DE3629622C2 - Antriebsnabe für Fahrräder od. dgl. - Google Patents
Antriebsnabe für Fahrräder od. dgl.Info
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B60B27/00—Hubs
- B60B27/02—Hubs adapted to be rotatably arranged on axle
- B60B27/023—Hubs adapted to be rotatably arranged on axle specially adapted for bicycles
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Antriebsnabe für Fahrräder mit einer Naben
hülse und daran angeordneten Speichenflanschen.
Mit der DE-OS 22 33 966 ist eine Nabenhülse bekannt geworden, deren Kontur
durch Fließpressen aus einem von der Stange abgetrennten Teilstück als Rohteil
gefertigt ist. Bei dem Fließpreßvorgang wird auf der einen Seite der Nabenhülse
außen ein Speichenflansch sowie innen eine Kontur angeprägt, wobei es unmög
lich ist, einen zweiten Speichenflansch, der für den Betrieb der Nabenhülse not
wendig wäre, mit anzuformen. Ein solcher Speichenflansch wird dann als separa
tes Teil nach Fertigstellung des Hülsenrohteiles aufgeschoben. Bekanntermaßen
lassen sich durch eine solche Massivumformung jede Art von Rotationskörpern
gestalten, wobei jedoch die Herstellung einer Nabenhülse mit einem Rohrab
schnitt als Rohteil nicht nahegelegt ist.
Ferner ist mit der DE 34 42 873 A1 ein Prägevorgang für Innengesperre bekannt
geworden, wo bei massiv umgeformten Hülsen gemäß der vorgenannten Entge
genhaltung Zähne angeformt werden. Da es hier um die Herstellung einer Naben
hülse aus einem Rohrabschnitt geht, erscheint die hier beschriebene Fertigbear
beitung von Massivhülsen den Erfindungsgegenstand nicht nahezulegen.
In der DE-PS 1 00 055 wird eine Nabenhülse aus einem Rohrabschnitt gezeigt,
mit welcher die Speichenflansche durch Falten angeformt werden, wobei ein In
nenstempel die Verformung nach radial innen verhindert. Eine derart gefertigte
Nabenhülse wäre für die Verwendung einer Mehrgangnabenhülse nicht brauch
bar, da es sich offensichtlich hier lediglich um eine äußere Hülle einer solchen
Nabenhülse dreht, in welche die Funktionsteile später eingearbeitet werden.
Die DE 29 06 627 A1 beschreibt eine Nabenhülse, die aus mehreren Teilen, ähn
lich wie die Nabenhülse des Anmeldegegenstandes gebaut ist, wobei jedoch das
Schwergewicht auf einer Kombination von mehreren Funktionen in die Flanschtei
le gelegt ist, insbesondere das Anformen eines Kugellaufs, der mit dem Flansch
teil fest verbunden ist. Die Aufgabe ist hier, eine Nabenhülse ohne spanende Be
arbeitung darzustellen.
Schließlich wird in der DE-PS 9 21 672 eine dreiteilige Nabenhülse beschrieben,
bei welcher zwei Flanschteile mit den beschriebenen Funktionen, nämlich Kugel
lauf und Flanschteil, miteinander durch einen unbearbeitet Rohrabschnitt verbin
det. Eine solche Nabenhülse dient lediglich der Herstellung von preisgünstigen
Vorderradnaben sowie Leerlauf- Hinterradnaben für den Betrieb mit Kettenschal
tungen, wobei auch hier eine Herstellung eines multifunktionalen Rohrabschnitts
nicht zur Aufgabe gehört.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, eine kostengünstige Nabenhülse für eine
Antriebsnabe für Fahrräder zu schaffen, bei der insbesondere bei der Verwendung
für Mehrgangnaben alle für die Funktion erforderlichen Formgebungen in einen
Rohrabschnitt mit im wesentlichen gleichbleibenden Innen- und Außendurchmes
sern eingearbeitet sind.
Die Lösung dieser Aufgabe ist den Merkmalen des Anspruchs 1 zu entnehmen.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Gegenüber der Herstellung von Nabenhülsen aus einem massiv umgeformten
Rohteil ist die Herstellung eines Hülsenkörpers aus einem Rohrabschnitt mit einer
beträchtlichen Kostenminderung verbunden. Die spangebende Bearbeitung ist nur
teilweise erforderlich und die Herstellung des Rohrabschnitts mit dieser teilweise
spanenden Bearbeitung kann über moderne Arbeitsmaschinen stark automatisiert
werden.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispieles einer Nabenhülse näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Nabenhülse aus einem Rohrabschnitt mit dem gleichbleibenden
Innen- und Außendurchmesser im Teillängsschnitt;
Fig. 2 einen Teilquerschnitt der Nabenhülse entlang zweier verschiedener
Ebenen.
Mit 1 wird eine Nabenhülse für Fahrräder insbesondere für Mehrgangnaben be
zeichnet; diese weist Zähne 2 einer ersten umlaufenden Gesperreverzahnung in
einer ersten Ebene A und Zähne 3 einer zweiten umlaufenden Gesperreverzah
nung in einer zweiten Ebene B auf. Die Zähne 2 wirken mit nicht gezeigten An
triebsklinken zusammen, die auf einem Nabeninnenteil angeordnet sind und sich
jeweils unter Federspannung gegen die Kante jeweils eines Zahnes 2 legen. Diese
Zähne 2 sind aus der Wandung der Nabenhülse 1 durch jeweils einen Prägevor
gang spanlos herausgedrückt, ohne daß die Wandung der Nabenhülse 1 durch
trennt wird. Jeder Zahn 2 wird jeweils von radial außen durch einen Prägestem
pel nach radial innen gedrückt, wobei die Einprägung 2a nach Tiefe und Fläche
entsprechend der für den Zahn 2 erforderliche Materialmenge bemessen ist. Da
bei kann es zweckmäßig sein, wenn beim Prägevorgang zumindest eine der Ge
sperreverzahnungen zugleich im Innern der Nabenhülse 1 ein axialer Anschlag in
Form eines umlaufenden Randes ausgebildet wird, welcher beispielsweise für das
Funktionieren einer in der Nabenhülse 2 angeordneten Bremseinrichtung dienlich
ist. Diese Bremseinrichtung wirkt auf einen Abschnitt des zylindrischen Innen
durchmessers der Nabenhülse 1, der zwischen den Zähnen 2 und einem am Na
benhülsenende angeordneten Kugellauf 7 angeordnet ist. Die umlaufende Kante
ist vorzugsweise an den Zähnen 2 am Übergang der Zähne 2 zum Innendurch
messerabschnitt für die Bremseinrichtung angeordnet. Der Vorteil einer solchen
Kante ist die exakte Positionierung der Funktionsteile sowie die Ausschaltung der
in den zylindrischen Teil hinein verlaufenden Verformungen, die bei Weg lassen
einer solchen Kante auf dem Form zur Gegenhaltung der Prägung die Durchmes
serverhältnisse auf dem Bremszylinder beeinträchtigen würde. Um das Fließen
des Materials beim Prägevorgang zu optimieren, kann die Wandstärke der Naben
hülse 1 im Bereich der Ebenen A und B durch Entfernen von Material durch einen
Drehvorgang vermindert werden.
Die Zähne 3 der zweiten umlaufenden Gesperreverzahnung in der Ebene B wer
den ebenfalls durch einen Prägevorgang erzeugt. Auch hier wird jeweils durch
einen Prägestempel eine Einprägung 3a erzeugt, wodurch eine entsprechende
Menge Material nach innen fließt, wobei auch hier eine Negativform eines innen
entgegengehaltenen Dorn ausgefüllt wird. Der Dorn dient beim Prägevorgang als
Gegenhalter mit Ausformungen des jeweils zu prägenden Zahnes. Der Kugel
lauf 7 sowie ein am anderen Ende der Nabenhülse 1 angeordnete Kugellauf 8
werden spanend hergestellt. Hierbei werden auch Absätze 5 und 6 am Außen
durchmesser der Nabenhülse 1 angedreht, welche zur drehfesten Aufnahme ge
sondert hergestellter Speichenflansche dienen, die nach Fertigstellung der Na
benhülse 1 beiderseits aufgepreßt werden. In der Nabenhülse 1 wird im Bereich
der Ebene B zweckmäßigerweise eine Aushebeschräge 4 zur Steuerung der An
triebsklinken angedreht, wobei diese Antriebsklinken durch axial Verschiebung an
dieser Aushebeschräge 4 aufgleiten und nicht mehr in die Gesperreverzahnung
mit den Zähnen 3 eingreifen können.
Für das Rohteil der Nabenhülse 1 wird ein Rohrabschnitt verwendet, der als Aus
gangsmaterial entweder ein gezogenes Rohr oder aber ein geschweißtes Rohr
hat. Es kommt auch die Herstellung eines Rohrabschnitts aus einem tiefgezoge
nen Blechabschnitt in Frage.
Claims (6)
1. Antriebsnabe für Fahrräder, mit einer Nabenhülse (1) und daran angeordneten
Speichenflanschen, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- a) das Rohteil für die Herstellung einer Nabenhülse (1) ist ein Rohrabschnitt mit einer in etwa gleichbleibenden Wandstärke;
- b) auf einer ersten Ebene (A) quer zur Mittelachse des Rohrabschnittes sind auf der inneren zylindrischen Fläche Zähne (2) einer ersten umlaufenden Gesperreverzahnung angeprägt, wobei die Zahnform der Negativform in ei nem Dorn entspricht, in die ein von radial außerhalb des Rohrabschnitts nach radial innen bewegter Stempel das Material des Rohrabschnitts ge preßt hat, ohne die Wandung des Rohrabschnittes zu durchscheren;
- c) auf einer zweiten Ebene (B) quer zur Mittelachse des Rohrabschnitts sind auf einer inneren zylindrischen Fläche Zähne (3) einer zweiten umlaufenden Gesperreverzahnung angeprägt, wobei die Zahnform der Negativform in einem Dorn entspricht, in die ein von radial außerhalb des Rohrabschnitts nach radial innen bewegter Stempel das Material des Rohrabschnitts ge preßt hat, ohne die Wandung des Rohrabschnitts zu durchscheren.
2. Antriebsnabe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nabenhül
se (1) im Bereich der beiden Ebenen (A und B) entlang der Breite der Zähne (2
und 3) eine verminderte Wandstärke aufweist, die für den Prägevorgang der
Zähne (2 und 3) optimiert ist.
3. Antriebsnabe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Be
reich der ersten Ebene (A) der Außendurchmesser der Nabenhülse (1) verklei
nert und im Bereich der zweiten Ebene (B) der Innendurchmesser der Naben
hülse (1) vergrößert ist.
4. Antriebsnabe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der
zweiten Ebene (B) der Übergang vom vergrößerten Durchmesser zum Innen
durchmesser der Nabenhülse (1) als Aushebeschräge (4) ausgebildet ist.
5. Antriebsnabe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Zähne (2 oder 3) um laufend eine axial definierte Kante aufweisen.
6. Antriebsnabe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die definierte
Kante der Übergang der Zähne (2) in den zylindrischen Innendurchmesser der
Nabenhülse (1) auf der zur zweiten Ebene (B) abgewandten Seite ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863629622 DE3629622C2 (de) | 1986-08-30 | 1986-08-30 | Antriebsnabe für Fahrräder od. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863629622 DE3629622C2 (de) | 1986-08-30 | 1986-08-30 | Antriebsnabe für Fahrräder od. dgl. |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3629622A1 DE3629622A1 (de) | 1988-03-03 |
| DE3629622C2 true DE3629622C2 (de) | 1998-04-09 |
Family
ID=6308603
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863629622 Expired - Fee Related DE3629622C2 (de) | 1986-08-30 | 1986-08-30 | Antriebsnabe für Fahrräder od. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3629622C2 (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE100055C (de) * | ||||
| DE921672C (de) * | 1951-11-03 | 1955-02-07 | Union Sils Van De Loo & Co | Radnabengehaeuse, insbesondere fuer Fahrraeder |
| DE2233966A1 (de) * | 1972-07-11 | 1974-01-31 | Schuerhoff & Co Gmbh | Verfahren und werkzeug zur herstellung des nabenkoerpers eines bremsbaren freilaufs fuer einspurige fahrzeuge wie fahrraeder, motorraeder oder dgl. aus einer zylindrischen rohrwandung durch eine plastische verformung |
| DE2906627A1 (de) * | 1979-02-21 | 1980-09-04 | Fichtel & Sachs Ag | Nabenhuelse aus blechtiefziehteilen |
| DE3442873A1 (de) * | 1984-11-24 | 1986-05-28 | Fichtel & Sachs Ag, 8720 Schweinfurt | Nabenhuelse fuer antriebs-naben fuer fahrraeder o.dgl. |
-
1986
- 1986-08-30 DE DE19863629622 patent/DE3629622C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE100055C (de) * | ||||
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3629622A1 (de) | 1988-03-03 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: MANNESMANN SACHS AG, 97422 SCHWEINFURT, DE |
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