DE3611014C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Kerndrehbohrer mit einem Kernrohr,
einem im Kernrohr angeordneten Kernfänger und mit einer Ge
stängeverbindung.
Es ist bekannt, einen Kerndrehbohrer an einem Bohrgestänge um
seine Längsachse drehbar zu lagern. Das Kernrohr hat an seiner
Unterseite Meißel oder Schneid-Werkzeuge, die bei einer Drehbe
wegung des Kernrohres das unter dem Kernrohr befindliche Bohr
gut lösen oder aufschneiden und entfernen, wodurch das Kernrohr
bis zu einer festgelegten Position in das Bohrgut, z.B. in den
Erdboden, getrieben wird. Die Drehbewegung kann zum Erreichen
eines schnelleren Vortriebs mit einer axialen Schlagbewegung
überlagert werden. Nach dem Erreichen der festgelegten Position
wird das Kernrohr aus dem Erdboden herausgezogen, wobei ein an
der Unterseite des Kernrohres angeordneter Kernfänger in eine
Schließstellung klappt und das im Kernrohr befindliche Bohrgut
festhält. Zum Entleeren des Bohrgutes aus dem Kernrohr ist es
üblich, den Kerndrehbohrer vom Bohrgestänge zu trennen und zu
mindest teilweise zu demontieren. Das Entleeren des Kernrohres
ist daher ein zeit- und kostenraubender Vorgang, der die Ver
fügungszeit des Kerndrehbohrers mindert.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Kerndrehbohrer der
gattungsgemäßen Art so zu gestalten daß dieser in kurzer Zeit
entleert werden kann und somit seine Verfügungszeit erhöht wird.
Die Aufgabe wird bei einem Kerndrehbohrer der gattungsgemäßen
Art erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des
Anspruchs 1 gelöst. Das Kernrohr wird hier zum Entleeren nach
oben abgeschwenkt, so daß der Bohrkern nach unten herausfal
len kann. Wenn das Kernrohr nach oben geschwenkt ist, wird
die Verspreizung des Bohrkerns selbsttätig aufgehoben. Das
Entleeren kann daher ohne Mühe vorgenommen werden. Nach die
sem Vorgang wird das Kernrohr in seine Betriebsstellung zurück
geschwenkt. Der Kerndrehbohrer ist somit in kurzer Zeit wieder
einsatzfertig. Ein Trennen des Kernrohrs vom Bohrgestänge er
übrigt sich.
Dieser Vorteil einer hohen Verfügbarkeit des Kerndrehbohrers
wird auf einfache Weise dadurch erreicht, daß das Kernrohr mit
einem schwenkbar angelenkten und verriegelbaren Deckel versehen
ist, auf welchem mittig eine Gestängeverbindung zum Anbringen
des Bohrgestänges angeordnet ist.
Zur besseren Drehmoment-Übertragung ist der Deckelrand vorzugs
weise mit dem Rand des Kernrohres verzahnt. Durch die Verzahnung
kann auch eine bessere axiale Kraftübertragung erreicht werden.
In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist
der Kernfänger aus einem im Innern des Kernrohres koaxial ange
ordneten Innenring gebildet, der mit Spreizmitnehmern versehen
ist, die mit einem Getriebe zur gegenseitigen zwangsweisen Aus
lösung einer Schwenkbewegung verbunden sind. Beim Umschwenken
des Kernrohres klappen die Spreizmitnehmer automatisch in ihre
Öffnungsstellung, wodurch der Bohrkern aus dem Kernrohr heraus
gleiten oder herausfallen kann. Auch Bohrgut, das sich zwischen
der Bohrkrone und den Spreizmitnehmern befindet, wird durch die
zwangsweise Auslösung der Spreizmitnehmer freigegeben.
Zur Bildung des Getriebes ist es vorteilhaft, daß der Innenring
axial beweglich im Kernrohr gelagert ist, daß jeder Spreizmit
nehmer einen in Schwenkrichtung weisenden Anschlaghebel auf
weist, der in einer hochgeschwenkten Spreizmitnehmer-Stellung
und in der oberen Position des Innenrings in Eingriff mit einer
am Innenring angeordneten Schulter steht. In diese Position
wird der Innenring beim Einwachsen des Bohrkerns und beim
Herausfallen des Bohrkerns beim Entleeren des Kernrohrs ge
schoben.
Weiterhin ist vorteilhaft, daß das Kernrohr zwischen der Bohr
krone und den Spreizauslegern mit einer Innenschneide versehen
ist. Dieses Schneidwerkzeug hat den Vorteil, daß der Bohrkern
verkleinert werden kann, so daß er ohne Reibung an den hoch
geklappten Spreizauslegern in das Kernrohr wachsen kann.
Es sind bevorzugt mehrere Innenschneiden auf dem Kernrohr
innenmantel verteilt.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der
Unteransprüche.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in Figuren
dargestellten Ausführungsbeispieles weiter beschrieben.
Fig. 1 zeigt schematisch eine teilweise angeschnittene
Seitenansicht eines Kerndrehbohrers;
Fig. 2 zeigt eine Aufsicht auf den Kerndrehbohrer nach
Fig. 1;
Fig. 3 zeigt eine Aufsicht auf einen Kernfänger und
Fig. 4 zeigt schematisch eine Einzelheit des Kerndreh
bohrers.
Die Fig. 1 veranschaulicht auf der rechten Seite eine Sei
tenansicht eines Kerndrehbohrers und auf der linken Seite
einen Längsschnitt durch diesen Kerndrehbohrer. Der Kerndreh
bohrer besteht aus einem Kernrohr 10 das verkürzt darge
stellt ist um die Figur übersichtlich zu gestalten. Am freien
Ende des Kernrohres 10 befindet sich eine Bohrkrone 19. Das
andere Ende des Kernrohres 10 ist mit einem Deckel 17 ver
sehen der über ein erstes Gelenk 16 schwenkbar mit dem Kern
rohr 10 verbunden ist. Die Schwenkachse des ersten Gelenkes
16 verläuft senkrecht und versetzt zur Längsachse des Kern
rohres 10.
Auf dem Deckel 17 ist mittig ein Gestängeverbinder 20 zur
lösbaren Verbindung mit einem Bohrgestänge (nicht dargestellt)
angeordnet. Außerdem ist der Deckel 17 mit einem Riegel 21
versehen, der dem Gelenk 16 gegenüberliegend eine lösbare
Verbindung zum Kernrohr 10 herstellt. Des weiteren ist der
Deckelrand mit dem oberen Rand des Kernrohres 10 zur Dreh
momentübertragung verzahnt. Dazu sind am Deckelrand zwei
radial nach außen abstehende Zähne 36 angeordnet, die in
nach oben offene Ausnehmungen 38 im Kernrohr 10 eingreifen
(vgl. Fig. 2). Die Zähne 36 übertragen auch den axialen
Vorschubdruck auf das Kernrohr 10. Die Verzahnung kann selbst
verständlich auch mit mehr als zwei Zähnen 36 erfolgen.
Im Innern des Kernrohres 10 ist ein Kernfänger 22 angeordnet.
Er besteht aus einer Vielzahl von Spreizmitnehmern, die in
dem hier und insbesondere in Fig. 3 gezeigten Beispiel als
Klappen 12 ausgebildet sind. Alle Klappen 12 sind gemeinsam auf
einem Innenring 11 über jeweils ein zweites Gelenk 13 schwenk
bar angelenkt. Der Schwenkbereich liegt dabei zwischen der in
Fig. 1 gezeigten waagrechten Stellung und einer vertikalen
Stellung, in welcher die Klappen 12 parallel zum Zylinder
mantel des Kernrohres 10 ausgerichtet sind. Die Klappen 12
sind an ihren freien Enden mit krallenartigen Spitzen 14
versehen, die bevorzugt nach unten gerichtet sind. Somit
wird in hochgeklappter Position der effektivste Greifwinkel
eingenommen.
Der Innenring 11 weist einen U-förmigen Querschnitt mit nach
außen gerichteter Öffnung auf. In diese Öffnung greift eine
auf dem Kernrohr ausgeformte Schiene 23 ein. Wie aus der
Schnittdarstellung deutlich zu entnehmen ist wird der Ab
stand zwischen den beiden U-Schenkeln des Innenrings 11
nicht vollständig von der Schiene 23 ausgefüllt. Es ist viel
mehr ein Freiraum 24 vorhanden, der eine begrenzte Bewegung
des Innenrings 11 koaxial zum Kernrohr 10 zuläßt.
Ferner sind alle Klappen 12 über ein Getriebe untereinander
verbunden. Es besteht aus einer Schulter 25, die auf der
Innenseite des Kernrohres 10 umlaufend ausgebildet ist.
Ferner ist jede Klappe 12 mit einem Anschlaghebel 26 verse
hen, der im wesentlichen senkrecht zur Klappe 12 nach oben
ausgerichtet ist. In dem hier dargestellten Beispiel wird
der Anschlaghebel 26 durch das Ende einer Versteifungsrippe
27 gebildet die auf der Oberseite der Klappe 12 angeordnet
ist. Wenn der Innenring 11 bis zu seinem oberen Anschlag ge
schoben ist, d.h. wenn der untere U-Schenkel 28 an der Schiene
23 anschlägt und wenn sich die Klappe 12 in vertikaler
Position befindet, steht der Anschlaghebel 26 mit der Schul
ter 25 in Eingriff. Wird anschließend das Kernrohr 10 nach
oben bewegt, so drückt die Schulter 25 auf die Anschlaghebel
26 aller Klappen 12 und bewirkt somit, daß alle Klappen 12
nach innen abgespreizt werden.
Zwischen der Bohrkrone 19 und dem Innenring 11 ist auf der
Innenseite des Kernrohres 10 eine Innenschneide 15 angeordnet.
Die Innenschneide 15 dient dazu die von dem Innenring 11 und
den Klappen 12 gebildete Verengung des Kernrohrinnendurchmes
sers durch ein entsprechendes Abdrehen des Bohrkerns (nicht
dargestellt) auszugleichen.
Auf dem Mantel des Kernrohres 10 sind abschnittweise nach
außen abstehende Förderwendeln 18 in der Weise angebracht
daß der Mantel zumindest entlang einer Mantellinie freige
halten ist. Diese freien Bereiche sind in Fig. 2 mit dem
Bezugszeichen 11 versehen. Sie dienen im Bohrloch als Druck
ausgleichskanal.
Die Pfeile III kennzeichnen die in Fig. 3 wiedergegebene
Ansicht des Kernfängers 22.
In den im folgenden beschriebenen Fig. 2 und 3 sind glei
che Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen, so daß gege
benenfalls zu ihrer Erläuterung auf die Fig. 1 verwiesen
werden kann.
Die Fig. 2 veranschaulicht schematisch, daß das erste Gelenk
16 auf einem kreissegmentförmigem Teil 32 angeordnet ist, das
fest mit dem Kernrohr 10 verbunden ist. Die Achse 30 des ersten
Gelenks 16 verläuft dabei parallel zur Sehne des Kreissegments.
Ferner ist die Gestängeverbindung 20 in Fig. 2 beispielhaft
mit einem guadratischen Querschnitt ausgebildet. Das Gegen
stück des Bohrgestänges muß also eine dementsprechende Verbin
dungskupplung zum Kerndrehbohrer aufweisen.
Der Riegel 21 besteht im einzelnen aus einem Schließriegel
33 der in radialer Richtung angeordnet ist, und der mit
seinem freien Ende in eine Ausnehmung 36 im Kernrohr 10
eingreift. Er ist nach außen mit einer Feder 35 vorgespannt
und kann durch ein Betätigungselement 34 gelöst werden. Es
dürfte ohne weiteres ersichtlich sein, daß der Riegel 21 nur
ein Beispiel für eine lösbare Verbindung zwischen dem Deckel
17 und dem Kernrohr 10 darstellt. Falls es sich als erforder
lich erweist, kann der Deckel 17 auch an mehreren Punkten mit
dem Kernrohr 10 verriegelt sein.
Der Pfeil I veranschaulicht den Längsschnitt, wie er in Fig.
1 dargestellt ist.
In Fig. 3 ist zugunsten einer übersichtlichen Darstellung
das Kernrohr nicht wiedergegeben. Es ist also lediglich eine
Aufsicht auf den Kernfänger gezeigt. Alle Klappen 12 befin
den sich in ihrer waagrechten Position. In dem hier gewählten
Beispiel sind die Klappen 12 unterschiedlich lang. Sie weisen
ferner auch eine unterschiedliche Formgebung auf. Es liegt
jedoch ebenso im Rahmen der Erfindung daß alle Klappen 12
gleichförmig ausgebildet sind, und daß eine symmetrische Klap
penanordnung vorhanden ist. Im Unterschied zu dem dargestell
ten Beispiel kann es auch unter bestimmten Betriebsbedingungen
auf die weiter unten noch eingegangen wird, vorteilhaft sein,
daß der Querschnitt des Kernrohres durch die Klappen 12 voll
ständig abgedichtet wird. Zwischen den einzelnen Klappen 12
wäre dann also keine Öffnung 37 mehr vorhanden.
Alle Klappen 12 sind an ihrem freien Ende mit mindestens einer
Spitze 14 versehen. Vorzugsweise ist diese am freien Ende der
Versteifungsrippe 27 angeformt. Wenn eine Klappe 12 beispiels
weise im wesentlichen schaufelförmig ausgebildet ist, so
können an ihrem Rand auch mehrere Spitzen angeformt sein.
Im folgenden wird die Funktion des erfindungsgemäßen Kern
drehbohrers anhand der Figuren weiter beschrieben.
Nachdem der Kerndrehbohrer über die Gestängeverbindung 20
mit dem Bohrgestänge verbunden und in das Bohrloch einge
bracht ist, wird durch eine Rotationsbewegung ein Bohrkern
erzeugt, der ins Innere des Kernrohres wächst. Dabei wird
er durch die Innenschneide 15 auf einen Durchmesser abge
dreht, der das Hineinwachsen in den Innenring 11 gewähr
leistet, ohne daß eine Verklemmung zwischen dem Bohrkern
und dem Innenring 11 entsteht. Nachdem der obere Rand des
Bohrkerns den Innenring 11 passiert hat, hebt er die Klappen
12 an und schwenkt sie bis etwa 90° nach oben. Gleichzeitig
wird dabei der Innenring 11 angehoben, bis der untere U-
Schenkel 28 an der Schiene 23 anschlägt. Da der Innenring 11
drehbeweglich gelagert ist, führt er die Drehbewegung des
Kernrohres 10 nicht aus. Während des Bohrvorgangs wird das
Bohrloch durch die Förderwendeln 18 von Kleinteilen freige
halten, die nach oben weggefördert werden. Dies ist besonders
bei großen Bohrerdurchmessern erforderlich, da ansonsten die
Gefahr besteht, daß der Kerndrehbohrer im Bohrloch verklemmt.
Sobald der Bohrkern die gewünschte Länge erreicht hat, wird
der Kerndrehbohrer angehoben. Dabei verspreizen sich die
Klappen 12 mit dem Bohrkern, wobei die krallenförmigen Spitzen
14 in den Bohrkern eingreifen. Durch die unterschiedliche Aus
bildung der Klappen 12 nach ihrer Länge und Form kann erreicht
werden, daß sich der Kernfänger insgesamt auch an einen un
gleichförmigen Bohrkern angleicht und diesen sicher und fest
greift.
Wie bereits oben beschrieben wurde, genügt es, wenn anfäng
lich eine einzige Klappe 12 in Eingriff mit dem Bohrkern
gelangt. Diese Klappe bewirkt dann über das oben beschriebene
Getriebe, daß alle anderen Klappen zwangsläufig in die Spreiz
stellung gelangen. Diese Wirkung kann noch durch ein Feder
element unterstützt werden, das beispielsweise aus einem Voll
gummipuffer besteht, der auf dem Anschlaghebel 26 angeordnet ist
und diesen gegen die Schulter 25 vorspannt (nicht dargestellt).
Durch weiteres Anheben des Kerndrehbohrers wird der Bohrkern
von der Sohle abgerissen und der Kerndrehbohrer kann an die
Erdoberfläche verbracht werden. Durch die von Förderwendeln
freien Bereiche 31 wird verhindert, daß sich dabei der Kern
drehbohrer im Bohrloch festsaugt. Besonders bei großen Bohrer
durchmessern kann eine ansonsten entstehende Saugwirkung das
Hochziehen behindern. Über die Bereiche 31 findet ein Druck
ausgleich statt.
An der Oberfläche wird der Riegel 21 geöffnet und das Kern
rohr mit Hilfe eines Hebezeugs (nicht dargestellt) in eine
etwa senkrechte Position gekippt, in der die Bohrkrone nach
oben weist. Dadurch wird das Kernrohr 10 entleert ohne daß
es vom Bohrgestänge getrennt wird. Bei der Kippbewegung verliert
die Verspreizung ihre Wirkung.
Für den Fall, daß der Kerndrehbohrer in losem Untergrund ab
geteuft werden soll, und daher kein zusammenhängender Bohr
kern erhalten wird, empfiehlt es sich, die Klappen 12 so aus
zubilden, daß der Kernrohrinnenquerschnitt vollständig ver
schlossen wird, wenn sich alle Klappen 12 in ihrer abge
spreizten Position befinden. Dadurch wird praktisch ein ge
schlossener Behälter erreicht, in dem kleine Gesteinsbrocken
und Bohrschmant gefördert werden kann. Es ist auf diese
Weise auch möglich, Wasser aus dem Bohrloch zu entfernen.
In Fig. 4 ist in einem Längsschnitt durch den Innenring 11
und das Kernrohr 10 eine lösbare Kupplung gezeigt, mit wel
cher der Innenring 11 und das Kernrohr 10 wahlweise drehfest
verbunden oder drehbeweglich angeordnet werden können. Auf
der Innenseite des oberen U-Schenkels 40 des Innenrings 11,
sowie auf der gegenüberliegenden Oberseite der Schiene 23
ist jeweils ein Zahnkranz 39 bzw. 41 angeordnet. In der gezeig
ten Stellung, in der der Innenring 11 auf der Schiene 23
aufliegt, steht der erste Zahnkranz 39 mit dem zweiten Zahn
kranz 41 in Eingriff. In dieser Position machen der Innenring
11 und die darauf angeordneten Klappen 12 (vgl. Fig. 1 und
Fig. 3) die Rotationsbewegung des Kernrohres 10 mit. Ist der
Innenring 11 nach oben geschoben, so sind die beiden Zahnkränze
außer Eingriff und eine Übertragung des Drehmoments findet
nicht statt.
Wie oben bereits beschrieben wurde, hebt der in das Kernrohr
10 einwachsende Bohrkern den Innenring 11 an, so daß die bei
den Zahnkränze 39, 41 während des eigentlichen Bohrvorgangs
außer Eingriff sind. Hat der Bohrkern die gewünschte Höhe er
reicht, so wird in der oben bereits beschriebenen Weise das
Kernrohr angehoben, wobei die Klappen 12 gegen den Bohrkern
verpreizt werden. Dadurch wird der Innenring 11 in seiner
axialen Lage gehalten und die beiden Zahnkränze können mit
einander in Eingriff gebracht werden. Durch die anschließende
Rotation der Klappen 12 wird der Bohrkern an seinem Fußpunkt
abgedreht oder zumindest geschwächt. Dies kann bevorzugt
durch kurze Klappen erfolgen, wie sie in Fig. 3 veranschau
licht sind.
Claims (11)
1. Kerndrehbohrer
mit einem Kernrohr, einem im Kernrohr angeordneten Kern
fänger und mit einer Gestängeverbindung
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kernrohr (10) gemeinsam mit dem Kernfänger um eine
im wesentlichen horizontale Schwenkachse an der Gestänge
verbindung (20) angelenkt ist.
2. Kerndrehbohrer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwenkachse seitlich zur Bohrachse versetzt ist.
3. Kerndrehbohrer nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kernrohr (10) mit einem schwenkbar angelenkten und
verriegelbaren Deckel (17) versehen ist, auf welchem mittig
die Gestängeverbindung (20) zum Anbringen des Bohrgestän
ges angeordnet ist.
4. Kerndrehbohrer nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rand des Deckels (17) mit dem oberen Rand des Kern
rohres (10) verzahnt ist.
5. Kerndrehbohrer nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kernfänger aus einem im Innern des Kernrohres (10)
koaxial angeordneten Innenring (11) besteht, der mit
Spreizmitnehmern versehen ist, die mit einem Getriebe zur
gegenseitigen zwangsweisen Auslösung einer Schwenkbe
wegung verbunden sind.
6. Kerndrehbohrer nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Bildung des Getriebes der Innenring (11) axial
beweglich im Kernrohr (10) gelagert ist,
daß jeder Spreizmitnehmer einen in Schwenkrichtung wei
senden Anschlaghebel (26) aufweist, der in einer hoch
geschwenkten Spreizmitnehmer-Stellung und in der oberen
Position des Innenrings (11) in Eingriff mit einer am
Innenring (11) angeordneten Schulter (25) steht.
7. Kerndrehbohrer nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlaghebel (26) jeweils durch das Ende einer
auf der Oberseite einer Klappe (12) angeordneten Ver
steifungsrippe (27) gebildet wird.
8. Kerndrehbohrer nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Gummipuffer auf dem Anschlaghebel (26) angeordnet
ist.
9. Kerndrehbohrer nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Innenring (11) einen nach außen offenen U-förmi
gen Querschnitt aufweist, der mit einer Schiene (23) auf
dem Kernrohr (10) in Eingriff steht, und daß die Axialbe
wegung durch den Abstand zwischen den U-Schenkeln und
den Schienenrändern festgelegt ist.
10. Kerndrehbohrer nach einem der Ansprüche 5 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kernrohr (10) zwischen einer Bohrkrone (19) und
den Spreizmitnehmern mit mindestens einer Innenschneide
(15) versehen ist.
11. Kerndrehbohrer nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Innenschneiden (15) auf dem Kernrohr-Innen
mantel verteilt sind.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE19863611014 DE3611014A1 (de) | 1986-04-02 | 1986-04-02 | Kerndrehbohrer |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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Publications (2)
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Country Status (2)
| Country | Link |
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| CH (1) | CH674239A5 (de) |
| DE (1) | DE3611014A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP3067512A1 (de) | 2015-03-11 | 2016-09-14 | Bauer Spezialtiefbau GmbH | Drehbohrwerkzeug, bohrgerät und verfahren zum erstellen einer bohrung im boden |
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1986
- 1986-04-02 DE DE19863611014 patent/DE3611014A1/de active Granted
-
1987
- 1987-03-30 CH CH121887A patent/CH674239A5/de not_active IP Right Cessation
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| EP3067512A1 (de) | 2015-03-11 | 2016-09-14 | Bauer Spezialtiefbau GmbH | Drehbohrwerkzeug, bohrgerät und verfahren zum erstellen einer bohrung im boden |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE3611014A1 (de) | 1987-10-08 |
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