eine Verbindung
mit dem Tank 14 erhält (siehe Fig. 2). Der Strom aus der
Druckleitung 9 verteilt sich über die Drehschieberdrucknuten
15, 16 und 17 auf die Rücklaufleitung 25 und die Rückleitung
31 zum Tank 14. Diese Stellung wird sich im normalen Fahrzu
stand einstellen.
Wird nun aus dieser Situation gelenkt, z. B. nach links, so
wird sich eine sehr breite Kennlinie p/Mb, d. h. Druck zu Be
tätigungsmoment, einstellen. Diese Stellung ist aus der
Fig. 3 ersichtlich. Der minimale Förderstrom der Pumpe 4, der
ja den Differenzdruckkolben 8 in Offenstellung beläßt, ver
teilt sich auf die Drucknuten 15, 16 und 17. Abhängig vom
Verdrehwinkel des Drehschiebers 2 wird sich ein Druckaufbau
über eine Steuerspalte 33, die sich zwischen den Nuten 15
und 27 befindet, sowie 34 und 35 ergeben, wenn - wie darge
stellt - eine Steuerspalte 36 zu der Rücklaufnut 28, die
Steuerspalte 37 zu der Rücklaufnut 21 und eine Steuerspalte
38 zu der Rücklaufnut 24 geschlossen ist.
Der Kolbenraum 39 des Arbeitszylinders 13 wird über die Steu
ernut 27 und eine geöffnete Steuerspalte 41 mit der Rücklauf
nut 29 verbunden und damit über die Rückleitung 31 direkt
auf den Tank 14 geschaltet. Die andere Zylinderhälfte 40
wird hingegen über die Nut 26 und 15 entsprechend dem Druck
aufbau an den Spalten 33, 34 und 35 über die Druckleitung 9
beaufschlagt. Wenn man unberücksichtigt läßt, daß die Zylin
derrücklaufspalte 41 in die Rückleitung 31 führt und die
Spalten 35 und 34 über die Rücklaufleitung 25 in eine Tank
leitung 32, entspricht der Funktionsablauf dem eines bekann
ten Drehschieberventiles einer Hydro-Lenkung, und zwar auch
dann, wenn, wie dargestellt, die zwischen den Zylindersteuer
nuten 26 und 27 liegende Drucksteuernut enger ist als die
Drucksteuernuten 16 und 17. Dies kann z. B. dadurch erreicht
werden, daß die Drucksteuernuten 16 und 17 Fasen aufweisen.
Dadurch wird zuerst die Steuerkante 36 geschlossen, anschlie
ßend schließt die Steuerkante 33 und zwar schneller als die
Steuerkanten 34 und 35.
Erst wenn der Zulaufstrom aus der Pumpe 4 steigt und der Dif
ferenzdruckkolben 8 durch den Differenzdruck an der Blende
11 den Querschnitt einer Steuernut 42 verringert, ergibt
sich ein von den bekannten Drehschieberlenkventilen abwei
chender Effekt. Bei gleichem Verstellwinkel am Drehschieber
ventil ergibt sich ein abhängig vom Staudruck am Differenz
druckkolben 8 erhöhter Zylinderdruck.
Der Extremfall schließlich, wenn der Querschnitt an der Steu
ernut 42 am Differenzdruckkolben 8 durch einen maximalen Zu
laufstrom über die Pumpe zu Null geworden ist, ist in der
Fig. 4 dargestellt. Da an den Steuerspalten 34 und 35 damit
das Druckgefälle zu Null geworden ist, fließt über die Rück
laufleitung 25 kein Strom mehr. Der gesamte Strom geht über
die Steuerspalte 33 und die Verstärkung im Fahrzustand Null
oder im Parkierbereich erreicht ein Maximum.
Aus Übersichtlichkeitsgründen sind in den Fig. 1-4 nur
die jeweils wichtigen Bezugszeichen eingetragen worden.
In der Fig. 5 ist nun ein Drehschieber-Lenkventil darge
stellt, bei der die Pumpe 4 eine Konstantpumpe ist. In die
sem Falle wird der Staudruck durch ein von der Fahrtgeschwin
digkeit gesteuertes Regelventil 43 gesteuert. Ebenso wie in
dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1-4 weist das Re
gelventil 43 einen Kolben 44 auf, mit einer Steuernut 42. In
gleicher Weise steht der Kolben 44 auf einer Seite unter dem
Druck der Leitung 10. Im Unterschied zu dem vorangegangenen
Beispiel steht jedoch in diesem Falle in dem Kolbenraum 45
hinter dem Kolben 44 nicht der Druck hinter einer Blende an,
die sich in der Druckleitung 9 befindet, sondern hinter ei
ner Konstantblende 46, die sich in der Leitung 10 oder dem
Regelventil 43 vor dem Kolbenraum 45 befindet. Der Kolben
raum 45 ist weiterhin mit einer hinteren Öffnung versehen,
in die ein Betätigungsstift 47 ragt. Der Betätigungsstift 47
ist Teil eines Magnetventiles 48 von bekannter Bauart. Das
Magnetventil 48 wird über das Steuergerät 70, welches mit
der Tachowelle 7 verbunden ist, entsprechend betätigt.
Im Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1
bis 4 ist der Staudruck in der Rückleitung 25 nicht mehr för
derstromabhängig, sondern direkt fahrgeschwindigkeitsabhän
gig geregelt. Im Fahrzustand des Fahrzeuges, insbesondere
bei Autobahnfahrt, erhält das Magnetventil 48 über das Steu
ergerät 70 immer weniger Strom. Dadurch wird der Betätigungs
stift 47 mehr oder weniger aus der Öffnung herausgezogen, wo
durch sich ein Abstrom des Druckmittels aus der Leitung 10
über eine Nebenleitung 49 in die Tankleitung 32 einstellt.
Auf diese Weise liegt ein hohes Druckgefälle zwischen dem
Druck in der Leitung, vor der Konstantblende 46 und dem
Druckraum 45 vor.
Der Druck im Druckraum 45 wird minimal , wenn über die von
dem Betätigungsstift 47 verdeckte Öffnung 47A mehr Öl ab
fließt als über die Blende 46 nachfließen kann. Also wird
auch der Staudruck in der Leitung 25 minimal, da dieser auf
die gleich große Stirnfläche des Kolbens 44 gegenüber dem
Druckraum 45 wirkt, und die Kante 50 so weit aufschiebt, bis
auf der Stirnseite 45A derselbe Druck wie im Druckraum 45
herrscht. Der Ölstrom der Pumpe 4 wird über die Steuernuten
15, 16 und 17 verteilt und die hydraulische Verstärkung wird
dadurch minimal.
Umgekehrt, bei Fahrzustand Null oder im Parkierbereich,
sperrt der Betätigungsstift 47 die Abströmöffnung 47A ab. Im
Druckraum 45 stellt sich der Betriebsdruck aus der Leitung 9
ein, der immer höher ist als der Staudruck in der Leitung
25. Folglich schiebt der Kolben in Richtung Kolbenfläche 45A
und die Kante 50 schließt total. Über die Leitung 25 kann
kein Öl mehr abfließen, der gesamte Strom von Pumpe 4 läuft
nur noch über die Steuernut 15 und die hydraulische Verstär
kung wird dadurch maximal.
Ein besonderer Vorteil dieses Ausführungsbeispiels liegt da
rin, daß je nach Abstimmung der Blenden 46 und 47A die ver
schiedensten Kennlinien Druck zu Betätigungsmoment darge
stellt werden können, und daß sich dabei die Geschwindig
keitswechsel kontinuierlich abbilden. Durch die Verbindung
der Blende 46 mit dem Betriebsdruck wird erreicht, daß der
Spalt 50 mit höherem Betriebsdruck enger wird und damit die
hydraulische Verstärkung zunimmt.
Das in der Fig. 6 dargestellte Drehschieberlenkventil ist im
wesentlichen von gleichem Aufbau und von gleicher Wirkungs
weise wie das in der Fig. 5 beschriebene. Aus diesem Grunde
sind auch die Bezugszeichen für die gleichen Teile beibehal
ten worden. Im Unterschied zu dem Steuerventil 43 nach der
Fig. 5 ist nunmehr jedoch ein Sitzventil 51 mit einem Ventil
kolben 52 und einem Vorsteuersitzventilkolben 53 vorhanden.
Der Vorsteuersitzventilkolben 53 dient als Stromkonstanthal
teventil. Der Abstrom erfolgt in Abhängigkeit von der Spalt
größe; d. h. abhängig von der Stellung des Magnetventiles 48
bzw. des Betätigungsstift 47, wodurch der Kolben 52 verscho
ben wird. Wenn in Abhängigkeit vom Betriebsdruck weniger Öl
über die Leitung 25 in das Ventil 51 gelangt, ergibt dies ei
ne Rückwirkung auf den Vorsteuersitzventilkolben 53 mit dem
Kolbenraum 54. Wird der Vorsteuersitzventilkolben 53 nach
rechts verschoben, so reduziert sich der Abfluß aus der Lei
tung 25. Grundsätzlich ist dies das gleiche Prinzip wie bei
dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 5. Der Unterschied
liegt lediglich darin, daß kein Abstrom aus der Hauptlei
tung, wie bei dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 5 über
die Leitung 10, erfolgt. Dies bedeutet, daß das gesamte Öl
zum Lenken verwendet werden kann.
Das gleiche Prinzip kann auch bei sauggeregelten Pumpen ange
wendet werden. Hierzu ist ein Ausführungsbeispiel in der
Fig. 7 dargestellt. Grundsätzlich ist auch dieses Ausfüh
rungsbeispiel von gleichem Aufbau wie das in den Fig. 1 bis
4 dargestellte. Anstelle des Magnetventiles 48 ist nunmehr
jedoch ein Stufensitzkolben (Differentialkolben) 55 mit ei
ner Feder 56 vorgesehen. Statt dem Magnetventil wird zur
Steuerung wieder die Blende 11 verwendet. Hierzu wird über
eine Leitung 57 der Druck vor der Blende 11 auf die von der
Feder 56 abgewandte Kolbenfläche 58 des Kolben 55 aufge
bracht. Der Druck nach der Meßblende 11 wird über eine Lei
tung 59 einer kleineren Kolbenfläche 60 des Differenzdruck
kolbens 55 zugeleitet. Die Feder 56 gleicht die Differential
wirkung aus, so daß bei Förderstromschwankungen diese sich
in Bewegungen des Kolben 55 umsetzen; d. h. der Differenz
druck an der Meßblende 11 bewirkt eine entsprechende Ver
schiebung, wobei bei einem hohen Förderstromdurchsatz eine
Kante 61 verschließt. Bei niederem Förderstrom ist die Kante
61 entsprechend geöffnet. Wenn die Kante 61 geschlossen ist,
kann kein Öl aus der Leitung 25 abfließen, da an der Steuer
kante 61 der Druck höher ist als der Schließdruck des kleine
ren Vorsteuersitzventilkolbens 53. Dies bedeutet, daß auch
hier der Kolben 53 der Vorsteuerkolben für die Steuerkante
61 ist bzw. den Druck an der Steuerkante 61 konstant hält.
Auch in diesem Falle ist kein gesonderter Steuerstrom notwen
dig, d. h. es gibt keinen Abstrom aus der Hauptleitung.
Claims (10)
1. Vorrichtung zum fahrgeschwindigkeitsabhängigen Verändern
der Unterstützungswirkung einer Servolenkung in Drehschie
ber-Bauart, mit mehr als einer Steuernut mit jeweils zwei
Steuerkanten für die Links- und Rechtseinrichtung der Strom
verteilung zu einem Arbeitszylinder mit mindestens zwei Zy
linderanschlüssen und jeweils dazugehörigen Rücklaufsteuer
kanten,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Zulaufstrom so gesteuert ist, daß beim Parkieren der von
der Pumpe (4) kommende Strom zur Erzeugung eines Staudruckes
über eine verringerte Anzahl von Drucksteuernuten (15) und
bei schnellerer Fahrt über alle Steuernuten (15, 16, 17) ge
führt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Drucksteuernuten (15), die zum Parkieren eingesetzt
sind, einen kürzeren Schließwinkel aufweisen, als die übrigen
Drucksteuernuten (16, 17).
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
bei einer leistungsgeregelten Verdrängerpumpe (4), bei der
der Förderstrom dem Betriebszustand anpaßbar ist, der maxima
le Förderstrom über die zum Parkieren eingesetzten Drucksteu
ernuten (15) und der minimale Förderstrom über alle Druck
steuernuten (15, 16, 17) geführt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
die zum Parkieren eingesetzten Drucksteuernuten (15) einen
gegenüber den anderen Drucksteuernuten (16, 17) getrennten
Tankanschluß aufweisen, und daß die nicht zum Parkieren einge
setzten Drucksteuernuten (16, 17) nicht mit den Zylinderan
schlüssen der zum Parkieren eingesetzten Drucksteuernuten
(15) verbunden sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
zur Erzeugung eines Staudruckes ein Differenzdruckkolben (8)
vorgesehen ist, der durch die Druckdifferenz an einer im Ge
samtzulauf angeordneten Blende (11) gesteuert ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
der gesamte von der Pumpe (4) gelieferte Zulaufstrom durch
ein elektromagnetisches von der Tachowelle (7) gesteuertes
Saugregelventil (5) gesteuert ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Staudruck durch ein von der Fahrtgeschwindigkeit gesteu
ertes Regelventil (43) direkt fahrgeschwindigkeitsabhängig
regelbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
in dem Regelventil (43) eine Konstantblende (46) vor einem
über eine Leitung (10) mit dem Zulaufdruck beaufschlagbaren
Kolbenraum (45) und eine Verstellblende (Betätigungsstift
47) zur Drucksteuerung angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Staudruck durch ein von der Fahrtgeschwindigkeit gesteu
ertes Stromkonstanthalteventil (51) mit einem Vorsteuersitz
ventilkolben (53) regelbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Staudruck bei sauggeregelten Pumpen durch den Differenz
druck an der Meßblende (11) über einen federbelasteten Diffe
rentialkolben (55) und einen Vorsteuersitzventilkolben (53)
regelbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| EP8600061 | 1986-02-04 |
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Families Citing this family (3)
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|---|---|---|---|---|
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| DE3335077A1 (de) * | 1983-09-28 | 1985-04-04 | Audi Nsu Auto Union Ag, 7107 Neckarsulm | Vorrichtung zum fahrgeschwindigkeitsabhaengigen veraendern der unterstuetzungswirkung einer servolenkung in einem kraftfahrzeug |
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1987
- 1987-01-17 DE DE3701271A patent/DE3701271C2/de not_active Expired - Fee Related
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| DE3701271A1 (de) | 1987-08-06 |
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