DE3541503C2 - Explosionsgeschützte Ladeeinrichtung - Google Patents
Explosionsgeschützte LadeeinrichtungInfo
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- H02J7/70—Circuit arrangements for charging or discharging batteries or for supplying loads from batteries characterised by the mechanical construction
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- H01M10/42—Methods or arrangements for servicing or maintenance of secondary cells or secondary half-cells
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- B60—VEHICLES IN GENERAL
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Description
Die Erfindung betrifft eine Ladeeinrichtung für elektro-
chemische Energiespeicher im Bergbau unter Tage gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Die Ladeeinrichtung wird in Grubenbauen, die durch Gruben
gas gefährdet sind, zum Laden von Batterien, die in Behäl
tern untergebracht sind, eingesetzt. Die Batterien bilden
die Stromversorgung z. B. für schienengebundene Gruben
lokomotiven und Einschienenhängebahnen, die von Batterie
katzen gezogen werden.
In Anbetracht der untertägigen Verhältnisse werden an
elektrische Geräte hinsichtlich des Schlagwetter- und
des Explosionsschutzes hohe Sicherheitsanforderungen ge
stellt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die im Stein
kohlenbergbau auftretenden aus Methangas gebildeten Schlag
wetter gerichtet.
Es gelingt in der Regel, elektrische Aggregate und ihre
Stromversorgung leistungsmäßig so auszulegen, daß keine
das Methangemisch zündende Funken entstehen können. Trotz
dem kommt es hin und wieder doch zu Situationen, in denen
eine hohe Methangaskonzentration nicht bemerkt wird und
das Gas durch andere als elektrische Zündquellen zur
Explosion gebracht wird. So wird beim Laden der Batterien
bisher nur darauf geachtet, daß diese nicht überladen
werden, indem die Ladespannung begrenzt wird. Wei
terhin werden nur einige wenige Batteriekenndaten ge
messen und angezeigt. Darüber hinaus werden jedoch keine
weiteren Maßnahmen zur Vermeidung einer Explosionsgefahr
und zur Aufrechterhaltung des Explosionsschutzes er
griffen. In den Zellengefäßen der Energiespeicher wie
Bleibatterien, ist ständig eine gefährliche und explo
sionsfähige Atmosphäre vorhanden. Zusätzlich können
beim Laden und Entladen der Batterie Wasserstoff und
Sauerstoff als Knallgas entstehen, die aus den Zellen
gefäßen in den Batteriebehälter entweichen. Für die
Aufrechterhaltung des Explosionsschutzes ist es daher
wichtig, sicherzustellen, daß die Wasserstoffkonzen
tration im Batteriebehälter einen zulässigen Wert nicht
überschreitet. Ferner muß die Methangaskonzentration in
der Umgebung der Ladeeinrichtung ständig überwacht werden.
N. Fiedler beschreibt in etz Bd. 100, Heft 23, 1979, S. 1322-1326
Maßnahmen zur Ladungssteuerung von Bleibatterien durch Überwachung
und Registrierung des Gasungseinsatzes. Die Probleme, die sich aus
dem Einsatz von Bleibatterien im Untertagebergbau ergeben, werden
nicht angesprochen. Ferner geht aus DE 32 41 879 A1 eine
Rekombinationsanordnung zur katalytischen Rekombination der
Ladegase eines Akkumulators hervor, gemäß der in einem Akkumulator
entstehender Wasserstoff mit vorhandenem oder extern angesaugtem
Sauerstoff katalytisch umgesetzt wird. Auch hier wird die beson
dere Problematik der Verwendung von Bleiakkumulatoren im Unterta
gebergbau nicht erwähnt.
Daher liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
Ladeeinrichtung der eingangs genannten Art so auszuge
stalten, daß unzulässige explosive Gaskonzentrationen
im Batteriebehälter und in der Nachbarschaft des Batte
riebehälters nicht auftreten bzw. bei deren Auftreten
zur Abschaltung der Ladeeinrichtung führen.
Die Erfindung löst diese Aufgabe mit Hilfe der Merkmale
des Anspruchs 1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Mit Druckluft wird das explosive Gasgemisch im Batterie
behälter auf eine nicht mehr explosionsfähige Konzen
tration verdünnt. Das ist eine Konzentration von
2 Volumen-%. Im Batteriebehälter sind dazu Meß
geräte angeordnet, die das Vorhandensein von Druckluft
überwachen und die Wasserstoffkonzentration messen. Die
Daten dieser Instrumente werden einer Ladesteuereinheit
übermittelt, die den Ladevorgang bei Druckluftausfall
und/oder Überschreiten der zulässigen Wasserstoffkon
zentration unterbricht. Weiterhin sind Meßgeräte vorgesehen,
die Kenndaten der Batterie wie Batteriestrom, Batte
riespannung, mehrere Zellenspannungen, mehrere Zellen
gruppenspannungen, entnommene Elektrizitätsmenge in
Amp´restunden, zugeführte Elektrizitätsmenge, Iso
lationswiderstand zwischen Pluspol und Batteriebehäl
ter, Temperatur in einer oder mehreren Zellen, gege
benenfalls Säuredichte in einer oder mehreren Zellen
und Elektrolytstand in einer oder mehreren Zellen mes
sen und die Daten ebenfalls an die Ladesteuereinheit
weitergeben.
Auf diese Weise ist es möglich, daß die Zellen nicht
überladen werden, wenig gasen, die Wasserstoffkonzen
tration von 2 Volumen-% im Batteriebehälter gar nicht
erst erreicht wird und Zellenausfälle frühzeitig erkannt
werden.
Die Verbindung zwischen Ladegerät und der Batterie wird
u. a. dann so lange unterbrochen, solange eine der fol
genden Bedingungen erfüllt sind:
- a) Es ist keine Druckluft vorhanden,
- b) die Wasserstoffkonzentration im Batteriebehälter ist zu hoch.
Das Sicherheitsniveau beim Laden der Batterie wird er
höht, indem ein unzulässiges Ansammeln von Brenngas
vermieden wird. Durch die Aufzeichnung der oben genann
ten Batteriekenndaten wird die Batterie ihrem jeweiligen
Zustand entsprechend optimal behandelt. Dadurch ist eine
Begrenzung der Ladespannung nicht notwendig. Weiterhin
wird so ein abweichendes, möglicherweise gefährliches
Verhalten einzelner Zellen frühzeitig erkannt.
Gemäß dem Merkmal des Anspruchs 2 befindet sich außer
im Batteriebehälter auch im Druckluftkanal ein Druck
aufnehmer für die Druckluft. Der Druckluftkanal hat einen
Druckluftanschluß an das Druckluftnetz, einen Filter
und einen Druckminderer. Der Filter reinigt die Druck
luft, während der Druckluftminderer den Druckluftstrom
so reduziert, daß dessen Geschwindigkeit im Luftkanal-
Behälter zur Vermeidung von z. B. elektrostatischer Auf
ladung stets kleiner als 5 m pro sec. ist. Der Luft
kanal ist in seinen Abmessungen dem jeweiligen Behäl
ter angepaßt und wird wahlweise an einer oder an zwei
Stellen angeordnet.
Anspruch 3 schlägt vor, außer im Batteriebehälter auch
in den Batteriezellen Meßwertaufnehmer für die Wasser
stoffkonzentration anzuordnen.
Da jeder Batteriebehälter über eine schlagwetterge
schützte Steckvorrichtung für die Batterie verfügt,
schlägt der Anspruch 4 vor, im Gehäuse der Steckvor
richtung die Ladesteuereinheit einzubauen. Sie ist
eine elektronische Schaltung, die den Ladevorgang
steuert und bei Bedarf neben den Batteriekenndaten,
den Druckluftwerten und den Wasserstoffkonzentrations
daten zusätzliche wichtige Informationen wie Tiefent
ladung und Anzahl der Tiefentladungen für das Wartungs
personal anzeigt. Hierzu verfügt die Ladesteuereinheit
über, einen Speicher, der die Batteriekenndaten und an
dere oben beschriebene Daten über mehrere Entladezyklen
speichert.
Nach dem Merkmal des Anspruchs 6 ist in der Umgebung
des Batteriebehälters ein Meßinstrument zum Messen
der Methankonzentration angeordnet, welches die Meß
werte der Ladesteuereinheit übermittelt. Steigt die
Methangaskonzentration auf z. B. 2 Volumen-% an, so
unterbricht die Ladesteuereinheit ebenfalls den Lade
vorgang.
Die Erfindung wird im folgenden anhand einer Zeichnung
dargestellt und näher erläutert.
In der Zeichnung ist ein explosionsgeschützter Batterie
behälter mit 1 bezeichnet. An einer Schmalseite des Be
hälters 1 ist eine Batteriesteckvorrichtung 2 angeord
net, in die schlagwettergeschützt eine Ladesteuerein
heit 3 eingebaut ist. An der rechten Breitseite des
Behälters 1 mündet ein Druckluftkanal 4. Seine Mündung
ist an der oberen Behälterkante angesetzt. Der Deckel
des Behälters 1 besteht aus versetzt zueinander ange
ordneten Blechen 6, 7, 8, die Schlitze zum Gasaustausch
freilassen. Der Luftkanal 4 verjüngt sich vom Behälter 1
weg und führt zum Druckluftanschluß des unter Tage vor
handenen Druckluftnetzes. In den Kanal 4 sind ein Druck
aufnehmer, ein Filter 10 und ein Druckminderer 11 einge
baut. Der Filter 10 reinigt die Druckluft, während der
Druckminderer 11 die Geschwindigkeit des Druckluft
stromes auf einen Wert < 5 m pro sec. reduziert, um
elektrostatische Aufladungen zu vermeiden. Der Druck
aufnehmer meldet der Ladesteuereinheit 3, ob im Kanal 4
Druckluft vorhanden ist. Im Batteriebehälter 1 sind
weitere Meßwertaufnehmer (nicht dargestellt), die einerseits
der Ladesteuereinheit 3 melden, ob im Behälter 1
Druckluft vorhanden ist und andererseits, wie hoch
die Wasserstoffkonzentration im Behälter 1 oder in
einzelnen Zellen der nicht dargestellten Batterie ist.
Außerhalb des Behälters 1 in der näheren oder weiteren
Umgebung ist ein Meßwertaufnehmer 12 angeordnet, der
die Methangaskonzentration in der Umgebung der Lade
einrichtung mißt und diese Werte an die Ladesteuer
einheit 3 weitergibt. Die Ladesteuereinheit ist einer
seits mit einem schlagwettergeschützten Ladegerät 13
und dem Meßwertaufnehmer 12 verbunden. Die Ladesteuer
einheit 3 verfügt zudem noch über einen Speicher, in dem
die der Ladesteuereinheit 3 von den Druckaufnehmer 9 und dem
Meßwertaufnehmer 12 übermittelten Daten über mehrere
Entladevorgänge hinweg gespeichert werden.
Das Ladegerät 13, welches von der Ladesteuereinheit 3
gesteuert wird, lädt die im Behälter 1 angeordnete
Batterie. Durch den Druckluftkanal 4 strömt Druckluft
aus dem Druckluftnetz unter Tage in den Batteriebehäl
ter ein. Die Druckluft verdünnt dabei die im Behälter 1
herrschende Brenngaskonzentration. Druckaufnehmer 9 im
Kanal 4 als auch im Behälter 1 signalisieren der Lade
steuereinheit 3, ob im Kanal 4 und im Behälter 1 Druck
luft vorhanden ist. Ist das nicht der Fall, unterbricht
die Ladesteuereinheit 3 den Ladevorgang. Der Ladevorgang
wird ebenfalls unterbrochen, wenn trotz allem im Behäl
ter 1 oder in den Zellen der Batterie Wasserstoffkon
zentrationen von mehr als 2 Volumen-% auftreten. Der
Meßwertaufnehmer 12 mißt in der Umgebung der Ladeein
richtung die Methangaskonzentration und übermittelt die
Meßwerte ebenfalls an die Ladesteuereinheit. Übersteigt
die Methangaskonzentration einen gerade noch ungefähr
lichen Wert (z. B. 2 Volumen-%), so unterbricht die
Ladesteuereinheit 3 ebenfalls den Ladevorgang. Der
Ladevorgang wird jedoch ebenfalls unterbrochen, wenn
die in der Zeichnung nicht dargestellten Meßwertaufneh
mer für spezielle Batteriekenndaten, abweichende bzw.
unzulässige Werte messen. Derartige Batteriekenndaten
können z. B. sein: Batteriestrom, Batteriespannung,
mehrere Zellenspannungen, mehrere Zellengruppenspan
nungen, entnommene Elektrizitätsmenge, zugeführte
Elektrizitätsmenge, Isolationswiderstand zwischen
Pluspol und Batteriebehälter, Temperatur in einer oder
mehreren Zellen, gegebenenfalls Säuredichte in einer
oder mehreren Zellen und Elektrolytstand in einer
oder mehreren Zellen. Zusätzlich ist bei der Lade
steuereinheit vorgesehen, daß sie zusätzliche wichtige
Informationen anzeigt, wie z. B. eine Tiefentladung. Da
die Ladesteuereinheit über einen Speicher verfügt, kön
nen Daten über mehrere Entladezyklen gespeichert werden.
Somit ist es auch möglich, daß die Anzahl der Tiefent
ladungen für das Wartungspersonal angezeigt werden
können. Die Ladeeinrichtung überwacht sich somit selbst,
so daß auf eine Begrenzung der Ladespannung verzichtet
werden kann.
Claims (6)
1. Ladeeinrichtung für elektrochemische Energie
speicher wie Batterien, insbesondere für
schienengebundene Lokomotiven und Einschienen
hängebahnen im Einsatz im Bergbau unter Tage,
bestehend aus einem Ladegerät und Meß- und
Anzeigeinstrumenten von Batteriekenndaten,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Energiespeicher in einem explosionsge
schützten Behälter (1) untergebracht ist, der
über zumindest einen Luftkanal (4) zur Zuführung
von Druckluft verfügt sowie über Meß
instrumente für die Überwachung des im Behälter (1) vorhandenen
Drucks der Druckluft und der Konzentration des von
dem Energiespeicher gebildeten Wasserstoffes,
und daß eine Ladesteuereinheit (3) vorgesehen
ist, die aus den gemessenen Kenndaten des Energie
speichers, den Druckwerten, der Druckluft und den die Konzentrationen explosiver Gase Sig
nale bildet, die das Ladegerät (13) steuern.
2. Ladeeinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
als Meßinstrument für den Druck der Druckluft
Druckaufnehmer (9) im Luftkanal (4) und im Behälter
(1) angeordnet sind.
3. Ladeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß in den einzelnen Energiespeicherzellen und/oder
im Raum über dem Energiespeicher Meßwertaufnehmer
für die Wasserstoffkonzentration angeordnet sind.
4. Ladeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Energiespeicherbehälter (1) über eine
schlagwettergeschützte Steckvorrichtung (2)
für den Energiespeicher verfügt, in deren Gehäuse
die Ladesteuereinheit (3) eingebaut ist.
5. Ladeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ladesteuereinheit (3) über einen Speicher
verfügt, der die der Ladesteuereinheit (3) zuge
führten Meßwerte über mehrere Entladezyklen
speichert.
6. Ladeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der Umgebung des Behälters (1) ein Meß
instrument (12) zum Messen der Methangaskonzen
tration angeordnet ist, welches die Meßwerte der
Ladesteuereinheit (3) übermittelt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3541503A DE3541503C2 (de) | 1985-11-23 | 1985-11-23 | Explosionsgeschützte Ladeeinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3541503A DE3541503C2 (de) | 1985-11-23 | 1985-11-23 | Explosionsgeschützte Ladeeinrichtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3541503A1 DE3541503A1 (de) | 1987-05-27 |
| DE3541503C2 true DE3541503C2 (de) | 1995-02-09 |
Family
ID=6286688
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3541503A Expired - Fee Related DE3541503C2 (de) | 1985-11-23 | 1985-11-23 | Explosionsgeschützte Ladeeinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3541503C2 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3907697C1 (en) * | 1989-03-10 | 1990-07-12 | Deta-Akkumulatorenwerk Gmbh, 3422 Bad Lauterberg, De | Drive battery |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3241879A1 (de) * | 1982-11-12 | 1984-05-17 | Varta Batterie Ag, 3000 Hannover | Rekombinator-fuehler zur regelung des volladezustandes von akkumulatoren |
-
1985
- 1985-11-23 DE DE3541503A patent/DE3541503C2/de not_active Expired - Fee Related
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3541503A1 (de) | 1987-05-27 |
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