DE3528811A1 - Induktiver wegaufnehmer - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen induktiven Wegaufnehmer,
bestehend aus zwei koaxial nebeneinander angeordneten
Induktionsspulen gleicher Induktionsrichtung, in deren
Innerem ein Spulenkern aus magnetisierbarem Material in
Abhängigkeit von dem zu messenden Weg axial beweglich
gelagert ist.
Bei einem solchen Wegaufnehmer ragt der Spulenkern in
folge seiner Verstellung entsprechend dem zu messenden
Weg in unterschiedlichem Maß in das Innere der beiden
Induktionsspulen und verschiebt demzufolge das Poten
tial in den beiden Induktionsspulen. Demzufolge ent
steht in der Diagonalen einer elektrischen Meßbrücke,
in deren Zweigen je eine der Induktionsspulen liegt,
eine Differenzspannung, die als Maß für den zu messen
den Weg dient. Bei den Induktionsspulen verläuft jedoch
die Induktion nicht über die gesamte Spulenlänge li
near, sondern fällt an den Spulenenden ab. Dies hat
auch einen nichtlinearen Zusammenhang zwischen dem zu
messenden Weg und der daraus resultierenden Diffe
renzspannung in der Meßbrückendiagonalen, also einen
nichtlinearen Verlauf des Meßsignals zur Folge.
Gemäß der DE A1 29 19 359 wird eine Linearisierung
durch eine zusätzliche Kompensationsspule über der ge
samten Aufnehmerlänge angestrebt, die ein Magnetfeld
entgegengesetzter Polarität erzeugt. Um eine Lineari
sierung auf diese Weise zu erreichen, muß die Kompensa
tionsspule über die gesamte Länge in aufwendiger Weise
exakt bemessen sein. Außerdem erhöht sie den Raumbedarf
in radialer Richtung.
Eine andere Möglichkeit zur Linearisierungsverbesserung
ist, die entsprechenden Enden der Induktionsspulen mit
zur Kompensation des Linearitätsfehlers entsprechend
bemessenen Aufwicklungen zu versehen. Dies ist ferti
gungstechnisch ebenfalls aufwendig und erfordert zu
sätzlichen Raumbedarf in radialer Richtung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfache
und wirksame Maßnahme zur Linearisierung der eingangs
genannten Wegaufnehmer zu schaffen, die insbesondere
auch für die Serienfertigung geeignet ist. Diese Auf
gabe wird bei Wegaufnehmern der im Oberbegriff des
Patentanspruches 1 angegebenen Gattung durch die im
kennzeichnenden Anspruchsteil angegebenen Merkmale ge
löst.
Durch die Erfindung wird mit geringem Aufwand und ohne
zusätzlichen Raumbedarf in radialer Richtung eine Line
arisierung des Meßsignals des Wegaufnehmers erreicht.
Darüberhinaus ist es möglich, bei Serienherstellung
größere Toleranzen bezüglich der Permeabilität der
Spulenkerne zuzulassen, da bei einem Spulenkern grö
ßerer Permeabilität in den Induktionsspulen eine grö-
ßere Spannung auftritt, welche der größeren Permea
bilität und dem sich daraus ergebenden Kennwert ent
gegenwirkt. Ebenso können bei den Kernlängen größere
Toleranzen zugelassen werden. Ein zusätzlicher Raumbe
darf in radialer Richtung besteht nicht; der Raumbedarf
zwischen den beiden Induktionsspulen ist praktisch ver
nachlässigbar.
Besonders gering ist der Platzbedarf zwischen den bei
den Induktionsspulen, wenn man gemäß weiterem Erfin
dungsgedanken die Kompensationsspule als Doppelspule
mit Paralleldrahtwicklung ausführt. Dies hat den Vor
teil, daß man durch Einfügen je einer Spule der Doppel
spule in einen der beiden Meßbrückenzweige das Gleich
gewicht der Meßbrücke wahrt, was aber bei einfacher
Kompensationsspule und deren Einfügen in nur einen der
Meßbrückenzweige auch durch einen entsprechend bemes
senen Ausgleichswiderstand im anderen Meßbrückenzweig
bewirkt werden kann.
In den Abbildungen ist ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung dargestellt. Alle nicht zum Verständnis der
Erfindung notwendigen Teile sind in der schematischen
Darstellung weggelassen. Es zeigen
Fig. 1 einen Längsschnitt durch den Wegaufnehmer,
Fig. 2 das elektrische Schaltbild des Wegauf
nehmers
Im Innern von zwei koaxial nebeneinander angeordneten
Induktionsspulen 1, 2 ist längs der Spulenachse 3 be
weglich ein Spulenkern 4 aus magnetisierbarem Material
gelagert, der über ein Verbindungsglied 5 mit einem
nicht dargestellten Bauteil verbindbar ist, dessen Weg
gemessen werden soll. Wird dieses Bauteil um eine ge
wisse Strecke verstellt, so wird die Verstellbewegung
über das Verbindungsglied 5 auf den Spulenkern 4 über
tragen und damit der Spulenkern 4 um einen ent
sprechenden Weg innerhalb der Induktionsspulen 1,2
längs der Spulenachse 3 verschoben. In den Induktions
spulen 1, 2 mit gleicher Induktionsrichtung wird da
durch eine Potentialänderung verursacht, die in einer
elektrischen Meßbrücke, in deren Zweigen je eine der
Induktionsspulen 1 bzw. 2 liegt, eine Spannungsdiffe
renz bewirkt, die als Maß für den Verstellweg des Spu
lenkerns und damit des Bauteils heranziehbar ist. In
soweit sind Aufbau und Wirkungsweise bekannt.
Erfindungsgemäß ist zwischen den beiden Induktions
spulen 1, 2 - ebenfalls koaxial - eine Kompensa
tionsspule 6 angeordnet und so bemessen, daß die Rich
tung ihres Magnetfeldes gleich der Richtung der Magnet
felder der Induktionsspulen 1, 2 ist und im mittleren
Bereich des Aufnehmers das Magnetfeld der Induktions
spulen in solchem Maße verstärkt wird, daß dadurch der
Abfall der Induktion an den einander zugewandten und
entgegengesetzt polarisierten Enden der Induktions
spulen kompensiert wird. Die Länge des Spulenkerns 4
und dessen Bewegungsbereich sind dabei so bemessen, daß
der Spulenkern 4 in jeder seiner Stellungen durch die
Kompensationsspule 6 hindurch in einen Teil jeder der
Induktionsspulen 1, 2 hineinragt.
Gemäß Fig. 2 sind in bekannter Weise die beiden Induk
tionsspulen 1, 2 zu einer Halbbrücke geschaltet und auf
dem Wegaufnehmer W angeordnet, während sich eine Ergän
zungshalbbrücke mit entsprechenden Widerständen in dem
für die Messung zu verwendenden Meßverstärker V be
findet. Gemäß der Erfindung ist die Kompensationsspule
als - vorzugsweise parallel gewickelte - Doppelspule
ausgebildet, von der je eine Spule 6 a bzw. 6 b in je
einen Zweig der Halbbrücke auf dem Wegaufnehmer W, je
weils zusammen mit einer der Induktionsspulen 1 bzw. 2
geschaltet ist. Die Ausbildung der Kompensationsspule 6
als Doppelspule hat den Vorteil, daß zufolge der Ein
fügung je einer der Teilspulen 6 a bzw. 6 b in je einen
Halbbrückenzweig das Brückengleichgewicht erhalten
bleibt, ohne daß es eines entsprechenden Ausgleichs
widerstandes bedarf. Man kann aber auch eine einteilige
Kompensationsspule verwenden und diese in den einen
Brückenzweig schalten, wobei zur Wahrung des Brücken
gleichgewichts im anderen Brückenzweig ein entspre
chender Ausgleichswiderstand vorzusehen ist.
Claims (2)
1. Induktiver Wegaufnehmer, bestehend aus zwei koaxial
nebeneinander angeordneten Induktionsspulen glei
cher Induktionsrichtung, in deren Innerem ein Spu
lenkern aus magnetisierbarem Material in Abhängig
keit von dem zu messenden Weg axial beweglich gela
gert ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den
beiden Induktionsspulen (1, 2) eine Kompensations
spule (6) so angeordnet und bemessen ist, daß ihr
Magnetfeld den Magnetfeldern der Induktionsspulen
(1, 2) gleich gerichtet ist und im mittleren Be
reich des Aufnehmers eine solche Verstärkung des
Magnetfeldes der Induktionsspulen (1, 2) bewirkt,
daß dadurch der Abfall der Induktion an den
einander zugewandten, entgegengesetzt polarisierten
Enden der Induktionsspulen (1, 2) kompensiert wird,
und daß die Länge des Spulenkerns (4) und dessen
Bewegungsbereich so bemessen sind, daß der Spulen
kern (4) in jeder seiner Stellungen durch die Kom
pensationsspule (6) hindurch in einen Teil jeder
der Induktionsspulen (1, 2) hineinragt.
2. Induktiver Wegaufnehmer nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kompensationsspule (6) als
Doppelspule, vorzugsweise mit einer Paralleldraht
wicklung, ausgebildet ist und je eine der beiden
Teilspulen (6 a, 6 b) der Doppelspule in Reihe mit
jeweils einer der beiden Induktionsspulen (1, 2)
in jeweils einen Zweig der elektrischen Meßbrücke
geschaltet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853528811 DE3528811A1 (de) | 1985-08-10 | 1985-08-10 | Induktiver wegaufnehmer |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853528811 DE3528811A1 (de) | 1985-08-10 | 1985-08-10 | Induktiver wegaufnehmer |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3528811A1 true DE3528811A1 (de) | 1987-03-12 |
| DE3528811C2 DE3528811C2 (de) | 1987-11-26 |
Family
ID=6278265
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853528811 Granted DE3528811A1 (de) | 1985-08-10 | 1985-08-10 | Induktiver wegaufnehmer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3528811A1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP0340317A1 (de) * | 1988-04-30 | 1989-11-08 | Hottinger Baldwin Messtechnik Gmbh | Induktiver Wegaufnehmer |
| DE3900086A1 (de) * | 1989-01-03 | 1990-07-05 | Norbert Kolb | Verstelleinrichtung mit sensor fuer ein arbeitsgeraet, insbesondere drehpflug |
| DE4031931A1 (de) * | 1990-10-06 | 1992-04-09 | Perthen Feinpruef Gmbh | Induktiver laengenmesstaster |
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| EP0366227B1 (de) * | 1988-10-27 | 1994-09-28 | Macome Corporation | Verschiebungsmessapparat |
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-
1985
- 1985-08-10 DE DE19853528811 patent/DE3528811A1/de active Granted
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3528811C2 (de) | 1987-11-26 |
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