DE3606237C2 - Doppelfahrbremsventil - Google Patents
DoppelfahrbremsventilInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Doppelfahrbremsventil nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein bekanntes Doppelfahrbremsventil dieser Art verbindet
in seiner Bremsstellung eine Zulaufleitung vom Wegevenil
mit einer Zulaufleitung zum Fluidmotor und eine Ablaufleitung
vom Fluidmotor mit einer Ablaufleitung zum Wegeventil,
jeweils über eine Festblende und ein zu dieser
Festblende parallel liegendes, in Richtung zum Fluidmotor
gegen Federkraft zu öffnendes Rückschlagventil. Der
Kurzschlußkreislauf, der in dieser Bremsstellung den zum
Fluidmotor hinfließenden Fluidstrom mit dem vom Fluidmotor
abfließenden Fluidstrom kurzschließt, entsteht dabei nur
dann, wenn das Wegeventil in seiner Bremsstellung durch
sich hindurch einen solchen Kurzschlußkreislauf öffnet
oder wenn besondere ventilgesteuerte Kurzschlußwege
zwischen den vom Wegeventil zum Doppelfahrbremsventil
führende Leitungen vorgesehen sind. Stets erfolgt dabei
der Kurzschluß über einen langen Weg und beim Bremsvorgang
nicht mehr im hohen Stützdruckbereich zwischen Bremsventil
und Motor, sondern in einem Bereich mit niedrigerem Druck.
Da im Kurzschlußfall (Bremsen oder Schubbetrieb des
Fluidmotors) in kurzer Zeit sehr große Ölmengen zu
überführen sind, ist ein großer Strömungsquerschnitt
erforderlich. Die Ausbildung solcher Zusatzeinrichtungen
ist aufwendig und teuer.
Nach der JP-OS 56-103 359 ist ein Doppelfahrbremsventil
bekannt, das in einen Pumpkreislauf zwischen ein Wegeventil
und einen Fluidmotor zu schalten ist, im Ruhezustand
eine Bremsstellung füür den Fluidmotor einnimmt,
in der es einen Kurzschlußkreislauf durch den Fluidmotor
ermöglicht und unter dem Druck eines ihm über das
Wegeventil zugeführten Fluidstroms je nach der Richtung
des Fluidstroms aus einer Bremsstellung in eine Vorwärtslauf-
oder Rückwärtslaufstellung für den Fluidmotor
verstellt wird, in der es den Pumpkreislauf durch den
Fluidmotor öffnet. Dabei wird der Kurzschluß nicht durch
das Wegeventil hergestellt, sondern von einem Bremsventil
in einem Stützdruckbereich zwischen dem Bremsventil und
dem Fluidmotor.
Nach der GB-21 12 910 A ist ein Wegeventil zum Bremsen
eines Hydromotors bekannt, das in einer neutralen
Schaltstellung einen Kurzschlußstrom des Hydromotors über
eine Bremsdrossel bewirkt.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Doppelfahrbremsventil
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 anzugeben, das einen
ruckfreien Betrieb des Fluidmotors bewirkt, mit geringem
Aufwand herzustellen ist und einen wirksamen Kurzschlußweg
mit verhältnismäßig kleinem Strömungsquerschnitt öffnet
bzw. schließt.
Die Lösung dieser Aufgabe ist im Kennzeichen des Anspruchs
1 angegeben.
Bei Ausführung der Erfindung entfallen die beiden
Festblenden im Doppelfahrbremsventil. Stattdessen ist ein
einziger Kuzschlußabschnitt vorgesehen, in dem eine
Festblende enthalten sein kann. Dieser Kurzschlußweg
verbindet in der Bremsstellung des Doppelfahrbremsventils
die beiden vom Doppelfahrbremsventil zum Fluidmotor
führenden Leitungen, so daß der Kurzschluß jeweils
unmittelbar zwischen der Ablaufleitung und der
Ablaufleitung des Fluidmotors auf der dem Wegeventil
abgewandten , dem Fluidmotor zugewandten Seite des
Doppelfahrbremsventils über einen kurzen Weg erfolgt.
Um ein besonders ruckfreies Bremsen des Fluidmotors und
einen besonders ruckfreien Übergang des Fluidmotors vom
Motorbetrieb in den Schubbetrieb zu ermöglichen, ist
bevorzugt eine Ausbildung gemäß Anspruch 2 vorgesehen.
Eine konstruktiv einfache Ausbildung des Kurzschlußwegs im
Doppelfahrbremsventil ist in Anspruch 3 angegeben, wobei
die Lehre der Ansprüche 1 und 2 bei der konstruktiven
Ausgestaltung nach Anspruch 3 besonders dann einfach zu
verwirklichen ist, wenn die Ausführung gemäß Anspruch 4
vorgesehen ist.
Um den Strömungsquerschnitt des Kurzschlußweges zu
vergrößern, ist bevorzugt eine Ausbildung gemäß Anspruch 5
vorgesehen.
Die Erfindung wird im folgenden an einem Ausführungsbeispiel
unter Hinweis auf die beigefügten Zeichnungen
erläutert
Fig. 1 zeigt schematisch das Zusammenwirken eines Wege
ventils 2 im Fluidmotor über ein erfindungsge
mäßes Doppelfahrbremsventil unter Verwendung von
Schaltzeichen nach DIN ISO 1219.
Fig. 2 zeigt in einem Längsschnitt den konstruktiven Auf
bau des Doppelfahrbremsventils.
Fig. 3 zeigt in einem Diagramm den effektiven Ablauf
querschnitt des Fluidmotors bei Verwendung eines
erfindungsgemäßen Doppelfahrbremsventils, wenn das
Doppelfahrbremsventil aus seiner Bremsstellung
in seine Vorwärtslauf- oder Rückwärtslaufstellung
verschoben wird.
Fig. 1 zeigt eine Pumpe 2 verstellbarer Förderleistung,
die Öl aus einem Vorratsbehälter 4 in eine Leitung 6
pumpt. Die Förderleistung der Pumpe 2 wird über eine
Leitung 8 mit einem Signal gesteuert, das der Belastung
des Fluidmotors 10 entspricht. Die Leitung 6 führt zu
einem Wegeventil 12 mit einer Vorlaufstellung V1, einer
Rücklaufstellung R1 und einer Bremsstellung B1. Mittels
eines Betätigungsglieds 14 ist das Wegeventil in eine
seiner drei Stellungen zu stellen. Federn 16, 18 halten
das Wegeventil normalerweise in seiner Bremsstellung B1.
In dieser Bremsstellung sind die beiden zum Wegeventil
12 über das Doppelfahrbremsventil 20 zum Fluidmotor 10
führenden Leitungen 22, 24 innerhalb des Wegeventils an
der Stelle 26 miteinander verbunden und stehen mit einer
Rücklaufleitung 28 zum Vorratsbehälter 4 in Verbindung.
Die Leitung 6 wird in dem Wegeventil in der Bremsstellung
B1 gesperrt.
Zwischen den Leitungen 6 und 28 liegt in einer Leitung 30
ein Überdurckventil 32, das sich zur Leitung 28 öffnet,
wenn der Druck in der Leitung 6 ein vorgegebenes Maß
übersteigt. Der effektive Strömungsquerschnitt der Lei
tungen 22 und 24 wird durch innerhalb des Wegeventils
12 angeordnete Festblenden 34 und 36 festgelegt.
Die Leitungen 22 und 24 laufen durch eine Drehdurchfüh
rung 40, da sich das Wegeventil 12 mit der Pumpe 2 meist
auf einem Drehaufsatz eines Fahrzeugs befindet, während
sich der Fluidmotor 10 und das Doppelfahrbremsventil 20
in einem Unterwagen befinden.
Das Doppelfahrbremsventil 20 weist eine Vorlaufstellung V2,
eine Rücklaufstellung R2 und eine Bremsstellung B2 auf.
Es ist wie das Wegeventil 12 in der Bremsstellung darge
stellt. In der Bremsstellung sind die Leitungen 22, 24
innerhalb des Doppelfahrbremsventils mit Leitungsab
schnitten 42, 44 verbunden, in denen sich in Richtung zum
Fluidmotor 10 gegen Federkraft zu öffnende Rückschlag
ventile 46, 48 befinden. Vor dem Doppelfahrbremsventil
20 sind von den Leitungen 22 und 24 Zweigleitungen 48, 50
zu Stellzylindern 52, 54 abgeführt. In den Leitungen 48
und 50 liegen parallel zueinander Festblenden 56, 58 und
in Richtung zu den Leitungen 22 und 24 zu öffnende Rück
schlagventile 60, 62.
In den Leitungsabschnitten des Doppelfahrbremsventils 20,
die in der Vorlaufstellung V2 und in der Rücklaufstellung
R2 wirksam werden, liegen gegen Federkraft zu öffnende
Rückschlagventile 64, 66 bzw. während der Verstellung durch
Steuerkanten zunehmend zu öffnende Blenden 68, 70.
Bei der konstruktiven Ausführung stimmen die Rückschlag
ventile 46 und 64 und die Rückschlagventile 48 und 66
überein. Es sind somit insgesamt nur zwei Rückschlagven
tile vorgesehen.
In der Bremsstellung B2 des Doppelfahrbremsventils steht
ein Kurzschlußweg 72 innerhalb des Doppelfahrbremsventils
20, in dem sich eine Festblende 74 befindet mit Leitungs
zweigen 76, 78 in Verbindung, die zu Vorlauf - bzw. Rück
laufleitungen 80, 82 zum Fluidmotor 10 führen.
Zwischen den Leitungen 80 und 82 liegen in Leitungen 84 und 86
Überdruckventile 88, 90. Das Ventil 88 öffnet sich zur
Leitung 82, wenn der Druck in der Leitung 80 eine vorge
gebene Grenze überschreitet. Das Überdruckventil 90 öffnet
sich zur Leitung 80, wenn der Druck in der Leitung 82 eine
vorgegebene Grenze überschreitet.
Von dem Fluidmotor 10 ist eine Leckleitung 92 zu einem Auf
nahmebehälter abgeführt.
Zur Nachspeisung der Leitungen 80 und 82 in der Bremsstellung
B1 des Wegeventils 12 ist eine Nachspeisungspumpe 96 vor
gesehen, die über eine die Drehdurchführung 40 durchlaufen
de Leitung 98 über gegen Federkraft zu öffnende Rückschlag
ventile 100, 102 in Zuführungsleitungsabschnitten 104, 106
zu den Leitungen 80 bzw. 82 verzweigt ist.
Wird das Wegeventil 12 aus der in Fig. 1 dargestellen Stel
lung in die Vorlaufstellung V1 verstellt, so fließt Druck
mittel durch die Leitung 22 zum Fluidmotor 10, kann aber
zunächst durch die Leitung 82 nicht abfließen. Es entsteht
daher ein Druck in der Zweigleitung 48, der dazu führt,
daß der Stellzylinder 52 das Doppelfahrbremsventil 20
gegen die Kraft von Federn 108, 110, die das Doppelfahr
bremsventil 20 in seiner Bremsstellung B2 zu halten
suchen, in die Vorlaufstellung V2 verstellt. Dabei
wird die Blende 68 allmählich geöffnet. Dieser Vor
gang ist bekannt.
Gelangt der Fluidmotor 10 etwa bei einer Talfahrt in
Schubbetrieb oder wird das Wegeventil 12 in seine Brems
stellung B1 zurückgestellt, so mindert sich der Druck
in der Leitung 22, wodurch auch der Druck im Stellzylin
der 52 gemindert wird und auch das Doppelfahrbremsventil
20 wieder in seine Bremsstellung B2 bewegt wird. Der
Druck in der Leitung 82 steigt dabei aber an und wird
nun durch den Kurzschlußweg 78, 72, 76 zur Leitung 80
rasch und ruckfrei abgebaut. Die Konstruktion ist dabei
so getroffen, daß der effektive Strömungsquerschnitt durch
eine von einer Steuerkante gesteuerte Blende 68 so ab
nimmt, daß der effektive Strömungsquerschnitt durch die
Ablaufleitung 82 mit zunehmendem Einsetzen des effektiven
Strömungsquerschnitts des Kurzschlußwegs 78, 72, 76 kon
stant wird, nämlich schließlich allein durch die Fest
blende 74 bestimmt ist. Dies wird später anhand Fig. 3
noch näher erläutert.
Das Doppelfahrbremsventil 12 nach Fig. 2 weist ein Ge
häuse 200 auf, in dem ein Kolben 202 gegen die Kraft
einer Feder 204 verstellbar ist. Die Feder 204 wirkt auf
zwei auf einem Kolbenschaft 206 verschiebbar sitzende
Teller 208, 210. Eine zu weit gehende Verschiebung der
Teller 208, 210 auf dem Kolbenschaft 206 wird durch einen
Anschlagring 212 am freien Ende des Kolbenschafts 206
und durch den Kolben 202 verhindert.
In dem Kolben befinden sich zwei gegen Federkraft zu
öffnende Ventile, die mit den Bezugsziffern 46, 64 bzw.
48, 66 bezeichnet sind, um die Übereinstimmung mit
Fig. 1 deutlich zu machen. Die Wegabschnitte 42 und 44
in Fig. 1 sind durch die Räume 42a, 42b bzw. 44a, 44b
gekennzeichnet.
Die Zweigleitungen 48, 50 haben die gleiche Bedeutung wie
in Fig. 1. Sie führen über Kolbenspielräume 214, 216 zum
Stellzylinder 52, 54, die die gleiche Bedeutung haben wie
in Fig. 1. Eine Regelkante 218 arbeitet mit einer Öffnung
222 im Kolben derart zusammen, daß bei Verschieben des
Kolbens 202 aus der in Fig. 2 dargestellten Lage nach
links zunehmend mehr Druckmittel aus dem Bereich 42b in
den Bereich 42a strömen kann und umgekehrt, und bei Ver
schiebung des Kolbens 202 nach rechts wirkt eine Regel
kante 220 mit einer Öffnung 224 im Kolben 202 derart zu
sammen, daß mit zunehmender Verschiebung nach rechts zu
nehmend mehr Druckmittel aus dem Bereich 44b in den Be
reich 44a strömen kann und umgekehrt. Im Bereich 226 ist
der Kolben 202 in Ansicht dargestellt, um zu zeigen, daß
er in seinem Außenumfang mit Entlastungsnuten 228 ver
sehen ist, die seine Verschiebbarkeit erleichtern.
Der Kurzschlußweg 78, 72, 76 ist durch Schrägbohrungen 76a,
78a gebildet, die von den Raumbereichen 42b, 44b abführen
und in Radialbohrungen 76b, 78b übergehen, die ihrerseits
in den Kolben 202 umschließenden Ringnuten 76c, 78c enden.
Die Kurzschlußwegabschnitte 72 sind durch mehrere lang
gestreckte Ausnehmungen 72 im Umfang des Kolbens 202 ge
bildet.
Die Wirkungsweise des Kolbens 202 sei bei einer Verschie
bung des Kolbens 202 aus seiner in Fig. 2 dargestellten
Mittellage nach rechts erläutert:
Der effektive Strömungsquerschnitt vom Kurschlußleitungs
abschnitt 78 nimmt dabei ab, denn die Kurzschlußleitungs
abschnitte 72 verschieben sich zu den Ringnuten 76c und
78c, und der Durchlassquerschnitt von der Ringnut 76c
zu den Kurzschlußleitungsabschnitten 72 wird dabei
kleiner. Andererseits nimmt der Durchlaßquerschnitt von
dem Raumbereich 44b in den Raumbereich 44a zu, da die
Öffnung 224 die Regelkante 220 zunehmend mehr überläuft.
Dabei verbleibt der effektive Durchlassquerschnitt aus der
Leitung 82 vorerst konstant, bis die Kurzschlußleitungs
abschnitte 72 nicht mehr in Verbindung mit der Ringnut
76c stehen. Dann wird der Ablaufquerschnitt aus der Lei
tung 82 allein durch die zunehmend weiter werdende
Öffnung 224 bestimmt.
Dies ist in dem Diagramm der Fig. 3 dargestellt. Die
Abszisse zeigt die Verschiebung des Kolbens 202 aus
seiner in Fig. 2 dargestellten Mittellage nach rechts.
Die Ordinate kennzeichnet die effektiven Ablaufquer
schnitte. Bei geringfügiger Verschiebung des Kolbens 202
ist der effektive Strömungsquerschnitt der Ablaufleitung 82
allein durch den Kurzschlußweg 78, 72, 76 bestimmt und
die darin enthaltene Festblende, die durch den gesamten
Querschnitt der Kurzschlußabschnitte 72 gegeben ist.
Dies ist der Kurvenabschnitt a. Bei zunehmender
Verschiebung des Kolbens 202 nach rechts wird der effek
tive Strömungsquerschnitt des Kurzschlußwegs 78, 72, 76
immer kleiner. Dies ist der Kurvenabschnitt b. Zu
gleich steigt der effektive Strömungsquerschnitt durch
die Öffnung 224, die die Regelkante 220 überstreicht.
Dies ist der Kurvenabschnitt c.
Für den Ablaufquerschnitt aus der Leitung 82 ist
die Summe der Ordinatenwerte der Kurvenabschnitte b und c
maßgeblich. Diese Summe ist gegeben durch den Kurvenab
schnitt d. Erst wenn der Kurzschlußweg ganz gesperrt ist,
das ist der Kurvenabschnitt d, ist für den Ablaufquer
schnitt aus der Leitung 82 allein die Öffnung 224 in
Zusammenwirken mit der Regelkante 220 maßgeblich, das
ist der Kurvenabschnitt e.
Für das Verhalten bei Schubfahrt oder Bremsung sind die
Kurvenabschnitte a, d, e charakteristisch. Ersichtlich
ergibt sich ein glatter Übergang von der Vorwärtslaufstellung
bzw. Rückwärtslaufstellung des Doppelfahrbremsventils zur
Bremsstellung des Doppelfahrbremsventils.
In obiger Beschreibung ist fast immer der Öffnungsvorgang
des Doppelfahrbremsventils aus der Mittelstellung nach links oder
rechts geschildert. Dies ist beim Anfahren der Fall. Beim
Abbremsen ist zu betrachten, daß der Kolben aus seiner
rechten oder linken Offenstellung in seine Mittelstellung
geht.
Dies wird mit den außerordentlich einfachen Mitteln, die
oben beschrieben sind, erreicht.
Claims (5)
1. Doppelfahrbremsventil (20), das in einen Pumpkreislauf
zwischen ein Wegeventil (12) und einen Fluidmotor (10)
zu schalten ist und einen in einem Gehäuse (200)
verschiebbaren Ventilkolben (202) aufweist, der im
Ruhestand eine Bremstellung (B2) für den Fluidmotor
(12) einnimmt, in der es einen Kurzschlußkreislauf
(72, 74, 76, 78) durch den Fluidmotor (10) ermöglicht
und unter dem Druck eines ihm über das Wegeventil (12)
zugeführten Fluidstroms je nach der Richtung des Fluidstroms
aus seiner Bremsstellung (B2) in eine Vorwärtslauf-
oder Rückwärtslaufstellung (V2, R2) für den Fluidmotor
(10) verstellt wird, in der er den Pumpkreislauf
durch den Fluidmotor (10) öffnet, dadurch gekennzeichnet
daß der Ventilkolben (202) in Zusammenwirken mit dem
Gehäuse (200) einen Leitungsabschnitt (72, 74) des
Kurzschlußkreislaufs (72, 74, 76, 78) begrenzt, dessen
Durchlaßquerschnitt in der Bremsstellung (B2) des
Kolbens (202) durch Zusammenwirken des Leitungsabschnitts
(72, 74) mit im Gehäuse (200) ausgebildeten Kanälen
(76, 78) des Kurzschlußkreislaufs (72, 74, 76, 78)
maximal ist und bei Verschiebung des Ventilkolbens
(202) in die Vorwärtslaufstellung (V2) oder die Rückwärtslaufstellung
(R2) bis auf Null abnimmt und
daß der Ventilkolben (202) bei Verstellung
aus der Bremsstellung (B2) in die Vorwärtslauf-
oder Rückwärtslaufstellung (V2, R2) den Pumpkreislauf
(über 68 bzw. 70) zunehmend öffnet.
2. Doppelfahrbremsventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ventilkolben (202) beim Bremsen
auf einem Schließweg (e+c) über einen letzten Hubweg
(d+b+a) den effektiven Strömungsquerschnitt des vom
Fluidmotor (10) abfließenden Fluidstrom wenigstens
annähernd konstant hält.
3. Doppelfahrbremsventil nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, bei dem das Gehäuse (200) je zwei Anschlußräume
(42a, 44a, 42b, 44b) für das Wegeventil (12)
und den Fluidmotor (10) aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Leitungsabschnitt (72, 74) des Kurzschlußkreislaufs
(72, 74, 76, 78) durch wenigstens
eine Ausnehmung (72) im Umfang des Ventilkolbens (202)
begrenzt ist und daß in dem Gehäuse (200) von den
Anschlußräumen (42b, 44b) für den Fluidmotor
(10) ausgehende Kanäle (76, 78) vorgesehen sind,
die in der Bremsstellung (B2) des Ventilkolbens (202)
in der Ausnehmung (72) münden.
4. Doppelfahrbremsventil nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die wenigstens eine Ausnehmung (72)
in Axialrichtung des Ventilkolbens (202) langgestreckt
ist und daß die Mündungsflächen der Kanäle (76, 78)
die axialen Enden der Ausnehmung (72) in der Bremsstellung
(B2) des Ventilkolbens (202) schneiden.
5. Doppelfahrbremsventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß über den Umfang des Ventilkolbens (202)
verteilt mehrere Ausnehmungen (72) vorgesehen sind
und daß die Mündungsflächen durch den Ventilkolben
(202) umfassende Ringnuten (76c, 78c) in dem Gehäuse
(200) begrenzt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863606237 DE3606237C2 (de) | 1986-02-26 | 1986-02-26 | Doppelfahrbremsventil |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19863606237 DE3606237C2 (de) | 1986-02-26 | 1986-02-26 | Doppelfahrbremsventil |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3606237A1 DE3606237A1 (de) | 1987-08-27 |
| DE3606237C2 true DE3606237C2 (de) | 1994-01-13 |
Family
ID=6294989
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19863606237 Expired - Fee Related DE3606237C2 (de) | 1986-02-26 | 1986-02-26 | Doppelfahrbremsventil |
Country Status (1)
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: F16H 61/40 |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |