DE3520134C2 - Stülpfilter-Zentrifuge - Google Patents
Stülpfilter-ZentrifugeInfo
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- B04B3/00—Centrifuges with rotary bowls in which solid particles or bodies become separated by centrifugal force and simultaneous sifting or filtering
- B04B3/02—Centrifuges with rotary bowls in which solid particles or bodies become separated by centrifugal force and simultaneous sifting or filtering discharging solid particles from the bowl by means coaxial with the bowl axis and moving to and fro, i.e. push-type centrifuges
- B04B3/025—Centrifuges with rotary bowls in which solid particles or bodies become separated by centrifugal force and simultaneous sifting or filtering discharging solid particles from the bowl by means coaxial with the bowl axis and moving to and fro, i.e. push-type centrifuges with a reversible filtering device
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Description
Die Erfindung betrifft eine Stülpfilter-Zentrifuge mit
einer drehbar gelagerten Schleudertrommel, mit einem
Trommeldeckel zum Verschließen einer offenen Stirnseite
der Schleudertrommel, mit einem unter Freilassung eines
Abstandes starr mit dem Trommeldeckel verbundenen Boden
stück, mit einem einerseits am Rand der offenen Trom
melstirnseite und andererseits am Bodenstück befestig
ten, schlauchförmigen Filtertuch, mit einer koaxial zur
Schleudertrommel gleitend geführten, an ihrem einen Ende
das Bodenstück und den Trommeldeckel tragenden Ver
schiebewelle zum Öffnen und Schließen der Schleuder
trommel und zum damit einhergehenden Umstülpen des Fil
tertuchs, mit einem in einem Druckmittelzylinder ver
schieblichen, doppeltwirkenden Kolben am anderen Ende
der Verschiebewelle und mit ersten und zweiten Druck
mittelkanälen zum wahlweisen Beaufschlagen der einen
oder der anderen Kolbenseite mit Druckmittel zum Öffnen
bzw. Schließen der Schleudertrommel, wobei jeweils der
andere dieser Druckmittelkanäle als Druckmittelrückfluß
leitung dient.
Bekannte Zentrifugen dieser Art (DE 27 09 894 A1) wer
den bei Drehzahlen von 2000 U/min oder mehr
betrieben. Beim Öffnen der Schleudertrommel und dem
damit einhergehenden Umstülpen des Filtertuchs wird
der am Filtertuch haftende Filterkuchen ungleichmäßig
abgeschleudert, so daß es vorübergehend zu erheblichen
Unwuchten im Bereich der geöffneten Schleudertrommel
kommen kann. Es ist daher wichtig, die Schleudertrom
mel erst dann zu öffnen, wenn ihre Drehzahl auf einen
niederen Wert abgesenkt ist, der beispielsweise bei
etwa einem Viertel der maximalen Betriebsdrehzahl
liegen kann. Es ist bekannt, in das Steuerprogramm
solcher Zentrifugen eine Drehzahlüberwachung einzu
bauen und hierdurch zu verhindern, daß die Schleuder
trommel bei unzulässig hoher Drehzahl geöffnet wird.
Da derartige Programmsteuerungen jedoch bisweilen ver
sagen und bei Programmänderungen die Drehzahlsteuerung
verlorengehen kann, ist bei den bekannten programmge
steuerten Stülpfilter-Zentrifugen nicht immer zu verhindern,
daß die Schleudertrommel bei zu hoher Drehzahl geöffnet
wird, was wegen der dann auftretenden Unwuchten infolge
ungleichmäßigen Kuchenabwurfs zu Verbiegungen der die
Trommel tragenden Welle und letzten Endes zu einer
Störung der Zentrifuge führen kann.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine gattungsgemäße Stülp
filter-Zentrifuge so zu verbessern, daß sie unabhängig
von einer zugeordneten Programmsteuerung bei unzuläs
sig hohen Drehzahlen nicht geöffnet werden kann.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst,
- A. daß in dem beim Öffnen der Schleudertrommel als Druckmittel-Rückflußleitung dienenden, zweiten Druckmittelkanal ein steuerbares Rückschlagventil vorgesehen ist, welches normalerweise geschlossen ist und den Druckmittelrückfluß in diesem Kanal sperrt;
- B. daß zur Öffnung des Rückschlagventils ein Steuer kolben über eine Steuerleitung mit dem beim Öffnen der Schleudertrommel als Druckmittelzuführleitung dienenden, ersten Druckmittelkanal verbunden ist;
- C. daß die Steuerleitung und damit die Druckmittelzu fuhr zum Steuerkolben durch einen Steuerschieber absperrbar ist, und
- D. daß der Steuerschieber von einem zusammen mit der Schleudertrommel rotierenden Fliehkraftregler so gesteuert ist, daß der Steuerschieber die Steuer leitung nur beim Unterschreiten einer bestimmten Drehzahl der Schleudertrommel freigibt und damit die Öffnung der Schleudertrommel auslöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind
in den Unteransprüchen angegeben.
Ein Aus
führungsbeispiel der Erfindung ist in der
Zeichnung
dargestellt und wird nachstehend näher erläutert. Es
zeigt
Fig. 1 eine schematische Schnittansicht einer
Stülpfilter-Zentrifuge in der Arbeits
phase des Zentrifugierens;
Fig. 2 schematisch die Zentrifuge aus Fig. 1
in der Arbeitsphase des Feststoffaus
trages;
Fig. 3 eine vergrößerte Einzelansicht im
Bereich des strichpunktierten Kreises A
in Fig. 1;
Fig. 4 eine weiterhin vergrößerte Einzel
ansicht in dem genannten Bereich und
Fig. 5 die Ansicht gemäß Fig. 4 in einer an
deren Arbeitsphase.
Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Stülpfilter-Zentrifuge
umfaßt ein Gehäuse 1, in dem auf einem stationären
Maschinengestell 2 eine Hohlwelle 3 in Wälzlagern 4, 5
drehbar gelagert ist. An das in Fig. 1 und 2 rechts ge
legene, über das Lager 5 hinausragende Ende der Hohl
welle 3 ist mitrotierend ein Druckmittelzylinder 6,
z. B. ein Hydraulikzylinder abgedichtet ange
flanscht. Mit dem Zylinder 6 ist ein Antriebsrad 7
fest verbunden, über welches der Zylinder 6 und die
Hohlwelle 3 in bekannter Weise, z. B. mittels eines
Keilriemens von einem Elektromotor gemeinsam in raschen
Umlauf versetzbar sind. Die zwischen den Lagern 4, 5
starr durchgehende Hohlwelle 3 weist eine in Fig. 1 und
2 sichtbare, axial gerichtete Keilnut 8 auf, in welcher
ein Keilstück 9 verschieblich ist. Dieses Keilstück 9
ist starr mit einer in der Hohlwelle 3 verschiebbaren
Verschiebewelle 12 verbunden, die daher gemeinsam mit der Hohl
welle 3 umläuft, jedoch in dieser axial verschieblich
ist. Die Wellen 3 und 12 verlaufen in einem auch der
Halterung der Lager 4, 5 dienenden, buchsenförmigen
Gehäuse 13, das auf dem Maschinengestell 2 abgestützt
ist und dessen Inneres durch eine von einem lösbaren
Deckel 14 dicht verschlossene Öffnung 15 zugänglich ist.
An dem in Fig. 1 und 2 links gelegenen, über das Lager 4
hinausragenden Ende der Hohlwelle 3 ist drehfest eine
topfförmige Schleudertrommel 16 mit geschlossener Stirn
wand 17 drehfest angeflanscht. An ihrer zylindrischen
Seitenwand weist die Trommel 16 radial durchgehende
Öffnungen 18 auf. An ihrer der geschlossenen Stirnwand
17 gegenüberliegenden Stirnseite ist die Trommel 16
offen. An dem diese offene Stirnseite umgebenden Öff
nungsrand 19 ist - vgl. Fig. 2 - mittels eines Ring
flansches 21 der eine Rand eines im wesentlichen zylind
risch-schlauchförmig ausgebildeten Filtertuches 22
dicht eingespannt. Der andere Rand des Filtertuches 22
ist in entsprechender Weise dicht mit einem Bodenstück
23 verbunden, das starr mit der Verschiebewelle
12 verbunden ist. Am Bodenstück 23 ist über Steh
bolzen 24 unter Freilassung eines Abstandes starr ein
Trommeldeckel 25 befestigt, der in Fig. 1 den Schleu
derraum der Trommel 16 durch Auflage an deren Öffnungs
rand 19 dicht verschließt und in Fig. 2 gemeinsam mit dem
Bodenstück 23 durch axiales Herausschieben der Welle
12 aus der Hohlwelle 3 von der Trommel 16 abgehoben
ist. An der in Fig. 1 und 2 links gelegenen Vorder
seite der Filterzentrifuge ist ein Füllrohr 26 starr
angeordnet, welches zum Zuführen einer in ihre Feststoff-
und Flüssigkeitsbestandteile zu zerlegenden Suspension
in den Schleuderraum der Trommel 16 dient (Fig. 1) und
in den in Fig. 2 dargestellten Betriebszustand der
Zentrifuge in eine Bohrung 27 der verschiebbaren Welle
12 eindringt.
Wie aus Fig. 3, die das rechte Ende einer bekannten
Filterzentrifuge gemäß Kreis A der Fig. 1 zeigt, hervor
geht, ist auf einem mit dem Druckmittelzylinder 6 fest
verbundenen und zusammen mit diesem umlaufenden Ver
schlußstück 28 mittels Lagern 29, 31 ein Maschinenteil
32 drehbar gelagert, das bei sich drehendem Verschluß
stück 28 in Ruhe verharrt. Über Anschlußstutzen 71, 72
kann ein Druckmittel, z. B. Hydraulikflüssigkeit, zu-
und abgeführt werden. Das Druckmittel dient der Hin-
und Herbewegung der verschiebbaren Welle 12, deren hin
teres Teil als Kolbenstangen 33 in den Druckmittel
zylinder 6 eindringt und dort mit einem doppeltwirken
den Kolben 34 verschraubt ist. Über fernsteuerbare
Ventile wird
das Druckmittel einmal über einen Ringkanal 35 und eine
Bohrung des ersten Druckmittelkanals
36 auf die eine Seite des Kolbens 34 geleitet,
so daß der Kolben 34 über die Kolbenstange 33 und die ver
schiebbare Welle 12 das Bodenstück 23 in die in Fig. 2
gezeichnete Offenstellung der Schleudertrommel 16 ver
schiebt. Das auf der anderen Seite des Kolbens 34 be
findliche Druckmittel strömt dabei über einen in der
Wand des Zylinders 6 ausgebildeten Kanal 37, über die Bohrung
38, über den zweiten Druckmittelkanal
39 und über einen Ringkanal 41 ab. Bei entsprechender
Umsteuerung der Ventile gelangt unter Druck stehendes
Druckmittel über den Kanal 37 auf die andere Seite des
Kolbens 34 und drückt diesen in die in Fig. 1 und 3
gezeichnete Lage, wodurch die Betriebsstellung der
Zentrifuge gemäß Fig. 1 erreicht wird. Dabei strömt
das Druckmittel von der in Fig. 3 rechts gelegenen
Kolbenseite frei über die Bohrung
des ersten Druckmittelkanals
36 und den Ringkanal
35 ab.
Im Betrieb nimmt die Filterzentrifuge zunächst die in
Fig. 1 gezeichnete Stellung ein. Die Verschiebewelle 12
ist in der Hohlwelle 3 und im Druckmittelzylinder 6 zu
rückgezogen, wodurch das mit dieser Welle 12 verbundene
Bodenstück 23 in der Nähe der geschlossenen Stirnwand
17 der Schleudertrommel 16 liegt und das Filtertuch 22
derart in die Trommel 16 eingestülpt ist, daß es sich an
die Innenseite der zylindrischen Wand der Trommel 16 an
legt. Der Trommeldeckel 25 hat sich dabei dicht auf
den Öffnungsrand 19 der Schleudertrommel 16 aufgelegt.
Bei rasch rotierender Schleudertrommel 16, beispielsweise
bei einer Drehzahl von 2000 U/min, wird über das Füll
rohr 26 zu filtrierende Suspension eingeführt. Die
flüssigen Bestandteile der Suspension treten in Rich
tung der Pfeile 64 durch die Öffnungen der Schleuder
trommel 16 hindurch und werden von einer Abschirmung 65
in eine Abführleitung 66 geleitet. Die Feststoffteil
chen der Suspension werden als festhaftender Filter
kuchen vom Filtertuch 22 aufgehalten.
Bei langsam rotierender Schleudertrommel 16 (beispiels
weise bei 500 U/min) wird nun nach Durchführung der Filtra
tion gemäß Fig. 2 die Welle 12 (nach links) vorge
schoben, wodurch sich das Filtertuch 22 nach außen
stülpt, so daß die an ihm haftenden Feststoffteilchen
nach auswärts in Richtung der Pfeile 67 in das Zentri
fugengehäuse abgeschleudert werden. Von da aus kann
der Filterkuchen leicht abbefördert werden. Nach been
deter Abschleuderung der Feststoffteilchen wird die
Filterzentrifuge durch Zurückschieben des Kolbens 34
wieder in die Betriebsstellung gemäß Fig. 1 gebracht.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Konstruktion des Ver
schlußstücks 28 ist es möglich, die Schleudertrommel
durch entsprechende Druckmitteleinleitung über den
ersten Druckmittelkanal 36 auch dann zu öffnen, wenn die Schleudertrom
mel 16 rasch, beispielsweise mit 2000 U/min rotiert. Dadurch
die hierdurch aufgrund ungleichmäßigen Filterkuchen-
Abwurfs entstehenden Unwuchten die Zentrifuge leicht
zerstört werden könnte, sind Mittel
vorgesehen, die automatisch und insbesondere unab
hängig von einer eine Drehzahlüberwachung einschließenden
Programmsteuerung verhindern, daß die Schleu
dertrommel 16 oberhalb einer vorbestimmten Drehzahl ge
öffnet werden kann. Dies wird anhand von Fig. 4 und 5
näher erläutert.
Der erwähnte erste Druckmittelkanal 36 verzweigt sich über
eine Leitung 81 kleineren Querschnitts in eine Steuer
leitung 82, die einen Einsatz 83 des Verschlußstücks
28 quer oder radial durchsetzt. Die Steuerleitung 82
mündet in eine parallel zur Drehachse 84 des Ver
schlußstücks 28 verlaufende Sackbohrung 85, die an dem
(in Fig. 4 und 5 links gelegenen) Ende des Einsatzes
83 ausmündet. Die Steuerleitung 82 durchquert weiter
hin eine Bohrung 86, in welcher ein von einer Feder 87
belasteter Steuerschieber 88 gleitverschieblich geführt
ist. In der Stellung gemäß Fig. 4 verschließt der
Steuerschieber 88 die Steuerleitung 82, in Fig. 5 gibt
der Steuerschieber 88 die Steuerleitung 82 frei, so
daß Druckmittel aus dem Druckmittelkanal 36 durch die
Bohrung 85 fließen kann.
An dem freien (in Fig. 4 und 5 rechts gelegenen) Ende
des Steuerschiebers 88 greift ein Winkelhebel 89 an,
der bei 91 drehbar im Einsatz 83 gelagert ist. Der
Winkelhebel 89 greift mit seinem kürzeren Hebelarm
an der freien Stirnseite des Steuerschiebers 88 an.
Der längere Arm des Winkelhebels 89 dient als Flieh
kraftmasse.
In das Verschlußstück 28 ist ein weiterer Einsatz 92
eingesetzt, der einen von einer Feder 93 belasteten,
axial verschieblichen Steuerkolben 94 enthält. In dem eben
falls bereits erwähnten zweiten Druckmittelkanal 39 ist ein
von einer Feder 95 belastetes Rückschlagventil 96 in
Form einer Kugel angeordnet. In Fig. 5 ist dieses Rück
schlagventil 96 geöffnet, in Fig. 4 geschlossen.
Vom Kolben 94 steht eine Betätigungsstange 97 ab, die bei der in
Fig. 4 gezeichneten Stellung von der Kugel des Rück
schlagventils 96 abgehoben ist. In Fig. 5 ist der
Kolben 94 durchs das unter Druck stehende Druckmittel
aus dem Kanal 36 nach links verschoben und hält
die Kugel des Rückschlagventils 96 in Offenstellung,
so daß das Druckmittel durch den als Rückflußleitung
dienenden Druckmittelkanal 39 frei abströmen kann,
solange sich der Kolben 34 (Fig. 3) mit seiner Kolben
stange 33 zwecks Öffnung der Schleudertrommel 16 nach links
verschiebt.
Insgesamt wirkt die in Fig. 4 und 5 dargestellte Sicher
heitsvorrichtung in folgender Weise: Bei hoher Drehzahl
nimmt der als Fliehkraftregler wirkende Winkelhebel 89
die in Fig. 4 gezeigte Stellung ein, in welcher der
kurze Hebelarm den Steuerschieber 88 gegen die Wir
kung der Feder 87 in eine Stellung verschiebt, in der
die Steuerleitung 82 gesperrt ist. Wenn somit Druck
mittel zur Öffnung der Schleudertrommel über den An
schlußstutzen 71 in den Druckmittelkanal 36 eingespeist wird,
kann wegen des geschlossenen Rückschlagventils 96 das
der gegenüberliegenden Kolbenseite zugeordnete Druck
mittel aus dem Kanal 39 nicht abfließen. Es ist daher
bei der in Fig. 4 gezeichneten Stellung des Flieh
kraftreglers nicht möglich, die Schleudertrommel 16 zu
öffnen.
Erst wenn die Drehzahl abgesenkt ist und der Winkel
hebel 89 die in Fig. 5 dargestellte Position einnimmt,
kann die Feder 87 den Steuerschieber 88 in eine Lage
verschieben, in welcher Leitung 82 und Bohrung 85 Druck
mittel aus dem Kanal 36 empfangen. Dieses Druckmittel
verschiebt den Steuerkolben 94 nach links und verdrängt
somit das Rückschlagventil 96 in seine Offenstellung,
so daß nunmehr Druckmittel durch den als Rückfluß
leitung dienenden Kanal 33 über den Anschlußstutzen 72 ab
fließen kann.
Alles in allem ist somit in einfacher und zuverlässiger
Weise durch den beschriebenen Fliehkraftregler sicher
gestellt, daß die Schleudertrommel 16 nur unterhalb einer
bestimmten Trommeldrehzahl geöffnet werden kann. Umge
kehrt kann die Schleudertrommel jederzeit wieder ge
schlossen werden, indem man Druckmittel über den An
schlußstutzen 72, das jetzt wirkungslose Rückschlagventil 96
und den Druckmittelkanal 39 der in Fig. 2 links lie
genden Seite des Kolbens 34 zuführt, wobei das Druck
mittel von der anderen Kolbenseite über den jetzt als
Rückflußleitung dienenden Druckmittelkanal 36 und den
Anschlußstutzen 71 unbehindert abströmen kann.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel verläuft der
erste Druckmittelkanal 36, der der Druckmittelzufuhr
beim Öffnen der Schleudertrommel 16 dient, im Abstand
von der Drehachse 84 des Verschlußstücks 28 (und der
Schleudertrommel 16), jedoch parallel zu dieser Achse.
Der zweite Druckmittelkanal 39, der beim Öffnen der
Schleudertrommel 16 dem Rückfluß des Druckmittels
dient, ist koaxial zur Drehachse 84 des Verschlußstücks
28 und der Schleudertrommel 16 angeordnet. Auch das
Rückschlagventil 96 und der Steuerkolben 94 mit seiner
Betätigungsstange 97 sowie die den Steuerschieber 88
führende Bohrung 86 liegen koaxial zur Drehachse 84.
Claims (8)
1. Stülpfilter-Zentrifuge mit einer drehbar gelagerten
Schleudertrommel, mit einem Trommeldeckel zum Ver
schließen einer offenen Stirnseite der Schleuder
trommel, mit einem unter Freilassung eines Abstan
des starr mit dem Trommeldeckel verbundenen Bodenstück,
mit einem einerseits am Rand der offenen
Trommelstirnseite und andererseits am Bodenstück
befestigten, schlauchförmigen Filtertuch, mit
einer koaxial zur Schleudertrommel gleitend geführ
ten, an ihrem einen Ende das Bodenstück und den
Trommeldeckel tragenden Verschiebewelle zum Öffnen
und Schließen der Schleudertrommel und zum damit
einhergehenden Umstülpen des Filtertuchs, mit
einem in einem Druckmittelzylinder verschieblichen,
doppeltwirkenden Kolben am anderen Ende der Ver
schiebewelle und mit ersten und zweiten Druckmittel
kanälen zum wahlweisen Beaufschlagen der einen oder der
anderen Kolbenseite mit Druckmittel zum Öffnen bzw.
Schließen der Schleudertrommel, wobei jeweils der
andere dieser Druckmittelkanäle als Druckmittel
rückflußleitung dient,
dadurch gekennzeichnet,
- A. daß in dem beim Öffnen der Schleudertrommel (16) als Druckmittel-Rückflußleitung dienenden, zwei ten Druckmittelkanal (39) ein steuerbares Rück schlagventil (96) vorgesehen ist, welches nor malerweise geschlossen ist und den Druckmittel rückfluß in diesem Kanal (39) sperrt;
- B. daß zur Öffnung des Rückschlagventils (96) ein Steuerkolben (94) über eine Steuerleitung (82) mit dem beim Öffnen der Schleudertrommel (16) als Druckmittelzuführleitung dienenden, ersten Druck mittelkanal (36) verbunden ist;
- C. daß die Steuerleitung (82) und damit die Druck mittelzufuhr zum Steuerkolben (94) durch einen Steuerschieber (88) absperrbar ist, und
- D. daß der Steuerschieber (88) von einem zusammen mit der Schleudertrommel (16) rotierenden Flieh kraftregler (Winkelhebel 89) so gesteuert ist, daß der Steuer schieber (88) die Steuerleitung (82) nur beim Unter schreiten einer bestimmten Drehzahl der Schleu dertrommel (16) freigibt und damit die Öffnung der Schleudertrommel (16) auslöst.
2. Zentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der zweite Druckmittelkanal (39) koaxial zur
Drehachse (84) der Schleudertrommel (16) in einem
Verschlußstück (28) des mit der Schleudertrommel
(16) rotierenden Druckmittelzylinders (6) angeordnet
ist.
3. Zentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Rückschlagventil (96) von einer Feder (95)
in Schließstellung gehalten und von einer mit dem
Steuerkolben (94) verbundenen Betätigungsstange (97)
in Offenstellung überführbar ist.
4. Zentrifuge nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuerkolben (94) von einer Feder (93) be
lastet ist.
5. Zentrifuge nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerleitung (82) quer im Verschlußstück
(28) verläuft und von einer den Steuerschieber (88)
führenden Bohrung (86) geschnitten ist, die parallel
zur Drehachse (84) des Verschlußstücks (28) verläuft.
6. Zentrifuge nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die den Steuerschieber (88) führende Bohrung (86)
koaxial zur Drehachse (84) des Verschlußstücks (28)
verläuft.
7. Zentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuerschieber (88) von einer Feder (87) be
lastet ist.
8. Zentrifuge nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Fliehkraftregler einen im mitrotierenden
Verschlußstück (28) drehbar gelagerten, zweiarmigen
Winkelhebel (89) umfaßt, dessen einer Arm als Flieh
kraftmasse dient und dessen anderer Arm axial auf
den federbelasteten Steuerschieber (88) einwirkt.
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1985
- 1985-06-05 DE DE19853520134 patent/DE3520134C2/de not_active Expired - Fee Related
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |