DE353085C - Hallenbauart - Google Patents

Hallenbauart

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DE353085C
DE353085C DENDAT353085D DE353085DD DE353085C DE 353085 C DE353085 C DE 353085C DE NDAT353085 D DENDAT353085 D DE NDAT353085D DE 353085D D DE353085D D DE 353085DD DE 353085 C DE353085 C DE 353085C
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hall
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wind
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DENDAT353085D
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04BGENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
    • E04B1/00Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
    • E04B1/36Bearings or like supports allowing movement

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Buildings Adapted To Withstand Abnormal External Influences (AREA)

Description

  • Hallenbauart. Um den Winddruck auf die Außenständer eiserner Hallen gleichmäßig zu verteilen, ist schon vorgeschlagen worden, die wagerecht verschiebbar oder schwingbar gelagerten Dachbinder mit senkrechten Druckflächen zu versehen, die sich unter Zwischenschaltung von Beilagen gegen entsprechende Druckflächen der Ständer anlegen, so daß die Außenständer mit den Dachbindern nur auf Druck gekuppelt sind. Diese Übertragung eines Teiles des Winddruckes auf den voin Winde abgelegenen äußeren Ständer kann nun gemäß der Erfindung, ohne Beilagen oder sonstige den jeweilig herrschenden Verhältnissen Rechnung tragende besondere Teile verwenden zu müssen, auch dadurch erreicht werden, daß die Außenstänrler an ihrem Fuß oder ihre den Dachbinder tragenden oberen Teile auf den unteren so gelagert sind, <laß bei seitlicher Beanspruchung mit der Richtung dieser Beanspruchung wechselnd auf der einen Seite der Halle Einspannung, auf der anderen Gelenkwirkung vorhanden ist.
  • Diese Wirkung tritt z. B. ein, wenn die mit den Dachbindern gelenkig verbundenen Oberteile der Außenständer arn-Innenstiel gelenkig finit den Unterteilen verbunden sind und sich mit Druckflächen auf gleichartige Druckflächen am Außenstiel des Unterteiles stützen.
  • Die Verwendung von ausschaltbaren Gelenken, d. i. von Gelenken, die nur in gewissen Belasungsfällen als solche wirken, ist an sich bekannt; sie werden insbesondere bei Bogenträgern mit Kämpfergelenken angeordnet. Dabei erzeugen aber die Windlasten in den Kämpfergelenken wagerechte Auflagerkräfte, d. h. es beteiligt sich auch der windseitige Ständer an der Aufnahme des Windes. Im Gegensatz hierzu erzeugen bei der Hallenbauart nach der Erfindung lotrechte Lasten nur lotrechte Auflagerkräfte, während wagerechte oder schiefe Windkräfte nur in einem der beiden Auflager, und zwar in dein vom Winde abgewendeten wagerechte Auflagerkräfte erzeugen. Zufolge dieser Kräfteverteilung werden die Ständer stets unabhängig von der Windrichtung gleichmäßig beansprucht, während eine gleichmäßige Beanspruchung der Ständer bei der bekannten Bauart nur dann vorhanden wäre, wenn während der in Betracht kommenden Zeiträume der Winddruck auf die gegenüberliegenden Hallenwände gleichmäßig verteilt wäre, was bekanntlich nicht der Fall ist. Ein besonderer Vorteil der Bauart nach der Erfindung ist auch darin zu erblicken, daß sie auf inehrschiffige Hallen mit dem gleichen Erfolge anwendbar ist, wobei die günstige Übertragung des Winddruckes auf den letzten Ständer im Windschatten unter völliger Entlastung der Innenständer vom Winddruck mittels Gleitlagern erzielt wird.
  • Bei der in Abb. i schematisch dargestellten Ausführungsform einer zweischiffigen eisernen Halle sind die Außenständer zweiteilig; ihre oberen Teile a sind auf die unteren Teile i schwingbar aufgesetzt. Die Trennungsflächen der beiden Außenständerteile sind symmetrisch und geneigt angeordnet, und beide Ständerteile sind längs der Trennungsfuge mit Druckplatten 3 versehen. Das Gelenk 4., welches den Ständeroberteil mit dem Unterteil verbindet, ist am Innenstiel der Ständer angeordnet, mit zur Längsachse der Halle paralleler Drehachse. Bei dieser :?nordnung «erden zweckmäßig die Dachlinder 5 mit dein Oberteil 2 des Außenständers gelenkig verbunden, während die am Zwischenständer 6 ruhenden Dachbinderenden verschiebbar auf diesem Zwischenständer gelagert sind Lind-in irgendwelcher Weise miteinander gekuppelt sein oder einfach stumpf gestoßen sein können. Natürlich kann auch der Zwischenständer im ganzen oder auch nur sein oberer Teil um eine wagerechte Achse schwingbar angeordnet sein.
  • Der auf das Dach ausgeübte Winddruck wird bei dieser Anordnung auf den vom Wind abgelegenen Außenständer übertragen, indem dessen Druckplatten 3 sich aufeinanderpressen, während die Druckplatten des auf der Windseite befindlichen Ständers klaffen. Der Ständer im Windschatten wirkt daher wie ein ununterbrochener Ständer, der windseitig gelegene Ständer dagegen ist zerlegt in einen unteren fest eingespannten Ständer i, welcher den auf ihn entfallenden Winddruck in die Gründung überträgt, während der Oberteile den auf ihn entfallenden Winddruck unten durch das Gelenk auf den unteren Teil i und oben auf den Binder, und durch diesen auf den Ständer im Windschatten überträgt.
  • Eine weitere Ausführungsform der Erfindung zeigt Abb. 2. Hier wird die Übertragung des Winddruckes auf den vom Winde abgelegenen Außenständer durch nachgiebige Lagerung der Außenständer erzielt. Zu diesem Zweck sind die inneren Ankerschrauben 6 satt einbetoniert, während die äußeren Ankerschrauben 7 in lotrechten, rohrförmigen Ausnehmungen 9 der Gründung stecken.
  • Bei Winddruck erhalten die äußeren Anker 7 des windseitigen Ständers und die inneren Anker 6 des Ständers im Windschatten Zugspannungen. Die ersteren werden ihrer Zugbeanspruchung entsprechend gedehnt, die letzteren sind, an einer Längenänderung durch die sie umschließende Betonmasse verhindert.
  • Hierdurch erhält der windseitige Ständer eine größere Nachgiebigkeit als der Ständer im Windschatten und infolgedessen eine kleinere Belastung durch den Winddruck als hei der üblichen Ausführung, während anderseits ein größerer-Teil des Winddruckes auf den Ständer im Windschatten übertragen wird.
  • Um die Nachgiebigkeit des Außenständers noch zu erhöhen, kann die äußere Ankerschraube 7, wie in Abb. 3 veranschaulicht, eine größere Länge als sonst üblich erhalten, so daß dieser Schraubenbolzen 7, der an seinem oberen Ende an dem Außenständer befestigt ist, über die Gründung nach aufwärts ragt. Da die Ankerdehnung der Länge der Ankerschraube verhältnisgleich ist, wird hierdurch die Nachgiebigkeit des windseitigen Ständers erhöht und er in höherem Maße entlastet Die Dachbinder können bei dieser Bauart wie dargestellt auf den Ständer wagerecht verschiebbar mit senkrechten Druckflächen oder gelenkig gelagert sein.
  • Die gewünschte Nachgiebigkeit der Außenständer oder eines Teiles von ihnen kann schließlich auch, wie in Abb. q. dargestellt, dadurch erzielt werden, daß Teile des Innen= Stiels nur gegen Zug, aber nicht gegen Druck wirksam ausgestaltet werden. Zu diesem Zweck kann beispielsweise der oberste, in Abb. q. gestrichelt angedeutete Stab io des Innenstiels der Außenständer schlaff werden, so daß der obere Teil des windseitigen Ständers dem Winddruck nachgeben kann, während der Ständer im Windschatten zufolge Spannung des Gliedes io den Winddruck voll aufnehmen kann.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Hallenbauart, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenständer an ihrem Fuß oder ihre den Dachbinder tragenden oberen Teile auf den unteren so gelagert sind, daß bei seitlicher Beanspruchung mit der Richtung dieser Beanspruchung wechselnd auf der einen Seite der Halle Einspannung, auf der anderen Gelenkwirkung vorhanden ist.
  2. 2. Ausführungsform der Hallenbauart nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die mit den Dachbindern gelenkig verbundenen Oberteile (a) der Außenständer am Innenstiel gelenkig mit den Unterteilen verbünden sind und sich mit Druckflächen (3) auf gleichartige Druckflächen am Außenstiel des Unterteiles stützen.
  3. 3. Ausführungsform der Hallenbauart nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Ankerschrauben (7) der Außenständer mit seitlichem Spielraum in röhrenförmigen Ausnehmungen der Gründung angeordnet sind, während die inneren Ankerschrauben (6) in der Gründung satt eingeschlossen sind. q..
  4. Hallenbauart nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Ankerschrauben um ein der Dehnung entsprechendes Maß über die Gründung nach aufwärts verlängert, die Ständer oberhalb ihres unteren Endes erfassen.
  5. 5. Hallenbauart nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenstiel der Außenständer einen nur zu--, nicht aber druckfesten Stab besitzt.
DENDAT353085D Hallenbauart Expired DE353085C (de)

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DE353085C true DE353085C (de) 1922-05-13

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