DE3630552C2 - Vorderbacken für Sicherheits-Skibindungen - Google Patents
Vorderbacken für Sicherheits-SkibindungenInfo
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- A63C—SKATES; SKIS; ROLLER SKATES; DESIGN OR LAYOUT OF COURTS, RINKS OR THE LIKE
- A63C9/00—Ski bindings
- A63C9/08—Ski bindings yieldable or self-releasing in the event of an accident, i.e. safety bindings
- A63C9/085—Ski bindings yieldable or self-releasing in the event of an accident, i.e. safety bindings with sole hold-downs, e.g. swingable
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Vorderbacken für Sicherheits-Skibin
dungen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Derartige Vorderbacken sind seit langem und in verschiedenen Ausführungen be
kannt. Beispielsweise sei auf die aus den deutschen Patentschriften 20 34 355 und
22 09 055 bekannten Vorderbacken verwiesen.
Diese Vorderbacken besitzen einen sogenannten Elastizitätsbereich, wodurch sie
stoßunempfindlich sind und damit Fehlauslösungen vermeiden. Zur Erzielung einer
möglichst optimalen Sicherheitsfunktion ist das Verhältnis von Auslösekraft zu Fest
haltekraft sehr klein gehalten. Um auf Spezialfedern mit nicht geradliniger Kennlinie
verzichten zu können, besitzen diese Vorderbacken besondere Kurvenstücke, wel
che durch entsprechende Formgebung zu dem gewünschten Kraftverlauf während
der Sohlenhalterbewegung im Elastizitätsbereich führen.
Diese Vorderbacken mit Kurvenstücken bzw. Nockengetrieben besitzen konstrukti
onsbedingt verschiedene Mängel und Nachteile. So sind sie entsprechend aufwen
dig und demzufolge nicht einfach und billig herstellbar. Darüberhinaus ergeben sich
beim Gebrauch der Vorderbacken unkontrollierbare Reibungswiderstände, die den
Auslösewiderstand erhöhen und damit nicht zu zwecks Vermeidung von typischen
Skisportverletzungen notwendigen Auslösungen der Vorderbacken führen.
Aus der DE-AS 14 78 133 ist es bekannt, die Sohlenhalter als Schwenkarme aus
zubilden, wobei sie über eine Zugfeder beaufschlagt werden. Dabei greift die Zugfe
der unmittelbar in entsprechenden Kerben jeden Schwenkarmes ein. Diese Kon
struktion ist unzuverlässig, da die Zugfeder bei unkontrollierten Belastungen leicht
aus den Kerben herausspringen kann.
Aus der US-PS 39 09 026 ist es bekannt, daß die Sohlenhalter bildenden Hebel über
einen mittig schwenkbar gelagerten Schwenkarm beaufschlagt werden, der über ei
ne Druckfeder federbelastet ist. Gerade bei diesem Aufbau kann es zu unkontrollier
baren Wälzwiderständen während des Gebrauchs kommen.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist es darum, einen gattungsgemäßen Vorderbac
ken derart auszubilden und zu gestalten, daß er einmal einfach und billig herstellbar
ist und daß zum anderen unkontrollierbare Wälzwiderstände während des Ge
brauchs vermieden werden.
Erfindungsgemäß ist dies dadurch erreicht, daß zwischen den Hebeln ein von der
Feder unter Spannung gehaltenes Spannseil vorgesehen und über eine achsparallel
zu den Hebeln in der mittleren Längsebene des Vorderbackens gelagerte Umlenkrol
le geführt ist. Durch die Wahl der Anschlußpunkte des Spannseils an die Hebel läßt
sich erreichen, daß sich mit dem Ausschwenken des Hebels der Momentenarm der
vom Spannseil übertragenen Kraft der Feder wunschgemäß verkürzt, so daß der
beim Schwenken der Hebel geforderte Kraftverlauf eintritt.
In konstruktiver Ausgestaltung der Erfindung kann die Achse der Umlenkrolle in der
mittleren Längsebene des Backens verschiebbar gehalten und von der Feder bela
stet sein. Hierdurch ist eine spiegelgleiche Konstruktion erreicht.
Eine Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Vorderbackens sieht vor, daß
das Spannseil unter Zwischenschaltung der Feder an einem der Hebel angeschlos
sen ist. Ebensogut ist es jedoch auch möglich, das Spannseil geteilt auszuführen
und die Teile über die Feder miteinander zu verbinden.
Insbesondere in den zuvor erwähnten Fällen ist es aus konstruktiven Gründen
zweckmäßig, als Feder eine Schrauben-Zugfeder vorzusehen.
In den Fällen, in denen die Feder in den Seilzug integriert ist, ist die Achse der Um
lenkrolle in der mittleren Längsebene des Backens vorzugsweise in Skiquerrichtung
verstellbar gehalten, so daß sich die Vorspannung der Feder und damit die Auslöse
kraft durch Verlagerung der Umlenkrolle verändern läßt.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist im folgenden anhand der
beiliegenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Vorderbacken im Horizontalschnitt in sei
ner Normalstellung und
Fig. 2 den Vorderbacken entsprechend Fig. 1, jedoch mit einem ausge
schwenkten Sohlenhalter.
Der schematisch dargestellte Vorderbacken ist in üblicher Weise auf einen Ski auf
schraubbar, wozu in der Grundplatte 1 Schraubenlöcher 2 vorgesehen sind. Das in
Bezug auf die Laufrichtung vordere Ende der Grundplatte weist einen hochgezoge
nen Rand 3 auf, der eine haubenartige Abdeckung tragen kann, die dem Backen
eine geschlossene Form gibt. In der Grundplatte und in der Abdeckung sind mit je
weils einem Ende zwei in Bezug zur Grundplattenunterseite rechtwinkelig sich er
streckende Achsen 4, 5 gelagert, die je einen Hebel 6, 7 tragen, die spiegelgleich
ausgebildet und als Sohlenhalter gestaltet sind. Zum Niederhalten des vorderen
Sohlenendes können die beiden Hebel in bekannter Weise einen vorstehenden
Rand aufweisen. Ebensogut ist es aber auch möglich, einen bekannten zentralen
Sohlenniederhalter vorzusehen.
Gemäß der Erfindung weist der Vorderbacken ein Spannseil 8 auf, das mit seinen
Enden an den Hebeln 6, 7 angreift. Dieses Spannseil ist über eine Umlenkrolle 9
geführt, die auf einer Achse 10 gelagert ist, die in der mittleren Längs
ebene des Backens parallel zu den Achsen 4, 5 liegt.
Die Achse 10 ist in Schenkeln 11 eines U-förmigen
Teils befestigt, dessen Steg 12 als Abstützelement
für eine Schraubendruckfeder 13 dient. Mit 14 ist
ein grundplattenfestes Federwiderlager bezeichnet.
Dieses Federwiderlager kann auch in bekannter und
darum nicht dargestellter Weise zur Veränderung der
Vorspannung der Schraubendruckfeder verstellbar ge
halten sein.
Unter dem Einfluß der Schraubendruckfeder 13 werden
die Hebel 6, 7 über das Spannseil 8 normalerweise in An
lage an skifesten Anschlägen 15, 16 gehalten. Zum Zwecke
der Erfassung nicht normgerechter Sohlen können
die Anschläge drehbar ausgeführt und exzentrisch ge
lagert sein. Für die Enden der Achse 10 ist in der
Grundplatte 1 und in der Abdeckhaube jeweils ein
sich in Backenlängsrichtung erstreckender Führungs
schlitz vorgesehen.
Greift beim Skilaufen über die nicht dargestellte
Sohle eines Skischuhs beispielsweise am Hebel 7 eine
die Vorspannung der Schraubendruckfeder 13 überstei
gende quer zur Backenlängsrichtung wirkende Kraft an,
schwenkt der Hebel in Bezug auf die Darstellung im
Uhrzeigersinn um seine Achse 5. Hierbei wird über das
Spannseil 8 die Schraubendruckfeder entsprechend ge
spannt. Durch die Wahl des Anschlußpunktes des Spann
seils am Hebel ist erreicht, daß sich beim Schwenken
des Hebels der der Sohlenbewegung entgegenwirkende
Widerstand nur noch geringfügig erhöht. Auf diese
Weise ergibt sich ein sehr günstiges Verhältnis von
Auslösekraft zu Festhaltekraft, d. h. die Festhaltekraft kann
verhältnismäßig groß gewählt werden, so daß der Backen
eine gute Skiführung gestattet. Beim Schwenken eines
Hebels aus der Normalstellung nach Fig. 1 in die Offen
stellung nach Fig. 2 steigt die Haltekraft also nur noch
schwach an. Nach Freigabe des Skischuhs erfolgt die Rück
stellung des Hebels aus der Position nach Fig. 2 in die nach
Fig. 1 automatisch durch Entspannen der Schraubendruck
feder 13.
Bei dieser Konstruktion treten praktisch unkontrollier
bare Wälzwiderstände nicht mehr auf sondern lediglich
in den Gelenkpunkten Lagerreibungen. So weist der Backen
trotz seiner einfachen Konstruktion optimale Funktions
eigenschaften auf.
Zu Erwähnen ist noch, daß es konstruktiv einfach ist,
den Vorderbacken durch eine Einrichtung zu ergänzen,
die es gestattet, nicht in Auslöserichtung der Sohlen
halter wirkende Belastungen zu kompensieren. Derartige
Einrichtungen sind in verschiedenen Ausführungen bekannt,
so daß von einer detailierten Beschreibung an dieser
Stelle abgesehen wird.
Dei der anhand der Fig. 1 und 2 beschriebenen Ausführung
wird das Spannseil 8 von der Schraubendruckfeder 13 quer
belastet. Entsprechend Merkmalen von Unteransprüchen sind
aber auch Konstruktionen möglich, bei denen die das Spannseil be
lastende Feder unmittelbar im Seilzug angeordnet ist. In
diesen Fällen ist die Umlenkrolle im Backen fest gelagert,
wobei jedoch eine Verstellmöglichkeit zur Änderung der Vor
spannung der Feder gegeben sein kann.
Claims (6)
1. Vorderbacken für Sicherheits-Skibindungen mit zwei an einem skifesten
Backenteil um vertikale Achsen schwenkbar gelagerten Hebeln, die jeweils ei
nen Sohlenhalter bilden oder tragen und in ihrer Normalstellung unter dem Ein
fluß einer Feder in Anlage an einen skifesten Anschlag gehalten sind, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen den Hebeln (6, 7) ein von der Feder (13) unter
Spannung gehaltenes Spannseil (8) vorgesehen und über eine achsparallel zu
den Hebeln (6, 7) in der mittleren Längsebene des Backens in Skilängsrichtung
vor den Achsen (4, 5) der Hebel (6, 7) gelagerte Umlenkrolle (9) geführt ist.
2. Vorderbacken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (10)
der Umlenkrolle (9) in der mittleren Längsebene des Backens in Skilängsrich
tung verschiebbar gehalten und von der Feder (13) belastet ist.
3. Vorderbacken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Spannseil
unter Zwischenschaltung der Feder an einem der Hebel angeschlossen ist.
4. Vorderbacken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Spannseil
geteilt ist und die Teile über die Feder miteinander verbunden sind.
5. Vorderbacken nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Feder
eine Schraubenzugfeder vorgesehen ist.
6. Vorderbacken nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Achse der Umlenkrolle in der mittleren Längsebene des Backens in
Skilängsrichtung verstellbar ist.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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Publications (2)
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| DE3630552A1 DE3630552A1 (de) | 1988-03-10 |
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Family Applications (1)
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1986
- 1986-09-08 DE DE3630552A patent/DE3630552C2/de not_active Expired - Fee Related
Also Published As
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Legal Events
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