DE3687690T2 - Verriegelungsdrehmagnet. - Google Patents

Verriegelungsdrehmagnet.

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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01FMAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
    • H01F7/00Magnets
    • H01F7/06Electromagnets; Actuators including electromagnets
    • H01F7/08Electromagnets; Actuators including electromagnets with armatures
    • H01F7/14Pivoting armatures
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Description

    Verriegelungsdrehmagnet
  • Die Erfindung betrifft einen Verriegelungsdrehmagnet mit einer elektrisch erregbaren Magnetspule in einem becherförmigen Gehäuse, mit einem sich durch die Magnetspule und das Gehäuse hindurch erstreckenden und drehbeweglich um eine Mittellängsachse angeordneten Magnetanker, mit einem Boden, durch den eine Welle von dem Magnetanker hindurchgeführt und dem Magnetanker gegenüberliegend angeordnet ist, und mit einem Permanentmagnet.
  • Ein bekannter Verriegelungsdrehmagnet enthält eine elektrische Wicklung, die innerhalb eines Gehäuses angeordnet ist, eine an dem Gehäuse befestigte Basis mit einer Polfläche, einen Anker, der drehbeweglich an dem Gehäuse befestigt ist und einen Magnetanker enthält, der sich durch das Gehäuse erstreckt und eine Polfläche gegenüber der Polfläche der Basis aufweist, eine Spiralfeder zum Zurückdrehen des Magnetankers in die unverriegelte Position, und einen Verriegelungsmechanismus, der den Magnetanker in einer verriegelten bzw. geschlossenen Position gegen die Rückstellkraft der Feder hält. In einer solchen aus der US-A-4 470 030 bekannten Vorrichtung benötigt der Verriegelungsmechanismus einen Permanentmagneten, der an dem Gehäuse gegenüber der Basis befestigt ist. Wenn die Wicklung des Verriegelungsmagneten erregt wird, verläuft der Weg des magnetischen Flusses über die Wicklung und durch den Magnetanker und die Basis. Die Flußlinien verlaufen durch die Polflächen des Magnetankers und der Basis und ziehen den Magnetanker gegen die Basispolfläche.
  • Die aus der US-A-4 470 030 bekannte Vorrichtung enthält ein geneigtes Kugellager, welches die durch die Wicklung erzeugten linearen Kräfte in eine Drehbewegung umwandelt, wodurch der Magnetanker gegenüber der Basis gegen eine Spiralfeder in eine energiereiche Stellung gedreht wird. In dieser Stellung befinden sich die Polflächen des Magnetankers und der Basis genügend nahe beieinander, so daß der magnetische Fluß des Permanentmagneten zwischen dem Magnetanker und der Basis fließt, wenn die Wicklung entregt wird, wobei der Magnetanker in der erregten bzw. energiereichen Stellung verbleibt.
  • Der Magnetanker wird entriegelt bzw. in seine entregte Stellung durch Anlegen bzw. Pulsieren eines elektrischen Stromes in umgekehrter Richtung an die Wicklung zurückgestellt, wobei kurzzeitig der von dem Permanentmagneten erzeugte Haltefluß aufgehoben und dadurch ermöglicht wird, daß die Feder den Magnetanker in entgegengesetzter Richtung in die ursprüngliche Ruhestellung zurückdreht.
  • Ein Nachteil dieses Verriegelungsdrehmagneten besteht darin, daß die Polflächen des Ankers und der Basis in einer Ebene senkrecht zu der Rotationsachse des Verriegelungsdrehmagneten liegen. Wenn der geneigte Kugellagermechanismus bei einer relativ schwachen Neigung schief ist, verursacht eine relativ große radiale Drehung nur eine relativ kleine Verschiebung der Ankerpolfläche weg von der Basispolfläche. Demzufolge muß die Fluß- oder Haltekraft des Permanentmagneten relativ groß sein, um dieser Drehbewegung des Ankers entgegenzuwirken, die durch den geneigten Kugellagermechanismus verursacht wird.
  • In der DE-A-3 415 531 ist ein Rotationsmagnet des Typs beschrieben, der keinen Permanentmagnet hat. Dieser Drehmagnet enthält einen Anker und eine Basis, die entgegengesetzt spiralförmig ausgebildete Oberflächen haben. In der Endfläche der Basis ist ein Anschlag befestigt, wobei der Anschlagstift in einem kreisförmigen Rücksprung in dem Anker gehalten wird.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verriegelungsdrehmagneten zu schaffen, in dem die Ausbildung des Magnetankers und des Bodens eine bessere Ausnutzung des magnetischen Flusses des Permanentmagneten ermöglichen, wenn der Magnetanker in die Verriegelungsposition gedreht ist.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Magnetanker und der Boden je einen Verlängerungsteil haben, daß jeder Verlängerungsteil je eine Polfläche hat, daß die Polflächen in einer nicht senkrecht zur Mittellängsachse verlaufenden Ebene liegen, daß die Polflächen in eine fest gegeneinander liegende Position in der Verriegelungsstellung des Verriegelungsdrehmagneten als ein unmittelbares Ergebnis der Umfangskomponente der Bewegung der Polfläche des Verlängerungsteiles des Magnetankers entlang einer schraubenlinienförmigen Bahn gebracht sind, und daß der Permanentmagnet zur Bildung eines magnetischen Kraftflusses angeordnet ist, der von dem Magnetanker zu dem Boden über die Polflächen verläuft, wenn der Magnetanker in der Verriegelungsstellung steht, wobei der Kraftfluß über die Polflächen eine Komponente in Umfangsrichtung hat.
  • Mit dem erfindungsgemäß ausgebildeten Verriegelungsmagnet ist die Haltekraft zwischen dem Magnetanker und dem Boden größer als die bekannter Verriegelungsmagnete, weil die Kräfte, die den Magnetanker gegen den Boden bzw. die Basis halten, eine Komponente haben, die in der gleichen Richtung wirkt, wie die Kräfte, die auf den Anker durch die Feder ausgeübt werden, aber in umgekehrter Richtung. Daraus folgt, daß ein kleinerer bzw. schwächerer Permanentmagnet zum Erreichen einer größeren Verriegelungskraft Verwendung finden kann.
  • Einige Vorteile bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend beschrieben.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält der Drehmagnet eine Endkappe aus ferromagnetischem Material, die gegenüber der Wicklung angeordnet ist und kreisförmig ausgebildet ist, um den abstehenden Bereich des Ankers zu halten. Die Basis bzw. der Boden enthält einen scheibenförmigen Flansch und einen zentralen zylinderförmig ausgebildeten Pol. Der Permanentmagnet ist zwischen dem Basisflansch und der Endkappe angeordnet. Der Magnet kann ringförmig ausgebildet sein oder aus einer Reihe von individuellen Magneten bestehen, die kreisförmig angeordnet sind. Der Kugellagermechanismus besteht üblicherweise aus komplementären Kugellagerungen, die in einer Magnetanker-Platte und in einer oberen Wand des Gehäuses gegenüber dem Permanentmagneten ausgebildet sind. Daher ist die magnetische Flußstärke durch den Kugellagermechanismus minimiert, wodurch ebenfalls die Tendenz des Kugellagermechanismus zum Anhäufen von magnetischen Verunreinigungen minimiert ist.
  • Die Endkappe umgibt beide abstehenden Teile des Magnetankers und der Basis. Da die Endkappe die Wicklung von dem Permanentmagnet trennt, fließt der magnetische Fluß von dem Magneten und der Wicklung durch die Endkappe und durch die abstehenden Teile des Magnetankers und der Basis bzw. des Bodens, wobei die Endkappe als magnetischer Nebenschluß zwischen dem Magneten und der Wicklung wirkt. Wenn an die Wicklung ein Strom in entgegengesetzter Richtung angelegt wird, um den Magnetanker aus seiner verriegelten Position zu lösen, fließt der magnetische Fluß der Wicklung hauptsächlich durch die Endkappe, also nicht durch den Permanentmagneten, wodurch eine Beschädigung des Permanentmagneten verhindert wird.
  • Die Endkappe ist vorzugsweise mit einer Verjüngung versehen, welche in einem Bereich in der Nähe der Wicklung schließt. Die Verjüngung dient dem Zweck, den magnetischen Fluß über eine Luftstrecke in der Nähe der Wicklung umzuleiten, um ein Entriegeln oder eine Entriegelungsanregung zu erreichen, wenn ein umgekehrt gerichteter Strom durch die elektrische Wicklung fließt.
  • Die Haltekraft des Permanentmagneten ist hauptsächlich durch entsprechende abstehende Teile auf dem Magnetanker und auf der Basis gerichtet. Ein Teil oder mehrere Teile derartiger zusammenwirkender abstehender Teile können benutzt werden, teilweise abhängig von dem in Drehrichtung wirkenden Stoß der Kugellagerung. Während die gegeneinander liegenden miteinander arbeitenden Flächen in der erregten bzw. verriegelten Position radial flach bzw. eben sein können oder auf einem Radius von der Rotationsachse liegen können, gehört es zur Erfindung, gegenseitig abgezweigte und/oder geneigte Flächen vorzusehen, um in Abhängigkeit vom vorliegenden Fall die gegenseitigen Oberflächenbereiche zu vergrößern und dadurch die Haltekraft zu vergrößern.
  • Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines Ausführungsbeispieles des näheren erläutert. Es zeigt
  • Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Verriegelungsdrehmagneten in auseinander gezogener Anordnung,
  • Fig. 2 einen Mittellängsschnitt durch den Verriegelungsdrehmagneten gemäß Fig. 1 im zusammengebauten Zustand,
  • Fig. 3 eine perspektivische Darstellung des Magnetankers und des Bodens des Kolbenmagneten gemäß Fig. 1, in der der Magnetanker im wesentlichen strichpunktiert ist,
  • Fig. 4 einen Querschnitt durch den Verriegelungsdrehmagneten gemäß Fig. 1, in dem die relative Lage der Sektoren des Magnetankers und des Bodens gezeigt sind, wenn der Magnetanker sich in erregter oder verriegelter Position befindet,
  • Fig. 5 einen Querschnitt durch den Verriegelungsdrehmagneten entsprechend Fig. 4, wobei die Sektoren des Magnetankers und des Bodens gezeigt sind, wenn der Magnetanker sich in einer entregten bzw. entriegelten Position befindet,
  • Fig. 6 und 7 Schnittdarstellungen ähnlich der gemäß Fig. 4 von modifizierten Formen des Magnetankers und des Bodens und
  • Fig. 8 eine Ansicht auf Fig. 7 entlang der Linie 8-8 der Fig. 7.
  • Wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist, weist der Verriegelungsdrehmagnet gemäß der vorliegenden Erfindung ein becherförmig ausgebildetes äußeres Gehäuse 10 aus ferromagnetischem Material auf mit einer im allgemeinen zylindrisch ausgebildeten Seitenwand 12 und einer ringförmig ausgebildeten oberen Decke 14 mit einer zur Seitenwand 12 konzentrischen Öffnung 16. Eine elektrische Wicklung 18 ist innerhalb des Gehäuses 10 vorgesehen und hat eine zylindrische Form mit einer zentralen Öffnung 20.
  • Ein Magnetanker 22 enthält einen zylindrischen Kern 24, an dem eine kreisförmige Platte 26 angeordnet ist. Der magnetische Kern 24 erstreckt sich durch die Bohrung 16 in die zentrale Öffnung 20 der elektrischen Wicklung 18 und weist an seinem Ende eine ringförmige Polschuhfläche 28 auf. Die Polschuhfläche 28 weist wenigstens einen verlängerten Sektor 30 mit einer Sektorfläche 32 auf, die radial von der Mittellängsachse des Magnetankers verläuft und die in einer Ebene parallel zu der Mittellängsachse A des Magnetankers liegt. Der Magnetanker 22 enthält auch eine Welle 34, die koaxial zu der Mittellängsachse A verläuft und sich über die Länge des Verriegelungsdrehmagneten erstreckt.
  • Die Platte 26 und der obere Deckel 14 des Gehäuses enthalten jeweils entsprechende Kugelbettungen bzw. Kugellagerungen 36, wobei in jeder Kugelbettung bzw. Kugellagerung 36 je eine Lagerkugel gelagert ist. Die Neigung der Kugelbettungen bzw. der Kugellagerungen verursacht, daß sich der Magnetanker 22 entsprechend einer in Richtung auf das Gehäuse 10 gerichteten Kraft dreht. Somit verursacht eine solche Kraft eine geringe Längsverschiebung des Magnetankers 22 bezogen auf das Gehäuse 10 und eine relativ große Drehbewegung des Magnetankers gegenüber dem Gehäuse 10.
  • Eine Endkappe 40 aus ferromagnetischem Material weist einen äußeren Flansch 42, einen oberen ringförmigen Bereich 44 und einen unteren ringförmigen Bereich 46 auf. Der obere ringförmige Bereich 44 bildet einen Reibungssitz innerhalb des Gehäuses 10, um die Lage der elektrischen Wicklung 18 gegen die obere Decke 14 sicherzustellen. Der Flansch 42 bildet eine glatte Oberfläche mit der äußeren Oberfläche der Seitenwand 12, er fluchtet mit der äußeren Oberfläche der Seitenwand 12. Die Endkappe 40 enthält eine konische zentrale Bohrung 48, die den Sektor 30 des Magnetankers 22 aufnimmt. Die konische zentrale Bohrung 48 ist, wie in Fig. 2 dargestellt, am unteren Ende weiter als am oberen Ende, wodurch sich der magnetische Fluß entlang dem engen oberen Teil 49 an der radialen Fuge bzw. dem Luftspalt zwischen diesem Bereich (49) und den entsprechenden Sektoren zwischen dem Boden und dem Kern 24 des Magnetankers 22 konzentriert.
  • Der Boden 50 weist einen Basisflansch 52 und ein daran angeordnetes zentrales Sektorteil 54 auf, welches eine radiale Gegenpolfläche 56 trägt. Die Gegenpolfläche 56 enthält wenigstens einen abstehenden Sektor 58 mit einer Sektorfläche 60, die sich auch radial und in einer Ebene parallel zu der Längsachse A erstreckt. Der Sektor 58 erstreckt sich aufwärts in die zentrale Bohrung 48 der Endkappe 40. Die Basis 50 enthält eine zentrale Bohrung 62, die eine Büchse 64 in einem Festsitz aufnimmt. Die Büchse 64 wirkt als Lager für die Welle 34 des Magnetankers 22, wobei die Welle sich durch den Basisflansch 52 erstreckt. Der Basisflansch 52 enthält auch ein Paar Bolzen 66 mit Schraubengewinde zum Befestigen des Verriegelungsdrehmagneten an einem Bauteil einer in der Zeichnung nicht dargestellten Vorrichtung.
  • Wie in Fig. 3 dargestellt, befinden sich die betreffenden Sektoren der Basis und des Magnetankers in einer miteinanderwirkenden Lage, nehmen aber zusammen weniger als einen Bereich von 3600 ein, so daß Raum für die Drehung des Sektors 30 des Magnetankers 22 in dem offenen Bereich zwischen den entsprechenden Wänden des Sektors 58 der Basis 50 vorgesehen ist. In der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist ein einzelner Sektor 58 der Basis 50 und ein einzelner damit zusammenwirkender Sektor 30 des Magnetankers 22 vorgesehen. Wie in den Fig. 4 und 5 dargestellt, ist der Sektor 30 zwischen einer erregten (verriegelten) und einer entregten (unverriegelten)Stellung beweglich, wobei in der erregten Stellung die miteinander wirkenden radialen Flächen 32 und 60 in im wesentlichen fester Anlage zueinander liegen, wie in Fig. 4 dargestellt, und wobei in der entregten Stellung zwischen den bei den Flächen 32 und 60 ein weitgehend bogenförmiger Zwischenraum gebildet ist, wie aus Fig. 5 ersichtlich ist. Zwei konventionelle axiale Luftspalte 68 sind zwischen den im allgemeinen radial verlaufenden und gegeneinander liegenden Polflächen 28 und 56 des Magnetankers und des Bodens in entregter Lage gebildet. Diese Luftspalte sind Arbeitsluftspalte, durch die die axiale Schließkraft gebildet wird, wenn die Spule 18 erregt wird. Dadurch wird der Magnetanker in Richtung auf die Basis gezogen. Des weiteren wird dadurch die Drehung des Magnetankers auf den Kugellagerungen bzw. Kugelbettungen in der üblichen Weise verursacht. Dieser Arbeitshub oder Arbeitsgang des Verriegelungsdrehmagneten wird dadurch erreicht, daß auch miteinander wirkende Sektoren der Basis und des Magnetankers vorgesehen sind, wobei der Sektor des Magnetankers 22 gegenüber dem Boden während einer solchen axialen Bewegung rotiert.
  • Die Welle 34 des Magnetankers 22 hat eine Rille, die einen Schnappring bzw. Sprengring 70 aufweist, um den Magnetanker 22 innerhalb des Gehäuses 10 zu halten. Die Welle 34 des Magnetankers 22 hat eine in der Zeichnung nicht dargestellte Anflächung gegenüber der Rille zur Aufnahme des inneren Endes einer Spiralfeder 72. Die Spiralfeder 72 enthält einen Mitnehmer 74, der an einem der Zähne einer Haltescheibe 76 angreift, die an der Unterseite des Basisflansches 52 angeordnet ist.
  • Ein ringförmiger, axial orientierter Permanentmagnet 78 ist auf dem Basisflansch 52 angeordnet und weist eine zentrale Bohrung 80 auf, durch die sich der zentrale Teil 54 der Basis 50 erstreckt. Wenn der Verriegelungsdrehmagnet wie in Fig. 2 dargestellt zusammengesetzt ist, ist der Permanentmagnet 78 zwischen dem Flansch 52 der Basis 50 und dem unteren ringförmigen Teil 46 der Endkappe 40 angeordnet.
  • Ein Distanzring 82 aus nichtmagnetischem Material enthält eine zylindrische Wand 84 zur Aufnahme des Magneten 78 und einen ringförmigen Boden 86 mit einer Bohrung 88 zur Aufnahme des Flansches 52 der Basis 50. Der Distanzring 82 bildet einen relativ dichten Festsitz mit der Endkappe 40. Er (82) bildet einen leichten Bewegungssitz mit dem Flansch 52 der Basis 50, so daß die Basis 50 in dem Distanzring 82 rotationsbeweglich angeordnet ist. Die eingestellte Position wird durch drei Schrauben 89 aufrechterhalten, die sich durch die Wand des Distanzringes 82 erstrecken und in Verbindung mit dem Flansch 52 stehen. Auf diese Weise kann die Stellung des Sektors 58 der Basis genau drehbeweglich im Hinblick auf den Sektor 30 der Armatur 22 eingestellt werden, so daß, wenn die Armatur ihre voll erregte Lage einnimmt, die durch die Kugeln 38 durch Erreichen des tiefen Endes der entsprechenden Kugellagerungen gesteuert wird, die gegeneinander liegenden Polflächen 60 und 32 gemäß der Darstellung in Fig. 4 gerade in festem Kontakt miteinander stehen. Auf diese Weise kann ein minimaler Luftspalt bzw. ein Null-Luftspalt zwischen den miteinander wirkenden rotierenden Flächen der Sektoren anfangs eingestellt und durch Anziehen der Schrauben 89 festgehalten werden.
  • Eine nicht magnetische Hülse 90 ist in der Öffnung 16 des Gehäuses 10 und der zentralen Bohrung 20 der Wicklung 18 vorgesehen und kann sich vorzugsweise axial nach innen durch die zentrale Öffnung 80 des Magneten 78 bis auf den Flansch 52 erstrecken. Der Hauptzweck dieser nichtmagnetischen Hülse, die aus Polymerkunststoff oder Messing gebildet sein kann, ist es, eine zusätzliche Lagerfläche für den zylindrischen Kern 24 des Magnetankers 22 vorzusehen. Sie ist in etwas übertriebener Dicke in den Zeichnungen dargestellt und sollte so dünn wie praktisch möglich gehalten werden, so daß die nicht arbeitenden magnetischen Luftspalte minimal gehalten werden.
  • Wie in den Fig. 3,4 und 5 dargestellt, wird durch Drehung des Magnetankers 22 im Uhrzeigersinn die Sektorfläche 32 des Kerns 24 des Magnetankers 22 gegen die Sektorfläche 60 der Basis 50 gedreht und in unmittelbare Nähe der Sektorfläche 60 gebracht. Umgekehrt wird durch Drehung des Magnetankers 22 entgegen dem Uhrzeigersinn die Sektorfläche 32 auf einem Kreisbogen von der Sektorfläche 60 der Basis 50 weg bewegt. Obwohl eine Bewegung des Sektors 30 in Richtung der Mittelachse A (Fig. 2) vorliegt, wird die Sektorfläche 32 unmittelbar dem Sektor 60 gegenübergestellt, wenn der Magnetanker 22 gedreht wird, wie in Fig. 5 dargestellt.
  • Die Arbeitsweise des Verriegelungsdrehmagneten ist folgende: Nach Erregung der Wicklung 18 fließt ein magnetischer Fluß in der durch Pfeile B in Fig. 2 angedeuteten Richtung. Der Weg des magnetischen Flusses erstreckt sich axial entlang dem zylindrischen Kern 24, durch den oberen Teil 54 der Basis sowie durch die Endkappe 40 und entlang der Wand des Gehäuses 10. Der magnetische Fluß bewirkt eine Kraft auf den Magnetanker 22, die ihn nach unten in Richtung auf die Basis bewegt. Diese Kraft, die entlang der Achse A wirkt, wird durch die Kugelbettung bzw. Kugellagerung 36 und die Kugeln 38 in eine Drehbewegung umgewandelt, so daß der Kern 24 sich in Uhrzeigerrichtung dreht, wie in Fig. 4 dargestellt ist, wobei die Sektorfläche 32 des Kerns in fester Anlage mit der Fläche 60 der Basis gebracht wird.
  • Auf die Entregung der Wicklung 18 kommt der magnetische Fluß des Permanentmagneten 78 zur Wirkung. Der durch den Permanentmagneten 78 erzeugte magnetische Fluß ist in Fig. 2 durch Pfeile C gezeigt und erstreckt sich durch die Endkappe 40, den Ankersektor 30, den Bodensektor 58 und den Bodenflansch 52. Somit fließt der magnetische Fluß in einer Richtung, die senkrecht zu den Ebenen ist, die die Sektorflächen 32 und 60 aufweisen. Die durch die Spiralfeder 72 erzeugte Kraft wirkt auch in Umfangsrichtung senkrecht zu den Sektorflächen 32 und 60, aber in entgegengesetzter Richtung. Der Anker wird durch den magnetischen Fluß des Permanentmagneten 78 in der erregten bzw. verriegelten Position gehalten.
  • Um die Sektorflächen 32 und 60 voneinander zu trennen, muß der Anker 22, wie in Fig. 5 gezeigt ist, entgegen der Uhrzeigerrichtung gedreht werden, also im wesentlichen senkrecht zur Richtung C des magnetischen Flusses. Daher ist die Verriegelungskraft, die durch den Permanentmagneten 78 ausgeübt wird, größer als diejenige bekannter Verriegelungsdrehmagnete ohne die Flächenanordnung.
  • Der Verriegelungsdrehmagnet wird durch Anlegen eines elektrischen Gegen- bzw. Rückstromes durch die Wicklung 18 entriegelt, wodurch ein magnetischer Fluß in Richtung des Pfeiles D in Fig. 2 erzeugt wird. Dieser Weg des magnetischen Flusses führt auch durch die Endkappe 40 an dem engen Bereich 49, die Basis 50, den Anker 24 und das Gehäuse 10, aber in einer Richtung, die der Richtung des durch den Permanentmagnet 78 erzeugten Flusses entgegengesetzt ist. Der elektrische Strom, der durch die Wicklung 18 fließt, ist stark genug, um den magnetischen Fluß D zu erzeugen, der durch den Bereich 49 konzentriert wird und gleich oder größer ist als der magnetische Fluß C, der durch den Permanentmagnet 87 erzeugt wird. Dadurch ist es möglich, daß die Spiralfeder 72 den Magnetanker entgegen dem Uhrzeigersinn in die entriegelte Stellung dreht.
  • Die Haltekraft des Permanentmagneten 78 wird wirksam beim Zurückhalten des Drehmagneten dieser Erfindung in der verriegelten bzw. erregten Position genutzt, solange die entsprechenden Sektorteile in fester Position mit einem Minimum eines Luftspaltes gegeneinander fliegen. Sobald der wirksame magnetische Fluß über diesen Luftspalt zurückgenommen wird und der Magnetanker beginnt, sich in die entriegelte bzw. entregte Position zurückzudrehen, wie durch den Pfeil in Fig. 5 dargestellt, vergrößert sich der Luftspalt schnell, wodurch der Halteeffekt des Permanentmagneten vernachlässigbar wird. Die Endkappe 40 wirkt zusätzlich zu ihrer Funktion zum Herstellen eines konzentrierten Weges für den magnetischen Fluß für die elektrische Wicklung, wenn ein Gegenstrom zum Auflösen der Haltekraft des Magneten angelegt wird, auch wie ein üblicher Nebenschluß, der den Permanentmagnet während der normalen Funktion des Verriegelungsdrehmagneten abschirmt und schützt.
  • Es liegt im Bereich dieser Erfindung, gegeneinander anliegende Flächen 32 und 60 vorzusehen, die weder präzise radial noch präzise axial gerichtet sind. Sie können gegenseitig gekantet oder geneigt zu einer Linie parallel zur Rotationsachse sein, wenn eine Erhöhung der gegenseitig gegeneinander liegenden Flächen gewünscht ist. Desweiteren kann eine Vielzahl von dazwischen passenden Sektorteilen oder eine Vielzahl von Polen vorgesehen sein, um die Haltekraft zu vergrößern, insbesondere wenn ein relativ kurzer Hub verlangt wird.
  • Fig. 6 ist ein Beispiel, in dem ein windflügelartig ausgebildeter Sektor auf dem Ende des Magnetankers angeordnet und beweglich in Zusammenarbeit mit einem Paar von gegenüberliegenden Sektorteilen 58a ist. Es ist zu sehen, daß eine beliebige Anzahl von dazwischen passenden und miteinander wirkenden Sektoren 30 und 58 vorgesehen sei n kann, und zwar in Abhängigkeit von dem in Kreisrichtung wirkenden Stoß.
  • Im Falle der Ausführung gemäß Fig. 6 ist zu sehen, daß die im allgemeinen gegeneinander liegenden Flächen 32a und 60a, die in Zusammenwirken miteinander in der erregten bzw. verriegelten Stellung stehen, nicht genau radial verlaufen, sondern seitlich versetzt von einem Radius mit einer sich daraus ergebenden Vergrößerung der entsprechenden Flächen. Die Bauteile in Fig. 6 sind in der Ruhestellung dargestellt.
  • Die Fig. 7 und 8 zeigen abgewandelte Ausführungen der Fig. 4 und 5, um gegenseitig schiefe, verkantete oder geneigte Arbeitsflächen 32b an dem Anker und Arbeitsflächen 60b an der Basis vorzusehen. In den erregten oder bewegten Stellungen bewegen sich die entsprechenden Arbeits- und Kooperationsflächen des Ankers und der Basis in einer überlappenden Relation zu einander. Das Kanten oder Neigen solcher Flächen verursacht auch vergrößerte Flächen, die die durch den magnetischen Fluß des Permanentmagneten erzeugte Haltekraft vergrößern. Solche geneigten Flächen können in Beispielen vorgesehen sein, wo eine Vielzahl von miteinander wirkenden, von der Basis und vom Anker abstehenden Teilen benötigt wird.
  • Es fällt auch unter diese Erfindung, eine Serie von Magnetsegmenten in normaler Kreisform anstatt eines wie vorstehend beschriebenen tatsächlichen Magnetringes zu verwenden. Tatsächlich können Magnetsegmente, die dickenpolarisiert sind, in gewissen Beispielen bevorzugt werden, und zwar im Hinblick auf ihre ständige Verfügbarkeit bzw. im Hinblick auf die geringeren Kosten.
  • Es gehört auch zur Erfindung, Halteanschläge an dem relativ tiefen Ende oder an den Kugellagerungen vorzusehen. Solche Halteanschläge können geprägte flache Rücksprünge sein, die am unteren Ende des drehbaren Verriegelungsschlitzes in dem Flansch 26 oder der Decke 14 geformt sind und welche den Magneten beim Halten des Verriegelungsdrehmagneten in der erregten Position unterstützen, die aber nicht so tief sind, daß sie die Spiralfeder an dem leichten Drehen der Teile zurück in die entregte Stellung nach Anlegen eines Rückstromes an die elektrische Wicklung hindern würden.
  • Wenngleich die Teile des vorstehend beschriebenen Gerätes bevorzugte Ausführungsformen dieser Erfindung darstellen, ist das so zu verstehen, daß die Erfindung nicht auf diese genauen Formen des Gerätes beschränkt ist und daß Änderungen vorgenommen werden können, ohne den Bereich der in den beigefügten Patentansprüchen definierten Erfindung zu verlassen.

Claims (9)

1. Verriegelungsdrehmagnet mit einer elektrisch erregbaren Magnetspule (18) in einem becherförmigen Gehäuse (10), mit einem sich durch die Magnetspule (18) und das Gehäuse (10) hindurch erstreckenden und drehbeweglich um eine Mittellängsachse (A) angeordneten Magnetanker (22), mit einem Boden (50), durch den eine Welle (34) von dem Magnetanker (22) hindurchgeführt und dem Magnetanker (22) gegenüberliegend angeordnet ist, und mit einem Permanentmagnet (78), dadurch gekennzeichnet, daß der Magnetanker (22) und der Boden (50) je einen Verlängerungsteil (30, 58) haben, daß jeder Verlängerungsteil (30, 58) je eine Polfläche (32, 60) hat, daß die Polflächen (32, 60) in einer nicht senkrecht zur Mittellängsachse (A) verlaufenden Ebene liegen, daß die Polflächen (32, 60) in eine fest gegeneinander liegende Position in der Verriegelungsstellung des Verriegelungsdrehmagneten als ein unmittelbares Ergebnis der Umfangskomponente der Bewegung der Polfläche (32) des Verlängerungsteiles (30) des Magnetankers (22) entlang einer schraubenlinienförmigen Bahn gebracht sind, und daß der Permanentmagnet (78) zur Bildung eines magnetischen Kraftflusses angeordnet ist, der von dem Magnetanker (22) zu dem Boden (50) über die Polflächen (32, 60) verläuft, wenn der Magnetanker (22) in der Verriegelungsstellung steht, wobei der Kraftfluß über die Polflächen (32, 60) eine Komponente in Umfangsrichtung hat.
2. Verriegelungsdrehmagnet nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Polflächen (32, 60) radial abstehen und parallel zueinander verlaufen, wenn der Magnetanker (22) in der Verriegelungsstellung steht.
3. Verriegelungsdrehmagnet nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Endkappe (40) aus ferromagnetischem Material zwischen der Magnetspule (18) und dem Permanentmagnet (78) vorgesehen ist, die einen gemeinsamen Weg für den magnetischen Kraftfluß für die Magnetspule (18) und den Permanentmagnet (78) bildet.
4. Verriegelungsdrehmagnet nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Permanentmagnet (78) ringförmig ausgebildet ist und zwischen dem Boden (50) und der Endkappe (40) angeordnet ist.
5. Verriegelungsdrehmagnet nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Endkappe (40) einen magnetischen Nebenschluß zwischen dem Permanentmagnet (78) und der Magnetspule (18) bildet.
6. Verriegelungsdrehmagnet nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der magnetische Nebenschluß durch ein enges ringförmiges den magnetischen Kraftfluß konzentrierendes Bauteil (49) gebildet ist, das den Boden (50) und den Magnetanker (22) an den Verlängerungsteilen (30, 58) umgibt.
7. Verriegelungsdrehmagnet nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Polflächen (32, 60) von einer Radiuslinie durch den Magnetanker (22) und den Boden (50) abgezweigt sind.
8. Verriegelungsdrehmagnet nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Polflächen (32, 60) beiderseits gegenüber einer Linie parallel zu der Drehachse (A) des Magnetankers (22) geneigt sind.
9. Verriegelungsdrehmagnet nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnetanker (22) und der Boden (50) je mehrere Verlängerungsteile aufweist.
DE8686307615T 1985-10-15 1986-10-02 Verriegelungsdrehmagnet. Expired - Fee Related DE3687690T2 (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
US06/787,410 US4660010A (en) 1985-10-15 1985-10-15 Rotary latching solenoid

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