DE3636446C2 - Gewindemuffeneinschraubvorrichtung - Google Patents
GewindemuffeneinschraubvorrichtungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Gewinde
muffeneinschraubvorrichtung mit einem Werkstückauflagetisch
und mit einer darüber angeordneten Ständerschraubmaschine
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Eine derartige Gewindemuffeneinschraubvorrichtung ist aus der
DE-OS 19 49 570 bekannt.
Das Andrehen der Gewindemuffen an die Einschraubwelle wird
bei dieser Maschine dadurch bewerkstelligt, indem die Einschraubwelle
mit ihrem auf einem Schlitten angeordneten Motor
vor dem Zuführen und Andrehen der Gewindemuffe mittels Druckluft
zurückgezogen wird. Die Gewindemuffe wird mit ihrem
Zubringer zugeführt und die Einschraubwelle mit ihrem Schlit
ten wird mittels Druckluft und mit einer der Gewindesteigung
angepaßten ölhydraulischen Geschwindigkeitsregelung in die
Gewindebohrung der Gewindemuffe eingeführt. Für die unter
schiedlichen abwechselnd einzuschraubenden Gewindemuffen sind
mehrere Geschwindigkeitsregulierdrosselschrauben erforderlich,
die wahlweise mittels Drehschieber einzuschalten sind.
Die Druckluftzylinder müssen dem erforderlichen Einschraubdruck
widerstehen und sind dementsprechend großgehalten. Das
vorhergehend beschriebene Verfahren des automatischen Andrehens
der Gewindemuffen an die Einschraubwelle wird nur durch
einen erheblichen Herstellungsaufwand für die erforderlichen
Maschinenteile ermöglicht. Die enormen Herstellungskosten
rentieren sich nur bei Verarbeitung hoher Gewindemuffenstückzahlen.
Durch die geringe Nachfrage nach derartigen
Maschinen können diese auch nicht in Serie hergestellt
werden, was wiederum einer Produktionsverbilligung im Wege
steht. Für die Masse der Gewindemuffen verarbeitenden Firmen
ist die Anschaffung einer solchen Maschine wegen des geringeren
Gewindemuffenverbrauchs nicht rentabel. Diese Gruppe von
Firmen konnten deshalb von dem bisherigen Fortschritt nicht
profitieren. Hinzu kommt, daß wegen der wartungsbedürtigen
ölhydraulischen Geschwindigkeitsregulierung die Gewindemuffeneinschraubvorrichtung
nur entweder für eine senkrechte
Einschraubwelle oder für eine waagrechte Einschraubwelle
ausgelegt sein kann, d.h. daß für jede dieser unterschiedlichen
Betriebsarten eine komplette Maschine vorhanden sein
muß.
Das Einspannen von Werkstücken an Maschinen mit abgewinkeltem
Tisch ist zwar möglich, jedoch zeitraubend und umständlich.
Außerdem war es mit derartigen Maschinen nicht möglich, in
langen Werkstücken stirnseitig Gewindemuffen einzudrehen.
Bei der bekannten Vorrichtung hat der in axialer Richtung
verschiebbare, mit einer Druckfeder arretierte Gewindemuffenträger
die Aufgabe, den beim Andrehen der Gewindemuffe an das
Eindrehwerkzeug nicht zu vermeidenden Staudruck zu entlasten,
wenn beim Einfahren des Eindrehwerkzeuges in die Gewindebohrung
der Muffe die Gewinderillen der Gewindemuffe und die
Gewinderillen des Einschraubwerkzeuges zur Zeit der Berührung
nicht übereinstimmen. Der Staudruck ist auch zu entlasten,
wenn beim Eindrehen der Einschraubwelle in die Gewindemuffe
die ölregulierte Vorschubgeschwindigkeit der Einschraubwelle
größer ist als die Steigungsbewegung der Gewinderillen am
Gewindezapfen der Einschraubwelle. Um diese Vorschubgeschwindigkeit
annähernd konstant zu halten, ist eine zuverlässige
Wartung durch die Bedienperson (wegen der temperaturabhängigen
Ölzähigkeit) und bei Reparaturarbeiten äußerste Sauberkeit
notwendig. Was beim Einsatz von unqualifiziertem Personal
häufig nicht beachtet wird.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Gewinde
muffeneinschraubvorrichtung der eingangs genannten Art dahin
zu verbessern, daß das Anschrauben der Gewindemuffen an den
Gewindezapfen des Einschraubwerkzeuges ohne die aufwendige
wartungsbedürftige hydraulische Geschwindigkeitsregulierung
bei gleichzeitiger Lagerveränderbarkeit der Position der
Einschraubwelle möglich ist.
Die Lösung dieser Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Muffenzubringereinrichtung
erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 erreicht, so daß ein Zuführen der
Gewindemuffen einschließlich Anschrauben an den Gewindezapfen
der Einschraubwelle komplett durch die Muffenzubringereinrichtung
ausgeführt wird. Erfindungsgemäß wird der Gewindemuffenträger
mit der Gewindemuffe zum Anschrauben der Gewindemuffe
an die Einschraubwelle fast kraftlos mit einer Feder in
Schraubwellenachsrichtung gegen den Gewindezapfen der Einschraubwelle
bewegt und nach dem Andrehen durch einen Stellmotor
in die Ausgangsstellung zurückgedrückt.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Insbesondere mit der Kombination von Feder und dem im Lagerbolzen angeordneten
Stellmotor wurde die Voraussetzung für einen kompakten
Aufbau und für eine robuste und trotzdem schnelle Gewindemuffenzuführung
an den Gewindezapfen der Einschraubwelle geschaffen,
die ein störungsfreies Anschrauben der Gewindemuffe an
die Einschraubwelle verschleißarm und wartungsfrei gewährleistet
und die Lebensdauer des Gewindezapfens der Einschraubwelle
erhöht.
Im Zuge der Aufgabe war es auch vorteilhaft, für die Klemmung der Gewindemuffe
und für die Freimachung des seitlich offenen Gewindemuffenkäfigs
für den Durchlaß der angedrehten Gewindemuffe beim
Rückhub der Muffenzubringereinrichtung aus Platzgründen neue
Lösungen zu entwickeln.
Die erfindungsgemäß neuentwickelte Klemmvorrichtung ermöglicht
eine seitliche Begrenzung des Muffenkäfigs zur Verhinderung
von Einfallstörungen beim Einfallen der Gewindemuffen in
den Gewindemuffenkäfig mit Hilfe eines Klemmhebels, der durch
gegenseitig wirkende Federn in seiner Nullstellung gehalten
wird. Erfindungsgemäß wurde einerseits zur Arretierung des
Klemmhebels ein federbelasteter unter höherem Druck nachgiebiger
Anschlag vorgesehen, der trotz Arretierung des mit einem
Druckluftzylinder beaufschlagbaren Klemmhebels ein Klemmen
der Gewindemuffen gestattet. Andererseits ist eine Feder vorgesehen,
die den Klemmhebel gegen den federbelasteten Anschlag
drückt, dadurch kann die nach dem Anschrauben an die Einschraubwelle
innerhalb des Muffenkäfigs sich befindende Gewindemuffe
beim Rückhub der Muffenzubringereinrichtung den Klemmhebel,
der in seiner Nullstellung die offene Seite des Muffenkäfigs
versperrt, gegen die leichte Federkraft seitlich wegdrücken.
Ein austauschbares Druckstück am Klemmhebel ermöglicht das
Zuführen im Durchmesser unterschiedlicher Muffen.
Mit den vorhergehend beschriebenen Erneuerungen und dem platzsparenden
Gewindemuffenträgerantrieb und der Gewindemuffenklemmung
entfallen die eingangs angesprochenen großausgelegten
Druckluftzylinder, die dem Einschraubdruck widerstehen
mußten. Aus vorgenanntem Grund entfällt auch die aufwendige
ölhydraulische, auch wegen ihrer Temperaturabhängigkeit
wartungsbedürftige, Geschwindigkeits-Reguliereinrichtung der
Einschraubwelle zum Erreichen eines exakten, der jeweiligen
Gewindesteigung angepaßten Einschraubwellenvorschubes während
des Anschraubens der Gewindemuffe.
Schließlich liegt es auch noch im Rahmen der Erfindung, die
erfindungsgemäße Gewindemuffeneinschraubmaschine auf einem
Schwenkträger an einem Maschinengestell schwenkbar zu lagern,
da aufgrund der speziellen Ausbildung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung eine Änderung der Lageorientierung der Einschraub
welle ohne weiteres möglich ist, d.h. sowohl ein senkrechtes
Einschrauben als auch ein waagrechtes Einschrauben der Ge
windemuffen in die Werkstücke möglich ist.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung er
geben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausfüh
rungsbeispiels sowie anhand der Zeichnung. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine insbesondere im Bereich der Muffenzubringerein
richtung teilweise geschnittene Ansicht einer erfin
dungsgemäßen Gewindemuffeneinschraubmaschine,
Fig. 2 eine vergrößerte Aufsicht auf die Muffenzubringerein
richtung der Maschine nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Aufsicht entsprechend Fig. 2 in der um etwa 90°
gegenüber Fig. 2 verschwenkten Stellung des Muffen
trägers mit unter dem Muffenmagazin angeordneten Käfig,
Fig. 4 einen vergrößerten Schnitt längs der Linie IV-IV
in Fig. 1 durch die Achse des im Lagerbolzen des
Muffenträgers angeordneten Stellmotors und
Fig. 5 einen abgewinkelten Schnitt etwa längs der Linie V-V
in Fig. 3.
Die Grundplatte 1 der Ständerschraubmaschine 2 ist mit dem
Schwenkträger 3 fest verschraubt. Der Schwenkträger 3 ist
auf einem nicht dargestellten Maschinengestell um die Achse 4
schwenkbar gelagert und mit deren Hilfe kann die Einschraub
maschine von der senkrechten Stellung in die waagrechte Stel
lung geschwenkt werden. Der Antriebsmotor 5 der Einschraub
welle 6 kann mittels Handhebel 7 (z.B. mit einem Zahnstangen
trieb) in einem bestimmten Bereich gegenüber der Grundplatte 1
auf und ab bewegt werden. Mit der Welle des Motors 5 ist die
Einschraubwelle 6 mittels Steckkupplung 8 verbunden. Die Ein
schraubwelle 6 ändert bei kurzem Ziehen die Drehrichtung, so
daß nach dem Einschrauben der Gewindemuffe in das Werkstück die
Einschraubwelle 6 sich wieder lösen kann. Die relativ lange
Einschraubwelle 6 ist zusätzlich in einem Kugellager 9 gelagert.
Um den Lagerbolzen 10 der Gewindemuffenzubringeinrichtung M,
der mit einer Mutter 11 an der Grundplatte 1 befestigt ist, ist
der Zubringerkörper 12 in Nadellagern 13 drehbar gelagert. An
getrieben wird der Zubringerkörper 12 von einem Stellmotor,
beispielsweise mit einem Druckluftzylinder 14 (Fig. 2), dessen
Kolbenstange 15 an einem Hebelansatz des Zubringerkörpers 12
angreift. Der Führungsbolzen 16 mit seinem festverlöteten Ge
windemuffenträger 17 ist in den Lagerbüchsen 18 und 19 gelagert,
wobei am Führungsbolzen 16 am oberen Ende ein Bundaufsatz 20
befestigt ist. Eine Druckfeder 21 drückt den Gewindemuffen
träger 17 über Führungsbolzen 16 und Bundaufsatz 20 gegen die
Lagerbüchse 18, wenn während des Betriebsablaufes die Gegenhalte
druckkraft im Zylinderraum 22 beseitigt wird. Ein Rundschnur
ring 23 dient in diesem Fall als Stoßdämpfer. Im anderen Fall
- wie in Fig. 1 dargestellt - wird durch das Ausfüllen des
Zylinderraumes 22 mit entsprechender Druckluft die Kolben
stange 24 - welche in der Lagerplatte 25 geführt wird - mit
ihrem Kolben über Kugellagerbolzen 26 und Kugellager 27 gegen
den fest im Gewindemuffenträger 17 eingepreßten Arretierbol
zen 28 gedrückt. Das axiale Spiel des Kugellagerbolzens 26 ist
mit Hilfe einer Mutter 29 eingestellt. Zum Dämpfen der von
Druckluftbeaufschlagung im Gewindemuffenträger 17 aufgespeicher
ten Verschiebeenergie ist unter dem Bundaufsatz 20 eine Tellerfeder 30
angeordnet, die mit Hilfe einer um den Bundaufsatz 20 aufgepreß
ten Büchse 31 gehalten wird. Die Tellerfeder 30 wird in diesem
Fall von dem Bundaufsatz 20 gegen den Bund der Lagerbüchse 19
gedrückt. Der Bundaufsatz 20 mit seiner aufgepreßten Büchse 31
ist in der Lagerbüchse 19 mit Spiel gelagert. Auf dem Gewinde
muffenträger 17 ist ein Käfig 32 zur Aufnahme der Gewindemuffe 33
aufgeschraubt. Die Gewindemuffe 33 wird während der Zubringung
unterhalb der Einschraubwelle mit Hilfe eines Druckstückes 34
(Fig. 2) gegen den Käfig 32 geklemmt und damit gegen Verdrehung
gesichert. Das Druckstück 34 ist fest mit dem Klemmhebel 35
verschraubt und mit einem Stift 36 (Fig. 5) arretiert. In dem
Klemmhebel 35 ist ein Lagerbolzen 37 eingepreßt, der einerseits
im Lagerbock 38 und andererseits in der Lagerplatte 39, die mit
dem Lagerbock 38 verschraubt ist, schwenkbar gelagert ist. Die
Hebelarmverlängerung 35a ist mit dem Hebelarm 35 fest verlötet.
Der Lagerbock 38 ist mit dem Gewindemuffenträger 17 mittels
Schrauben befestigt (Fig. 1 und 5) und nimmt einen Druckluft
zylinder 40 (Fig. 3) auf, dessen Kolben 41 während der Muffen
zubringung und des Gewindemuffenandrehens
an die Einschraubwelle mit Druckluft beaufschlagt wird und damit der Klemmhebel
35 mit seinem Druckstück 34 gegen die Gewindemuffe 33 drückt.
Der Kolben 41 ist mit seiner Stange in dem Flanschlager 42
gelagert. Am Gewindemuffenträger 17 ist ein Ansatz 43 be
festigt. Dieser Ansatz besitzt einen eingepreßten Stift 44
zur Aufnahme einer Zugfeder 45 und eine Bohrung zur Aufnahme
einer Führungsbüchse 46. Das andere Ende der Zugfeder 45 ist
in einem Stift 47 eingehängt, der im verlängerten Klemmhebel
35a eingepreßt ist. Die Zugfeder 45 zieht den Klemmhebel 35
gegen einen Anschlag 48, der in der Führungsbüchse 46 ge
lagert ist. Wenn der Druckluftzylinder 40 zum Beispiel beim
Zurückschwenken des Zubringerkörpers 12 unter das Zuführrohr
drucklos ist, so wird der Bund des Hohlkolbens mittels einer
innenliegenden Druckfeder 49, die sich am Ansatz 43 abstützt,
gegen die Führungsbüchse gedrückt, da die Kraft der Zugfeder
45 geringer ist als die Kraft der Druckfeder 49. In dieser
Lage ist zwischen der Gewindemuffe 33 im Käfig 32 und dem
Druckstück 34 ein genügend großer Freiraum vorhanden, damit
die nächste Muffe ohne Anstoß in den Käfig 32 einfallen kann
(Fig. 3). Im anderen Fall verhindert die Zugfeder, daß sich
das Druckstück 34 des Klemmhebels 35 zu weit von der Gewinde
muffe 33 entfernt und verhindert auch damit beim Einfallen
der Gewindemuffe 33 in den Käfig 32 ein mögliches Umfallen
der Gewindemuffe 33. Beim Zurückschwenken des Zubringerkörpers
12 und damit natürlich auch des Gewindemuffenträgers 17 ist
jedoch eine größere Auslenkung des Klemmhebels 35 erforderlich,
wenn das Druckstück 34 den Weg zum Zurückschwenken des Zu
bringers bei an die Einschraubwelle angeschraubter Gewindemuffe
freimachen muß. An der Grundplatte 1 ist ein Magazin oder Zu
führrohr 50 befestigt, in welchem die Gewindemuffen 33 überein
ander gestapelt sind. Nach unten stützen sich die Gewindemuffen
33 auf einer Gleitfläche des Zubringerkörpers 12 ab (Fig. 4).
Während des Andrehens der Gewindemuffe 33 (Fig. 1) dreht sich
die Einschraubwelle 6 mit dem Gewindezapfen 6a. Ein Stellmotor,
beispielsweise ein Druckluftzylinder 14, schwenkt die Gewinde
muffe 33 mittels Zubringerkörper 12 und Gewindemuffenträger 17
unter die Einschraubwelle 6 (in Stellung Fig. 1), gleich
zeitig wird der Kolben 41 des Druckluftzylinders 40 mit Druck
luft beaufschlagt und drückt die Gewindemuffe 38 mit Hilfe
eines Klemmhebels 35 und Druckstücks 34 gegen den Käfig 32.
Sobald die Gewindemuffe 33 direkt unter die Einschraubwelle
6 transportiert ist (Stellung Fig. 1), wird die Druckluft
aus dem Zylinderraum 22 herausgelassen. Die Druckfeder 21
zieht den Gewindemuffenträger 17 mit der Gewindemuffe 33
nach oben gegen den Gewindezapfen 6a der Einschraubwelle 6
und die geklemmte Gewindemuffe 33 wird an die Einschraubwelle
6 geschraubt. Kurz vor Vollendung des Anschraubvorganges wird
der Zylinder 40 entlüftet, der Trägerkörper 12 mit Hilfe eines
Stellmotors 14 um einen bestimmten Winkel zurückgedreht und
gleichzeitig der Zylinderraum 22 mit Druckluft gefüllt, bis
der leere Käfig 32 unter einem Zuführ- oder Magazinrohr 50
zu liegen kommt (Fig. 3 und 5). Die im Magazinrohr 50 befind
lichen Gewindemuffen 33, welche sich zuvor auf einer Gleit
fläche des Zubringerkörpers 12 (Fig. 4) abstützen, fallen
nach, bis die unterste Gewindemuffe im Käfig 32 aufliegt
(Fig. 5). Sobald nach dem Einschraubvorgang, der mit Hilfe
des Handhebels/ausgeführt wird, sich die freigewordene
Einschraubwelle 6 (Fig. 6) auf dem Rückweg befindet, wird
die neue Gewindemuffe 33 im Käfig 32 geklemmt und durch
Schwenken des Zubringerkörpers 12 unter die Einschraubwelle
6 transportiert, der nächste Andrehvorgang wird durch Ent
lüften des Zylinderraumes 19 eingeleitet.
Das Zuführen der Gewindemuffen 33 an die Ein
schraubwelle 6 kann auch von Hand durchgeführt werden. Zu
diesem Zweck ist der Ansatz 43 des Gewindemuffenträgers 17
als Griff ausgebildet, der mit zwei Fingern erfaßt wird. Durch
einen Druck mit dem Daumen gegen den verlängerten Teil des
Klemmhebels 35a wird die Gewindemuffe 33 gegen den Käfig 32
gedrückt. Nach dem Einschwenken des Zubringerkörpers 12 wird
der Gewindemuffenträger 17 gegen die Einschraubwelle
6 gezogen, bis die Gewindemuffe an den Gewindezapfen 6a ange
schraubt ist.
Das Gewindemuffenandrehen bei waagrecht liegender Einschraub
welle 6 geschieht in gleicher Weise wie bei senkrecht stehen
der Einschraubwelle. In diesem Fall werden die Gewindemuffen
aus einem senkrechten Zuführrohr mit Hilfe einer 90°-Bogen
rinne umgelenkt.
Claims (7)
1. Gewindemuffeneinschraubvorrichtung mit einem Werkstückauflagetisch,
mit einer darüber angeordneten, axial zustellbaren
Ständerschraubmaschine, die eine motorgetriebene
Einschraubwelle (6) aufweist und mit einer dazwischen
angeordneten Muffenzubringereinrichtung (M),
die parallel zum Werkstückauflagetisch zwischen einem
Muffenmagazin und der Einschraubwelle (6) verschwenkbar
ist und die einen in Schraubwellenachsrichtung verschiebbaren
und über eine Druckfeder (21) rückstellbaren
Muffenträger (17) aufweist, an dem zur Aufnahme einer
Gewindemuffe (33) ein oben und seitlich offener Käfig
(32) sowie eine Klemmeinrichtung angeordnet ist,
gekennzeichnet durch einen vorzugsweise pneumatischen
Stellmotor (22, 24) zur axialen Verschiebung des Muffenträgers
(17) aus einer angehobenen Andrehstellung, in
die er durch die Druckfeder (21) gegen die zunächst
axial unbeweglich gehalterte Einschraubwelle (6) rückstellbar
ist, nach unten in Muffentransportstellung.
2. Gewindemuffeneinschraubvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verschiebeenergie des
Muffenträgers (17) von einer Tellerfeder (30) aufgenommen wird.
3. Gewindemuffeneinschraubvorrichtung nach Anspruch 1
oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellmotor (22, 24) in
einem Lagerbolzen des Muffenzubringers (12) angeordnet ist
und über ein Kugellager (27) am Muffenträger (17) angreift.
4. Gewindemuffeneinschraubvorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmeinrichtung
einen vorzugsweise druckluftbeaufschlagten
Stellmotor (40) aufweist.
5. Gewindemuffeneinschraubvorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmeinrichtung
gegenläufig wirkende Federn (45, 49) sowie
einen federbelasteten Anschlag (48) für einen Klemmhebel
(35) aufweist.
6. Gewindemuffeneinschraubvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß am Klemmhebel (35) ein abnehmbares
Druckstück (34) befestigt ist.
7. Gewindemuffeneinschraubvorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie
auf einem Schwenkträger (3) an einem Maschinengestell
schwenkbar gelagert ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863636446 DE3636446C2 (de) | 1986-10-25 | 1986-10-25 | Gewindemuffeneinschraubvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863636446 DE3636446C2 (de) | 1986-10-25 | 1986-10-25 | Gewindemuffeneinschraubvorrichtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3636446A1 DE3636446A1 (de) | 1988-05-05 |
| DE3636446C2 true DE3636446C2 (de) | 1995-06-14 |
Family
ID=6312523
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863636446 Expired - Fee Related DE3636446C2 (de) | 1986-10-25 | 1986-10-25 | Gewindemuffeneinschraubvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3636446C2 (de) |
Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
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Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE7132927U (de) * | 1972-05-18 | Groov Pin Corp | Eindrehwerkzeug für Gewindebüchsen | |
| DE1949570A1 (de) * | 1969-10-01 | 1971-04-08 | Hermann Marr | Gewindemuffeneinschraubmaschine mit automatischer Zufuehreinrichtung |
-
1986
- 1986-10-25 DE DE19863636446 patent/DE3636446C2/de not_active Expired - Fee Related
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3636446A1 (de) | 1988-05-05 |
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Legal Events
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