DE3519862C2 - Übertragungsverfahren und Ein-/Ausgabe-Modul für ein Ein-/Ausgabesystem eines programmierbaren Prozeßsteuergeräts - Google Patents
Übertragungsverfahren und Ein-/Ausgabe-Modul für ein Ein-/Ausgabesystem eines programmierbaren ProzeßsteuergerätsInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Übertragungsverfahren und
ein Ein-/Ausgabe-Modul für ein Ein-/Ausgabe-System zur
Verwendung bei programmierbaren Prozeßsteuergeräten, sowie
damit ausgerüstete Geräte, nach den Ansprüchen 1, 9 und 23.
Die Prozeßsteuerung mit einem programmierbaren Prozeßsteuer
gerät (Controller) beinhaltet das Erfassen von Eingangssignalen
aus verschiedenen Prozeßfühlern und das Abgeben von Ausgangs
signalen an gesteuerte Elemente des Prozesses. Der Prozeß wird
daher in Abhängigkeit von einem gespeicherten Programm und von
Prozeßzuständen gesteuert, die durch die Fühler berichtet
werden. Zahlreiche und verschiedene Prozesse unterliegen
selbstverständlich einer solchen Steuerung, und der sequen
tielle Betrieb von industriellen Prozessen, Förderanlagen sowie
chemischen, Erdöl- und metallurgischen Prozessen kann bei
spielsweise vorteilhafterweise durch programmierbare Controller
gesteuert werden.
Programmierbare Controller sind eine relativ junge Entwicklung.
Ein bekannter programmierbarer Controller enthält eine
Zentraleinheit (CPU), die, grob gesagt, aus einem Daten
prozessor zum Ausführen des gespeicherten Programms, einer
Speichereinheit ausreichender Größe zum Speichern des Pro
gramms und der sich auf den Status der Eingänge und Ausgänge
beziehenden Daten und einer oder mehreren Stromversorgungen
aufgebaut ist. Darüber hinaus bildet ein Ein-/Ausgabe(E/A)-Sy
stem die Schnittstelle zwischen der Zentraleinheit und
den Eingabevorrichtungen sowie den gesteuerten Elementen
des Prozesses, der gesteuert wird.
Ein-/Ausgabe-Systeme sind seit dem Aufkommen von program
mierbaren Controllern relativ unverändert geblieben und be
dürfen am dringendsten einer Verbesserung. Es sind zwar eini
ge Fortschritte bei E/A-Systemen gemacht worden, die Ver
besserungen bewegen sich aber im allgemeinen auf denselben
Linien, denen in der Vergangenheit gefolgt worden ist. Bei
spielsweise beschreibt die US-PS 4 293 924 ein E/A-System,
bei dem die Dichte der Schnittstelle vergrößert wird. Eine
weitere Möglichkeit, die in der US-PS 4 247 882 beschrieben
ist, besteht darin, sich auf die Verbesserung der Unter
bringung des Ein-/Ausgabe-Systems zu konzentrieren. Mit der
fortschreitenden Komplexität der Prozesse, die gesteuert
werden müssen, und mit einem Bedarf an einem größeren Aus
tausch von Information zwischen dem Prozeß und der Zen
traleinheit sind jedoch andere Verbesserungsmöglichkeiten
der E/A-Probleme notwendig geworden.
Th. Flik und H. Liebig beschreiben in dem Buch 16-Bit-
Mikroprozessorsysteme, Springer-Verlag Berlin/Heidelberg/New
York, 1982, Seiten 166-168, eine asynchrone serielle
Datenübetragung mit verschiedenen Datenformaten, die je
nach Vereinbarung 5 bis 8 Datenbits, Paritätsbits und
Start- und Stoppbits aufweisen können. Zur Unterscheidung
zwischen Steuer- und Nutzinformation und um eine eindeutige
Übertragung zu garantieren werden sogenannte Übertragungs
protokolle aufgestellt.
US-PS 4 123 796 beschreibt ein Datenübertragungsprotokoll
zur asynchronen Datenübertragung zwischen einem steuernden
Element und einem gesteuerten Element, das ein Steuerbit
innerhalb eines Impulsrahmens enthält.
Herkömmliche E/A-Systeme bestehen aus einer Anzahl von
einzelnen E/A-Punkten, von denen jeder dazu bestimmt ist,
entweder das Signal aus einer Eingabevorrichtung (z. B. einem
Grenzschalter, einem Druckschalter, usw.) zu empfangen oder
ein Steuersignal an eine Ausgabevorrichtung (z. B. einen
Elektromagnet, einen Motoranlasser, usw.) abzugeben, je
nach dem, wie die Schaltungsanordnung für den besonderen
E/A-Punkt aufgebaut ist. Das heißt, ein E/A-Punkt ist zweck
bestimmt entweder ein Eingabepunkt oder ein Ausgabepunkt
und kann nicht ohne weiteres von einem in den anderen Ver
wendungszweck umgewandelt werden.
Ein Problem bei den bekannten E/A-Systemen (insbesondere
dann, wenn diese bei einem komplexen Prozeß benutzt werden)
sind die hohen Installationskosten. E/A-Moduln oder -Schal
tungskarten werden typisch in Kartengestellen oder -käfigen
untergebracht. Zur Steuerung eines umfangreichen oder komple
xen Prozesses muß eine große Anzahl von E/A-Punkten in jedem
Gestell oder Käfig vorgesehen werden. Das bringt notwendi
gerweise große Verdrahtungskosten mit sich (sowohl für die
Arbeit als auch für die Materialien), da Drähte von sämt
lichen Ein- und Ausgabe-Vorrichtungen in das E/A-Gestell
gebracht werden müssen.
Weitere Probleme ergeben sich dann aus der Verwendung eines
großen E/A-Gestells, weil es häufig schwierig ist, sämtliche
Drähte in das Gestell zu führen, um die Anschlüsse herzu
stellen. Obgleich es bekannt ist, wenigstens einen Teil
eines E/A-Systems in einem Gehäuse oder Gestell entfernt
von der CPU vorzusehen (um zu versuchen, die E/A näher zu
dem Prozeß zu bringen, der gesteuert wird), sind diese Proble
me noch nicht beseitigt, da es eine Konzentration von Ein-/Aus
gabe-Verdrahtung an einem einzelnen (obgleich entfernten)
Ort gibt. Weitere Komplikationen ergeben sich bei der Wär
meableitung in einem konzentrierten E/A-System, und aus
diesem Grund ist es häufig notwendig, ein E/A-System mit
weniger als seiner optimalen Nennleistung zu betreiben.
Ein weiteres Problem bei gegenwärtigen E/A-Systemen ist,
daß bei ihnen die Diagnose und Fehlersuche schwierig sind,
und zwar ungeachtet dessen, ob die Störungen in dem program
mierbaren Controller selbst oder in dem gesteuerten Prozeß
auftreten. Die Erfahrung hat gezeigt, daß die meisten On-
Line-Ausfälle, die bei einem Controller auftreten, in dem
E/A-System auftreten. Der CPU-Teil ist nun äußerst verfei
nert, denn er hat in großem Maße von den Fortschritten pro
fitiert, die beispielsweise in der Mikroprozessortechnolo
gie und in der Datenverarbeitung gemacht worden sind. Wenn
ein elektrischer Ausfall auftritt, ist jedoch eine frühe
Erkennung und Diagnose der genauen Art des Problems häufig
kritisch. Es ist natürlich erwünscht, ein ausgefallenes
Teil durch eine frühzeitige Warnung statt erst dann zu er
kennen, nachdem ein gewisser Teil des Prozesses außer Kon
trolle ist.
Bei den bekannten E/A-Systemen ist das frühe Erkennen von
Ausfällen schwierig, und selbst dann, wenn ein Ausfall gemeldet
wird, kann es sein, daß sein Ort und seine Art nicht ohne
weiteres zu erkennen sind. In vielen Fällen ist es sogar
schwierig, Controller-E/A-Ausfälle von ausgefallenen Ele
menten (z. B. Motoren, Druckknöpfen, usw.) in dem Prozeß zu
trennen. Diagnosemerkmale, insbesondere für das Controller-
E/A-System, fehlen einfach. Verbesserungen bei der Diagnose
und bei der Verhinderung von E/A-System-Ausfällen werden des
halb eifrig gesucht.
Das Problem der Diagnose von Ausfällen wird manchmal er
schwert, weil jeder E/A-Punkt gewöhnlich durch eine Siche
rung geschützt ist. Die Sicherung schützt zwar den besonde
ren E/A-Modul vor Überstrom, häufig vergrößert sie jedoch
das Problem. Beispielsweise kann ein bloßer transienter
Strom die Sicherung zum Durchbrennen bringen, wodurch der
E/A-Punkt vollständig außer Betrieb gesetzt wird, bis der
ausgefallene Punkt lokalisiert und die Sicherung ausge
tauscht werden kann.
Etwas verwandt damit ist das Problem des Austauschens von
Diagnose- und Steuerinformation zwischen einem steuernden Teil
und einem gesteuerten Teil eines E/A-Systems. Es kann bei
spielsweise vorkommen, daß nichtzentrale E/A-Moduln benutzt
werden, um ein E/A-System aufzubauen. In einem solchen Fall ist
es erwünscht, einfache, zuverlässige Einrichtungen und Ver
fahren zum Austauschen von solcher Information zur Verfügung zu
haben.
Noch ein weiterer Nachteil von herkömmlichen E/A-Systemen ist,
daß (wie oben erwähnt) jeder E/A-Punkt strikt als ein Ein
gabepunkt oder als ein Ausgabepunkt arbeitet. Derselbe Punkt
kann nicht ohne weiteres von dem einen Verwendungszweck in den
anderen umgewandelt werden. Der Benutzer eines programmierbaren
Controllers ist deshalb gezwungen, Eingabe- und Ausgabe-
Funktionen separat zu wählen, und zwar auf der Basis einer
Anfangsschätzung des Bedarfes. Es gibt einen entschiedenen
Mangel an Flexibilität hinsichtlich eines unvorhergesehenen
zukünftigen Bedarfs. Da die E/A-Punkte typisch in Gruppen
verfügbar sind (z. B. sechs oder acht Punkte pro Schaltungs
karte), gibt es außerdem häufig eine große Anzahl von
unbenutzten E/A-Punkten in einem Steuersystem.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Übertragungsverfahren, ein
Ein-/Ausgabe-Modul und ein programmierbares Prozeßsteuergerät
der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß jeder E/A-Punkt
wahlweise entweder als ein Eingabepunkt oder als ein
Ausgabepunkt arbeiten kann.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale gemäß den
Ansprüchen 1, 9 bzw. 23 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteran
sprüchen beansprucht.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen
insbesondere darin, daß ein aus dem Steuersignal abgeleiteter
Taktimpuls direkt zum Übertragen eines Statussignals in
umgekehrter Richtung verwendet wird, um jeden E/A-Punkt
entweder als Eingabe- oder als Ausgabepunkt arbeiten zu lassen.
Weiterhin ist in vorteilhafter Weise jeder E/A-Punkt gegen
Überstrom- und Überspannungszustände selbstgeschützt, ohne daß
Sicherungen oder Leistungsschalter benutzt werden, und für
jeden E/A-Punkt kann kontinuierlich und automatisch eine
Ausfalldiagnose sowohl innerhalb des E/A-Systems als auch
innerhalb des gesteuerten Prozesses gemacht und erkannte
Ausfälle identifiziert und automatisch gemeldet werden. Ein
erfindungsgemäß ausgerüstetes E/A-System kann einfach und
wirtschaftlich verdrahtet und genutzt werden und einzelne E/A-Punk
te können in nicht zentralen Gruppen oder Moduln in
unmittelbarer Nähe des Prozesses oder eines besonderen Teils
des zu steuernden Prozesses angeordnet werden. Ferner kann das
erfindungsgemäß ausgerüstete E/A-System Einrichtungen zur
Überwachung, Steuerung und Fehlersuche jedes E/A-Punktes
unabhängig von der herkömmlichen Zentraleinheit aufweisen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden un
ter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher beschrieben. Es
zeigen:
Fig. 1 ein vereinfachtes Blockschaltbild eines
programmierbaren Prozeßsteuergerätes,
welches ein intelligentes Ein-/Ausgabe
(E/A)-System nach der Erfindung enthält,
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung einer
möglichen physikalischen Ausführungs
form für einen einzelnen E/A-Modul und
einen Handmonitor, die beide für die
Verwendung in dem E/A-System nach Fig. 1
vorgesehen sind,
Fig. 3 ein Blockschaltbild, das ausführlicher
einen der E/A-Moduln nach Fig. 1 ver
anschaulicht,
Fig. 4 ein vereinfachtes Blockschaltbild eines
Übertragungsabschnitts und eines Steuer- und
Abfühlabschnitts für einen E/A-Punkt
des in Fig. 3 gezeigten Typs,
Fig. 5 und 6 Wellenformen, welche die Beziehung
zwischen gewissen Signalen veranschau
lichen, welche für die Schaltungsanord
nung nach Fig. 4 relevant sind,
Fig. 7A, 7B und 7C Schaltbilder, welche verschiedene Ein-/Aus
gabe-Schaltkreise veranschaulichen,
die bei der E/A-Schaltung nach Fig. 4
verwendbar sind, wobei Fig. 7A eine
Gleichstromquellenschaltung, Fig. 7B
eine Gleichstromsenkenschaltung und Fig. 7C
eine Wechselstromschaltung zeigt,
Fig. 8 ein Schaltbild, welches ausführlich
einen Steuer- und Abfühlabschnitt für
den E/A-Punkt nach Fig. 4 zeigt,
Fig. 9A, 9B und 9C Schaltbilder, welche ausführlich einen
Übertragungsabschnitt für den E/A-Punkt
nach Fig. 4 veranschaulichen,
und
Fig. 10 eine Wahrheitstabelle, die Diagnose- und
Statusdaten zu einem 4-Bit-codier
ten Signal in Beziehung setzt, um die
Verknüpfungslogik in einem Statusco
dierer für den Übertragungsabschnitt
nach Fig. 4 zu schaffen.
Das programmierbare Prozeßsteuergerät (Controller) nach Fig. 1 enthält eine
Zentraleinheit (CPU) 20, einen Ein-/Ausgabe (E/A)-Controller
22, mehrere Ein-/Ausgabe-Moduln 24-26 und eine Datenübertra
gungsverbindung 28, welche jeden E/A-Modul 24-26 mit dem E/A-Con
troller 22 verbindet. Diese Schaltungskomponenten, mit
Ausnahme der CPU 20, bilden insgesamt das Ein-/Ausgabe-
System des Prozeßsteuergerätes. Die CPU 20 hat im wesentlichen einen
herkömmlichen Aufbau und kann einen oder mehrere Mikropro
zessoren zur Datenhandhabung und Steuerung sowie einen Spei
cher enthalten zur Speicherung von Betriebsprogrammen, von
Ein-/Ausgabe-Daten und von anderen berechneten, Interims- oder
permanenten Daten für die Verwendung bei der Ausführung
des gespeicherten Programms und für die Implementierung der
Steuerung. Darüber hinaus sind weitere herkömmliche Elemente,
wie beispielsweise Stromversorgungen, soweit notwendig vor
gesehen, um die CPU 20 voll funktionstüchtig zu machen. Der
E/A-Controller 22 besorgt die Steuerung von Information,
welche zwischen den verschiedenen E/A-Moduln 24-26 und der
CPU 20 ausgetauscht wird.
Jeder E/A-Modul 24-26 kann separat angeordnet werden, ent
fernt von der CPU 20 und dem E/A-Controller 22 und in unmittel
barer Nähe des Prozesses, der gesteuert wird. Es sind zwar
nur drei E/A-Moduln in Fig. 1 gezeigt, es ist jedoch klar,
daß die tatsächliche Zahl beträchtlich größer sein kann.
Beispielsweise können sechzehn separate E/A-Moduln ohne
weiteres in dem im folgenden beschriebenen System enthalten
sein. Jeder E/A-Modul ist von dem anderen unabhängig, und
jeder kann dafür bestimmt sein, einen Prozeß zu steuern,
der von dem getrennt ist, welcher durch sämtliche anderen
E/A-Moduln gesteuert wird.
In Fig. 1 ist beispielshalber der N-te E/A-Modul 26 zum
Steuern eines verallgemeinerten Prozesses 30 dargestellt.
Die Eingangs- und Ausgangssignale, welche dem Prozeß 30 zu
geordnet sind, werden durch Leiter 32 transportiert, welche
zwischen dem Prozeß 30 und dem E/A-Modul 26 verlaufen. Der
Prozeß 30 kann selbstverständlich praktisch jede Form haben.
In jedem Fall beinhaltet er jedoch verschiedene Fühler,
Schalter, usw. (hier nicht im einzelnen gezeigt) zum Abfüh
len des Status des Prozesses 30. Die In
formation aus dem Prozeß wird in Form von Eingangssignalen
an den E/A-Modul 26 abgegeben. Der Prozeß 30 beinhaltet
außerdem gesteuerte Elemente (z. B. Pumpen, Motoren, usw.
- ebenfalls nicht dargestellt), welche die Ausgangssignale
aus dem E/A-Modul 26 empfangen und dadurch die Steuerung
des Prozesses 30 bewirken. Auf ähnliche Weise sind die ande
ren E/A-Moduln 24, 25 jeweils mit Eingabe- und Ausgabevor
richtungen und -Anordnungen verbunden, welche dem Prozeß
zugeordnet sind.
Die Datenübertragungsverbindung 28 ist vorzugsweise eine
serielle Verbindung, obgleich eine parallele Übertragung
von Signalen zwischen der CPU 20 und den E/A-Moduln 24-26
ohne weiteres vorgesehen werden kann. In jedem Fall sind
die E/A-Moduln 24-26 für die Kommunikation mit der CPU 20
mit der Übertragungsverbindung 28 verbunden. Die Übertra
gungsverbindung 28 kann ein verdrilltes Leiterpaar, ein
Koaxialkabel oder ein Lichtleiterkabel aufweisen, die
alle in Abhängigkeit von Überlegungen hinsichtlich der Ko
sten und der Verfügbarkeit akzeptabel sind.
In Fig. 1 veranschaulicht der E/A-Modul 24 in Blockschalt
bildform den allgemeinen elektronischen Gesamtaufbau jedes
E/A-Moduls.
Es ist ein Mikrocontroller 36 vorgesehen, der einen Schnitt
stellenport zum Austauschen von Information mit der CPU 20
hat und einen zugeordneten Speicher (nicht dargestellt) zur
Implementierung eines gespeicherten Betriebsprogramms ent
hält, gemäß welchem die verschiedenen Elemente der E/A-Moduln
gesteuert und bezüglich auftretenden Fehlern diagnostiziert
werden; mehrere einzelne E/A-Punkte (oder "E/A-Schaltungen")
37-39, von denen jeder wahlweise entweder als Eingabepunkt
oder als Ausgabepunkt betrieben werden kann und einzeln
über Leiter direkt mit Eingabe- oder Ausgabelementen des
gesteuerten Prozesses in Verbindung steht; und einen Leiter
bus 40 zum Verbinden der E/A-Punkte 37-39 mit dem Mikro
controller 36. Die Anzahl der E/A-Punkte 37-39 in jedem einzelnen
E/A-Modul 24-26 hängt von praktischen Überlegungen
ab, wie beispielsweise der Wärmeableitung und den Beschrän
kungen des Mikrocontrollers 36. Beispielsweise hat es sich
jedoch als ziemlich praktisch und zweckmäßig erwiesen, sech
zehn E/A-Punkte pro E/A-Modul vorzusehen.
Zum Überprüfen der Unversehrtheit und der Funktionstüchtig
keit der Eingabe- und Ausgabekomponenten sowie zur Wartung
und Fehlersuche ist eine im folgenden als Monitor bezeichne
te Überwachungsvorrichtung 42 vorgesehen. Der Monitor 42
ist vorzugsweise so groß bemessen, daß er in der Hand gehal
ten werden kann, so daß er leicht und bequem von einem E/A-Mo
dul zum anderen bewegt werden kann. Er ist für den An
schluß an jeden E/A-Modul durch ein Kabel vorgesehen, das
einen Verbinder aufweist, welcher mit einem weiteren Ver
binder zusammenpaßt, der an dem E/A-Modul befestigt ist.
Das Kabel und die zusammenpassenden Verbinder sind in Fig. 1
schematisch veranschaulicht, welche den Monitor 42 über
ein Schnittstellentor des Mikrocontrollers 36 an den E/A-Mo
dul 24 angeschlossen zeigt.
Wenn der Handmonitor 42 an einen E/A-Modul angeschlossen
ist, gestattet er, die E/A-Punkte dieses Moduls zu überwa
chen und zu steuern, und liefert eine Anzeige der Diagnose
information, die zu,dem Modul gehört. Vorteilhafterweise
erfüllt der Handmonitor 42 diese Funktionen unabhängig von
der Zentraleinheit 20 und sogar auch dann, wenn die CPU 20
nicht vorhanden ist. Der Monitor 42 hat beispielsweise die Funktion,
daß Ausgangspunkte ein- und ausgeschaltet werden und der Status
der Eingangspunkte abgelesen wird. Falls ein Fehler
aufgetreten ist, kann der Monitor 42 außerdem eine Anzeige
über die Art und den Ort des Fehlers liefern. Der Handmoni
tor 42 weist eine Datenanzeigetafel 44 auf, die alphanume
rische Zeichen anzeigt, und einen Satz Tastschalter 46,
welche zur Adreßprogrammierung und zum Betätigen
der E/A-Moduln 24-26 dienen.
Fig. 2 zeigt bevorzugte körperliche Ausführungsformen für
einen Handmonitor und einen einzelnen E/A-Modul. Der darge
stellte E/A-Modul 51 hat im wesentlichen die Form eines An
schlußblockes, der eine Reihe von Leiterklemmen 53 zum Her
stellen der Verbindung mit den Leitern aufweist, welche die
Verbindung mit den Ein- und Ausgabevorrichtungen des ge
steuerten Prozesses herstellen. Die Klemmen 53 können als
Schraubverbindungen ausgeführt sein, bei denen die Schrau
ben gegen einen Verbindungsdraht oder eine Anschlußöse ange
zogen werden. Jede E/A-Schaltung ist einer entsprechenden
Anschlußverbindung zugeordnet. Darüber hinaus sind Anschlüs
se zugeordnet zum Anschließen einer äußeren Stromquelle
(Wechsel- oder Gleichstromquelle) und zum Herstellen der
Verbindungen mit der Datenübertragungsverbindung, die in
Fig. 1 gezeigt ist. Optische Anzeiger sind in Form von
Leuchtdioden (LEDs) 55 vorgesehen, um den Status jedes E/A-Punk
tes anzuzeigen. Weitere Leuchtdioden 57 und 58 zeigen
den Betriebsstatus des Moduls 51 an. Beispielsweise zeigt
die Leuchtdiode 57 an, daß ein Fehlerzustand vorhanden ist
(entweder innerhalb oder außerhalb des Moduls), und die
Leuchtdiode 58 zeigt normale Betriebsbedingungen an. Eine
Buchse 59 ist an dem Modul 51 vorgesehen, in die ein Kabel
stecker 60 paßt, welcher über ein Kabel 61 die Verbindung
mit einem Handmonitor 49 herstellt.
Der dargestellte Handmonitor 49 ist, wie oben und in Verbin
dung mit Fig. 1 beschrieben, in der Lage, den E/A-Modul zu
überprüfen, mit welchem er verbunden ist. Das heißt, der
Handmonitor 49 gestattet, einen E/A-Modul zu betreiben und
sorgfältig zu prüfen, selbst wenn dieser nicht mit einer Zen
traleinheit, wie sie in Fig. 1 gezeigt ist, verbunden ist.
Das Blockschaltbild in Fig. 3 zeigt ausführlicher einen E/A-Modul
80 (im wesentlichen derselbe wie irgendeiner der Moduln
24-26 in Fig. 1). Der E/A-Modul 80 hat eine Gruppe von acht
gesonderten E/A-Punkten 81-88, von denen jeder Steuer- und Status
informationssignale mit dem Mikrocontroller 90
austauscht. Elektrischer Strom, entweder Wechselstrom oder
Gleichstrom, wird an Klemmen H′ und N zugeführt. Die Strom
quelle, die mit den Klemmen H′ und N verbunden ist, liefert
Strom sowohl an eine interne Gleichstromversorgung 94 als
auch an externe Ausgangsbelastungen (z. B. gesteuerte Elemente),
die durch das programmierbare Prozeßsteuergerät gesteuert werden,
von welchem der Modul 80 ein Teil ist. Die Stromversorgung
94 ist einfach die Gleichstromversorgung für sämtliche Ele
mente, die in dem E/A-Modul 80 enthalten sind und für ihren
Betrieb Gleichstrom benötigen.
Jeder E/A-Punkt 81-88 ist mit dem Mikrocontroller 90 durch
ein Leiterpaar 95-102 verbunden. Ein Leiter jedes Leiter
paares, der als D-Leitung bezeichnet ist, transportiert
Steuerdaten zu dem zugeordneten E/A-Punkt; der andere Lei
ter, der als M-Leitung bezeichnet ist, transportiert Sta
tus- und Diagnoseinformation von dem E/A-Punkt zu dem Mi
krocontroller 90. Jeder E/A-Punkt 81-88 ist außerdem so an
geschlossen, daß er eine Gleichspannung (z. B. 15 Volt) von
der Stromversorgung 94 empfängt, und jeder E/A-Punkt ist mit
den Stromquellenklemmen H′ und N verbunden. Wenn die externe
Stromquelle, die mit den Klemmen H′ und N verbunden ist, ein
115- oder 230-Volt-Wechselstromnetz ist, bezeichnen die
Klemmen H′ und N lediglich die "heiße" Seite (Phase) bzw.
die Nullseite des Netzes. Wenn jedoch die externe Strom
quelle eine Gleichstromquelle ist, kann die Klemme H′ die
positive Seite der Quelle und die Klemme N die negative Sei
te der Quelle sein. Darüber hinaus hat jeder E/A-Modul 81-88
eine EIN/AUS-Klemme, die eine doppelte Funktion hat. Wenn
der E/A-Punkt als ein Ausgabepunkt betrieben werden soll,
ist die EIN/AUS-Klemme für diesen Punkt mit dem gesteuerten
Element (oder der Last) in dem Prozeß verbunden, dem dieser
Punkt zu Steuerung zugeordnet ist. Andererseits, wenn der
E/A-Punkt als ein Eingang betrieben werden soll, empfängt
die EIN/AUS-Leitung für diesen Punkt das Eingangssignal aus
der Eingabevorrichtung. Dieselbe EIN/AUS-Leitung dient da
her zwei Funktionen, und zwar in Abhängigkeit von dem Kom
mando aus dem Mikrocontroller 90 und dem zweiten (oder Re
ferenz-)Anschluß der Eingabe-oder Ausgabevorrichtung. Als
Beispiel ist der E/A-Punkt 82 als ein Ausgangspunkt arbei
tend gezeigt, der den Strom zu einer Lastvorrichtung 89
ein- oder ausschaltet. Die Last 89 ist zwischen die EIN/AUS-Lei
tung des E/A-Punkts 82 und die N-Leitung an der Strom
quelle geschaltet. Dagegen ist der E/A-Punkt 84 als ein
Eingangspunkt arbeitend gezeigt, wobei eine Eingangsschalt
vorrichtung 91 zwischen die EIN/AUS-Leitung und die H′-Lei
tung der Stromquelle geschaltet ist. Jeder E/A-Punkt 81-88
kann in der Ausgabebetriebsart entweder als eine Gleich
stromquelle, als eine Gleichstromsenke oder als eine
Wechselstromquelle betrieben werden, was zum Teil von der
internen Schaltungsanordnung des E/A-Punktes abhängig ist.
Dieser Aspekt der Schaltungsanordnung ist weiter unten aus
führlicher erläutert.
Die Information, die dem Mikrocontroller 90 von jedem E/A-Punkt
81-88 über die M-Leitungsverbindung geliefert wird,
enthält Daten, welche den Status des Laststroms (hoch oder
niedrig), die Größe der von diesem E/A-Punkt aufgenommenen
Leistung, den Temperaturzustand des E/A-Punktes, den Status
irgendeiner Eingabevorrichtung melden, und noch weitere In
formation, was alles im folgenden noch ausführlicher erläu
tert ist.
Die Steuerung jedes E/A-Punktes 81-88 wird schließlich durch
eine Zentraleinheit bestimmt, wie sie in Verbindung mit Fig. 1
angegeben worden ist. In Fig. 3 erfolgt die Kommunikation
mit einer solchen CPU über einen Schnittstellenport (vorzugs
weise ein serieller Port) des Mikrocontrollers 90 und über
eine Datenübertragungsverbindung 106 (in Fig. 1 die Daten
übertragungsverbindung 28). Andere E/A-Moduln, die im wesent
lichen dem Modul 80 nach Fig. 3 gleichen, können ebenfalls
mit der Datenübertragungsverbindung 106 verbunden sein. Der
Mikrocontroller 90 spricht zwar auf Kommandos der Zentral
einheit an, er sorgt jedoch auch für eine lokalisierte,
nichtzentrale Steuerung jedes E/A-Punktes innerhalb des E/A-Moduls
80. Der Mikrocontroller 90 ist eine Betriebssteuer
einheit und arbeitet gemäß einem gespeicherten Programm und
in Abhängigkeit von Kommandos aus der Zentraleinheit und
von Signalen, die er auf der Leitung M aus jedem E/A-Punkt
81-88 empfängt. Der Mikrocontroller 90 enthält außerdem,
obgleich es in Fig. 3 nicht im einzelnen gezeigt ist, Spei
cher zur Programmspeicherung und zur Speicherung von ande
ren Daten, die zur Ausführung des Programms und für die be
absichtigte Steuerung notwendig sind.
Das vereinfachte Blockschaltbild in Fig. 4 zeigt eine bevor
zugte Ausführungsform einer E/A-Schaltung, und zwar ohne die
Ausgangsschaltvorrichtung. Der E/A-Punkt enthält einen Über
tragungs- und Steuerabschnitt 111 und eine Ausgangs-Steuervor
richtung 113. Der Übertragungsabschnitt 111, der zuerst er
läutert wird, enthält einen Zeitgeber 117, ein Ausgangsdaten
filter 119, einen Ausgangsselektor 120, einen 2-Bit-Zähler 121,
ein Halte-letzten-Zustand-Flipflop 123, ein Vorgabe-Flipflop
124, einen Statuscodierer 125, ein Status-Flipflop 127 und
einen Datenselektor 129.
Der Übertragungs- und Steuerabschnitt 111 empfängt auf einer
Leitung D ein Signal SIG aus der Betriebssteuereinheit (z. B.
dem Mikrocontroller 90 nach Fig. 3) und einen Satz von Status- oder
Diagnosesignalen auf einem 6-Leiter-Bus 115. Der Übertra
gungsabschnitt 111 erzeugt ein EIN/AUS-Befehlssignal für die
Ausgangs-Steuervorrichtung (Steuer- und Abfühlabschnitt) 113
und sendet ein Statussignal (STATUS) auf einer Leitung M zu dem
Mikrocontroller 90. Das EIN/AUS-Befehlssignal steuert
schließlich eine Schaltvorrichtung (vorzugsweise ein IG-Tran
sistor oder IGT, der weiter unten erläutert ist), deren Be
tätigung davon abhängig ist, ob der E/A-Punkt als Eingang oder
als Ausgang dienen soll. Fig. 5 und 6 veranschaulichen die Be
ziehung zwischen gewissen Signalen, die am Betrieb des Übertra
gungsabschnitts 111 beteiligt sind und im Zusammenhang mit Fig. 4
erläutert werden.
Das Steuersignal SIG ist eine codierte Impulsfolge, die Ein/Aus-
Information, Halte-letzten-Zustand (HLS)-Information,
Vorgabezustand (DEF)-Information und Zeitsteuerinformation
enthält. Sie besteht aus einer Reihe von "Rahmen", von denen
jeder entweder zwei oder vier Impulse enthält, welchen das
Weglassen eines Impulses folgt, d. h. ein "fehlender Impuls".
Der "fehlende Impuls" dient zum Resynchronisieren des Betriebes
des Übertragungsabschnitts 111. Von den zwei oder vier Impulsen
hat jeder ein Tastverhältnis von entweder 25% oder 75%. Die
Zeit T zwischen
Impulsen innerhalb eines Rahmens ist fest und außerdem
gleich der Zeitdauer des "fehlenden Impulses". Das Steuer
signal SIG wird zuerst an den Zeitgeber 117 angelegt, und
seine ansteigende Flanke bewirkt, daß der Zeitgeber 117
rückgesetzt wird und seinen Zeitsteuerzyklus einleitet.
Der Zeitgeber 117 gibt daher eine ansteigende Flanke des
Taktsignals CLK ungefähr 0,5 T nach jeder ansteigenden Flan
ke des Steuersignals SIG ab. Das Taktsignal CLK wird zum
Takten des 2-Bit-Zählers 121, des Ausgangsdatenfilters 119
und der Flipflops 123 und 124 benutzt. Der Zeitgeber 117
gibt auch, sofern er nicht zuerst rückgesetzt wird, eine
ansteigende Flanke des Synchronisiersignals SYNC ungefähr
1,5T nach einer ansteigenden Flanke von SIG und eine ab
fallende Flanke des Signals eine beträchtlich längere
Zeit nach einer ansteigenden Flanke von SIG ab (z. B. 2,5T).
Normalerweise treten die ansteigenden Flanken von SIG in
Intervallen von T auf, so daß der Zeitgeber 117 rückgesetzt
wird, bevor die SYNC- oder -Übergänge auftreten können.
Bei dem Auftreten eines "fehlenden Impulses" (Synchronisier
intervall) tritt jedoch eine Zeit 2T zwischen den anstei
genden Flanken von SIG auf, was bewirkt, daß SYNC für unge
fähr 0,5T auf H (hohen Pegel) geht. Der Impuls SYNC setzt
den Übertragungsabschnitt 111 zurück und signalisiert so,
daß ein neuer Rahmen beginnt. Wenn eine Zeitspanne von mehr
als 2,5T zwischen ansteigenden Flanken von SIG auftritt,
geht auf L (niedrigen Pegel), was dem Übertragungsab
schnitt 111 signalisiert, daß ein Signalverlust aufgetreten
ist.
Die Ein/Aus-Information, die auf der Leitung D zu dem E/A-Punkt
geht, ist in den ersten beiden Impulsen jedes Rahmens
des Steuersignals enthalten. Ein Impuls mit einem Tastver
hältnis von 75% entspricht einer logischen "1" (einschal
ten), und ein Impuls mit einem Tastverhältnis von 25% ent
spricht einer logischen "0" (ausschalten). Wie deutlich
werden wird, bewirkt der Taktimpuls, der bei 0,5T nach der
ansteigenden Flanke eines SIG-Impulses auftritt, eine Abtastung
des SIG-Impulses zu dieser Zeit. Wenn ein Impuls mit 25%
Tastverhältnis (0,25T) gesendet worden ist, wird daher ein
niedriger Pegel (L-Zustand) oder "Null" bei 0,5T erzielt. Da
gegen wird, wenn ein Impuls mit einem Tastverhältnis von 75%
(0,75T) gesendet worden ist, ein hoher Pegel (H-Zustand) oder
eine "Eins" bei 0,5T erzielt. Die ersten beiden Impulse werden
außerdem redundant gesendet, d. h. die ersten beiden Impulse
müssen übereinstimmen (beide 1 oder beide 0), damit der Über
tragungsabschnitt 111 auf das Ein/Aus-Befehlssignal anspricht.
Für diese Zwecke wird das Steuersignal SIG an das Ausgangs
datenfilter 119 angelegt, welches die ersten beiden Impulse des
Steuersignals effektiv abtastet und vergleicht. Wenn die beiden
Impulse verschieden sind (beispielsweise aufgrund von
Rauschen), hält das Ausgangsdatenfilter 119 das letzte gültige
Ein/Aus-Kommando, das empfangen wurde, aufrecht.
Wenn ein Rahmen des Steuersignals vier statt zwei Impulse ent
hält, dann werden der dritte und der vierte Impuls benutzt, um
das Halte-letzten-Zustand-Flipflop 123 bzw. das Vorgabe-Flip
flop 124 zu aktualisieren. Die Inhalte der Flipflops 123 und
124 werden nur geändert, wenn der dritte und der vierte Impuls
empfangen werden. Eine logische Eins in der Position des
dritten Impulses setzt das Halte-letzten-Zustand-Signal HLS auf
H, und eine logische Null in der Position des dritten Impulses
bewirkt, daß das Signal HLS auf L geht. Das Signal HLS er
scheint an dem Ausgang des HLS-Flipflops 123 und wird an den
Ausgangsselektor 120 und an den Statuscodierer 125 abgegeben.
Ebenso setzt ein vierter Impuls das Vorgabesignal DEF auf H
oder L (hoch, H = Ein; niedrig, L = Aus). Das Vorgabesignal DEF
und sein Komplement erscheinen als Ausgangssignale des Vor
gabe-Flipflops 124. Das Vorgabesignal DEF wird an den Status
codierer 125 abgegeben, und sein Komplement wird an den
Ausgangsselektor 120 abgegeben. Im Falle eines Verlustes von
Übertragungen aus dem Mikrocontroller (d. h. ein Verlust des
Steuersignals, der bewirkt, daß in den L-Zustand geht),
veranlaßt das Signal HLS den Ausgangsselektor 120, entweder den
vorherigen Ein/Aus-Zustand zu halten oder den Vorgabe-Zustand
anzunehmen. Wenn HLS eine logische Eins ist, dann wird der
vorherige Zustand aufrechterhalten; wenn HLS gleich logisch
Null ist, wird der Vorgabe-Zustand angenommen, sobald auf L
geht. Der Vorteil dieser Operation liegt auf der Hand: im Falle
eines Verlustes an Übertragungen zwischen dem E/A-Punkt und der
steuernden Vorrichtung (d. h. dem Mikrocontroller nach den Fig. 1
und 3) wird der Ein/Aus-Zustand zwangsweise in einen vorge
wählten, bevorzugten Zustand gebracht.
Der 2-Bit-Zähler 121 zählt die Impulse CLK, um einen Ausgangs
zählwert S0 und S1 zu liefern, der Binärwerte zwischen null und
drei annimmt. Dieser Zählwert zeigt an, welcher Impuls in einem
Rahmen gerade empfangen und (als S0 und S1) an den Ausgangs
datenfilter 119, das Halte-letzten-Zustand-Flipflop 123, das
Vorgabe-Flipflop 124 und den Datenselektor 129 abgegeben wird,
so daß jede Schaltung nur auf die geeigneten Impulse eines
Rahmens anspricht.
Die Wellenformen in Fig. 5 veranschaulichen die Signalbe
ziehungen SIG, CLK, SYNC, und das Ein/Aus-Signal für ver
schiedene Bedingungen. Bei dem ersten Rahmen (die Rahmen werden
zur Erleichterung der Bezugnahme willkürlich mit Rahmennummern
bezeichnet) werden redundante 25%-Tastverhältnis-Impulse
gesendet, was einem "0"- oder einem Ausschalten-Zustand
entspricht. Taktimpulse werden bei 0,5T nach jeder ansteigenden
Flanke eines SIG-Impulses erzeugt. Anschließend an die beiden
redundanten Impulse gibt es ein Synchronisierintervall oder
"fehlenden Impuls". Der fehlende Impuls bewirkt, daß ein SYNC-Impuls
erzeugt wird, welcher das Ende eines Rahmens bedeutet.
Da die beiden SIG-Impulse beide ein Tastverhältnis von 25%
haben, bleibt der Ein/Aus-Wert auf L und der -Wert auf H.
Bei dem zweiten Rahmen hat der erste SIG-Impuls ein Tastver
hältnis von 25% und der zweite Impuls ein Tastverhältnis von
75%. Der Mangel an Identität kann beispielweise auf Rauschen
zurückzuführen sein. In diesem Fall werden wieder die CLK- und
SYNC-Impulse wie in dem ersten Rahmen erzeugt, und bleibt
auf H. Da die SIG-Impulse verschieden sind, hält jedoch das
Ein/Aus-Signal seinen vorherigen Wert, der in diesem Fall ein
L-Wert ist. In dem dritten Rahmen haben die SIG-Impulse beide
ein Tastverhältnis, d. h. eine Einschaltdauer von 75%, was sig
nalisiert, daß das Ein/Aus-Schaltsignal auf den EIN-Wert erhöht
werden sollte. Das erfolgt an der ansteigenden Flanke des Takt
impulses, der dem zweiten SIG-Impuls folgt. Bei dem vierten
Rahmen geht die Impulsidentität zwischen den Steuerimpulsen
verloren, und deshalb bleibt die Ein/Aus-Leitung auf H. Der
fünfte Rahmen bringt die Ein/Aus-Leitung bei dem Auftreten von
redundanten Impulsen, die beide ein Tastverhältnis von 25%
haben, auf einen niedrigen Pegel zurück. Der sechste Rahmen von
SIG-Impulsen enthält vier 75%-Tastverhältnis-Impulse. Der
sechste Rahmen ist in der zeitlichen Dauer etwas länger, um die
vier Impulse und den "fehlenden Impuls" aufnehmen zu können.
Der erste und der zweite SIG-Impuls bringen das Ein/Aus-Signal
wieder auf H. Obgleich nicht dargestellt, sei angegeben, daß
der dritte Impuls des Rahmens bewirkt, daß HLS gleichzeitig mit
der ansteigenden Flanke des sich ergebenden Taktimpulses auf H
geht, und daß der vierte Impuls des Rahmens bewirkt, daß DEF
auf H geht.
Das Steuersignal SIG liefert nicht nur die Ein/Aus-, Fehlwert- und
Halte-letzten-Zustand-Information, sondern bewirkt auch die
Zeitsteuerung für das Zurückleiten von Statusdaten zu dem
Mikrocontroller. Der Statuscodierer 125 empfängt als Eingangs
signale sechs Schalterzustände auf dem 6-Leiter-Bus 115 aus dem
Steuer- und Abfühlabschnitt 113 zusammen mit den EIN/AUS-, DEF- und
HLS-Bits. Der Statuscodierer 125 verknüpft diese Eingangs
signale und bildet eine 4-Bit-codierte Statusnachricht, die
an das Status-Flipflop 127 angelegt wird. Der Datenselektor 129
ist ein 1-aus-4-Selektor, der die vier Datenbits aus dem
Status-Flipflop 127 empfängt und dann diese 4-Bit-Status-
Information über die Leitung M sequentiell zu dem Mikro
controller sendet. Der Ausgang des 2-Bit-Zählers 121 zeigt den
Zählwert der SIG-Impulse an und steuert den Datenselektor 129
so, daß dieser für jeden empfangenen SIG-Impuls ein Bit
aussendet. Die vier Bits sind so codiert, daß das erste Bit
(X0) anzeigt, ob ein Fehlerzustand vorhanden ist oder nicht,
und daß das zweite Bit (X1) anzeigt, ob eine Spannung an der
Ausgangslast erscheint oder nicht. Wenn ein Fehler auftritt (X0
= 0), zeigen das dritte und das vierte Bit (X2 und X3) die Art
des Fehlers an. Wenn kein Fehler aufgetreten ist (X0 = 1), dann
zeigt das dritte Bit den Halte-letzten-Zustand-Wert an, und das
vierte Bit zeigt den Vorgabe-Wert an.
Der Mikrocontroller 90 (Fig. 3) bestimmt, wieviel Information
aus dem Übertragungsabschnitt 111 durch die Zahl von Impulsen
pro Rahmen zu empfangen ist, die in dem Steuersignal SIG ent
halten sind, welches zu dem Übertragungsabschnitt 111 gesendet
wird. Der Mikrocontroller liest das Statussignal auf der
Leitung M sofort nachdem er eine ansteigende Flanke von SIG auf
die Leitung D gebracht hat. Daher sind die Anzahl der Impulse
pro Rahmen in dem Steuersignal und die Anzahl von Statusbits,
die pro Rahmen zurückgelesen werden, dieselben. Normalerweise
gibt der Mikrocontroller zwei Impulse pro Rahmen ab und liest
X0 und X1 zurück. Wenn X0 einen Fehler anzeigt, schaltet der
Mikrocontroller auf vier Impulse pro Rahmen, so daß er eine
Fehlernachricht lesen kann, die in den X2- und X3-Bits ent
halten ist. Bei Nichtvorhandensein eines Fehlers kann die 4-Impuls-
Betriebsart ebenfalls benutzt werden, um an dem HLS-Flip
flop 123 und dem Vorgabe-Flipflop 124 zu lesen und zu
schreiben. In diesem Fall werden durch den dritten und den
vierten Impuls von SIG das HLS-Flipflop 123 bzw. das Vorgabe-
Flipflop 124 gesetzt oder rückgesetzt, und X2 und X3 des
Statussignals zeigen den Zustand dieser beiden Flipflops an.
Der Steuer- und Abfühlabschnitt 113 in Fig. 4 enthält eine
Schaltlogik 133, eine Komparatorschaltung 135 und eine Gate- und
Steuerelektrodentreiberschaltung 137. Die Schaltlogik 133
empfängt das Ein/Aus-Signal, welches durch den Übertragungs
abschnitt 111 erzeugt wird, und gibt, in Abhängigkeit von dem
Status von anderen Eingangssignalen, ein entsprechendes Gate- oder
Steuerelektrodensignal über die Gate- oder Steuer
elektrodentreiberschaltung 137 an die Gate- oder Steuer
elektrodenklemme einer Leistungsschaltvorrichtung ab. Die
Leistungsschaltvorrichtung ist vorzugsweise ein IG-Transistor,
was weiter unten ausführlich beschrieben ist.
Unter den anderen Signalen, die an die Schaltlogik 133 angelegt
werden, sind Signale, welche den Stromversorgungsspannungswert
und die Temperatur der Leistungsschaltvorrichtung angeben.
Signale, welche die Netz- oder Leistungs- und Lastspannung und
den Laststrom angeben, werden als Eingangssignale an die
Komparatorschaltung 135 angelegt. Die Komparatorschaltung 135
erzeugt einen Satz von Signalen, der den Wert des Laststroms
mit Bezug auf einen vorgewählten unteren Grenzwert, einen
Zwischengrenzwert und einen hohen Grenzwert angibt. Die
Komparatorschaltung 135 liefert außerdem ein Signal, das den
Wert der Lastspannung mit Bezug auf den Netzspannungswert
angibt, und, bei Wechselstrom, ein Signal, das den
Wechselstromnulldurchgang angibt. Alle diese Signale werden als
Eingangssignale an die Schaltlogik 133 über einen 5-Leiter-Bit
136 angelegt. Ein weiterer Eingang an der Schaltlogik 133, der
mit ∼/- bezeichnet ist, ist zum Vorwählen entweder des
Wechselstrombetriebes oder des Gleichstrombetriebes vorgesehen.
Die Schaltlogik 133 liefert den Satz von
Statussignalen, der dem Statuscodierer 125 über den
6-Leiter-Bus 115 zugeführt wird. Dieser Statussignalsatz
wird aus den Spannungs- und Stromwertsignalen gewonnen,
welche die Komparatorschaltung 135 liefert, und
aus den Temperatur- und Versorgungsspannungssignalen. Die
sechs Statussignale werden benutzt, um beispielsweise
folgendes anzuzeigen: 1) daß es eine offene oder abgetrenn
te Last gibt; 2) daß die Last einen ersten hohen Grenzwert
übersteigt, so daß eine sofortige Schutzmaßnahme eingeleitet
werden muß; 3) daß ein Laststrom über einem zweiten hohen
Grenzwert ist, was eine Schutzmaßnahme nur verlangt, wenn
der Strom für eine gewisse vorgewählte Zeitspanne über dem
Grenzwert bleibt; 4) daß die Lastspannung angelegt worden
ist oder nicht; 5) den Relativwert der Versorgungsspannung;
und 6) die relative Temperatur der Leistungsschaltvorrich
tung.
Verschiedene Ein-/Ausgabe-Schaltkreise können durch das
Gate-Signal aus dem Steuer- und Abfühlabschnitt 113 gesteu
ert werden. Beispielsweise können Schalteinrichtungen, die
Feldeffekttransistoren oder Thyristoren enthalten, als Ein-/Aus
gabe-Schaltkreise benutzt werden. Ein bevorzugter Schalt
kreis wird in jedem Fall einen Nebenschlußstrompfad aufwei
sen, der eine Einrichtung hat zum Liefern eines Signals,
welches den zu einer angeschlossenen Last fließenden Strom
anzeigt. Am bevorzugtesten ist es jedoch, bei den Schalt
kreisen von einem IG-Transistor oder IGT Gebrauch zu machen.
Der IGT ist allgemein eine Leistungshalbleitervorrichtung,
die über ihre Gate- oder Steuerelektrode in den durchge
steuerten oder gesperrten Zustand gebracht werden kann. Das
heißt, der IGT kann über seine Gate- oder Steuerelektroden
klemme sowohl ein- als auch ausgeschaltet werden. Einige
Versionen des IGT enthalten einen stromemulationsabschnitt,
welches ein Abschnitt des IGT ist, der dafür vorgesehen
ist, einen proportionalen Anteil des gesamten IGT-Stroms
zu führen. Der Emulationsabschnitt hat den Vorteil, daß er
benutzt werden kann, um den Gesamtstrom zu überwachen, ohne
daß auf eine große Verlustleistung aufweisende Nebenschluß
widerstände zum Messen des Stroms zurückgegriffen zu werden
braucht. Ein einzelnes Gatesignal steuert den Stromfluß so
wohl in dem Hauptabschnitt eines IGT als auch in dessen Emu
lationsabschnitt. Der IG-Transistor ist in einem Aufsatz
(obgleich unter einer anderen Bezeichnung) von B.J. Baliga
et al. mit dem Titel "The Insulated Gate Rectifier (IGR):
A New Power Switching Device", IEDM 82 (Dezember 1982),
S. 264-267, beschrieben.
Fig. 7A-7C zeigen verschiedene Ein-/Ausgabe-Schaltkreise
unter Verwendung von IGTs, welche in dem hier beschriebenen
E/A-System benutzt werden können.
Bei der Gleichstromquellenschaltung nach Fig. 7A wird das
Gatesignal an den Gateanschluß 140 eines P-Kanal-IGT 141
angelegt, der einen Emitter 142 für einen Hauptstromab
schnitt und einen Emitter 143 für einen Emulationsstromab
schnitt hat. Die positive Seite der Gleichstromquelle ist
direkt mit dem Hauptemitter 142 und über einen Bade-Widerstand
145 mit dem Emitter 143 des Emulationsabschnitts verbunden.
Der Kollektor der IGT-Vorrichtung ist extern mit einem Ende
der Parallelschaltung aus einer Freilaufdiode 147 und einem
Vorbelastungswiderstand 148 verbunden. Das entgegengesetzte
Ende der Schaltung aus der Diode 147 und dem Vorbelastungs
widerstand 148 ist zu der negativen Seite der Gleichstrom
quelle zurückgeführt. Die Verbindungsstelle zwischen dem
IGT 141 und der aus der Freilaufdiode 147 und dem Vorbela
stungswiderstand 148 bestehenden Schaltung bildet die EIN-/AUS
GANG-Klemme 149. Obgleich im tatsächlichen Gebrauch eine
Eingabevorrichtung und eine Last nicht gleichzeitig ange
schlossen sein würden, ist eine Last 150 zwischen der EIN-/AUS
GANG-Klemme 149 und der Last (d. h. Ausgangs)-Rückführklem
me 152 dargestellt, und eine Eingabevorrichtung 153 ist
zwischen der EIN-/AUSGANG-Klemme 149 und der Eingangsrück
führklemme 155 dargestellt. Die Rückführklemmen 155 und 152
sind mit der positiven bzw. negativen Leitung der Gleich
stromquelle elektrisch verbunden. Der Vorbelastungswider
stand 148 hat einen relativ hohen ohmschen Wert, und der Bür
de-Widerstand 145 hat einen relativ niedrigen ohmschen Wert,
was auch für die entsprechenden Vorbelastungs- und Bürde-Wider
stände gilt, die in den Schaltungen nach den Fig. 7B und 7C
benutzt werden. Beispielsweise kann bei einer 120-Volt-
Quelle der Vorbelastungswiderstand 148 einen Wert in der
Größenordnung von 20 Kiloohm und der Bürde-Widerstand 145
einen Widerstandswert in der Größenordnung von 10 Ohm haben.
Wenn die Schaltung nach Fig. 7A als Ausgabeschaltung betrie
ben wird, wird der Laststrom gesteuert, indem der IGT 141
zu geeigneten Zeiten ein- und ausgeschaltet wird. Der Last
strom fließt von der Stromquelle über den IGT 141 und durch
die Last 150 und zurück zu der Quelle. Die Laststromüberwa
chung wird durch den IGT-Emulationsabschnitt erleichtert,
welcher ein den Laststrom angebendes Signal an dem Verbin
dungspunkt zwischen dem Bürde-Widerstand 145 und dem Emitter
143 abgibt. Ein Lastspannungssignal, welches bestätigt, daß
die Lastspannung tatsächlich anliegt, wird an dem Verbin
dungspunkt zwischen dem Vorbelastungswiderstand 148 und dem
Kollektor des IGT 141 abgenommen. Ein Netzspannungssignal
wird an dem entgegengesetzten Ende des Vorbelastungswider
stands 148 abgenommen. Die Freilaufdiode 147 ist als Neben
schluß für umgekehrte Ströme aus induktiven Belastungen
vorgesehen.
Wenn die Schaltung nach Fig. 7A als Eingabeschaltung be
trieben wird, wird der IGT in einem Aus-Zustand gehalten.
Der Zustand der Eingabevorrichtung 153 (offen oder geschlos
sen) wird dann erfaßt, indem die Spannung überwacht wird,
welche an dem Vorbelastungswiderstand 148 abfällt. Dieses
Statussignal wird über die Lastspannungsleitung überwacht.
Die Gleichstromsenken-Ein/Ausgabe-Schaltungsanordnung nach
Fig. 7B enthält dieselben Schaltungselemente wie die
Gleichstromquellenschaltungsanordnung nach Fig. 7A, aber
mit etwas anderem Schaltungsaufbau. Wenn diese Schaltungs
anordnung als Ausgabeschaltungsanordnung betrieben wird,
ist die Last 157 zwischen der EIN-AUSGANG-Klemme 158 und
der Lastrückführklemme 159 angeschlossen. Der IGT 161 wird
ein- oder ausgeschaltet, um den Laststrom zu steuern. Bemer
kenswert ist jedoch die Tatsache, daß der IGT 161 ein N-Kanal-
IGT ist. Der Kollektoranschluß ist mit einem Ende der
Parallelschaltung aus einer Freilaufdiode 165 und einem
Vorbelastungswiderstand 167 verbunden. Diese Parallelschal
tung liegt parallel zu den Klemmen 159 und 158, an die die
Last 157 angeschlossen ist. Ein Bürde-Widerstand 168
ist in Reihe zwischen den Emulationsabschnittsemitter und
die negative Seite der Gleichstromquelle geschaltet. Der
Hauptabschnittsemitter ist direkt mit der negativen Seite
der Gleichstromquelle verbunden. Ein IGT-Stromsignal, wel
ches den Laststrom angibt, wird an der Verbindungsstelle
dem Bürde-Widerstands 168 und des Emulationsabschnittsemit
ters 163 abgenommen. Das Lastspannungssignal wird an der
EIN-/AUSGANG-Klemme 158 abgenommen, und das Speisespannungs
signal wird an der positiven Seite der Gleichstromquelle ab
genommen, die außerdem mit der Eingangsrückführklemme 160
verbunden ist. Wie bei der Gleichstromquellenschaltungsan
ordnung, die oben erläutert ist, wird, wenn die Ein-/Ausgabe-
Schaltungsanordnung als Eingabeschaltungsanordnung benutzt
wird, der IGT 161 ausgeschaltet gehalten, und der Zustand
der Eingabevorrichtung 170 wird durch die Spannung abgefühlt,
die an dem Vorbelastungswiderstand 167 abfällt. Dieses Sta
tussignal wird über die Lastspannungsleitung übertragen.
In Fig. 7C, die eine Wechselstrom-Ein-/Ausgabe-Schaltung
zeigt, werden parallele P- und N-Kanal-IGTs 175 bzw. 176
benutzt. Das IGT-Gatesignal wird an eine Gatesteuerschaltung
178 angelegt, die zwei gleichzeitige Gatesteuersignale (ent
gegengesetzter Polarität) zum Steuern (d. h. zum Ein- und
Ausschalten) der IGTs 175 und 176 liefert. Der Emulations
abschnitt des IGT 175 ist mit einem in Reihe geschalteten
Bürde-Widerstand 180 versehen, und der Emulationsab
schnitt des IGT 176 ist mit einem in Reihe geschalteten
Bürde-Widerstand 181 versehen. Ein IGT-Stromsignal, wel
ches den Laststrom in den IGTs angibt, wird erzeugt, indem
die Signale, die an den beiden Bürde-Widerständen 180
und 181 gebildet werden, in einem Differenzkomparator 183
miteinander verglichen werden. Ein Stoßspannungsunterdrücker
185 ist zu dem Hauptabschnitt der IGTs parallel und zwischen
die EIN-/AUSGANG-Klemme 186 und die Rückführklemme 187 der
Eingabevorrichtung 192 geschaltet. Die Klemme 187 ist außer
dem mit einer Seite des Wechselstromnetzes elektrisch ver
bunden. Ein Vorbelastungswiderstand 189 ist zwischen die
EIN-/AUSGANG-Klemme 186 und die Lastrückführklemme 190 ge
schaltet. Die letztgenannte Klemme 190 ist mit der anderen
Seite des Wechselstromnetzes verbunden.
Wenn die Schaltungsanordnung nach Fig. 7C als eine Ausgabe
schaltungsanordnung betrieben wird, befiehlt die Gate
steuerschaltungsanordnung 178 auf ein IGT-Gatesignal hin den
IGTs 175 und 176, gleichzeitig in den Ein- oder in den Aus-
Zustand zu gehen und dadurch den Laststrom ein- oder auszu
schalten. Die Last 191 ist zwischen die EIN-/AUSGANG-Klemme
186 und die Lastrückführklemme 190 geschaltet. Bei dem Be
trieb als Eingabeschaltungsanordnung ist die Last 191 nicht
angeschlossen, sondern die Eingabeschaltvorrichtung 192 ist
zwischen die EIN-/AUSGANG-Klemme 186 und die Rückführklemme
187 geschaltet. Die IGTs 175 und 176 werden in dem Aus-Status
gehalten, und der Status der Einga
beschaltvorrichtung 192 wird durch das Vorhandensein oder
Nichtvorhandensein einer Spannung an der Lastspannungslei
tung bestimmt, wobei das Vorhandensein einer Spannung einen
geschlossenen Eingabeschalter anzeigt.
Gemäß Fig. 8, die den Steuer- und Abfühlabschnitt ausführ
licher zeigt, wird das EIN/AUS-Signal aus dem Übertragungs
abschnitt an einen Eingang eines NAND-Gatters 195, an einen
Inverter 196 und an die Rücksetzeingänge von Flipflops 198
und 199 angelegt. Der andere Eingang des NAND-Gatters 195
empfängt das Ausgangssignal eines NAND-Gatters 201. Der
erste Eingang des NAND-Gatters 201 empfängt ein Signal, das
entweder im H- oder im L-Zustand ist, je nach dem, ob die
Ausgabeschaltung als Wechselstrom- oder als Gleichstromaus
gabeschaltung betrieben werden soll. Dieses Signal kann
durch einen Schalter oder einen Schaltdraht geliefert werden,
welcher die Wechselstrom/Gleichstrom-Wählleitung geeignet
mit einem hohen oder niedrigen Referenzwert verbindet. Der
andere Eingang des NAND-Gatters 201 empfängt ein Signal aus
einem Nulldurchgangsdetektor 202 über einen Inverter 201a,
um diejenigen Fälle anzuzeigen, in denen die Wechselstrom
netzspannung (für Wechselstromausgabeschaltungen) innerhalb
eines gewissen Nullspannungsbereiches ist. Daher läßt in dem
Fall einer Wechselstromausgabe das NAND-Gatter 195 das EIN/AUS-Signal
nur während eines Nulldurchgangs der Wechsel
stromnetzspannung durch. Der Nulldurchgangsdetektor 202
kann irgendeine von mehreren herkömmlichen Schaltungen sein,
die ein Signal liefert, welches anzeigt, daß das Wechsel
stromeingangssignal innerhalb eines gewissen Bereiches eines
Nulldurchgangs ist. Bei einer Gleichstromausgabe gestattet
der Zustand des NAND-Gatters 201 dem EIN/AUS-Signal, das
NAND-Gatter 195 zu passieren. Das EIN/AUS-Signal aus dem
NAND-Gatter 195 wird an den Setzeingang eines Flipflops 203
angelegt. Das Q-Ausgangssignal des Flipflops 203 wird als
eines von drei Eingangssignalen an ein UND-Gatter 205 ange
legt, dessen Ausgangssignal das IGT-Gatesignal bildet.
Die anderen beiden Eingänge an dem UND-Gatter 205 werden
durch die Q-Ausgänge des Flipflops 198 und 199 geliefert.
Die Flipflops 198 und 199 werden beide rückgesetzt, wenn das
EIN/AUS-Signal in den Aus-Zustand geht. Das Flipflop 198
empfängt ein Setzsignal aus einem Komparator 207 immer dann,
wenn der IGT-Strom einen vorgewählten Wert übersteigt. Daher
wird ein Signal, das den IGT-Strom angibt, an den invertie
renden Eingang des Komparators 207 angelegt, während eine
Referenzspannung, die einen übergroßen Wert des IGT-Stroms
angibt, an dessen nichtinvertierenden Eingang angelegt wird.
Die Referenzspannung kann beispielsweise einen Wert haben,
der einem Strom von 30 A entspricht. Ebenso empfängt das
Flipflop 199 ein Signal an seiner Setzklemme aus einer
Stromversorgungsüberwachungsschaltung 209. Die Stromversor
gungsüberwachungsschaltung 209 kann irgendeine bekannte
Einrichtung sein, die ein Signal liefert, welches anzeigt,
ob die Gleichstromversorgungsspannung oberhalb oder unter
halb eines vorgewählten Wertes ist. Im Betrieb wird deshalb
eine niedrige Versorgungsspannung oder ein übermäßig hoher
IGT-Strom das UND-Gatter 205 sperren. Das zwingt den IGT
(der mit dem Ausgang des UND-Gatters 205 verbunden ist) in
einen Auszustand zu gehen, in welchem er bleibt, bis der
Fehlerzustand beseitigt ist.
Das Q-Ausgangssignal des Flipflops 198 dient als Überstrom
abschaltsignal und ist eines der sechs Schalterzustandssig
nale, die über den 6-Leiter-Bus 115 (Fig. 4) geliefert wer
den. Das Q-Ausgangssignal des Flipflops 199 geht nicht nur
zu dem UND-Gatter 205, sondern wird auch als ein Eingangs
signal an ein Logikgatter 210 angelegt. Das Signal aus der
Stromversorgungsüberwachungsschaltung 209 wird an den ande
ren Eingang des Logikgatters 210 angelegt, so daß dessen
Ausgangssignal den Status der Gleichstromversorgung anzeigt.
Dieses Ausgangssignal ist ebenfalls eines der sechs Schal
terzustandssignale.
Das Flipflop 203 empfängt ein Rücksetzsignal von dem Ausgang
eines NAND-Gatters 212. Von den beiden Eingangssignalen des
NAND-Gatters 212 ist das erste das invertierte EIN/AUS-Sig
nal aus dem Inverter 196 und das zweite stammt aus dem
NAND-Gatter 213. Das Gleichstrom/Wechselstrom-Wahl-Signal
wird an einen Eingang des NAND-Gatters 213 angelegt, und
das Ausgangssignal eines Komparators 214 wird über einen
Inverter 201b als das andere Eingangssignal angelegt. Der
Komparator 214 ist ein Überwachungskomparator für den IGT-Strom,
wobei das IGT-Stromsignal an seinem invertierenden
Eingang anliegt. Eine Referenzspannung, die einem relativ
niedrigen, minimalen IGT-Stromwert entspricht (z. B. 0,05 A),
wird an den nichtinvertierenden Eingang des Komparators 214
angelegt. Diese Kombination, welche das NAND-Gatter 212,
den Inverter 196, das NAND-Gatter 213 und den Komparator
214 enthält, verhindert über das Flipflop 203, daß der IGT
geschaltet wird (in einer Wechselstrombetriebsart), sofern
nicht der IGT-Laststrom kleiner als der Referenzwert ist.
Das IGT-Stromsignal wird außerdem an den nichtinvertieren
den Eingang eines Komparators 215 angelegt, in welchem es
mit einem Zwischenreferenzstromwert verglichen wird. Der
Zwischenreferenzstromwert (z. B. entsprechend 2 A) wird an
den invertierenden Eingang des Komparators 215 angelegt.
Mit dem nichtinvertierenden Eingang des Komparators 215 ist
jedoch außerdem eine Zeitverzögerungsschaltung verbunden,
die einen Widerstand 216 und einen Kondensator 220 enthält.
Die Kombination aus dem Widerstand 216 und dem Kondensator
220 bewirkt, daß die Spannung an dem nichtinvertierenden
Eingang des Komparators 215 in bezug auf den IGT-Strom ver
zögert wird. Nur dann, wenn der IGT-Strom den Referenzwert
für eine längere Zeitspanne übersteigt, wird deshalb der
Ausgang des Komparators 215 beeinflußt. Wenn der Überstrom
lediglich von kurzer Dauer ist, erfolgt keine Zustandsände
rung des Komparators 215. Sowohl das Ausgangssignal des
Komparators 215 als auch das Ausgangssignal des Komparators
214 werden als Schalterstatussignale geliefert. Diese
Signale dienen als Statussignale und zeigen an, ob der
IGT-Strom oberhalb oder unterhalb des Zwischenreferenzwer
tes ist und ob er oberhalb oder unterhalb des niedrigen Re
ferenzwertes ist, so daß, falls notwendig, eine Korrektur
maßnahme durch den Mikrocontroller eingeleitet werden kann.
Falls der IGT-Strom den Zwischenreferenzwert übersteigt, er
folgt ein Korrekturvorgang nur, wenn der Überstrom eine
ausreichende Größe und eine ausreichende Zeitdauer hat, um
den Komparator 215 auszulösen. Das heißt, der Laststrom
kann den Zwischenreferenzwert für einige Zeit übersteigen,
bevor eine Korrekturmaßnahme ergriffen wird. In einigen
Fällen ist es vorzuziehen, die Zeitverzögerungsschaltung zu
beseitigen (d. h. den Widerstand 216 und den Kondensator 220)
und die Zeitverzögerungsfunktion durch Softwareroutinen aus
zuführen, welche in dem Mikrocontroller implementiert sind.
Der Vergleich des IGT- oder Laststroms mit dem niedrigen
oder minimalen Referenzwert gestattet die Erzeugung eines
Statussignals (z. B. 0,05 A), welches angibt, ob eine Last
angeschlossen ist, oder, wenn dem so ist, ob sie offen ist.
Das Q-Ausgangssignal eines Flipflops 217 ist ein
Schalterstatussignal, welches angibt, ob eine Spannung an
der angeschlossenen Last vorhanden ist oder nicht. Die
Setzeingangsklemme des Flipflops 217 ist mit dem Ausgang
eines NAND-Gatters 218 verbunden. Das NAND-Gatter 218
empfängt das invertierte Wechselstromnulldurchgangssignal
aus einem Inverter 219 an seiner ersten Eingangsklemme und
das Ausgangssignal eines Komparators 221 an seiner anderen
Eingangsklemme. Der Komparator 221 vergleicht die Netz- und
die Lastspannung, um ein Logiksignal zu liefern, welches
anzeigt, ob die Lastspannung größer oder kleiner als ein
vorgewählter Prozentsatz der Netzspannung ist. Beispiels
weise kann das Ausgangssignal anzeigen, ob die Lastspannung
größer oder kleiner als 70% der Netzspannung ist. Die Netz- und
die Lastspannung werden über Eingangswiderstände 223
bzw. 224 an die Eingangsklemmen des Komparators 221 ange
legt. Funktionsmäßig verhindert das NAND-Gatter 218 eine
Zustandsänderung des Ausgangs des Flipflops 217 immer dann,
wenn die Wechselstromnetzspannung innerhalb eines gewissen
Bereiches von null Volt ist. Tatsächlich werden deshalb Ent
scheidungen über den Status der Lastspannung immer dann
nicht getroffen, wenn die Wechselstromnetzspannung nahe
einem Nulldurchgang ist.
Das Flipflop 217 wird durch das Ausgangssignal eines NAND-Gat
ters 226 rückgesetzt. Das erste Eingangssignal des NAND-Gat
ters 226 wird mit dem invertierten Nulldurchgangssignal
aus dem Inverter 219 geliefert, und das zweite Eingangssig
nal wird mit dem Ausgangssignal des Komparators 221 gelie
fert, nachdem dieses durch einen Inverter 227 invertiert
worden ist.
Das verbleibende Schalterzustandssignal wird durch eine Tem
peraturüberwachungsschaltung 229 geliefert und zeigt die re
lative Temperatur der IGT (oder der IGTs in dem Falle einer
Wechselstromausgabe)-Schaltvorrichtung an. Die Temperatur
überwachungsschaltung 229 ist vorzugsweise ein einfacher
PN-Übergang-Temperaturdetektor 229, der in guter thermischer
Verbindung mit dem IGT ist. Der Temperaturdetektor 229 kann
beispielsweise so gewählt werden, daß er eine Anzeige lie
fert, wenn die IGT-Temperatur 150°C überschritten hat.
Fig. 9, die sich aus den Fig. 9A-9C zusammensetzt, zeigt
eine Ausführungsform des Übertragungsabschnitts (111 in Fig. 4)
ausführlicher. Die Ausgangssignale aus dem Zeitgeber 117
werden aus einem RC-Zeitglied gewonnen, welches aus einem
Widerstand 300 und einem Zeitsteuerkondensator 301 besteht.
Der Widerstand 300 und der Kondensator 301 sind zwischen
einer positiven Spannungsquelle +V und einem gemeinsamen
Schaltungspunkt in Reihe geschaltet. Die Verbindung zwischen
dem Widerstand 300 und dem Kondensator 301 ist mit dem in
vertierenden Eingang eines LOS-Komparators 303 und mit den
nichtinvertierenden Eingängen von SYNC- und CLK-Komparatoren
304 bzw. 305 verbunden. Widerstände 308-312 bilden eine
Spannungsteilerschaltung, in welcher die Widerstände zwi
schen +V und dem gemeinsamen Schaltungspunkt in Reihe ge
schaltet sind. Jede Verbindung zwischen den Widerständen 308-312
der Spannungsteilerschaltung liefert daher eine Referenz
spannung. Die höchste Referenzspannung, die an der Verbindung
zwischen den Widerständen 308 und 309 abgegeben wird, wird
an den nichtinvertierenden Eingang des Komparators 303 an
gelegt. Die anderen Referenzspannungswerte werden in ab
steigender Reihenfolge des Spannungswertes entsprechend an
die invertierenden Eingänge des SYNC-Komparators 304 und
des CLK-Komparators 305 und an den nichtinvertierenden Ein
gang eines Steuerkomparators 314 angelegt.
Die Kollektorklemme eines Transistors 315 ist über einen
Kollektorwiderstand 316 mit dem Zeitsteuerkondensator 301
verbunden, dessen anderes Ende mit dem Emitter des Tran
sistors 315 verbunden ist. Der Ein/Aus-Zustand des Tran
sistors 315 steuert den Lade-/Entladezyklus des Kondensa
tors 301 und wird seinerseits durch das Q-Ausgangssignal
eines Flipflops 317 gesteuert. Ein Widerstand 318 ist zwi
schen den Basisanschluß des Transistors 315 und den Q-Aus
gang des Flipflops 317 geschaltet. Die Rücksetzklemme des
Flipflops 317 empfängt das Ausgangssignal des Steuerkompa
rators 314. Der Steuerkomparator 314 vergleicht ständig die
Spannung an dem Zeitsteuerkondensator 301 (welcher an dem
invertierenden Eingang des Komparators 314 anliegt) mit der
Referenzspannung, die an der Verbindung der Widerstände
311 und 312 abgenommen wird.
Für die Betrachtung der Arbeitsweise des Zeitgebers 117
wird zuerst angenommen, daß der Q-Ausgang des Flipflops 317
auf einem niedrigen Pegel ist, welcher den Transistor 315
gesperrt hält, so daß der Kondensator 301 auf einen gewis
sen Spannungswert aufgeladen wird, so daß das Ausgangssig
nal des Steuerkomparators 314 im L-Zustand ist. Unter diesen
Bedingungen bewirkt eine ansteigende Flanke eines Impulses,
der an den Takteingang C des Flipflops 317 über einen Puf
ferverstärker 320 angelegt wird, daß ein hoher Pegel an dem
Q-Ausgang erscheint. Dadurch wird der Transistor 315 durch
gesteuert und der Zeitsteuerkondensator 301 entladen. Mit
dem Entladen des Kondensators 301 wird das Ausgangssignal
des CLK-Komparators 305 auf einen L-Pegel gebracht. Der Aus
gang des Komparators 304 wird, wenn er nicht bereits auf L
ist, ebenfalls auf L gebracht, und der Ausgang des LOS-Kom
parators 303 wird auf H gebracht, wenn er nicht bereits in
diesem Zustand ist.
Das Entladen des Kondensators 301 wird durch den Komparator
314 erfaßt, dessen Ausgang in den H-Zustand geht und das
Flipflop 317 rücksetzt. Der Q-Ausgang des Flipflops 317
geht dann in den L-Zustand, der Transistor 315 wird ge
sperrt und so dem Kondensator 301 gestattet, mit dem Wieder
aufladen zu beginnen. Nachdem die Wiederaufladespannung
ausreichend hoch ist, wird der Taktkomparator 305 getriggert,
welcher ein CLK-Signal mit H-Pegel erzeugt. Wenn dem Konden
sator 301 gestattet wird, sich weiterhin aufzuladen, wird
ein gewisser Spannungswert erreicht, der zuerst den SYNC-Kom
parator 304 und dann den LOS-Komparator 303 triggern
wird. Der SYNC-Komparator 304 wird daher durch einen "feh
lenden Impuls" getriggert, und der LOS-Komparator wird
durch einen Verlust von SIG getriggert, der ungefähr 2,5T
dauert, wie es oben beschrieben worden ist.
Gemäß Fig. 9B werden die SIG- und CLK-Signale an das Aus
gangsdatenfilter 119 angelegt, welches Flipflops 325 und
326, ein Exklusiv-NOR-Gatter 329, ein NAND-Gatter 328,
einen Inverter 330 und Übertragungsgatter 331 und 332 ent
hält. Die SIG- und CLK-Impulse werden an die Eingänge D
bzw. C des Flipflops 325 angelegt, welches an seinem Q-Aus
gang den H- oder L-Zustand des unmittelbar vorhergehenden
SIG-Impulses festhält, so daß die Wertender ersten beiden
Impulse eines Rahmens miteinander verglichen werden. Wenn
der Taktimpuls erscheint, ist der SIG-Wert entweder hoch
oder niedrig, je nach dem, ob der Impulswert 75% oder 25%
Tastverhältnis ist. Bei einem 25%-Tastverhältnis-Impuls
wird der Q-Ausgang des Flipflops 325 in den L-Zustand ge
bracht; bei einem 75%-Tastverhältnis-Impuls wird der Q-Aus
gang in den U-Zustand gebracht. Es erfolgt daher tat
sächlich eine Abtastung des SIG-Wertes bei jedem Auftreten
des Taktimpulses. Der Q-Ausgangswert aus dem Flipflop 325
wird an einen Ausgang des Exklusiv-NOR-Gatters 329 ange
legt, und der SIG-Wert wird an dessen anderen Eingang ange
legt. Daher werden der Stromimpulswert und die vorherge
henden Impulswerte in dem Exklusiv-NOR-Gatter 329 vergli
chen, dessen Ausgangssignal immer dann einen H-Pegel hat,
wenn die Eingangssignale dieselben sind.
Das Ausgangssignal des Exklusiv-NOR-Gatters 329 wird als
ein Eingangssignal an ein NAND-Gatter 328 angelegt, welches
die Zählimpulse S0 bzw. S1 an seinen anderen beiden Ein
gängen empfängt. Die Werte von S0, , S1 und zeigen,
zusammengenommen, an, welcher Impuls in einem Rahmen em
pfangen wird. Wenn die ersten beiden Impulswerte eines Rah
mens dieselben sind und wenn es der zweite Impuls ist, der
empfangen wird, nimmt deshalb das Ausgangssignal des NAND-Gat
ters 328 einen logischen Nullwert an. Zu allen anderen
Zeiten und bei anderen Bedingungen ist das Ausgangssignal
des NAND-Gatters 328 eine logische Eins.
Eine logische Null an dem Ausgang des NAND-Gatters 328
zeigt daher Übereinstimmung zwischen den ersten beiden
Impulsen eines Rahmens und eine gültige Bedingung, um den
-Ausgang eines Flipflops 326 auf den neuesten Stand zu
bringen, an. Zu diesen Zweck wird das Ausgangssignal des
NAND-Gatters 328 parallel an den Eingang eines Inverters
330 und an entgegengesetzt wirkende Steueranschlüsse von
Übertragungsgattern 331 und 332 angelegt. Eine logische Null
an dem Ausgang des NAND-Gatters 328 bewirkt, daß das Über
tragungsgatter 332 abgeschaltet und das Übertragungsgatter
331 eingeschaltet wird und das Steuersignal SIG zu dem D-Ein
gang des Flipflops 326 geleitet wird. Das Auftreten eines
Taktimpulses taktet dann den neuen Wert durch zu dem Ausgang
des Flipflops 326.
Andererseits, wenn es einen Mangel an Redundanz in den ersten
beiden Impulsen eines Rahmen gibt, ist das Ausgangssignal des
NAND-Gatters 328 eine logische Eins, was bewirkt, daß das
Übertragungsgatter 331 gesperrt und das Übertragungsgatter 332
durchgesteuert gehalten wird. Unter diesen Bedingungen wird das
Ausgangssignal des Flipflops 326 über das Gatter 332
rückgekoppelt, was bewirkt, daß das Flipflop 326 den vorherigen
Ausgangszustand aufrechterhält. Das -Ausgangssignal des
Flipflop 326 stellt deshalb eine gefilterte Version des
Ein/Aus-Signals dar, welches dann zu dem Ausgangsselektor 120
geleitet wird.
Zusätzlich zu dem gefilterten Ein/Aus-Signal empfängt der
Ausgangsselektor 120 das Signal sowie das Halte-letzten-
Zustand- und das komplementäre Fehlwertsignal HLS bzw. . Der
Ausgangsselektor 120 (welcher NOR-Gatter 335-337 und ein ODER-Gat
ter 338 enthält) hat die Funktion, einen gewünschten Wert
für das EIN/AUS-Ausgangssignal in dem Fall eines Verlustes von
Übertragungen zwischen einem E/A-Punkt und dem Mikrocontroller,
d. h. einem Verlust des Steuersignals SIG, zu wählen. Sollte ein
solcher Verlust in den Übertragungen auftreten, liefert der
Ausgangsselektor 120 ein EIN/AUS-Signal, welches entweder der
letzte gesendete Wert von SIG oder ein Fehlwert-Wert ist, was
von den Signalen HLS und abhängig ist, die als Steuerein
gangssignale an den Ausgangsselektor 120 angelegt werden.
Die Signale HLS und werden durch das Halte-letzten-Zustand-
Flipflop 123 bzw. durch das Vorgabe-Flipflop 124 erzeugt. Diese
Flipflops sind im wesentlichen gleich, sprechen aber auf
unterschiedliche Impulse in einem Steuersignalrahmen an. Das
HLS-Flipflop 123 enthält ein NAND-Gatter 340, Übertragungs
gatter 342 und 343, einen Inverter 344 und ein Flipflop 345;
das Vorgabe-Flipflop 124 (Fig. 9C) enthält ein NAND-Gatter 348,
Übertragungsgatter 349 und 350, einen Inverter 352 und ein
Flipflop 353. Da der Schaltungsaufbau und die Arbeitsweise
dieser beiden Flipflops im wesentlichen gleich sind, bedarf nur
das HLS-Flipflop 123 einer ausführlichen Erläuterung.
Das HLS-Flipflop 123 spricht auf den dritten Impuls in einem
Steuersignalrahmen an (d. h. es spricht auf - und S1-Impulse
mit H-Pegel aus dem 2-Bit-Zähler 121 an), und zwar auf eine
Weise, die gestattet, den Flipflopausgang zu aktualisieren. Die
Impulse und S1 werden als Eingangssignale an das NAND-Gatter
340 angelegt, dessen Ausgangssignal die Übertragungsgatter 342
und 343 steuert. Das Ausgangssignal des NAND-Gatters 340 wird
an einen ersten Satz von entgegengesetzt wirkenden Steuer
anschlüssen der Übertragungsgatter 342 und 343 und an den
Inverter 344 angelegt. Das Ausgangssignal des Inverters 344
wird an einen zweiten Satz von entgegengesetzt wirkenden
Steueranschlüssen der Übertragungsgatter 342 und 343 angelegt.
Daher wird im Betrieb durch das Auftreten eines dritten
Impulses in dem Steuersignalrahmen das Übertragungsgatter 343
eingeschaltet und das Übertragungsgatter 342 ausgeschaltet. Da
das Steuersignal an den Eingang des Übertragungsgatters 343
angelegt wird, wird das Signal zu dem D-Eingang des Flipflops
345 durchgelassen, wodurch das Signal HLS auf den neuesten
Stand gebracht wird, das dem Ausgang Q des Flipflop 345
entnommen wird. Das Ausgangssignal HLS wird außerdem zu dem
Eingang des Übertragungsgatters 342 rückgeführt, so daß bei
Nichtvorhandensein eines dritten Impulses in einem
Steuersignalrahmen der HLS-Wert verriegelt bleibt. Das
Taktsignal CLK wird an den Takteingang C des Flipflops 345
angelegt. Das Ausgangssignal des HLS-Flipflops 123 wird an den
Ausgangsselektor 120 angelegt.
Im Vergleich dazu arbeitet das Vorgabe-Flipflop 124 im
wesentlichen auf dieselbe Weise, es spricht aber auf den
vierten Impuls in einem Rahmen an. Das heißt, das Vorgabe-
Flipflop spricht auf die Impulse S0 und S1 eines Steuersignal
rahmens an. Bemerkenswert ist jedoch die Tatsache, daß das
Ausgangssignal des Vorgabe-Flipflops 124 an dem -Ausgang
des Flipflops 353 abgenommen wird, so daß das komplementäre
Signal an den Ausgangsselektor 120 angelegt wird.
Bei normalen Operationen besteht die Funktion des Ausgangs
selektors 120 darin, das Steuersignal aus dem Flipflop 326 ein
fach zu invertieren und durchzulassen, wobei dieses Signal dann
das Ein/Aus-Signal wird, das an den Steuer- und Abfühlabschnitt
113 (Fig. 4) angelegt wird. Bei einem Verlust von Übertragungen
zwischen dem E/A-Punkt und dem Mikrocontroller (d. h. einem
Verlust des Steuersignals SIG) wird jedoch das EIN/AUS-Aus
gangssignal auf einen vorbestimmten Status gebracht, welcher
durch die Signale und HLS bestimmt wird. Diese letzt
genannten Signale werden beide als Eingangssignale an den
Ausgangsselektor 120 angelegt. Falls es einen Verlust an Über
tragungen gibt, hält der Ausgangsselektor 120 entweder den
letzten Zustand oder wählt einen Fehlwertzustand, je nachdem,
was vorgewählt worden ist. Die Vorwahl erfolgt, um den E/A-Punkt
in einen bevorzugten, sicheren Status zu zwingen, sollte
es einen Übertragungsverlust geben.
Die Signale und HLS sind Eingangssignale des NOR-Gatters
335, dessen Ausgangssignal ein Eingangssignal des NOR-Gatters
337 ist. Das zweite Eingangssignal des NOR-Gatters 337 ist das
Signal aus dem -Ausgang des Flipflop 326. Daher steuert das
NOR-Gatter 335 das NOR-Gatter 337, so daß, wenn entweder
oder HLS auf einem hohen Pegel ist, das NOR-Gatter 337 einfach
das Steuersignal aus dem Flipflop 326 invertiert. Andererseits,
wenn auf einem L-Pegel ist (Verlust an Übertragungen), und
HLS ebenfalls auf einem L-Pegel ist, ist das Ausgangssignal des
NOR-Gatters 335 auf einem H-Pegel, wodurch das Ausgangssignal
des NOR-Gatters 337 auf einem L-Pegel gehalten wird.
Die Signale , HLS und DEF werden an das NOR-Gatter 336
angelegt, dessen Ausgangssignal ebenso wie das Ausgangssignal
des NOR-Gatters 337 als Eingangssignal an das ODER-Gat
ter 338 angelegt wird. Das Ausgangssignal des ODER-Gatters 338
ist das EIN/AUS-Steuersignal. Bei einem Verlust an Über
tragungen ( niedrig, d. h. im L-Zustand) und keinem Kommando
zum Halten des letzten Zustands (HLS niedrig, d. h. im L-Zu
stand), wird daher das EIN/AUS-Ausgangssignal des ODER-Gat
ters 338 als das Fehlwertsignal DEF gewählt (d. h. wird
durch das NOR-Gatter 336 invertiert). Die Arbeitsweise ist
deshalb so, daß, wenn es einen Verlust an Übertragungen gibt
und das Halten des letzten Zustands nicht gewählt ist, ein
Vorgabe-Wert gewählt wird. Ob der letzte Zustand gehalten wird,
wenn der Vorgabe-Wert gewählt wird, ist selbstverständlich
durch geeignetes Setzen des HLS-Flipflops 123 und des Vorgabe-
Flipflops 124 steuerbar.
Vorstehend ist der Weg vorwärts durch den Steuer- und Über
tragungsabschnitt 111 ausführlich beschrieben. Die Rückkehr von
codierter Statusinformation erfolgt gemäß obiger Beschreibung
durch das Status-Flipflop 125 und die 1-aus-4-Datenwählschal
tung 129. Das Codieren der Information ist ausführlich mit
Bezug auf Fig. 10 erläutert; an dieser Stelle ist die Fest
stellung ausreichend, daß die Eingangssignale X0-X3 an dem
Status-Flipflop 125 codiert werden, damit sie die Status- und
andere Information enthalten, die zu dem Mikrocontroller 90 in
Fig. 3 zurückzuleiten ist. Das Status-Flipflop 125 kann eine im
Handel erhältliche Vorrichtung sein, wie beispielsweise das
Modell MC14174, das von der Motorola Inc. erhältlich ist. Die
codierte Information X0-X3 wird in das Status-Flipflop 125 an
der ansteigenden Flanke des SYNC-Signals, das außerdem an den
Statuscodierer 125 angelegt wird, eingegeben. Somit wird ein
neuer Datensatz bei jedem Rahmen des Steuersignals eingegeben.
Diese Daten bilden ein Statussignal, welches die Betriebs
parameter des E/A-Punktes angibt.
Die Daten aus dem Status-Flipflop 125 werden Bit für Bit durch
den 1-aus-4-Datenselektor 129 und über den Pufferver
stärker 360 zu dem Mikrocontroller 90 gesendet. Der Daten
selektor 129 spricht auf den Stromwert aus dem 2-Bit-Zähler 121
an und bewirkt, daß die Werte von X0-X3 in der Reihenfolge
durchgelassen werden. Wenn beispielsweise der erste Impuls in
einem Rahmen empfangen wird, wird das X0-Bit der Statusdaten
daher gleichzeitig gesendet. Der Datenselektor 129 kann eine im
Handel erhältliche Vorrichtung sein, wie beispielsweise das
Modell MC14052 von Motorola Inc.
Fig. 10 zeigt eine Wahrheitstabelle für einen Statuscodierer
wie den Codierer 125 in Fig. 4. Ein Codierer gemäß der Wahr
heitstabelle in Fig. 10 kann leicht mit Standardverknüpfungs
logikelementen durch den Fachmann implementiert werden.
In Fig. 10 sind die Eingangsbedingungen horizontal oben im
linken Teil der Tabelle aufgelistet. In den Spalten darunter
sind die möglichen Werte angegeben, die jedes Eingangssignal
annehmen kann. In der Tabelle bedeutet "Einsen", daß ein Wert
wahr ist (z. B. ein Signal mit hoher oder H-Pegel), "Nullen"
bedeuten, daß ein Wert nicht wahr ist, und ein x bedeutet
jeweils "unbeachtlich" (d. h. kann entweder eins oder null sein,
oder daß das eine Auswirkung hat). Das 4-Bit-Ausgangssignal X0-X3
des Statuscodierers 125 ist in dem rechten Teil der Tabelle
gezeigt, wobei X0-X3 horizontal über vier Spalten verteilt
sind. Jede horizontale Zeile in den vier Spalten ist somit ein
4-Bit-Wort, welches eindeutig den Status des E/A-Punkts
definiert. Das 4-Bit-Wort sind die Statusdaten, die zu dem
Mikrocontroller 90 nach Fig. 4 und schließlich zur CPU (Fig. 1)
zurückgeleitet werden.
In der Wahrheitstabelle zeigt beispielweise die erste Zeile
einen H-Pegel in der Spalte für niedrige Spannung, wogegen die
übrigen Spalten unbestimmte, d. h. unbeachtliche Zustände
angeben. Unter diesen Umständen ist das 4-Bit-Wort eindeutig
bestimmt und besteht nur aus Nullen. Dieses nur aus Nullen
bestehende 4-Bit-Wort signalisiert einen Verlust der E/A-Punkt-
Stromversorgung. Weiter zeigt beispielweise die sechste Zeile,
daß der Ausgang auf Ein befohlen ist, daß aber der Ausgang in
einem kurzgeschlossenen Zustand ist. Das heißt, es erscheint
eine Eins in Spalte eins unter EIN/AUS, was anzeigt, daß der
E/A-Punkt einzuschalten ist, während es gleichzeitig eine
Überstromanzeige in der Überstromspalte (Spalte 6) gibt. Das 4-Bit-
Ausgangswort für diesen Status besteht aus lauter Nullen,
mit der Ausnahme, daß X3 auf dem 1-Pegel ist. Ebenso gibt es
einen Satz von fünfzehn eindeutigen 4-Bit-Wörtern, welche die
verschiedenen Bedingungen des E/A-Punktes definieren.
Das vorstehend beschriebene Ein-/Ausgabe-System ist besonders
in Verbindung mit programmierbaren Prozeßsteuergeräten brauch
bar.
Claims (24)
1. Übertragungsverfahren für die Verwendung in einem
Ein-/Ausgabe (E/A)-System eines programmierbaren Prozeß
steuergerätes zum Austauschen von Steuer- und Statusin
formation zwischen einem steuernden Element (24 bis 26; 80)
des E/A-Systems und einem gesteuerten Element (37 bis 39;
81 bis 88; 111, 113) desselben, welches eine Ausgabe-
Steuervorrichtung (113) enthält, die gemäß der Steuer
information aktiviert oder deaktiviert wird,
mit folgenden Schritten:
- a) in dem steuernden Element (24 bis 26; 80) wird ein Steuersignal (SIG) in Form von sequentiellen Impulsrahmen erzeugt, wobei jeder Rahmen aus wenigstens einem Impuls be steht und wobei jeder Impuls (Steuerimpuls) einen Teil der Steuerinformation festlegt;
- b) das Steuersignal (SIG) wird zu dem gesteuerten Ele ment (37 bis 39; 81 bis 88; 111, 113) gesendet; dort wird für jeden Steuerimpuls ein Taktimpuls (CLK) erzeugt, wel cher auf den Steuerimpuls mit einem vorgewählten Zeitab stand folgt;
- c) der Taktimpuls (CLK) wird in dem gesteuerten Ele ment (37 bis 39; 81 bis 88; 111, 113) zum Auslesen der Steuerinformation aus dem Steuersignal benutzt;
- d) der Taktimpuls (CLK) wird ferner benutzt zum Über tragen eines Statussignals (STATUS) zu dem steuernden Ele ment (24 bis 26; 80), welches Statussignal in dem ge steuerten Element (37 bis 39; 81 bis 88; 111, 113) entsteht und die Betriebsparameter des gesteuerten Elementes als Statusinformation angibt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei jeder Rahmen des
Steuersignals ein impulsloses Zeitintervall enthält, wäh
rend welchem keine Impulse erscheinen und welches das Ende
eines Rahmens festlegt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei jeder Rahmen des
Steuersignals eine Reihe von Impulsen enthält, die die
Steuerinformation festlegen.
4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei die Reihe von
Impulsen pulsbreitenmoduliert wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei das Statussignal
ein digitales Mehrbit-Signal ist und die Anzahl von Bits,
die bei jedem Rahmen zu dem steuernden Element gesendet
werden, gleich der Anzahl von Impulsen in diesem Rahmen
ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei jeder Impuls von
jedem Rahmen die Eingabe der binären Information in eine
Flipflop-Schaltungsanordnung (123, 124) einleitet, welche
den Status für das gesteuerte Element (37 bis 39; 81 bis
88; 111, 113) festlegt, und wobei jedes impulslose Zeitin
tervall ein Synchronisiersignal einleitet, welches das Ende
jedes Rahmens angibt und das gesteuerte Element initiali
siert,
in dem gesteuerten Element (37 bis 39; 81 bis 88; 111, 113) das Mehrbit-Statussignal erzeugt wird, das die Betriebspa rameter in bezug auf das gesteuerte Element angibt und das bei jedem Rahmen der Impulsfolge aktualisiert wird, und das Mehrbit-Statussignal gleichzeitig mit jedem Rahmen der Impulsfolge zu dem steuernden Element (24 bis 26; 80) über tragen wird.
in dem gesteuerten Element (37 bis 39; 81 bis 88; 111, 113) das Mehrbit-Statussignal erzeugt wird, das die Betriebspa rameter in bezug auf das gesteuerte Element angibt und das bei jedem Rahmen der Impulsfolge aktualisiert wird, und das Mehrbit-Statussignal gleichzeitig mit jedem Rahmen der Impulsfolge zu dem steuernden Element (24 bis 26; 80) über tragen wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei bei einer Ausdeh
nung des impulslosen Zeitintervalls über eine vorbestimmte
Zeitdauer hinaus die Ausgabe-Steuervorrichtung (113) einen
vorgewählten aktivierten oder inaktivierten Status
einnimmt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei ein erster vorge
wählter Impuls jedes Rahmens geliefert wird, um einen
Halte-letzten-Zustand(HLS)-Wert in einem HLS-Flipflop (123)
zu aktualisieren, und ein zweiter vorgewählter Impuls jedes
Rahmens geliefert wird, um einen Vorgabewert in einem Vor
gabe-Flipflop (124) zu aktualisieren, wodurch in Abhängig
keit von dem HLS-Wert entweder der vorgewählte aktivierte
oder inaktivierte Zustand der Ausgabe-Steuervorrichtung
(113) als deren Zustand aus einem vorherigen Rahmen oder
der Vorgabewert bestimmt wird.
9. Ein-/Ausgabe-Modul (80) für ein Ein-/Ausgabe(E/A)-System
eines programmierbaren Prozeßsteuergerätes, welches
aufweist:
eine Betriebssteuereinheit (90), die ein Steuersignal (SIG) in Form von sequentiellen Impulsrahmen liefert, wobei jeder Rahmen aus wenigstens einem Impuls besteht und jeder Impuls (Steuerimpuls) einen Teil der Steuerinformaiton festlegt;
wenigstens einen E/A-Punkt (81 bis 88), der mit der Betriebssteuereinheit (90) verbunden ist und der eine Aus gabe-Steuervorrichtung (113) enthält, die gemäß der Steuer information aktivierbar oder deaktivierbar ist, und der weiter aufweist:
eine Betriebssteuereinheit (90), die ein Steuersignal (SIG) in Form von sequentiellen Impulsrahmen liefert, wobei jeder Rahmen aus wenigstens einem Impuls besteht und jeder Impuls (Steuerimpuls) einen Teil der Steuerinformaiton festlegt;
wenigstens einen E/A-Punkt (81 bis 88), der mit der Betriebssteuereinheit (90) verbunden ist und der eine Aus gabe-Steuervorrichtung (113) enthält, die gemäß der Steuer information aktivierbar oder deaktivierbar ist, und der weiter aufweist:
- 1) eine Zeitsteuereinrichtung (117), die auf je den Steuerimpuls hin einen Taktimpuls (CLK) erzeugt, wel cher auf den Steuerimpuls mit einem vorgewählten Zeitab stand folgt,
- 2) eine Einrichtung (133), die ein Statussignal liefert, das die Betriebsparameter des E/A-Punktes (81 bis 88) als Statusinformation angibt,
- 3) eine Einrichtung (119, 121, 123, 124), die den Taktimpuls (CLK) benutzt, um die Steuerinformation aus dem Steuersignal auszulesen,
- 4) eine Einrichtung (120, 125, 127, 129), die je den Taktimpuls (CLK) und die Statusinformation empfängt und jeweils auf einen Taktimpuls hin einen Statusimpuls zu der Betriebssteuereinheit (90) überträgt, wobei jeder Statusim puls einen Teil der Statusinformation festlegt.
10. Ein-/Ausgabe-Modul (80) nach Anspruch 9, wobei die
Betriebssteuereinheit (90) das Steuersignal so liefert, daß
jeder Rahmen eine Reihe von Impulsen gefolgt von einem
impulslosen Zeitintervall enthält, während welchem keine
Impulse auftreten und welches das Ende eines Rahmens
festlegt.
11. Ein-/Ausgabe-Modul (80) nach Anspruch 10, wobei
als Redundanz zu Prüfzwecken wenigstens die ersten beiden
Impulse jedes Rahmens gleich pulsbreitenmoduliert sind.
12. Ein-/Ausgabe-Modul (80) nach Anspruch 10 oder 11,
wobei ein Übertragungs- und Steuerabschnitt (111) das
Steuersignal empfängt und eine Einrichtung enthält, die auf
den wenigstens einen Impuls hin ein Befehlssignal zum
Aktivieren oder Inaktivieren der Ausgabe-Steuervorrichtung
(113) gemäß der Steuerinformation für jeden Rahmen liefert,
und eine Einrichtung enthält, die auf das impulslose Zeit
intervall hin den Betrieb des Übertragungs- und Steuer
abschnittes (111) mit jedem Rahmen synchronisiert; und
eine Abfühleinrichtung (145, 148, 167, 168, 180, 181, 189), die Statussignale liefert, welche den Betriebszustand der Ausgabe-Steuervorrichtung (113) angeben,
wobei der Übertragungs- und Steuerabschnitt (111) eine Codier-Einrichtung (125), die die Statussignale empfängt und daraufhin ein Statuswort erzeugt, welches bei jedem Rahmen des Steuersignals aktualisiert wird, und eine erste Selektoreinrichtung (127, 129) enthält zum Senden des Statusworts zu der Betriebssteuereinheit (90) bei jedem Rahmen des Steuersignals.
eine Abfühleinrichtung (145, 148, 167, 168, 180, 181, 189), die Statussignale liefert, welche den Betriebszustand der Ausgabe-Steuervorrichtung (113) angeben,
wobei der Übertragungs- und Steuerabschnitt (111) eine Codier-Einrichtung (125), die die Statussignale empfängt und daraufhin ein Statuswort erzeugt, welches bei jedem Rahmen des Steuersignals aktualisiert wird, und eine erste Selektoreinrichtung (127, 129) enthält zum Senden des Statusworts zu der Betriebssteuereinheit (90) bei jedem Rahmen des Steuersignals.
13. Ein/-Ausgabe-Modul (80) nach Anspruch 12, wobei
der Übertragungs- und Steuerabschnitt (111) eine zweite Se
lektoreinrichtung (120) enthält, die auf das impulslose
Zeitintervall hin bewirkt, daß die Ausgabe-Steuervorrich
tung (113) einen vorgewählten Zustand immer dann annimmt,
wenn die Zeitdauer des Intervalles einen zweiten vorge
wählten Wert erreicht.
14. Ein-/Ausgabe-Modul (80) nach Anspruch 13, wobei
der Übertragungs- und Steuerabschnitt (111) enthält
- i) ein Halte-letzten-Zustand(HLS)-Flipflop (123), das einen HLS-Wert liefert, wobei das HLS-Flipflop auf einen ersten vorgewählten Impuls innerhalb eines Impulsrahmens hin aktualisierbar ist,
- ii) ein Vorgabe-Flipflop (124), das einen Vorgabewert liefert, wobei das Vorgabe-Flipflop auf einen zweiten vor gewählten Impuls innerhalb eines Impulsrahmens aktualisier bar ist; und
- iii) die zweite Selektoreinrichtung (120) eine Logik- Einrichtung enthält, die veranlaßt, daß der vorgewählte Zu stand in Abhängigkeit von dem HLS-Wert entweder der Zustand aus einem vorhergehen Rahmen des Steuersignals oder der Vorgabewert ist.
15. Ein-/Ausgabe-Modul (80) nach Anspruch 14, wobei
die Codier-Einrichtung (125) einen Zustandscodierer ent
hält, der die Statussignale in einem binären Bit-Muster co
diert, welches das Statuswort bildet, und die erste Se
lektoreinrichtung (127, 129) eine Einrichtung (127), die
das Statuswort bei jedem Rahmen verriegelt, und einen
Datenselektor (129) enthält, der das Bit-Muster des Status
worts als eine Reihe von Bits in jedem Rahmen zu dem
Prozeßsteuergerät überträgt.
16. Ein-/Ausgabe-Modul (80) nach Anspruch 15, wobei
der Übertragungs- und Steuerabschnitt (111) einen Datenfil
ter (119) enthält, welcher auf die beiden ersten Impulse
jedes Rahmens hin veranlaßt, daß das Befehlssignal nur
aktualisiert wird, wenn die ersten beiden Impulse gleich
empfangen werden, und das Befehlssignal anderenfalls den
Wert aus einem vorhergehenden Rahmen beibehält.
17. Ein-/Ausgabe-Modul (80) nach Anspruch 16, wobei
der Übertragungs- und Steuerabschnitt (111) eine Zeit
steuereinrichtung (117) enthält, die auf jeden Impuls des
Rahmens hin einen entsprechenden Taktimpuls erzeugt und auf
das impulslose Zeitintervall hin einen Synchronisierimpuls
immer dann erzeugt, wenn das Zeitintervall die erste
vorgewählte Zeit erreicht, und einen Übertragungsverlust
impuls immer dann erzeugt, wenn das Zeitintervall die
zweite vorgewählte Zeit erreicht, wobei der Taktimpuls
geliefert wird, um das HLS- und Vorgabe-Flipflop (123, 124)
zu takten, und der Synchronisierimpuls geliefert wird, um
den Betrieb des Übertragungs- und Steuerabschnitts (111) bei
jedem Rahmen zu synchronisieren, und wobei der Übertra
gungsverlustimpuls geliefert wird, um den vorgewählten
Zustand zu wählen.
18. Ein-/Ausgabe-Modul (80) nach Anspruch 17, wobei
die Ausgabe-Steuervorrichtung (113) einen IG-Transistor
(141; 161; 175, 176) enthält.
19. Ein-/Ausgabe-Modul (80) nach Anspruch 18, wobei
der IG-Transistor (141; 161; 175, 176) einen Hauptstromab
schnitt zum Führen eines Hauptteils des durch die Ausgabe-
Steuervorrichtung (113) geführten Stroms und einen Emula
tionsabschnitt zum Führen eines Bruchteils des Stroms
aufweist.
20. Ein-/Ausgabe-Modul (80) nach Anspruch 19, wobei
der Übertragungs- und Steuerabschnitt (111) einen Impuls
zähler (121) enthält, der die Taktimpulse zählt und einen
Ausgangswert liefert, bei dem das Datenfilter (119) nur auf
die ersten beiden Impulse eines Rahmens anspricht, das HLS-Flip
flop (123) nur auf den dritten Impuls eine Rahmens an
spricht und das Vorgabe-Flipflop (124) nur auf den vierten
Impuls eines Rahmens anspricht.
21. Ein-/Ausgabe-Modul (80) nach Anspruch 20, wobei
die Abfühleinrichtung (145, 148; 167, 168; 180, 181, 189)
zwei Widerstände aufweist, von denen der eine Widerstand so
angeordnet ist, daß er den durch den Emulationsabschnitt
des IG-Transistors (141; 161; 175, 176) fließenden Strom
abfühlt und dadurch eines der Statussignale liefert, und
der andere Widerstand so angeordnet ist, daß er eine Last
spannung abfühlt und dadurch ein weiteres Statussignal lie
fert.
22. Ein-/Ausgabe-Modul (80) nach Anspruch 21, wobei
mehrere Ausgabe-Steuervorrichtungen (175, 176) und eine
entsprechende Anzahl von Übertragungs- und Steuerabschnit
ten (111) vorgesehen sind und die Betriebssteuereinheit
(90) mehrere Steuersignale erzeugt, die jeweils ein Steuer
signal für jeden Übertragungs- und Steuerabschnitt (111)
darstellen.
23. Programmierbares Prozeßsteuergerät, bei dem meh
rere Ein-/Ausgabe-Module (80) nach einem der Ansprüche 9
bis 22 vorgesehen sind.
24. Programmierbares Prozeßsteuergerät nach Anspruch
23, bei dem die Ein-/Ausgabe-Module (80) jeweils in der
Nähe eines gesteuerten Prozesses angeordnet sind.
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|---|---|---|---|
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