DE3607902A1 - Verfahren zur herstellung von poly-(aryletherketonen) - Google Patents

Verfahren zur herstellung von poly-(aryletherketonen)

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DE3607902A1 DE19863607902 DE3607902A DE3607902A1 DE 3607902 A1 DE3607902 A1 DE 3607902A1 DE 19863607902 DE19863607902 DE 19863607902 DE 3607902 A DE3607902 A DE 3607902A DE 3607902 A1 DE3607902 A1 DE 3607902A1
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Description

· 5 t < ' ^ < '. ^. j, Λ Λ Λ CT Q Λ Λ
dr. V. SCHMIED-KOWARZIK · dr. P. WEINHOLD · dr. P. ΒΑΠ2 -
G. DANNENBERG · dr. D. GUDEL · dipl.-ing. S. SCHUBERT · Frankfurt
EUROPEAN PATENT ATTORNEYS
-J-
SIEGFRIEDSTRASSE 8 8000 MÜNCHEN 40
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PC-146O5-G
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Old Ridgebury Road
Danbury, Connecticut 06817
U.S.A.
Verfahren zur Herstellung von Poly-(aryletherketonen)
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von Poly-(aryletherketonen) durch Umsetzung von nukleophilen Koreaktanten mit elektrophilen Koreaktanten unter Friedel-Crafts-Polymerisationsbedingungen.
Die Herstellung von Poly-(aryletherketonen) durch Friedel-Crafts-Polymerisation ist bekannt. Beispielsweise beschreibt die US-A-3 065 205 die Herstellung von aromatisehen Polyketonen durch Friedel-Crafts-Polymerisation unter Verwendung eines organischen Lösungsmittels für die Umsetzung. Als Lösungsmittel werden Nitrobenzol, symmetrisches Tetrachlorethan, Dichlorbenzol oder Schwefelkohlenstoff verwendet. Gemäss sämtlichen Beispielen dieser Druckschrift wird Nitrobenzol als Lösungsmittel verwendet. Das Reaktionsgemisch verbleibt während der gesamten Polymerisation homogen. Jedoch entstehen gemäss dem Verfahren der US-A-3 065 205 Polymere von sehr niedrigem Molekulargewicht und inhärenten Viskositäten von 0,13 bis 0,18, gemessen in konzentrierter Schwefelsäure.
Bei der Erläuterung der Schwierigkeiten bei der Herstellung von Polyketonen, wie sie gemäss dem Verfahren der US-A-3 065 205 auftreten, wird in der US-A- 3 791 890 auf das Problem hingewiesen, dass der zunächst gebildete Polymer-Katalysator-Komplex relativ schwierig handzuhaben ist. In Spalte 1, Zeilen 10 bis 20 der letztgenannten Druckschrift wird ausgeführt:
"Bei früheren Versuchen zur Bewältigung des im allgemeinen schwierig handzuhabenden Reaktionsprodukts wurden die Monomeren in Gegenwart eines löslichen festen Materials polymerisiert, um die
Entfernung des Produkts aus dem Reaktionsmedium und die anschliessende Abtrennung des löslichen Materials durch Auslaugen zu ermöglichen. Jedoch hat sich keines dieser herkömmlichen Verfahren als vollständig zufriedenstellend erwiesen".
In der US-A-3 791 890 wird ein verbessertes Verfahren beschrieben, bei dem Polyketone in Granulatform in einem zweistufigen Verfahren hergestellt werden. In der ersten Stufe wird Diphenylether und mindestens einer der Bestandteile Terephthalsäure- oder Isophthalsäurechlorid in Gegenwart von o-Dichlorbenzol, sym-Tetrachlorethan oder Dichlorethan als Lösungsmittel unter Verwendung eines Friedel-Crafts-Katalysators, wie Aluminiumchlorid, bei Temperaturen von -15 bis 0 C umgesetzt. In sämtlichen Beispielen wird o-Dichlorbenzol als Lösungsmittel verwendet. Diese Druckschrift gibt an, dass eine ursprüngliche niedrige Reaktionstemperatur erwünscht ist, um eine Kontrolle über die Reaktionsgeschwindigkeit aufrecht zu erhalten, so dass es nicht zu einer Koagulation des gebildeten Polyketons. kommt, bevor eine Dispergierung durchgeführt werden kann. In der nächsten Stufe wird das gebildete Reaktionsgemisch in einem fluiden Medium, das auf Temperaturen von mindestens 50 C gehalten wird, dispergiert. Das fluide Medium wird als beliebiges Gas oder Flüssigkeit beschrieben, bei dem das gebildete Polyketon unter den beim Verfahren angewandten Temperaturen im wesentlichen nicht-reaktiv ist. Die Dispergierung in ein erwärmtes fluides Medium wird gemäss den Angaben dieser Druckschrift durchgeführt, um die sich im ursprünglichen Reaktionsgemisch allmählich bildenden Polymerteilchen zu segregieren und die Agglomeration der Teilchen in eine gelatinöse Masse zu verhindern. Auf diese Weise wird ein granulatförmiges Polyketon gewonnen. In dieser Druckschrift werden jedoch keine Viskositäten für das Polyketon angegeben.
In der US-A-3 668 057 ist die Herstellung von Copolyketonen mit verringerten Viskositäten von etwa 0,9 dl/g (gemessen in konzentrierter Schwefelsäure bei 25 C) unter Friedel-Crafts-Polymerisationsbedingungen mit o-Dichlorbenzol als Lösungsmittel beschrieben. Jedoch stellen Polymere mit verringerten Viskositäten von etwa 0,9 dl/g einen Grenzfall in bezug auf die Zähigkeit bei einigen Anwendungsgebieten dar. Copolyketone mit stark verringerten Viskositäten sind unter Einsatz von Fluorwasserstoffsäure als Lösungsmittel und Bortrifluorid als Katalysator möglich. Jedoch ist aufgrund der Toxizität von Fluorwasserstoff säure/Bortrifluorid dieses System nicht für eine kommerzielle Anwendung geeignet.
Erfindungsgemäss wird ein einstufiges Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Poly-(aryletherketonen) zur Verfügung gestellt. Es wurde festgestellt, dass durch Verwendung von 1,2-Dichlorethan als Lösungsmittel unter Friedel-Crafts-Polymerisationsbedingungen im Vergleich zu Verfahren, bei denen Lösungsmittel, wie Nitrobenzol und o-Dichlorbenzol, verwendet werden, Poly-(aryletherketone) von höherem Molekulargewicht entstehen. Somit werden gemäss dem erfindungsgemässen Verfahren höhermolekulare (reduzierte Viskosität) Poly-(aryletherketone) direkt ohne Erfordernis einer Dispergierungsstufe, wie sie gemäss US-A-3 791 890 notwendig ist, hergestellt.
Die erfindungsgemäss hergestellten Poly-(aryletherketone) besitzen reduzierte Viskositäten im Bereich von etwa 0,1 bis etwa 3,0 dl/g und vorzugsweise von etwa 0,5 bis etwa 2,0 dl/g, gemessen in konzentrierter Schwefelsäure bei 25°C (Konzentration 1 g/100 ml).
Die Poly-(aryletherketone) lassen sich herstellen durch Umsetzung von:
(a) einem Gemisch aus im wesentlichen äquimolaren Mengen an
(I) mindestens einem elektrophilen aromatischen Diacylhalogenid der Formel
YOC - Ar - COY
in der -Ar- einen zweiwertigen aromatischen Rest,
wie Phenylen, Diphenylether-4,4'-diyl, Diphenyl-, 4,4'-diyl, Naphthalin-diyl und dergl. bedeutet, Y Halogen, wie Chlor, Brom oder Jod unter Be-
^q vorzugung von Chlor, bedeutet und COY einen aro
matisch gebundenen Acylhalogenidrest bedeutet, wobei das Diacylhalogenid mit mindestens einer aromatischen Verbindung von (a) (II) polymerisierbar ist, und
(II) mindestens einer aromatischen nukleophilen Verbindung der Formel
H-Ar' - H
in der -Ar1- einen zweiwertigen aromatischen
Rest, wie Diphenyläther-4,4'-diyl, 2,7-Dibenzofurandiyl, Diphenyl-4,4'-diyl, Diphenylmethan-4,4'-diyl, Naphthalin-diyl, Phenanthrendiyl und dergl. bedeutet und H ein aromatisch gebundenes
2g Wasserstoffato.m bedeutet, wobei die Verbindung
mit mindestens einem Diacylhalogenid gemäss (a) (I) polymerisierbar ist, und
(b) mindestens einem aromatischen Monoacylhalogenid der Formel
H - Ar" - COY
in der -Ar"- einen zweiwertigen aromatischen Rest, wie Diphenylether-4,4'-diyl, Diphenylmethan-4,4'-diyl, Naphthalin-diyl, Diphenyl-4,4'-diyl, 2,7-Dibenzofurandiyl und dergl. bedeutet, H ein aromatisch gebundenes
Wasserstoffatom bedeutet, Y die vorstehende Bedeutung hat und COY eine aromatisch gebundene Acylhalogenidgruppe bedeutet, wobei das Monoacylhalogenid selbstpolymerisierbar ist, und/oder
(c) einer Kombination von (a) und (b).
Insbesondere lassen sich die Polyketone durch Umsetzung von einem oder mehreren der folgenden nukleophilen Koreaktanten herstellen: Diphenylsulfid, Dibenzofuran, Thianthren, Phenoxatin, Phenodioxin, Diphenylen, Diphenyl, Dibenzodioxin, Xanthon, 4,4'-Diphenoxybiphenyl, 2,2'-Diphenoxybiphenyl, 1,2-Diphenoxybenzol, 1,3-Diphenoxybenzol, 1,4-Diphenoxybenzol, 1-Phenoxynaphthalin, 1,2-Diphenoxynaphthalin, Diphenylether und 1,5-Diphenoxynaphthalin.
In entsprechender Weise sind die nachstehend aufgeführten elektrophilen aromatischen Koreaktanten zur Herstellung der Polyketone geeignet: Terephthaloylchlorid, Isophthaloylchlorid, Thio-bis-(4,4'-benzoylchlorid), Benzophenon-4,4'-di-(carbonylchlorid), 0xy-bis-(4,4'-benzoylchlorid), 0xy-bis-(3,3'-benzoylchlorid), Diphenyl-3,3'-di-(carbonylchlorid), Carbonyl-bis-(3,3'-benzoylchlorid), Sulfonylbis-(4,4'-benzoylchlorid), Sulfonyl-bis-(3,3'-benzoyl-Chlorid), Sulfonyl-bis-(3,4-benzoylchlorid), Thio-bis-(3,4'-benzoylchlorid), Diphenyl-3,4'-di-Ccarbonylchlorid), 0xy-bis-_/~4,4'-(2-chlorbenzoylchloridJÄ, Naphthalin-1 ,6-di-(carbonylchlorid), Naphthalin-1,T-di-Ccarbonylchlorid), Naphthalin-1,S-di-Ccarbonylchlorid), Naphthalin-2,6-di-(carbonylchlorid), 0xy-bis-_/~7,7' -naphthalin-2,2 '-di-(carbonylchlorid )_7, Thio-bis-/~8,8'-naphthalin-2,2'-di-Ccarbonylchlorid )_7, 7,7'-Binaphthyl-2,2'-di-(carbonylchlorid), Diphenyl-4,4'-di-(carbonylchlorid), Carbonylbis-/~7 ,7'-naphthalin-2,2'-di-(carbonylchlorid )_7, SuIfonyl-bis-_/~6 ,6 ' -naphthalin-2,2 ' -di-(carbonylchlorid )_7, Dibenzofuran-2,7-di-(carbonylchlorid) und dergl. und beliebige Kombinationen der vorgenannten Verbindungen.
Neben den vorerwähnten elektrophilen aromatischen Koreaktanten können Carbonylchllrid (Phosgen), Carbonyldibromid, Carbonyldifluorid oder Oxalylchlorid verwendet werden.
Beispiele für Verbindungen der Formel H-Ar"-COY sind p-Phenoxybenzoylchlorid, p-Biphenyloxybenzoylchlorid, 4-(p-Phenoxyphenyl)-benzoylchlorid, 4-(p-Phenoxybenzoyl)-benzoylchlorid, 4-(p-Phenoxyphenoxy)-benzoylchlorid, 3-Chlorcarbonyldibenzofuran, 1-Naphthoylchlorid, 2-Naphthoylchlorid und dergl.
Vorzugsweise wird Diphenylehter mit Terephthaloylchlorid und/oder Isophthaloylchlorid umgesetzt.
Bevorzugte Friedel-Crafts-Katalysatoren sind Aluminiumchlorid, Antimonpentachlorid und Eisen(III)-chlorid. Weitere Friedel-Crafts-Katalysatoren, wie Aluminiumbromid, Bortrifluorid, Zinkchlorid, Antimontrichlorid, Eisen(III)-bromid und Zinn(IV)-chlorid, können ebenfalls verwendet werden.
Die Umsetzung kann innerhalb eines breiten Temperaturbereichs von etwa 0 C bis etwa 160 C durchgeführt werden. Im allgemeinen wird eine Umsetzung bei Temperaturen im Bereich von 0 bis 30°C bevorzugt. In einigen Fällen ist es vorteilhaft, die Umsetzung bei Temperaturen über 300C oder unter 00C durchzuführen. Im allgemeinen wird die Umsetzung bei Umgebungsdruck durchgeführt. Jedoch kann es in einigen Fällen vorteilhaft sein, die Umsetzung bei Drücken über Atmosphärendruck oder bei subatmosphärischen Drücken durchzuführen.
Die Umsetzung wird in einem Lösungsmittelsystem durchgeführt, das mindestens 50 Gewichtsprozent 1,2-Dichlorethan enthält.
Die Umsetzung kann in Gegenwart eines Verkappungsmittels durchgeführt werden, wie es beispielsweise in der US-Patentanmeldung Nr. (D-14604), deren Anmeldetag dem Prioritätstag der vorliegenden Anmeldung entspricht, Erfinder L.M. Maresca, Bezeichnung "A Method For Stabilizing PoIyC Aryl Ether Ketones"), durchgeführt werden.
Die vorgenannte Anmeldung ist auf ein Verfahren zur Stabilisierung von Poly-(aryletherketonen) durch Umsetzung von nukleophilen Koreaktanten mit elektrophilen Koreaktanten unter heterogenen Friedel-Crafts-Polymerisationsbedingungen abgestellt, indem man während der Polymerisation ein nukleophiles und/oder elektrophiles Verkappungsmittel zusetzt.
Die nukleophilen Verkappungsmittel weisen folgende allgemeine Formeln auf
und
worin χ eine kovalente Bindung, -0-, -S- oder -CRpbedeutet, wobei die Reste R unabhängig voneinander Wasserstoff, Alkyl- oder Fluoralkylreste, vorzugsweise mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, einen Phenylrest oder einen mit einer elektronenziehenden Gruppe substituierten Phenylrest bedeutet. Vorzugsweise bedeutet χ eine kovalente Bindung oder 0. y bedeutet NOp,
oder
oder, wenn χ eine kovalente Bindung ist, kann y auch Wasserstoff oder eine beliebige der vorgenannten Bedeutungen haben, ζ bedeutet Halogen, Alkyl oder Alkoxy.
Spezielle Beispiele für geeignete nukleophile Verkappungsmittel sind 4-Nitrodiphenyläther, 4-Phenoxybenzophenon, 4-Phenoxydiphenylsulfon, Anisol, Fluorbenzol, Chlorbenzol, Biphenyl, Toluol und Acetylchlorid.
Die elektrophilen Verkappungsmittel entsprechen den Formeln
w und ■** " -
worin w Halogen, Alkyl, Alkoxy, Nitro, 15
oder
bedeutet. U
Spezielle Beispiele für derartige Endverkappungsmittel sind Benzoylchlorid, p-Fluorbenzoylchlorid, p-Chlorbenzoylchlorid, p-Methoxybenzoylchlorid, Benzolsulfonyl-
chlorid, p-Chlorbenzolsulfonylchlorid, p-Methylbenzol-25
sulfonylchlorid und 4-Benzoyl-benzoylchlorid.
Die Verkappungsmittel können zu einem beliebigen Zeitpunkt während oder nach der Polymerisationsreaktion
zugesetzt werden. Vorzugsweise werden sie zusammen mit 30
den Reaktanten zu Beginn der Polymerisationsreaktion zugegeben.
Die erfindungsgemässen Polymeren können mineralische Füllstoffe, wie Carbonate unter Einschluss von Kreide, Calcit 35
und Dolomit; Silicate unter Einschluss von Glimmer, Talcum und Wallastonit; Siliciumdioxid; Glaskügelchen und Glas-
pulver; Aluminium; Ton; Quarz; und dergl. enthalten.
Ferner können verstärkende Fasern, wie Glasfasern, Kohlenstoff-Fasern und dergl. verwendet werden. Die Polymeren können auch Additive, wie Titandioxid, thermische Stabilisatoren, UV-Stabilisatoren, Weichmacher und dergl. enthalten.
Die erfindungsgemässen Polymeren können in beliebige Formen gebracht werden, beispielsweise in Form von Presslingen, Überzügen, Filmen oder Fasern. Sie sind besonders geeignet als elektrische Isolationsmaterialien für elektrische Leiter.
Nachstehend wird die Erfindung anhand von Beispielen näher erläutert.
Beispiel 1
Ein 2 Liter fassender Dreihalsrundkolben, der mit einem mechanischen Rührer, einem Stickstoffeinleitungsrohr,
einem Rückflusskühler und einem Thermometer ausgerüstet ist, wird mit 14,21 g (0,07 Mol) Terephthaloylchlorid, 6,09 g (0,030 Mol) Isophthaloylchlorid, 17,01 g (0,100 Mol) Diphenylether und 700 ml 1,2-Dichlorethan beschickt. Die Lösung wird in einem Eis-Wasser-Bad auf 5°C gekühlt. 3^,76 g (0,260 Mol) Aluminiumchlorid werden portionsweise zugesetzt, wobei die Temperatur unter 10 C gehalten wird. Das erhaltene Reaktionsgemisch wird 6 Stunden bei 5 bis 1O0C belassen. Nach etwa 30 Minuten hat sich ein Niederschlag gebildet. Nach 6 Stunden wird das Eisbad entfernt, und man
lässt das Reaktionsgemisch auf Umgebungstemperatur (etwa 250C) kommen, wonach man es weitere 16 Stunden bei Umgebungstemperatur belässt. Sodann wird das Reaktionsgemisch in 3 Liter Eiswasser mit einem Gehalt an 100 ml konzentrierter Salzsäure gegossen. Das erhaltene dreiphasige
System wird zur Destillation von 1,2-Dichlorethan auf etwa 85 C erwärmt. Das Polymer wird durch Filtration isoliert, 2 mal mit je 500 ml Wasser und 2 mal mit je 500 ml
Methanol gewaschen und in einem Vakuumtrockenschrank bei 1000C getrocknet. Das Produkt weist eine reduzierte Viskosität von 1,62 dl/g, gemessen in konzentrierter Schwefels; auf.
feisäure bei 25°C und bei einer Konzentration von 1 g/100 ml,
Vergleichsbeispiele A bis M
Beispiel 1 wird unter Verwendung von verschiedenen Lösungsmitteln wiederholt, wozu auch Lösungsmittel gehören, deren Eignung für Friedel-Crafts-Reaktionen bekannt ist. Die Ergebnisse sind in Tabelle I zusammengestellt.
Tabelle I 15
Beispiel Lösungsmittel reduzierte Visko
sität des Poly
mer-Endprodukts
(dl/g)
A Schwefelkohlenstoff 0,06
B 1,1,1-Trichlorethan 0,07
C Methylenchlorid 0,50
D 1
Methylenchlorid
0,92
E Tetrachlorkohlenstoff 0,07
F Trichlorethylen 0,17
G Nitrobenzol 0,18
H ο-Dichlorbenzol 0,31
I ρ
o-Dichlorbenzol
0,47
J ο-Dichlorbenzol 0,51
K 1,2,^-Trichlorbenzol 0,09
L Tr ichlor fluorine than 0,05
M 1,1,2-Trichlortrifluorethan 0,04
Es wird ein 1-prozentiger Überschuss
verwendet.
an Diphenylether
Umsetzung bei 25°C. 6-stündige Umsetzung bei 8O0C anstelle einer 16-stündi-
gen Umsetzung bei 25°C.
10
Obgleich sich unter Verwendung von Methylenchlorid relativ hochmolekulare Polymere herstellen lassen, weist dieses Lösungsmittel den Nachteil auf, dass es an der Reaktion teilnimmt und zur Alkylierung des Polymergerüsts unter erheblicher Nebenproduktbildung führt. Aufgrund dieser Nebenreaktion, die Diphenylether verbraucht und die Stöchiometrie der Reaktion stört, ist überschüssiger Diphenylether zur Bildung von hochmolekularen Produkten erforderlich. Diese alkylierten Nebenprodukte bewirken eine Instabilität der Polymeren bei erhöhten Temperaturen.
15
Beispiele 2 bis 7
Beispiel 1 wird wiederholt, mit der Abänderung, dass Verkappungsmittel zur Kontrolle des Molekulargewichts der Polymeren verwendet werden. Die Stöchiometrie der primären Reaktanten ist in nachfolgender Reaktionsgleichung angegeben .
Cl
-s-O
■=vc-ci
U+XK\
A ♦ 2X
1,2 Dichlorethan
5· - 25»C
Die reduzierte Viskosität als Funktion der Konzentration des Endverkappungsmittels ist in Tabelle II angegeben.
Tabelle II X reduzierte
Viskosität
Beispiel Terephthaloylchlorid/
Isophthaloylchlorid
0,003 1 ,21
2 90/10 0,003 1,46
3 100/0 0,005 0,83
4 95/5 0,015 0,58
5 95/5 0,025 0,54
6 95/5 0,025 0,49
7 90/10 0,025 0,55
8 100/0 0,050 0,36
9 90/10 0,050 0,36
10 90/10 0,050 0,39
11 100/0 0,050 0,39
12 100/0

Claims (8)

Patentansprüche
1. Verfahren zur Herstellung von Poly-(aryletherketonen) durch Umsetzung von nukleophilen Koreaktanten mit elektrophilen Koreaktanten unter Friedel-Crafts-Polymerisationsbedingungen, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung in einem Lösungsmittel mit einem Gehalt an 1,2-Dichlorethan durchführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Poly-(aryletherketone) durch Umsetzung von einem oder mehreren der folgenen nukleophilen Koreaktanzen herstellt: Diphenylsulfid, Dibenzofuran, Thianthren, Phenoxanthin, Phenodioxin, Diphenylen, Diphenyl, 4,4'-Diphenoxybiphenyl, 2,2'-Diphenoxybiphenyl, 1,2-Diphenoxybenzol, 1,3-Diphenoxybenzol, 1,4-Diphenoxybenzol, 1-Phenoxynaphthalin, 1,2-Diphenoxynaphthalin, Diphenylether oder 1,5-Diphenoxynaphthalin.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Poly-(aryletherketone) durch Umsetzung von einem oder mehreren der folgenden elektrophilen Koreaktanten herstellt: Phosgen, Carbonyldifluorid, Terephthaloylchlorid, Isophthaloylchlorid, Thio-bis-(4,4f-benzoylch,lQrid), Benzophenon-4,4 ' -di-(carbonyl-Chlorid), Oxy-bis-(4,4!-benzoylchlorid), 0xy-bis-(3,3'-benzoylchlorid), Diphenyl-3,3'-di-Ccarbonylchlorid), Carbonyl-bis-(3,3'-benzoylchlorid), Sulfonyl-bis-(4,4·- benzoylchlorid), SuIfony1-bis-(3,3'-benzoylchlorid), Sulfonyl-bis-(3,4·-benzoylchlorid), Thio-bis-(3,4 «-
■* · # ft
benzoylchlorid), Diphenyl-3,4·-di-(carbonylchlorid), Diphenyl-4,4' -di-(carbonylchlorid), Oxy-bis-/~4,4'-(2-chlorbenzoylchlorid)_7, Naphthalin-1,5-di-(carbonylchlorid), Naphthalin-1,6-di-(carbonylchlorid), Naphthalin-1,T-di-Ccarbonylchlorid), Naphthalin-2,6-di-(carbonylchlorid), 0xy-bis-_/~7 ,7' -naphthalin-2,2· -di-(carbonylchlorid )_7, Thio-bis-/~8 ,8' -naphthalin-2,2' -di-(carbonylchlorid)_7, 7,7'-Binaphthyl-2'-di-(carbonylchlorid), Carbonyl-bis-/_~7,7 ' -naphthalin-2, 2' -di- (carbonylchlorid)_/ , SuIfonyl-bis-/" 6,6'-naphthalin-2,2·-di-(carbonylchlorid)_7 und Dibenzofuran-2,7-di-(carbonylchlorid).
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktanten und/oder Koreaktanten auswählt unter 4-Phenoxybenzoylchlorid, 1-Phenoxy—1-naphthalincarbonylchlorid, 4-Phenoxy-4'-chlorcarbonyldiphenyl oder 4-Phenoxy-3-chlorcarbonyldiphenylether.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Diphenylether mit Terephthaloylchlorid und/oder Isophthaloylchlorid umsetzt.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung in Gegenwart eines Friedel-Crafts-Katalysators aus der Gruppe Aluminiumchlorid, Antimonpentachlorid und Eisen(III)-chlorid durchführt.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung bei Temperaturen von etwa 0 bis etwa 250C durchführt.
8. Verfahren zur Herstellung von Poly-(aryletherketonen) durch Umsetzung von Diphenylether mit Terephthaloylchlorid und/oder Isophthaloylchlorid unter Friedel-Crafts-Polymerisationsbedingungen, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung in einem Lösungsmittel mit einem Gehalt an 1,2-Dichlorethan durchführt.
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