DE3634697A1 - Dentalwerkstoff zur bekaempfung von karies und parodontose - Google Patents

Dentalwerkstoff zur bekaempfung von karies und parodontose

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Description

Die Erfindung betrifft die Gegenstände der Ansprüche 1 bis 7 und 8.
Trotz jahrzehntelanger Untersuchungen und zahlreicher Versuche zu prophylaktischen und therapeutischen Behandlung von Karies und Parodontose stellen diese ein noch immer unbewältigtes Problem dar.
Die medikamentöse Behandlung wurde bisher vorwiegend mit Fluoriden vorgenommen; vgl. Dr. Hans Joachim Schmidt, "Zahnhalskariesprophylaxe durch Fluoride", Dr. Alfred Hüthig Verlag, Heidelberg, 2. Aufl. (1967). Die Verabreichung von Fluortabletten ist jedoch nur bis zum Abschluß der Zahnbildung, d. h. bis etwa zum 12. Lebensjahr sinnvoll. Nach diesem Zeitpunkt kommt in erster Linie die lokale Applikation von Wirkstoffen zur prophylaktischen und therapeutischen Behandlung von Karies und Parodontose in Betracht.
Fluoride sowie sonstige Wirkstoffe und insbesondere antimikrobiell wirksame Substanzen werden bisher überwiegend in Mund- und Zahnpflegemittel eingearbeitet und bei der täglichen Mundhygiene zur Einwirkung gebracht. Die dabei erreichte Einwirkungsdauer ist jedoch kurz, da die Wirkstoffe durch den permanenten Speichelfluß und die Nahrungsaufnahme sehr schnell verdünnt und ausgespült werden.
Zur Vermeidung dieser Nachteile ist bereits vorgeschlagen worden, zur therapeutischen Behandlung von Parodontose antimikrobiell wirksame Substanzen wie Chlohexidin in eine Folie eingebettet als System mit verzögerter Wirkstoffabgabe in das Parodontium einzubringen; vgl. Coventry, J. und Newman, H.N.J. Clin. Periodontol.9, 129-133 (1982) und Friedmann, M. und Golomb, G.J. Periodontol.17, 323-328 (1982). Ein weiteres, Chlorhexidin enthaltendes System mit verzögerter Wirkstoffabgabe zur Anwendung im Zahnbereich wird von T.E. Balanyk und H.J. Sandham in J. Dent. Res.64, 1356-1360 (1985) beschrieben. Es handelt sich um eine Lösung eines Chlorhexidinsalzes in Benzoin-Harz, die beim Auftrocknen einen festen Film bildet, aus dem der Wirkstoff verzögert abgegeben wird. Die beschriebenen in vitro Versuche zeigen allerdings, daß nach 14 Tagen nur 3 von 10 mg Chlorhexidin aus dem System abgegeben waren und der restliche Wirkstoff nicht verfügbar war. Ferner ergibt sich aus der Tabelle 1, daß die Antiseptika Thymol und Jod am wenigsten wirkungsvoll sind.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Mittel zur wirksamen prophylaktischen und therapeutischen Bekämpfung von Karies und Parodontose und insbesondere von Zahnhalskaries zu schaffen, welches über längere Zeit oder permanent in der Mundhöhle verbleibt, somit eine längere Einwirkungsdauer als Mund- und Zahnpflegemittel besitzt und bei Vermeidung der oben beschriebenen Nachteile eine verbesserte antimikrobielle Wirksamkeit aufweist sowie eine Härtung des befallenen Dentins herbeiführt.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst.
Überraschenderweise hat es sich gezeigt, daß durch die erfindungsgemäße Verwendung einer Kombination aus den antimikrobiellen Wirkstoffen Thymol und/oder Carvacrol der Formeln
und dem antimikrobiellen Wirkstoff Chlorhexidin der Formel
und/oder aus physiologisch verträglichen Salzen derselben in einem Dentalwerkstoff eine Steigerung der mikrobiciden Wirksamkeit dieser Substanzen erzielt wird. Zusätzlich wird in überraschender Weise durch Verwendung der Wirkstoffkombination aus Thymol und/oder Carvacrol und Chlorhexidin oder deren Salzen in einem Dentalwerkstoff eine signifikante und selektive Härtung von kariösen Dentin erreicht.
Die Wirkstoffkombination kann in jeglichem dentalen Werkstoff als Träger verwendet werden, der härtbar ist, bzw. hart wird und aus dem die Wirkstoffe herausdiffundieren können. Vorzugsweise wird ein Werkstoff verwendet, aus dem die Wirkstoffe in das Dentin diffundieren können.
Erfindungsgemäß soll der Begriff "Dentalwerkstoff" solche Trägermaterialien umfassen, die über einen gewissen Zeitraum- von Stunden bis Jahren - in der Mundhöhle verbleiben.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird als Träger eine Lösung von Kolophonium in einem organischen Lösungsmittel verwendet, wobei sich Ethanol, Propanol sowie Amylacetat als Lösungsmittel besonders bewährt haben. Gute Ergebnisse wurden auch mit beispielsweise 1,2-Dichlorethylen erhalten. Die Lösungen können durch Pinseln, Tropfen oder Sprayen auf den Zahnhals aufgebracht werden und bilden dort einen fest haftenden Lack, der als Wirkstoff-Reservoir dient und aus dem die Wirkstoffkombination gleichmäßig und vollständig in das Dentin diffundiert.
Gemäß weiterer Ausführungsformen der Erfindung wird die Wirkstoffkombination in Dentalwerkstoffe wie Zemente, Unterfüllungs-, Füllungs-, Versieglungs-, Befestigungs-, Prothesen- oder Kronen und Brückenmaterialien sowie Materialien zur Herstellung von künstlichen Zähnen oder in Haftmittel (Adhesive) eingearbeitet.
Das Thymol und/oder Carvacrol wird in einer Menge von etwa 10 bis 0,05 Gew.%, vorzugsweise in einer Menge von 5 bis 0,25 Gew.% und in bevorzugter Weise von 2 bis 0,5 Gew.% jeweils bezogen auf den Dentalwerkstoff verwendet. Das Chlorhexidin wird in einer Menge von etwa 2 bis 0,01 Gew.%, vorzugsweise 1 bis 0,05 Gew.% und in besonders bevorzugter Weise 0,5 bis 0,1 Gew.% ebenfalls bezogen auf den Dentalwerkstoff verwendet.
Die genannten Wirkstoffe können sowohl als solche sowie als jegliches ihrer physiologisch verträglichen Salze verwendet werden. Als Salze des Chlorhexidins kommen beispielsweise Chlorhexidin-di-D-gluconat, Chlorhexidin-dihydrochlorid sowie Chlorhexidin-diacetat in Betracht. Erfindungsgemäß können ferner verwandte Verbindungen des Chlorhexidins wie Alexidin, Picloxydin oder Vantocil sowie des Thymols wie beispielsweise Aristol verwendet werden.
Der erfindungsgemäße Dentalwerkstoff kann ferner Fluor-Ionen beispielsweise als Natriumfluorid in Mengen von beispielsweise 5 bis 0,05 und vorzugsweise 2 bis 0,1 Gew.% bezogen auf die Gesamtzubereitung enthalten. Anstelle von Fluor-Ionen können auch Zink-Ionen, beispielsweise als Chlorid oder als Acetat, Zinn-Ionen, beispielweise als Chlorid, zweiwertige Kupfer-Ionen, beispielsweise als Kupfernitrat und Molybdän-Ionen, beispielsweise als NA₂MoO₄ · 2 H₂O oder Mischungen derselben vorhanden sein.
Der erfindungsgemäße Dentalwerkstoff wirkt sowohl prophylaktisch als auch therapeutisch gegen Bakterien, wobei die Wirkungsdauer wesentlich von dem gewählten Trägersystem abhängt. Wird beispielsweise gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung eine Lösung von Kolophonium in hochprozentigem Ethanol verwendet, so kann diese als Lack insbesodere auf den Zahnhals gepinselt, getropft oder gesprüht werden. Dieser Lack haftet eine gewisse Zeit lang und gibt während dieser Zeit die enthaltenen Wirkstoffe nahezu vollständig an den Zahnhals ab. Obwohl der Lack nach verhältnismäßig kurzer Zeit durch den Speichel abgelöst wird, hält seine therapeutische Wirkung über längere Zeit an. Überraschenderweise findet offenbar eine schnelle Diffusion der erfindungsgemäßen Wirkstoffkombination in das Dentin statt und es folgt von dort aus eine gleichmäßige Wirkstoffabgabe. Dies war in keiner Weise vorhersehbar. Die Anfälligkeit des Zahnhalses gegenüber Bakterien wird damit erheblich verringert und - soweit bereits ein Befall stattgefunden hat - wird das Dentin gehärtet und gegenüber einer Ausbreitung des Befalls stabilisiert.
Als Trägermaterialien für Zahnlacke kommen ferner Schellack, Benzoinharz, Polypvinylpyrrolidon oder andere künstliche oder natürliche Harze in Betracht, die in einem Lösungsmittel lösbar sind und die nach Verdunsten des Lösungsmittel hart werden.
Wird die erfindungsgemäße Wirkstoffkombination in Zemente oder sonstige Dentalmaterialien eingearbeitet, so kann eine gleichmäßige Wirkstoffabgabe über mehrere Wochen und Monate erreicht werden. Beispielsweise kann die erfindungsgemäße Wirkstoffkombination in ein Unterfüllungsmaterial eingearbeitet werden, wobei die ständige Wirkstoffabgabe wirkungsvoll das Entstehen von Sekundärkaries verhindert.
Ebenso ist es denkbar, die antibakterielle Wirkstoffkombination in ein lichthärtendes, bzw. konventionell aushärtendes Füllungsmaterial einzuarbeiten, um die Entstehung von Sekundärkaries zu verlangsamen.
Ferner können die erfindungsgemäß verwendeten Wirkstoffe in Prothesenmaterialien eingearbeitet werden, wobei die fertige Prothese konstant kleinste Mengen der Wirkstoffe abgibt und somit der Ausbreitung von Plaque, die dann zu Karies an den noch vorhandenen Zähnen führt, entgegenwirkt.
Eine ähnliche Wirkung hat der Einsatz der Erfindung in künstlichen Zähnen.
Unterfüllungsmaterialien, Füllungsmaterialien, Prothesematerialien, künstliche Zähne etc. sind dem Fachmann geläufig und nicht Gegenstand der Erfindung. Solche Dentalwerkstoffe sind beispielsweise in der DE-OS 24 03 211, 27 49 564 und US-PE 30 47 408 offenbart.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Beispielen erläutert.
Beispiel 1 Herstellung eines Lacks
3 g Kolophonium wurden in einen Kolben gegeben, mit 6 ml reinem (96)%-igem Ethanol versetzt, und nach Verschließen des Kolbens 24 Stunden lang zum Lösen geschüttelt. Zu der Lösung wurden 2 ml destiliertes Wasser gegeben und anschließend 0,1 g Thymol, 0,02 g Chlorhexidin sowie 0,01 g Natriumfluorid durch nochmaliges Schütteln in der Flüssigkeit gelöst. Der erhaltene Lack wurde in einem verschlossenen Kunststoffgefäß bei Zimmertemperatur aufbewahrt.
Beispiel 2
Die Wirkung des Lacks gemäß Beispiel 1 auf das Dentin gesunder und kariöser Rinderzähne wurde wie folgt untersucht:
Rinderzähne wurden zunächst 14 Tage lang bei 37°C in einer künstlichen Karieslösung aufbewahrt. Die Lösung enthielt 6 Gew.% Carboxymethylcellulose und der pH-Wert betrug 4,5. Die Zähne waren während der gesamten Zeit vollständig mit Lösung bedeckt. Die Zähne wurden anschließend entnommen, mit Wasser gespült und getrocknet.
In zwei aufeinanderfolgenden Versuchen wurden jeweils 5 der mit Karieslösung behandelten Zähne sowie 5 unbehandelte, gesunde Rinderzähne mit dem gemäß Beispiel 1 hergestellten Lack überzogen. Die Wirkung des Lacks auf die Dentinhärte wurde ermittelt, indem man die Knoophärte (500 g Last) der mit Lack überzogenen Zähne im Vergleich zu den entsprechenen, nicht mit Lack behandelten Zähnen ermittelte.
Die Ergebnisse sind in der Tabelle 1 wiedergegeben.
Tabelle 1
Knoophärte Messung, Länge des Eindrucks im µm
Die Ergebnisse zeigen, daß die Härte des gesunden, nicht behandelten Dentins durch den erfindungsgemäßen Lack gemäß Beispiel 1 nicht oder nur unwesentlich beeinflußt wird. Demgegenüber wird die Härte des kariösen Dentins durch die Lackbehandlung deutlich gesteigert.
Beispiel 3
Die antimikrobielle Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Wirkstoffkombination wurde im Agardiffusionstest mit Streptococcus mutans nachgewiesen.
Es wurden die folgenden Testlösungen verwendet:
A)Lack gemäß Beispiel 1 B)Lack gemäß Beispiel 1 ohne Fluor-Ionen C)Lack gemäß Beispiel 1 ohne Thymol D)Lack gemäß Beispiel 1 ohne Chlorhexidin
0,05 ml jeder Lösung wurden auf mit Streptococcus mutans beimpfte Agarplatten auf einer Petrischale gebracht und die Durchmesser der Hemmhöfe nach 18 stündiger Inkubation der Platten bei 37°C gemessen. Die Ergebnisse sind nachfolgend in Tabelle 2 wiedergegeben.
TestlösungHemmhofdurchmesser, mm A20 B20 C15 D13
Die in Tabelle 2 wiedergegebenen Ergebnisse zeigen, daß der antibakterielle Effekt der Kombination von Thymol und Chlorhexidin gegenüber demjenigen der einzelnen Komponenten allein erheblich gesteigert ist. Demgegenüber beeinflußte die Anwesenheit von Fluor-Ionen den Hemmhofdurchmesser nicht.

Claims (8)

1. Dentalwerkstoff zur Bekämpfung von Karies und Parodontose mit einem Gehalt an antibakteriellen Wirkstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß er eine Kombination von Thymol und/oder Carvacrol mit Chlorhexidin und/oder von physiologisch verträglichen Salzen derselben in einem dentalen Werkstoff als Träger enthält.
2. Dentalwerkstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er das Thymol und/oder Carvacrol oder deren Salze in einer Menge von 10 bis 0,05 Gew.% und das Chlorhexidin oder dessen Salze in einer Menge von 2 bis 0,01 Gew.%, jeweils bezogen auf den Werkstoff enthält.
3. Dentalwerkstoff nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß er das Thymol und/oder Carvacrol oder deren Salze in einer Menge von 5 bis 0,25, vorzugsweise 2 bis 0,5 Gew.% und das Chlorhexidin oder dessen Salze in einer Menge von 1 bis 0,05, vorzugsweise 0,5 bis 0,1 Gew.% enthält.
4. Dentalwerkstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß er zusätzlich Fluor-Ionen enthält.
5. Dentalwerkstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstoff ein Zahnlack, Dentalzement, Unterfüllungs-, Prothese-, Kronen-, Brücken-, Füllungs-, Versiegelungs- oder Befestigungsmaterial oder ein Adhesiv ist.
6. Dentalwerkstoff nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstoff ein Zahnlack auf Basis einer Lösung von Kolophonium in einem organischen Lösungsmittel ist.
7. Dentalwerkstoff nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das organische Lösungsmittel Ethanol, Propanol oder Amylacetat ist.
8. Verwendung einer Kombination von Thymol und/oder Carvacrol mit Chlorhexidin oder von physiologisch verträglichen Salzen derselben in einem Dentalwerkstoff zur Bekämpfung von Karies und Parodontose.
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