DE3645307C2 - Wetterkühler zum Kühlen der Wetter in Untertagebetrieben - Google Patents
Wetterkühler zum Kühlen der Wetter in UntertagebetriebenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Wetterkühler zum Kühlen der
Wetter in Untertagebetrieben mit in Längsrichtung von den zu
kühlenden Wettern durchströmtem Gehäuse sowie mit einer
Mehrzahl von in Längsrichtung des Gehäuses mit Strömungs
kanalabstand angeordneten Rohrregistern. - Solche Wetter
kühler sind erschwerenden Arbeitsbedingungen ausgesetzt
(vgl. Glückauf, 1969, S. 251, Abs. "Arbeitsbedingungen für
Wetterkühler"). Es muß hoher Staubanfall in den Wettern
beherrscht werden. Der Wärmeübergang und die Kühlleistung
dürfen nicht durch Staubablagerungen beeinträchtigt werden.
Die Kühlung muß sowohl bei der Kühlung von trockenen Wettern
als auch von solchen, aus denen bei der Kühlung Wasser
ausfällt, sicher erfolgen. Die räumlichen Verhältnisse sind
beengt.
Bei dem bekannten Wärmetauscher, von dem die Erfindung aus
geht (DE 35 10 406 A1, PatG § 3 (2)) sind die Wärmetauscherohre
zu flächigen Platten zusammengefügt, welche Platten mit
Abstand, Strömungskanäle für die Wetter bildend, angeordnet
sind. Die Kühlleistung ist verbesserungsbedürftig. Die
Wärmetauscherrohre habe runden oder ellipsenförmigen Quer
schnitt. Die Wärmetauscherrohre sind zu den Platten zusam
mengefügt, um die Druckverluste klein zu halten, die die
strömenden Wetter beim Durchströmen des Wärmetauschers
erfahren. Auch soll auf diese Weise eine leichte Reinigung
der zu den Platten zusammengefügten Rohrregister erreicht
werden. Die Wärmetauscherrohre sind bei der bekannten Aus
führungsform in den Platten vorzugsweise miteinander ver
lötet, und zwar flächig oder punktförmig. Sie berühren sich.
Man kann aber, offenbar aus Toleranzgründen, auch einen sehr
kleinen Abstand zulassen. Ein Gasaustausch zwischen benach
barten Strömungskanälen, d. h. eine Querströmung, ist nicht
eingerichtet. Bei flächiger Verschweißung der Wärmetauscher
rohre zu den Platten sind Querströmungen ganz unmöglich. Bei
sehr kleinem Abstand der Wärmetauscherrohre in den Platten
findet ein Gasaustausch, wie Untersuchungen gezeigt haben,
praktisch nicht oder jedenfalls nicht so statt, daß der Wär
meaustausch verbessert wird. Die einzelnen Wärmetauscherroh
re werden, weil sie zu Platten vereinigt sind, von dem gas
förmigen Medium nicht vollständig umströmt. Die Oberfläche
der einzelnen Wärmetauscherrohre nimmt folglich an dem Wär
meaustausch nur bereichsweise intensiv teil, nämlich nur
dort, wo auch ein entsprechender Kontakt mit dem strömenden
gasförmigen Medium möglich ist. Das Zusammenfügen der Wärme
tauscherrohre zu Platten steht der Ausbildung von turbulen
ten Strömungserscheinungen in der unmittelbaren Umgebung der
Wärmetauscherrohre, die bekanntlich den Wärmeaustausch för
dern, entgegen.
Ähnliches gilt auch für einen anderen Wärmetauscher für den
Einsatz im Bergbau zur Wetterkühlung (DE 84 36 237 U1), bei
dem, um gesonderte Stützplatten für die Wärmetauscherrohre
zu vermeiden, diese Wärmetauscherrohre miteinander verlötet
und dadurch zu plattenförmigen Wärmetauscherelementen ver
einigt sind.
Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, einen
Wetterkühler zum Kühlen der Wetter in bergbaulichen Unter
tagebetrieben zu schaffen, der unter den schwierigen Ver
hältnissen des Untertagebetriebes mit hoher Kühlleistung
allen Anforderungen genügt, bei dem die Wärmetauscherfläche,
bezogen auf das vom Gehäuse gebildete Volumen, groß ist, der
Wärmeaustausch verbessert ist und gleichzeitig der Druckver
lust nicht wesentlich ansteigt.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist Gegenstand der Erfindung ein
Wetterkühler zum Kühlen der Wetter in Untertagebetrieben mit
in Längsrichtung von den zu kühlenden Wettern durchströmtem
Gehäuse sowie mit einer Mehrzahl von in Längsrichtung des
Gehäuses mit Strömungskanalabstand angeordneten Rohrregi
stern aus Wärmetauscherrohren, die einen elliptischen Quer
schnitt aufweisen, dessen lange Achse in Längsrichtung des
Gehäuses angeordnet ist, die von einem flüssigen Medium
durchströmt sind, mit den Merkmalen
- a) die einzelnen Rohrregister sind jeweils aus drei schlangenlinienförmig mit vertikalen oder schrägen, geraden Abschnitten und bogenförmigen Abschnitten geführten, in Längsrichtung gereihten Wärmetauscher rohren aufgebaut,
- b) die Rohrregister sind einerseits mit einem quer zur Längsrichtung verlaufenden Verteilerrohr und ande rerseits mit einem quer zur Längsrichtung verlaufen den Sammlerrohr mit in Längsrichtung der Strömung gereihten Anschlüssen verbunden,
- c) die Wärmetauscherrohre in den einzelnen Rohrregi stern sind mit einem eine Querströmung zulassenden turbulenzbildenden Abstand geführt, wobei die Breite des Abstandes im Bereich von wenigen Millimetern bis zu einigen Zentimetern liegt.
Bei einem solchen Wetterkühler liegen zweckmäßigerweise die
bogenförmigen Abschnitte der Wärmetauscherrohre lotrecht
übereinander, und zwar ebenfalls mit eine Querströmung
zulassendem, turbulenzfördernden Abstand. Nach einer
bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung weisen die ellipsenförmigen
Querschnitte der Wärmetauscherrohre ein Achsenverhältnis im
Bereich zwischen 1,2 und 2, vorzugsweise von etwa 1,5 auf.
Das Verhältnis wird gebildet zwischen den Maßen der großen
Achse im Zähler, und den Maßen der kleinen Achse im Nenner,
die Zahlen bezogen auf den Außendurchmesser. Nach bevor
zugter Ausführungsform der Erfindung sind fernerhin die Ab
stände der beiden äußeren Wärmetauscherrohre zu dem
mittleren Wärmetauscherrohr gleich. Insbesondere wenn die
Querschnitte der Wärmetauscherrohre so gewählt sind, wie es
vorstehend zu ellipsenförmigen Querschnitten angegeben
wurde, empfiehlt es sich, die Wärmetauscherrohre in Längs
richtung mit einem eine Querströmung zulassenden, turbulenz
förderndem Abstand von 10 bis 15 mm anzuordnen. Das Ab
standsmaß bezieht sich auf den lichten Abstand. Im Rahmen
der Erfindung liegt es, mitten in den Strömungskanälen in
Strömungsrichtung verlaufende Leitbleche anzuordnen, die in
statistischer Verteilung Löcher aufweisen.
In dem erfindungsgemäßen Wetterkühler ist die Wärmeüber
tragungsfläche besonders groß. Die Wärmetauscherrohre sind
von den Wettern umspült. Die Querströmung der zu kühlenden
Wetter verbessert den Wirkungsgrad. Das gilt unabhängig
davon, ob die Hauptströmung in den Strömungskanälen
turbulent oder laminar strömt. Die Abstände zwischen den
Wärmetauscherrohren fördern die Turbulenz, die bekanntlich
den Wärmetransport unterstützt. Sie resultiert aus der
Tatsache, daß die infolge der erfindungswesentlichen Ab
stände zwischen den einzelnen Wärmetauscherrohren querströ
menden Wetter auf die hauptsächlich in Längsrichtung der
Strömungskanäle zwischen den Rohrregistern strömenden Wetter
treffen. Das ist eine Kreuzströmung die im Bereich der
Wärmetauscherrohre eine freie Turbulenz produziert, die eine
den Wärmeübergang an den Wärmetauscherrohren störende
Schichtbildung verhindert.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß bei einem
Wetterkühler des eingangs beschriebenen Aufbaus sowie der
eingangs beschriebenen Zweckbestimmung in den in Längsrich
tung des Gehäuses verlaufenden, wetterführenden Strömungs
kanälen zwischen den einzelnen Rohrregistern aus kon
struktiven und aerodynamischen Gründen unterschiedliche
statische Drücke herrschen, die die beschriebene Quer
strömung durch die Abstände zwischen den Wärmetauscherrohren
generieren, wenn die Breite dieser Abstände hinreichend groß
ist. Die erforderlichen Abstände können für jeden Wetter
kühler durch Versuche ermittelt werden.
Die erreichten Vorteile sind darin zu sehen, daß, bezogen
auf ein vorgegebenes Gehäusevolumen, die Wärmetauscherfläche
besonders groß ist, gleichzeitig aber der Druckverlust der
zu kühlenden Wetter im Wetterkühler kaum ansteigt. Diese
Vorzüge sind gerade für Wetterkühler in Untertageräumen
wegen der dort beengten räumlichen Verhältnisse von großer
Bedeutung. Ein besonderer Vorteil für den Untertagebetrieb
ist die geringe Verschmutzungsanfälligkeit des erfindungs
gemäßen Wetterkühlers, was auf dem Einfluß der Querströmung
beruht. Während die herrschende Lehre (Glückauf, 1969,
S. 254, Zeilen 10-14) dahin geht, im Untertagebetrieb für
unterschiedliche Kühlungszwecke technologisch unterschied
lich aufgebaute Wetterkühler einzusetzen, nämlich einerseits
Rippenrohrkühler und andererseits Glattrohrkühler ein zu
setzen, ist der erfindungsgemäße Wetterkühler für alle
Einsatzfälle mit hoher Kühlleistung bei geringen Druckver
lusten in bezug auf die den Wetterkühler durchströmenden zu
kühlenden Wetter geeignet.
Grundsätzlich ist es bekannt (DE-OS 15 51 820), bei
Apparaten anderer Zweckbestimmung, nämlich bei Rauchgas-
Rekuperatoren, schlangenlinienförmig mit vertikalen geraden
Abschnitten und bogenförmigen Abschnitten geführte Wärme
tauscherrohre einzusetzen, diese bilden jedoch keine rauch
gasführenden Strömungskanäle sondern, im Gegenteil, quer zur
Strömungsrichtung der Rauchgase angeordnete Gitter. Ein
solcher Apparat produziert hohe Druckverluste und eignet
sich nicht zum Kühlen der häufig feuchten Wetter in Unter
tagebetrieben.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein
Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausführlicher
erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen vorschlagsgemäßen
Wetterkühler in Strömungsrichtung der zu kühlenden
Wetter,
Fig. 2 einen Ausschnitt des Verteilerrohres aus dem
Gegenstand der Fig. 1 in der Draufsicht und
Fig. 3 eine andere Ausführungsform des Gegenstandes der
Fig. 1.
Der in den Figuren dargestellte Wetterkühler ist zum Kühlen
großer Wettermengen in Untertagebetrieben bestimmt. Zum
grundsätzlichen Aufbau gehören das Gehäuse 1, welches in
Längsrichtung von den Wettern 2 durchströmt ist, eine Mehr
zahl von parallel zueinander angeordneten Rohrregistern 3
aus Wärmetauscherrohren 4, die von einem flüssigen Medium
durchströmt sind, ein quer zur Längsrichtung angeordnetes
Verteilerrohr 5 sowie ein ebenfalls quer zur Längsrichtung
angeordnetes Sammlerrohr 6. Die Rohrregister 3 sind in
Längsrichtung ausgerichtet, und zwar mit einem Strömungs
kanalabstand 7. Der Strömungskanalabstand ergibt sich in
üblicher Weise aus der Dimensionierung des Wetterkühlers
insgesamt. Seine Größe hängt vom Mengenstrom der zu
kühlenden Wetter und vom eingerichteten Druckverlust ab.
Jedes Rohrregister 3 besteht aus drei schlangenlinienförmig
geführten Wärmetauscherrohren 4, die aus geraden Abschnitten
8 und bogenförmigen Abschnitten 9 aufgebaut sind. Die Wärme
tauscherrohre 4 haben einen ellipsenförmigen Querschnitt.
Sie sind mit der langen Ellipsenachse in Längsrichtung des
Gehäuses 1 ausgerichtet. Die beiden äußeren Wärmetauscher
rohre 4 sind identisch ausgeführt und haben einen eine Quer
strömung zulassenden, turbulenzfördernden Abstand 10, der im
Ausführungsbeispiel im lichten Maß 10 bis 15 mm betragen
mag. Die bogenförmigen Abschnitte 9 der Wärmetauscherrohre
sind lotrecht übereinander angeordnet und ebenfalls mit
einem eine Querströmung zulassenden, turbulenzfördernden
Abstand 10 versehen. Die Anschlüsse der Wärmetauscherrohre 4
an dem Verteilerrohr 5 und an dem Sammlerrohr 6 sind in
Längsrichtung der Strömung gereiht, wozu auf die Anschlüsse
12 in Fig. 2 verwiesen wird.
In der Fig. 1 erkennt man, daß die geraden Abschnitte 8 der
Wärmetauscherrohre 4 vertikal verlaufen. In der Ausführungs
form nach Fig. 3 sind sie schräg gestellt.
In der Fig. 2 erkennt man strichpunktierte Linien. Diese
deuten an, daß die Möglichkeit besteht, in den Strömungs
kanälen in Strömungsrichtung verlaufende Leitbleche 13 anzu
ordnen, die nicht gezeichnet, statistisch verteilte Löcher
aufweisen.
Claims (7)
1. Wetterkühler zum Kühlen der Wetter in Untertagebetrieben
mit in Längsrichtung von den zu kühlenden Wettern (2) durch
strömtem Gehäuse (1) sowie mit einer Mehrzahl von in Längs
richtung des Gehäuses (1) mit Strömungskanalabstand (7)
angeordneten Rohrregistern (3) aus Wärmetauscherrohren (4),
die einen elliptischen Querschnitt aufweisen, dessen lange
Achse in Längsrichtung des Gehäuses (1) angeordnet ist, die
von einem flüssigen Medium durchströmt sind, mit den Merk
malen
- a) die einzelnen Rohrregister (3) sind jeweils aus drei schlangenlinienförmig mit vertikalen oder schrägen geraden Abschnitten (8) und bogenförmigen Ab schnitten (9) geführten, in Längsrichtung gereihten Wärmetauscherrohren (4) aufgebaut,
- b) die Rohrregister (3) sind einerseits mit einem quer zur Längsrichtung verlaufenden Verteilerrohr (5) und andererseits mit einem quer zur Längsrichtung ver laufenden Sammlerrohr (6) mit in Längsrichtung der Strömung gereihten Anschlüssen (12) verbunden,
- c) die Wärmetauscherrohre (4) in den einzelnen Rohrre gistern (3) sind mit einem eine Querströmung zu lassenden turbulenzbildenden Abstand (10) geführt, wobei die Breite des Abstandes (10) im Bereich von wenigen Millimetern bis zu einigen Zentimetern liegt.
2. Wetterkühler nach Anspruch 1, wobei die bogenförmigen
Abschnitte (9) der Wärmetauscherrohre (3) senkrecht über
einander ebenfalls mit einem eine Querströmung zulassenden,
turbulenzfördernden Abstand (10) angeordnet sind.
3. Wetterkühler nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die
ellipsenförmigen Querschnitte der Wärmetauscherrohre (4) ein
Achsverhältnis im Bereich zwischen 1,2 und 2, vorzugsweise
von etwa 1,5, aufweisen.
4. Wetterkühler nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die
Abstände (10) der beiden äußeren Wärmetauscherrohre (4) zu
dem mittleren Wärmetauscherrohr (4) gleich sind.
5. Wetterkühler nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die
Wärmetauscherrohre (4) in Längsrichtung einen eine Quer
strömung zulassenden Abstand (10) von 10 bis 15 mm auf
weisen.
6. Wetterkühler nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei
mittig in den Strömungskanälen in Strömungsrichtung verlau
fende Leitbleche (13) angeordnet sind, die in statistischer
Verteilung Löcher aufweisen.
7. Wetterkühler nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die
turbulenzbildenden Abstände (10) wenige Millimeter bis 15 mm
betragen.
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